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DE102005018171B4 - Vorrichtung zum Handling von Folien - Google Patents

Vorrichtung zum Handling von Folien Download PDF

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DE102005018171B4 DE200510018171 DE102005018171A DE102005018171B4 DE 102005018171 B4 DE102005018171 B4 DE 102005018171B4 DE 200510018171 DE200510018171 DE 200510018171 DE 102005018171 A DE102005018171 A DE 102005018171A DE 102005018171 B4 DE102005018171 B4 DE 102005018171B4
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Abstract

Vorrichtung zum Handling von Folien (1), insbesondere von dünnsten Kupferfolien zum Herstellen von Leiterplatten, mit zumindest einer Einrichtung (4) zum Erfassen der Folie (1), welche an einem Schwenkarm (3) angeordnet ist, wobei die Einrichtung (4) zumindest zwei Saugelemente (12.1 bis 12.3) aufweist, von denen zumindest ein Saugelement (12.1, 12.2) gegenüber einem anderen Saugelement (12.3) nach dem Erfassen der Folie (1) lageveränderbar ausgebildet ist, und die Einrichtung (4) zumindest ein Saugelement (12.1 bis 12.3) aufweist, welches aus einem Saugbalken (14.1 bis 14.3) mit Bohrungen (16) und einem Saugpad (15.1 bis 15.3) mit Bohrungen (17) besteht, wobei die Bohrungen (16, 17) kongruieren und die Bohrungen (16) einen geringeren Durchmesser aufweisen, als die Bohrungen (17).

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Handling von Folien, insbesondere von dünnsten Kupferfolien zum Herstellen von Leiterplatten, mit zumindest einer Einrichtung zum Erfassen der Folie, welche an einem Schwenkarm angeordnet ist.
  • Stand der Technik
  • Derartige Vorrichtungen sind bereits in vielfältiger Form und Ausgestaltung auf dem Markt bekannt und gebräuchlich. So wird beispielsweise in der DE 297 05 707 U1 eine Vorrichtung zum Handling von Leiterplatten beschrieben, bei welcher eine Einrichtung zum Erfassen von Leiterplatten eine Reihe von Vakuumgreifern aufweist, mit denen die Leiterplatte angesaugt wird.
  • Nachteilig bei diesen Vakuum- oder Sauggreifern ist, dass die immer dünner werdenden Folien oder Leiterplatten, welche heutzutage bereits nur noch eine Dicke von 20 μm aufweisen und – sogar auf eine Dicke von bis zu 12 μm gehen sollen –, durch solch einen Ansaugvorgang oftmals beschädigt werden und hierdurch nicht mehr weiter verwendet werden können. Bereits leichte Dellen oder Knicke in der Kupferfolie machen diese unbrauchbar. Dies macht das Handling von Folien zur Herstellung von Leiterplatten zu einem kostenintensiven und unbefriedigenden Vorgang.
  • In der US 6,345,818 B1 wird ein Roboter zum Greifen, Trennen und Transportieren einzelner Materialschichten von einem Materialstapel zu einem Ablegebereich beschrieben. Das Anheben der Materialschicht erfolgt über Vakuumgreifer, welche die Metallschicht ansaugen, dann zunächst nach oben biegen und dann abheben. Um ein Lösen von der darunter liegenden Metallschicht zu erleichtern, sind Luftschläuche vorgesehen, welche Luft auf die Peripherie und unter die oberste Metallschicht blasen.
  • Nachteilig hierbei ist erneut, dass die Gefahr der Beschädigung der Metallschicht beim Ansaugvorgang, ihrem Hochbiegen und dem Einbringen von Druckluft auf bzw. unter die Schicht besteht.
  • Aus der DE 27 25 831 A1 geht eine Vorrichtung zum Entstapeln von dicht auf dicht gestapelten Folien hervor, welche hierfür einen um seine Achse schwenkbaren und heb- und senkbaren Saugbalken mit Saugleiste aufweist. Ein von der Saugleiste aufgenommener Rand einer Folie vom Folienstapel wird unter Hinbewegung des Saugbalkens vom Folienstapel rollend abgehoben und danach weitertransportiert.
  • Auch diese Vorrichtung ist eher für die Anwendung bei dickeren Folien geeignet, welche nicht so leicht beschädigt werden können. Für dünne Folien ist diese Vorrichtung nicht geeignet, da auch hier nur eine punktuelle Aufnahme der Folie erfolgt, was zu Dellen und Knicken in der Folie führen kann.
  • Ferner wird in der GB 2 300 651 A eine Vorrichtung zum Erfassen von Werkstücken beschrieben, welche eine Ansaugfläche aufweist, die mit unterschiedlichen Perforationen versehen ist. Hierdurch soll die Ansaugkraft zwischen dem Werkstück und der Ansaugfläche verstärkt werden. Doch auch hier ist ein befriedigendes und beschädigungsfreies Handling der Folien nicht gegeben.
  • Aufgabe der Erfindung
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Handling von Folien zu schaffen, mit welcher die o. g. Nachteile beseitigt werden und sehr dünne Folien gehandelt werden können, ohne diese sowohl beim Ansaugen oder beim Transport, als auch beim Ablegen beispielsweise auf einem Transportband oder in einer Transportbox zu beschädigen und damit unbrauchbar zu machen. Des weiteren sollen die Kosten gesenkt werden und die Vorrichtung zum Handling der Folien soll einfach zu steuern sein und einen einfachen Aufbau aufweisen.
  • Lösung der Aufgabe
  • Zur Lösung der Aufgabe führen die Merkmale von Patentanspruch 1.
  • Die Lageveränderbarkeit der Saugleisten zueinander wirkt insbesondere beim Aufnehmen der Folien beispielsweise von einem Transportband oder aus einer Transportbox zum Tragen. Die Lageveränderbarkeit der einen Saugleiste insbesondere nach oben und das gleichzeitige Verbleiben der anderen Saugleiste in ihrer Ausgangsstellung bewirkt, dass die angesaugte Folie konkav gebogen wird, wodurch die Adhäsion zwischen zwei aufeinanderliegenden Folien und auch der Folie und einer Auflagefläche aufgehoben wird. Die Folie wird quasi von der anderen Folie abgeschält, wobei beim Abheben Umgebungsluft in den Raum zwischen den beiden Folien einströmt und das Ablösen unterstützt.
  • Um die Lageveränderbarkeit der Saugleiste zu gewährleisten, ist diese an einem Schwenkteil befestigt, wobei dieses Schwenkteil drehbar an Seitenwangen eines Grundrahmens der Einrichtung angeordnet ist. Gleichzeitig ist jeweils zwischen dem Schwenkteil und der Seitenwange des Grundrahmens eine Verstelleinrichtung in Form einer Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen, durch welche das Schwenkteil um eine Drehachse, welche das Schwenkteil mit der Seitenwange des Grundrahmens verbindet, gedreht werden kann. Hierdurch schwenkt das Schwenkteil und die an dem Schwenkteil befestigte Saugleiste nach oben.
  • Anstelle der Kolben-Zylinder-Einheit ist selbstverständlich jedwede andere Möglichkeit denkbar, mit welcher das Schwenkteil um die Drehachse gedreht werden kann. Die unterschiedlichen Möglichkeiten sollen von der vorliegenden Erfindung umfasst sein.
  • Bevorzugt sind drei Saugleisten vorgesehen. Die mittlere Saugleiste ist lediglich federgelagert und für die anfängliche Höhenbestimmung der gesamten Einrichtung zuständig. Die beiden anderen Saugleisten sind dann beidseitig der mittleren angeordnet, wobei alle drei Saugleisten sich an dem Grundrahmen befinden.
  • Die Saugelemente sind bevorzugt die Saugleisten, welche sich aus dem Saugbalken und dem Saugpad zusammensetzen, wobei das Saugpad bevorzugt ein Schaumstoff ist, welcher antistatisch, abriebfest und zu Seite hin luftundurchlässig ist, da ansonsten beim Ansaugen Vakuum verloren geht. Des weiteren weist er eine bestimmte Weichheit auf, damit auch auf diese Art und Weise Dellen auf der Kupferfolie verhindert werden. Es ist jedoch auch denkbar, auf der Oberfläche des Schaumstoffes einen Sprühgummi zu aufzubringen. Wichtig ist lediglich, dass beim Ansaugen der Folie an das Saugpad der Saugleiste keine Dellen oder Knicke in der Kupferfolie der Leiterplatte entstehen können.
  • Die Bohrungen in dem Saugbalken und dem Saugpad sind so verteilt, dass der Saugbalken die Bohrungen mit dem geringeren Durchmesser aufweist. Dieser liegt bevorzugt zwischen 0,3 bis 1,5 mm. Das Saugpad hingegen, welches auf den Saugbalken aufgelegt ist, weist die Bohrungen mit dem grösseren Durchmesser auf. Dieser Durchmesser liegt zwischen 3 und 8 mm. Diese Durchmesser haben sich als besonders wirkungsvoll für das sorgsame Ansaugen der Folie herausgestellt. Weisen die Bohrungen, insbesondere die Bohrungen des Saugpads, einen grösseren Durchmesser auf, so werden erneut Dellen in den Folien hervorrufen, wohingegen Bohrungen mit einem kleineren Durchmesser eine zu geringe Saugleistung haben.
  • Nichtsdestotrotz soll auch die Möglichkeit der Veränderung der Durchmesser der Bohrungen nach oben oder nach unten ebenfalls von der vorliegenden Erfindung umfasst sein.
  • Ferner weisen die Bohrungen eine bevorzugt gleichmässige Verteilung in dem Saugbalken und dem Saugpad auf, da dies zu einem gleichmässigen Ansaugen der Folie führt. Die Möglichkeit einer anderen Verteilung der jeweiligen Bohrungen des Saugbalkens und/oder des Saugpads soll jedoch von der vorliegenden Erfindung umfasst sein.
  • Die Ausgestaltung sowohl der Saugleisten, als auch der gesamten Einrichtung ist vorliegend bevorzugt rechteckig, um sich der Form und der Fläche der Folien anzupassen, welche ebenfalls in der Regel rechteckig sind und um die Folien möglichst grossflächig anzusaugen. Es soll jedoch von der vorliegenden Erfindung umfasst sein, dass die Ausgestaltung der Einrichtung und/oder der Saugleisten auch anders sein kann, d. h. beispielsweise quadratisch, rund, unterteilt in mehrere Einzelleisten oder dergleichen.
  • Ebenso soll von der vorliegenden Erfindung auch die Möglichkeit der variierenden Anzahl an Saugleisten der Einrichtung umfasst sein. Vorliegend hat sich eine Anordnung von drei Saugleisten als besonders vorteilhaft herausgestellt, es können jedoch auch nur zwei oder mehr als drei Saugleisten vorgesehen werden. Dies richtet sich nach den Wünschen des Benutzers.
  • Durch die Kombination der Höhenverstellbarkeit und der unterschiedlichen Durchmesser der Bohrungen der Saugleisten wird gewährleistet, dass sehr dünne Folien sorgsam angesaugt und bei einem Transport und einem folgenden Ablegen ebenso sorgfältig gehandhabt werden können.
  • Figurenbeschreibung
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in
  • 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Handling von sehr dünnen Folien für die Herstellung von Leiterplatten mit der erfindungsgemässen Einrichtung zum Erfassen dieser Folien;
  • 2 eine perspektivische Ansicht der Einrichtung zum Erfassen von Folien ohne Abdeckhaube und mit in einer Ebene befindlichen Saugleisten;
  • 3 die perspektivische Ansicht der Einrichtung nach 2 mit teilweise dargestellter Abdeckhaube und höhenverstellten Saugleisten;
  • 4 eine Vorderansicht der erfindungsgemässen Einrichtung zum Erfassen von Folien gemäss 2;
  • 5 die Vorderansicht der Einrichtung in 4 mit höhenverstellten Saugleisten;
  • 6 eine Unteransicht der erfindungsgemässen Einrichtung zum Erfassen von Folien;
  • 7 eine perspektivische Ansicht einer Saugleiste aus der Einrichtung zum Erfassen von Folien; und
  • 8 eine Draufsicht auf eine Saugleiste gemäss 7.
  • Gemäss 1 ist eine Vorrichtung R zum Handling von Folien 1 in einem Maschinengehäuse 2 angeordnet und weist einen dreh- und schwenkbaren Schwenkarm 3 sowie eine Einrichtung 4 zum Erfassen der Folie 1 auf. Die Einrichtung 4 ist dabei über einen Adapterflansch 5 und einen daran angeschlossenen Hebelarm 6 mit einem gabelartig ausgebildeten Endstück 7 des Schwenkarmes 3 verbunden.
  • Die Einrichtung 4, welche in den 2 bis 6 detaillierter dargestellt ist, weist unterhalb einer Abdeckhaube 8 einen H-förmigen Grundrahmen 9 auf. Dieser Grundrahmen 9 besitzt auf beiden Seiten seines erhöht ausgebildeten Mittelsteges 29 jeweils Seitenwangen 30.1 und 30.2, die zwischen sich jeweils ein Schwenkteil 11.1 und 11.2 aufnehmen, das über Drehachsen 10 mit den Seitenwangen 301 und 30.2 drehbar verbunden ist.
  • Jedes Schwenkteil 11.1 und 11.2 besteht aus einer mit Ausnehmungen 31 versehenen Platte 32 (siehe 6) mit seitlich aufragenden L-förmigen Seitenwänden 33, welche bei Bewegung der Schwenkteile 11.1 und 11.2 an den Seitenwangen 30.1 und 30.2 vorbeistreifen. Durch das Knie der L-förmigen Seitenwände 33 verlaufen die Drehachsen 10 zur schwenkbaren Verbindung der Schwenkteile 11.1 und 11.2 mit dem Grundrahmen 9.
  • Zwischen den äusseren Enden der Seitenwände 33 ist über Anbaustücke 13 jeweils ein Saugelemente 12.1 bzw. 12.2 mit den Schwenkteilen 11.1 und 11.2 verbunden. Diese Saugelemente 12.1 und 12.2 sind bevorzugt als Saugleisten ausgebildet und setzen sich jeweils aus einem Saugbalken 14.1 und 14.2 sowie einem Saugpad 15.1 und 15.2 zusammen. Sowohl der Saugbalken 14.1 bzw. 14.2, als auch das Saugpad 15.1 bzw. 15.2 sind mit, in den 7 und 8 näher gezeigten Bohrungen 16 und 17 versehen, welche miteinander kongruieren. Dabei weisen die Bohrungen 16 des Saugbalkens 14.1 bzw. 14.2 einen wesentlich geringeren Durchmesser auf, als die Bohrungen 17 des Saugpads 15.1 bzw. 15.2 zugeordnet sind. So weisen die Bohrungen 16 bevorzugt einen Durchmesser in einem Bereich von 0,3 bis 1,5 mm und die Bohrungen 17 bevorzugt einen Durchmesser in einem Bereich von 3 bis 8 mm auf.
  • Öffnungen 18 auf der dem Saugpad 15.1 bzw. 15.2 gegenüberliegenden Seite des Saugbalkens 14.1 bzw. 14.2 dienen dem Anschluss einer nicht näher gezeigten Vakuumleitung.
  • An den Saugleisten 12.1 und 12.2 gegenüberliegenden und L-förmig nach dem Knie mit den Drehachsen 10 aufragenden Wandteilen 34 der Seitenwände 33 der Schwenkteile 11.1 und 11.2 ist jeweils eine Verstelleinrichtung 19.1 bzw. 19.2 gelenkig angeordnet. Die Verstelleinrichtung 19.1 bzw. 19.2 weist bevorzugt eine Kolben-Zylinder-Einheit auf, wobei ein Zylinder 20 schwenkbar mit der Seitenwange 30.1 bzw. 30.2 des Grundrahmens 9 verbunden ist und ein über eine Kolbenstange 21 anschliessendes Verbindungselement 22 wiederum die gelenkige Verbindung zwischen der Verstelleinrichtung 19.1 bzw. 19.2 und den Wandteilen 33 der Schwenkteile 11.1 und 11.2 herstellt.
  • In etwa mittig unterhalb des Mittelsteges 29 des Grundrahmens 9 und zwischen den Saugleisten 12.1 und 12.2 ist eine weitere Saugleiste 12.3 auf nicht näher gezeigte Art und Weise federgelagert angeordnet. Diese Saugleiste 12.3 setzt sich, ebenso wie die Saugleisten 12.1 und 12.2, aus einem Saugbalken 14.3 und einem Saugpad 15.3 zusammen, wobei der Saugbalken 14.3 die Bohrungen 16 und das Saugpad 15.3 die Bohrungen 17 aufweist.
  • Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
    Von einem oder mehreren ausserhalb des Grundgehäuses 2 angeordneten Transportbändern, welche hier nicht näher gekennzeichnet sind, werden Folien 1 zu einem innerhalb des Grundgehäuses 2 angeordneten Transportband 23 befördert. Hier wird die Folie 1 bzw. deren Lage auf dem Transportband 23 von einer Kamera 24 erfasst, wobei eine Violettlampe 25 die Kontur der Folie 1 verdeutlicht.
  • Die Lage der Folie wird von der Kamera 24 an die Steuerung der Vorrichtung R weiter gegeben, wobei ein nicht näher gezeigte Fadenkreuz der Steuerung anzeigt, wie sich der Schwenkarm 3 bzw. die Einrichtung 4 zum Erfassen der Folie 1 um ihre jeweiligen Dreh- und Schwenkachsen 26 zu bewegen haben, um die Folie 1 richtig zu erfassen.
  • Anschliessend senkt sich die Einrichtung 4 zum Erfassen der Folie 1 mittels des Schwenkarmes 3 nach unten und die Saugpads 15.1 bis 15.3 der Saugleisten 12.1 bis 12.3 kommen auf der Folie 1 zu liegen, wobei eine Grundhöhe der Einrichtung 4 durch die federgelagerte Saugleiste 12.3 zu Anfang bestimmt wird. Hierzu ist dieser Saugleiste 12.3 eine entsprechende handelsübliche Einrichtung zur Ermittlung ihrer Höhenlage zugeordnet.
  • Anschliessend erfolgt ein Ansaugen der Folie 1 bevorzugt mittels Unterdruck durch die Bohrungen 16 bzw. 17 der Saugbalken 14.1 bis 14.3 bzw. der Saugpads 15.1 bis 15.3. Die Folie 1 haftet nun an den Saugleisten 12.1 bis 12.3 und kann zu neben dem Transportband 23 angeordneten Transportboxen 27 oder zu einem weiteren Transportband transportiert werden.
  • Sollte die Folie 1 in den Transportboxen 27 oder auf dem Transportband beispielsweise auf anderen Folien oder dergleichen insbesondere durch Adhäsion haften, werden die beiden äusseren Saugleisten 12.1 und 12.2, nach dem Erfassen, aber vor dem Abheben, nach oben geschwenkt. Dies geschieht durch Betätigung der Kolben-Zylinder-Einheiten 19.1 bzw. 19.2, wodurch die Kolbenstange 21 ausgefahren wird. Durch diese Bewegung drehen sich die Schwenkteile 11.1 und 11.2 um die Drehachsen 10 in Richtung eines Pfeils 28, wodurch die mit den Schwenkteilen 11.1 und 11.2 verbundenen Saugleisten 12.1 und 12.2 ebenfalls in einem Radius um die Drehachsen 10 nach oben gedreht werden. Die mittlere Saugleiste 12.3 jedoch verbleibt in ihrer federgelagerten Ausgangsstellung. Hierdurch entsteht eine konkave Wölbung der an der Unterseite der Einrichtung 4 befindlichen Folie 1, durch welche die Adhäsion zwischen der Folie 1 und einer weiteren Folie oder dergleichen aufgehoben wird. Die Folie 1 löst sich leicht von der anderen Folie. Die aus der unmittelbaren Umgebung in die Spalte zwischen den Folien nachströmende Umgebungsluft reicht aus, um die noch verbleibende Adhäsion zwischen den Folien aufzuheben.
  • Die Einrichtung 4 kann nun mit Hilfe des Schwenkarmes 3 wieder in ihre Ausgangsstellung, d. h. in ihre Nullposition zurückgefahren werden, wobei auch die Saugleisten 12.1 und 12.2 wieder in ihre Ausgangsstellung nach unten geschwenkt werden. In ihrer Ausgangsstellung kann die Einrichtung 4 wieder auf eine neu angekommene Folie 1 mit Hilfe der Kamera 24 und mit Hilfe des Fadenkreuzes ausgerichtet werden und die Folie 1 von dem Transportband 23 aufnehmen, um sie der Transportbox 27 oder einem weiteren Transportband zuzuführen. Bezugszeichenliste
    1 Folie
    2 Maschinengehäuse
    3 Schwenkarm
    4 Einrichtung
    5 Adapterflansch
    6 Hebelarm
    7 gabelartiges Ende
    8 Abdeckhaube
    9 Grundrahmen
    10 Drehachse
    11 Schwenkteil
    12 Saugelement/-leiste
    13 Anbaustück
    14 Saugbalken
    15 Saugpad
    16 Bohrung
    17 Bohrung
    18 Öffnung
    19 Kolben-Zylinder-Einheit/Verstelleinrichtung
    20 Zylinder
    21 Kolbenstange
    22 Verbindungselement
    23 Transportband
    24 Kamera
    25 Violettlampe
    26 Pfeil
    27 Transportbox
    28 Pfeil
    29 Mittelsteg
    30 Seitenwange
    31 Ausnehmung
    32 Platte
    33 Seitenwand
    34 Wandteil

Claims (15)

  1. Vorrichtung zum Handling von Folien (1), insbesondere von dünnsten Kupferfolien zum Herstellen von Leiterplatten, mit zumindest einer Einrichtung (4) zum Erfassen der Folie (1), welche an einem Schwenkarm (3) angeordnet ist, wobei die Einrichtung (4) zumindest zwei Saugelemente (12.1 bis 12.3) aufweist, von denen zumindest ein Saugelement (12.1, 12.2) gegenüber einem anderen Saugelement (12.3) nach dem Erfassen der Folie (1) lageveränderbar ausgebildet ist, und die Einrichtung (4) zumindest ein Saugelement (12.1 bis 12.3) aufweist, welches aus einem Saugbalken (14.1 bis 14.3) mit Bohrungen (16) und einem Saugpad (15.1 bis 15.3) mit Bohrungen (17) besteht, wobei die Bohrungen (16, 17) kongruieren und die Bohrungen (16) einen geringeren Durchmesser aufweisen, als die Bohrungen (17).
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (16) einen Durchmesser in einem Bereich von 0,3 bis 1,5 mm aufweisen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (17) einen Durchmesser in einem Bereich von 3 bis 8 mm aufweisen.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (16, 17) innerhalb einer Reihe einen Abstand von 8 mm voneinander aufweisen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihen von Bohrungen (16, 17) einen Abstand von 7 mm aufweisen.
  6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugpad (15.1 bis 15.3) aus einem schaumstoffartigen Werkstoff mit geschlossenen Poren besteht.
  7. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Saugleiste (12.3) federgelagert ist.
  8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Saugleiste (12.1, 12.2) an einem Schwenkteil (11.1, 11.2) angeordnet sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenkteil (11.1, 11.2) über Drehachsen (10) drehbar an Seitenwangen (30) eines Grundrahmens (9) angeordnet ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verstelleinrichtung (19.1, 19.2) vorgesehen ist, welche einends gelenkig mit dem Schwenkteil (11.1, 11.2) und andernends mit der Seitenwange (30) des Grundrahmens (9) verbunden ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung eine Kolben-Zylinder-Einheit (19) aufweist, deren Zylinder (20) mit der Seitenwange (30) des Grundrahmens (9) verbunden ist und über ein mit einer Kolbenstange (21) verbundenes Verbindungselement (22) eine gelenkige Verbindung mit dem Schwenkteil (11.1, 11.2) eingeht.
  12. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (4) drei Saugleisten (12.1 bis 12.3) aufweist, von denen zwei Saugleisten 12.1, 12.2) lageveränderbar gegenüber einer Saugleiste (12.3) angeordnet sind.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Saugleiste (12.3) in etwa mittig zwischen den anderen beiden Saugleisten (12.1, 12.2) angeordnet ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein erhöht ausgebildeter Mittelsteg (29) des Grundrahmens (9) mit einer Abdeckhaube (8) versehen und an ihm die federgelagerte Saugleiste (12.3) angeordnet ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelsteg (29) des Grundrahmens (9) einen Adapterflansch (5) aufweist, über welchen der Grundrahmen (9) bzw. die Einrichtung (4) mit dem Schwenkarm (3) verbunden ist.
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