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DE102005011264A1 - Verfahren zur Objektortung in einem vorgegebenen Gelände mittels einer Magnetfeldsondierung - Google Patents

Verfahren zur Objektortung in einem vorgegebenen Gelände mittels einer Magnetfeldsondierung Download PDF

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DE102005011264A1
DE102005011264A1 DE200510011264 DE102005011264A DE102005011264A1 DE 102005011264 A1 DE102005011264 A1 DE 102005011264A1 DE 200510011264 DE200510011264 DE 200510011264 DE 102005011264 A DE102005011264 A DE 102005011264A DE 102005011264 A1 DE102005011264 A1 DE 102005011264A1
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Okm Ortungstechnik Kraus & Mue
Okm Ortungstechnik Krauss & Mueller GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Objektortung in einem vorgegebenen Gelände mittels einer Magnetfeldsondierung. Das Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass das Gelände in ein virtuelles Suchfeld (10) mit netzartig über das Suchfeld verteilten Messpunkten (20) unterteilt wird. Dabei wird eine momentane Geländeposition einer im Gelände bewegten Magnetfeldsondiereinrichtung (30) durch eine Positionserfassungseinrichtung (40) erfasst und in eine Position innerhalb des Suchfeldes übertragen. Bei einem Erreichen einer einem Messpunkt innerhalb des Suchfeldes entsprechenden Geländeposition der Magnetfeldsondiereinrichtung wird eine Magnetfeldmessung ausgeführt. Die über dem Suchfeld ermittelten ortsabhängigen innerhalb des Geländes erfassten Magnetfeldwerte werden bildgebend verarbeitet.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Objektortung in einem vorgegebenen Gelände mittels einer Magnetfeldsondierung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Zur Ortung magnetisch aktiver Objekte in einem Gelände wird auf Magnetometer zurückgegriffen, die ein von dem in einer gewissen Bodentiefe verborgenen Objekt ausgehendes induziertes Magnetfeld registrieren und in Abhängigkeit von dessen Stärke ein entsprechendes Anzeigesignal ausgeben. Eine besondere Schwierigkeit bei derartigen Ortungen besteht darin, die georteten Objekte auf dem Gelände wieder zu finden oder, was damit gleichbedeutend ist, ein vorgegebenes Gelände so zu vermessen, dass die in einer gewissen Bodentiefe möglicherweise verborgenen Objekte eindeutig in ihrer Position in dem Gelände festgestellt und markiert werden. Man greift hierzu auf konventionelle Markierungsmethoden zurück, etwa, indem man einen Markierungspfahl an der Stelle einschlägt, an der ein positives oder besonders starkes Ortungsergebnis festgestellt wurde. Um einen Überblick über die räumliche Verteilung der georteten Objekte im Gelände zu bekommen, erstellt man anschließend eine Skizze, in die die Positionen der Markierungspfähle eingezeichnet werden. Hierzu kann auf die üblichen Vermessungstechniken zurückgegriffen werden, um die Erstellung der Skizze möglichst genau auszuführen.
  • Es versteht sich, dass eine derartige Vorgehensweise in mehrerer Hinsicht problematisch ist. Zunächst einmal ist eine gleichmäßige Ortung des vorgegebenen Geländes keineswegs sicher. Die Ortung startet an einem an sich beliebigen Punkt, wobei das Gelände auf einem mehr oder weniger regelmäßigen Weg abgeschritten wird. Der Weg selbst ist meistens im Gelände nicht ohne weiteres erkennbar, Abweichungen von einer vorgegebenen Wegstrecke sind daher unvermeidlich. Eine Markierung des Ortungsweges, beispielsweise durch ein vorhergehend ausgelegtes Trassierband oder eine Pfostenstrecke, gestaltet sich in einem sehr ausgedehnten und unübersichtlichen Gelände mitunter sehr aufwändig. Es kommt daher vor, dass entweder einige Abschnitte des Geländes nicht in die Ortung einbezogen werden, während andere Geländeabschnitte mehrfach abgelaufen werden. Zudem müssen die zur Markierung der Position der georteten Objekte vorgesehenen Markierungspfähle oder -pflöcke naturgemäß mit dem Ortungsgerät mitgeführt werden, wobei für den Transport ein Wagen oder eine zweite Person notwendig ist, die die Markierungen trägt. Eine derartige Vorgehensweise ist natürlich sehr umständlich.
  • Weiterhin gestaltet sich die Erstellung der Skizze des Geländes oftmals sehr aufwändig. Besonders bei unübersichtlichen Geländestrukturen ist ein optisches Anpeilen der Markierungspfähle infolge von Sichtbehinderungen oft nicht oder nur mit einem erhöhten Aufwand möglich. Zudem bietet die Skizze nur einen begrenzten Überblick über die tatsächlich gemessenen Magnetfeldstärken bzw. über die Magnetfeldverteilung innerhalb des Geländes. Eine derartige Information ist aber spätestens dann zwingend notwendig, wenn die exakte Lage, d.h. insbesondere die Tiefe, des georteten Objektes bestimmt werden soll. In diesem Fall ist es nicht nur erforderlich, den genauen Geländepunkt zu kennen, an dem sich das geortete Objekt befindet, sondern es sind mindestens zwei weitere Messwerte in der Umgebung des georteten Objektes notwendig, deren geometrische Lage zueinander möglichst exakt definiert sein muss. In diesem Fall muss der entsprechende Geländepunkt möglichst exakt abgesteckt werden und es ist notwendig, eine oft umfangreiche Liste von Vermessungsdaten zu notieren. Im Endeffekt wird dabei der Zeitaufwand für die Ortung innerhalb des Geländes beträchtlich erhöht, wobei umfangreiche Datenmengen im Grunde per Hand notiert werden müssen.
  • Es besteht somit die Aufgabe, ein Verfahren zur Objektortung in einem vorgegebenen Gelände anzugeben, mit dem erstens ein möglichst gleichmäßiges Orten möglich ist, zweitens die Erstellung einer Geländeskizze mit einer möglichst genauen topographischen Lageangabe der georteten Objekte nachhaltig vereinfacht wird und drittens in einem möglichst einfachen Maße eine genaue Lagedetektion insbesondere der Tiefe des georteten Objektes möglich ist, wobei in Verbindung damit allgemein die Messdatenerfassung und -verarbeitung nachhaltig vereinfacht wird.
  • Die Aufgabe wird mit einem Verfahren zur Objektortung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei die Unteransprüche zweckmäßige bzw. vorteilhafte Ausführungsformen enthalten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gelände in ein virtuelles Suchfeld mit netzartig über das Suchfeld verteilten Messpunkten unterteilt wird, wobei eine momentane Geländeposition einer im Gelände bewegten Magnetfeldsondiereinrichtung durch eine Positionserfassungseinrichtung erfasst wird, bei Erreichen einer einem Messpunkt in dem Suchfeld entsprechenden Geländeposition der Magnetfeldsondiereinrichtung eine Magnetfeldmessung ausgeführt wird und die über dem Suchfeld ermittelten ortsabhängigen innerhalb des Geländes ermittelten Magnetfeldwerte bildgebend verarbeitet werden.
  • Die Magnetfeldsondiereinrichtung wird somit über das Gelände bewegt und in ihrer Position durch die Positionserfassungseinrichtung erfasst. Dem Gelände ist ein virtuelles Suchfeld zugeordnet. Es besteht aus einer Gesamtheit netzartig verteilter, hinsichtlich ihrer Position vorab festgelegter Messpunkte. Wenn die Magnetfeldsondiereinrichtung bei ihrer Bewegung im Gelände eine durch die Positionserfassungseinrichtung erfasste Position erreicht, die einem vordefinierten Messpunkt innerhalb des Suchfeldes entspricht, wird eine Magnetfeldmessung ausgeführt. Der Ort der Magnetfeldmessung sowohl in dem Suchfeld als auch in dem dazu entsprechenden Gelände und seine Lagebeziehungen zu weiteren Messpunkten sind demnach in einer eindeutigen Weise definiert. Zusammen mit dem in seiner Position erfassten Messpunkt und dem an dem betreffenden Messpunkt erfassten Magnetfeldwert liegen nun Daten für eine bildgebende Verarbeitung der Messdaten vor.
  • Im Gegensatz zu dem nach dem Stand der Technik üblichen Verfahren werden erfindungsgemäß die Messpunkte in ihrer Position vorab festgelegt. Damit entfallen prinzipiell die sonst erforderlichen nachträglichen Markierungsarbeiten. Das abzusuchende Gelände ist eindeutig festgelegt, die momentane Position der Magnetfeldsondiereinrichtung ist jederzeit bekannt und die gemessenen Magnetfeldwerte sind demnach eindeutig auf eine festgelegte Position im Gelände bezogen. Damit wird eine Kartierung des vermessenen Gelände nicht im Nachhinein zu den Ortungsvorgängen ausgeführt, sondern die Kartierung erfolgt als ein integraler Bestandteil der auf dem Gelände ausgeführten Objektortung. Es werden somit zwei ansonsten nacheinander ausge führte Arbeitsvorgänge gleichzeitig ausgeführt, wobei in erheblicher Weise Zeit eingespart werden kann und die Bildgebung besonders exakt ist.
  • Bei einer ersten Ausführungsform wird der aktuelle Ort der Magnetfeldsondiereinrichtung durch eine im Gelände stationierte terrestrische Positionserfassungseinrichtung erfasst. Dabei wird ein momentaner Standort der Magnetfeldsondiereinrichtung im Gelände mit einem vorgegebenen Ort eines Messpunktes in dem Suchfeld verglichen und bei einem Erreichen des vordefinierten Ortes des Messpunktes von der Positionserfassungseinrichtung ein Signal für die Magnetfeldsondiereinrichtung zum Auslösen der lokalen Magnetfeldmessung erzeugt.
  • Die terrestrische Positionserfassungseinrichtung befindet sich im Gelände, definiert somit die Zuordnung zwischen Gelände und Suchfeld und überwacht den momentanen Standort der Magnetfeldsondiereinrichtung. Befindet sich die Magnetfeldsondiereinrichtung an einem im Suchfeld definierten Messpunkt, wird eine lokale Magnetfeldmessung ausgelöst. Ein derartiges Verfahren eignet sich zum Absuchen eines lokalen, eng begrenzten Geländeabschnittes, dessen geographischer Ort eindeutig bestimmt ist oder nicht berücksichtigt zu werden braucht.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform wird der aktuelle Ort der Magnetfeldsondiereinrichtung durch eine das Suchfeld erfassende satellitengestützte Positionserfassungseinrichtung erfasst. Dabei wird der momentane Standort der Magnetfeldsondiereinrichtung mit einem vorgegebenen Ort eines Messpunktes verglichen und bei Erreichen des vordefinierten Ortes des Messpunktes ein Signal zum Auslösen der lokalen Magnetfeldmessung erzeugt.
  • Bei dieser Ausführungsform kann die übergreifende geographische Lage des Geländes mit in die Planung und Auswertung der Ortung einbezogen werden. Da die satellitengestützte Positionserfassungseinrichtung jeden Punkt der Erdoberfläche eindeutig in seiner geographischen Lage definiert, ist somit jeder Messpunkt geographisch eindeutig auffindbar und lokalisiert. Dadurch kann ein Bezug zwischen jedem Messpunkt und somit dem gesamten Suchfeld und jeder geographischen Kartendarstellung hergestellt werden.
  • Ebenfalls kann bei einer Ausführungsform zweckmäßigerweise bei einem Bewegen der Magnetfeldsondiereinrichtung durch eine mit der Magnetfeldsondiereinrichtung verbundene Wegstreckenmesseinrichtung eine durchlaufene Wegstrecke registriert und bei einem Durchlaufen einer vordefinierten Wegstrecke ein Signal zum Auslösen der lokalen Magnetfeldmessung ausgegeben werden.
  • In diesem Fall werden die Messpunkte allein dadurch definiert, dass nach festgesetzten Wegintervallen Magnetfeldmessungen erfolgen. Dieses Verfahren eignet sich für eng begrenzte eindeutig wiedererkennbare Geländeabschnitte, die in einer eindeutigen Weise ohne die Gefahr auftretender Unklarheiten oder Doppeldeutigkeiten vermessen werden können.
  • Zweckmäßigerweise kann die Ortsdefinition jedes Messpunktes durch ein Zusammenwirken von der an dem Suchfeld stationierten terrestrischen und/oder satellitengestützten Positionserfassungseinrichtung mit der an der Magnetfeldsondiereinrichtung angeordneten Wegstreckenmesseinrichtung erfolgen.
  • Dabei wird die Bewegung der Magnetfeldsondiereinrichtung und damit die Ortung im Gelände somit auf drei Arten gleichzeitig überwacht und gesteuert. Die satellitengestützte Positionserfassungseinrichtung ermöglicht einen eindeutigen Bezug der Standorte der Messpunkte zu einer übergreifenden geographischen Lage, während die terrestrische Positionserfassungseinrichtung die Bewegungen innerhalb des Geländes überwacht und die Wegstreckenmesseinrichtung an der Magnetfeldsondiereinrichtung die konkreten Bewegungen der Magnetfeldsondiereinrichtung bzw. des Benutzers beeinflusst.
  • Die im Gelände ausgeführte Bewegung der Magnetfeldsondiereinrichtung wird zweckmäßigerweise entlang einer vordefinierten, alle Messpunkte innerhalb des Suchfeldes überdeckenden Suchbahn ausgeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle vordefinierten Messpunkte im Suchfeld tatsächlich auch im Gelände erreicht und in einer korrekten, leicht verfolgbaren und rationellen Reihenfolge abgeschritten werden.
  • Der an jedem Messpunkt definierte Magnetfeldmesswert wird in Verbindung mit Positionsangaben gespeichert und zum Erzeugen einer ortsaufgelösten Messwertkarte verwendet.
  • Zum Erzeugen der Messwertkarte wird ein erstes dem Suchfeld zugeordnetes, aus den Messwertpunkten aufgebautes Gitternetz unter Verwendung eines vordefinierten Maßstabes in ein skaliertes Gitternetz mit einer zweckmäßigen Abbildungsgröße überführt.
  • Die Positionen der Messpunkte, d.h. ihr Ort im Gelände und ihr gegenseitiger Abstand sind eindeutig festgelegt und bilden das Gitternetz. Das Gitternetz kann unter Anwendung jedes Abbildungsmaßstabes auf jede zweckmäßige Darstellungsgröße skaliert werden. Es kann insbesondere so verkleinert werden, dass eine maßstabsgerechte Abbildung des Suchfeldes möglich ist. Dabei bildet das skalierte Gitternetz quasi das Skelett der angezeigten Messwertkarte.
  • Auf dem skalierten Gitternetz wird die jedem Messpunkt zugeordnete, über das Gelände verteilte Magnetfeldstärke durch einen Rendering-Prozess und/oder eine Farbebenenzuordnung in Form einer Falschfarbendarstellung und/oder einer Pseudoprofildarstellung und/oder einer vergleichbaren Visualisierung dargestellt.
  • Der Rendering-Prozess bildet hierbei die Aufbereitung der gemessenen Daten für eine räumliche Visualisierung. Die Farbebenenzuordnung bildet die gemessenen Magnetfeldwerte eindeutig auf eine vorgegebene Farbskala ab und ermöglicht so eine einfache Zuordnung zwischen gemessenem Magnetfeldwert und einer leicht analysierbaren Abbildung der in dem Gelände herrschenden Magnetfeldverteilung. Die Falschfarbendarstellung bietet den Vorteil, dass die Magnetfeldmesswerte direkt in eine topographische Kartendarstellung eingefügt werden können. Die Pseudoprofildarstellung visualisiert sehr gut gewisse ortsabhängige Magnetfeldänderungen, Unstetigkeiten oder Gradienten.
  • Eine Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine mit einer Einrichtung zur Positionserfassung ausgestattete Magnetfeldsondiereinrichtung, ein Positionserfassungssystem, eine Verarbeitungseinrichtung für Orts- und Messwertdaten und eine Verarbeitungs- und Anzeigeeinheit zum Erstellen einer die Orts- und Messwertdaten visualisierenden Darstellung.
  • In einer ersten Ausführungsform ist die Einrichtung zur Positionserfassung eine Sende-/Empfangseinrichtung für ein satellitengestütztes Navigationssystem, insbesondere das GPS-System.
  • In einer zweiten Ausführungsform ist die Einrichtung zur Positionserfassung als eine Sende-/Empfangseinrichtung für ein terrestrisches Peilsignalsystem ausgebildet.
  • Eine Ausführungsform der Einrichtung zur Positionserfassung, die als Sende-/Empfangseinrichtung für ein satellitengestütztes Navigationssystem und für terrestrische Peilsignale ausgebildet ist, ist ebenfalls möglich.
  • Das Positionserfassungssystem ist in einer ersten Ausführungsform ein satellitengestütztes Navigationssystem, insbesondere das GPS-System. In einer zweiten Ausführungsform ist das Positionserfassungssystem ein terrestrisches Peilfunksystem.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung sollen nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Zur Verdeutlichung dienen die 1 bis 15. Es werden für gleiche bzw. gleich wirkende Teile und Verfahrensschritte die selben Bezugszeichen verwendet. Im einzelnen zeigt:
  • 1 eine beispielhafte Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Objektortung in einem Gelände,
  • 2a, 2b eine beispielhafte Darstellung von Suchfeldern mit einem Up-Down- bzw. einem Up-Up-Scanmodus,
  • 3 eine beispielhafte Messkarte,
  • 4a eine beispielhafte Pseudoprofildarstellung,
  • 4b eine beispielhafte Schnittdarstellung mit einem lokalisierten georteten Objekt,
  • 5 ein beispielhaftes Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Objektortung,
  • 6 ein beispielhaftes Flussdiagramm einer Datenaufnahme,
  • 7 ein beispielhaftes Flussdiagramm einer Datenspeicherung,
  • 8 ein beispielhaftes Flussdiagramm eines Einfügens eines Messwertes in ein Gitternetz,
  • 9 ein beispielhaftes Flussdiagramm für ein Hinzufügen eines Impulses zu einem Gitternetz,
  • 10 ein beispielhaftes Flussdiagramm für ein Rendern der ermittelten Messdaten,
  • 11 ein beispielhaftes Flussdiagramm für ein Nachbearbeiten der Messdaten,
  • 12 ein beispielhaftes Flussdiagramm für ein Hinzufügen eines Sensorsignals zu einem Messimpuls,
  • 13 ein beispielhaftes Flussdiagramm zum Erzeugen einer Displaylist,
  • 14 ein beispielhaftes Flussdiagramm zum Splitten eines Datensatzes an Farbebenen,
  • 15 ein beispielhaftes Flussdiagramm zum Korrigieren eines Fehlsignals.
  • 1 zeigt eine beispielhafte Darstellung einer erfindungsgemäßen Anordnung zur Objektortung in einem Gelände 6 mit einer Reihe ortungsfähiger, magnetisch aktiver Objekte 7. Für das reale Gelände ist ein virtuelles Suchfeld 10 mit einer Reihe von virtuellen Messpunkten 20 vorab definiert. Dies von einer Magnetfeldsondiereinrichtung 30 abgeschritten. Eine Positionserfassungseinrichtung 40 ermittelt fortlaufend die aktuelle Position der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 in dem realen Gelände und bildet die ermittelte Position in das virtuelle Suchfeld ab. Einer realen Bewegung im Gelände entspricht somit eine Positionsverschiebung der Magnetfeldsondiereinrichtung in dem vorgegebenen Suchfeld. Die von der Magnetfeldsondiereinrichtung bei der Bewegung innerhalb des realen Geländes und damit innerhalb des Suchfeldes ermittelten Magnetfeldstärken werden gespeichert bzw. in eine Verarbeitungseinheit übertragen, bildgebend verarbeitet und als bildgebende Darstellung 50 ausgegeben. Die Position der Magnetfeldsondiereinrichtung kann gemäß 1 auf verschiedene Weise ermittelt werden.
  • Bei dem in 1 gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die Positionserfassungseinrichtung 40 sowohl aus einer terrestrischen Positionserfassungseinrichtung 60, als auch aus einer satellitengestützten Positionserfassungseinrichtung 70. Die terrestrische Positionserfassungseinrichtung 60 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus mindestens zwei Peilsendern 61, die mit einer Peilsendereinrichtung 62 an der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 kommunizieren. Durch Anpeilen der Magnetfeldsondiereinrichtung im Gelände kann deren momentaner Geländestandort festgestellt und in eine Position innerhalb des Suchfeldes übertragen werden. In einer dazu vergleichbaren Weise kann die Magnetfeldsondiereinrichtung mit dem satellitengestützten Positionierungssystem beispielsweise über einen GPS-Sender 71 am Satellit bzw. einen GPS-Sender 72 an der Magnetfeldsondiereinrichtung kommunizieren. Unabhängig von der konkreten Positionsfeststellung im Gelände wird der momentane Standort der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 fortlaufend mit den Positionen der innerhalb des Suchfeldes vorab definierten Messpunkte 20 verglichen. Stimmt der momentane Standort der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 innerhalb vorgegebener Toleranzen mit dem vorgegebenen Ort eines Messpunktes überein, wird eine Magnetfeldmessung an der Magnetfeldsondiereinrichtung gestartet und ein Magnetfeldmesswert aufgenommen. Die Magnetfeldmessung kann entweder automatisch ausgelöst werden, oder es erfolgt die Ausgabe eines akustischen und/oder optischen Signals, das den Benutzer der Magnetfeldsondiereinrichtung zum Ausführen eines Magnetfeldmessung auffordert. Die dabei ermittelten Messdaten werden gespeichert und der Position der Magnetfeldsondiereinrichtung innerhalb des Suchfeldes und damit auch des realen Geländes zugeordnet. Sie dienen somit als ein ortsaufgelöstes Datenmaterial zum Erstellen einer Messwertkarte.
  • Zum Betrieb der Magnetfeldsondiereinrichtung kann auf die nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur magnetischen Objektortung zurückgegriffen werden. Dies betrifft insbesondere elektronisch oder atomphysikalisch arbeitende Magnetfeldmessverfahren, wie zum Beispiel Flux-Gate-Sensoren, „Förster-Sonden" oder andere Saturationskernverfahren bzw. Protonenresonanzsonden oder auch optisch pumpende Magnetometermesstechniken. Des weiteren können auch Gradiometeranordnungen und -verfahren aus mindestens zwei in einem vorgegebenen Abstand angeordneten Magnetfeldsonden zur Anwendung kommen, mit denen sich lokale Gradienten in der Magnetfeldverteilung im Gelände bestimmen lassen.
  • Unabhängig von der konkret angewendeten Methode bildet jeder Ort, an dem eine Magnetfeldmessung erfolgt, somit einen Punkt in der im Gelände herrschenden Magnetfeldverteilung. Die Gesamtheit der Punkte beschreibt das gesamte Magnetfeld in dem Gelände. Der Ort jedes Punktes ist als eindeutiger Messpunkt vorab definiert. Die Menge der Messpunkte bildet das vorab definierte Suchfeld, das wiederum eindeutig dem realen Gelände zugeordnet ist. Ebenso entspricht jeder im realen Gelände zurückgelegte Weg in eindeutiger Weise einem Weg innerhalb des Suchfeldes.
  • Die 2a und 2b veranschaulichen ein Suchfeld in Form einer aus den vordefinierten Messpunkten 20 aufgebauten Gitternetzstruktur 80 in Verbindung mit zwei möglichen Scanmodi für ein Abschreiten des Gitternetzes. Das Gitternetz 80 bzw. die Messpunkte 20 sind vorab zweckmäßig geplant. Sie geben mindestens die Entfernungen zwischen zwei benachbarten Messpunkten im realen Gelände, insbesondere Schrittweiten, Schrittzahlen oder exakte Meterangaben, sowie die Gesamtausdehnung und den Zuschnitt des damit festgelegten Suchfeldes an. Den Messpunkten können neben der reinen Ortsangabe zusätzliche Informationen zugeordnet sein, die die physikalische Messmethode betreffen. So können beispielsweise Geräteparameter einer jeweils eingesetzten Fluxgatesonde oder eines gewissen Gerätetyps bzw. eines üblichen Messablaufs zum Beispiel bei der Planung eines gewissen Toleranzbereiches um den geometrischen Ort des Messpunkte berücksichtigt werden.
  • Bei den Ausführungsbeispielen aus 2a und 2b sind die hier gezeigten Suchfelder quadratisch. Rechteckige oder polygonal begrenzte Suchfelder sind jedoch auch ohne weiteres möglich. Ebenso ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Struktur des Gitternetzes orthogonal ist. Bei den hier gezeigten Figuren ist für die damit gegebene Gitternetzstruktur des Suchfeldes ist auch der auszuführenden Weg zur Magnetfeldsondierung des Suchfeldes bzw. zum Ablaufen der Gesamtheit der Messpunkte 20 festgelegt. Der dabei definierte Messweg enthält eine Reihe von Suchbahnen 21 und Suchbahnübergängen 22, auf der die einzelnen Messpunkte angelaufen werden, wobei an den entsprechenden Orten im Gelände Magnetfeldmessungen ausgeführt werden. Der Weg wird in besonders einfacher Weise als eine an zwischen den Messpunkten angeordneten Abschnitten der Gitternetzlinien orientierte Parameterkurve beschrieben. Er wird zweckmäßigerweise so angelegt, dass seine sämtlichen Wegstücke in einem einzigen Zug abgelaufen werden können und sich möglichst nicht überschneiden oder in einem Messpunkt kreuzen. Dabei werden die entsprechenden Wegstücke eindeutig durch ein den Messpunkten zugeordnetes Indexsystem beschrieben und somit für einen Überwachungsalgorithmus eindeutig verfolgbar. Zugleich beschreibt der so eindeutig bezeichnete Messweg die Verknüpfungen von zumindest zwei benachbarten Messpunkten in einer eindeutigen Weise.
  • Zwei benachbarte Suchbahnen sind dabei durch jeweils einen Suchbahnübergang 22 verbunden. Die Gestaltung des Suchbahnübergangs 22 legt fest, auf welche Weise vom letzten Messpunkt der vorhergehenden Suchbahn zum ersten Messpunkt der nachfolgenden Suchbahn überzugehen ist. Zum Ablaufen und Verknüpfen der Suchbahnen und damit zum Ansteuern der vordefinierten Messpunkte sind vor allem zwei mögliche Wege zweckmäßig.
  • Bei dem in 2a gezeigten Ausführungsbeispiel wird beispielsweise ein mäandrierendes Ablaufen des Suchfeldes und damit des Geländes vordefiniert, der nachfolgend als Up-Down-Modus bezeichnet wird. Dabei läuft der Träger der Magnetfeldsondiereinrichtung beim Durchschreiten eines bestimmten Weges im Gelände eine erste Suchbahn und die auf ihr enthaltenen Messpunkte ab. Anschließend wird die Gehrichtung geändert, indem im wesentlichen rechtwinklig zur ursprünglichen Richtung entlang eines Suchbahnübergangs abgebogen und eine weitere Suchbahn in einer entgegengesetzten Richtung durchschritten wird.
  • In einer dazu entsprechenden Weise ist auch die in 2b gezeigte Gitternetzstruktur aufgebaut. 2b zeigt einen als Up-Up-Scanmodus bezeichneten Messweg, bei dem parallel zueinander angeordnete Linien aus Messpunkten in gleicher Richtung abgelaufen werden. Die Suchbahnübergänge 22 bestehen bei diesem Ausführungsbeispiel aus langgestreckten Diagonalen zwischen einem letzten Messpunkt an einer ersten Grenze des Suchfeldes und einem ersten Messpunkt der nächsten Suchbahn an der gegenüberliegenden Suchfeldbegrenzung.
  • Die Größe der Gitternetzstruktur, des dadurch definierten Suchfeldes, die Gestaltung des Messweges und die Abstände der Messpunkte 20 zueinander richten sich nach den konkreten Einsatzbedingungen der Objektortung. Diese Parameter hängen insbesondere von der Ausdehnung des abzusuchenden Geländes, die Art der Magnetfeldsondiereinrichtung, der Empfindlichkeit der Magnetfeldsondiereinrichtung, der geforderten Ortsauflösung, der vermuteten Beschaffenheit der zu ortenden Objekte und der Feinheit der Magnetfeldortung ab. Im allgemeinen entsprechen die Abstände zwischen benachbarten Messpunkten im Suchfeld für ein Gelände mit der Ausdehnung von 100 mal 100 Metern ca. 2 bis 5 Metern, wodurch eine ausreichende Feinheit der Magnetfeldortung gewährleistet ist.
  • Da beim Abschreiten des realen Geländes Abweichungen vom idealen vordefinierten Standort des entsprechenden Messpunktes praktisch unvermeidlich sind, können um die Messpunkte entweder gewisse Toleranzbereiche vorgesehen sein und die Messpunkte somit eine gewisse räumliche Ausdehnung aufweisen. Bei einem außerhalb des Toleranzbereiches erfassten Geländestandort können akustische oder optische Warnsignale ausgegeben werden, die diese zu große Abweichung von dem vordefinierten Messpunkt anzeigen und den Benutzer zu einer Korrektur seines gegenwärtigen Standortes auffordern. Damit wird verhindert, dass entweder Messpunkte ausgelassen, ungeordnet abgelaufen oder falsch zugeordnet werden.
  • Zusätzlich können den Messpunkten laufende Kennzeichnungen zugeordnet sein, die an die Magnetfeldsondiereinrichtung übertragen und von dieser in einer geeigneten Form angezeigt werden. Dies können zum Beispiel laufende Nummern sein, die mittels eines Zahlendisplays, insbesondere einer Segmentanzeige, ausgegeben werden. Der Träger der Magnetfeldsondiereinrichtung kann damit in einfacher Weise selbst überprüfen, ob er die Messpunkte in richtiger Reihenfolge angelaufen oder einen ausgelassen bzw. mehrfach erreicht hat.
  • Ebenso kann an der Magnetfeldsondiereinrichtung durch eine Indikatoreinrichtung die Richtung angezeigt werden, in der der nächstliegende Messpunkt innerhalb des Geländes aufzusuchen ist. Hierzu wird der momentane Standort der Magnetfeldsondiereinrichtung und deren momentane Bewegungsrichtung von dem Positionsbestimmungssystem laufend überwacht und mit der darauf bezogenen momentanen Soll-Richtung des planmäßig nächsten Messpunktes im Suchfeld verglichen. Die Ist-Richtung ergibt sich aus der momentanen Bewegungsrichtung. Sie wird entweder aus den vergangenen Standorten extrapoliert oder aus der Stellung eines Kompasssystems an der Magnetfeldsondiereinrichtung ermittelt.
  • Die Soll-Richtung wird an die Magnetfeldsondiereinrichtung übertragen und die Abweichung zwischen Soll-Richtung und Ist-Richtung wird von dieser geeignet angezeigt. Hierzu genügt ein vergleichsweise einfaches Zeigerdisplay, bei dem beispielsweise entlang einer Winkelteilung angeordnete Anzeigeelemente, wie etwa LED oder LC-Segmente, aktiviert werden. Sofern die Abstände zwischen den auf das Gelände übertragenen Positionen der Messpunkte nicht unverhältnismäßig groß sind, muss die Winkelteilung keine besonders hohe Feinheit aufweisen. Bei einem auf das Gelände bezogenen Abstand von beispielsweise zwei Metern zwischen benachbarten Messpunkten genügt es, eine als bloßer Indikator wirkende Richtungsanzeige vorzusehen, die eine Unterteilung zwischen „links", „gerade aus" und „rechts" mit Abstufungen von „halblinks" bzw. „halbrechts" aufweist. Natürlich kann die Anzeige auch eine beliebig größere Feinheit besitzen. Als Reaktion auf eine derartige Richtungsanzeige vollführt der Benutzer der Magnetfeldsondiereinrichtung so lange eine Drehbewegung an sei nem momentanen Standort, bis die Anzeige auf „gerade aus" zeigt und bewegt sich dann in die so angezeigte Richtung weiter, bis ihm seine Ankunft am nächsten Messpunkt signalisiert wird.
  • 3 zeigt eine beispielhafte Messwertkarte 75. Die Messwertkarte wird durch eine geeignete Skalierung der vorab definierten Gitternetzstruktur in Verbindung mit den an den jeweiligen Messpunkten gemessenen Magnetfelddaten erzeugt. Dazu werden die Gitternetzdaten, insbesondere die zwischen den einzelnen Messpunkten definierten Abstände und deren Lage zueinander mit einem geeigneten Skalierungsmaßstab angezeigt, wobei jedem Messpunkt ein Ort innerhalb der Messwertkarte zugewiesen wird. Durch das Positionierungssystem, insbesondere die terrestrischen Peilsender 61 und vor allem das satellitengestützte Positionierungssystem 71, ist die Zuordnung der Messwertkarte zu der Topographie des realen Geländes bekannt. Eine Zuordnung zwischen dem Gitternetz des Suchfeldes und der tatsächlichen Geländetopographie ist daher ohne weiteres möglich. Die dazustellenden Messwerte können somit auf eine topographische Darstellung des vermessenen Geländes aufprojiziert werden.
  • Die in 3 gezeigte Messwertkarte enthält einen Orientierungspunkt 91, der beispielsweise ein ausgewählter Messpunkt innerhalb des Gitternetzes sein kann. Der Orientierungspunkt dient als Fix- und Referenzpunkt. Weiterhin ist in der Messwertkarte 75 eine Kompassrichtung, insbesondere eine Nordrichtung 92 angegeben, die mit Hilfe des satellitengestützten Positionierungssystems, aber auch durch eine Einnordung des terrestrischen Positionierungssystems vorhergehend bestimmt wird. Die Messwertdaten selbst werden durch eine Reihe von Visualisierungen 90 angezeigt. Dies können unter anderem Falschfarbendarstellung, Farbprofildarstellungen, dreidimensionale Visualisierungen und dergleichen Darstellungsmittel sein.
  • In dem Beispiel aus 3 werden als Visualisierung insbesondere Linien gleicher gemessener Magnetfeldstärken angezeigt, die durch einen Rendering-Prozess aus den einzelnen Messwertdaten gewonnen wurden und insbesondere Messpunkte mit innerhalb gewisser Toleranzbereiche gleichen Messwerten miteinander verbinden. Sehr dicht beieinander angeordnete Linien deuten große zunehmende Gradienten senkrecht zum Linienverlauf innerhalb der Messwerte an und weisen eindeutig auf die im Gelände georteten Objekte hin. Deren Position ist innerhalb der Messwertkarte eindeutig identifizierbar. Die Messwertkarte weist zu diesem Zweck in ihrem Randbereich eine Abszisse 94 und eine Ordinate 95 auf, die bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine Unterteilung nach Entfernungswerten aufweisen. Zusätzlich wird eine Schnittlinie 93 angezeigt, mit der es möglich ist, an ausgewählten Stellen der Messwertkarte Profilschnitte durch die Landschaft der Magnetfeldstärkelinien auszuführen. Ebenso sind farbliche Visualisierungen möglich. Hierbei werden alle Messpunkte mit gleichen Magnetfeldmesswerten in der Messwertkarte gleich eingefärbt. Messpunkte mit erheblich abweichenden Magnetfeldmesswerten heben sich hierbei farblich von der Umgebung ab. Die hierbei ausgeführten Verfahrensschritte werden weiter unten näher erläutert.
  • Zur Erstellung der gezeigten Messwertkarte ist eine Festlegung eines Bodennormalwertes als eines Messwertoffsets bzw. Messhintergrundes notwendig, die die konkret vorliegende Bodenbeschaffenheit berücksichtigt. So weisen beispielsweise sandhaltige Böden einen anderen Messwertoffset als lehmige und tonige bzw. sehr stark humushaltige Böden auf. Der Bodennormalwert beschreibt die für eine gegebene Bodenstruktur charakteristisch Reaktion auf das Erdmagnetfeld. Er wird zweckmäßigerweise direkt vor Ort bestimmt, indem die Messwerte mehrerer Messpunkte ausgewertet werden, an denen mit Sicherheit kein magnetisch aktives Objekt detektiert wurde, oder es wird die Bodenstruktur analysiert und mit empirisch gegebenen Bodennormalwerten verglichen.
  • 4a zeigt ein Beispiel für einen Pseudoprofilschnitt durch eine Messwertkarte. Zum Ausführen dieser Operation werden die in der Messwertkarte dargestellten Daten wie weiter unten beschrieben gerendert. Unter Rendering versteht man die Umsetzung und Verknüpfung der gemessenen Standort- und Magnetfelddaten in eine räumliche, prinzipiell in ihrer Perspektive veränderliche räumliche Darstellung. In 4a sind die gemessenen Magnetfelddaten B in Abhängigkeit von Ortskoordinaten x und y, die den Suchfeldkoordinaten bzw. den darauf abgebildeten Koordinaten des Geländes entsprechen, dargestellt. Die in 4a gegebene Pseudoprofildarstellung ermöglicht eine ganz besonders deutliche und anschauliche Anzeige ortsabhängiger Messdaten und deren ortsabhängigen Veränderungen, insbesondere deren Gradienten.
  • 4b zeigt einen schematischen Schnitt durch eine Bodenstruktur mit einer aus den ortsabhängigen Messwerten errechneten Tiefe eines detektierten Objektes 5. Zur Vereinfachung ist in 4b nur eine Ortskoordinate x und eine Tiefenkoordinate z dargestellt. Unter der Bedingung, dass sich im wesentlichen alle Abschnitte des georteten Objektes auf einem gleichen Tiefenniveau befinden und der Einfluss der Bodenstruktur auf die magnetische Ortung und insbesondere das magnetische Messsignal bekannt ist, kann aus einer Gesamtheit von über das Gitternetz verteilten Messdaten die vermutliche Tiefe des Objektes errechnet und in Form eines virtuellen Bodenschnittes angezeigt werden.
  • 5 zeigt ein Blockdiagramm einer beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung zur Objektortung gemäß des vorhergehend beschriebenen Verfahrens. Die Vorrichtung besteht aus der Magnetfeldsondiereinrichtung 30, dem terrestrischen und/oder satellitengestützten Positionserfassungssystem 40 und einer Verarbeitungseinrichtung 120 für Orts- und Messwertdaten. Mindestens zwei der genannten Grundkomponenten können zu einem gemeinsamen Gerät vereinigt sein. So kann beispielsweise die Verarbeitungseinrichtung 120 als Teil des in diesem Fall zweckmäßigerweise terrestrischen Positionserfassungssystems ausgebildet sein und insbesondere in einem der beiden in 1 gezeigten Peilsender in einem Gerät integriert sein. Die Verarbeitungseinrichtung 120 kann bei einer anderen Ausführungsform als Teil der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 ausgebildet sein. In diesem Fall dient das so ausgebildete kombinierte Gerät aus Magnetfeldsondiereinrichtung 30 und Verarbeitungseinrichtung 120 gleichzeitig zur Magnetfeldsondierung und Datenspeicherung und/oder Datenverarbeitung. Die Verarbeitungseinrichtung kann ebenso teilweise entweder in dem Positionserfassungssystem, insbesondere dem terrestrischen Positionserfassungssystem, oder der Magnetfeldsondiereinrichtung lokalisiert sein und eine selbständige Einheit, beispielsweise einen Personalcomputer oder eine vergleichbare Datenverarbeitungseinrichtung bilden.
  • In dem in 5 gezeigten Blockschaltbild weist die Magnetfeldsondiereinrichtung 30 eine Einheit 30a zur Positionserfassung auf, die mit dem Positionserfassungssystem 40 zusammenwirkt. Entsprechend der vorhergehenden Ausführungen ist die Einheit 30a als eine GPS-Empfangseinrichtung oder als Peilsender, bzw. Peilempfänger ausgebildet. Die Einheit 30a kann auch als eine ganz oder teilweise autark arbeitende Komponente ausgebildet sein. So ist es beispielsweise möglich, die Einheit 30a als ein Schrittzähler oder als ein Wegstrecken registrierendes Messrad auszubilden, das eine durchlaufene Wegstrecke im Gelände registriert, intern verarbeitet oder auch mit dem Positionserfassungssystem abgleicht. Die Einheit 30a kann weiterhin die oben genannten Anzeigen für eine Messpunktkennzeichnung oder den erwähnten Richtungsanzeiger aufweisen.
  • Weiterhin ist innerhalb der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 eine Zentraleinheit 30b vorgesehen, die den Betrieb der Einheit 30a und einer eigentlichen Magnetfeldsonde 30c koordiniert. Die Zentraleinheit 30b löst in Abhängigkeit von den in der Positions erfassungseinheit 30a ermittelten Standortdaten entweder einen Messvorgang der Magnetfeldsonde 30c direkt aus oder gibt ein Signal aus, die den Benutzer der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 zum Auslösen eines Messvorgangs auffordert. Die Zentraleinheit 30b empfängt außerdem während des Messvorgangs die von der Magnetfeldsonde 30c registrierten Magnetfelddaten. Sie kann daher auch teilweise als ein Zwischenspeicher für die Magnetfeldmessung ausgebildet sein.
  • Die in 5 beispielhaft dargestellte Verarbeitungseinrichtung 120 weist einen Sender/Empfänger 120a auf, der mit dem Positionserfassungssystem 40 und/oder mit der Einheit 30a der Magnetfeldsondiereinrichtung kommuniziert. Der Sender/Empfänger 120a nimmt die Standortdaten innerhalb des Geländes entgegen und empfängt ebenfalls die von der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 gemessenen Magnetfelddaten und gibt diese Datensätze an einen Speicher 120b zur Speicherung aus. In dem Beispiel aus 5 ist der Verarbeitungseinrichtung 120 eine Darstellungs- und Verarbeitungseinheit 120c angegliedert, die aus den gespeicherten Standort- und Messdaten eine Abbildung des Geländestandortes der Magnetfeldmesseinrichtung in eine Position innerhalb des Suchfeldes und einen Positionsabgleich zwischen Geländestandort und Messpunktposition ausführt. Darüber hinaus erzeugt die Verarbeitungseinheit die vorhergehend beschriebene Messwertkarte bzw. die daraus abgeleiteten Darstellungen der ermittelten Magnetfeldmesswerte und gibt diese auf einer Anzeigeeinheit 130, insbesondere einem Monitor, Drucker oder Plotter, aus. Zweckmäßigerweise ist mindestens die Darstellungs- und Verarbeitungseinheit 120c ein Teil eines unabhängig von der eigentlichen Messwerterfassung arbeitenden Computersystems.
  • Die in 5 dargestellten kommunikativen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Komponenten können, in Abhängigkeit von der konkret gewählten Gerätekonfiguration der gezeigten Komponenten, sowohl drahtlos als auch drahtgebunden ausgebildet sein. Zweckmäßigerweise erfolgt beispielsweise die Kommunikation zwischen dem Positionserfassungssystem 40 und der Magnetfeldsondiereinrichtung 30 drahtlos, beispielsweise über Peilfunksignale, während der Datentransfer mit der Darstellungs- und Verarbeitungseinheit 120c über übliche Schnittstellen zur Datenübertragung zwischen PC und peripheren Geräten ausgeführt werden kann. Hierzu kann auf die üblichen drahtgebundenen Übertragungsmöglichkeiten, wie auch auf drahtlose Kommunikationskanäle wie blue-tooth oder Wireless-LAN zurückgegriffen werden.
  • Im Folgenden sollen einige wesentliche Verfahrensabläufe und Prozesse anhand von Flussdiagrammen beispielhaft näher erläutert werden.
  • 6 zeigt ein beispielhaftes Flussdiagramm für eine Messdatenerfassung. Die Datenaufnahme P1 beginnt mit einer Abfrage P2, ob ein Datentransfer zwischen den einzelnen vorhergehend beschriebenen Komponenten und Einheiten ausgeführt werden soll bzw. möglich ist. Im positiven Fall verzweigt der Prozessablauf zu einer Entscheidung P3 über eine auszuführende Graphikspeicherung, im Fall eines negativen Resultats werden in einem Verfahrensschritt P4 alle Kommunikationsschnittstellen geschlossen und der Prozessablauf beendet. Ergibt die Verzweigung P3, dass bereits vorliegende Daten zu speichern sind, wird ein weiter unten beschriebener vordefinierter Speichervorgang A in einem Prozessschritt P5 ausgeführt.
  • Ergibt die Verzweigung P3, dass keine Daten zu speichern sind, wird in einem Prozessschritt P7 ein Konfigurationsdialog zur Eingabe von Konfigurationsdaten der auszuführenden Magnetfeldortung erzeugt. An diesem Prozessschritt wird unter anderem der eingesetzte Gerätetyp in Verbindung mit gerätespezifischen Betriebsdaten der Magnetfeldsondiereinrichtung festgelegt. So wird insbesondere festgelegt, ob ein Rover oder ein Walkabout-Gerät eingesetzt wird. Weiterhin werden verwendete Schnittstellen zur Gerätekommunikation, beispielsweise COM-, USB- oder dergleichen weitere Schnittstellen, konfiguriert und initialisiert. Der Konfigurationsdialog umfasst weiterhin die Eingabe einer gewählten Übertragungsart, beispielsweise die Entscheidung zwischen drahtgebunden oder drahtlos, die Festlegung eines Arbeitsmodus, insbesondere eine Entscheidung über einen Groundscan, eine Diskrimination oder die Erstellung einer Live-Graphik. Weiterhin betrifft der Konfigurationsdialog eine Festlegung einer Impulsanzahl, d.h. der vorzusehenden Messpunkte je Messtrecke bzw. die Eingabe der Scanmethode, d.h. insbesondere die Wahl zwischen einem Up-Up- bzw. Up-Down-Scan des Geländes. Zusätzlich kann der bereits erwähnte Bodennormalwert eingegeben oder im Rahmen einer einmaligen Eichmessung ermittelt werden.
  • Der Konfigurationsdialog legt somit die Arbeitsweise und die Arbeitsparameter der auszuführenden Magnetfeldortung sowie Gestalt des Gitternetzes und damit des Suchfeldes fest. Eine anschließende Überprüfung P8 entscheidet über die Richtigkeit und innere Widerspruchsfreiheit der erfolgten Eingaben. Bei einer fehlerhaften Konfiguration verzweigt die Überprüfung P8 zum Ende P6 des Prozesses der Messwertaufnahme. Bei einer richtigen, d.h. fehler- und widerspruchsfreien Gesamtheit der Konfigurationsdaten werden sukzessiv die Messdaten der Magnetfeldmessung erfasst. Die geschieht dadurch, dass aus einer Datenquelle P10, d.h. insbesondere dem Magnetfeldsensor, in einem Prozessschritt P9 ein neuer Messwert über die entsprechenden Schnittstellen eingelesen wird. An einem Prozessschritt P11 wird in einem weiter unten genauer erläuterten vordefinierten Prozess B dieser Messwert in das Gitternetz eingefügt. An einem Prozessschritt P12 werden in einem vordefinierten Prozess E die erfassten und eingefügten Messdaten gerendert, d.h. für eine graphische bzw. dreidimensionale Darstellung aufbereitet. Anschließend erfolgt eine Abfrage P13 darüber, ob der Datentransfer weiterhin in einem aktiven Zustand ist oder gehalten werden soll. Im Falle einer positiven Entscheidung verzweigt der Prozess zurück zum Prozessschritt P9 und ein neuer Messwert wird eingelesen. Im Falle einer negativen Entscheidung läuft der Prozess zum Prozessschritt P4, die entsprechende Schnittstelle wird geschlossen und die Datenerfassung wird mit dem Prozessschritt P6 abgeschlossen. Die Prozessschritte P9, P11, P12 und P13 bilden somit eine Schleife, die so lange ausgeführt wird, bis keine Messdaten mehr zu erfassen sind, d.h. insbesondere alle Messpunkte abgearbeitet worden sind.
  • 7 erläutert den vordefinierten Prozess A der Datenspeicherung im Einzelnen. Der Prozess beginnt mit einem Prozessschritt A1 zum Erzeugen einer Info-Datei. Die Info-Datei enthält alle notwendigen Angaben, um die erfassten und zu speichernden Daten ordnungsgemäß auszuwerten. Dies sind insbesondere Informationen über den angewendeten Scanmodus, die gewählte Impulsanzahl, d.h. die Anzahl der Messpunkte je Suchbahn und andere eindeutige Informationen über das aufgenommene bzw. abgescannte Suchfeld. In einem Prozessschritt A2 wird ein erster, fest vorgegebener Messpunkt gesucht. In einem Überprüfungsschritt A3 wird entschieden, ob der Messpunkt aufgefunden wurde. Falls ein negatives Resultat vorliegt, verzweigt der Prozessschritt A3 zum Prozessende A4. In dem Fall, in dem der erste Messpunkt gefunden wurde, werden in einem Prozesschritt A5 die mit dem Messpunkt verknüpften Messdaten in eine Datei gespeichert und der Prozessschritt der Datenspeicherung A6 ausgeführt. Als nächstes wird der nächste Messpunkt in einem Prozessschritt A7 aufgesucht und der Prozess läuft zum Entscheidungsschritt A3 zurück. Die durch die Prozessschritte A3, A5 und A7 gebildete Schleife wird so lange ausgeführt, bis alle Messpunkte und die mit ihnen verknüpften Messdaten abgespeichert sind.
  • 8 erläutert den Prozess B des Einfügens eines Messwertes in ein Gitternetz genauer. In einem ersten Prozessschritt B1 werden die Messpunkte im Speicher angelegt und ein ausreichender Speicherplatz für die zu erfassenden Daten reserviert. Dann erfolgt eine Abfrage B2 darüber, ob alle Magnetfeldsensoren der Sonde entsprechend der ausgegebenen Messimpulse aktiviert und deren Messsignale eingelesen wurden. Falls dies nicht erfolgt ist, wird in einem Prozessschritt B8 ein Sensorsignal dem entsprechenden Impuls hinzugefügt. Ein damit verknüpfter vordefinierte Prozess D wird im folgenden näher erläutert. Nach Ausführen des Prozessschrittes B8 ist dann der Prozess B abgeschlossen. Wird die Abfrage B2 mit einem positiven Resultat beantwortet, erfolgt nunmehr eine Abfrage, ob alle Impulse des Suchfeldes, oder einer einzelnen Suchzeile gelesen wurden. Ist das Resultat dieser Überprüfung positiv, so erfolgt eine Abfrage B4 darüber, ob als Scanmethode Up-Up gewählt worden ist. Lautet die Antwort Ja, so wird in einem Prozessschritt B5 die nächste Suchbahn in einer gleichen Weise erstellt. Lautet das Resultat der Abfrage B4 Nein, so wird in einem Prozessschritt B7 die nächste Suchbahn in einer umgekehrten Weise erstellt. Das Erstellen der Suchbahn in gleicher Weise bzw. umgekehrter Weise richtet sich demnach nach der Richtung, in der die Suchbahn durchschritten wird und betrifft somit die Reihenfolge, mit der die Messpunkte der folgenden Suchbahn abgelaufen werden. Die Entscheidung B4 ist wichtig, um eine richtige Zuordnung zwischen Messpunkt und Messwert und eine richtige Verknüpfung zu den benachbarten Messpunkten zu ermöglichen. Sowohl nach Ausführung des Prozessschrittes B5 als auch des Prozessschrittes B7 erfolgt nun die Ausführung des Prozessschrittes B6 in Form eines vordefinierten Prozesses C, bei dem ein neuer Messimpuls dem Datennetz hinzugefügt wird. Der Prozessschritt B6 wird im Ergebnis eines negativen Resultates aus der Abfrage B3 direkt erreicht. Nach der Ausführung des Prozessschrittes B6 wird der bereits erwähnte Prozessschritt B8 ausgeführt. Mit dem Abschluss des Prozesses B8 erreicht der Prozess B ein Ende B9.
  • 9 erläutert den vorgenannten Prozess C detaillierter. Der Prozess C betrifft das Hinzufügen eines neuen Messimpulses zum gegebenen Datennetz, also der Gitternetzstruktur. Der Prozess C beginnt mit einer Überprüfung C1, ob ein gegebenes Gitternetz leer, das heißt ohne zugeordnete Messdaten, ist. Ergibt die Überprüfung C1 ein positives Resultat, wird in einem Prozessschritt C2 der Messimpuls an das Datennetz angefügt. Anschließend wird in der Folge des Prozessschrittes C2 ein Prozessschritt C9 ausgeführt, bei dem der Messimpuls zur Aufnahme neuer Daten geleert wird. Ergibt das Resultat der Überprüfung C1 ein negatives Resultat, so erfolgt eine Abfrage C3, ob die erste Suchbahn aktiv ist. Ergibt diese Abfrage ein positives Resultat, wird in einem Prozessschritt C5 der letzte Messimpuls der Suchbahn aufgesucht, in einem Prozessschritt C7 angefügt und verknüpft. Ergibt der Prozessschritt C3 ein negatives Resultat, wird in einem Prozessschritt C4 die letzte Suchbahn gefunden. Für diese Suchbahn wird in einem Prozessschritt C6 der letzte Messimpuls in Abhängigkeit vom Scanmodus gefunden. Dieser Messimpuls wird in dem bereits erwähnten Prozessschritt C7 angefügt und verknüpft, wobei in einem Prozessschritt C8 alle Messpunkte des neuen Messimpulses mit den Nachbarmesspunkten in dem Datennetz verknüpft werden. Anschließend wird in dem bereits erwähnten Prozessschritt C9 der Messimpuls zum Aufnehmen neuer Daten geleert. Der Prozess C schließt damit mit dem Prozessende C10 ab.
  • 10 beschreibt das Rendern der Messdaten in Einzelheiten. In einem ersten Prozessschritt E1 wird der Bildschirm oder ein entsprechendes Display gelöscht. Es wird ein Viewpoint gesetzt, d.h. ein Raum für die darzustellende Graphik auf dem Fenster des Displays definiert. In einer Verzweigung E2 wird ein Arbeitsmodus festgelegt. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Arbeitsmodi möglich. Diese werden als Groundscan, Diskrimination und Live-Graphics bezeichnet.
  • Wird als Arbeitsmodus Groundscan gewählt, so wird in einem Prozessschritt E3 eine variable orthogonale Projektion für eine Darstellung des Suchfeldes in einer Draufsicht gesetzt und um einen Mittelpunkt für die Projektion zentriert. Im Anschluss daran wird in einem Prozesschritt E6 die Gitternetzstruktur für die nachfolgende Bildschirmdarstellung skaliert. Dies betrifft vor allem eine Veränderung der Höhe und Breite des Suchfeldes zur Darstellung auf dem Display bzw. dem definierten Displayabschnitt durch ein Anpassen der Höhe und Breite des Gitternetzes an die Breite und Höhe des Viewpoints und durch eine mögliche Rotation um den Mittelpunkt des Gitternetzes. Dies wird insbesondere in der Weise ausgeführt, dass ein richtiges Bildschirmseitenverhältnis gewahrt und eine verzerrte Darstellung des Suchfeldes auf dem Display vermieden wird. In einem Prozessschritt E8 wird dann die Mittelpunktzentrierung für die spätere Darstellung rückgängig gemacht. Der Prozessschritt E8 mündet schließlich in eine Entscheidung E9, bei der die Sichtbarkeit eines Fadenkreuzes optional festgelegt werden kann.
  • Wird bei der Entscheidung E2 Diskrimination gewählt, so wird in einem darauf folgenden Prozessschritt E4 eine einzelne orthogonale Projektion gesetzt. Die Darstellung bei diesem Arbeitsmodus wie ein Profilschnitt entlang einer ausgewählten Suchzeile ausgeführt.
  • Bei der Entscheidung für Live-Graphics wird eine Graphik in Verbindung mit dem Messprozess online erstellt und zeitlich parallel zum Abschreiten des Geländes bzw. zum Ablaufen der Messpunkte im Suchfeld erzeugt. Hierzu wird in einem Prozessschritt E5 eine orthogonale Projektion gesetzt. Sowohl der Prozessschritt E4 als auch der Prozessschritt E5 münden in einen Prozessschritt E7, bei dem das gesamte Gitter netz an das entsprechende Bildschirmfenster angepasst wird. Der Prozessschritt E7 führt auf den bereits erwähnten Prozessschritt E9, bei dem die Sichtbarkeit eines Fadenkreuzes festgelegt wird. Bei einer positiven Entscheidung wird ein Fadenkreuz über einem aktuellen Punkt in einem Schritt E10 angezeigt bzw. auf einen aktuellen Tiefenwert gesetzt, um den Tiefenwert des Objektes zu ermitteln. Das Fadenkreuz wirkt dabei als Cursor, mit dem einzelne Messpunkte auf der graphischen Darstellung frei angewählt werden können. Der Prozess bewegt sich danach zum Prozessschritt E11. Bei einer negativen Entscheidung läuft der Prozess direkt von dem Prozessschritt E9 zum Prozessschritt E11. Am Prozessschritt E11 wird ermittelt, ob die Messdaten verändert worden sind. Ist dies der Fall, erfolgt durch einen Prozessschritt E12 im Rahmen eines vordefinierten Prozesses F eine Nachberechnung der Messdaten und in einem Prozessschritt E13 im Rahmen eines vordefinierten Prozesses G ein Erzeugen einer aktuellen Displaylist. Die Displaylist wird in einem Prozessschritt E14 zur Darstellung am Bildschirm gerendert. Ergibt die Verzweigung E11 ein negatives Resultat, läuft der Prozess direkt von dem Prozessschritt E11 zum Prozessschritt E14. Der Prozessschritt endet mit dem Übergang vom Prozessschritt E14 zum Prozessende E15.
  • 11 zeigt den vorhergehend erwähnten Prozess F einer Nachberechnung der Messdaten in einem detaillierteren Flussdiagramm. Der Prozess beginnt mit dem Prozessschritt F1 des Aufsuchens eines ersten Messpunktes. Es erfolgt eine Entscheidung F2 darüber, ob der Messpunkt existent ist. Falls ein positives Resultat vorliegt, werden in einem Prozessschritt F3 Messdaten für diesen Messpunkt gesammelt. Dies betrifft insbesondere ein Ermitteln eines Maximums bzw. Minimums, das Setzen oder Ermitteln eines Bodennormalwertes als Hintergrund- und Referenzwert für die Magnetfeldmessung und das Zuweisen eines Farbwertes aufgrund einer Farbverteilung zu den gemessenen Messdaten. So kann beispielsweise der Farbwert „rot" maximalen oder hohen Messwerten, „gelb" und „grün" für mittlere Messwerte und „blau" für Bodennormalwerte zugewiesen werden.
  • Der Prozess läuft weiter zu einem Prozessschritt F4, bei dem der nächste Messknoten aufgesucht wird. Anschließend wird der Prozess nach Ausführung des Prozessschrittes F4 zu dem Entscheidungsschritt F2 zurückgeführt. Die Schleife aus den Prozessschritten F2, F3 und F4 wird so lange durchlaufen, bis entweder aller Messpunkte bearbeitet sind oder ein Messpunkt nicht aufgefunden werden kann. In diesem Fall verzweigt der Entscheidungsschritt F2 zu einem Prozessschritt F5. Der Prozessschritt F5 betrifft ein Auswerten und ein Anwenden von Daten. Insbesondere werden im Rahmen des Prozessschrittes F5 die Ausdehnung des Suchfeldes, d.h. dessen Seitenbegrenzungen, Fläche und Abmessungen und der für das abgesuchte Gelände typische Bodennormalwert gespeichert. Auf der Grundlage der Suchfeldabmessungen und des Bodennormalwertes werden innerhalb des Prozessschrittes F5 die Farbverteilungen über den Messwerten neu berechnet und die dazu gehörenden Farbebenen neu sortiert.
  • Der Prozess läuft dann weiter zu einem Prozessschritt F6, bei dem ein erster Messpunkt aufgesucht wird. Ergibt eine danach ausgeführte Prüfung F7, dass der erste Messpunkt gefunden worden ist und das Resultat somit Ja lautet, wird in einem Prozessschritt F8 diesem Messpunkt eine Farbe zugewiesen, bevor dann in einem Prozessschritt F9 ein nächster Messpunkt gesucht wird. Von dem Prozessschritt F9 läuft der Prozess wieder zu dem Prozessschritt F7 zurück. Die aus den Prozessschritten F7, F8 und F9 bestehende Schleife wird so lange ausgeführt, bis alle Messpunkte gefunden worden sind oder kein Messpunkt mehr verfügbar ist. Ist dies der Fall, verzweigt der Prozessverlauf zum Prozessende F10.
  • 12 zeigt beispielhaft den Verlauf des vorhergehende erwähnten vordefinierten Prozesses D zum Hinzufügen eines Sensorsignals zu einem Messimpuls. Der Prozess D dient dazu, das Suchfeld und damit das gegebene Gitternetz um zusätzliche Messpunkte zu erweitern. Dabei werden der oder die zusätzlichen Messpunkte entsprechend der Gitternetzgeometrie in das Gitternetz des Suchfeldes integriert und mit benachbarten Messpunkten verknüpft.
  • Der Prozess D startet mit einem Prozessschritt D1, bei dem die Koordinaten des neuen Messpunktes ermittelt werden. Dies betrifft sowohl die realen Koordinaten im Gelände, als auch die damit korrespondierenden Koordinaten im gegebenen Gitternetz. Es werden die bereits im gegebenen Gitternetz ermittelten Maximal- und Minimalwerte der Magnetfeldmessungen ermittelt und gespeichert und der Bodennormalwert mit dem des neu hinzukommenden Messpunktes abgeglichen. Als nächstes wird in einem Entscheidungsschritt D2 überprüft, ob dem Messimpuls, das heißt dem neuen Messpunkt, Messdaten zugeordnet werden können und ob solche Daten überhaupt vorhanden sind. Ist das Resultat des Schrittes D2 positiv, verzweigt der Prozess D zum Prozessschritt D3, bei dem der Messpunkt an den Messimpuls angehängt wird. Der darauf folgende Prozessschritt D5 setzt den Magnetfeldsensor zur Aufnahme neuer Messdaten in den Ausgangszustand zurück. Der Prozesszweig ist damit beendet und läuft zum Prozessende D7.
  • Ist das Resultat des Entscheidungsschrittes D2 negativ, wird der Messpunkt vor allen anderen Messpunkten in den Impuls eingefügt. Der Messpunkt wird mit seinen unmittelbaren Nachbarn in einem Prozessschritt D6 verknüpft. Der Prozesszweig läuft anschließend ebenfalls zum Prozessende D7.
  • 13 erläutert beispielhaft den bereits vorhergehend erwähnten vordefinierten Prozess G zum Erzeugen einer Displaylist aus nachbearbeiteten Messdaten. Die Displaylist ist eine Datenmenge, aus der nachfolgend die graphische Darstellung erzeugt werden kann. Der Prozess G beginnt mit dem Prozessschritt G1, bei dem eine möglicherweise bereits bestehende Displaylist gelöscht und somit Speicher freigegeben wird. Es erfolgt nun ein Entscheidungsschritt G2, bei dem entschieden wird, ob die spätere graphische Darstellung als ein WIREFRAME oder in einer SOLID-Darstellung angezeigt werden soll.
  • WIREFRAME bedeutet in diesem Zusammenhang eine Darstellung jedes einzelnen Messwertes innerhalb des Gitternetzes in einer netzförmigen Drahtgitter-Darstellung, SOLID die Darstellung des gesamten Gitternetzes in Form ausgefüllter, kachelartig aneinander gefügter Flächen. Die WIREFRAME-Darstellung setzt voraus, dass alle Messwerte mitsamt ihrer Positionen im Gitternetz gegeben sind, SOLID erfordert eine Verknüpfung jedes Messpunktes mit seinen Nachbarn und eine Berechnung interpolierter Messwerte im Gitternetz.
  • Der Entscheidungsschritt G2 verzweigt in Abhängigkeit von der jeweils getroffenen Wahl in einen Prozessschritt G3 zum Erzeugen der WIREFRAME- und einen Prozessschritt G4 zum Erzeugen der SOLID-Darstellung. Beide Prozessschritte G3 und G4 laufen zu einem Prozessschritt G5, bei dem der erste Messpunkt im Gitternetz gesucht wird. In einem Entscheidungsschritt G6 wird ermittelt, ob der erste Messpunkt existiert. Bei einem negativen Resultat wird der Prozess G mit dem Prozessende G11 abgeschlossen. Bei einem positiven Resultat verzweigt der Prozess zum Entscheidungsschritt G7, bei dem die Aktivitätsstatus eines Datentransfers einer Messung festgestellt wird. Ist das Resultat positiv, verzweigt der Prozess zum Prozessschritt G8, bei dem das Gitternetz mit den Messdaten und den damit verknüpften Farbwerten angezeigt wird. Für jeden Messpunkt werden dabei Vertexdaten erzeugt und in der Liste abgelegt. Dies entspricht einer parallel zur Messung ablaufenden Echtzeitdarstellung des vermessenen Geländes. Bei dem nun folgenden Prozessschritt G10 wird der nächste Messpunkt aufgesucht und der Prozess kehrt zum Entscheidungsschritt G6 zurück, sodass eine Schleife zwischen den Prozessschritten G6, G7, G8 und G10 ge geben ist. Die Schleife wird so lange ausgeführt, bis alle Messpunkte abgeschritten und deren Messdaten eingelesen sind.
  • Dieser Prozess kann aber auch offline ausgeführt werden. In diesem Fall ergibt der Entscheidungsschritt G7 ein negatives Resultat und der Prozess läuft zu einem Prozessschritt G9, bei dem in Form eines vordefinierten Prozesses H das gegebene Datennetz an eine Menge von Farbebenen zugeordnet wird. Der Prozessschritt G9 führt über den bereits bekannten Schritt G10, dem Aufsuchen des nächsten Messpunktes, auf die Entscheidungsschritte G6 und G7 und bildet dabei eine Schleife, die so lange ausgeführt wird, bist alle Messpunkte abgearbeitet sind.
  • 14 zeigt einen beispielhaften Prozess H zum Splitten eines Datennetzes an Farbebenen, der als vordefinierter Prozess innerhalb des vorhergehend erläuterten Prozesses G ausgeführt wird. Der Prozess wird in diesem Ausführungsbeispiel so ausgeführt, dass jeweils drei Eckpunkte innerhalb des Gitternetzes, d.h. also drei Messpunkte, zusammengefasst und über deren Messwerte interpoliert wird. Der interpolierte Messwert wird einem Farbwert zugeordnet. Jedem Farbwert wird dabei eine definierte Farbebene zugeschrieben. Die Abbildung des Messwertes auf den Farbwert erfolgt über eine virtuelle Tiefenzuordnung. Dabei wird dem interpolierten Messwert eine gewisse Länge und der Farbebene eine gewisse Tiefe zugeschrieben. Die dem Messwert zugeordnete Länge wird virtuell vertikal nach unten geklappt. Stimmen die Länge des interpolierten Messwert und die Tiefe eines Farbwertes überein, so wird die Länge auf diese Tiefe virtuell heruntergeklappt und so der Farbwert dem interpolierten Messwert zugeordnet. Alle Punkte innerhalb einer Farbebene werden anschließend zu einem Polygon verbunden. Das Polygon wird in der Farbe der jeweiligen Farbebene angezeigt.
  • Der Prozess beginnt mit einem Prozessschritt H1. Bei diesem Schritt werden 3 Eckpunkte innerhalb des Gitternetzes in eine Liste eingetragen, über deren Messwerte entlang einer Diagonalen innerhalb des von den drei Messwerten begrenzten Abschnittes des Gitternetzes interpoliert und der dabei erhaltene interpolierte Messwert in Form einer Dreiecksgeraden virtuell unter das Gitternetz geklappt. Dabei schneidet die so erzeugte virtuelle Tiefengerade mindestens eine Farbebene. In einem darauf folgenden Prozessschritt H2 wird nun eine erste Farbebene gesucht. In einem Entscheidungsschritt E3 wird geprüft, ob eine Farbebene gefunden worden ist, die einen derartigen Schnittpunkt aufweist.. Ist das Resultat positiv, verzweigt der Prozess zu einem Prozessschritt H4, bei einem negativen Resultat wird der Prozess am Prozessschritt H5 beendet. Bei dem Prozessschritt H4 werden alle Schnittpunkte der im Pro zessschritt H1 gefundenen Dreieckgeraden mit sämtlichen gefundenen Farbebenen ermittelt und in einer Liste abgespeichert. In einem Prozessschritt H6 wird nun ein erster Punkt in dieser Liste ermittelt. Ein Prozessschritt H7 gibt ein Resultat darüber aus, ob ein solcher Punkt gefunden worden ist. Ist das Resultat negativ, verzweigt der Prozess zu einem Prozessschritt H8, bei dem das momentan aktuelle Polygon in der Farbe der Ebene gezeichnet wird. Der Prozess läuft dann weiter zu einem Prozessschritt H9, bei dem die nächste Farbebene ermittelt wird. Dieser Zweig des Prozesses führt wieder auf den Entscheidungsschritt H3 zurück, wobei somit die Prozessschritte H3, H4, H6, H7, H8 und H9 eine Schleife bilden, die bei ihrer Ausführung alle Punkte innerhalb einer Farbebene polygonal verbindet und darstellt.
  • In dem Fall, bei dem bei dem Entscheidungsschritt H7 ein positives Resultat ausgegeben wird, läuft der Prozess zu dem Entscheidungsschritt H10, bei dem geprüft wird, ob der in der Liste gefundene erste Punkt in der Farbebene liegt. Falls das Resultat positiv ist, wird dieser Punkt dem Polygon innerhalb der Ebene in einem Prozessschritt H11 hinzugefügt. In einem Prozessschritt H12 wird dann der nächste Punkt innerhalb der Liste aufgesucht und der Prozess läuft zurück zu dem Entscheidungsschritt H7. Für den Fall, dass der Entscheidungsschritt H10 ein negatives Resultat ergibt, wird sofort der Prozessschritt H12 ausgeführt.
  • Die Prozessschritte H7, H10, H11 und H12 bilden somit eine Schleifenstruktur, die jeweils die Punkte ausselektiert, die zu einer gegebenen Ebene gehören, und die diese ausselektierten Punkte in der Farbebene miteinander verbindet.
  • 15 zeigt einen beispielhaften Prozessverlauf I zur Oberprüfung bzw. Korrektur eines Fehlsignals. Der Prozess I soll verhindern, dass Fehlsignale die graphische Darstellung und Auswertung der Messdaten negativ beeinflussen oder physikalisch unsinnige Messdaten vor der Verarbeitung ausfiltern. Der Prozess I wird so ausgeführt, dass jeder einzelne Messpunkt innerhalb des Gitternetzes abgearbeitet und auf seine Fehlerfreiheit überprüft wird. Das wesentliche Kriterium, dass bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel zur Überprüfung auf Fehlerfreiheit angewendet wird, ist ein Test darauf, ob der geprüfte Messwert einen abnormen Maximal- bzw. Minimalwert annimmt. In Abhängigkeit vom Testergebnis wird daraufhin eine Anpassung an die Messwerte für Messpunkte in der Umgebung ausgeführt.
  • Der Prozess I beginnt mit einer Suche I1 nach einem ersten Messpunkt im Gitternetz. In einem Entscheidungsschritt I2 wird geprüft, ob der Messpunkt vorhanden ist. Bei einem negativen Resultat wird in einem weiteren Entscheidungsschritt I3 geprüft, ob mindestens ein Messwert verändert worden ist. Falls nein, wird der Prozess I mit dem Prozessende I8 abgeschlossen. Bei einem positiven Resultat kehrt der Prozess vom Prozessschritt I3 zum Entscheidungsschritt I2 zurück. Die Prozessschleife zwischen I1, I2 und I3 prüft somit, ob der erste Messpunkt als Startwert noch gültig ist oder ein anderer erster Messpunkt gewählt werden muss.
  • Im Falle eines positiven Resultates bei dem Entscheidungsschritt I2 verzweigt der Prozess zu einem Entscheidungsschritt I4, bei dem geprüft wird, ob der momentan verarbeitete Messwert einen Maximal- oder Minimalwert einnimmt. Ist dies nicht der Fall, läuft der Prozess zu einem Prozessschritt I5 weiter, bei dem der nächste Messpunkt aufgerufen wird. Der Prozessverlauf kehrt anschließend zu dem Entscheidungsschritt I2 zurück. Die Prozessschritte I2, I4 und I5 bilden somit eine Schleife und beschreiben den Prozessverlauf, der ausgeführt wird, wenn die überprüften Messwerte innerhalb vordefinierter Toleranzen liegen.
  • Bei einem negativen Resultat des Entscheidungsschritts I4 läuft der Prozess zu einem Entscheidungsschritt I6, bei dem der festgestellte Maximalwert daraufhin überprüft wird, ob sein Betrag eine gewisse Normgrenze überschreitet. Ist das Resultat des Entscheidungsschrittes I6 negativ, läuft der Prozess zurück zum Prozessschritt I5 und der nächste Messpunkt wird eingelesen. Falls das Resultat des Entscheidungsschrittes I6 positiv ist, der Messwert von seinen Umgebungswerten bzw. dem Bodennormalwert anormal abweicht, wird der Messwert in einem Prozessschritt I7 in die Umgebungswerte angepasst. Dies kann insbesondere durch eine Interpolation aus den Messwerten aller umgebenden Messpunkte geschehen. Der Prozess kehrt anschließend von dem Prozessschritt I7 zu dem Prozessschritt I5 zurück und der nächste Messpunkt wird aufgerufen und bearbeitet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wurde vorhergehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es ist einsichtig, dass am Rahmen fachmännischen Handelns weitere Veränderungen, Hinzufügungen und Weglassungen erfolgen können, ohne den erfindungsgemäßen Grundgedanken zu verlassen. Weitere Ausführungsformen ergeben sich insbesondere aus den Unteransprüchen bzw. Kombinationen der Unteransprüche.
  • 6
    Gelände, real
    7
    Objekt, magnetisch aktiv
    10
    virtuelles Suchfeld
    20
    Messpunkt
    21
    Suchbahn
    22
    Suchbahnübergang
    30
    Magnetfeldsondiereinrichtung
    30a
    Positionserfassungseinheit
    30b
    Zentraleinheit
    30c
    Magnetfeldsonde
    40
    Positionserfassungseinrichtung, allgemein
    50
    bildgebende Darstellung
    60
    terrestrische Positionserfassungseinrichtung
    61
    Peilsender
    62
    Peilsendereinrichtung
    70
    satellitengestützte Positionserfassungseinrichtung
    71
    GPS-Sender an Satellit
    72
    GPS-Sender an Magnetfeldsondiereinrichtung
    80
    Gitternetz
    90
    Visualisierung
    91
    Orientierungspunkt
    92
    Nordrichtungsangabe
    93
    Schnittlinie
    94
    Abszisse
    95
    Ordinate
    120
    Verarbeitungseinrichtung
    120a
    Sende/Empfänger
    120b
    Speicher
    120c
    Darstellungs- und Verarbeitungseinheit
    130
    Anzeigeeinheit
    P
    Prozess Datenaufnahme
    A
    Prozess Datenspeicherung
    B
    Prozess Messwerteinfügung in Gitternetz
    C
    Prozess Hinzufügen neuer Messimpuls
    D
    Prozess Hinzufügen Sensorsignal zu Messimpuls
    E
    Prozess Messdaten-Rendering
    F
    Prozess Messdatennachberechnung
    G
    Prozess Displaylisterzeugung
    H
    Prozess Farbebenensplitting
    I
    Prozess Fehlsignalkorrektur

Claims (15)

  1. Verfahren zur Objektortung in einem vorgegebenen Gelände mittels einer Magnetfeldsondierung, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelände in ein virtuelles Suchfeld (10) mit netzartig über das Suchfeld verteilten Messpunkten (20) unterteilt wird, wobei eine momentane Geländeposition einer im Gelände bewegten Magnetfeldsondiereinrichtung (30) durch eine Positionserfassungseinrichtung (40) erfasst und in eine Position innerhalb des Suchfeldes übertragen wird, bei einem Erreichen einer einem Messpunkt innerhalb des Suchfeldes entsprechenden Geländeposition der Magnetfeldsondiereinrichtung eine Magnetfeldmessung ausgeführt wird und die über dem Suchfeld ermittelten ortsabhängigen innerhalb des Geländes erfassten Magnetfeldwerte bildgebend verarbeitet werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuelle Ort der Magnetfeldsondiereinrichtung (30) durch eine im Gelände stationierte terrestrische Positionserfassungseinrichtung (60) erfasst wird, wobei – ein momentaner Standort einer Magnetfeldsondiereinrichtung im Gelände mit einem vorgegebenen Ort eines Messpunktes in dem Suchfeld (10) verglichen wird und – bei einem Erreichen des vordefinierten Ortes eines Messpunktes von der ter restrischen Positionserfassungseinrichtung ein Signal an die Magnetfeldsondiereinrichtung zum Auslösen der lokalen Magnetfeldmessung übertragen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuelle Ort der Magnetfeldsondiereinrichtung (30) durch eine das Gelände erfassende satellitengestützte Positionserfassungseinrichtung (70) ermittelt wird, wobei – ein momentaner Standort einer Magnetfeldsondiereinrichtung im Gelände mit einem vorgegebenen Ort eines Messpunktes in dem Suchfeld verglichen wird und – bei einem Erreichen des vordefinierten Ortes eines Messpunktes ein Signal für die Magnetfeldsondiereinrichtung zum Auslösen der lokalen Magnetfeldmessung erzeugt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Bewegen der Magnetfeldsondiereinrichtung (30) durch eine mit der Magnetfeldsondiereinrichtung verbundene Wegstreckenmesseinrichtung eine durchlaufene Wegstecke registriert wird und bei einem Durchlaufen einer vordefinierten Wegstrecke ein Signal zum Auslösen der lokalen Magnetfeldmessung ausgegeben wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassen der Geländeposition der Magnetfeldsondiereinrichtung (30) und der Abgleich mit der Position des Messpunktes (20) im Suchfeld durch ein Zusammenwirken aus der terrestrischen und/oder der satellitengestützten Positionserfassungseinrichtung (60, 70) und der an der Magnetfeldsondiereinrichtung angeordneten Wegstreckenmesseinrichtung erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die im Gelände ausgeführte Bewegung der Magnetfeldsondiereinrichtung (30) entlang einer vordefinierten, alle Messpunkte (20) innerhalb des Suchfeldes überdeckenden Suchbahn (21) ausgeführt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der für jeden Messpunkt (20) detektierte Magnetfeldmesswert in Verbindung mit Positionsangaben gespeichert und zum Erzeugen einer ortsaufgelösten Messwertkarte (75) verwendet wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erzeugen der Messwertkarte (75) ein erstes dem Suchfeld zugeordnetes, aus den Messpunkten (20) gebildetes Gitternetz (80) durch Anwenden eines Maßstabes in ein skaliertes Gitternetz mit einer zweckmäßigen Abbildungsgröße überführt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem skalierten Gitternetz die jedem Messpunkt zugeordnete, über das Gelände verteilte Magnetfeldstärke durch einen Rendering-Prozess und/oder eine Farbebenenzuordnung in Form einer Falschfarbendarstellung und/oder eine Pseudoprofildarstellung und/oder einer vergleichbaren Visualisierung (90) dargestellt wird.
  10. Vorrichtung zum Ausführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine mit einer Einrichtung zur Positionserfassung (30a) ausgestattete Magnetfeldsondiereinrichtung (30), ein Positionserfassungssystem (40), eine Verarbeitungseinrichtung (120) für Orts- und Messwertdaten und eine Verarbeitungs- und Anzeigeeinheit (120c) zum Erstellen einer die Orts- und Messwertdaten visualisierenden Darstellung.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Positionserfassung (30a) eine Sende-/Empfangseinrichtung für ein satellitengestütztes Navigationssystem, insbesondere das GPS-System, ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Positionserfassung (30a) eine Sende-/Empfangseinrichtung für ein terrestrisches Positionserfassungssystem, insbesondere ein Peilsignalsystem, ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Positionserfassung (30a) eine kombinierte Sende-/Empfangseinrichtung für ein satellitengestütztes Navigationssystem und für terrestrische Peilsignale ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionserfassungssystem ein satellitengestütztes Positionserfassungssystem, insbesondere das GPS-System, ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 10 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionserfassungssystem ein terrestrisches Peilfunksystem ist.
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