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Die
Erfindung betrifft ein Mess- und Prüfsystem für einen Prüfling mit zumindest einem Betriebsfluid,
insbesonders zur Prüfung
einer Verbrennungskraftmaschine, mit zumindest einer Messanordnung, die
mit einem das Betriebsfluid enthaltenden Raum des Prüflings verbunden
ist, umfassend eine Teilmessanordnung für einen Mengenparameter des
Betriebsfluids und zumindest eine weitere Teilmessanordnung für zumindest
einen Beschaffenheitsparameter zur Charakterisierung der physikalischen und/oder
chemischen Beschaffenheit des Betriebsfluids, sowie eine mit der
Messanordnung verbundene Steuer- und Auswerteeinheit. Die Erfindung
betrifft weiters eine Messanordnung zum diskontinuierlichen Bestimmen
des Verwendungspotentials zumindest einer in einer Arbeitsmaschine
verwendeten Betriebsflüssigkeit,
zur Verwendung im Mess- und Prüfsystem,
mit einer Verbindungsleitung zu einem diese Betriebsflüssigkeit
enthaltenden Raum der Arbeitsmaschine, einem über die Verbindungsleitung
mit der Betriebsflüssigkeit
befüllbaren
Messgefäß, sowie
einer Auswerteeinheit, als auch ein Mess- und Prüfverfahren für einen
Prüfling
mit zumindest einem Betriebsfluid, insbesonders zur Prüfung einer
Verbrennungskraftmaschine, wobei ein Mengenparameter des Betriebsfluids
sowie zumindest ein Beschaffenheitsparameter zur Charakterisierung
der physikalischen und/oder chemischen Beschaffenheit des Betriebsfluids
bestimmt werden, und Verfahren zum diskontinuierlichen Bestimmen
des Verwendungspotentials zumindest einer in einer Arbeitsmaschine
verwendeten Betriebsflüssigkeit
zur Anwendung in einem derartigen Mess- und Prüfverfahren.
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Für Forschung
und Entwicklung oder auch zum Beispiel für die Qualitätsprüfung und
Diagnose an komplexen Arbeitsmaschinen, beispielsweise an Verbrennungskraftmaschinen,
aber auch z. B. Kolbenkompressoren, Turbinen, Fahrzeuggetriebe und -antriebstränge, usw.,
werden komplexe Mess- und Prüfsysteme
benötigt,
die eine signifikante Erprobung und Optimierung der Maschine ermöglichen sollen.
Die dabei zum Einsatz kommenden Betriebsfluide – das sind beispielsweise Schmieröl, Kühlmittel und gegebenenfalls
auch flüssige,
gasförmige
oder zum Beispiel auch staubförmige
Kraftstoffe und Verbrennungsluft – haben in diesem Zusammenhang eine
besondere Bedeutung. Sie müssen
der Maschine in ausreichender Menge und in geeigneter Beschaffenheit
bereitgestellt werden und sie werden im Betrieb der Maschine verbraucht.
Der Verbrauch kann mengenmäßig und/oder
beschaffenheitsmäßig erfolgen,
wobei beispielsweise das Kühlmittel
normalerweise nicht durch einen eigentlichen Mengenverbrauch, sondern
durch eine Durchströmungsmenge charakterisiert
sein wird, und der Verbrauch zum Beispiel bei der Verbrennung von
Kraftstoff mit Verbrennungsluft sowohl mengenmäßig als auch beschaffenheitsmäßig quasi
vollständig
sein wird, während
zum Beispiel der Schmierölverbrauch
als Menge und als Verschlechterung stetig, im Sinn einer schleichenden Veränderung,
erfolgt.
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Mess-
und Prüfsysteme
werden daher häufig mit
einer Vielzahl von entsprechenden Messgeräten ausgestattet. Sie dienen
einerseits zur Bestimmung von Mengenparametern eines Betriebsfluids.
Je nach Ausführung
und Anwendung können
der aktuelle Zustrom oder Verbrauchsstrom, oder auch die Durchströmung, bestimmt
werden, beispielsweise als Volumen oder Masse pro Zeiteinheit, oder
pro Betriebszyklus, oder als akkumulierter Wert; oder es kann die
aktuell noch in einem Speicherbehälter vorhandene Menge, oder
die Mengen- oder Pegeldifferenz gegenüber einem zuletzt gemessenen
Wert, usw., bestimmt werden. Andererseits werden Mess- und Prüfsysteme
häufig
auch mit Messgeräten
zur Bestimmung von Beschaffenheitsparametern der Betriebsfluide
ausgestattet, die eine Charakterisierung der physikalischen und/oder
chemischen Beschaffenheit des Betriebsfluids ermöglichen. Solche Messgeräte und Sensoren
zur Bestimmung von Beschaffenheitsparametern können auch beispielsweise in Konditioniergeräte eingebaut
werden, die zum Beispiel zur Konditionierung von Temperatur und
Druck des zugeführten
Kraftstoffes, oder zur Konditionierung von Temperatur, Feuchte und
Druck der zugeführten
Verbrennungsluft dienen.
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Es
ist grundsätzlich
auch bekannt, einen Mengenparameter und einen Beschaffenheitsparameter
des Betriebsfluids miteinander mathematisch zu verknüpfen und
auf diese Art eine weitere, abgeleitete physikalische oder chemische
Größe des Betriebsfluids,
bzw. einen weiteren Mengen- oder Beschaffenheitsparameter, zu bestimmen.
Zum Beispiel erhält
man durch Multiplikation des Mengenparameters „Volumsdurchfluss” mit dem
Beschaffenheitsparameter „Dichte” den neuen
Mengeparameter „Massendurchfluss”. Oder
man erhält
aus den gemessenen Laufzeiten eines Ultraschall-Durchflußmessystems den Volumsdurchfluß und die
Schallgeschwindigkeit des strömenden
Gases; und aus der Schallgeschwindigkeit und dem gemessenen Druck
als weiterem Beschaffenheitsparameter des Fluids erhält man die
aktuelle Gasdichte, sodaß man
durch Multiplikation von Volumsdurchfluss und Dichte den gesuchten
Massenstrom erhält.
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Aber
auch in diesen Fällen
gilt wie in allen bekannten Systemen und Einrichtungen, daß der Mengenparameter
und der zumindest eine Beschaffenheitsparameter des Betriebsfluids
jeweils für
sich und isoliert bestimmt und ausgewertet werden und keine Aussage über die
Sinnhaftigkeit einer Messung unter den momentanen Gegebenheiten, über die Gültigkeit
der bestimmten Werte von Mengenparameter, Beschaffenheitsparameter
und gegebenenfalls der sonstigen Mess- und Prüfergebnisse gemacht wird.
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In
Bezug auf den Mengenparameter treten speziell für die Messung des Schmierölverbrauchs von
modernen Brennkraftmaschinen, die schon allein im Hinblick auf die
angestrebte Senkung der Abgasemissionen immer wichtiger geworden
sind, da ein niedriger Ölverbrauch
beispielsweise beim Dieselmotor eine Senkung der Partikelwerte und
beim Ottomotor eine Erhöhung
der Dauerfestigkeit des Abgas-Nachbehandlungssystems
bedeutet, besonders zu berücksichtigende
Problem auf.
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Zur Ölverbrauchsmessung
sind beispielsweise Indikatormethoden bekannt, die den Ölverbrauch
im Abgas durch Messung einer im Schmieröl enthaltenen und dem Verbrauch
proportionalen Komponente (beispielsweise radioaktive Substanzen, Schwefel
oder dergleichen) bestimmen, was allerdings teuer und relativ kompliziert
in der Anwendung ist. Weiters bekannt sind Geräte und Verfahren, mittels welcher
der Ölverbrauch über eine
Pegelmessung direkt im Ölsumpf
der Brennkraftmaschine bestimmt wird, beispielsweise mittels Absaugsystemen, die
auf einer volumetrischen Messung basieren. Die Messwerte werden
bei diesen Verfahren und Anordnungen allerdings nachteilig durch Öldichte-Änderungen
beeinflusst, die durch Öltemperaturänderungen
und Ölverschäumung im Ölsumpf hervorgerufen werden.
Die geringe Messgenauigkeit und die Notwendigkeit, bei Motorstillstand
zu messen, sowie die thermische Veränderung des Motorbetriebspunktes während der
Messung und der gesamte zeitliche Aufwand für die Durchführung der
Messung stehen einer sinnvollen Anwendung beispielsweise bei Produktionsprüfständen zur Überwachung
der Qualität
der produzierten Brennkraftmaschinen entgegen. Ein Teil dieser Problematik
wird bei bekannten Anordnungen und Verfahren der eingangs genannten
Art durch Verlagerung der Pegelmessung in ein kommunizierendes Gefäß außerhalb
der Brennkraftmaschine umgangen. Mit Hilfe einer zuvor ermittelten
Kalibrierfunktion kann aus dieser Pegelmessung die jeweils in der
Brennkraftmaschine vorhandene Schmierölmenge bzw. aus zwei Messwerten
die dazwischen verbrauchte Schmierölmenge bestimmt werden.
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Der
Anschluss des Messgefäßes an die Brennkraftmaschine
erfolgt bei derartigen, beispielsweise aus „SAE TECHNICAL PAPER SERIES 931667
E – Experience
With Oil Consumption Measurements On The Engine Test Bed, KARL KÖCK, AVL
List” oder
auch aus
DE 35 37 192
A1 oder
EP
0 416 267 A1 bekannten Anordnungen mit einer im wesentlichen
horizontalen Verbindungsleitung ausgehend von der unten liegenden Ölablassschraube
der Ölwanne
der Brennkraftmaschine, wobei die Räume oberhalb des Schmieröls von Brennkraftmaschine
und Messgefäß mit einer
Druckausgleichsleitung verbunden sind.
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Um
bei diesen an sich relativ rasch mittels hoher Pegelauflösung auch
niedrige Ölverbrauchswerte
bestimmenden Verfahren und Anlagen den gravierenden Nachteil zu
vermeiden, dass zur Anbringung der Verbindungsleitung an der Ölablassschraube
ein vollständiges
Ablassen des Schmieröls und
nach der Montage der Verbindungsleitung ein Wiederbefüllen des
gesamten Systems erforderlich ist, mit besonderem Augenmerk dabei
weiters auf die vollständige
Entlüftung
des Meßsystems,
ist etwa bei der Messanordnung gemäß der
AT 4139 U2 eine Verbindungsleitung
mit einer Adaptervorrichtung an der Seite der Brennkraftmaschine
vorgesehen, welche in eine vorhandene Öffnung an der Brennkraftmaschine
von oben her bis in den Ölsumpf
einbringbar ist, und deren vorzugsweise im wesentlichen nach oben
gerichteter Mündungsbereich
im wesentlichen siphonartig ausgebildet ist. Damit ist die Adaptierung
der zum kommunizierenden Messgefäß führenden
Verbindungsleitung entscheidend vereinfacht.
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Nun
können
aber bei der Ermittlung des Verbrauchs bzw. zwischen den Messungen
für die
Bestimmung des Verbrauchs an bestimmten Betriebsmitteln, wie etwa
Schmieröl
bei Verbrennungskraftmaschinen, Ereignisse oder Betriebszustände der Maschine
eintreten, die die Beschaffenheit des Betriebsmittels derart verändern, daß keine
sinnvollen Mengen- bzw. Verbrauchsmessungen mehr möglich sind.
Beispielsweise könnten
durch Eintrag von Fremdsubstanzen in das zu bestimmende Betriebsmittel,
beispielsweise Kraftstoff- oder Russ-Eintrag in das Schmieröl, extreme
Verschäumung
oder auch chemisch-physikalische Änderungen der in der Betriebsflüssigkeit
enthaltenen Substanzen, beispielsweise infolge lang anhaltender
Einwirkung hoher Betriebstemperaturen, die Verbrauchswerte verfälscht werden.
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Jegliche
Verbrauchsmessung eines Betriebsmittels ist letztlich nur dann aussagekräftig und sinnvoll,
wenn das Verwendungspotential des betrachteten Betriebsmittels beobachtet
wird. Dieses Verwendungspotential wird bestimmt durch einerseits
die Menge an für
die Arbeitsmaschine verfügbarem
Betriebsmittel und andererseits dessen Beschaffenheit. Als Parameter
zur Charakterisierung der Vorratsmenge kommen die vorhandene bzw.
verbrauchte Masse, das Volumen, der Füllstand oder Pegel, etc. in
Betracht, während
Parameter zur Beschaffenheitsbeurteilung die Temperatur, Dichte,
Viskosität, Schallgeschwindigkeit,
Kompressibilität,
spezifische elektrische Leitfähigkeit,
Dielektrizitätskonstante, magnetische
Permeabilität
bzw. Suszeptibilität
(ferro-, para- oder
auch diamagnetisch), Lichttrübung (Opacität), optisches
Spektrum, usw. sein können. Beispielsweise
verändert
Kraftstoffeintrag in Schmieröl
dessen Dichte und auch Viskosität,
ebenso wie es durch übermäßige Verschäumung der
Fall ist. In der
DE
101 49 852 A1 ist ein Verfahren zur Berechnung der Qualitätsminderung
von Kraftfahrzeugöl
beschrieben, das diese Qualitätsminderung
aber nicht durch Messung eines der oben genannten Parameter bestimmt,
sondern aus der tatsächlich
gemessenen Änderung
der Ölmenge
ableitet. Damit ist aber keine Verknüpfung von Mengen- und Beschaffenheitsparameter
möglich.
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Aus
der
DE 199 63 204
A1 ist weiterhin ein Verfahren bekannt, bei dem zumindest
ein Motorparameter gemessen und daraus die Verschlechterung mindestens
eines Beschaffenheitsparameters des Öls abgeschätzt wird. Der Beschaffenheitsparameter dient
dabei zur Verifizierung oder zum Überschreiben der aus den Motorparametern
geschätzten
Verschlechterung des Öls.
In der
EP 1 286 161
A2 hingegen ist, ohne auf eine Verknüpfung mit einem Mengenparameter
einzugehen, eine Einrichtung allein zur Ermittlung der Qualität von Motorenöl geoffenbart,
welche sowohl die Öltemperatur
als auch wenigstens einen Qualitätsparameter
mittels eines Multifunktionssensors bestimmt. Der Parameter des mengenmäßigen Ölverbrauchs
bzw. der vorhandenen Ölmenge
wird nicht berücksichtigt.
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Beide
das Verwendungspotential der Betriebsflüssigkeit bestimmenden Parameter,
nämlich die
Menge als auch die Beschaffenheit, sind im Prinzip unabhängig voneinander
und so kann je nach Prüfaufgabe
jeweils ein Parameter konstant gehalten und der andere beobachtet
werden, oder es wird die Veränderung
beider Parameter während
des Prüflaufs überwacht.
Beispielsweise kann der Mengenverbrauch bei annähernd konstanter Beschaffenheit,
oder die Degradation der Betriebsmittelbeschaffenheit bei annähernd konstantem
Mengenvorrat geprüft
werden.
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Eine
solche Aussage hätte
aber im zunehmend automatisierten Mess- und Prüfbetrieb eine hohe Bedeutung,
und es ist eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung Systeme
und Verfahren der eingangs angegebenen Art anzugeben, die es im
Zusammenhang mit der messtechnischen Bestimmung von Parametern von
Betriebsfluiden einer zu prüfenden
Maschine ermöglichen
sollen, auf systematische und einfache Art auch Aussagen über die
Zulässigkeit
oder mögliche
Gültigkeit
der bestimmten Parameter der Betriebsfluide und gegebenenfalls der sonstigen
Mess- und Prüfergebnisse
zu machen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, bei derartigen Systemen
und Verfahren die Genauigkeit von in anderem Zusammenhang bekannten
gravimetrischen bzw. diskontinuierlichen Mengenbestimmungen zu realisieren
und dennoch ein einfach zu installierendes bzw. anzuschließendes System
zu erhalten, das auch während
des laufenden Betriebes der Arbeitsmaschine angeschlossen und betrieben
werden kann, und darüber
hinaus die Bewertung des Verwendungspotentials und damit eine Aussage über die
Brauchbarkeit der Messwerte bzw. des gesamten Prüflaufs ermöglicht.
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Zur
Lösung
der ersten gestellten Aufgabe ist beim erfindungsgemäßen System
in der Auswerteeinheit eine Auswertelogik implementiert, die Mengenparameter
und zumindest einen Beschaffenheitsparameter nach einem vordefinierbaren
Zusammenhang zu einem Vektor verknüpft, der ein Verwendungspotential
des Betriebsfluids charakterisiert. Das Verwendungspotential kann
mathematisch als ein vom Ursprung ausgehender n-dimensionaler Symptomvektor
des Betriebsfluids betrachtet werden, wobei die n Koordinaten (mit
n größer als
1) durch den Mengenparameter und zumindest einen Beschaffenheitsparameter
gebildet werden. Als Parameter zur Charakterisierung der Vorratsmenge kommen
die vorhandene bzw. verbrauchte Masse, das Volumen, der Füllstand
oder Pegel, etc. in Betracht, während
Parameter zur Beschaffenheitsbeurteilung physikalische Parameter
wie zum Beispiel Temperatur, Dichte, Viskosität, Schallgeschwindigkeit, Kompressibilität, spezifische
elektrische Leitfähigkeit,
Dielektrizitätskonstante,
magnetische Permeabilität
bzw. Suszeptibilität
(ferro-, para- oder auch diamagnetisch), Lichttrübung (Opacität), optisches Spektrum,
usw., oder auch physiko-chemische
oder chemische Parameter wie zum Beispiel Säuregrad (pH-Wert), Oxydationsgrad,
Nitration, Alkalinität,
Dispersionsvermögen,
Verschäumungs-Beständigkeit, Gehalt
(Menge oder Konzentration) an Luft, leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen,
Wasserdampf (Feuchte), Wasser, Frostschutzmittel (häufig Glykol), Paraffine,
Teer, Russ, Asche, Metalabrieb, Silikat (Sand, Staub), usw., sein
können.
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Es
hat sich nämlich
gezeigt, daß eine
isolierte Überwachung
der einzelnen messtechnisch bestimmbaren Parameter eines Betriebsfluids
ohne Bezugnahme auf andere Parameter keine zufriedenstellende Aussagekraft
für die
Zulässigkeit
oder mögliche
Gültigkeit
dieser Parameter und gegebenenfalls der sonstigen Mess- und Prüfergebnisse
besitzt. Hingegen können
deutlich signifikantere Aussagen gemacht werden, wenn die messtechnisch
bestimmten Parameter, das sind ein Mengenparameter und zumindest
ein Beschaffenheitsparameter, zu einer von messtechnisch bestimmbaren
Parametern qualitativ völlig
unterschiedlichen Aussage, nämlich
dem Verwendungspotential, verknüpft
und in dieser Form als Koordinaten eines Symptom-Vektors gekoppelt
gemeinsam ausgewertet und überwacht
werden.
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Bei
mangelnder Bereitstellung und/oder bei mangelnder Beschaffenheit
des Betriebsfluids ist nämlich
ein ordnungsgemäßer und
auf das aktuelle Prüfziel
bezogener Betrieb der Maschine nicht möglich. In einem solchen Fall
sind daher auch die an der Maschine gewonnenen Mess- und Prüfergebnisse ungültig oder
von nur beschränkter Gültigkeit.
Um nun einen solchen fehlerhaften Zustand oder sein schleichendes
oder plötzliches
Eintreten erkennen zu können,
braucht es eine Überwachung.
Bezogen auf die Betriebsfluide der zu prüfenden Maschine gibt es nun
aber eine Vielzahl von Möglichkeiten,
wie verschiedene Effekte einander überlagern und sogar teilweise
kompensieren können,
die eine einfache und isolierte Überwachung
der messtechnisch bestimmbaren Parameter allein wenig aussagekräftig machen.
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Nun
gibt es, beispielsweise an Bord von neueren Kraftfahrzeugen, Einrichtungen,
die anzeigen, ob mit dem Fahrzeug weiter gefahren werden darf, bzw.
wie lange das aktuell vorhandene Schmieröl des Motors noch verwendet
werden darf und wann der nächste Ölwechsel
fällig
wird. Diese Einrichtungen sind ein Beispiel dafür, was mit der gegenständlichen Erfindung
nicht gemeint ist, nämlich
die voneinander isolierte Überwachung
der vorhandenen Ölmenge
einerseits – ob
genug, also mehr als eine Mindestmenge Schmieröl vorhanden ist – und einer
näherungsweise,
häufig
aus einer akkumulierten Hochtemperatur-Betriebsdauer, ermittelten
vermutlichen Degradation des Öls
andererseits, mit dem Ziel, die Maschine vor einem schädigenden
Betrieb zu bewahren. Bei der erfindungsgemäßen Mess- und Prüfeinrichtung für Forschung
und Entwicklung, oder auch zum Beispielsweise für die Qualitätsprüfung und
Diagnose, geht es um das Verwendungspotential des Betriebsfluids
in Bezug auf die Gültigkeit
und Verwendbarkeit der erzielten oder erzielbaren Messresultate
im häufig
bereits automatisierten Mess- und Prüfbetrieb. Um beim Beispiel
zu bleiben, sowohl ein zu geringer als auch ein zu grosser Schmierölverbrauch,
im Zusammenhang mit beispielsweise der Schmieröl-Viskosität und eventuell weiteren Parametern,
können die
Prüflaufergebnisse
wertlos machen, sodass ein solcher Fall erkannt und angezeigt werden
muß.
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Der
Verbrauch von Schmieröl
kann nämlich zu
Null oder sogar negativ werden, wenn es zum Eintrag von Kraftstoff,
z. B. von Benzin, kommt. Diese sogenannte Kraftstoffverdünnung des
Schmieröls könnte nun
beispielsweise aus einer Viskositätsmessung erkannt werden, wenn
nicht auch eine Schmierölverdickung
infolge Rußeintrag
möglich wäre und die
Verdünnung
gerade kompensieren könnte.
Dieser Rußeintrag
könnte
durch einen weiteren Beschaffenheitsparameter, der über die
Opacität des
Schmieröls
ermittelt wird, berücksichtigt
werden. Zu beachten wäre
in diesem Fall weiters, daß die Kraftstoffverdünnung nur
bei mäßigen Schmieröltemperaturen
wirksam ist, da der Kraftstoff bei höheren Temperaturen wieder aus
dem Schmieröl
verdunstet. Allerdings bewirken höhere Temperaturen möglicherweise
eine teilweise Verkokung des Öls,
sodaß unter Umständen, wenn
man sich nicht auf einen Frischöl-Ausgangszustand verlassen
kann, auch der Temperatur-Belastungsverlauf berücksichtigt werden muß.
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Alle
das Verwendungspotential des Betriebsfluids bestimmenden Parameter,
nämlich
die Menge als auch die Beschaffenheit, sind – allgemein betrachtet – unabhängig voneinander
und so kann je nach Prüfaufgabe
jeweils ein Parameter konstant gehalten und der andere beobachtet
werden, oder es wird die Veränderung
beider Parameter während
des Prüflaufs überwacht.
Beispielsweise kann der Mengenverbrauch bei annähernd konstanter Beschaffenheit,
oder die Degradation der Betriebsmittelbeschaffenheit bei annähernd konstantem
Mengenvorrat geprüft
werden. Es können
auch Koordinatentransformationen mit Bezug auf weitere am Prüfling erhaltene
Messwerte vorgenommen werden, sodaß eine verbesserte Trennschärfe für zulässige und
unzulässige
Zustände
und eine günstigere
Darstellung der Überwachung
ermöglicht
wird. Beispielsweise kann im Fall der Kühlflüssigkeit mithilfe eines Modells
der vom Gehalt an Frostschutzmittel abhängigen Wärmekapazität der Kühlflüssigkeit und der Kühlmittel-Durchflussmenge das
Wärmetransportpotential ermittelt
und im Verwendungspotential berücksichtigt werden.
Kennt man darüberhinaus
die in der Maschine aktuell auftretenden Temperaturen und Wärmeübergänge, so
kann die transportierte Wärmemenge bestimmt
und weiter ausgewertet werden. Aus dem Vorstehenden wird deutlich,
daß das
Verwendungspotential keine umkehrbar-eindeutige Größe ist:
Zu einem Betriebsfluid einer in Betrieb befindlichen Maschine kann
es daher mehrere mögliche
Verwendungspotentiale geben, je nachdem, welche Messparameter darin
Eingang finden und welche Koordinatentransformation angewandt wurde.
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Ähnliche
Effekte wie oben erläutert
können auch
für andere
Betriebsfluide auftreten. Immer zeigt sich, daß eine einfache Überwachung
von jeweils einem Parameter, isoliert von den anderen, nicht die erforderliche
Aussagekraft haben kann; etwa beim Kühlmittel, wo es neben der verfügbaren Menge
auch zum Beispiel auf den Gehalt an Frostschutzmittel ankommt, dessen
verringerte Kühlfähigkeit
durch einen erhöhten
oder ausreichend hohen Durchfluss kompensiert werden muß; oder
beim Benzinverbrauch, der, auch wenn er als Massenstrom und nicht
nur als Volumsstrom bestimmt wird, kritisch ist in Bezug auf beispielsweise
den Gehalt an leichtflüchtigen
Kohlenwasserstoffen, die einen starken Einfluss auf die Zündwilligkeit
besitzen, und an mittransportierten Mikro-Dampfbläschen, die
sich unter anderem in einer veränderten
Kompressibilität
bemerkbar machen, die wiederum einen beträchtlichen Einfluss auf das
Einspritzsystem hat.
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Eine
vorteilhafte Ausführungsform
des Systems ist dadurch gekennzeichnet, daß in der Auswertelogik ein
Modul implementiert ist, welches die Werte des Verwendungspotentials
mit vordefinierbaren Sollwerten bzw. Zulässigkeitsbereichen vergleicht und
Abweichungen anzeigt. Damit ist es möglich, dem Symptomvektor Verwendungspotential
und seinem Wertebereich diskret verteilte Sollwerte und/oder Zulässigkeitsbereiche
in Form von zwei- oder mehrdimensionalen Flächen (je nachdem, wie viele
Beschaffenheitsparameter mit dem Mengenparameter verknüpft werden)
zuzuordnen und unzulässige
Abweichungen in der Überwachung
deutlich erkennbar zu machen.
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Ein
besonders günstiger
apparativer Aufbau des Systems ist möglich, wenn zumindest ein Teil
der Messanordnung für
den Mengenparameter auch einen Teil der Messanordnung für den Beschaffenheitsparameter
darstellt. Diese gerätetechnische Kombination
der beiden Teilmesseinrichtungen ist besonders vorteilhaft, da diese
ohnehin in Verbindung mit dem Betriebsfluid stehen müssen, und
so die möglichen
räumlichen
und apparativen Synergien konstruktiv nutzbar sind.
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Weiters
ergeben sich vorteilhaft zu nutzende Synergien, wenn zumindest ein
Teil der Messanordnung für
den Mengenparameter sowie ein Teil der Messanordnung für den Beschaffenheitsparameter messtechnisch
gekoppelt sind. Das kann beispielsweise durch eine aufeinander bezogene
gemeinsame Ablaufsteuerung der beiden Teilmesseinrichtungen geschehen,
sodaß die
verschiedenen Messungen zu aufeinander bezogenen Zeitpunkten, vorteilhafterweise
gleichzeitig oder in unmittelbarer zeitlicher Nähe durchgeführt werden. Oder die messtechnische
Kopplung kann durch eine beiden Teilmessanordnungen gegebene Zugriffsmöglichkeit
auf gespeicherte Parameter und/oder Messwerte realisiert werden.
Oder es können
aus den primär
bestimmten Parametern, den Basis-Parametern, weitere Parameter bestimmt
werden, beispielsweise, wie oben ausgeführt wurde, aus Volumsdurchfluss
und Dichte ein Massendurchfluss.
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Die
zweite gestellte Aufgabe wird bei einer erfindungsgemäßen Messanordnung
für das
oben beschriebene Meßsystem
dadurch gelöst,
daß zumindest
eine Vorrats-Messanordnung
vorgesehen ist, welche auch das Messgefäß beinhaltet und welche mit
einer Einrichtung zur Ermittlung zumindest des momentanen Vorrates
der der Arbeitsmaschine verfügbaren
Betriebsflüssigkeit
ausgestattet ist, sowie einer Beschaffenheits-Messanordnung, in welcher zumindest
ein Beschaffenheitsparameter der Betriebsflüssigkeit ermittelt wird. Die
Bestimmung des Vorrats erfolgt dabei im Allgemeinen bis auf eine vorgebbare
Restmenge, wobei die Restmengenvorgabe von Null weg bis nahe an
die maximal verfügbare
Betriebsmittelmenge erfolgen kann.
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Da
in vielen Fällen
nicht ein Momentanbild des Standes an Betriebsflüssigkeit ausreichend ist, ist
gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
vorgesehen, daß die
Vorrats-Meßanordnung
mit einer Einrichtung zur Ermittlung der aus der Arbeitsmaschine
verbrauchten Menge an Betriebsflüssigkeit ausgestattet
ist.
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Vorteilhafterweise
kann gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, daß die Vorrats-Meßanordnung über eine
Verbindungsleitung mit der Arbeitsmaschine verbunden ist, welche Verbindungsleitung
an der Seite der Arbeitsmaschine mit einer in eine vorhandene Öffnung an
der Arbeitsmaschine bis in eine vorgebbare Höhe einbringbaren Adaptervorrichtung
versehen ist, wobei in der Verbindungsleitung eine Pumpenanordnung
eingesetzt ist, und wobei in einer Auswerteeinheit der Messanordnung
aus aufeinanderfolgenden Messungen die Ermittlung der aus der Arbeitsmaschine
verbrauchten Menge an Betriebsflüssigkeit
erfolgt. Damit kann einerseits das Messgefäß relativ zur Arbeitsmaschine sozusagen
beliebig hoch angeordnet sein, und über die Verbindungsleitung
kann über
während
des Betriebs der Maschine zugängliche Öffnungen
die zu messende Flüssigkeit
abgezogen werden, ohne daß die
Maschine angehalten werden muß.
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Vorteilhafterweise
umfasst die Vorrats-Meßanordnung
für die
im Messgefäß enthaltene
Menge an Betriebsflüssigkeit
einen Drucksensor am Boden des Messgefässes, welcher Drucksensor mit
der Auswerteeinheit verbunden ist. Damit ist eine Kompensation der
Sensor-Nullpunktsdrift durch ein Tarieren des Drucksensors vor jeder
Messung, d. h. vor jedem Absaugen der Flüssigkeit aus der Arbeitsmaschine,
möglich.
Auch die im Lauf der Zeit bzw. zwischen aufeinanderfolgenden Messungen
vom Wandfilm im Messgefäß zum Sensor
ablaufende Menge an Betriebsflüssigkeit
kann so berücksichtigt
werden.
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Wenn
dabei die Pumpenanordnung mit der Auswerteeinheit verbunden ist,
in welcher ein Programm implementiert ist, welches während des Saugbetriebs
der Pumpenanordnung den zeitlichen Gradienten der vom Drucksensor
gelieferten Druckwerte ermittelt und bei Unterschreiten eines frei
vorgebbaren Grenzwertes die Pumpenanordnung nach einer vordefinierbaren
Zeitspanne abschaltet, können
Druck- oder Füllstands-Schalter
zur Bestimmung des Absaugendes vermieden werden. Die Bestimmung
des Absaugendes erfolgt über
die softwaremäßige oder
durch eine fest verdrahtete Schaltung realisierte Feststellung des
Füllstandsgradienten
im Messgefäß. Doch
kann der Druckgradient auch für eine
Aussage über
die Beschaffenheit der Betriebsflüssigkeit herangezogen werden,
da dessen Steilheit eine Aussage über die Dichte der Betriebsflüssigkeit
erlaubt bzw. Veränderungen
in der Steilheit Dichteveränderungen
relativ zu anderen Messungen erkennen lassen. Aus dem Vorstehenden
wird aber auch klar, daß die
Vorrats- und die Beschaffenheits-Messanordnung zwar funktional unterschiedliche
Anordnungen sind, daß sie
aber apparativ zusammenfallen oder einander zumindest überlappen können, wenn
wie für
die Drucksensor-Anordnung diese sowohl den Füllstand im Messgefäß gibt als auch
zumindest relative Dichteveränderungen
erkennen lässt.
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Bei
einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
der Messanlage, bei welcher das Messgefäß über eine absperrbare Verbindungsleitung,
in der allenfalls eine Pumpenanordnung vorgesehen sein kann, mit
einem Vorratsbehälter
für die
in der Arbeitsmaschine verwendete Betriebsflüssigkeit verbunden ist, kann
zur Sicherheit der Arbeitsmaschine verbrauchte Betriebsflüssigkeit
sofort nach Beendigung jeder Messung nachgefüllt werden. Überdies
kann bei jeder Messung eine genau definierte Menge an beliebig konditionierbarer
Betriebsflüssigkeit
in das Messgefäß gebracht
werden, um den Drucksensor gegen Temperaturschock aufgrund der aus
der Arbeitsmaschine kommenden Betriebsflüssigkeit zu schützen.
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Dazu
ist vorteilhafterweise bei dieser speziellen vorteilhaften Ausführungsform
weiters vorgesehen, daß das
Absperrorgan und/oder die Pumpenanordnung ebenfalls mit der Auswerteeinheit
verbunden ist, in welcher ein Programm implementiert ist, welches
bei Überschreiten
eines vordefinierbaren Verbrauchswertes und/oder Unterschreiten
eines vordefinierbaren Druckwertes des Drucksensors im Messgefäß das Absperrorgan öffnet und/oder
die Pumpenanordnung in Gang setzt, bis ein vordefinierbarer Druckwert
erreicht ist.
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Gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung ist die Messanordnung dadurch gekennzeichnet,
daß die
Beschaffenheits-Meßanordnung
die Pumpenanordnung beinhaltet, wobei in der Auswerteeinheit Parameter
der Pumpenanordnung als repräsentative
Größen für die Beschaffenheit
der Betriebsflüssigkeit
ermittelt werden. Damit kann ein ohnedies notwendiger Anlagenbestandteil
gleich in vorteilhafter Weise zur Bestimmung eines Beschaffenheits-Parameters
herangezogen werden.
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Wenn
gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform
die Pumpenanordnung eine viskositätsabhängige Kennlinie aufweist und
vorzugsweise als Zahnradpumpe realisiert ist, kann über die
Abfrage der Drehzahl bei konstanter Leistung bzw. der für eine konstante
Drehzahl benötigten
Leistung ein Rückschluß auf die
Beschaffenheit der Betriebsflüssigkeit,
speziell deren Viskosität,
getroffen werden.
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Selbstverständlich ist
es auch denkbar, daß die
Beschaffenheits-Meßanordnung
eine separate Sensoranordnung für
die Ermittlung eines Beschaffenheits-Parameters beinhaltet. So könnten Trübungsmessapparaturen,
Sensoren zur Bestimmung elektrischer oder magnetischer Kenngrößen, usw. zusätzlich zur
Messanordnung für
die Mengen- bzw. Verbrauchsmessung vorhanden sein.
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Die
Vorteile, auf systematische und einfache Art auch Aussagen über die
Zulässigkeit
oder mögliche
Gültigkeit
der bestimmten Parameter der Betriebsfluide und gegebenenfalls der
sonstigen Mess- und Prüfergebnisse
machen zu können,
werden für das
eingangs beschriebene Meßverfahren
zur Charakterisierung der physikalischen und/oder chemischen Beschaffenheit
des Betriebsfluids einer Arbeitsmaschine dadurch erreicht, daß in der
Auswerteeinheit der Mengenparameter und zumindest ein Beschaffenheitsparameter
nach einem vordefinierbaren Zusammenhang zu einem Vektor verknüpft werden,
der ein Verwendungspotential des Betriebsfluids charakterisiert.
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Um
die Sinnhaftigkeit von Mengen- bzw. Verbrauchsmessungen bzw. die
Verläßlichkeit
der dabei ermittelten Werte bewerten zu können, oder auch überhaupt
den Prüflauf
insgesamt und/oder die ordnungsgemäße Funktion des Prüflings während des Prüflaufes
bewerten zu können,
werden gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung in der Auswertelogik die Werte des
Verwendungspotentials mit vordefinierbaren Sollwerten bzw. Zulässigkeitsbereichen
verglichen und Abweichungen anzeigt.
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Vorteilhafterweise
ist dabei vorgesehen, daß der
Mengenparameter des Betriebsfluids sowie der oder jeder zum Verwendungspotential
verknüpfte
Beschaffenheitsparameter zur Charakterisierung der physikalischen
und/oder chemischen Beschaffenheit des Betriebsfluids gleichzeitig
oder zumindest in unmittelbarer zeitlicher Nähe bestimmt werden.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsvariante
des erfindungsgemäßen Mess- und Prüfverfahrens
werden bestimmte Basis-Messergebnisse oder Basis-Parameter sowohl
der Bestimmung des Mengenparameters des Betriebsfluids sowie der
oder jeder zum Verwendungspotential verknüpfte Beschaffenheitsparameter
zur Charakterisierung der physikalischen und/oder chemischen Beschaffenheit
des Betriebsfluids zugrundegelegt.
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Den
Vorteil der Genauigkeit von in anderem Zusammenhang bekannten gravimetrischen
bzw. diskontinuierlichen Mengenbestimmungen zu erzielen und dennoch
ein einfach zu installierendes bzw. anzuschließendes System zu erhalten,
das auch während
des laufenden Betriebes der Arbeitsmaschine angeschlossen und betrieben
werden kann, und darüber
hinaus die Bewertung des Verwendungspotentials und damit eine Aussage über die
Brauchbarkeit der Messwerte bzw. des gesamten Prüflaufs zu erhalten, kann dadurch
bewirkt werden, daß zumindest
ein Teil der Betriebsflüssigkeit
aus der Arbeitsmaschine entnommen, in ein Messgefäß gebracht wird,
wo zumindest der momentane Vorrat der der Arbeitsmaschine verfügbaren Betriebsflüssigkeit
ermittelt wird, wobei für
jede derartige Vorrats-Messung in einer Beschaffenheits-Messanordnung zumindest ein
zugehöriger
Beschaffenheitsparameter der Betriebsflüssigkeit ermittelt wird.
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Vorteilhafterweise
ist weiters vorgesehen, daß der
Verbrauch der Betriebsflüssigkeit
in der Arbeitsmaschine ermittelt wird.
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Um
die Anlage möglichst
einfach unter Vermeidung unnötiger
Druckschalter aufbauen zu können,
ist das Verfahren gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß Betriebsflüssigkeit
bis auf eine vorgebbare Restmenge in der Arbeitsmaschine in ein
in der Nähe
der Arbeitsmaschine angeordnetes Messgefäß verbracht wird, daß der dadurch
hervorgerufene Druck am Boden des Messgefässes und daraus in der Auswerteinheit
die Menge an Betriebsflüssigkeit
im Messgefäß ermittelt
wird, wobei allenfalls aus zumindest zwei Messungen die verbrauchte
Menge an Betriebsflüssigkeit
ermittelt wird.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsvariante
des Verfahrens ist vorgesehen, daß während des Absaugens von Betriebsflüssigkeit
aus der Arbeitsmaschine der zeitliche Gradient der Druckwerte im
Messgefäß ermittelt
und bei Unterschreiten eines frei vorgebbaren Grenzwertes das Abpumpen
nach einer vordefinierbare Zeitspanne beendet wird. Das Absaugen
von Betriebsflüssigkeit
aus der Arbeitsmaschine wird also erst beendet, wenn die Pumpe aus der
Arbeitsmaschine bereits auch Gas bzw. ein Betriebsflüssigkeits/Gas-Gemisch
aus der Umgebung des Mündungsbereiches
der Adaptervorrichtung angesaugt hat. Damit wird auch die in der
Verbindungsleitung befindliche Menge an Betriebsflüssigkeit,
inklusive des Wandfilms, allfälliger
Tröpfchen,
usw., praktisch vollständig
in das Messgefäß gepumpt. Darüber hinaus
erlaubt die Auswertung des Verlaufs des Druckgradienten auch eine
Aussage über
die Dichte der abgesaugten Betriebsflüssigkeit, zumindest relativ
zu anderen Messungen.
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Wenn
dabei vorteilhafterweise bei Überschreiten
eines vordefinierbaren Verbrauchswertes und/oder Unterschreiten
eines vordefinierbaren Druckwertes im Messgefäß Betriebsflüssigkeit
aus einem Vorratsbehälter
in das Messgefäß zugeführt wird,
bis ein vordefinierbarer Druckwert erreicht ist, kann der diesbezüglich störungsfreie
Betrieb der zu testenden Arbeitsmaschine durch Aufrechterhalten des
vorgegebenen Standes des Betriebsfluids sichergestellt werden. Überdies
kann durch eine immer gleiche Menge an in das Messgefäß eingebrachte
Menge an beliebig konditionierbarem Betriebsfluid der darin befindliche
Sensor gegen Temperaturschocks geschützt werden.
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Vorteilhafterweise
wird die Bestimmung des Beschaffenheitsparameters an der der Arbeitsmaschine
für die
Vorrats- bzw. Verbrauchs-Messung entnommenen Menge an Betriebsflüssigkeit
durchgeführt.
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Gemäß einer
anderen Ausführungsvariante der
Erfindung kann auch vorgesehen sein, daß die Betriebsflüssigkeit
für die
Bestimmung des Beschaffenheitsparameters einer von der Vorrats-Messanordnung
unterschiedlichen Messanordnung zugeführt wird. Damit können beliebige
Beschaffenheitsparameter unabhängig
von den allenfalls mittels der Vorrats-Meßanordnung mitbestimmbaren
Parametern ermittelt werden.
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Die
Erfindung wird im folgenden noch anhand des in der Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsbeispieles
einer Schmieröl-Verbrauchsmessung
bei Verbrennungskraftmaschinen näher
erläutert,
wobei in der Zeichnungsfigur schematisch eine spezielle Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Messanordnung
an einem Verbrennungsmotor dargestellt ist.
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Zur
quantitativen Bestimmung des Verbrauchs an in der Brennkraftmaschine 1 bzw.
in deren Ölsumpf 2 enthaltenem
Schmieröl
ist über
eine Verbindungsleitung 3 ein relativ zur Brennkraftmaschine 1 in
beliebiger Position anzuordnendes Messgefäß 4 mit dem Ölsumpf 2 der
Brennkraftmaschine 1 verbunden. Dieses Messgefäß kann bedarfsweise auch
beheizt sein und ist am Boden mit einem Drucksensor 5 versehen,
dessen Ausgangssignale in der Auswerteeinheit 6 verarbeitet
werden. In der Auswerteeinheit 6 wird aus dem hydrostatischen
Druck im Messgefäß 4 die
darin befindliche Menge an Schmieröl bzw. durch Vergleich von
zwei aufeinanderfolgenden Messungen die zwischen diesen Messungen
verbrauchte Schmierölmenge
bestimmt. Vorzugsweise wird der Drucksensor 5 vor jeder
Messung tariert, um allenfalls von der vorhergehenden Messung im
Messgefäß 4 verbliebenes
Schmieröl
zu berücksichtigen.
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In
der Verbindungsleitung 3 ist eine vorzugsweise reversierbare
Pumpenanordnung 7 eingesetzt, die eine durch die fix vorgebbare
und dann für
jede nachfolgende Messung konstant zu haltende Eintauchtiefe der
Adaptervorrichtung 8 in den Ölsumpf definierte, vorbestimmte
Menge Schmieröl
aus dem Ölsumpf 2 absaugt
und, vorteilhafterweise über
einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schmutzfänger, in
das Messgefäß 4 verbringt.
Allenfalls kann auch die gesamte Schmierölmenge aus der Brennkraftmaschine 1 abgesaugt
und dem Messgefäß 4 zugeführt werden.
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Diese
Adaptervorrichtung 8 wird vorzugsweise über die ohnedies an der Brennkraftmaschine 1 vorhandenen Öffnungen
zum Ölsumpf 2,
beispielsweise die Ölstands-Kontrollöffnung,
eingeführt.
Allenfalls wäre
auch eine Verbindung über
die Ölablassöffnung der
Brennkraftmaschine möglich.
In jedem Fall ist eine sichere Fixierung der Adaptervorrichtung sehr
wichtig, da jede Änderung
der Entnahmeposition, sei es ein Heben oder Senken, aber auch Kippen
oder Drehen, den ermittelten Verbrauchswert verfälschen kann.
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Nach
Beendigung der Messung wird die Förderrichtung der Pumpenanordnung 7 umgekehrt
und das Schmieröl
aus dem Messgefäß 4 wird
wieder dem Ölsumpf 2 der
Brennkraftmaschine 1 zugeführt.
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Auch
die Pumpeneinheit 7, welche aus weiter unten erläuterten
Gründen
kurzzeitig auch ein Flüssigkeits-Gas-Gemisch
oder nur Gas fördern
können
muß, ist
mit der Auswerteeinheit 6 verbunden, welche den Betrieb
dieser Pumpeneinheit 7 steuert. Um nämlich zum Ersten auf weitere
Druckschalter verzichten zu können,
wird das Absaugende über eine
Bestimmung des Füllstandsgradienten
im Messgefäß 4 ermittelt.
Dazu wird in der Auswerteeinheit 6 während des Absaugens des Schmieröls aus der Brennkraftmaschine 1 der
zeitliche Gradient der über den
Drucksensor 5 ermittelten Druckwerte im Messgefäß 4 bestimmt
und bei Unterschreiten eines frei vorgebbaren Grenzwertes schaltet
die Auswerteinheit 6 die Pumpenanordnung 7 ab
und stoppt so das Abpumpen. Vorteilhafterweise wird nach Unterschreiten
des Grenzwertes das Abpumpen erst nach einer vordefinierbaren Zeitspanne
beendet, so daß die
höchstmögliche Präzision durch
Erfassung möglichst
der gesamten in der Adaptervorrichtung 8, der Verbindungsleitung 3 und
der Pumpenanordnung 7 befindlichen Menge an Schmieröl, einschließlich des Wandfilms,
allfälliger
Tröpfchen,
etc., gewährleistet ist.
Voraussetzung dafür
ist selbstverständlich,
daß die
durch das Messgefäß 4 perlende
Luft keine unzulässige
Verschäumung
und jedenfalls keinen Verbrauchsmessfehler bewirkt, was für den Fall
der Mengenbestimmung über
den Druckwert im Messgefäß 4 sehr
gut der Fall ist.
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Über den
Verlauf des Druckgradienten kann aber auch eine Aussage über einen
Beschaffenheits-Parameter getroffen werden, nämlich über die Dichte und/oder die
Viskosität
des Schmieröls,
welche sich durch Eintrag von beispielsweise Kraftstoff ändern und
dadurch die Schmieröl-Verbrauchsmessung
verfälschen
bzw. unbrauchbar machen kann. Bei gleicher Systemauslegung bezüglich Rohrquerschnitten,
Rohrlängen,
etc., und bei konstantem Fördervolumen
der Pumpenanordnung 7 ändert
sich bei jeder Messung der Füllstand
im Messgefäß 4 bis
zur maximalen Pegelhöhe
pro Zeiteinheit genau gleich, während
der Druck proportional zur Dichte des Schmieröls ansteigt. Daher kann in
diesem Fall aus dem Verlauf des Druckanstiegs auf die Dichte rückgeschlossen
werden, und Schmieröl
mit gleicher Beschaffenheit wird immer auch einen identischen Druckanstieg
bewirken. In der Auswerteeinheit 6 ist dazu eine Auswertelogik
implementiert, die den Verbrauch als relevanten Mengenparameter
mit dem Beschaffenheitsparameter Dichte nach einem vordefinierbaren
Zusammenhang verknüpft
und das Verwendungspotential des Betriebsfluids Schmieröl bestimmt.
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Zumindest
kann aus der Veränderung
des Verlaufes auf eine relative Änderung
der Schmierölbeschaffenheit
bei den betrachteten Messungen geschlossen werden. Dieses Beispiel
lässt erkennen, daß die Messanordnung
für die
Vorrats- bzw. Verbrauchsmessung apparativ mit der Beschaffenheits-Meßanordnung
zusammenfallen kann, während
sie nur funktional davon unterschieden ist. Auch die messtechnische
Kopplung geht aus diesem obigen Beispiel hervor, da sowohl Mengen-
als auch Beschaffenheitsparameter gemeinsam den Wert des Drucksensors 5 im
Messgefäß 4 heranziehen.
Auch geht die Ermittlung des Verlaufes des Druckanstieges der Bestimmung
des Druckwertes im Messgefäß 4 unmittelbar
voran, so daß auch
durch diese unmittelbare zeitliche Nähe ein messtechnischer Zusammenhang
gegeben ist.
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In
der Auswertelogik der Auswerteeinheit 6 ist vorteilhafterweise
ein Modul implementiert, welches die gemäß obiger Methode ermittelten
Werte des Verwendungspotentials mit in der Auswerteeinheit 6 gespeicherten,
vordefinierbaren und allenfalls anpassbaren Sollwerten bzw. Zulässigkeitsbereichen vergleicht
und Abweichungen anzeigt. Dies kann eine einfache Warnmeldung über die
mangelnde Konsistenz oder Plausibilität der einzelnen Messwerte oder
auch des gesamten Prüflaufes
sein, oder auch eine genauere Anzeige über das eingetretene unzulässige Ereignis
bzw. die Messung mit dem vom vorgegebenen Bereich abweichenden Messwert.
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Ähnlich stellt
sich die Situation bei Pegelmessungen mittels Ultraschall dar, wo
die Laufzeiten in der Betriebsflüssigkeit
einerseits bis zu einer Referenzmarke und andererseits bis zum zu
messenden Flüssigkeitsspiegel
entweder gleichzeitig oder zumindest unmittelbar aufeinanderfolgend
und mittels der gleichen Messanordnung verglichen werden. Erstere
Messung gibt die auch als Beschaffenheitsparameter heranzuziehende
Schallgeschwindigkeit, eventuell bei Messung der Schall-Dämpfung auch zusätzlich die
Viskosität
der Flüssigkeit,
die zweite Messung den Füllstand
und damit die Vorratsmessung. Eine Kombination mit dem zeitgleich
oder unmittelbar vor- oder nachher bestimmten Wert eines zusätzlichen
Drucksensor liefert auch die Dichte und die Kompressibilität der Betriebsflüssigkeit.
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Ein
Beispiel mit Beschaffenheitsparametern auf elektrischer Basis ist
die Pegelmessung mittels eines kapazitiven Pegelsensors. Über den
Vergleich der Werte des Referenzkondensators und des Messkondensators
wird der Flüssigkeitspegel
ermittelt. Der Referenzkondensator mit seinen bekannten Parametern
liefert aber gleichzeitig die Dielektrizitätskonstante der gemessenen
Flüssigkeit,
welche wieder als Beschaffenheitsparameter herangezogen werden kann.
Auch hier ist also die Vorrats-Messanordnung
die funktionell unterschiedliche Beschaffenheits-Meßanordnung,
wenngleich sie rein apparativ zusammenfallen.
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Eine
teilweise Überlappung
von Mengen- bzw. Vorrats-Messanordnung und Beschaffenheits-Meßanordnung
ist beispielsweise dann gegeben, wenn Parameter der einerseits der
Vorrats-Meßanordnung
zugehörigen
Pumpenanordnung 7 auch für die Bestimmung eines Beschaffenheits-Parameters,
beispielsweise der Viskosität
des Schmieröls,
herangezogen werden. Wenn die Pumpenanordnung 7, wie bei
den vorteilhafterweise zur Anwendung kommenden Zahnradpumpen, eine stark
viskositätsabhängige Kennline
aufweist, kann bei Konstanthalten eines Pumpenparameters, beispielsweise
der Pumpen-Leistung, und Messung des über die Kennlinie zusammenhängenden
zweiten Parameters, beispielsweise der Fördermenge, auf die Viskosität der geförderten
Betriebsflüssigkeit rückgeschlossen
werden.
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Selbstverständlich sind
aber auch komplett apparativ unterschiedene Messanordnungen für Vorrats-
und Beschaffenheitsparameter möglich.
So könnte
eine separate Dichtemessung vorgesehen sein, oder auch die Bestimmung
von elektrischen oder magnetischen Größen in zusätzlichen Messanordnungen, die
apparativ mit der Messanordnung für die Vorrats- bzw. Verbrauchsmessung
nicht überlappen.
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Über eine
Leitung 9 ist eine automatische Nachfülleinrichtung unmittelbar an
das Messgefäß 4 angeschlossen,
welche Nachfülleinrichtung
aus einem Vorratsbehälter 10 für das in
der Brennkraftmaschine 1 verwendete Schmieröl und einem
Absperrorgan und/oder einer weiteren Pumpenanordnung 11 besteht,
wobei die Pumpenanordnung 11 ebenfalls mit der Auswerteeinheit 6 verbunden
ist. In der Auswerteeinheit 6 ist dabei ein Programm implementiert, welches
bei Überschreiten
eines vordefinierbaren Verbrauchswertes und/oder Unterschreiten
eines vordefinierbaren Druckwertes des Drucksensors 5 im Messgefäß 4 das
die weitere Pumpenanordnung 11 in Gang setzt, bis ein vordefinierbarer
Druckwert erreicht ist, d. h. bis vorzugsweise der ursprüngliche Füllstand
des Schmieröls
im Ölsumpf 2 der
Brennkraftmaschine 1 wieder hergestellt ist.
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Auch
beim Rückpumpen
des Schmieröls
aus dem Messgefäß 4 in
den Ölsumpf 2 ist
es von Vorteil, wenn das Rückpumpen
erst nach einer vordefinierbaren Zeitspanne nach der durch den Drucksensor 5 festgestellten
Entleerung des Meßgefäßes 4 beendet wird,
so daß auch
dabei eine Rückführung möglichst der
gesamten im Messgefäß 4,
in der Adaptervorrichtung 8, der Verbindungsleitung 3 und
der Pumpenanordnung 7 befindlichen Menge an Schmieröl, einschließlich des
Wandfilms, allfälliger
Tröpfchen,
etc., gewährleistet
ist.
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Um
eventuell im Messgefäß 4 verbliebenes Schmieröl für die Ermittlung
des Verbrauchswertes korrekt zu berücksichtigen, kann nach Beendigung des
Rückpumpens
nochmals eine Messung mit dem Drucksensor 5 vorgenommen
werden. Überhaupt
ist es zum Schutz des Drucksensors 5 vor Temperaturschock
vorteilhaft, wenn immer eine gewisse Menge an Schmieröl im Messgefäß 4 verbleibt.
Darüberhinaus
kann durch diese Maßnahme
die Messgenauigkeit erhöht
werden, da die Temperaturabhängigkeit vermindert
wird. Allenfalls kann vor jeder Messung eine genau definierte Menge
an Schmieröl
aus dem Vorratsbehälter 10 in
das Messgefäß gebracht
werden, um den Drucksensor gegen den Temperaturschock zu schützen.
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Die
Adaptervorrichtung 8 kann im Mündungsbereich im Ölsumpf 2 im
wesentlichen siphonartig, im wesentlichen mit U-förmig nach
oben zurückgebogenem
Ende, ausgebildet sein.
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Die
Auswerteeinheit 6 selbst kann ihrerseits mit weiteren Mess-,
Auswerte-, Speichergeräten 12 oder
dergleichen verbunden sein, die vielfältigste Aufgaben erfüllen bzw.
Weiterbehandlungen der Messergebnisse ermöglichen.
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In
gleicher oder ähnlicher
Weise könnte
auch der Ölverbrauch
eines Kompressors, der Kraftstoff-Verbrauch einer Verbrennungskraftmaschine oder
auch der Verbrauch eines Kühlmittels
bestimmt werden, wobei in letzterem Fall als Beschaffenheits-Parameter die Frostschutz-Wirksamkeit
in Form des Gehalts an Frostschutzmittel, das wiederum wie bekannt
aus der Dichte des Kühlmittels
hervorgeht, herangezogen werden kann. Die grundlegenden Prinzipien
des nachfolgend vorgestellten Systems und Verfahrens könnten aber
auch zur Bestimmung des Verbrauchs an vorzugsweise konditionierter
Verbrennungsluft einer Verbrennungskraftmaschine angewendet werden,
wo als Beschaffenheits-Parameter einer oder mehrere der konditionierten
Größen der
Verbrennungsluft, d. h. Druck, Temperatur, Feuchte, usw., herangezogen
werden können.