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Die
Erfindung betrifft eine Auftragswalze für ein Offsetdruckwerk, mit
einer Achse und einem um die Achse drehbaren Walzenmantel, wobei
die Achse drehfest im Offsetdruckwerk fixierbar ist, insbesondere
in einer Druckmaschine zur Herstellung von Etiketten.
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Druckmaschinen
zur Herstellung von Etiketten können
eine Anzahl von Schnittstellen oder Plattformen zur Aufnahme von
druckverfahrenspezifischen Einrichtungen aufweisen, so dass eine
Bearbeitung eines Bedruckstoffs, insbesondere einer Bedruckstoffbahn,
mit verschiedenen, je nach Auftrag unterschiedlichen Druckverfahren
erfolgen kann. Mit jeweils einem der Plattform zugeordneten Gegendruckzylinder, über den
der Pfad des Bedruckstoffs durch die Druckmaschine verläuft, bildet
eine aufgenommene druckverfahrensspezifische Einrichtung in Zusammenwirkung
ein Druckwerk des entsprechenden Druckverfahrens. Typische druckspezifische
Einrichtungen, häufig
auch in Form von Aufsätzen,
Einschüben,
Einsätzen
oder Kassetten ausgeführt,
umfassen Flexodruck, Siebdruck, Buchdruck und Offsetdruck. Ebenso
werden bearbeitungsverfahrensspezifische Einrichtungen, die ebenfalls
an den Plattformen aufgenommen werden können, zur Verfügung gestellt,
so dass beispielsweise am Bedruckstoff Folienprägung (heiß und kalt), Klebung, Stanzung
oder dergleichen erfolgen können.
Die angesprochenen Druckwerke können
auch insoweit formatvariabel ausgeführt sein, als unterschiedliche
Zylinderdurchmesser, insbesondere für den jeweiligen Druckformzylinder,
zum Einsatz gelangen können.
Eine Formatanpassung erfordert eine variable Positionierung einzelner
Komponenten oder Bauteile in der druckverfahrensspezifischen Einrichtung.
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Bei
Offsetdruckwerken, insbesondere in formatvariabler Ausführung, müssen die
Positionen der Auftragswalzen, derjenigen Walzen, die in Wälzkontakt
mit der Druckform stehen, exakt eingestellt werden. Aus verschiedenen
Gründen,
beispielsweise durch Walzenabnutzung, durch Temperatureinflüsse oder
durch Maßtoleranzen,
kann auch eine Feinjustierung oder Nachjustierung im Betrieb notwendig sein.
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Typische
Auftragswalzen sind antriebslos ausgeführt und werden durch den Reibkontakt
der Mantelfläche
mit der Mantelfläche
einer in Wälzkontakt
stehenden anderen angetriebenen Walze des Farbwerks oder Farb-Feuchtwerks,
insbesondere einer changierenden Verreiberwalze, in Drehbewegung
versetzt. Der Anpressdruck beeinflusst folglich die Kraftübertragung
und auch die Farbübertragung oder
Farbspaltung im Walzenspalt der sich kontaktierenden Walzen. Auch
kann die axiale Kraftwirkung einer changierenden Verreiberwalze
zum Oszillieren der Auftragswalze in axialer Richtung genutzt werden.
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Aus
dem Dokument
DE 196
31 176 C1 ist eine Walze in einem Farb- oder Feuchtwerk
für eine Rotationsdruckmaschine
bekannt, die einen um drehfest in zwei Lagerstellen angeordnete
Zapfen drehbar gelagerten Walzenballen aufweist. Die Drehachse des
Walzenballens bezüglich
der Längsachse der
Zapfen ist verstellbar, insbesondere exzentrisch verschwenkbar.
Die Einstellung kann mittels einer durch ein Rad antreibbare Schnecke
oder durch ein Zahnrad, das mit einer Zahnstange in Eingriff steht, vorgenommen
werden.
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Des
weiteren wird im Dokument
FR
2527988 eine Auftragswalze mit einer gestellfest aufgenommenen
Achse offenbart. Der Anpressdruck des drehbar um die Achse aufgenommenen
Walzenmantels gegen die Mantelfläche
einer changierenden Verreiberwalze kann mittels zweier Exzenterstücke eingestellt
werden. Die Exzenterstücke
sind im gelösten Zustand
um die Achse drehbar, so dass die Kraftwirkung mit der Einstellung
der Winkellage verändert werden
kann. Zur Fixierung der Exzenterstücke in einer bestimmten Winkellage
sind Schrauben, die eine Klemmung auf der Achse bewirken, vorgesehen.
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Aufgrund
der zeitlichen Veränderung
der Eigenschaften des Walzenmantelmaterials ist es häufig schwierig,
einen definierten Anpressdruck und einen damit verbundenen genau
definierten Farbtransport reproduzierbar einzustellen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Auftragswalze zu schaffen,
die auf einfache Weise eine Positionierung der Auftragswalze im Druckwerk
gestattet.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Auftragswalze mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen charakterisiert.
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Eine
erfindungsgemäße Auftragswalze
für ein
Offsetdruckwerk, weist eine Achse, insbesondere eine durchgehende
Welle oder zwei Walzenzapfen mit gemeinsamer Längsachse, und einen um die Achse
drehbaren Walzenmantel, wobei die Achse drehfest oder gestellfest
im Offsetdruckwerk fixierbar ist, genauer die Walzenzapfen der Auftragswalze
fixierbar sind, auf. Die Auftragswalze umfasst wenigstens eine Buchse,
die ein Lauflager für
einen um einen der zwei Walzenzapfen drehbaren Laufring trägt und deren
Winkellage auf der Achse derart variierbar ist, dass der Laufring
exzentrisch zur Achse verstellt wird. Mit anderen Worten, die Auftragswalze
umfasst eine exzentrisch zur Achse verstellbare Buchse, eine Exzenterbuchse.
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Unter
dem in dieser Darstellung verwendeten Begriff der Auftragswalze
sind insbesondere Farbauftragswalzen, Feuchtmittelauftragswalzen und
Auftragswalzen, die sowohl Farbe als auch Feuchtmittel auftragen,
zu verstehen. Insbesondere handelt es sich um Auftragswalzen zur Übertragung eines
Fluids (der Farbe und/oder des Feuchtmittels) auf einen Druckformzylinder.
A priori führen
Auftragswalzen in einem Offsetdruckwerk, das sich in einem stationären Betriebszustand
befindet, sowohl Farbe als auch Feuchtmittel, wenn auch in unterschiedlichen
integralen Mengen. Eine durch den Fachmann benutzte konkrete Bezeichnung
mit einem der im Offsetdruckwerk befindlichen Fluide beschreibt
den hauptsächlichen
Zweck der Auftragswalze.
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Die
erfindungsgemäße Auftragswalze
ist insbesondere antriebslos ausgeprägt. Die Walzenzapfen können auch
getrennt voneinander ausgeführt sein.
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Die
Kraftübertragung
auf die Auftragswalze und eine definierte Anstellung der Auftragswalze
an eine in Wälzkontakt
zu bringende andere Walze des Farbwerks, des Farb-Feuchtwerks oder
des Fluidwerks erfolgt durch den Laufring, dessen Lauffläche auf
derjenigen eines Laufrings der anderen Walze abrollen kann. Ein
derartiger Laufring kann auch als Schmitzring bezeichnet werden.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
ist die von der Achse, insbesondere dem Walzenzapfen, gelöste Buchse
der Auftragswalze axial verstellbar und auf die Achse, insbesondere
den Walzenzapfen, fixierbar. In vorteilhafter Weise kann damit die
Amplitude des Querhub (der Changierbewegung) der Auftragswalze eingestellt
werden, indem die Distanz der Buchse zu einer Stützscheibe auf der Achse verändert wird.
Mit anderen Worten, der Querhub der Auftragswalze kann begrenzt
werden. Der Querhub oder die Oszillation in Richtung der Achse wird
durch die Wirkung einer changierenden in Wälzkontakt stehenden Walze induziert.
In vorteilhafter Weise können
in dieser Ausführung
der erfindungsgemäßen Auftragswalze
die Einstellungsfunktionen der Exzentrizität und der Oszillationsamplitude
vereint sein.
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In
bevorzugter Ausführungsform
ist die zur Achse exzentrische Lage der Buchse der Auftragswalze
mittels eines ersten und eines zweiten Gewindestifts, die in jeweilige
Bohrungen der Buchse einsenkbar sind und beide auf jeweils eine
in der Buchse liegenden Fläche,
insbesondere ebene Fläche,
der Achse, insbesondere des Walzenzapfens, wirken, einstellbar.
Die Positionsveränderung
der Spitzen der Gewindestifte bewirkt eine relative Verkippung der Fläche gegenüber einer
Normallage der Fläche
(in der die Buchse konzentrisch oder ohne Exzentrizität mit der
Achse liegt), anders ausgedrückt,
bewirkt eine Drehung der Buchse um eine Schwenkachse relativ zur
besagten Achse, so dass die Exzentrizität variiert wird. Die Flächen können auch
Teilflächen
einer großen
Fläche
des Walzenzapfens sein. Die Gewindestifte können auch Schrauben sein.
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Auf
diese Weise wird durch zwei Wirkungspunkte der Endflächen oder
Spitzen der Gewindestifte auf die Flächen vorteilhaft eine sehr
einfache Reproduzierbarkeit der Einstellung erreicht, da die Anzahl
und Teilwinkel der vorzeichenbehafteten Umdrehungen der Gewindestifte
in präzisem
Zusammenhang mit der Wirkung auf die Achse stehen: Die Umdrehungsdifferenz
der beiden Gewindestifte ist ein Maß für die Exzentrizität der Buchse.
Durch wechselweises Lösen
und Anziehen der zwei Gewindestifte, wobei die Anzahl der Umdrehungen
und Teilumdrehungen gezählt
wird, kann der die Buchse oder der Exzenter kontrolliert verstellt
werden.
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An
der erfindungsgemäßen Auftragswalze ist
die Einstellung leicht möglich,
da die Buchsen der Laufringe auch im eingebauten Zustand der Auftragswalze,
insbesondere wenn sie mit dem Druckformzylinder zusammenwirkt, bequem,
insbesondere von außen,
zugänglich
ist. Im Fall von Offsetdruckwerken, die mit Druckformzylinder und
Gummituchzylinder in Einsätzen,
Kassetten oder dergleichen ausgestattet sind, müssen diese nicht mehr vor der Einstellung
entfernt werden. Ein möglicher
Zeitverlust durch unter Umständen
iteratives Optimieren der mehrmaligen Einstellung wird vermieden.
Eine gute Reproduzierbarkeit der Einstellungen wird erreicht.
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In
vorteilhafter Weiterbildung kann die Buchse der erfindungsgemäßen Auftragswalze
wenigstens eine erste und eine zweite Bohrung zur Aufnahme jeweils
eines Zylinderstiftes, der als Anschlag für jeweils einen der Gewindestifte
dient, aufweisen.
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Eine
erfindungsgemäße Auftragswalze
kann des weiteren auch auf dem anderen Walzenzapfen eine exzentrisch
zur Achse verstellbare Buchse aufweisen, die ein weiteres Lauflager
für einen
weiteren Laufring trägt.
Die Auftragswalze kann also mit zwei Exzenterbuchsen ausgestattet
sein. Jede der zwei Exzenterbuchsen kann die beschriebenen erfindungsgemäßen Merkmale
aufweisen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist das Lauflager für
einen Laufring der Auftragswalze ein Rillenkugellager. Alternativ
dazu oder des weiteren kann der Walzenmantel der Auftragswalze auf wenigstens
einem weiteren Lauflager, insbesondere einem Nadel-Kugellager, auf
der Achse drehbar aufgenommen ist.
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Im
Zusammenhang des erfinderischen Gedankens steht auch die Verwendung
oder der Einsatz einer erfinderischen Auftragswalze in einem Offsetdruckwerk.
Mit anderen Worten, ein erfindungsgemäßes Offsetdruckwerk mit einem
Druckformzylinder und einer Anzahl von an den Druckformzylinder
anstellbaren Auftragswalzen weist wenigstens eine Auftragswalze
mit Merkmalen oder Kombinationen von Merkmalen gemäß dieser
Darstellung auf. Anders gesagt, wenigstens eine der Auftragswalzen,
bevorzugt alle bis auf eine oder alle Auftragswalzen, des Offsetdruckwerks
ist eine Auftragswalze mit Merkmalen oder Merkmalskombinationen,
wie sie in dieser Beschreibung dargestellt sind.
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Insbesondere
kann die erfindungsgemäße Auftragswalze
in einem Offsetdruckwerk zum Einsatz gelangen, dessen Druckformzylinder
und Umdruckzylinder lösbar
verbindbar im Offsetdruckwerk gelagert sind, so dass Zylinder mit
unterschiedlichen Durchmessern im Offsetdruckwerk aufnehmbar sind. Anders
ausgedrückt,
das erfindungsgemäße Offsetdruckwerk
mit wenigstens einer erfindungsgemäßen Auftragswalze kann ein
formatvariables Offsetdruckwerk sein.
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Ein
erfindungsgemäßes Offsetdruckwerk kann
bevorzugt drei oder vier Auftragswalzen aufweisen, wovon in jenem
Fall zwei und in diesem Fall drei Auftragswalzen erfindungsgemäße Merkmale
aufweisen. Jeweils eine der Auftragswalzen kann auch ohne exzentrische
Einstellbarkeit ausgeführt
sein.
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Darüber hinaus
steht im Zusammenhang des erfinderischen Gedankens auch eine Druckmaschine,
insbesondere eine Etikettendruckmaschine oder eine Selbstklebeetikettendruckmaschine.
Die Druckmaschine kann eine bogenverarbeitende oder bahnverarbeitende
Druckmaschine sein. Bevorzugt ist die Druckmaschine modular ausgeführt. Die Druckmaschine
kann insbesondere derart ausgeführt sein,
dass eine variable Anordnung von druckspezifischen Einrichtungen
möglich
ist, wie es in der Beschreibungseinleitung dieser Darstellung umrissen worden
ist. Typischen variable Druckmaschinen, insbesondere für den Etikettendruck,
sind aus dem Stand der Technik bekannt: Beispielsweise sind Ausführungsformen
derartiger Druckmaschinen in den Dokumenten
US 4,384,522 , WO87/04665,
EP 0 757 627 B1 und
EP 0 687 559 A1 beschrieben.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Auftragswalze
ist insbesondere im Zusammenhang mit diesen Maschinen oder diesen
Maschinenkonfigurationen zu sehen.
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Eine
erfindungsgemäße Druckmaschine
zur Bearbeitung von Bedruckstoffbahnen, insbesondere zur Herstellung
von Etiketten oder Selbstklebeetiketten, umfasst wenigstens eine
Plattform zur Aufnahme von druckverfahrenspezifischen Einrichtungen und
einen der Plattform derart zugeordneten Gegendruckzylinder, über den
die Bedruckstoffbahn verläuft,
dass eine aufgenommene druckverfahrensspezifische Einrichtung in
Zusammenwirkung mit dem Gegendruckzylinder ein Druckwerk des entsprechenden
Druckverfahrens bildet, wobei eine der druckverfahrensspezifischen
Einrichtungen wenigstens eine Auftragswalze mit Merkmalen gemäß dieser
Darstellung aufweist, so dass in der Druckmaschine ein erfindungsgemäßes Offsetdruckwerk
mit den beschriebenen Merkmalen realisiert ist.
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Weitere
Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen
und Weiterbildungen der Erfindung werden anhand der nachfolgenden
Figuren sowie deren Beschreibungen dargestellt. Es zeigt im Einzelnen:
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1 eine
Ansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Auftragswalze
mit zwei exzentrisch verstellbaren Laufringen,
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2 eine
Ansicht entlang der Achse der Ausführungsform aus 1,
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3 einen
Schnitt längs
der Achse der Ausführungsform
aus 1,
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4 eine
schematische Darstellung der Grundstellung des Exzenters, und
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5 eine
Winkelposition des Exzenters, bei dem eine Exzentrizität verschieden
von Null eingestellt ist.
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Die 1 zeigt
eine Ansicht einer Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Auftragswalze 10 mit
zwei exzentrisch verstellbaren Laufringen 16, 18.
Die Auftragswalze 10 weist einen um ihre Achse (siehe auch 3)
drehbaren Walzenmantel 14, der aus einem elastischen Material
besteht und dem Fluidübertrag
(Farb-Feuchtmittelübertrag)
auf einen in Wälzkontakt
mit der Auftragswalze 10 stehenden, hier nicht gezeigten
Druckformzylinder in einem Offsetdruckwerk dient. Der genaue Betrag
der Elastizität,
d. h. das zu verwendende Material mit bestimmtem Elastizitätsmodul,
ist dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannt. Die verwendeten
Materialien der Walzenmäntel
mehrerer Auftragswalzen in einem Offsetdruckwerk können unterschiedliche Elastizitäten aufweisen.
Der Laufring 16 und der weitere Laufring 18 sind
jeweils auf einer Buchse 40, auch als Exzenter zu bezeichnen,
auf den Walzenzapfen 20 aufgenommen. Die Achse der Auftragswalze 10 wird
mittels einer Befestigungsschraube 26 gestellfest, d. h.
drehfest im Aufbau des Offsetdruckwerks, wie beispielsweise im Gestell,
am Rahmen oder an der Seitenwand, fixiert. Die Auftragswalze 10 wird
auf beiden Seiten, d. h. beide Wellenzapfen werden im Offsetdruckwerk
aufgenommen. Zur Verstellung der Winkellage der Buchsen 40 werden die
Gewindestifte, hier in 1 ist an der jeweiligen Buchse 40 der
erste Gewindestift 22 zu sehen, gelöst und nach Verdrehung der
Buchse 40 mit dem zugehörigen
Laufring 16, 18 wieder angezogen, so dass die
Gewindestifte die Buchse 40 auf dem Walzenzapfen 20 fixiert
sind.
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Die 2 ist
eine Ansicht entlang der Achse der Ausführungsform aus 1.
In dieser Darstellung wird die Wirkung einer Verdrehung oder Verstellung
der Winkellage der Buchse 40 mit dem aufgenommenen Laufring 16 und
der davor gezeichneten Befestigungsschraube 26 deutlich:
Der Walzenzapfen 20 mit der Schwenkachse 66 liegt
von der Symmetrieachse 28 des von der Buchse 40 getragenen Lauflagers,
auf dessen drehbaren Teil der Laufring 16 befestigt ist,
um eine maximale Exzentrizität 30 beabstandet.
In der Grundstellung (siehe auch 4) fällt die
Symmetrieachse 28 mit der Achse des Walzenmantels 14 zusammen.
Bei Drehung der Buchse 40 wird die Symmetrieachse 28 aus
der Ebene III um die Schwenkachse 66 herausgeschwenkt,
so dass die Länge
des Lotes der Symmetrieachse 28 (des Schnittpunktes der
Symmetrieachse 28 mit der Zeichenebene) auf die Ebene III,
in der die Achse des Walzenmantels 14 liegt, die eingestellte
Exzentrizität des
Exzenters darstellt.
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Die 3 zeigt
einen Schnitt längs
der Achse 12 der Ausführungsform
aus 1 (Ebene III in 2). In dieser
Ausführungsform
weist die Auftragswalze 10 eine durchgehende Exzenterwelle 32 mit
Achse 12 auf, welche mittels einer Befestigungsschraube 26,
wie bereits anhand der vorhergehenden 1 und 2 beschrieben,
drehfest im nicht zeichnerisch dargestellten Offsetdruckwerk aufgenommen
ist. Der im linken Teil der 3 gezeigte Wellenzapfen 20 trägt eine
um die Schwenkachse 66 drehbare Buchse 40, auf
der sich ein Lauflager 34, hier ein Rillenkugellager, aufgenommen
ist, das mit einem Sicherungsring 38 befestigt ist. Der
drehbare Teil dieses Lauflagers 38 trägt den Laufring 16,
dessen Lauffläche 36 mit
einer Lauffläche
einer weiteren Walze zusammenwirken kann. Der andere, im rechten
Teil der 3 gezeigte Wellenzapfen trägt einen weiteren
Laufring 18 mit demselben, soeben beschriebenen Aufbau.
Zwischen Exzenterwelle 32 und Walzenmantel im Anschluss
an die jeweilige Buchse 40 befindet sich eine Hülse 42,
die durch eine Runddichtung 44 von einer Stützscheibe 46 getrennt
ist. Der Walzenmantel 14 ist relativ zu den Hülsen 42, den
Runddichtungen 44 und den Stützscheiben 46 axial
bewegbar und drehbar auf der Exzenterwelle durch Nadelkugellager 48 gelagert,
die durch einen Raum mit Fettvorrat 50 getrennt liegen.
Während
im linken Teil der 3 das Nadelkugellager 48 am
Anschlag der Stützscheibe 46 gezeigt
ist, ist im rechten Teil der 3 ein Raum
zwischen Nadelkugellager und Stützscheibe
erkennbar. Wenn, wie bereits erwähnt,
die Auftragswalze in Wälzkontakt
mit einer changierenden Verreiberwalze des Fluidwerks des Offsetdruckwerks
steht, so wird von dieser auf die Auftragswalze 10 nicht
nur eine Rotationswirkung sondern auch eine Oszillationswirkung
in Richtung der Achse 12 übertragen. Die Amplitude der
Oszillationsbewegung der Auftragswalze ist durch den Abstand der
Stützscheiben 46 begrenzt.
Anders ausgedrückt,
der mögliche
Querhub 52 ist bestimmt durch die einstellbare axiale Lage
der Stützscheiben 46.
In 3 ist damit der Abstand der im rechten Teil gezeigten
Nadelkugellagers von der Stützscheibe
der maximale Querhub 52 der Changierbewegung. Die Buchsen 40 sind
lösbar
mit der Exzenterwelle 32 verbindbar und ihre axiale Lage
kann eingestellt werden, d. h. die axiale Lage der Stützscheibe 46 kann
mit der Buchse 40 verändert
werden, so dass der mögliche Querhub 52 einstellbar
ist.
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Zur
näheren
Erläuterung
der Funktionsweise der Buchse 40 wird diese anhand eines
Schnittes beschrieben: In der 4 ist eine
schematische Darstellung der Grundstellung des Exzenters im Schnitt der
Ebene IV der 3 gezeigt, wenn die Stirnseiten der
Gewindestifte 22, 24 (Feststellschrauben) bündig mit
den Bohrungen in der Buchse sind. Die Buchse 40 weist einen
ersten Zylinderstift 54 in einer ersten Bohrung 56 und
einen zweiten Zylinderstift 60 in einer zweiten Bohrung 62 auf,
wobei die Bohrungen 56, 60 bis in die Bohrungen
der Gewindestifte 22, 24 hineinreichen. Die Endflächen der
Gewindestifte 22, 24 stehen in Kontakt mit dem
Walzenzapfen 20, genauer die Endfläche des ersten Gewindestifts 22 berührt eine
erste Fläche 62 und
die Endfläche
des zweiten Gewindestifts 24 berührt eine zweite Fläche 64 des
Walzenzapfens. Eine Klemmung und damit verbundene Fixierung der
Buche 40 auf dem Wellenzapfen wird bewirkt. Die Endflächen der
Gewindestifte 22, 24 wirken auf diese Flächen 62, 64 derart
ein, dass die Stellung der Gewindestifte 22, 24 in
den Bohrungen die Winkellage der Buchse 40 relativ zum Walzenzapfen 20 bestimmt.
Die Gewindestifte können
gelöst
werden, so dass die Buche 40 um die Schwenkachse 66 des
Wellenzapfens 20 aus einer ersten Winkellage verdreht und
in eine zweite Winkellage gebracht und in dieser wieder fixiert
werden kann. Der Walzenzapfen 20 ist derart ausgeführt, dass
im mit der Buchse 40 gebildeten Zwischenraum ausreichend
Spiel für
eine Verdrehung in beide Rotationsrichtungen besteht. Zu diesem
Zweck ist vom grundsätzlich
zylinderförmigen
Körper
des Walzenzapfens 20 Material abgenommen, so dass dieser
eine prismatische Formgebung in der Nähe der Gewindestifte 22, 24 aufweist.
Die Flächen 62, 64 schneiden
den Kreisbogen des zylinderförmigen
Körpers
nicht im rechten Winkel, sondern sind geringfügig geneigt zur Endfläche der
Gewindestifte 22, 24 in der Grundstellung ausgeführt. Die
Flächen
der prismatischen Formgebung und die Flächen 62, 64 schließen jeweils
einen rechten Winkel ein.
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Die
Einstellung der Winkellage der Buchse 40 hat die folgende
Wirkung: Die 5 bezieht sich schematisch auf
eine Winkelposition des Exzenters im Schnitt der Ebene V der 3,
bei dem eine Exzentrizität
des weiteren Laufrings 18 verschieden von Null eingestellt
ist. Die Buchse 40 ist beispielhaft um 10 Grad aus der
in 4 gezeigten Grundstellung im Uhrzeigersinn um
die Schwenkachse 66 verdreht worden, dabei ist der erste
Gewindestift 22 unter die Oberfläche der Buche 40 eingesenkt
und der zweite Gewindestift 24 ragt über die Oberfläche der
Buchse 40 hinaus. In dieser gezeigten Situation ist die
Wirkungsweise des ersten Zylinderstiftes 54 in der ersten
Bohrung 56 als beweglicher Anschlag für den ersten Gewindestift 22,
dessen Endfläche
nunmehr am ersten Zylinderstift 54 anliegt, ersichtlich.
Die Beweglichkeit des Anschlags ist aufgrund der relativen Verdrehung
zum Walzenzapfen 20 erforderlich. Dem Fachmann ist unmittelbar
klar, dass nach einer Drehung um beispielhaft 10 Grad aus der in 4 gezeigten
Grundstellung in die andere Drehrichtung (entgegen dem Uhrzeigersinn)
in einer analoge Situation für
den zweiten Zylinderstift 58 in der zweiten Bohrung 60 resultiert.
Eine Klemmung der Buchse 40 in der verdrehten Winkelposition
wird weiterhin durch die Wirkung der Endflächen der Gewindestifte 22, 24 auf
die Flächen 62, 64 des
Walzenzapfen 20 erreicht. Auf die in 5 gezeigte
Weise wird eine exzentrische Auslenkung des weiteren Laufrings 18 vorgenommen:
Die Symmetrieachse 28 des Lauflagers wird geschwenkt, so
dass eine Exzentrizität 30,
wie bereits im Zusammenhang der 2 beschrieben, zur
Achse 12 der Auftragswalze 10 bewirkt wird. Die Symmetrieachse 28 fällt nicht
mehr mit der Achse 12 zusammen, sondern liegt exzentrisch
zur Achse 12.
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- 10
- Auftragswalze
- 12
- Achse
- 14
- Walzenmantel
- 16
- Laufring
- 18
- weiterer
Laufring
- 20
- Walzenzapfen
- 22
- erster
Gewindestift
- 24
- zweiter
Gewindestift
- 26
- Befestigungsschraube
- 28
- Symmetrieachse
des Lauflagers
- 30
- maximale
Exzentrizität
- 32
- Exzenterwelle
- 34
- Lauflager
- 36
- Lauffläche
- 38
- Sicherungsring
- 40
- Buchse
- 42
- Hülse
- 44
- Runddichtung
- 46
- Stützscheibe
- 48
- Nadelkugellager
- 50
- Fettvorrat
- 52
- einstellbarer
Querhub
- 54
- erster
Zylinderstift
- 56
- erste
Bohrung
- 58
- zweiter
Zylinderstift
- 60
- zweite
Bohrung
- 62
- erste
Fläche
- 64
- zweite
Fläche
- 66
- Schwenkachse