DE102005016080A1 - Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwasser - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwasser angegeben, bei welcher das Abwasser und Gas einem Mikroorganismen enthaltenden Reaktionsbehälter (1) über mindestens eine aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten Rohren bestehende Zweistoffdüse (2) zugeführt werden, die in den Reaktionsbehälter (1) bis in darin befindliches Abwasser hineinragt. Das innen liegende, das Gas führende Rohr der Zweistoffdüse (2) ist unter Einschluss eines freien Ringspalts von dem das Abwasser führenden, äußeren Rohr umschlossen und endet mit Abstand zur Austrittsöffnung des äußeren Rohres innerhalb desselben. Das Gemisch aus Abwasser und Gas wird in dem Reaktionsbehälter (1) in einem Kreislauf bewegt. Die Zweistoffdüse (2) ist mit einem von der Vertikalen abweichenden Verlauf derart im Reaktionsbehälter (1) angeordnet, dass ihre Achse (A) einen zwischen 80 DEG und 0 DEG liegenden Winkel (alpha) mit einer horizontal verlaufenden Linie (3) einschließt.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwasser, bei welcher das Abwasser und Gas einem Mikroorganismen enthaltenden Reaktionsbehälter über eine aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten Rohren bestehende Zweistoffdüse zugeführt werden, die in den Reaktionsbehälter bis in darin befindliches Abwasser hineinragt, bei welcher das innen liegende, das Gas führende Rohr der Zweistoffdüse unter Einschluss eines freien Ringspalts von dem das Abwasser führenden, äußeren Rohr umschlossen ist und mit Abstand zur Austrittsöffnung des äußeren Rohres innerhalb desselben endet und bei welcher das Gemisch aus Abwasser und Gas in dem Reaktionsbehälter in einem Kreislauf bewegt wird (
DE 102 45 466 A1 ). - Bei der biologischen Reinigung von Abwasser werden organische Schadstoffe von Mikroorganismen – im folgenden als "Biomasse" bezeichnet – unter Verwendung von Sauerstoff in unschädliche Stoffe umgewandelt. Das Abwasser wird durch Begasen eines Biomasse-Wasser-Gemisches in einem Reaktionsbehälter gereinigt, dem kontinuierlich Abwasser und Gas zugeführt und eine vergleichbare Menge an Biomasse-Wasser-Gemisch entnommen werden. Unter "Gas" sollen Luft, mit Sauerstoff angereicherte Luft oder auch reines Sauerstoffgas verstanden werden.
- Im häuslichen Bereich, aber auch bei vielen industriellen Prozessen entstehen organisch belastete Abwässer. Für die Reinigung solcher Abwässer sind Verfahren zum Eliminieren der gelösten organischen Verbindungen auf aerobem Wege durch Mikroorganismen bekannt. Diese Verfahren werden meistens in flachen Belebungsbecken durchgeführt, wobei der erforderliche Sauerstoff dem Abwasser durch eine Begasung zugeführt wird. Zum Begasen sind sowohl sogenannte Oberflächenbelüfter in Form von Walzen, Kreiseln oder spezielle Begasungsaggregate, welche dem Abwasser die Luft über eine Oberfläche zuführen, als auch sogenannte Druckbelüfter bekannt, welche das Gas unter Druck mittels einer Düse, gelochter Rohre oder poröser Membranen in Form feiner Gasblasen im Abwasser dispergieren. Diese bekannten Vorrichtungen arbeiten in der Regel mit offenen Becken, so dass Aerosole austreten können. Eine Verstopfung von Dispergiergeräten, eine geringe Sauerstoffnutzung der zugeführten Luft sowie hohe Investitions- und Betriebskosten sind außerdem meist nicht zu vermeiden.
- Bei der bekannten Vorrichtung nach der eingangs erwähnten
DE 102 45 466 A1 werden Abwasser und Gas mindestens einer Zweistoffdüse räumlich getrennt voneinander über zwei konzentrische Rohre zugeführt, von denen das innere, das Gas führende Rohr gegenüber dem äußeren Rohr kürzer ist. Das Gas wird dadurch bereits in der Zweistoffdüse vordispergiert. Beim Austritt des Gemisches aus Abwasser und Gas aus der Zweistoffdüse in das im Reaktionsbehälter befindliche Abwasser entsteht eine Impulsübertragung von dem aus der Zweistoffdüse austretenden Gemisch an das im Reaktionsbehälter befindliche Abwasser. Dadurch wird das Gas zusätzlich sehr fein dispergiert und im Reaktionsbehälter nach unten transportiert. Durch die damit abwärts gerichtete Strömung des Gas-Abwassergemisches und die Umlenkung desselben am Boden des Reaktionsbehälters, entsteht in demselben eine Umlaufströmung, so dass das Gas sehr gleichmäßig im Reaktionsbehälter verteilt wird. Diese Vorrichtung hat sich in der Praxis bewährt. Eine Geruchsbelästigung kann ausgeschlossen werden. Gesonderte Dispergiergeräte werden nicht eingesetzt. Die Investitions- und Betriebskosten sind niedrig. Zudem wird durch die Umlaufströmung die Verweilzeit der Gasblasen im Abwasser verlängert, wodurch die Sauerstoffausnutzung deutlich verbessert wird. Bei relativ niedrigen Reaktionsbehältern kann die Arbeitsweise der Vorrichtung unter Umständen eingeschränkt sein. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Vorrichtung vorteilhaft weiterzubilden.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die Zweistoffdüse mit einem von der Vertikalen abweichenden Verlauf derart im Reaktionsbehälter angeordnet ist, dass ihre Achse einen zwischen 80° und 0° liegenden Winkel mit einer horizontal verlaufenden Linie einschließt.
- Diese Vorrichtung wird mit Vorteil bei relativ niedrigen Reaktionsbehältern eingesetzt, deren Höhe und damit die Höhe des darin befindlichen Abwassers eine wirksame Ausbildung eines aus der Zweistoffdüse austretenden Gas-Flüssigkeitsstrahls nicht zuläßt, wenn die Zweistoffdüse mit vertikaler Achse angeordnet wird. Durch eine schräge bis horizontale Anordnung der Zweistoffdüse im Reaktionsbehälter kann der Abstand zwischen ihrer Austrittsöffnung und dem Boden bzw. einer gegenüber liegenden Seitenwand des Reaktionsbehälters so groß gemacht werden, dass sich ohne zusätzliche Maßnahmen eine wirksame Umlaufströmung ausbilden kann. Die erhöhte Verweilzeit der Gasblasen im Abwasser mit der damit verbundenen verbesserten Sauerstoffausnutzung ist so auf einfache Weise auch bei relativ niedrigen Reaktionsbehältern erreicht.
- Zur Förderung des Abwassers kann als Pumpe eine Tauchpumpe verwendet werden, die mit der Zweistoffdüse zu einer kompakten Einheit verbunden werden kann. Eine solche Einheit kann autonom und flexibel eingesetzt und dem Reaktionsbehälter gegebenenfalls für eine Wartung entnommen werden, ohne dass dieser entleert werden muß.
- Die Geometrie des Reaktionsbehälters ist im Hinblick auf eine wirtschaftliche Arbeitsweise besonders günstig, wenn sich die Länge des Reaktionsbehälters zu seiner Breite und zur Höhe des in demselben befindlichen Abwassers jeweils etwa wie 2 : 1 verhält. Um diese Vorgabe beispielsweise bei einem bereits vorhandenen Reaktionsbehälter einzuhalten, können auch zwei oder mehr Zweistoffdüsen mit schrägem bzw. horizontalem Verlauf eingesetzt werden.
- Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
- Es zeigen:
-
1 schematische Darstellung der Vorrichtung nach der Erfindung. -
2 einen Querschnitt durch eine Zweistoffdüse in vergrößerter Darstellung. -
3 schematisch eine gegenüber1 andere Ausführungsform der Vorrichtung. -
4 eine gegenüber3 erweiterte Vorrichtung. -
5 eine Draufsicht auf die Vorrichtung mit zwei Zweistoffdüsen. - Die Zweistoffdüse soll gemäß der Erfindung in einer von der Position mit vertikaler Achse abweichenden Position im Reaktionsbehälter angeordnet werden. Ihre Achse kann dabei einen spitzen Winkel von 10° und mehr mit einer horizontalen Linie einschließen und im Extremfall parallel zu dieser Linie verlaufen. Im folgenden wird die Erfindung für einen spitzen Winkel zwischen der Achse der Zweistoffdüse und der horizontalen Linie erläutert.
- In einem Reaktionsbehälter
1 – im folgenden „Behälter1 " genannt – mit der Länge L und der Höhe H ist Abwasser bis zu einer Flüssigkeitshöhe F enthalten. In den Behälter1 ragt seitlich, mit schräg nach unten gerichtetem Verlauf eine Zweistoffdüse2 hinein, deren Achse A mit einer horizontalen Linie3 einen spitzen Winkel α einschließt. Die Zweistoffdüse2 wird – so wie in1 dargestellt – beispielsweise durch eine Seitenwand4 des Behälters1 hindurchgeführt. Sie könnte aber auch – falls genügend Platz vorhanden ist – von oben in den Behälter1 hineinragen. Der genauere Aufbau der Zweistoffdüse2 geht aus2 hervor. - Die Zweistoffdüse
2 ist vorzugsweise so aufgebaut, wie es in derDE 102 45 466 A1 beschrieben ist. Sie besteht aus zwei konzentrischen Rohren5 und6 , von denen das innere Rohr5 zur Führung des Gases und das äußere Rohr6 zur Führung des Abwassers dient. Dabei umgibt das äußere Rohr6 das innere, das Gas führende Rohr5 mit Abstand, so dass rund um dasselbe ein freier Ringspalt vorhanden ist, durch den das Abwasser hindurchtreten kann. Das äußere Rohr6 ist im Bereich seiner Austrittsöffnung7 , die gleichzeitig die Austrittsöffnung der Zweistoffdüse2 ist, vorzugsweise verengt. Der Außendurchmesser des inneren Rohres5 ist mit dG bezeichnet, während der Innendurchmesser des äußeren Rohres6 im Bereich seiner Austrittsöffnung7 mit dF bezeichnet ist. Das Verhältnis von dG zu dF kann etwa zwischen 0,9 und 1,5 liegen. Es beträgt vorzugsweise 1,2. Das innere Rohr5 endet im äußeren Rohr6 mit Abstand zu dessen Austrittsöffnung7 . Sein offenes Ende8 soll von der Austrittsöffnung7 des äußeren Rohres6 einen Abstand l haben, der um mindestens den Faktor "5" größer als dF ist. - Mittels der Zweistoffdüse
2 wird während des Betriebs der Vorrichtung ein Gas-Abwassergemisch in einem um den Winkel α zur Linie3 geneigten Strahl9 in das im Behälter1 befindliche Abwasser eingetragen. Der Winkel α und damit die Neigung des Strahls9 wird bevorzugt so gewählt, dass die Verlängerung der Achse A der Zweistoffdüse2 im wesentlichen auf die Ecke gerichtet ist, in welcher der Boden10 des Behälters1 und die der Austrittsöffnung7 der Zweistoffdüse2 gegenüberliegende Seitenwand11 desselben zusammentreffen. - Die Austrittsöffnung
7 der Zweistoffdüse2 hat vom Boden10 des Behälters1 mit Vorteil einen Abstand h, der etwa zwei Drittel der Flüssigkeitshöhe F des im Behälter1 befindlichen Abwassers beträgt. Das in Richtung des Strahles9 aus der Zweistoffdüse2 austretende Gas-Abwassergemisch wird im Behälter1 schräg nach unten transportiert und hauptsächlich an der gegenüberliegenden Seitenwand11 des Behälters1 abgelenkt. Es ist auf diese Weise durch die schräge Anordnung der Zweistoffdüse2 im Behälter1 ein ausreichend großer Abstand zwischen deren Austrittsöffnung7 und der ablenkenden Seitenwand11 bzw. auch dem ablenkenden Boden10 des Behälters1 geschaffen, dass Umlaufströmungen12 des Gas-Abwassergemischs entstehen können, die in1 gestrichelt eingezeichnet sind. - Der gleiche Sachverhalt ergibt sich bei einem ausreichend langen Behälter
1 , wenn die Zweistoffdüse2 mit horizontalem Verlauf im Behälter1 angeordnet ist. Das aus der Zweistoffdüse2 austretende Gas-Abwassergemisch wird dann zur Bildung der Umlaufströmungen12 an der Seitenwand11 abgelenkt. - Das zu reinigende Abwasser wird der Zweistoffdüse
2 vorzugsweise mittels einer Pumpe13 zugeführt. Das gereinigte Abwasser wird bei 14 abgeführt. Das Gas wird der Zweistoffdüse2 vorzugsweise mittels eines Gebläses15 aufgegeben. Pumpe13 und Gebläse15 stellen sicher, dass das Gemisch aus Gas und Abwasser mit ausreichend hoher Geschwindigkeit aus der Zweistoffdüse2 austritt. - Die Vorrichtung nach der Erfindung gemäß
1 arbeitet beispielsweise wie folgt:
Die Pumpe13 der Vorrichtung saugt Abwasser (Rohabwasser) über ein Rohr16 sowie Abwasser aus dem Behälter1 über ein Rohr17 an und führt es der Zweistoffdüse2 zu. - Gleichzeitig wird der Zweistoffdüse
2 über das innere Rohr5 Gas zugeführt. Bei hinreichender Geschwindigkeit dieser beiden Medien, die mittels der Pumpe13 einerseits und des Gebläses15 andererseits eingestellt werden kann, wird das Gas in der Zweistoffdüse2 vordispergiert. Beim Austritt des Gemisches aus Abwasser und Gas aus der Zweistoffdüse2 in das im Behälter1 befindliche Abwasser entsteht eine Impulsübertragung von dem austretenden Gemisch an das im Behälter1 befindliche Abwasser, durch welche das Gas zusätzlich sehr fein dispergiert und im Behälter1 schräg nach unten transportiert wird. - Durch die schräg abwärts gerichtete Strömung des Gas-Abwassergemisches und die Umlenkung desselben an der der Zweistoffdüse
2 gegenüberliegenden Seitenwand11 bzw. auch am Boden10 des Behälters1 entstehen die Umlaufströmungen12 , so dass das Gas sehr gleichmäßig im Behälter1 verteilt wird. Das gereinigte Abwasser kann den Behälter1 gemeinsam mit Biomasse über eine Leitung bei 14 verlassen. In einer nachgeschalteten, hier nicht gezeigten Vorrichtung, können Abwasser und Biomasse voneinander getrennt werden. Die Biomasse kann zum größten Teil über eine Leitung18 in den Behälter1 zurückgeführt werden. Der Rest der Biomasse kann als Überschußschlamm entnommen werden. - Die Austrittsöffnung
7 der Zweistoffdüse2 befindet sich – wie schon erwähnt – im oberen Bereich des Abwassers im Behälter1 , zweckmäßigerweise in etwa zwei Drittel der vom Boden10 des Behälters1 gerechneten Flüssigkeitshöhe F des Abwassers. Je nach Höhe der Austrittsöffnung7 der Zweistoffdüse2 im Behälter1 wird das Gas mittels des Gebläses14 mehr oder weniger verdichtet. Eine dem zugeführten Gas entsprechende Gasmenge verläßt den Behälter1 über die Oberfläche des Abwassers (Pfeil19 ). - Eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung geht aus
3 hervor. Als Pumpe für das Abwasser ist hier eine Tauchpumpe20 eingesetzt, die im Behälter1 angeordnet ist. Die Zweistoffdüse2 befindet sich bei dieser Ausführungsform ebenfalls vollständig im Behälter1 bzw. im Abwasser. Das Gas kann mit einer Leitung21 zur Zweistoffdüse2 geleitet werden, die von oben in den Behälter1 hineinragt. Die Leitung21 könnte aber auch durch die Seitenwand4 des Behälters1 hindurchtreten. Die Tauchpumpe20 kann über ein Rohr22 mit der Zweistoffdüse2 zu einer kompakten Einheit zusammengefaßt sein. Sie saugt Abwasser (Rohabwasser) über das Rohr16 an. Das Abwasser wird der Zweistoffdüse2 über das Rohr22 zugeführt. Im Bedarfsfall, z.B. für eine Wartung, kann die Einheit von Tauchpumpe20 und Zweistoffdüse2 aus dem Behälter1 entnommen werden, ohne dass derselbe entleert werden muß. Diese Ausführungsform der Vorrichtung ist insgesamt technisch relativ einfach zu realisieren. Die Arbeitsweise der Vorrichtung nach3 ist grundsätzlich die gleiche, wie sie für die Vorrichtung nach1 beschrieben ist. - Da das Verhältnis von Länge L zu Breite B (
5 ) des Behälters1 sowie von Länge L zu Flüssigkeitshöhe F des Abwassers im Behälter1 – es soll mit Vorzug bei 2 : 1 liegen – und die Geschwindigkeiten des Abwassers und des Gases in der Zweistoffdüse2 aus fluiddynamischen Gründen bestimmte Werte einhalten müssen, werden bei großen Abwassermengen zweckmäßig zwei oder mehr Zweistoffdüsen2 mit entsprechenden Zuleitungen in einem Behälter1 angeordnet. Das ist beispielsweise für zwei Zweistoffdüsen2 in4 gezeigt. Die zweckmäßige Anzahl der Zweistoffdüsen2 kann in Abhängigkeit von der Breite B des Behälters1 gewählt werden, insbesondere dann, wenn die Breite B deutlich größer als die Flüssigkeitshöhe F ist. Es können dann beispielsweise n Zweistoffdüsen2 eingesetzt werden, wobei die Anzahl n der Zweistoffdüsen2 sich als Quotient aus Breite B und Flüssigkeitshöhe F bestimmen läßt. - Die beiden Zweistoffdüsen
2 können gemäß5 jeweils im Bereich einer der einander gegenüberliegenden Seitenwände4 und11 des Behälters1 gegeneinander versetzt angeordnet sein, um möglichst gleichmäßige Strömungsverhältnisse im Abwasser des Behälters1 zu erzielen. Je nach der Größe des Behälters1 kann es zweckmäßig sein, die Zweistoffdüsen2 entweder mit einer gemeinsamen Pumpe und einem gemeinsamen Gebläse auszurüsten oder entsprechend den Darstellungen in den4 und5 jede Zweistoffdüse2 mit einer eigenen Tauchpumpe20 und einem eigenen Gebläse15 auszustatten.
Claims (8)
- Vorrichtung zum biologischen Reinigen von Abwasser, bei welcher das Abwasser und Gas einem Mikroorganismen enthaltenden Reaktionsbehälter über mindestens eine aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten Rohren bestehende Zweistoffdüse zugeführt werden, die in den Reaktionsbehälter bis in darin befindliches Abwasser hineinragt, bei welcher das innen liegende, das Gas führende Rohr der Zweistoffdüse unter Einschluß eines freien Ringspalts von dem das Abwasser führenden, äußeren Rohr umschlossen ist und mit Abstand zur Austrittsöffnung des äußeren Rohres innerhalb desselben endet und bei welcher das Gemisch aus Abwasser und Gas in dem Reaktionsbehälter in einem Kreislauf bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweistoffdüse (
2 ) mit einem von der Vertikalen abweichenden Verlauf derart im Reaktionsbehälter (1 ) angeordnet ist, dass ihre Achse (A) einen zwischen 80° und 0° liegenden Winkel (α) mit einer horizontal verlaufenden Linie (3 ) einschließt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweistoffdüse (
2 ) mit schräg nach unten gerichtetem Verlauf derart im Reaktionsbehälter (1 ) angeordnet ist, dass ihre Achse (A) einen spitzen Winkel (α) mit einer horizontal verlaufenden Linie (3 ) einschließt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweistoffdüse (
2 ) mit horizontalem Verlauf im Reaktionsbehälter (1 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zweistoffdüse (
2 ) durch eine Seitenwand (4 ) des Reaktionsbehälters (1 ) hindurch in denselben hineinragt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (A) der Zweistoffdüse (
2 ) in Richtung der von einem Boden (10 ) des Reaktionsbehälters (1 ) und einer der Austrittsöffnung der Zweistoffdüse (2 ) gegenüberliegenden Seitenwand (11 ) desselben gebildeten Ecke verläuft. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tauchpumpe (
20 ), mittels derer dem äußeren Rohr (6 ) der Zweistoffdüse (2 ) Abwasser zugeführt wird, innerhalb des Reaktionsbehälters (1 ) angeordnet und mit der ebenfalls vollständig im Reaktionsbehälter (1 ) befindlichen Zweistoffdüse (2 ) zu einer kompakten Einheit zusammengefaßt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Reaktionsbehälter (
1 ) zwei oder mehr Zweistoffdüsen (2 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweistoffdüsen (
2 ) auf einander gegenüber liegenden Seiten des Reaktionsbehälters (1 ) angeordnet sind, vorzugsweise gegeneinander versetzt.
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