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DE102005018329A1 - Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung auf Basis von Wellenleitern - Google Patents

Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung auf Basis von Wellenleitern Download PDF

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DE102005018329A1
DE102005018329A1 DE102005018329A DE102005018329A DE102005018329A1 DE 102005018329 A1 DE102005018329 A1 DE 102005018329A1 DE 102005018329 A DE102005018329 A DE 102005018329A DE 102005018329 A DE102005018329 A DE 102005018329A DE 102005018329 A1 DE102005018329 A1 DE 102005018329A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung, das ein oder mehrere optische Wellenleiterabschnitte (2) umfasst, die zur Bildung einer oder mehrerer Detektorzeilen nebeneinander angeordnet und seriell optisch miteinander verbunden sind. Die Wellenleiterabschnitte (2) beinhalten ein oder mehrere Wandlermaterialien für die Umwandlung einfallender Röntgen- oder Gammastrahlung (3) in optische Strahlung und sind so ausgebildet, dass in jeweils benachbarten Bereichen entlang der Wellenleiterabschnitte (2) bei Einfall von Röntgen- oder Gammastrahlung (3) optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt wird. Das vorliegende Detektormodul lässt sich mit einer hohen Anzahl von Detektorzeilen kostengünstig realisieren und weist ein geringes Gewicht auf.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung, bei dem die einfallende Röntgen- oder Gammastrahlung über ein oder mehrere Wandlermaterialien in optische Strahlung umgewandelt wird.
  • Das vorliegende Detektormodul findet vor allem Anwendung in Computer-Tomographen, wie sie beispielsweise in der medizinischen Bildgebung eingesetzt werden, um Bilder des Körperinneren eines Patienten zu erhalten. Ein Computer-Tomograph umfasst u.a. eine Einrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlung, einen Röntgendetektor und einen Patientenlagerungstisch, mit dem das Untersuchungsobjekt während der Untersuchung entlang einer Systemachse, der Z-Achse, im Untersuchungsvolumen bewegt werden kann. Die Einrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlung erzeugt ein Röntgenstrahlbündel, das von einem um das Untersuchungsvolumen rotierenden Röntgenfokus ausgeht. Das in einer Schichtebene des Untersuchungsvolumens (X-Y-Ebene) senkrecht zur Systemachse fächerförmig aufgeweitete Röntgenstrahlbündel durchdringt bei Untersuchungen eine Schicht des Untersuchungsobjektes, beispielsweise eine Körperschicht eines Patienten, und trifft auf die dem Röntgenfokus gegenüberliegenden Detektorelemente des Röntgendetektors. Der Winkel, unter dem das Röntgenstrahlbündel die Körperschicht des Patienten durchdringt, und gegebenenfalls die Position des Patientenlagerungstisches verändern sich während der Bildaufnahme mit dem Computer-Tomographen in der Regel kontinuierlich.
  • Der rotierende Röntgenfokus wird bei Computer-Tomographen der dritten Generation durch eine Röntgenröhre erzeugt, die ebenso wie der Röntgendetektor an einem um das Untersuchungsvolumen rotierbaren Drehrahmen befestigt ist. Die Rotationsgeschwindigkeit des Drehrahmens wurde in den letzten Jahren zunehmend erhöht, um schnellere Scan-Geschwindigkeiten bei der Bildaufzeichnung zu erreichen. Für neue Anwendungen der Computer-Tomographie, wie beispielsweise die Untersuchung des Herzens oder der Durchblutung von Gefäßen, sind jedoch noch höhere Scan-Geschwindigkeiten erforderlich. Bei Computer-Tomographen der dritten Generation ist aus Gründen der mechanischen Stabilität und Sicherheit inzwischen eine Grenze erreicht, die aufgrund der zu bewegenden Massen und der daraus resultierenden hohen Beschleunigungskräfte keine deutliche Steigerung der Rotationsgeschwindigkeit des Drehrahmens mehr zulässt. Aus diesem Grunde wurde in letzter Zeit die Zeilenzahl des eingesetzten Röntgendetektors erhöht, um pro Umdrehung des Drehrahmens ein größeres Volumen erfassen zu können. Dies erhöht jedoch das Gewicht und die Kosten des Detektors.
  • Aus der DE 103 02 565 A1 ist ein weiterer Computer-Tomograph bekannt, bei dem zwei Röntgenröhren und zwei Röntgendetektoren gleichzeitig eingesetzt werden. Auch eine derartige Konstruktion erhöht jedoch das Gewicht der rotierenden Komponenten und die Gesamtkosten des Computer-Tomographen.
  • Zur Vermeidung rotierender Komponenten sind inzwischen Computer-Tomographen der fünften Generation bekannt, bei denen sowohl die Einrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlung als auch der Röntgendetektor stationär angeordnet sind. Bei diesen Computer-Tomographen wird ein Target eingesetzt, das das Untersuchungsvolumen des Computer-Tomographen in einer Ebene zumindest teilweise umschließt. Auf diesem Target wird ein sich um das Untersuchungsvolumen bewegender Röntgenfokus erzeugt, von dem die Röntgenstrahlung ausgeht. Diese Computer-Tomographen kommen somit vollständig ohne eine mechanisch bewegte Röntgenröhre aus. Das Target erstreckt sich hierbei entweder vollständig oder zumindest über einen Winkel von mehr als 180° um das Untersuchungsvolumen. In gleicher Weise umschließt der Röntgendetektor das Untersuchungsvolumen entweder vollständig oder über einen Winkel von zumindest 180°. So zeigen beispielsweise die US 4,158,142 oder die US 4,352,021 Computer-Tomographen der fünften Generation, bei denen das Target und der Röntgendetektor das Untersuchungsvolumen jeweils vollständig bzw. über einen Winkel von 210° umschließen.
  • In nahezu allen Computer-Tomographen werden Detektormodule als Röntgendetektoren eingesetzt, die im Wesentlichen eine parallele Architektur aufweisen. Die einfallende Röntgenstrahlung wird hierbei für jedes Detektorelement bzw. jeden Detektorkanal entweder direkt oder indirekt über optische Strahlung in elektrische Signale gewandelt. Die elektrischen Signal werden in elektronischen Schaltkreisen integriert und digitalisiert, die unmittelbar an den Detektorelementen angeordnet sind. Die digitalen Daten werden anschließend über einen Hochgeschwindigkeits-Schleifring vom rotierenden zum stationären Teil des Computer-Tomographen übertragen, in dem in einem Bildrechner die Bildrekonstruktion stattfindet. Durch diese parallele Architektur steigen die Detektorkosten proportional mit der Anzahl an Detektorkanälen bzw. Detektorzeilen. Die Kosten für ein mehrzeiliges Detektormodul bei Computer-Tomographen der fünften Generation sind daher erheblich.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung bereitzustellen, das sich mit mehreren Detektorzeilen bei geringen Kosten realisieren lässt, ein geringes Gewicht aufweist und insbesondere für den Einsatz in Computer-Tomographen der dritten oder fünften Generation geeignet ist.
  • Die Aufgabe wird mit dem Detektormodul gemäß Patentanspruch 1 oder Patentanspruch 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Detektormoduls sind Gegenstand der Unteransprüche oder lassen sich der nachfolgenden Beschreibung sowie den Ausführungsbeispielen entnehmen. Die Erfindung betrifft auch die bevorzugte Verwendung eines derartigen Detektormoduls in einem Computer-Tomographen.
  • Das vorliegende Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung umfasst ein oder mehrere optische Wellenleiterabschnit te, die zur Bildung ein oder mehrerer Detektorzeilen nebeneinander angeordnet und seriell optisch miteinander verbunden sind. Die Wellenleiterabschnitte beinhalten ein oder mehrere Wandlermaterialien für die Umwandlung einfallender Röntgen- oder Gammastrahlung in optische Strahlung. In einer Alternative des vorliegenden Detektormoduls sind die Wellenleiterabschnitte so ausgebildet, dass in jeweils benachbarten Bereichen entlang der Wellenleiterabschnitte bei Einfall von Röntgen- oder Gammastrahlung optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt wird. Die Wellenleiterabschnitte weisen somit in dieser Alternative eine Ortscodierung auf, so dass aufgrund der Wellenlänge der am Ende der verbundenen Wellenleiterabschnitte ankommenden optischen Strahlung auf den Entstehungsort der optischen Strahlung geschlossen werden kann. Vorzugsweise ist dabei jeder eine Detektorzeile bildende Wellenleiterabschnitt so codiert, dass in unterschiedlichen Bereichen des Wellenleiterabschnitts optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt wird. Dies kann durch Variation der eingesetzten Wandlermaterialien in diesem Wellenleiterabschnitt erfolgen. Vorzugsweise sind hierbei die Wellenleiterabschnitte, die die unterschiedlichen Detektorzeilen bilden, identisch aufgebaut. Die unterschiedlichen Zeilen können hierbei durch den unterschiedlichen Austrittszeitpunkt der optischen Strahlung aus dem Wellenleiter unterschieden werden. Auf diese Weise ist es auch möglich, in einem eine Detektorzeile bildenden Wellenleiterabschnitt unterschiedliche Teilabschnitte zu bilden, die jeweils identisch codiert sind. Auch hier kann der Entstehungsbereich bzw. Teilabschnitt, aus dem die optische Strahlung kommt, über den Austrittszeitpunkt aus dem Wellenleiter bestimmt werden.
  • Bei der zweiten Alternative des vorliegenden Detektormoduls wird als Wandlermaterial ein optisch stimulierbares Phosphormaterial eingesetzt, wie es aus der Radiographie, beispielsweise aus der US 4,258,264 , bekannt ist. Ein derartiges Material speichert die Information über die Intensität der auftreffenden Röntgenstrahlung und gibt diese Information bei Stimulation mit einem Lichtstrahl, insbesondere einem Laser strahl geeigneter Wellenlänge, als optische Strahlung wieder ab. Bei dieser zweiten Alternative des Detektormoduls kann somit durch Abscannen der einzelnen Detektorzeilen mit einem Licht- bzw. Laserstrahl geeigneter Wellenlänge die Information über die Intensität der eingefallenen Röntgen- oder Gammastrahlung, seriell wieder ausgelesen werden. Die Ortsinformation wird dabei über den momentanen Auftreffpunkt des Laserstrahls auf den Wellenleiterabschnitt erhalten.
  • Das vorliegende Detektormodul arbeitet in beiden Alternativen nach dem Prinzip eines Lichtkollektors. Die einfallende Röntgen- oder Gammastrahlung wird in den Wellenleiterabschnitten absorbiert und durch Wandlermaterialien, beispielsweise Szintillatormaterialien oder Phosphormaterialien, die im Wellenleitermaterial enthalten sind, in optische Strahlung konvertiert. Die in den optisch seriell miteinander verbundenen Wellenleiterabschnitten erzeugte und geführte optische Strahlung wird am Ausgang des verbundenen Wellenleiters einer einzelnen Frequenz und/oder Zeit auflösenden Lichtmesseinrichtung zugeführt. Je nach Alternative und Ausgestaltung des Detektormoduls kann dann der Entstehungsort der optischen Strahlung entlang der Wellenleiterabschnitte anhand der Frequenz und/oder der zeitlichen Position der eintreffenden optischen Strahlung bestimmt werden. Für die Frequenzauflösung wird im einfachsten Fall ein Gitter eingesetzt, das die optische Strahlung frequenzabhängig räumlich aufspaltet und auf ein Photodetektorarray, beispielsweise ein CCD-Array, abbildet.
  • Das vorliegende Detektormodul lässt sich sehr vorteilhaft als Röntgendetektor in Computer-Tomographen der dritten Generation einsetzen, da es auch bei einer großen Anzahl an Detektorzeilen ein geringes Gewicht aufweist und mit geringen Kosten realisierbar ist. Insbesondere wird für die Aufzeichnung des Bildes nur eine Lichtmesseinrichtung, beispielsweise in Form eines Gitters und eines CCD-Arrays, benötigt, die zudem am stationären Teil des Computer-Tomographen angeordnet werden kann. Die optische Strahlung kann dabei von den verbundenen Wellenleiterabschnitten über einen optischen Slipring direkt an den stationären Teil übertragen werden. Aufgrund der geringeren Kosten eignet sich ein derartiges Detektormodul auch hervorragend für Computer-Tomographen der fünften Generation mit Teilring- oder Vollringdetektoren oder für ein System mit mehreren Röntgenquellen und Röntgendetektoren.
  • So lässt sich insbesondere ein Vollring-Detektor, bei dem sich die Detektionsfläche um 360° um das Untersuchungsvolumen erstreckt, sehr einfach und kostengünstig realisieren. Hierzu wird beim vorliegenden Detektormodul ein einzelner Wellenleiter spiralförmig angeordnet, so dass die einzelnen Spiralwindungen die die Detektorzeilen bilden. Die Kosten pro Detektorzeile sind hierbei erheblich geringer als bei den bisher eingesetzten Detektormodulen.
  • Die Erstreckung der einzelnen Wellenleiterabschnitte senkrecht zu ihrer Längsachse entspricht beim vorliegenden Detektormodul der Breite einer Detektorzeile, d.h. beim Einsatz in einem Computer-Tomographen der Dicke einer Schicht. Die Länge eines (virtuellen) Detektorelementes hängt bei dem ortscodierten Wellenleiter von der Größe der Änderung der Wellenlängen der erzeugten optischen Strahlung über die Länge des Wellenleiterabschnittes und der Auflösung ab, mit der die unterschiedlichen Wellenlängen in der Lichtmesseinrichtung unterschieden werden können. Im Falle des stimulierbaren Phosphormaterials ist die Länge eines Detektorelementes durch die Ortsauflösung des auslesenden Laserstrahls gegeben.
  • Vorzugsweise weisen die eingesetzten Wellenleiterabschnitte eine rechteckige Querschnittsform auf, so dass sie unmittelbar aneinander grenzend angeordnet werden können, um ein mehrzeiliges Detektormodul zu bilden. Bei einem teilringförmigen Detektormodul sind die einzelnen Wellenleiterabschnitte hierbei über optische Umlenkelemente, vorzugsweise Prismen, an ihren Enden seriell miteinander verbunden, so dass sie einen einzelnen verbundenen Wellenleiter bilden. Selbstverständlich ist es auch möglich, mehrere dieser Detektormodule parallel zu betreiben, wobei dann jedoch für jedes Detektormodul eine gesonderte Lichtmesseinrichtung vorgesehen sein sollte.
  • Das vorliegende Detektormodul wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen ohne Beschränkung des durch die Patentansprüche vorgegebenen Schutzbereichs nochmals näher erläutert. Hierbei zeigen:
  • 1 ein Beispiel für die Anordnung der optischen Wellenleiterabschnitte des Detektormoduls;
  • 2 ein Beispiel für die farbliche Ortscodierung der Wellenleiterabschnitte eines Detektormoduls;
  • 3 ein Beispiel für eine spiralförmige Anordnung der Wellenleiterabschnitte eines Detektormoduls;
  • 4 ein Beispiel für das Auslesen eines Wellenleiterabschnittes, der ein stimulierbares Phosphormaterial beinhaltet;
  • 5 ein weiteres Beispiel für das Auslesen eines Wellenleiterabschnittes, der ein stimulierbares Phosphormaterial beinhaltet;
  • 6 ein Beispiel für einen Wellenleiterabschnitt eines Detektormoduls, der stimulierbare Phosphormaterialien mit unterschiedlicher Emissionswellenlänge zur Ortscodierung des Wellenleiterabschnittes beinhaltet; und
  • 7 ein weiteres Beispiel für ein Detektormodul mit einem spiralförmig angeordneten Wellenleiter.
  • 1 zeigt ein Beispiel für ein Detektormodul 1 gemäß der vorliegenden Erfindung, bei dem mehrere optische Wellenleiterabschnitte 2 mit einem rechteckigen Querschnitt so nebeneinander angeordnet sind, dass sie mehrere Detektorzeilen bilden. Das gesamte Detektormodul 1 ist hierbei für eine Anwendung in einem Computer-Tomographen unter einem Radius gebogen, der dem Abstand zum Röntgenfokus 4 der Röntgenquelle des im Computer-Tomographen eingesetzten Röntgendetektors entspricht. Die einzelnen Wellenleiterabschnitte 2 sind jeweils an ihren Enden über optische Prismen miteinander verbunden, die in der Figur nicht erkennbar sind. Auf diese Weise wird ein durchgängiger Wellenleiter gebildet, an dessen Ende 5 die durch einfallende Röntgenstrahlung erzeugte optische Strahlung austritt. In der 1 ist hierbei ein pyramidenförmiges Röntgenstrahlbündel 3 gezeigt, wie es beim Betrieb des Computer-Tomographen auf ein derartiges Detektormodul auftrifft. Die Röntgenstrahlung wird durch das Wandlermaterial der Wellenleiterabschnitte 2 in optische Strahlung gewandelt, die aufgrund des durch die verbundenen Wellenleiterabschnitte gebildeten durchgängigen optischen Kanals zu unterschiedlichen Zeiten aus dem Ende 5 des Wellenleiters austritt, je nach dem, in welcher Detektorzeile die Strahlung erzeugt wurde. Durch farbliche Ortscodierung der Wellenleiterabschnitte 2 kann über die Wellenlänge der empfangenen optischen Strahlung auch auf den Ort der Entstehung innerhalb jeder Detektorzeile geschlossen werden.
  • 2 zeigt ein Beispiel für eine farbige Ortscodierung eines derartigen Wellenleiterabschnittes 2, auf den das Röntgenstrahlbündel 3 trifft, in schematischer Darstellung. Hierbei ist dieser Wellenleiterabschnitt 2 im linken Teil mit einem Szintillatormaterial dotiert, das die Röntgenstrahlung in optische Strahlung im roten Wellenlängenbereich umwandelt. Auf der rechten Seite wird ein Szintillatormaterial eingesetzt, das die einfallende Röntgenstrahlung in optische Strahlung des blauen Wellenlängenbereiches wandelt. Zwischen diesen beiden Extremen ist der Wellenleiterabschnitt 2 so dotiert, dass sich über diesen Wellenleiterabschnitt die erzeugte optische Strahlung vom roten Wellenlängenbereich kontinuierlich in den blauen Wellenlängenbereich verschiebt. Dies kann durch eine sich linear ändernde Dotierung des Wel lenleitermaterials entlang des Wellenleiterabschnittes mit geeigneten Szintillatorpartikeln erfolgen.
  • Das an den verschiedenen Orten im Wellenleiterabschnitt 2 emittierte Licht tritt am Ende 5 des Wellenleiterabschnittes 2 aus und wird von einem kompakten Licht-Messsystem 6 gemessen. Aufgrund der linearen Positionscodierung, die in Form einer sich linearen ändernden Dotierung mit Szintillatormaterial entlang des Wellenleiterabschnittes erzeugt wurde, kann optische Strahlung, die von unterschiedlichen virtuellen Pixeln bzw. Detektorelementen entlang des Wellenleiterabschnittes eintrifft, unterschieden werden. Der vorliegende Gradient verschiebt die Wellenlänge des durch das Szintillatormaterial emittierten Lichtes entsprechend der linearen Position entlang des Wellenlängenabschnittes. Im vorliegenden Beispiel umfasst das Licht-Messsystem 6 ein Spektrometer mit einer Frequenzauflösung, die an die Änderung der Wellenlänge entlang dem Wellenleiterabschnitt angepasst ist. Im einfachsten Fall besteht dieses Spektrometer aus einer fokussierenden Linse 7, einem Littrow-Gitter 8, das das auftreffende Licht spektral räumlich zerlegt, und einem linearen Photodetektorarray 9, beispielsweise einem CCD-Streifen, auf den das räumlich zerlegte Licht abgebildet wird.
  • In einer Weiterbildung kann jedes virtuelle Pixel, d.h. jeder Bereich mit unterschiedlicher Wellenlänge, auch als resonante Kavität realisiert werden. Hierzu wird ein lokales resonantes Gitter 9 in den Wellenleiterabschnitt, beispielsweise in den Faserkern einer optischen Faser, eingeschrieben, wobei sich die Gitterperiode über die Länge des Wellenleiterabschnitts ändert und jeweils lokal an die benötigte Wellenlänge des dort emittierten Lichtes angepasst ist. Jedes virtuelle Pixel bildet in diesem Fall einen DFB (distributed feedback)-Laser mit der Röntgenstrahlung als Pumpquelle. DFB-Laser benötigen keine Endspiegel und weisen eine Wellenlängenselektivität von etwa 0,2 nm auf.
  • 3 zeigt stark schematisiert eine spiralförmige Anordnung eines Wellenleiters, durch die die benachbarten Wellenleiterabschnitte 2 gebildet werden (in der Figur auseinander gezogen dargestellt). Bei dieser Ausgestaltung wird sowohl die farbliche Ortscodierung wie bei 2 als auch die zeitliche Abfolge der an der Licht-Messeinrichtung eintreffenden optischen Strahlung ausgenutzt. Strahlung aus unterschiedlichen Detektorzeilen (= Spiralwindungen) trifft hierbei zu unterschiedlichen Zeiten in der Lichtmesseinrichtung ein.
  • Ein derartiges Detektormodul ist vor allem für Computer-Tomographen der fünften Generation geeignet, bei denen eine gepulste Röntgenstrahlquelle eingesetzt wird. Die Pulsdauer muss dabei kleiner sein als die Zeit, die das Licht für die Propagation entlang einer Spiralwindung (ca. 15 ns) benötigt. Eine derartige Röntgenstrahlquelle kann beispielsweise ein lasergeneriertes Plasma, das Röntgenstrahlung emittiert, oder eine Röntgenröhre mit einer laseraktivierbaren Photokathode sein.
  • Bei diesem Detektormodul tritt aus dem Wellenleiter bei jedem Röntgenpuls eine zeitliche Abfolge von in der Wellenlänge variierenden optischen Strahlungspulsen aus. Der zeitlich als erstes eintreffende Strahlungspuls stammt von der dem Wellenleiterende am nächsten liegenden Spiralwindung, gefolgt vom optischen Strahlungspuls aus der zweiten Spiralwindung usw. Mit einem zeitauflösenden Spektrum-Analysator, beispielsweise einer Streak-Kamera, mit einer zeitlichen Auflösung von < 15 ns können die aus unterschiedlichen Spiralwindungen stammenden optischen Signale unterschieden werden. Im einfachsten Fall setzt sich die Streak-Kamera aus einer fokussierenden Linse 7, einem Littrow-Gitter 8 und einer Photodetektor-Matrix 10 zusammen, auf die die optische Strahlung vom Gitter 8 spektral räumlich zerlegt abgebildet wird. Die Photodetektor-Matrix 10 weist eine Anzahl von Zeilen auf, die zumindest der Anzahl der Spiralwindungen entspricht, und eine Anzahl von Pixel pro Zeile, die zumindest der Detektorauflösung hinsichtlich der Anzahl der virtuellen Pixel pro Spiralwindung entspricht. Während einer Integrationsperiode treffen viele Röntgenpulse auf das Detektormodul, so dass über die dabei erhaltenen und spektral zerlegten Lichtpulse in den jeweiligen Photodetektorzeilen integriert wird.
  • 4 zeigt ein weiteres Beispiel eines Wellenleiterabschnittes 2, wie er beim vorliegenden Detektormodul eingesetzt werden kann. Der Wellenleiterabschnitt 2 ist hierbei mit einem stimulierbaren Phosphormaterial dotiert, wie es aus der Radiographie bekannt ist. Das stimulierbare Phosphormaterial speichert die Röntgenenergie für eine unbegrenzte Zeit und gibt bei optischer Stimulierung optische Strahlung ab, die der gespeicherten Röntgendosis proportional ist. Im Bereich der konventionellen Radiologie wird ein derartiges Phosphormaterial mit rotem Licht einer Wellenlänge von 633 nm oder im Bereich zwischen 600 und 700 nm stimuliert, wobei die Sekundäremission bei einer Wellenlänge von 390 nm oder im Bereich zwischen 300 und 500 nm liegt. Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass die Leistung des stimulierenden Lichtes das emittierte Lichtsignal verstärkt.
  • Im Beispiel der 4 wird neben dem Wellenleiterabschnitt mit dem stimulierbaren Phosphormaterial ein spezieller Stimulations-Wellenleiter 11 eingesetzt, der neben dem Wellenleiterabschnitt 2 angeordnet ist. Durch Erzeugen einer entlang des Stimulations-Wellenleiters 11 wandernden Auskoppelstelle 12 für eingekoppeltes stimulierendes Laserlicht eines Stimulationslasers 14 kann das Phosphormaterial des Wellenleiteranschnitts 2 an der jeweiligen momentanen Auskoppelstelle 12 zur Emission der optischen Strahlung stimuliert werden. Auf diese Weise können die einzelnen virtuellen Pixel des Wellenleiterabschnittes 2 nacheinander durch lokale Beleuchtung ausgelesen werden. Das Belichten mit der Röntgenstrahlung und das Auslesen können dabei simultan oder nacheinander erfolgen.
  • Für die Erzeugung der wandernden Auskoppelstelle können unterschiedliche Techniken eingesetzt werden. In einer Technik, wie sie im Beispiel der 4 gezeigt ist, koppelt ein akustischer Wandler 13 an den Stimulations-Wellenleiter 11 an. Dieser akustische Wandler 13 erzeugt einen nur kurzen akustischen Impuls, durch den eine temporäre Gitterstruktur in dem Wellenleiter 11 erzeugt wird, die sich entlang des Wellenleiters 11 ausbreitet. Die Gitterperiode und damit die akustische Frequenz werden so gewählt, dass sie an die Wellenlänge des eingekoppelten Laserlichtes angepasst sind, so dass dieses an der Gitterposition aus dem Wellenleiter austritt. Das Laserlicht breitet sich in dem Stimulations-Wellenleiter aus und wird dann an der jeweils momentanen Gitterposition aus dem Wellenleiter ausgekoppelt. An dieser Stelle trifft das Laserlicht auf den benachbarten Wellenleiterabschnitt 2 und stimuliert dort das Phosphormaterial zur Emission der gespeicherten Röntgenstrahlenergie als sichtbares Licht. Im vorliegenden Beispiel breiten sich der akustische Impuls und die Laserstrahlung in entgegengesetzter Richtung im Stimulations-Wellenleiter 11 aus.
  • Die Schallgeschwindigkeit in Fused-Silica-Glas beträgt 6 m/ms. Daher ist die maximale Länge des Wellenleiters für eine Integrationsperiode von 400 μs auf 2,4 m beschränkt. Materialien mit größerer Schallgeschwindigkeit werden für längere Wellenleiterabschnitte benötigt. Im Falle eines Detektormoduls mit einem spiralförmigen Wellenleiter reicht ein Stimulations-Wellenleiter aus, der gerade eine Windung umfasst. Dieser Wellenleiter kann alle Windungen des Detektormoduls gleichzeitig stimulieren. In diesem Falle wird ein Photodetektor eingesetzt, dessen zeitliche Auflösung ausreichend ist, um zwischen der optischen Strahlung zu differenzieren, die nacheinander von stimulierten Stellen unterschiedlicher Windungen eintrifft. Der Stimulationslaser 14 sollte hierbei gepulst betrieben werden und eine Impulsdauer aufweisen, die geringer als das Zeitintervall ist, das das Licht für die Propagation in einer Windung benötigt (ca. 15 ns).
  • 5 zeigt eine weitere Ausgestaltung eines Wellenleiterabschnitts 2 mit einem stimulierbaren Phosphormaterial, bei dem das Auslesen mit einem speziell ausgestalteten Stimulations-Wellenleiter 11 erfolgt. Der Stimulations-Wellenleiter 11 weist hierbei eine permanente und kontinuierlich über seine Länge in der Periode variierende Gitterstruktur auf. Diese Gitterstruktur ist so ausgebildet, dass sie an jeder longitudinalen Position des Stimulations-Wellenleiters 11 für eine andere Wellenlänge die Resonanzbedingung erfüllt, bei der ein Teil der im Wellenleiter geführten Laserstrahlung dieser Wellenlänge an dieser longitudinalen Position aus dem Stimulations-Wellenleiter 11 herausgebeugt wird. Der in der Wellenlänge verstimmbare Laser 16 wird hierbei während des Betriebs innerhalb eines Wellenlängenbereichs periodisch verstimmt. Durch diesen Wellenlängen-Sweep wandert die Auskoppelstelle im Stimulations-Wellenleiter 11 entsprechend der über die Länge variierenden Gitterperiode. Jede Wellenlänge des verstimmbaren Lasers 16 spricht somit ein anderes virtuelles Pixel im Wellenleiterabschnitt 2 mit dem Phosphormaterial an. Wenn die Laserwellenlänge des im Wellenleiter 11 geführten Laserstrahls die Gitterperiode des eingeprägten Gitters trifft, so wird es an dieser Stelle auf den Wellenleiterabschnitt 2 mit dem Phosphormaterial abgelenkt und stimuliert dieses zur Emission der optischen Strahlung. Auch auf diese Weise werden durch die periodische Wellenlängen-Verstimmung des Lasers 16 die einzelnen virtuellen Pixel des Wellenleiterabschnitts 2 wiederholt nacheinander ausgelesen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung des vorliegenden Detektormoduls gemäß 6 werden stimulierbare Phosphormaterialien eingesetzt, die abhängig von der longitudinalen Position im Wellenleiterabschnitt 2 optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge erzeugen. Diese Sekundäremission hängt von der Zusammensetzung der Phosphormaterialien ab und lässt sich über einen Wellenlängenbereich zwischen 300 und 700 nm variieren. Im vorliegenden Beispiel wird ein Farbgradient entlang der Wellenleiterabschnitte erzeugt, so dass jedes virtuelle Pixel entlang eines Wellenleiterabschnittes 2 bei Stimulation des Phosphormaterials optische Strahlung einer anderen Wellenlänge emittiert. Bei einer Wellenlängenauflösung von 0,2 nm ist für 2320 virtuelle Pixel entlang des Wellenleiterabschnitts 2 ein Wellenlängenbereich von 464 nm für die Variation der Sekundäremission erforderlich, bei einer Wellenlängenauflösung von 0,1 nm ein Wellenlängenbereich von 232 nm. Alle Pixel eines derartigen Wellenleiterabschnittes 2 werden gleichzeitig mit Laserlicht eines Stimulationslasers 14 stimuliert, das aus einem benachbart angeordneten, leckbehafteten Stimulations-Wellenleiter 17 austritt. Dieser Stimulations-Wellenleiter 17 kann bspw. als leckbehaftete Faser ausgebildet sein, die viele Streustellen für den Austritt eingekoppelter Laserstrahlung aufweist.
  • Die Erfassung der emittierten optischen Strahlung erfolgt mit einem Licht-Messsystem, das durch ein Spektrometer (Littrow-Gitter 8 und Photodetektor 18) gebildet wird, das eine an die farbliche Auflösung entlang des Wellenleiterabschnitts 2 angepasste Wellenlängenauflösung aufweist. Die Röntgenbestrahlung und der Auslesevorgang können simultan erfolgen. Weiterhin können auch in dieser Ausgestaltung Gitterstrukturen in den Wellenleiterabschnitt 2 eingebracht werden, die als DFB-Laser wirken. Der DFB-Laser wird dabei durch das Stimulationslicht gepumpt. Das Stimulationslicht wird somit zur Verstärkung der Phosphoremission genutzt.
  • 7 zeigt schließlich ein weiteres Beispiel, bei dem die Wellenleiterabschnitte 2 durch einen spiralförmig angeordneten Wellenleiter gebildet werden. Auch in diesem Beispiel weist der Wellenleiter ein stimulierbares Phosphormaterial auf, das einfallende Röntgenstrahlungsenergie speichert, bis sie durch Einstrahlung von Laserlicht wieder abgegeben wird. Die Röntgenstrahlung wird auch hier mit einer Pulsdauer erzeugt, die geringer ist als die Zeit, die das emittierte Licht für den Durchlauf einer Spiralwindung benötigt. Nach jeder Röntgenbestrahlung wird ein Ausleselaser 19 in den Wellenleiter eingekoppelt, der einen sehr kurzen Laserpuls erzeugt. Die Pulsdauer bestimmt die Größe der virtuellen Pixel. Eine Pulsdauer von 5 ps ergibt eine longitudinale Pixelauflösung von 1 mm. Während dieser Stimulationspuls entlang des Wellenleiters propagiert, löst er die gespeicherte Röntgenenergie als optische Strahlung aus, die in entgegengesetzter Richtung propagiert und dort auf einen Photodetektor 18 trifft. Jeder lokale Lichtimpuls erreicht den Photodetektor 18 mit einer Verzögerung, die vom Abstand des auslösenden Pixels vom Photodetektor 18 abhängt. Diese Verzögerung umfasst auch die Zeit, die der Stimulationspuls benötigt, um an die jeweilige Pixelposition zu propagieren. Bei einer geeigneten Zeitauflösung ist der Photodetektor 18 in der Lage, Pulse, die von unterschiedlichen Pixelpositionen entlang des Wellenleiters stammen, zu unterscheiden. Eine derartige Zeitauflösung wird beispielsweise mit einem optischen Hochgeschwindigkeitsoszilloskop oder mit einer Streak-Kamera erreicht. Optional kann auch noch ein optischer Faserverstärker (OFA) 21 das optische Signal von den virtuellen Pixeln verstärken, wobei ein zusätzlicher Pumplaser 20 für den Faserverstärker 21 eingesetzt wird. Optische Verstärkung ist rauschfrei und kann auch eine logarithmische Konversion zur Reduzierung des dynamischen Bereiches ermöglichen, die für den Einsatz einer Streak-Kamera als Photodetektor 18 erforderlich ist.
  • Ein besonderer Vorteil des vorliegenden Detektormoduls besteht darin, dass der Ausgang der optischen Wellenleiterabschnitte 2 oder Wellenleiter direkt mit einem optischen Schleifring verbunden werden kann, der das gemultiplexte optische Signal von den virtuellen Detektorpixeln direkt an den stationären Teil eines CT-Drehrahmens überträgt. Ein Beispiel für einen derartigen optischen Schleifring kann bspw. der WO 03/069392 A2 entnommen werden. In diesem Fall ist das elektrisch vollkommen passive Detektormodul mit einem elektrisch passiven optischen Schleifring verbunden, so dass ein Computer-Tomograph der dritten Generation mit einem elektrisch passiv rotierenden Röntgendetektor realisiert wird. Das gemultiplexte optische Signal wird erst im stationären Teil decodiert und digitalisiert. Dies reduziert das Gewicht der Detektorkomponenten am rotierenden Teil erheblich. Alle elektrischen Teile für die Detektion können am stationären Teil angeordnet werden. Das reduziert Kosten, Gewicht und EMI-Probleme (EMI: Elektromagnetische Interferenz) sowie den Raum für den Detektor am rotierenden Drehrahmen.

Claims (18)

  1. Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung, das ein oder mehrere optische Wellenleiterabschnitte (2) umfasst, die zur Bildung ein oder mehrerer Detektorzeilen nebeneinander angeordnet und seriell optisch miteinander verbunden sind, wobei die Wellenleiterabschnitte (2) ein oder mehrere Wandlermaterialien für die Umwandlung einfallender Röntgen- oder Gammastrahlung (3) in optische Strahlung beinhalten und so ausgebildet sind, dass in jeweils benachbarten Bereichen entlang der Wellenleiterabschnitte (2) bei Einfall von Röntgen- oder Gammastrahlung (3) optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt wird.
  2. Detektormodul für Röntgen- oder Gammastrahlung, das ein oder mehrere optische Wellenleiterabschnitte (2) umfasst, die zur Bildung ein oder mehrerer Detektorzeilen nebeneinander angeordnet und seriell optisch miteinander verbunden sind, wobei die Wellenleiterabschnitte (2) ein optisch stimulierbares Phosphormaterial für die Umwandlung einfallender Röntgen- oder Gammastrahlung (3) in optische Strahlung beinhalten.
  3. Detektormodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein zum Auslesen des optisch stimulierbaren Phosphormaterials eingesetzter optischer Wellenleiter (11) so an den ein oder mehreren Wellenleiterabschnitten (2) angeordnet ist, dass das optisch stimulierbare Phosphormaterial durch eine entlang des zum Auslesen eingesetzten Wellenleiters (11) wandernde Auskoppelstelle mit einem in den Wellenleiter (11) eingekoppelten Lichtstrahl lokal zur Emission der optischen Strahlung stimulierbar ist.
  4. Detektormodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Auslesen eingesetzte Wellenleiter (11) ein über die Länge des Wellenleiters (11) variierendes Gitter aufweist, so dass die wandernde Auskoppelstelle durch Variation der Wellenlänge des Lichtstrahls erreicht wird, der in den Wellenleiter (11) eingekoppelt wird.
  5. Detektormodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Auslesen eingesetzte Wellenleiter (11) mit einem akustischen Wandler (13) verbunden ist, durch den die wandernde Auskoppelstelle durch Erzeugung akustischer Wellen im Wellenleiter (11) erreicht werden kann.
  6. Detektormodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandlermaterialien Szintillatormaterialien sind.
  7. Detektormodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandlermaterialien optisch stimulierbare Phosphormaterialien sind.
  8. Detektormodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein zum Auslesen der optisch stimulierbaren Phosphormaterialien eingesetzter optischer Wellenleiter (17), der Licht eines eingekoppelten Lichtstrahls senkrecht zu einer Längsachse des Wellenleiters (17) abgibt, so an den ein oder mehreren Wellenleiterabschnitten (2) angeordnet ist, dass die optisch stimulierbaren Phosphormaterialien durch einen in den Wellenleiter (17) eingekoppelten Lichtstrahl zur Emission der optischen Strahlung stimulierbar sind.
  9. Detektormodul nach einem der Ansprüche 1, 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Wellenleiterabschnitte (2) eine DFB-Gitterstruktur (9) beinhalten, die entlang der Wellenleiterabschnitte (2) entsprechend der jeweils zu erzeugenden optischen Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge variiert.
  10. Detektormodul nach einem der Ansprüche 1, 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Wellenleiterabschnitte (2) so ausgebildet sind, dass in unterschiedlichen Bereichen entlang jedes Wellenleiterabschnittes (2) bei Einfall von Röntgen- oder Gammastrahlung (3) optische Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge erzeugt wird.
  11. Detektormodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Wellenleiterabschnitte (2) über optische Umlenkelemente an ihren Enden optisch miteinander verbunden sind.
  12. Detektormodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Wellenleiterabschnitte (2) Teilabschnitte eines spiralförmig angeordneten Wellenleiters sind, die eine um 360° umlaufende Detektionsfläche für einen Computer-Tomographen bilden.
  13. Detektormodul nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Wellenleiterabschnitte (2) eine rechteckige Querschnittsform aufweisen.
  14. Detektormodul nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Wellenleiterabschnitte (2) der unter schiedlichen Detektorzeilen identisch aufgebaut sind.
  15. Verwendung eines Detektormoduls nach einem der Ansprüche 1 bis 14 in einem Computer-Tomographen.
  16. Verwendung nach Anspruch 15, bei der ein Ausgang des Detektormoduls mit einer Frequenz und/oder Zeit auflösenden Licht-Messeinrichtung (6) verbunden ist.
  17. Verwendung nach Anspruch 15, bei der das Detektormodul an einem rotierenden Teil des Computer-Tomographen angeordnet ist und ein Ausgang des Detektormoduls mit einem optischen Schleifring zur Übertragung der erzeugten optischen Strahlung an einen stationären Teil des Computer-Tomographen verbunden ist, an dem eine Frequenz und/oder Zeit auflösende Licht-Messeinrichtung (6) angeordnet ist.
  18. Verwendung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, bei der die optische Strahlung in den mehreren Detektorzeilen durch eine Einrichtung (11, 13, 14, 16, 17, 19) zur seriellen optischen Stimulation des stimulierbaren Phosphormaterials ausgelöst wird.
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