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DE102005018397B4 - Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung einer Prozessgröße - Google Patents

Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung einer Prozessgröße Download PDF

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DE102005018397B4
DE102005018397B4 DE200510018397 DE102005018397A DE102005018397B4 DE 102005018397 B4 DE102005018397 B4 DE 102005018397B4 DE 200510018397 DE200510018397 DE 200510018397 DE 102005018397 A DE102005018397 A DE 102005018397A DE 102005018397 B4 DE102005018397 B4 DE 102005018397B4
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Abstract

Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens einer Prozessgröße eines Mediums (14) in einem Behälter (13),
mit mindestens einer mechanisch schwingfähigen Einheit (1),
und
mit mindestens einer Antriebs-/Empfangseinheit (5), welche die mechanisch schwingfähige Einheit (1) zu mechanischen Schwingungen anregt und welche die mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit (1) detektiert,
wobei die mechanisch schwingfähige Einheit (1) aus mindestens einem Langstab (2) und zwei Kurzstäben (3, 4) besteht,
wobei die beiden Kurzstäbe (3, 4) mit dem Langstab (2) an jeweils zumindest einem Verbindungsbereich des Langstabs (2) mechanisch gekoppelt sind, wobei mindestens der Langstab (2) an einem Einspannbereich (6) über einen Prozessanschluss (7) mit dem Behälter (13) verbunden ist,
wobei mindestens der Langstab (2) an mindestens einem Abschnitt eine Krümmung mit einem Krümmungswinkel aufweist, so dass die beiden Kurzstäbe (3, 4) zumindest in ihrer Ruhelage einen von 0° abweichenden Winkel miteinander bilden,
wobei zumindest die beiden...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens einer Prozessgröße eines Mediums in einem Behälter, mit mindestens einer mechanisch schwingfähigen Einheit, und mit mindestens einer Antriebs-/Empfangseinheit, welche die mechanisch schwingfähige Einheit zu Schwingungen anregt und welche die Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit detektiert, wobei die mechanisch schwingfähige Einheit aus mindestens einem Langstab und zwei Kurzstäben besteht. Bei der Prozessgröße handelt es sich beispielsweise um den Füllstand, die Dichte oder die Viskosität eines Mediums – beispielsweise eines Schüttguts oder einer Flüssigkeit – in einem entsprechenden Behälter.
  • Im Stand der Technik sind Messgeräte beispielsweise für die Messung des Füllstands bekannt, bei welchen eine mechanisch schwingfähige Einheit zu mechanischen Schwingungen angeregt wird. Die Kenngrößen der Schwingungen – Amplitude, Frequenz und Phase – hängen dabei davon ab, ob die schwingfähige Einheit frei schwingt oder ob sie in Kontakt mit dem Medium steht. Weiterhin sind die Kenngrößen der Schwingungen auch von solchen Eigenschaften des Mediums wie Viskosität oder Dichte abhängig. Dabei ist bei der Messung oder Überwachung von Dichte und Viskosität vorauszusetzen, dass die mechanisch schwingfähige Einheit vom Medium bedeckt ist.
  • Als mechanisch schwingfähige Einheit sind beispielsweise sog. Schwinggabeln oder Einstäbe bekannt. Der Unterschied besteht in der Anzahl der mit dem Medium in Kontakt kommenden Schwingeinheiten: Bei der Schwinggabel handelt es sich um zwei Gabelzinken, die in den meisten Fällen über eine Membran miteinander gekoppelt sind. Beim Einstab handelt es sich üblicherweise um einen einzelnen Stab oder eine einzelne Röhre, in welcher sich zumindest ein innerer Schwinger befindet. Es besteht auch die Möglichkeit, dass mit dem Stab zwei Schwinger verbunden sind.
  • Eine besondere Ausgestaltung eines Schwingstabs ist in der Patentanmeldung WO 2005 008190 A1 beschrieben. Dort handelt es sich um einen Langstab, an welchem zwei Kurzstäbe angebracht sind. In einem Kurzstab ist die Antriebs-/Empfangseinheit integriert. Dieser Kurzstab dient somit als Schwingungsantrieb für den gesamten Einstab. Der zweite Kurzstab schwingt gegenphasig zum ersten Kurzstab und kompensiert somit dessen Bewegungen und Kräfte. Beide Kurzstäbe befinden sich dabei in Ruhelage auf der gleichen Achse.
  • Der Patentschrift DE 37 34 077 C2 lässt sich ein Einstab mit einem einzigen Kurzstab entnehmen.
  • Der Einstab für Feststoffe bietet gegenüber herkömmlichen Zweistäben oder Schwingstäben den Vorteil, dass es nicht zu einem Einklemmen eines grobkörniger Feststoff zwischen den beiden Gabelzinken und einer damit einhergehenden Funktionsbeeinträchtigung des Messgerätes kommen kann. Dagegen ist beim Einstab aus energetischen Gründen die Funktionsfähigkeit beeinträchtigt, wenn sich am dem Prozess bzw. dem Medium zugewandten Stabende des schwingenden Rohrs Ansatz bildet. Bei Ansatz handelt es sich um Medium oder aus dem Medium oder dem Prozess entstehenden Staub, der sich an der im Behälter befindlichen mechanisch schwingfähigen Einheit absetzt. In der Praxis ist häufig zu beobachten, dass bei horizontalem Einbau des Sensors, d.h. bei einem im Wesentlichen parallel zum Behälterboden eingebauten Einstab der Feststoff lose auf dem Sensorrohr liegen bleibt. Solange der Stab noch schwingt und eine gewisse Schwingungsamplitude oberhalb einer vorgegebenen Schaltschwelle aufweist, bleibt das System in Funktion. Häufig gibt es aber die Situation, dass die Schwingungsamplitude unterhalb der Schaltschwelle liegt und somit das Gerät für messtechnische Zwecke nicht mehr verwendbar ist. Der Grund ist darin zu sehen, dass die sich vorwiegend auf dem Rohrende befindliche Ansatzmenge während des Betriebs nicht oder nur teilweise ablöst und somit der Einstab verstimmt wird. Wenn es die Anlagensituation zulässt, werden in der Praxis Ansatzprobleme dieser Art in der Weise umgangen, dass man den Einstab senkrecht, d.h. im Behälterboden oder in der Decke des Behälters einbaut. Ein solcher Einbau ist jedoch nicht immer möglich und in den meisten Fällen aufwendiger zu realisieren als beispielsweise ein seitlicher Einbau in den Behälter.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, einen Einstab vorzuschlagen, der weitestgehend frei von einer Funktionsbeeinträchtigung durch Ansatz ist.
  • Die Aufgabe löst die Erfindung durch eine Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens einer Prozessgröße eines Mediums in einem Behälter mit den Merkmalen des ersten Anspruchs. Die Erfindung besteht somit in der besonderen Formgebung des Einstabs. Die Ausgestaltung des Einspannbereichs bezieht sich insbesondere auf dessen Position am oder im Langstab. Die Krümmung des Langstabs mit einem Krümmungswinkel führt dazu, dass die beiden Kurzstäbe zumindest in ihrer Ruhelage einen von 0° abweichenden Winkel miteinander bilden. Der Langstab besteht somit quasi aus zwei Abschnitten, die gemeinsam die Krümmung mit einem Krümmungswinkel bilden. Die „Ecke" der Krümmung ist vorzugsweise glatt und ein gleichmäßiger Übergang, so dass keine Belastungen, innere Spannungen oder sonstigen Materialbeeinträchtigungen in diesem Bereich auftreten. Die Kompensationsmasse führt in einer Ausgestaltung vorzugsweise mechanische Schwingungen im Wesentlichen in axialer Richtung aus. Durch die Kompensationsmasse werden somit axiale Kräfte und Momente derartig kompensiert oder vermindert, dass im Wesentlichen keine axialen Kräfte auf den Prozessanschluss wirken. Die Bewegungsrichtung der Schwingungen der Kompensationsmasse bezieht sich dabei auf die Achse, die der äußere Langstab bzw. der Einstab ohne Krümmung bildet, also im Wesentlichen die Normale auf die Prozessanschlussebene.
  • Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Krümmung des Langstabs in Abhängigkeit von der Position des Prozessanschlusses innerhalb des Behälters derartig ausgestaltet ist, dass die Fläche des Langstabs, auf welchem Medium als Ansatz anhaftet, möglichst minimal ist. Je nach der Position des Einstabs im Behälter kann ein unterschiedlicher Krümmungswinkel vorteilhaft sein. Handelt es sich um einen horizontalen, also seitlich an der Behälterwandung angebrachten Sensor, so ist eine Krümmung bzw. ein Krümmungswinkel von 90° gegenüber der Längsachse des geraden Langstabs vorteilhaft. Die in Bezug auf die Anhäufung von Ansatz wirksame Fläche sollte also möglichst klein sein. Ziel der Wahl des Krümmungswinkels ist jedoch in Verbindung mit der Einbauposition stets, dass die Fläche, an der sich Ansatz bilden kann, minimal ist. Optimal ist also ein Abgleich von Einbaulage und Krümmungswinkel derartig aufeinander, dass sich quasi die gleiche Position des ersten bzw. dem Medium zugewandten Kurzstab wie bei einem senkrechten Einbau ergibt, d.h. vorzugsweise ergeben die Einbauwinkel und der Krümmungswinkel 90° zusammen.
  • Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Krümmung des Langstabs im Wesentlichen zwischen 45° und 90° liegt. Die Krümmung ist in einer Ausgestaltung im Wesentlichen größer als 45°. Jede Abweichung vom „geraden" Einstab verringert den Bereich, an welchem sich Ansatz bilden kann. Bei horizontalem Einbau ist ein Winkel von ca. 90° vorteilhaft. Es gibt auch Einbausituationen, bei denen der Sensor bereits um 45° gegenüber der horizontalen eingebaut ist. In diesem Fall würde eine 45°-Biegung des Einstabs ausreichen, um einen senkrechten Einbau des zweiten Langstabs zu erreichen. Somit ist also allgemein eine Krümmung vorteilhaft, welche zusammen mit der Einbauposition zu einer senkrechten Position des ersten, also dem Prozess bzw. dem Medium zugewandten Kurzstabs führt. Für jeden Krümmungswinkel ist die Kompensationsmasse entsprechend zu bestimmen. Die Angabe des Krümmungswinkels bezieht sich dabei auf die Achse, längs welcher die axialen Schwingungen liegen.
  • Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Krümmung des Langstabs im Wesentlichen 90° beträgt. Eine solche 90°– Krümmung führt dazu, dass der Stab quasi aus einem – bezogen auf das System des Behälters – horizontalen und einem senkrechten Abschnitt besteht, wobei sich in jedem der Abschnitte ein Kurzstab befindet. Ein Kurzstab dient zur Schwingungsanregung und der andere kompensiert die Bewegungen. Der 90°-Winkel erlaubt es somit, den Einstab seitlich in den Behälter einzubauen und gleichzeitig eine verminderte Ansatzfläche zu schaffen, wie sie sich bei einem senkrechten Einbau einstellen würde. Durch die Krümmung wird also aus einem seitlichen Einbau der Effekt eines senkrechten Einbaus erzielt. Bei horizontaler Einbaulage ist die ansatzempfindliche Stelle des Stabendes quasi senkrecht orientiert, so dass sich weniger Ansatz auf dem Stabende festsetzen kann. Die Krümmung des Einstabs macht es jedoch erforderlich, dass am Prozessanschluss auftretenden Kräfte und Momente optimal kompensiert werden, so dass keine Schwingungsenergie verloren geht und so dass auch der Prozess an sich nicht durch die Messungen gestört wird. Die Vermeidung des Verlust von Schwingungsenergie erhöht die Messgenauigkeit und reduziert gleichzeitig den Energiebedarf für die Aufrechterhaltung der Schwingungen. Insbesondere müssen die axialen und radialen Kräfte ausgeglichen werden. Bei den radialen Kräften handelt es sich um Kräfte, die in der Ebene des Prozessanschlusses wirken. Da der Einstab üblicherweise zu transversalen oder Biegeschwingungen angeregt wird, handelt es sich bei den radialen Kräften somit auch um Kräfte in der Schwingungsrichtung des Einstabs. Die axialen Kräfte stehen senkrecht darauf und wirken somit in Richtung der Längsachse des „geraden" Einstabs. Für eine optimale Kompensation dieser Kräfte, d.h. für einen kräftefreien Prozessanschluss ist eine optimale Abstimmung des Einstabs erforderlich. Für die axialen Kräfte ist daher eine Kompensationsmasse vorgesehen, welche die Kräfte kompensiert, die sich aus dem Winkel zwischen den Bewegungsrichtungen der beiden Kurzstäbe ergeben.
  • Eine Ausgestaltung beinhaltet, dass mindestens eine Zusatzmasse vorgesehen ist, welche im Verbindungsbereich zwischen einem Kurzstab und dem Langstab befindlich ist, und dass zumindest die Zusatzmasse und/oder die beiden Kurzstäbe und/oder der Langstab und/oder der Einspannbereich derartig ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass der Prozessanschluss im Wesentlichen frei von aufgrund der mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit auftretenden radialen Kräften ist.
  • Eine damit verbundene Ausgestaltung beinhaltet, dass mindestens zwei Zusatzmassen vorgesehen sind, welche jeweils im Verbindungsbereich zwischen den Kurzstäben und dem Langstab befindlich sind, und dass zumindest die beiden Zusatzmassen und/oder die beiden Kurzstäbe und/oder der Langstab und/oder der Einspannbereich derartig ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass der Prozessanschluss im Wesentlichen frei von aufgrund der mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit auftretenden radialen Kräften ist.
  • Bei den beiden vorhergehenden Ausgestaltungen werden somit Zusatzmassen dazu benutzt, dass die radialen Kräfte, welche vom Einstab über den Einspannbereich auf den Prozessanschluss übertragen werden, möglichst Null sind. Die beiden Zusatzmassen lassen sich beispielsweise über entsprechende Simulationen mit der Finiten Elemente Methode (FEM) anpassen.
  • Die Erfindung schafft somit eine Ansatzverträglichkeit, indem der Einstab derartig geformt ist, dass möglichst wenig Ansatz anhaften kann, wobei gleichzeitig auf einen möglichst einfachen Einbau, vorzugsweise seitlich am Behälter geachtet wird. Damit keine Kräfte auf den Prozessanschluss wirken und somit keine Schwingungsenergie verloren geht, ist der Einstab mit einer Kompensationsmasse und Zusatzmassen ausgestattet, die eine Einstellung eines mechanischen Gleichgewichts erlauben.
  • Eine Ausgestaltung sieht vor, dass der Langstab im Wesentlichen rohrförmig ausgestaltet ist. Durch die rohrförmige Ausgestaltung werden insbesondere die durch ein Auftreffen von Schüttgut wirkenden Kräfte vermindert und auch der Bereich, auf dem sich Ansatz niederlassen kann, wird reduziert. Weiterhin erlaubt es eine Röhre, zumindest den Kurzstab in sich aufzunehmen, welcher mit dem dem Medium zugewandten Ende des Langstabs verbunden ist. Dies hat den Vorteil, dass nur der Langstab in Kontakt mit dem Medium kommt und dass auch alle anderen Teile des Messgerätes dadurch gegenüber dem Medium geschützt sind.
  • Eine Ausgestaltung beinhaltet, dass der Langstab mindestens einen Kurzstab umgibt. Dabei handelt es sich vorzugsweise – wie oben angemerkt – um den Kurzstab, der sich mit dem Einstab im Behälter befindet. Der Langstab kann auch den zweiten Kurzstab beinhalten, so dass er beispielsweise beide Kurzstäbe koaxial umgibt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass der zweite Kurzstab den Langstab selbst becherförmig umgibt.
  • Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Antriebs-/Empfangseinheit ein piezoelektrisches Element ist, welches zumindest zwei Segmente mit im Wesentlichen entgegengesetzter Polarisation aufweist. Ein solcher Piezowandler ist in der Anmeldung WO 2004 057283 A1 beschrieben. Der Vorteil liegt darin, dass so sehr einfach direkte Kippbewegungen erzeugt werden können.
  • Eine Ausgestaltung beinhaltet, dass es sich bei den mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit im Wesentlichen um Resonanzschwingungen handelt. Vorzugsweise wird die Grundwelle angeregt. Bei den Schwingungen handelt es sich weiterhin vorzugsweise um transversale bzw. um Biegeschwingungen.
  • Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1: einen Schnitt durch ein Messgerät mit einem Einstab als mechanisch schwingfähiger Einheit gemäß dem Stand der Technik,
  • 2: eine schematische Darstellung der bei Schwingungen eines Einstabs wirkenden Kräfte und Momente bei einem Messgerät gemäß 1,
  • 3: eine Darstellung der wirkenden Kräfte bei einem erfindungsgemäßen Messgerät mit einem gebogenen Langstab,
  • 4: eine Darstellung der Kräfte und Momente eines Langstabs gemäß 3, die sich in Verbindung mit einer Kompensationsmasse ergeben, und
  • 5: ein Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
  • 1 zeigt den prinzipiellen, aber nicht maßstabgerechten Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens einer Prozessgröße. Bei der Prozessgröße handelt es sich beispielsweise um den Füllstand, die Dichte oder die Viskosität eines Mediums in einem Behälter. Die Prozessgröße wird dabei üblicherweise dadurch gemessen, dass die mechanisch schwingfähige Einheit 1 in Kontakt mit dem – hier nicht gezeigten – Medium kommt, und dass durch den Mediumskontakt die Kenngrößen – Amplitude, Frequenz und Phase – der Schwingungen der schwingfähigen Einheit 1 entsprechend beeinflusst oder verändert werden.
  • Bei der mechanisch schwingfähigen Einheit 1 der 1 handelt es sich um einen sog. Einstab (siehe hierzu auch die Anmeldung WO 2005 008190 A1 ) Dieser Einstab 1 besteht aus einer langen 2 und zwei kurzen 3, 4 Einheiten. Der Langstab 2 ist hier rohrförmig ausgebildet – die Rotationsachse ist eingezeichnet – und umgibt den ersten 3 und den zweiten Kurzstab 4 koaxial. Der erste Kurzstab 3 ist mit seinem dem Prozess, d.h. dem Medium zugewandten Ende mit dem Langstab 2 verbunden. Weiterhin ist die Antriebs-/Empfangseinheit 5 im ersten Kurzstab 3 angebracht, so dass der erste Kurzstab 3 insgesamt als Antrieb für den Einstab 1 fungiert. Bei der Antriebs-/Empfangseinheit 5 handelt es sich hier vorzugsweise um ein piezoelektrisches Element, welches ein elektrisches Anregesignal in mechanische Schwingungen übersetzt und umgekehrt die mechanischen Schwingungen des Einstabes 1 in eine elektrische Wechselspannung übersetzt. Das piezoelektrische Element ist vorzugsweise derartig ausgestaltet, dass direkte Kippbewegungen erzeugt werden. Siehe hierzu die Anmeldung WO 2004 057283 A1 .
  • Die mechanisch schwingfähige Einheit 1 ist an einem Einspannbereich 6 mit dem Prozessanschluss 7 verbunden. Über den Prozessanschluss 7, der hier in einen Teil des Gehäuses der Messvorrichtung übergeht, wird somit die Einheit 1 mit dem – hier nicht gezeigten – Behälter verbunden, in welchem sich das zu messende oder zu überwachende Medium befindet. Der Einstab 1 und der Einspannbereich 6, d.h. die Position des Einspannbereichs 6 längs des Langstabs 2 sind dabei so gewählt und ausgeglichen, dass möglichst keine Schwingungsenergie auf den Prozessanschluss 7 übertragen wird. Somit geht keine Energie verloren und die Messungen wirken sich nicht negativ auf die Umgebung aus. Umgekehrt ist dadurch nur ein geringer Energiebedarf zur Aufrechterhaltung der Schwingungen erforderlich.
  • In der 2 sind die Kräfte und Momente gezeigt, die bei transversalen oder Biege-Schwingungen der schwingfähigen Einheit 1 in 1 auftreten. Gepunktet ist die mechanisch schwingfähige Einheit 1 in Bewegung und durchgezogen in Ruhe dargestellt. Für das Verständnis ist ein X,Y-Koordinatensystem eingezeichnet. Der Langstab 2 ist dabei in Ruhe längs der Y-Achse ausgerichtet, und der Einspannbereich 6 liegt längs der X-Achse. Mit anderen Worten: Durch die rotationssymmetrische Ausgestaltung bildet der Langstab die Y-Achse und der Einspannbereich 6 die X-Achse des Systems, in welchem die Schwingungen zu beschreiben sind. Eine Bewegung längs der X-Achse ist eine radiale Bewegung und eine Bewegung auf der Y-Achse eine axiale Bewegung. Die piezoelektrische Antriebs-/Empfangseinheit 5 bringt die Masse m1 des ersten Kurzstabes 3 – hier dargestellt durch einen Massepunkt – in Pendelbewegungen, die auf den Langstab 2 mit der Gesamtmasse m3 – ebenfalls verdeutlicht durch einen Massepunkt – translatorische und rotatorische Beschleunigungskräfte F1 und M1 überträgt. Über die Kopplung durch den Langstab 2 wird gleichzeitig die auf der anderen Seite des Langstabes 2 befestigte und resonanzmässig auf den Antrieb, welcher aus der Antriebs-/Empfangseinheit 5 und dem ersten Kurzstab 3 gebildet wird, abgestimmte Masse m2 des zweiten Kurzstabes 4 die Beschleunigungskraft F2 und das Drehmoment M2 übertragen. Beide Kräfte F1 und F2 sind gleichgerichtet, während die Drehmomente M1 und M2 gegensinnig auftreten. Die beiden Kurzstäbe 3, 4 bewegen sich also beide im gezeigten Moment der Bewegung in Richtung der negativen X-Achse und üben dabei jeweils eine Kraft F1, F2 auf den Punkt aus, an welchem beide Kurzstäbe 3, 4 jeweils mit dem Langstab 2 verbunden sind. Da die beiden Kurzstäbe 3, 4 jedoch gegenphasig schwingen, sind beide Kräfte F1, F2 gleichgerichtet und versuchen quasi jeweils den Einstab 2 an diesen beiden Befestigungspunkten in Richtung der positiven X-Achse zu verschieben. Aufgrund der Massenträgheit m3 des Langstabes 2 wirkt den Beschleunigungskräften F1 und F2 die Massenträgheitskraft F3 entgegen. Da der Langstab 2 am Einspannbereich 6 mit einem entsprechenden – hier nicht gezeigten – Gehäuse für das Messgerät oder mit dem Mediumsbehälter verbunden ist, erfährt der Langstab 2 dadurch eine geringe Krümmung. Der Umkehrpunkt des Krümmungsbauchs zeigt gegenüber dem unverformten Stab (durchgezogene Linie) eine Verschiebung a, die je nach dem Verhältnis der Massen m1, m2, m3 zueinander auf der einen oder anderen Seite des Langstabs 2 liegt. Durch Variation der Massen m1 und m2 lässt sich erreichen, dass der Versatz a zu Null wird und dass auch keine Verschiebung in Y-Richtung, also axial oder in Richtung der Längsachse des Langstabs 2 vorliegt. Genau in diesem Einspannbereich 6 – der Langstab 2 und die beiden Kurzstäbe 3, 4 sind weiterhin rotationssymmetrisch zu verstehen – ist der Langstab 2 kräfte- und momentenfrei während der Schwingungen der beiden Kurzstäbe 3, 4. Über die beiden Zusatzmassen mz1 und mz2 – dabei handelt es sich beispielsweise um die beiden Endbereiche des Langstabs 2 in 1, an welchem die beiden Kurzstäbe 3, 4 befestigt sind – lässt sich zusätzlich die Lage der kräftefreien Stelle des Langstabs 2 in Y- bzw. axialer Richtung verschieben. Erhöht man z.B. die Zusatzmasse mz2 gegenüber der Masse mz1, so wird die kräfte- und momentenfreie Stelle des Langstabs 2 in Richtung der negativen Y-Achse verlagert. Dies ist wichtig, damit der prozessseitige Anteil des Langstabes 2 länger ausgebildet werden kann als der rückseitige und vom Prozess- bzw. vom Medium abgewandte Anteil. Dies ist insofern von Bedeutung, da der rückseitige Stabanteil des Langstabs 2 in einem relativ geringen Einbauvolumen unterzubringen ist.
  • An der 2 lässt sich folgendes zusammenfassend festhalten: Die beiden Kurzstäbe 3, 4 führen transversale Schwingungen aus. Da beide gegenphasig schwingen, erzeugen sie eine Krümmung im Langstab 2, an dem beide Kurzstäbe 3, 4 befestigt sind. Durch einen Abgleich zumindest der Massen m1, m2 der beiden Kurzstäbe 3, 4 aufeinander ist es möglich, dass die Krümmung a zumindest im Einspannbereich 6 des Langstabs 2 Null ist. Es treten somit keine radialen Kräfte im Einspannbereich 6 auf. Durch zwei Zusatzmassen mz1, mz2 am jeweiligen Endbereich des Langstabs 2 lässt sich dieser in Bezug auf die radialen Kräfte freien Einspannbereich 6 in axialer Richtung verschieben. Diese Diskussion bezieht sich dabei auf einen geraden Langstab 2.
  • In der 3 sind entsprechend zur 2 die Kräfte- und Momenteverhältnisse dargestellt, welche sich bei einem gebogenen Langstab 2 ergeben. Durchgezogen der Stab 2 in Ruhe und gepunktet dargestellt die Komponenten der mechanisch schwingfähigen Einheit 1 in Bewegung. Der Langstab 2 weist in zumindest einem Bereich eine Krümmung gegenüber der Längsachse des geraden Langstabs 2 auf. Die dargestellte Krümmung führt hier dazu, dass der Langstab 2 zwei Abschnitte aufweist, welche im 90° Winkel zueinander stehen. Der 90°-Krümmungswinkel ist hier gewählt, um das Prinzip zu verdeutlichen. Für andere Winkel gilt das Modell entsprechend. Der große Vorteil eines solchen 90°-Winkels besteht darin, dass die schwingfähige Einheit 1 in den Tank/Behälter von der Seite eingebaut werden kann, dass jedoch der sich im Tank befindende Abschnitt ähnlich wie bei einem Einbau vom Boden oder der Decke des Tanks her senkrecht im Tank befindlich ist, und dass somit der Bereich, auf welchem sich Ansatz bilden kann, minimal ist.
  • Die in einem gekrümmten Einstabsystem auftretenden Kräfte und Drehmomente verändern sich gegenüber dem geraden System dadurch, dass der gekrümmte Langstab 2 einschließlich des im Innern befindlichen Antriebs des ersten Kurzstabs 3 zusätzliche axiale Kraftkomponenten – hier in Richtung der Y-Achse – erzeugt. Der gekrümmte Einstab 1, wie in 3 dargestellt, besitzt wie der gerade Stab in 2 eine an einem Stabende befestigte Schwingmasse m1, die mit einem piezoelektrischen Antriebsystem in Pendelbewegungen gebracht wird. Der erste Kurzstab 3 schwingt hier immer noch transversal zum ihn umgebenden Langstab 2. Während der Hin- und Herbewegung des ersten Kurzstabs 3 wirken auf den Bereich der Verbindung zwischen Kurzstab 3 und Langstab 2 die Beschleunigungskraft F1 in Y-Richtung und das Drehmoment M1. Auf der anderen Seite des gekrümmten Langstabs 2 ist die Kompensationsmasse m2 des zweiten Kurzstabs 4 befestigt. Diese Masse m2 führt im Resonanzbetrieb der Masse m1 des ersten Kurzstabs 3 entsprechende gegenphasige Pendelbewegungen durch. Die Massenträgheitsmomente der beiden schwingenden Massen m1 und m2 sind so aufeinander abgestimmt, dass die beiden Drehmomente M1 und M2 gleich groß sind, sich also gegenseitig ausgleichen und nicht zu einem verbleibenden Drehmoment führen. Während der Pendelbewegung der Massen m1 und m2 erfährt der Langstab 2 mit der Masse m3 in den geraden Stabanteilen zu beiden Seiten des Krümmungsbereichs geringe Verbiegungen jeweils in Bewegungsrichtung der pendelnden Massen. In X-Richtung entspricht der Versatz des gebogenen Rohrs des Langstabs 2 gegenüber der unverformten Struktur – wie in 2 – dem Betrag a und in Y- Richtung dem Betrag b. Die Beträge a und b sind abhängig von der Gesamtmasse m3 des Langstabs 2. Die beiden Kurzstäbe 3, 4 schwingen wie in 2 gegenphasig zueinander, im Gegensatz zur 2 sind jedoch die auf die Verbindungsstelle zwischen Kurzstab 3, 4 und Langstab 2 wirkenden Kräfte F1, F2 nicht mehr parallel zueinander, sondern sie bilden einen Winkel zueinander, der sich aus der Krümmung des Langstabs 2 ergibt. Mit anderen Worten: Durch die Krümmung des Langstabs 2 stehen die beiden Kurzstäbe 3, 4 in einem bestimmten Winkel zueinander, der sich auch zwischen den wirkenden Befestigungspunktkräften findet. Erschwert wird die Betrachtung weiterhin dadurch, dass die Kräfte F1, F2 nicht direkt miteinander wirken, sondern dass jeweils auch zunächst das jeweilige System aus einem Kurzstab 3 oder 4 und dem den jeweils betrachteten Kurzstab 3 oder 4 umgebenden „geraden" Abschnitt des Langstabs 2 betrachtet werden muss. Durch den Winkel zwischen den Kräften F1 und F2 ergeben sich somit zwei im Einspannbereich 6 sich durch den Versatz auswirkende Kräfte F3x und F3y. Das Schwingungssystem der „gekrümmten" schwingfähigen Einheit 1 ist somit eine Kombination aus dem Schwingsystem der geraden schwingfähigen Einheit 1 mit dem axialen Versatz, welcher sich aus der Krümmung und dadurch aus dem Winkel zwischen den Kräften F1 und F2 ergibt. Durch die Variation der beiden Massen m1 und m2 sowie den zusätzlich angebrachten Massen mz1 und mz2 lässt sich der Versatz a – wie im „geraden" System in 2 – gegen Null bringen, so dass der Schwinger 1 in dieser Stelle nur noch Bewegungen in Y-Richtung mit Versatz b ausführt. Die Bewegung in Y-Richtung lässt sich mit einem zusätzlichen Schwinger kompensieren, der in jedem Augenblick die entsprechende Gegenkraft in Y-Richtung liefert und somit im Umkehrpunkt des gebogenen Stabanteils in Y- Richtung bewegungsfrei ist.
  • Ein solcher Kompensator ist in 4 dargestellt. Die Kompensationsmasse 11 mit dem Massenträgheitsmoment mk ist über zwei Membranfedern 12 mit dem Prozessanschluss 7, der hier ein Teil des Gehäuses der Messvorrichtung ist, fest verbunden. Die aufgrund der Schwingungen der um 90° gebogenen schwingfähigen Einheit 1 auftretenden radialen Kräfte in der Ebene des Prozessanschlusses 7 sind durch den Abgleich der beiden Kurzstäbe 3, 4, des Langstabs 2, der beiden Kompensationsmassen 8, 9 und des Einspannbereichs 6 aufeinander im Wesentlichen Null, d.h. es treten keine radialen Bewegungen im Einspannbereich 6 im Prozessanschluss 7 auf, d.h. es gilt: F3x = 0. Ohne die Kompensationsmasse 11 führt die Prozessanschlussmasse 7 aufgrund der von der Antriebs-/Empfangseinheit 5 und der Masse m1 des ersten Kurzstabs 3 übertragenen Beschleunigungskraft F1 Bewegungen in Y-Richtung aus. Um diese axiale Bewegung zu kompensieren, überträgt die der Antriebsmasse m1 des ersten Kurzstabs 3 entgegenwirkende Kompensationsmasse 11 mit der Masse mk die Beschleunigungskraft Fk. Diese Kraft Fk ist gleich groß wie die Beschleunigungskraft F1 des ersten Kurzstabs 3. Da die Kräfte F1 und Fk jedoch einander entgegengerichtet sind, ist der Schwinger 1 im Bereich der Einspannung kräfte- und momentenfrei.
  • Somit lassen sich die Besonderheiten der gekrümmten mechanisch schwingfähigen Einheit 1 anhand der 4 wie folgt zusammenfassen: Durch die Krümmung treten nicht nur radiale, sondern auch axiale Kräfte im Bereich des Einspannbereichs 6 auf, welche sich auf den Prozessanschluss 7 auswirken. Die axialen Kräfte senkrecht zur Ebene des Prozessanschlusses 7 bzw. des Einspannbereichs 6 werden wie beim geraden Einstab 1 in 1 oder 2 durch den Abgleich der Zusatzmassen 8, 9, der Kurzstäbe 3, 4, des Langstabs 2 und der Wahl des Einspannbereichs 6 zu Null gesetzt. Die axialen Kräfte ergeben sich durch den aus der Krümmung resultierenden Winkel zwischen den beiden Kurzstäben 3, 4. Diese Kräfte lassen sich durch eine zusätzliche Kompensationsmasse 11 ausgleichen.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer Messvorrichtung mit einer Stabkrümmung von 90° ist in 5 zu sehen. Diese Ausführungsform ist für die seitliche Befestigung an dem das Medium 14 umfassenden Behälter 13 mit einem Flansch als Prozessanschluss 7 gedacht. Der Flansch 7 dient gleichzeitig als Halter für den Kompensator 11. Die Darstellung ist nicht maßstabsgemäß. Der erste Kurzstab 3 und die darin integrierte Antriebs-/Empfangseinheit 5 befindet sich im Inneren des Langstabs 2 und ist am dem Prozess bzw. dem Medium zugewandten Ende des Langstabs 2 befestigt. Die Schwingungen des Einstabs 1 erfolgen durch die Hin- und Herbewegung des ersten Kurzstabs 3, der auf den Langstab 2 entsprechend seiner Masse m1 Beschleunigungskräfte überträgt. Führt der erste Kurzstab 3 eine Bewegung nach rechts aus, so erfährt die Gesamtmasse des Einstabs 1 eine Beschleunigungskraft F1 entgegen der Bewegungsrichtung des ersten Kurzstabs 3. Die Kompensationsmasse 11 bewegt sich entgegen der Bewegungsrichtung des ersten Kurzstabs 3, d.h. nach links und überträgt daher eine der Beschleunigungskraft F1 des ersten Kurzstabs 3 entgegen gerichtete Kompensationskraft Fk auf den Prozessanschluss 7. Ist die Kompensationsmasse mk richtig an die Antriebsmasse m1 angepasst, sind beide Kräfte gleich, d.h. es gilt Fk = F1. Dies bedeutet, dass die Einspannung des Prozessanschlusses 7, die mit der schwingfähigen Einheit 1 fest verbunden ist, kräftefrei ist. Somit stellt der Einstab 1 ein in sich energetisch geschlossenes Schwingungssystem dar; sieht man von der inneren Materialreibung ab. Für den in Bezug auf die wirkenden bzw. auftretenden Kräfte und Momente freien Prozessanschluss 7 sind auch die beiden Kompensationsmassen 8, 9 am jeweiligen Verbindungsbereich zwischen dem jeweiligen Kurzstab 3, 4 und dem Langstab 2 vorgesehen. Der zweite Kurzstab 4 umgibt in dieser Ausgestaltung den Langstab 2 koaxial.
  • 1
    Mechanisch schwingfähige Einheit
    2
    Langstab
    3
    Erster Kurzstab
    4
    Zweiter Kurzstab
    5
    Antriebs-/Empfangseinheit
    6
    Einspannbereich
    7
    Prozessanschluss
    8
    Erste Zusatzmasse des ersten Kurzstabes
    9
    Zweite Zusatzmasse des zweiten Kurzstabes
    11
    Kompensationsmasse
    12
    Feder
    13
    Behälter
    14
    Medium

Claims (9)

  1. Vorrichtung zur Bestimmung und/oder Überwachung mindestens einer Prozessgröße eines Mediums (14) in einem Behälter (13), mit mindestens einer mechanisch schwingfähigen Einheit (1), und mit mindestens einer Antriebs-/Empfangseinheit (5), welche die mechanisch schwingfähige Einheit (1) zu mechanischen Schwingungen anregt und welche die mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit (1) detektiert, wobei die mechanisch schwingfähige Einheit (1) aus mindestens einem Langstab (2) und zwei Kurzstäben (3, 4) besteht, wobei die beiden Kurzstäbe (3, 4) mit dem Langstab (2) an jeweils zumindest einem Verbindungsbereich des Langstabs (2) mechanisch gekoppelt sind, wobei mindestens der Langstab (2) an einem Einspannbereich (6) über einen Prozessanschluss (7) mit dem Behälter (13) verbunden ist, wobei mindestens der Langstab (2) an mindestens einem Abschnitt eine Krümmung mit einem Krümmungswinkel aufweist, so dass die beiden Kurzstäbe (3, 4) zumindest in ihrer Ruhelage einen von 0° abweichenden Winkel miteinander bilden, wobei zumindest die beiden Kurzstäbe (3, 4) und/oder der Langstab (2) und/oder der Einspannbereich (6) derartig ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass der Prozessanschluss (7) frei von aufgrund der mechanischen Schwingungen auftretenden radialen Kräften ist, wobei mindestens eine Kompensationsmasse (11) vorgesehen ist, welche mit dem Prozessanschluss (7) verbunden ist, welche mechanische Schwingungen in axialer Richtung ausführt, und welche mechanisch mit der mechanisch schwingfähigen Einheit (1) gekoppelt ist, wobei sich die Bewegungsrichtung der Kompensationsmasse (11) auf die Normale der Ebene des Prozessanschlusses (7) bezieht, wobei die Kompensationsmasse (11) und die mechanisch schwingfähige Einheit (1) derartig aufeinander abgestimmt sind, dass der Prozessanschluss (7) frei von aufgrund der mechanischen Schwingungen auftretenden axialen Kräften ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Krümmung des Langstabs (2) in Abhängigkeit von der Position des Prozessanschlusses (7) innerhalb des Behälters (13) derartig ausgestaltet ist, dass die Fläche des Langstabs (2), auf welchem Medium (14) als Ansatz anhaftet, möglichst minimal ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Krümmung des Langstabs (2) im Wesentlichen zwischen 45° und 90° liegt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Krümmung des Langstabs (2) im Wesentlichen 90° beträgt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei mindestens eine Zusatzmasse (8, 9) vorgesehen ist, welche im Verbindungsbereich zwischen einem Kurzstab (3, 4) und dem Langstab (2) befindlich ist, und wobei zumindest die Zusatzmasse (8, 9) und/oder die beiden Kurzstäbe (3, 4) und/oder der Langstab (2) und/oder der Einspannbereich (6) derartig ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass der Prozessanschluss (7) im Wesentlichen frei von aufgrund der mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit (1) auftretenden radialen Kräften ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei mindestens zwei Zusatzmassen (8, 9) vorgesehen sind, welche jeweils im Verbindungsbereich zwischen den Kurzstäben (3, 4) und dem Langstab (2) befindlich sind, und wobei zumindest die beiden Zusatzmassen (8, 9) und/oder die beiden Kurzstäbe (3, 4) und/oder der Langstab (2) und/oder der Einspannbereich (6) derartig ausgestaltet und aufeinander abgestimmt sind, dass der Prozessanschluss (7) im Wesentlichen frei von aufgrund der mechanischen Schwingungen der mechanisch schwingfähigen Einheit (1) auftretenden radialen Kräften ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Langstab (2) im Wesentlichen rohrförmig ausgestaltet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, wobei der Langstab (2) mindestens einen Kurzstab (3) umgibt.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Antriebs-/Empfangseinheit (5) ein piezoelektrisches Element ist, welches zumindest zwei Segmente mit im Wesentlichen entgegengesetzter Polarisation aufweist.
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