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DE102005010336B4 - Drehzahlgesteuerter Hubschrauber - Google Patents

Drehzahlgesteuerter Hubschrauber Download PDF

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DE102005010336B4
DE102005010336B4 DE102005010336A DE102005010336A DE102005010336B4 DE 102005010336 B4 DE102005010336 B4 DE 102005010336B4 DE 102005010336 A DE102005010336 A DE 102005010336A DE 102005010336 A DE102005010336 A DE 102005010336A DE 102005010336 B4 DE102005010336 B4 DE 102005010336B4
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helicopter
rotor
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DE102005010336A
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Stefan Dolch
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Dolch Stefan Dipl-Ing (fh)
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Dolch Stefan Dipl-Ing (fh)
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    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64UUNMANNED AERIAL VEHICLES [UAV]; EQUIPMENT THEREFOR
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    • B64U10/10Rotorcrafts
    • B64U10/13Flying platforms
    • B64U10/14Flying platforms with four distinct rotor axes, e.g. quadcopters
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B64UUNMANNED AERIAL VEHICLES [UAV]; EQUIPMENT THEREFOR
    • B64U30/00Means for producing lift; Empennages; Arrangements thereof
    • B64U30/20Rotors; Rotor supports
    • B64U30/29Constructional aspects of rotors or rotor supports; Arrangements thereof
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Abstract

Drehzahlgesteuerter Hubschrauber (10), der drei oder mehr Hubeinheiten (12) mit jeweils wenigstens einem Rotor (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubschrauber ferner wenigstens einen den Rotor (14) antreibenden, elektronisch kommutierten Gleichstrommotor (16) umfasst, dass für wenigstens eine der Hubeinheiten (12) wenigstens ein Sensor (22) zur Erfassung der Drehbewegung einer rotierenden Komponente (30) der Hubeinheit (12) vorgesehen ist, und dass wenigstens ein Drehzahlsteller (24) zur Ansteuerung wenigstens eines der Gleichstrommotoren (16) unter Berücksichtigung des Sensorsignals vorgesehen ist, wobei der Drehzahlsteller (24) eine Ansteuerfrequenz von mehr als 50 Hz verwirklicht.

Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • Hubschrauber sind Drehflügler-Fluggeräte, mit wenigstens einem motorisch angetriebenen Rotor. Hubschrauber gibt es in zahlreichen Ausführungsformen.
  • Am meisten verbreitet sind solche mit einem Hauptrotor vornehmlich zur Auftriebserzeugung (Hubrotor) und einem Heckrotor zum Drehmomentausgleich des Hauptrotors. Anstelle des Heckrotors findet man auch steuerbare Düsen, bei denen die Rückstoßkraft eines Gasstrahls für den Ausgleich des Drehmoments genutzt wird. Beide Lösungen, das Drehmoment des Hauptrotors zu kompensieren, haben einen Nachteil: Der Drehmomentausgleich kostet Energie, die nicht für die Auftriebserzeugung genutzt wird. Je nach Auslegung müssen hierfür ungefähr 20 % der gesamte Antriebsleistung aufgewendet werden.
  • Daneben findet man Hubschraubertypen mit mehreren Rotoren zur Auftriebserzeugung. Von denen haben vor allem Hubschrauber mit zwei gegenläufigen Rotoren Bedeutung erlangt. Diese sind dann entweder nebeneinander (kämmend oder weiter auseinander), koaxial übereinander oder hintereinander (Tandemhubschrauber) angeordnet.
  • Seltener sind Hubschrauber mit drei und mehr Hubrotoren. Besondere Beachtung verdient hier der 4-rotorige Hubschrauber, weil er systembedingte Vorteile hat. Der 4-rotorige Hubschrauber ist vor allem mit Elektroantrieb wirtschaftlich interessant. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die vier Hubrotoren in der Draufsicht an den Ecken eines Vierecks angeordnet, oft sogar an den Ecken eines Quadrats. Die Achsabstände der Rotoren sind typischerweise so groß, dass sich die von den Rotoren definierten Kreisflächen in der Draufsicht nicht überschneiden. Eine Ausnahme wird im deutschen Gebrauchsmuster Nr. 20 2004 016 509.0 beschrieben. Der Drehmomentausgleich wird meist dadurch erreicht, dass ein diagonal gegenüberliegendes Rotorpaar in die eine Richtung dreht und das andere in die entgegengesetzte Richtung. Davon abweichend wurde im deutschen Gebrauchsmuster Nr. 20 2004 010 057.6 der Drehmomentausgleich durch schräggestellte Rotorachsen vorgeschlagen, bei voller Steuerbarkeit um alle Achsen.
  • Typischerweise ist jeder Rotor mit einem eigenen Antrieb ausgerüstet. Die Steuerung des Fluggeräts um alle Achsen (Hoch-, Längs- und Querachse) ist dann allein durch Drehzahländerungen der Antriebe möglich. Voraussetzung für dieses Steuerprinzip ist, dass jeder Motor einzeln angesteuert wird. Mit der Drehzahl ändern sich Rotorschub und -drehmoment. Diese Kräfte und Momente wirken auf das Fluggerät ein und verändern dessen Lage im Raum. Bei Bewegungen um die Längs- und Querachse ändert sich die Richtung der resultierenden Auftriebskraft. Damit wiederum wird das Gerät in eine Raumrichtung beschleunigt oder verzögert. Drehungen um die Hochachse werden durch unausgeglichene Drehmomente um die Hochachse erzeugt.
  • Die folgende Tabelle zeigt das Funktionsprinzip eines 4-rotorigen Hubschraubers im Detail:
    Figure 00020001
  • Die Steuerung von Mehrrotorenhubschraubern – der Begriff wird hier verwendet für Hubschrauber mit drei und mehr Rotoren – allein über die Drehzahl der Rotoren bedarf nicht zwangsläufig genau vier Rotoren. Damit die Steuerfunktionen Nicken, Rollen und Gieren getrennt voneinander gesteuert werden können, sind mindestens vier Rotoren erforderlich. Wenn man jedoch darauf verzichtet Rollen und Gieren getrennt zu steuern, reichen drei Rotoren.
  • Das Steuerprinzip eines 3-rotorigen Hubschraubers (mit Windfahne am Heck) ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
    Figure 00030001
  • Bei Mehrrotorenhubschraubern, deren Rotoren von getrennten Motoren mit Drehzahlsteuerung angetrieben werden, kann auf die sonst übliche Steuerungsmechanik (kollektive und zyklische Rotorblattverstellung, Klappen im Rotorstrahl, etc.) verzichtet werden. Mechanisch bewegte Teile sind auf drehende Antriebe beschränkt. Das Fluggerät wird dadurch einfach und robust im Aufbau. Die Nachteile der sonst üblichen Mechanik (viele Teile, Verschleiß, aufwändige Einstellarbeiten, etc.) entfallen.
  • Wegen der im Vergleich zu fossilen Brennstoffen niedrigeren Energiedichte elektrischer Energiespeicher, z. T. auch wegen der Kosten, sind elektrisch angetriebene Hubschrauber derzeit hauptsächlich für kleine Baugrößen (Flugmodelle, Mikrodrohnen, fliegende Kameraträger, etc.) interessant. Beim elektrisch angetriebenen Hubschrauber kommt es daher auch auf Energieeffizienz an, um eine ausreichend lange Flugzeit und hinreichend hohe Nutzlast bei nicht zu großem Rotordurchmesser zu erzielen.
  • Die Drehzahlsteuerung kompakter Mehrrotorenhubschraubern ist kein triviales Problem und gewinnt mit abnehmender Baugröße an Bedeutung. Ohne zusätzliche Stabilisierungstechnik ist in der Regel kein kontrollierter Flug möglich. Hintergrund ist die fast immer fehlende Flugstabilität, oft gepaart mit zu geringer Massenträgheit. Anhand von Modellhubschraubern mit drei und vier Rotoren wurde gezeigt, dass die menschliche Reaktion ohne Stabilisierungsmaßnahmen nicht ausreicht, das Fluggerät manuell gesteuert sicher zu beherrschen, nicht einmal für Sekun den. Das Gerät kippt so schnell ab, dass der Pilot nicht mehr rechtzeitig eingreifen kann.
  • Abhilfe schaffen gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Fluglage. Bewährt haben sich spezielle Sensoren, die die Drehbewegung des Fluggeräts erfassen, sogenannte Kreisel- oder Gyros-Sensoren. Deren Signale werden in einer Elektronik erfasst, weiterverarbeitet und Drehzahlstellern der entsprechenden Motoren zugeführt. Das alles geschieht in Bruchteilen einer Sekunde.
  • Um eine noch bessere Stabilisierung der Fluglage von Mehrrotorenhubschraubern zu gewährleisten, gibt es Ansätze, neben der rotatorischen auch die translatorische Bewegung in allen drei Raumrichtungen zu erfassen und signaltechnisch zu verarbeiten. Hierzu wird eine Sensorik zur Erfassung aller sechs Freiheitsgrade im Raum verwendet.
  • Trotz erheblicher Anstrengungen auch namhafter Unternehmen ist es bisher nicht gelungen, die Fluglage insbesondere von kleinen Mehrrotorenhubschraubern so zu stabilisieren, dass das Gerät ohne Steuereingriff längere Zeit in der Luft an einer Stelle stehen bleibt. Dieser selbststabilisierte Schwebeflug ist jedoch Voraussetzung für zahlreiche Anwendungen. Außerdem ist er die Grundlage für eine automatische Flugführung (z. B. Flug nach vorgegebenen Raumkoordinaten) oder eine autonome Flugführung (z. B. Gerät sucht selbsttätig Flugbahn zwischen Hindernissen).
  • Die am besten stabilisierten Mehrrotorenhubschrauber fliegen recht passabel, erfordern jedoch immer noch besonderes fliegerisches Geschick des Piloten, was den Kreis der Anwender empfindlich einschränkt.
  • Die DE 20 2004 010 057 U1 beschreibt einen Elektrohubschrauber mit vier Hubrotoren, die in einer Draufsicht an den Ecken eines Vierecks angeordnet sind. Die Steuerung des Elektrohubschraubers erfolgt durch Verstellen der Drehzahlen der elektrischen Antriebe.
  • Die DE 296 07 484 U1 offenbart einen bürstenlosen Gleichstrommotor zum Antreiben einer Luftschraube eines Flugmodells. Die Ansteuerung des Gleichstrommotors erfolgt unter Berücksichtigung von Schaltsignalen, die von Hallsensoren erzeugt werden. Die Hallsensoren sind an einer Sensorplatine angebracht und tasten eine Drehstellung von Magneten eines Außenläufers des Gleichstrommotors ab.
  • Die DE 195 43 284 A1 betrifft eine Antriebseinheit für ein Modellflugzeug, die einen bürstenlosen Gleichstrommotor zum Antreiben eines Rotors umfasst. Die Stellung des Rotors wird mit Hilfe von Hallsensoren erfasst.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrisch angetriebene Mehrrotorenhubschrauber zu schaffen, dessen Fluglage besser stabilisiert und dessen Dynamik verbessert ist. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Ansteuerungsverfahren für Antriebe von Mehrrotorenhubschraubern anzugeben.
  • Kurzer Abriss der Erfindung
  • Erfindungsgemäß wird ein drehzahlgesteuerter Hubschrauber zur Verfügung gestellt, der die im Patentanspruch 1 genannten Merkmale aufweist. Der erfindungsgemäße Hubschrauber mit drei oder mehr Hubeinheiten mit jeweils wenigstens einem Rotor und wenigstens einem, den Rotor antreibenden elektrisch kommutierten Gleichstrommotor umfasst für wenigstens eine Hubeinheit oder alle Hubeinheiten jeweils wenigstens einen Sensor zur Erfassung der Drehbewegung einer rotierenden Komponente der Hubeinheit.
  • Zusätzlich ist ein Drehzahlsteller zur Ansteuerung wenigstens eines der Gleichstrommotoren unter Berücksichtung der Sensorsignale vorgesehen. Die Ansteuerfrequenz des Drehzahlstellers beträgt mehr als 50 Hz und kann mehr als 100 Hz oder auch mehr als 200 Hz betragen.
  • Die Sensoren zur Erfassung der Drehbewegung können nach einem magnetischen Prinzip arbeiten. Beispielhaft genannt seien Hall-Sensoren. Es können auch optische Sensoren oder Sensoren verwendet werden, die auf anderen physikalischen Prinzipien beruhen. Die Sensorik kann auf inkrementellen Messverfahren beruhen, mit unterschiedlich feiner Stufung. Es kann zum Beispiel eine gezahnte Scheibe verwendet werden. Strichmarken sind ebenso möglich.
  • Bei einer ersten Variante genügt ein Sensor je Motor. Es können jedoch auch mehrere Sensoren pro Motor verwendet werden, vorzugsweise drei (z. B. für jede Motorphase einer). Die Sensorsignale können auch für andere Zwecke verwendet werden.
  • So können Signale z. B. in die zentrale Steuereinheit eingespeist und/oder in die Logik der Fluglagestabilisierung eingebunden werden.
  • Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung sind die Sensoren außen an den Gleichstrommotoren angebracht. Dieser Ansatz ermöglicht das Nachrüsten herkömmlicher Antriebe. Gemäß einer zweiten Ausführungsform sind die Sensoren in die Gleichstrommotoren integriert. Bei einer weiteren Ausführungsform sind die Sensoren im Rotorbereich angeordnet, insbesondere im Bereich der jeweiligen Rotorwelle.
  • Die Gleichstrommotoren können Außenläufer oder Innenläufer sein. Bevorzugt sind Außenläufer, die auf dem LRK-Prinzip (Lucas, Retzbach, Kühfuss) basieren. Gemäß dem LRK-Prinzip wird der Stator nach einem speziellen Wickelschema bewickelt, z. B. nur jeder zweite Zahn. Die Maßnahme wirkt drehmomentsteigernd.
  • Die einzelnen Hubeinheiten sind zweckmäßigerweise getriebelos ausgebildet. Beispielsweise lässt sich eine getriebelose Ausbildung dadurch erzielen, dass der Gleichstrommotor einer Hubeinheit eine Motorwelle aufweist, die gleichzeitig die Rotorwelle der Hubeinheit darstellt. Die Motorwellen sind vorzugsweise wenigstens zweifach wälzgelagert. Als Wälzlager können Rillenkugellager zum Einsatz gelangen.
  • Die Gleichstrommotoren können jeweils ein gewichtsbezogenes spezifisches Drehmoment von wenigstens 1 Nmm/g aufweisen. Auch Gleichstrommotoren mit einem Drehmoment von mehr als ungefähr 3 Nmm/g können Verwendung finden. Die entsprechenden Werte können durch die Kombination verschiedener konstruktiver Merkmale und Parameter erzielt werden, insbesondere durch Außenläufer mit größerer Polzahl.
  • Je nach Leistungsfähigkeit der Hubeinheiten (und vor allen der Motoren) kann der Hubschrauber eine höhere oder niedrigere Abflugmasse besitzen. So kann die Abflugmasse weniger als ungefähr 10 kg betragen. Bevorzugt ist eine Abflugmasse von weniger als ungefähr 5,0 kg und insbesondere von weniger als ungefähr 0,75 kg.
  • Der Hubschrauber kann drei, vier oder mehr Hubeinheiten aufweisen. Sind vier Hubeinheiten vorhanden, können diese in einer Draufsicht an den Ecken eines Vierecks, insbesondere eines Quadrats angeordnet sein.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Hubschrauber mit drei oder mehr, insbesondere mit vier getriebelos ausgebildeten Hubeinheiten mit jeweils ei nem Rotor und einem den Rotor antreibenden, elektronisch kommutierten Gleichstrommotor geschaffen, wobei der Gleichstrommotor jeweils als Außenläufer ausgebildet ist.
  • Schließlich stellt die Erfindung auch noch ein Verfahren zur verbesserten Antriebssteuerung von Mehrrotorenhubschraubern, mit wenigstens drei Rotoren, angetrieben von elektronisch kommutierten Gleichstrommotoren bereit. Das Verfahren enthält die Schritte des (vorzugsweise kontinuierlichen) Erfassens der Drehbewegung einer rotierenden Komponente einer Hubeinheit (beispielsweise einer Rotorposition, insbesondere der Position einer Rotorwelle, oder einer Drehzahl einer Komponente des Gleichstrommotors) mittels eines Sensors sowie des Ansteuerns eines den Rotor antreibenden, elektronisch kommutierten Gleichsstrommotors mittels eines Drehzahlstellers unter Berücksichtigung des Sensorsignals mit einer Ansteuerfrequenz von mehr als 50 Hz.
  • Die Erfassung der Drehbewegung kann inkrementell erfolgen. Das jeweilige Inkrement kann konstant oder veränderlich sein. Als zweckmäßig hat sich ein Inkrement- von weniger als ungefähr 5° oder weniger als ungefähr 2°, vorzugsweise von kleiner als ungefähr 0,5°, erwiesen.
  • Ferner hat sich herausgestellt, dass die Sensorsignale auch für andere Zwecke als für die Motorsteuerung Verwendung finden können. Diesbezügliche Beispiele werden weiter unten näher erläutert.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Aspekte und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, die unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren erläutert werden:
  • 1 zeigt eine Draufsicht auf einen 4-rotorigen Hubschrauber gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des Hubschraubers gemäß 1;
  • 3 zeigt eine Querschnittsansicht einer Hubeinheit gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung; und
  • 4 zeigt eine Querschnittsansicht einer Hubeinheit gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; und
  • 5 zeigt eine schematische Darstellung der Verarbeitung eines Sensorsignals bei einer Hubeinheit gemäß 3 oder 4.
  • Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
  • Grundlage für eine verbesserte Fluglagestabilisierung ist eine hinreichende Dynamik der Rotorantriebe. Die Drehzahl der Motoren sollte sich sehr schnell ändern können. Hierzu wird in den Ausführungsbeispielen jeweils ein Sensor zur Erfassung der Drehbewegung verwendet. Dessen echtzeitnahes Signal wird bei der Kommutierung des zugehörigen Motors verwendet. Mit Hilfe der Sensorsignale wird die Ansteuerung der Motoren derart verbessert, dass die Antriebe Drehzahländerungen schneller folgen können. Auch in Kombination mit anderen Maßnahmen wird damit die Flugstabilität erhöht.
  • Die 1 und 2 zeigen einen 4-rotorigen Hubschrauber 10, der als Mikrodrohne zur Luftaufklärung in urbanem Gelände geeignet ist. Der Hubschrauber 10 umfasst ins gesamt vier Hubeinheiten 12. Die Hubeinheiten 12 besitzen jeweils einen im Ausführungsbeispiel zweiblättrigen Rotor 14 sowie einen den Rotor 14 antreibenden elektronisch kommutierten (bürstenlosen) Gleichstrommotor 16. In der Draufsicht gemäß 1 ist gut zu erkennen, dass die Hubeinheiten 12 und auch deren Rotoren 14 an den Ecken eines Vierecks, genauer gesagt eines Quadrats, angeordnet sind. Die Hubeinheiten 12 sind an einem Traggerüst 18 befestigt und durch dieses miteinander verbunden. Das Traggerüst 18 trägt ferner eine Nutzlast 20. Im Ausführungsbeispiel gemäß den 1 und 2 handelt es sich bei der Nutzlast 20 um eine Kamera. Die Kamera funkt ein Videobild echtzeitnah zum Boden. Dort wird es in einer Videobrille oder auf einem Monitor dargestellt. So kann der Hubschrauber 10 über eine "Cockpit-Sicht" gesteuert werden, auch ohne direkten Sichtkontakt vom Bediener zum Hubschrauber.
  • Die technischen Daten des Hubschraubers 10 sind wie folgt:
    Abflugmasse: 0.50 kg
    Abmessungen über alles: 0.95 m
    Rotordurchmesser: 0.38 m
    Motormasse: 4 × 0.035 kg
    Rotordrehzahl (Schwebeflug): 1,500 1/min
    Leistungsbedarf (Schwebeflug): 40 W
    Flugzeit mit einer Akkuladung: 50 min
  • In den 3 und 4 sind zwei unterschiedliche Hubeinheiten 12 für den Hubschrauber 10 gemäß den 1 und 2 im Querschnitt dargestellt. Identische oder übereinstimmende Elemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • Gemäß der in 3 dargestellten Ausführungsform der Hubeinheit 12 umfasst die Hubeinheit 12 zusätzlich zu dem Rotor 14 und dem elektronisch kommutierten Gleichstrommotor 16 einen auf dem Hall-Prinzip basierenden Sensor 22 und einen Drehzahlsteller 24. Der Sensor 22 ist über eine elektrische Zuleitung 26 mit dem Drehzahlsteller 24 und dieser wiederum über eine elektrische Zuleitung 28 mit dem Motor 16 elektrisch gekoppelt.
  • Der Motor 16 besitzt eine Motorwelle 49, die gleichzeitig als Rotorwelle 30 fungiert. Die Hubeinheit 12 kommt daher im Ausführungsbeispiel ohne Getriebe aus, ist also getriebelos. Die Motorwelle 49 ist mittels zweier als Rillenkugellager ausgebildeter Wälzlager 32, 34 drehbar in einem Lagerschild 36 gelagert. Das Lagerschild 36 wie derum ist drehfest an dem auch als Motorhalterung fungierenden Traggerüst 18 befestigt.
  • Als Stator 38 umfasst der als Außenläufer ausgestaltete Motor 16 ein Blechpaket mit Wicklungen. Der Stator 38 ist starr mit dem Lagerschild 36 verbunden. Die um den Stator 38 rotierende Komponente des Motors 16 wird von einer Motorglocke 40 gebildet. Die Motorglocke 40 umfasst Magnete 42, die an einem Rückschlussring 44 befestigt sind. Der Rückschlussring 44 wiederum ist mittels eines Motorlagerschilds 46 starr mit der Motorwelle 49 gekoppelt. Auf diese Weise überträgt sich eine Drehung der Motorglocke 40 auf die Motorwelle 49, die den Rotor 14 trägt. An der Motorglocke 40 ist außerdem eine ferromagnetische Zahnscheibe 50 angebracht, deren Zähne von dem Sensor 22 abgetastet werden und die Grundlage für das Sensor-Ausgangssignal bilden.
  • Während in der in 3 dargestellten Ausführungsform der Hubeinheit 12 der Motor 16 zwischen dem Traggerüst 18 und dem Rotor 14 angeordnet ist, ist bei der in 4 dargestellten Ausführungsform der Motor 16 unterhalb des Traggerüsts 18 befestigt. Mit anderen Worten, bei der Ausführungsform gemäß 4 ist das Traggerüst 18 zwischen dem Rotor 14 und dem Motor 16 angeordnet. Eine weitere Abweichung zwischen den Ausführungsformen von 3 und 4 besteht darin, dass sich der Sensor gemäß 3 radial zur Motorwelle 49 erstreckt, während der Sensor 22 gemäß 4 im Wesentlichen in einer zur Motorwelle 49 parallelen Ebene liegt.
  • Nachfolgend wird die Ansteuerung des Motors 16 gemeinsam für die in den 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen beschrieben.
  • Über die elektrische Zuleitung 26 wird das Ausgangssignal des Sensors 22 dem Drehzahlsteller 24 zugeführt. Zusätzlich erhält der Drehzahlsteller ein Ansteuersignal über eine weitere elektrische Zuleitung 48 von einer zentralen Steuereinheit (nicht dargestellt). Basierend auf dem Ausgangssignal des Sensors 22 und diesem Ansteuersignal ermittelt der Drehzahlsteller 24 ein Drehzahlsteuersignal, das sogenannte Kommutierungssignal, das dem Leistungsteil des Stellers zugeführt wird. Die Ausgänge des Leistungsteils führen über die elektrische Zuleitung 28 zum Motor 16.
  • Diese Funktionalität wird nachfolgend anhand von 5 näher erklärt.
  • Der obere Zeitstrahl in 5 zeigt die Zeitmarken des inkrementellen Sensorsignals bis zu einem Zeitpunkt t0. Die drei darunterliegenden Zeitstrahlen bilden die Schalt zustände der insgesamt drei Ausgänge des Drehzahlstellers 24 ab. Im unteren Teil der Figur ist die Signalverarbeitung im Drehzahlsteller 24 schematisch dargestellt. Die Schaltzustände des Drehzahlstellers 24 werden in 5 vereinfachend bei Volllast abgebildet. In Wirklichkeit arbeiten die Antriebe fortwährend in Teillast (Pulsweitenmodulation).
  • Eine Basisschaltung 51 des verwendeten Drehzahlstellers 24 ist für den Betrieb an Motoren ohne Sensoren konzipiert. Ein von der Basisschaltung 51 erzeugtes Kommutierungssignal B wird daher auf herkömmliche Weise aus dem jeweils offenen Ausgang A der Motorwicklung generiert. Hierzu wird der Nulldurchgang der magnetischen Induktionsspannung herangezogen.
  • Dieses (rohe) Kommutierungssignal B wird einer zusätzlichen, (logisch) getrennten Schaltung 52 des Drehzahlstellers 24 zugeführt, die außerdem das Sensorsignal D empfängt und aufbereitet. In der Schaltung 52 wird das Kommutierungssignal B mit dem (aufbereiteten) Sensorsignal D korrigiert. Ein korrigiertes Kommutierungssignal C wird anschließend einem Leistungsteil 53 des Drehzahlstellers 24 zugeführt, welches die Motorwicklungen bestromt. Bei der Korrektur werden auch die jeweiligen Motorströme berücksichtigt.
  • Das korrigierte Kommutierungssignal C liegt näher am jeweiligen zeitlichen Optimum. Das jeweilige Optimum ist der ideale Zeitpunkt (Timing) für die Kommutierung, bei dem der Motor sein maximales, bauartbedingtes Drehmoment entfaltet. Wenn Mehrleistung abgefordert wird, steigt das Drehmoment des Motors daher früher und steiler an, und damit auch der Auftrieb am Rotor.
  • Optional können Sicherheitsschaltungen inplementiert werden, die die Korrektur des Kommutierungssignals unterbinden, wenn unplausible Signale vorliegen (Fail-Safe-Funktion).
  • Im vorliegenden Beispiel nach 5 wird der Kommutierungszeitpunkt t1 an einem beispielhaften Ausgang 3 aus Informationen erzeugt, die bis zum Zeitpunkt t0 gesammelt wurden. Die jüngsten Informationen stammen vom Sensor (Zeitmarken unmittelbar vor t0). So werden selbst die aktuellsten Drehzahltrends noch bei der Kommutierung berücksichtigt. Veranschaulicht bedeutet dies, dass bis kurz vor der jeweiligen Kommutierung deren "geplanter" Zeitpunkt immer wieder neu berechnet wird, mit den jeweils neuesten Sensordaten und optional weiteren (anderen) Parametern. Die einzelnen vorausberechneten Kommutierungszeitpunkte können etwas vor (–) oder nach (+) t1 liegen. Der letzte Wert wird unmittelbar vor der Kommutierung "freigegeben" und definiert den tatsächlichen Zeitpunkt der Kommutierung. Letztlich werden in der vorgestellten Schaltung 52 zwei Drehzahlinformationen verarbeitet, die aus den Induktionsspannungen gewonnene zum einem und die aus dem Sensorsignal gewonnene zum anderen. Die Drehzahlinformation ist also redundant, abgesehen von Qualität und Aktualität.
  • Je niedriger die Drehzahl ist, umso schlechter ist die Drehzahlinformation aus der Induktionsspannung. Die Qualität der Drehzahlinformation aus dem Sensor ist hingegen näherungsweise unabhängig von der Drehzahl. Wegen der höheren aerodynamischen Effizienz und aus Geräuschgründen werden häufig große und langsam drehende Rotoren verwendet. Hier lohnt sich der Einsatz von Sensoren also besonders.
  • Der verwendete Motor des Ausführungsbeispiel ist in vielerlei Hinsicht auf ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen optimiert: Rund 400 mm Rotordurchmesser und 1500 1/min Drehzahl bei nur ca. 0.035 kg Motormasse. Motoren dieser Gewichtsklasse treiben herkömmlicherweise Rotoren mit ca. 250 mm Durchmesser an, bei weit höheren Drehzahlen ab ca. 4000 1/min.
  • Eine große Anzahl von Polen (über ca. 18) trägt zu dem hohen Drehmoment bei. Hohe Polzahl bedeutet aber auch, dass pro Umdrehung mehr Kommutierungen stattfinden. Damit muß auch die Kommutierung exakter zur jeweiligen Rotorstellung passen. Sonst kann es passieren, dass sich die Polschuhe des Stators die falschen Magnete als "Partner aussuchen" und der Motor mit einer anderen spezifischen Drehzahl läuft, was mit Wirkungsgradverlusten einhergeht. Die hier verwendete Sensorik mit hoher Auflösung (kleines Inkrement) beseitigt das Problem.
  • Die Komponenten des Drehzahlstellers 24 können in moderner Microcontroller-Architektur hardwaremäßig umgesetzt werden. Bei der Software kommt es in besonderer Weise auf ressourcenschonende Programmierung an, da die Prozesse extrem schnell ablaufen (müssen) und nur begrenzte Rechenleistung zur Verfügung steht.
  • In Kombination mit einer hochfrequenten Ansteuerung durch das Eingangssignal können mit der verbesserten Antriebsdynamik Störungen der Fluglage, z. B. durch Windböen, selbsttätig so schnell korrigiert werden, dass sie nach außen unsichtbar bleiben.
  • Auch beim Anlaufen des Motors aus dem Stand kann die Zusatzinformation aus dem Sensorsignal wertvolle Dienste leisten. Es können zudem größere Rotoren mit größerem Massenträgheitsmoment zuverlässig beschleunigt werden, wenn das Sensorsignal in den Anlaufalgorithmus eingebunden wird.
  • Ohne Sensor ist der Anlaufvorgang dagegen problematisch, besonders mit großen Rotoren. Mancher Antrieb bleibt ganz stehen, andere laufen mit zeitlicher Verzögerung an, z. T. ruppig und mit Geräuschentwicklung verbunden. Hintergrund ist, dass der Motor im Stillstand noch keine auslesbare Induktionsspannung zur Steuerung der Kommutierung ausgibt. Also muss der Drehzahlsteller den Motor zunächst ohne diese Information, quasi "blind", auf eine gewisse Mindestdrehzahl beschleunigen. Dazu wird im Drehzahlsteller ein Soll-Drehfeld erzeugt. Diesem kann der Motor jedoch von Fall zu Fall nicht folgen. Mit Sensor können die Startprobleme gelöst werden. Die Sensoren unterstützen den Vorgang wirkungsvoll, weil schon bei kleinen Drehwinkeln verläßliche Signale für die weitere Drehbeschleunigung anstehen (geringes Inkrement).
  • Als Option können die Signale der Sensoren auch für andere Zwecke weiterverarbeitet werden: Drehzahlüberwachung, Böenerkennung (infolge Drehzahlschwankungen), Einspeisung in eine zentrale Steuerelektronik für verschiedene Zwecke, z. B. Einbinden in die Logik der Fluglagestabilisierung.
  • In Kombination mit der eingangs genannten, hochwertigen Sensorik zur Erfassung der Fluggerätebewegung im Raum und einer schnellen Signalverarbeitung bis hin zur Ansteuerung der elektrisch kommutierten Motoren wird durch den Einsatz von Drehbewegungsgebern an den Antrieben die Flugstabilität wesentlich gesteigert. Somit werden kleinste Änderungen der Fluglage fast verzögerungsfrei erfaßt und automatisch korrigiert.
  • Die bisher gängige Mehrrotorenhubschraubertechnik mit Bürstenmotoren hat hingegen einige Nachteile, die nachfolgend kurz erläutert werden.
  • Beim Mehrrotorenhubschrauber hängt die Flugfähigkeit von jedem einzelnen Antrieb ab. Fällt einer der Antriebe aus, stürzt das Gerät ab. Die Absturzwahrscheinlichkeit infolge Antriebsausfall steigt linear mit der Anzahl der Antriebe. Jeder Mehrrotorenhubschrauber stürzt irgendwann ab, wenn die Bürsten verschlissen sind. Oft kündigt sich dieser "Worst Case" vorher nicht einmal an.
  • Dieses Problem ist auch deshalb so dramatisch, weil die Anforderungen an energetische Effizienz dazu zwingen, kleine und leichte Motoren zu verwenden und weit in Überlast zu betreiben. Unter diesen Extrembedingungen werden oft nur wenige Stunden Betriebsdauer erreicht.
  • Neben dem plötzlichen Totalversagen konnten auch zeitweise Aussetzer beobachtet werden, wenn der Kommutator schon vorgeschädigt ist. Daneben wurden schleichende Änderungen des Betriebsverhaltens beobachtet. In der Regel sind nicht alle Antriebe gleich betroffen. Das Fluggerät ist dann gleichsam vertrimmt und tendiert in eine bestimmt Flugrichtung.
  • Schließlich ist die Leistungsdichte üblicher Bürstenmotoren unbefriedigend niedrig. Die oftmals viel zu hohe spezifische Drehzahl verbietet die Verwendung langsamdrehender und daher effizienter Rotoren. Das geht zulasten von Nutzlast, Flugzeit oder beidem. Außerdem kann das Bürstenfeuer, das am Kommutator entsteht, benachbarte elektronische Schaltungen stören.
  • Alle diese Probleme werden durch das Vorsehen eines bürstenlosen, elektronisch kommutierten Motors beseitigt, und zwar in besonders effizienter Weise dann, wenn der Motor als Außenläufer ausgebildet ist.
  • Die Erfindung ermöglicht somit einen leisen, hocheffizienten, um alle Achsen steuerbaren, extrem flugstabilen, zuverlässigen, durch die Software variabel konfigurierbaren, universell einsetzbaren Hubschrauber, der außer 8 Kugellagern keine Verschleißteile aufweist.
  • Das erfindungsgemäße Fluggerät ist sehr leicht zu bedienen: Ohne (internen oder externen) Steuereingriff beispielsweise verharrt das Gerät im Schwebeflug auf der Stelle, mit nur geringen Abweichungen um eine Mittellage. Auch kleine Störungen, wie Wind, führen in nur geringem Umfang zum Wegdriften. Mit Steuereingriffen kann das Gerät an einen anderen Ort "verfahren" werden. Dazu ist kein fliegerisches Geschick erforderlich. Wird beispielsweise der Steuerknüppel einer Fernbedienung (Kabel oder Funk) losgelassen, bleibt der Hubschrauber wieder in der Luft stehen. Weil die Technik ohne GPS auskommt, kann das Fluggerät auch im Innern von Gebäuden eingesetzt werden, wo keine GPS-Signale empfangen werden können.

Claims (26)

  1. Drehzahlgesteuerter Hubschrauber (10), der drei oder mehr Hubeinheiten (12) mit jeweils wenigstens einem Rotor (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubschrauber ferner wenigstens einen den Rotor (14) antreibenden, elektronisch kommutierten Gleichstrommotor (16) umfasst, dass für wenigstens eine der Hubeinheiten (12) wenigstens ein Sensor (22) zur Erfassung der Drehbewegung einer rotierenden Komponente (30) der Hubeinheit (12) vorgesehen ist, und dass wenigstens ein Drehzahlsteller (24) zur Ansteuerung wenigstens eines der Gleichstrommotoren (16) unter Berücksichtigung des Sensorsignals vorgesehen ist, wobei der Drehzahlsteller (24) eine Ansteuerfrequenz von mehr als 50 Hz verwirklicht.
  2. Hubschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (22) ein magnetischer Sensor ist.
  3. Hubschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (22) ein optischer Sensor ist.
  4. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Gleichstrommotor (16) jeweils ein einziger Sensor vorgesehen ist.
  5. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Gleichstrommotor (16) jeweils drei Sensoren vorgesehen sind.
  6. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (22) außen an den Gleichstrommotoren (16) angebracht sind.
  7. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der Drehbewegung der rotierenden Komponente (30) je Hubeinheit (12) wenigstens ein gezahntes Bauteil (50) vorgesehen ist.
  8. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstrommotoren (16) als Außenläufer ausgebildet sind.
  9. Hubschrauber nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenläufer nach dem LRK-Prinzip funktionieren.
  10. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinheiten (12) getriebelos ausgebildet sind.
  11. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstrommotoren (16) jeder Hubeinheit (12) jeweils eine Motorwelle (30) aufweisen, die gleichzeitig die Rotorwelle der jeweiligen Hubeinheit (12) darstellt.
  12. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstrommotoren (16) jeweils eine Motorwelle (30) aufweisen, die wenigstens zweifach wälzgelagert (32, 36) ist.
  13. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstrommotoren (16) jeweils ein gewichtsbezogenes spezifisches Drehmoment von wenigstens 1 Nmm/g aufweisen.
  14. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubschrauber eine Abflugmasse von weniger als ungefähr 10 kg besitzt.
  15. Hubschrauber nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubschrauber eine Abflugmasse von weniger als ungefähr 5,0 kg und insbesondere von weniger als ungefähr 0,75 kg aufweist.
  16. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale von wenigstens einem Sensor (22) außerhalb einer Hubeinheit (12) verwendet werden.
  17. Hubschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass vier Hubeinheiten (12) vorhanden sind, die in einer Draufsicht an den Ecken eines Vierecks, insbesondere eines Quadrats angeordnet sind.
  18. Hubschrauber (10), der drei oder mehr, insbesondere mit vier Hubeinheiten (12) mit jeweils wenigstens einem Rotor (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubschrauber ferner wenigstens einen den Rotor (14) antreibenden, elektronisch kommutierten Gleichstrommotor (16) umfasst, der als Außenläufer ausgebildet ist, wobei die Hubeinheiten (12) getriebelos ausgebildet sind.
  19. Hubschrauber nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleichstrommotor (16) jeder Hubeinheit (12) eine Motorwelle (30) aufweist, die gleichzeitig die Rotorwelle der Hubeinheit (12) darstellt.
  20. Hubschrauber nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass vier Hubeinheiten (12) vorhanden sind, die in einer Draufsicht an den Ecken eines Vierecks, insbesondere eines Quadrats angeordnet sind.
  21. Verfahren zur Fluglagestabilisierung eines Hubschraubers (10), der wenigstens drei Hubeinheiten (12) mit jeweils wenigstens einem Rotor (14) umfasst, gekennzeichnet durch die Schritte: – Erfassen der Drehbewegung einer rotierenden Komponente (30) wenigstens einer Hubeinheit (12) mittels eines Sensors (22); – Ansteuern eines den Rotor (14) antreibenden, elektronisch kommutierten Gleichstrommotors (16) mittels eines Drehzahlstellers (24) unter Berücksichtigung des Sensorsignals mit einer Ansteuerfrequenz von mehr als 50 Hz.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehbewegung einer Rotorwelle (30) erfasst wird.
  23. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehbewegung einer Komponente (49) des Gleichstrommotors (16) erfasst wird.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung der rotierenden Komponente (30) inkrementell erfasst wird.
  25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Inkrement kleiner als ungefähr 5 Grad ist.
  26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Inkrement kleiner als ungefähr 2 Grad ist, vorzugsweise kleiner als ungefähr 0,5 Grad.
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