DE102005011104B3 - Verfahren zur effizienten Lastverteilung für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz und entsprechend ausgestaltete Kommunikationsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur effizienten Lastverteilung für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz sowie eine entsprechend ausgestaltete Kommunikationsvorrichtung, insbesondere einen DSLAM.
- Die
DE 102 25 913 A1 beschreibt ein Verfahren zur Überlastabwehr in einem Netzelement. Dabei empfängt das Netzelement über eine erste Verbindung Nachrichten in einem Empfangspuffer und vermittelt diese an Sendepuffer zumindest zweier weiterer Verbindungen weiter. Das Netzelement wertet dabei Adresseinformationen der Nachrichten aus und verwirft abhängig vom Lastzustand des der Adresse zugeordneten Sendepuffers fallweise Nachrichten bereits im Empfangspuffer. - Die US 2004/136 368 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung von Datenpaketen, welche Verarbeitungsressourcen in Übereinstimmung mit Verkehrsbedingungen zuweist. Eine Paketübertragungsvorrichtung ist mit einem Prozessor zum Sammeln von statistischen Informationen versehen, welcher unabhängig von einem Prozessor der Paketübertragung ist. Der Prozessor zum Sammeln von statistischen Informationen bezieht seine Informationen aus Headerinformationen von der Linecard übertragenen Paketen. Eine Suchtabelle, welche der Linecard zugewiesen ist, wird abhängig von den Informationen, welche durch den Prozessor zum Sammeln der statistischen Informationen aufgesammelt werden, erneuert.
- In der US 2004/032 872 A1 wird eine Vorrichtung und ein Verfahren für ein Lastausgleichsystem offenbart, welches sich unter anderem in einer Linecard befinden kann. Dabei verwendet das Lastausgleichssystem eine Kombination verschiedener Techniken zum Lastausgleich. Die Zuordnung von anderen Vorrichtungen zu einer überlasteten Linecard wird dabei nicht erwähnt.
- Die US 2003/147 387 A1 beschreibt ein Verfahren und ein System, um in paketbasierten Kommunikationsnetzen Pakete zu aggregierten Verbindungen weiterzuleiten, wobei eine verteilte Verarbeitung eingesetzt wird.
- Kommunikationssysteme im Bereich eines Kommunikationsnetzzuganges, wie z. B. ein DSL Access Multiplexer (DSLAM), und deren Komponenten (beispielsweise Linecards) unterliegen verschiedenen Lastanforderungen, was mit Hilfe eines in
1 dargestellten DSLAMs im Folgenden erläutert wird. Dabei ist ein DSLAM ein Teil der für den Betrieb von DSL (Digital Subscriber Line) benötigten Infrastruktur. - In
1 ist ein DSLAM1 , welches drei Linecards4 –6 , eine Backplane3 und eine Trunkcard2 umfasst dargestellt. Dabei aggregieren die Linecards4 –6 Kundenanschlüsse, d. h. sie aggregieren Datenpakete, welche von Teilnehmern bzw. Benutzern eines Kommunikationsnetzes jeweils über einen Kommunikationskanal zu einem von mehreren Anschlüssen bzw. Ports einer der Linecards4 –6 gesendet werden, wobei in1 nur ein Anschluss41 ,51 ,61 pro Linecard4 –6 dargestellt ist. Mithilfe der Backplane3 werden dann die Datenpakete der Linecards4 –6 über Kommunikationswege12 ,14 –16 innerhalb des DSLAMs1 an die Trunkcard2 gesendet (bzw. weiter aggregiert). Die Trunkcard2 weist eine Verbindung zum so genannten Kernnetz (Bereich des Kommunikationsnetzes ohne den Anschlussbereich) auf und sendet die von den Linecards4 –6 empfangenen Datenpakete über einem an ihrem Anschluss21 anliegenden Kommunikationskanal, welcher meist in einer Glasfaser verläuft, an das Kernnetz. In der umgekehrten Richtung empfängt die Trunkcard2 Datenpakete, welche sie mithilfe der Backplane3 entsprechend einer in den Datenpaketen enthaltenen Information an die jeweilige Linecard4 –6 weiterleitet. Die jeweilige Linecard4 –6 sendet dann ein von der Trunkcard2 empfangenes Datenpaket über einen ihrer Anschlüsse41 ,51 ,61 , welchen sie gemäß der in dem jeweiligen Datenpaket enthaltenen Informationen bestimmt, über einen an diesem Anschluss angeschlossenen Kommunikationskanal an einen Kunden weiter. - Die von dem DSLAM zu bewältigende Last unterscheidet sich im Allgemeinen von der Richtung, in welcher die Datenpakete gesendet werden, wobei man zwischen downstream (vom Netz in Richtung Kunde) und upstream (vom Kunden in Richtung Netz) unterscheidet. Darüber hinaus gibt es verschiedene über den Tagesverlauf schwankende Lastanforderungen. Diese können in die folgenden vier Lastszenarien aufgeteilt werden:
- 1. Grundlast: wenig und unspezifischer Verkehr (zum Beispiel nachts).
- 2. Vermehrter Unicast-Downstream-Verkehr (Verkehr von einer Quelle im Netz zu einem Kunden, beispielsweise bei einer individuellen Fernsehübertragung).
- 3. Vermehrter Multicast-Downstream-Verkehr (Verkehr von einer Quelle im Netz zu mehreren Kunden, beispielsweise Fernsehübertragungen von gerade stattfindenden Sportereignissen).
- 4. Stark vermehrter Unicast-Up/Downstream-Verkehr mit hoher Priorität (sehr viele Kommunikationsverbindungen von einem Kunden an einem DSLAM zu einem anderen Kunden an einem anderen DSLAM, beispielsweise viele gleichzeitige Telefonverbindungen (Voice over IP) bei Notfällen.
- Diese vorab aufgeführten Lastszenarien unterscheiden sich weiterhin nach Kundenprofilen. So sind Privatkunden vor allem in den Abendstunden aktiv, während Unternehmenskunden vorrangig zwischen 7 und 18 Uhr Sprach- und Datendienste nutzen. Charakteristisch für Phasen stark vermehrter Last ist, dass diese Phasen lediglich über kurze Zeiträume (Minuten bis wenige Stunden) auftreten. Im Allgemeinen ist es deshalb wirtschaftlich nicht vertretbar, eine Kommunikationsvorrichtung, insbesondere einen DSLAM, generell für solche Fälle, in welchen kurzfristig eine stark vermehrte Last auftritt, auszulegen.
- Aus diesem Grund sind alle Komponenten einer modernen Kommunikationsvorrichtung, insbesondere für einen Zugang zu einem Kommunikationsnetz, meist derart dimensioniert, dass sie statistisch ermittelte Lastszenarien, d. h. durchschnittliche Anforderungen, abdecken können. Dies führt im Wesentlichen zu den zwei im Folgenden aufgeführten Nachteilen:
- 1. Bei Notfällen
(siehe Lastszenario
4 ) können nicht alle Kunden bedient werden. - 2. In lastintensiven Phasen (siehe Lastszenarien
2 und3 oben) müssen Kunden mit geringer Dienstqualität (Quality-Of-Service) ausgeschlossen werden, d.h. sie erhalten keine Kommunikationsverbindung. - Alternativ können Komponenten einer modernen Kommunikationsvorrichtung derart ausgelegt sein, dass ihre Komponenten meist ungenutzte Ressourcen vorhalten, welche nur bei lastintensive Phasen (Worst-case) eingesetzt werden, oder dass die Komponenten für die lastintensiven Phasen ausgelegt sind, was aber mit erhöhten Kosten und hohem Energieverbrauch im Vergleich zu einer nach durchschnittlichen Anforderungen ausgelegten Kommunikationsvorrichtung, bei welcher alle Komponenten nach durchschnittlichen Anforderungen ausgelegt sind, verbunden ist.
- Deshalb ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung für das Problem bereitzustellen, dass eine Kommunikationsvorrichtung, deren Komponenten gemäß durchschnittlichen Anforderungen ausgelegt sind, trotzdem auch in lastintensiven Phasen alle an sie gesendeten Datenpakete in einer vertretbaren Zeiten verarbeiten kann.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur effizienten Lastverteilung in einer Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch Fund eine entsprechend ausgestaltete Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 13 gelöst. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
- Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur effizienten Lastverteilung in einer Kommunikationsvorrichtung, insbesondere einem DSLAM, für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz bereitgestellt. Dabei umfasst die Kommunikationsvorrichtung mehrere Linecards und eine Haupt-Linecard, insbesondere eine Trunkcard, und aggregiert Kommunikationskanäle, welche mit den Linecards in Verbindung stehen, auf einen Kommunikationskanal, welcher mit der Haupt-Linecard in Verbindung steht. In dieser Kommunikationsvorrichtung verarbeiten die Linecards und die Haupt-Linecard, welche miteinander verbunden sind, Datenpakete, welche über Kommunikationswege übertragen werden, die über die entsprechende Linecard oder die Haupt-Linecard verlaufen. Sobald eine Überlastung einer Linecard erfasst wird, wird der überlasteten Linecard eine andere Vorrichtung, insbesondere eine nicht überlastete Linecard, zugeordnet, welche die durch die überlastete Linecard fließenden Datenpakete anstelle der überlasteten Linecard bearbeitet.
- Dabei wird unter dem Begriff Paket (paketorientiert) eine Ansammlung von Bits verstanden, welche zusammen innerhalb des Kommunikationsnetzes versendet wird, wobei jedes Paket sowohl eine variable Anzahl von Bits als auch jeweils eine festgelegte Anzahl von Bits aufweisen kann, wie dies beispielsweise bei ATM (jede ATM-Zelle umfasst genau 53 Bytes) der Fall ist. Anders ausgedrückt wird in diesem Dokument unter einem Paket jegliche Ansammlung von Bits verstanden, welche nach dem Stand der Technik bisweilen auch als Zelle, Rahmen (Frame) oder Datagramm bezeichnet wird.
- Obwohl die Linecards der Kommunikationsvorrichtung entsprechend einer durchschnittlichen Last ausgelegt sind, ist die Kommunikationsvorrichtung durch das erfindungsgemäße Verfahren in der Lage, die an sie gesendeten Datenpakete auch dann mit einer vertretbaren Verzögerungszeit bzw. Bearbeitungszeit zu bearbeiten, wenn eine oder mehrere ihrer Linecards Lastspitzen zu bewältigen haben. Dabei wird die Tatsache ausgenutzt, dass die Last auf den einzelnen Linecards nicht homogen verteilt ist und somit überlastete Linecards von Linecards ohne Überlast unterstützt werden können. Dies ermöglicht eine effizientere Nutzung der Linecards innerhalb der Kommunikationsvorrichtung. Dadurch ist es möglich, die Kosten für die Kommunikationsvorrichtung sowie den Energieverbrauch der Kommunikationsvorrichtung zu senken, da nicht auf den Worst-Case-Fall dimensioniert werden muss. Alternativ kann mit im Vergleich zu herkömmlichen Kommunikationsvorrichtungen gleichen Linecards eine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine höhere Dienstgüte angeboten werden als dies bei herkömmlichen Kommunikationsvorrichtungen der Fall ist.
- Die andere Vorrichtung kann auch eine Servicecard sein, welche im Normalfall, d. h. wenn keine Überlast vorliegt, keine Datenpakete verarbeitet.
- Falls abzusehen ist, dass viele oder sogar alle Linecards der Kommunikationsvorrichtung häufig stark ausgelastet sind, müssten bei einer Überlastung einer Linecard die von ihr zu verarbeitenden Datenpakete nicht auf eine einzelne Linecard sondern auf mehrere Linecards umgeleitet werden, was einen entsprechend größeren Verwaltungsaufwand in der Kommunikationsvorrichtung im Vergleich zu einer Umleitung auf nur eine Linecard bedeutet. In diesem Fall ist es besser, die Datenpakete von der überlasteten Linecard auf die Servicecard umzuleiten, welche keine eigenen Datenpakete verarbeiten muss, weshalb die Servicecard dadurch in der Lage ist, auch über einen längeren Zeitraum hinweg alle zu einer überlasteten Linecard gesendeten Datenpakete zu verarbeiten.
- Dabei sei explizit darauf hingewiesen, dass es erfindungsgemäß vorgesehen ist, Datenpakete von einer überlasteten Linecard teilweise auf eine nicht überlastete Linecard und teilweise auf eine Servicecard umzuleiten oder Datenpakete von einer überlasteten Linecard auf eine nicht überlastete Linecard und gleichzeitig Datenpakete von einer anderen überlasteten Linecard auf die Servicecard umzuleiten. Selbstverständlich ist es erfindungsgemäß auch möglich, dass mehrere Servicecards vorgesehen sind, so dass beispielsweise für n Linecards eine Servicecard vorgesehen ist.
- Eine Servicecard kann beispielsweise eine Linecard sein, welche im Normalbetrieb der Kommunikationsvorrichtung, d. h. an keiner Linecard liegt eine Überlastsituation vor, keine Datenpakete verarbeitet. Insbesondere kann die Servicecard in diesem Fall mit einer der Linecards der Kommunikationsvorrichtung baugleich sein.
- Dies besitzt zum einen den Vorteil, dass die Linecards und damit die Servicecard(s) in einer größeren Stückzahl hergestellt werden können, wodurch der Stückpreis sinkt. Zum anderen erleichtert es das Design der Backplane
3 , wenn die Servicecard(s) und die Linecards baugleich sind. - Erfindungsgemäß ist es auch möglich, dass ankommende Datenpakete von einer überlasteten Linecard nur teilweise bearbeitet werden und dann an eine nicht überlastete Linecard oder Servicecard zur weiteren und abschließenden Bearbeitung weiter geleitet werden, wobei die überlastete Linecard jedes weitergeleitete Datenpakete mit zusätzlichen Informationen versieht, welche zur weiteren Bearbeitung notwendig sind.
- Dieses Vorgehen ist beispielsweise darin vorteilhaft, wenn eine von der überlasteten Linecard übernommene teilweise Bearbeitung besonders viel Informationen der überlasteten Linecard voraussetzt, so dass die zusätzlichen Informationen, mit welchen die überlastete Linecard jedes weitergeleitete Datenpakete versieht, dann nicht mehr so umfangreich (speicherintensiv) sein müssen, da ein Anteil der Bearbeitung, welcher von der anderen Vorrichtung ausgeführt wird, nur wenige zusätzliche Informationen erfordert.
- Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird auch eine Kommunikationsvorrichtung zur effizienten Lastverteilung für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz bereitgestellt. Dabei umfasst die Kommunikationsvorrichtung mehrere Linecards, eine Verbindungsvorrichtung, Steuermittel und eine Haupt-Linecard. Die Aufgabe der Kommunikationsvorrichtung ist dabei, an den Linecards anliegende Kommunikationskanäle zu aggregieren und über einen an der Haupt-Linecard anliegenden Kommunikationskanal weiterzusenden. Innerhalb der Kommunikationsvorrichtung sind die Linecards und die Haupt-Linecard über die Verbindungsvorrichtung miteinander verbunden und verarbeiten Datenpakete, welche über sie verlaufende Kommunikationskanäle, gesendet werden. Dabei ist die Kommunikationsvorrichtung derart ausgestaltet, dass die Steuermittel eine Überlastsituation jeder Linecard erfassen und dass für den Fall, dass eine Überlastsituation an einer Linecard auftritt bzw. von den Steuermitteln erfasst wird, dieser überlasteten Linecard eine andere Vorrichtung zur Bearbeitung der durch die überlastete Linecard fließenden Datenpakete zugeordnet wird. Die Verbindungsvorrichtung, welche insbesondere ein Ethernet-Switch ist, ist dabei meist in einer Controlplane der Kommunikationsvorrichtung und die Steuermittel sind dabei meist in einer Backplane der Kommunikationsvorrichtung ausgeführt. Dabei ist die Controlplane eine Art Konfigurations- und Steuerebene, welche mit allen Komponenten der Kommunikationsvorrichtung verbunden ist.
- Die Vorteile dieser erfindungsgemäßen Kommunikationsvorrichtung entsprechen im Wesentlichen denjenigen, welche bereits vorab bei der Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgeführt worden sind, weshalb sie hier nicht wiederholt werden.
- Es sei darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung auch Kommunikationsvorrichtungen umfasst, welche zwei oder mehr Haupt-Linecards aufweisen, wobei Kommunikationswege, welche sonst über die eine Haupt-Linecard verlaufen, auf diese zwei oder mehr Haupt-Linecards verteilt sind. Darüber hinaus ist eine erfindungsgemäße Kommunikationsvorrichtung denkbar, bei welcher ein Kommunikationsweg zwischen einem Anschluss einer Linecard und einem Anschluss einer anderen Linecard aufgespannt ist, ohne dabei über eine Haupt-Linecard zu verlaufen.
- Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend näher unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung. anhand bevorzugter Ausführungsformen erläutert.
-
1 zeigt einen DSLAM nach dem Stand der Technik. -
2 zeigt einen erfindungsgemäßen DSLAM, wobei Datenpakete einer überlasteten Linecard von einer nicht überlasteten Linecard verarbeitet werden. -
3 zeigt einen erfindungsgemäßen DSLAM, wobei Datenpakete einer überlasteten Linecard von einer Servicecard verarbeitet werden. - In
2 ist ein erfindungsgemäßer DSLAM1 , welcher mehrere Linecards4 –6 , eine Backplane3 , eine Controlplane (nicht dargestellt) und eine Trunkcard2 umfasst, dargestellt. Jede Linecard4 –6 aggregiert dabei Datenpakete von Kunden, welche ihr über Kommunikationskanäle, die jeweils mit einem von mehreren Anschlüssen der entsprechenden Linecard4 –6 verbunden sind, zugeführt werden. Dabei ist in2 für jede Linecard4 –6 jeweils nur ein Anschluss41 ,51 ,61 dargestellt, obwohl jede Linecard4 –6 üblicherweise bis zu 64 Anschlüsse bzw. Ports aufweisen kann. Daten bzw. Datenpakete, welche die Linecard4 –6 über ihre Anschlüsse empfangen, werden über die Backplane3 an die Trunkcard2 gesendet, welche diese Datenpakete dann über einen Kommunikationskanal, welcher mit einem Anschluss bzw. Port21 der Trunkcard2 verbunden ist, weiter gesendet werden. Dabei umfasst die Backplane3 bei dieser Ausführungsform einen Ethernet-Switch als Verbindungsvorrichtung, d. h. Kommunikationswege, welche die Linecards und die Trunkcard miteinander verbinden, sind switch-basiert, was sehr kostengünstig ist. Zusätzlich umfasst die Controlplane Steuermittel. Weiterhin ist jede Linecard4 –6 mit dem Ethernet-Switch verbunden, wodurch eine direkte Verbindung zwischen den Linecards4 –6 besteht. - In
2 ist nun ein Fall dargestellt, bei welchem die Linecard4 überlastet und die Linecard5 nicht überlastet ist. Deswegen werden die über den Port41 ankommenden Datenpakete von der Linecard4 mit zusätzlichen Informationen versehen und unbearbeitet in einer speziellen Warteschlange der Linecard4 gespeichert. Datenpakete in dieser speziellen Warteschlange werden am Prozessor der Linecard4 vorbeigeführt und direkt auf den Ausgang der Linecard4 geschaltet, wo sie dann über den Ethernet-Switch an die Linecard5 weitergeleitet werden. - Dabei beinhalten die zusätzlichen Informationen:
- • eine Linecard-Nummer der empfangenden
Linecard
4 - • eine
Nummer des Ports
41 der empfangenden Linecard4 , auf welchem das Datenpaket empfangen wurde einen Bearbeitungszustand des Datenpakets mit dem das Datenpaket die Linecard4 verlässt (in diesem Fall: unbearbeitet) - • die Zieladresse des Datenpakets innerhalb des DSLAMs die Absenderadresse des Datenpakets innerhalb des DSLAMs
- Wenn die Linecard
5 Pakete mit zusätzlichen Informationen über den Ethernet-Switch von der Linecard4 erhält, werden diese Datenpakete in einer Upstream-Eingangswarteschlange der Linecard5 gespeichert und dann von einem Prozessor der Linecard5 bearbeitet. Anschließend werden die derart bearbeiteten Datenpakete über die Backplane3 an die Trunkcard2 gesendet. - Damit die Linecard
5 die Datenpakete von der Linecard4 bearbeiten kann, müssen Informationen über Datenströme bzw. Flows, zu welchen die umgeleiteten Datenpakete gehören, sowohl auf der Linecard4 als auch auf der Linecard5 zur Verfügung stehen. Diese Informationen über Datenströme enthalten beispielsweise Informationen über einen Nutzer bzw. Kunden, welchem der entsprechende Datenstrom zugeordnet ist. Informationen dieser Art sind unter anderem eine dem Nutzer zugewiesene Bandbreite oder Dienstqualität. Dabei werden die Informationen über die Datenströme von der Backplane3 (genauer gesagt von einer in2 nicht dargestellten Controlplane der Backplane3 ) entsprechend auf den Linecards4 –6 verteilt. Aus diesem Grund ist ein Speicher (nicht dargestellt) der Linecards (hier der Linecard5 ) größer ausgelegt, als wenn die entsprechende Linecard5 nur Datenströme bearbeiten müsste, welche originär bei ihr eintreffen und nicht beispielsweise durch die Linecard4 zur der Linecard5 weitergeleitet werden. - Bei dem in
2 dargestellten DSLAM1 sind die Linecards4 –6 derart ausgestaltet, dass ihr Speicher 20% mehr Speicherplatz aufweist, als zum Abspeichern von Informationen zu den originär über die Linecard4 verlaufenden Datenströmen zu den originär über die Linecard4 verlaufenden Datenströmen nötig wäre. Dies bedeutet, dass im schlimmsten Fall, wenn die von der überlasteten Linecard4 weiter geleiteten Datenpakete alle originär über die Linecard4 verlaufenden Datenströme betreffen, die von der Linecard4 weitergeleiteten Datenpakete nicht nur zu der Linecard5 sondern zu weiteren vier nicht überlasteten Linecards, von denen nur die Linecard6 in2 dargestellt ist, weitergeleitet werden müssen. - Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen DSLAMs können die Linecards allerdings auch derart ausgestaltet sein, dass die zusätzlichen Informationen, welche die Linecard bei einem Überlastfall den von ihr weitergeleiteten Datenpaketen zuordnet, auch die zur Bearbeitung notwendigen Informationen über den entsprechenden Datenstrom des jeweiligen Datenpakets enthalten. In diesem Fall ist der Speicher jeder Linecard nur derart dimensioniert, dass er die Informationen bezüglich der originär über der entsprechenden Linecard verlaufenden Datenströme abspeichern kann, da zur Bearbeitung von fremden Datenpaketen kein zusätzlicher Speicher für eine den Datenstrom des fremden Datenpakets betreffende Information notwendig ist.
- Bei einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform kann der DSLAM auch derart ausgestaltet sein, dass die zusätzlichen Informationen nur den Bearbeitungszustand des Datenpakets enthalten. Bei der Bearbeitung des Datenpakets durch die Linecard
5 werden der Linecard5 dann über die Controlplane alle zur Bearbeitung notwendigen Informationen, welche die zusätzlichen Informationen und Informationen über den Datenstrom des Datenpakets umfassen, zugestellt. - Des Weiteren ist es erfindungsgemäß ebenso möglich, dass von der überlasteten Linecard
4 nur Datenpakete zu der Linecard5 weitergeleitet werden, welche bestimmten Datenströmen zugeordnet sind, wobei die restlichen Datenpakete von der Linecard4 selbst bearbeitet werden. Wenn eine Anzahl dieser Datenströme derart dimensioniert wird, dass der Speicher der Linecard5 ausreicht, die notwendigen Informationen über diese Datenströme abzuspeichern, können alle von der Linecard4 weitergeleiteten Datenpakete zu der Linecard5 weitergeleitet werden. - Zurückkommend auf die in
2 dargestellte Ausführungsform soll die Funktionsweise des DSLAMs1 in der Downstream-Richtung erläutert werden. Dabei kommen die Datenpakete aus dem Kommunikationsnetz beispielsweise an dem Port21 der Trunkcard2 an. Bei dem in2 dargestellten Fall ist die Trunkcard2 über die Backplane3 darüber unterrichtet worden, dass die Linecard4 überlastet ist. Allgemein ist der DSLAM1 derart ausgestaltet, dass die Trunkcard2 über die aktuelle Überlastsituation jeder Linecard4 –6 informiert ist. Im dargestellten Fall sendet die Trunkcard2 über Anschluss21 empfangene Datenpakete an die Linecard5 , welche sie stellvertretend für Linecard4 bearbeitet und über die Backplane3 an die Linecard4 weiterleitet. Wenn die Linecard4 ein solches von der Linecard5 bearbeitetes Datenpaket empfängt, stellt sie anhand von Informationen in dem Datenpaket fest, dass dieses Datenpaket schon bearbeitet wurde und speichert das Datenpaket in einer Ausgangswarteschlange der Linecard4 ab, ohne zusätzliche Prozessorresourcen zur Bearbeitung des Datenpakets zu verbrauchen. Aus dieser Ausgangswarteschlange heraus wird das Datenpaket dann über einen an dem Anschluss41 angeschlossenen Kommunikationskanal weitergesendet. - In
3 ist eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform eines DSLAMs1 dargestellt. Dabei umfasst der DSLAM1 mehrere Linecards4 –5 , von denen in3 nur zwei dargestellt sind, eine Backplane3 , eine Trunkcard2 und eine Servicecard7 . Im Vergleich zu dem DSLAM der2 umfasst der DSLAM1 der -
3 also die Servicecard7 zusätzlich. - Im Normalbetrieb, d. h. wenn keine Linecard
4 ,5 eine Überlast aufweist, aggregieren die Linecards4 ,5 eingangsseitig ankommenden Datenpakete, welche vorab in die Eingangswarteschlange der entsprechenden Linecard4 ,5 eingereiht werden, verarbeiten diese Datenpakete und senden diese über die Backplane3 weiter an die Trunkcard2 , welche diese Datenpakete beispielsweise über eine an dem Anschluss21 angeschlossene Glasfaserleitung weitersenden. Dies bedeutet wiederum, dass im Normalbetrieb die Servicecard7 keine Datenpakete verarbeitet. - Wenn die Linecard
4 erfasst, dass ein Füllstand ihrer Eingangswarteschlange über einen vorbestimmten Wert angestiegen ist, d. h. die Linecard4 erfasst einen Überlastfall, werden neu eingangsseitig an der Linecard4 ankommende Datenpakete mit zusätzlichen Informationen versehen und in einer speziellen Warteschlange der Linecard4 gespeichert. Die zusätzlichen Informationen entsprechen dabei denjenigen, welche bei dem mit2 ausgeführten Ausführungsbeispiel erläutert wurden. Datenpakete in dieser speziellen Warteschlange werden an dem Prozessor der Linecard4 vorbeigeführt und von der Backplane3 zu der Servicecard7 weitergeleitet, wie es durch die Pfeile34a und34b dargestellt ist. Wenn bei der Servicecard7 Datenpakete mit zusätzlichen Informationen von der Linecard4 eintreffen, werden diese in einer Upstream-Eingangswarteschlange der Servicecard7 gespeichert und dann von dem Prozessor der Servicecard7 bearbeitet (siehe Pfeile34c und34d ). Anschließend werden diese Datenpakete über die Backplane3 zu der Trunkcard2 weitergeleitet (siehe Pfeile34e und34f ) und über einen mit dem Anschluss21 verbundenen Kommunikationskanal an die jeweils entsprechende Zieladresse gesendet. - Damit die Servicecard
7 die Datenpakete von der Linecard4 bearbeiten kann, müssen Informationen über die Datenströme bzw. Flows, zu welchen die weitergeleiteten Datenpakete gehören, sowohl auf der Linecard4 als auch auf der Servicecard7 zur Verfügung stehen. Diese Informationen über die Datenströme entsprechen dabei den Informationen über die Datenströme, welche bei der im Zusammenhang mit2 erläuterten Ausführungsform beschrieben sind. - Für die Funktionsweise des DSLAMs
1 in Downstream-Richtung besitzt die Trunkcard2 Informationen über die aktuelle Überlastsituation der Linecards4 ,5 . Erfasst die Trunkcard2 eine Überlastsituation der Linecard4 , schickt sie Datenpakete, welche sie im Normalfall an die Linecard4 senden würde, zur Bearbeitung über die Backplane3 an die Servicecard7 . Nach der Bearbeitung durch die Servicecard7 werden diese Datenpakete wiederum über die Backplane3 an die Linecard4 gesendet. Die Linecard4 erkennt, dass diese Datenpakete schon bearbeitet wurden und speichert sie in einer entsprechenden Ausgangswarteschlange der Linecard4 , ohne dabei zusätzliche Prozessorresourcen der Linecard4 zu verbrauchen. Aus dieser Ausgangswarteschlange werden die Datenpakete dann über einen an einem dem Datenpaket entsprechenden Anschluss der Linecard4 anliegenden Kommunikationskanal zur jeweils entsprechenden Zieladresse weitergeschickt. - Dabei weisen sowohl die mit
2 als auch die mit3 ausgeführte Ausführungsform folgende Merkmale auf: - • Einen Monitor zur Überwachung
bzw. Erfassung der Überlastsituation
einer Linecard
4 –6 , welcher Bestandteil der Controlplane ist. - • Eine
Markierung und Annotation von umzuleitenden Datenpaketen, damit
die Linecards
4 –6 , welche diese Datenpakete empfangen, diese Datenpakete entsprechend bearbeiten können. - • Zusätzliche
Peer-to-Peer-Verbindungen, d.h. Verbindungen zwischen zwei Linecards
4 –6 , welche im Normalbetrieb nicht auftreten. Dabei sind diese Peer-to-Peer-Verbindungen switchbasiert ausgeführt. - • Zustandsinformationen
jeder Linecard
4 –6 , wie Überlastsituation und Informationen über die Flows der Linecard4 –6 , sind in dem gesamten DSLAM1 verfügbar. - • Jede
Linecard
4 –6 ist in der Lage, Datenpakete mittels eines Bypasses an überlasteten Resourcen, beispielsweise ihrem Prozessor, vorbei zu schicken.
Claims (25)
- Verfahren zur effizienten Lastverteilung in einer Kommunikationsvorrichtung (
1 ) für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz, welche mehrere Linecards (4 ,5 ,6 ) und eine Haupt-Linecard (2 ) umfasst und an den Linecards (4 ,5 ,6 ) anliegende Kommunikationskanäle auf einen an der Haupt-Linecard (2 ) anliegenden Kommunikationskanal aggregiert, wobei die Linecards (4 ,5 ,6 ) und die Haupt-Linecard (2 ) miteinander verbunden sind und die Aufgabe haben, Datenpakete, welche über sie verlaufende Kommunikationswege übertragen werden, zu verarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auslastung jeder Linecard erfasst wird, und dass für den Fall, dass eine Überlastung bei einer der Linecards (4 ;5 ;6 ) erfasst wird, der überlasteten Linecard (4 ) eine andere Vorrichtung (5 ;7 ) zur Bearbeitung der durch die überlastete Linecard (4 ) fließenden Datenpakete zugeordnet wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass eine Überlastung bei einer der Linecards (
4 ;5 ;6 ) erfasst wird, ein an der überlasteten Linecard (4 ) eingangsseitig ankommendes Datenpaket mit zur weiteren Verarbeitung des Datenpakets durch die andere Vorrichtung (5 ;7 ) notwendigen zusätzlichen Informationen versehen wird und zu der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) weitergeleitet wird, und dass das weitergeleitete Datenpaket von der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) bearbeitet und an die Haupt-Linecard (2 ) weitergeleitet wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass eine Überlastung bei einer der Linecards (
4 ;5 ;6 ) erfasst wird, ein an der überlasteten Linecard (4 ) ankommendes Datenpaket teilweise von der überlasteten Linecard (4 ) bearbeitet wird, von dieser mit zusätzlichen zur weiteren Verarbeitung des Datenpakets durch die andere Vorrichtung (5 ;7 ) Informationen versehen wird und zu der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) weitergeleitet wird, und dass das weitergeleitete Datenpaket von der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) abschließend bearbeitet und an die Haupt-Linecard (2 ) weitergeleitet wird. - Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzlichen Informationen ausreichen, so dass das weitergeleitete Datenpaket von der anderen Vorrichtung (
5 ;7 ) bearbeitet werden kann, ohne dass dazu eine weitere Information über einen Datenstrom, zu welchem das Datenpaket gehört, notwendig ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass eine Überlastung bei einer der Linecards (
4 ;5 ;6 ) erfasst wird, ein an der Haupt-Linecard (2 ) ankommendes Datenpaket, welches zu dieser überlasteten Linecard (4 ) weitergeleitet werden soll, zu der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) weitergeleitet wird, dass das weitergeleitete Datenpaket von der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) bearbeitet und an diese überlastete Linecard (4 ) weitergeleitet wird, und dass das Datenpaket ohne Verarbeitung durch diese überlastete Linecard (4 ) gesendet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über Datenströme in der anderen Vorrichtung (
5 ;7 ) gespeichert werden, wobei an die andere Vorrichtung (5 ;7 ) nur Datenpakete weitergeleitet werden, welche zu einem Datenstrom gehören, dessen Informationen in der anderen Vorrichtung (5 ;7 ) gespeichert sind. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überlastung bei einer der Linecards (
4 ;5 ;6 ) erfasst wird, wenn ein Füllstand einer Eingangswarteschlange der jeweiligen Linecard (4 ;5 ;6 ) über einem vorbestimmten Wert liegt. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kommunikationsweg zwischen einer der Linecards (
4 ;5 ;6 ) und der Haupt-Linecard (2 ) switchbasiert geschaltet wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Vorrichtung eine Linecard (
5 ) der Kommunikationseinrichtung (1 ) ist, welche nicht überlastet ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Vorrichtung eine Servicecard (
7 ) der Kommunikationseinrichtung (1 ) ist, über welche für den Fall, dass kein Überlastfall erfasst worden ist, kein Kommunikationsweg der Kommunikationsvorrichtung (1 ) verläuft. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung ein DSLAM (
1 ) ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haupt-Linecard eine Trunkcard (
2 ) ist. - Kommunikationsvorrichtung zur effizienten Lastverteilung für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz, welche mehrere Linecards (
4 ;5 ;6 ), eine Verbindungsvorrichtung (3 ), Steuermittel (3 ) und eine Haupt-Linecard (2 ) umfasst und an den Linecards (4 ,5 ,6 ) anliegende Kommunikationskanäle auf einen an der Haupt-Linecard (2 ) anliegenden Kommunikationskanal aggregiert, wobei jede Linecard (4 ;5 ;6 ) und die Haupt-Linecard (2 ) über die Verbindungsvorrichtung (3 ) miteinander verbunden sind, wobei die Kommunikationsvorrichtung (1 ) derart ausgestaltet ist, dass jede Linecard (4 ;5 ;6 ) und die Haupt-Linecard (2 ) Datenpakete, welche über sie verlaufende Kommunikationswege übertragen werden, verarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (1 ) zusätzlich derart ausgestaltet ist, dass Steuermittel eine Auslastung jeder Linecard erfassen, und die Kommunikationsvorrichtung (1 ) im Fall, dass die Steuermittel eine Überlastung einer ihrer Linecards (4 ;5 ;6 ) erfassen, der überlasteten Linecard (4 ) eine andere Vorrichtung (5 ;7 ) zur Bearbeitung der durch die überlastete Linecard (4 ) fließenden Datenpakete zuordnet. - Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Vorrichtung eine Linecard (
5 ) der Kommunikationseinrichtung (1 ) ist, welche nicht überlastet ist. - Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Vorrichtung eine Servicecard (
7 ) der Kommunikationseinrichtung (1 ) ist, über welche für den Fall, dass die Steuermittel keinen Überlastfall erfassen, kein Kommunikationsweg der Kommunikationsvorrichtung verläuft. - Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Servicecard eine Linecard ist, welche mit den Linecards der Kommunikationsvorrichtung baugleich ist.
- Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (
3 ) switchbasiert ausgeführt ist, so dass der Kommunikationsweg zwischen einer der Linecards und der Haupt-Linecard (2 ) switchbasiert geschaltet wird. - Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (
3 ) ein Ethernet-Switch ist. - Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung eine Netzzugangskommunikationsvorrichtung (
1 ) ist, welche derart ausgestaltet ist, dass an jeder Linecard (4 ;5 ;6 ) über jeweils einen Kommunikationskanal jeweils ein Kommunikationsnetzteilnehmer anschließbar ist, während an der Haupt-Linecard (2 ) das Kommunikationsnetz anschließbar ist. - Kommunikationsvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung ein DSLAM (
1 ) ist. - Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung eine Netzkommunikationsvorrichtung ist, welche derart ausgestaltet ist, dass an jeder Linecard entweder über jeweils einen Kommunikationskanal jeweils ein Kommunikationsnetzteilnehmer oder ein Kommunikationskanal anschließbar ist, welcher Datenpakete von mehreren Kommunikationsnetzteilnehmern enthält.
- Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-21, dadurch gekennzeichnet, dass die Haupt-Linecard eine Trunkcard (
2 ) ist. - Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung in einer Backplane (
3 ) der Kommunikationsvorrichtung (1 ) ausgeführt ist. - Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-23, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel in einer Controlplane der Kommunikationsvorrichtung (
1 ) ausgeführt sind. - Kommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 13-24, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsvorrichtung (
1 ) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-12 ausgestaltet ist.
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE102005011104A DE102005011104B3 (de) | 2005-03-10 | 2005-03-10 | Verfahren zur effizienten Lastverteilung für ein paketorientiertes Kommunikationsnetz und entsprechend ausgestaltete Kommunikationsvorrichtung |
Publications (1)
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-
2005
- 2005-03-10 DE DE102005011104A patent/DE102005011104B3/de not_active Expired - Fee Related
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