DE102005014875A1 - Temperierbare Walze - Google Patents
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Abstract
Eine temperierbare Walze (1) mit einem Walzenkörper (2), der periphere Bohrungen (4) aufweist, sowie mit zwei Walzenzapfen (3, 3') und im Bereich eines bzw. beider Walzenzapfen (3, 3') angeordneten Zu- und/oder Ableitung für Temperiermedien, die mit den peripheren Bohrungen (4) in Leitungsverbindung stehen, soll so weitergebildet werden, dass der zeit- und kostenintensive Aufwand bei Instandhaltungs- und Umbauarbeiten bzw. bei Änderungen der Zuflussart zu den peripheren Bohrungen so weit wie möglich vermieden und die Lagerkosten herabgesetzt werden. Dazu wird vorgeschlagen, dass mindestens einer der Walzenzapfen (3, 3') aus einem den Walzenkörper (2) tragenden Teil mit Anschlüssen (7, 7') für die Zu- und/oder Ableitung des Temperiermediums und aus einem mit diesem und/oder dem Walzenzapfen (3, 3') lösbar verbindbaren Verteilerkopf (5, 5', 5'') besteht (Fig. 1).
Description
- Die Erfindung betrifft eine temperierbare Walze mit einem Walzenkörper, der periphere Bohrungen aufweist sowie mit zwei Walzenzapfen und im Bereich eines bzw. beider Walzenzapfen angeordneten Zu- und/oder Ableitungen für Temperiermedium, die mit der peripheren Bohrung in Leitungsverbindung stehen.
- Sollen bei derartigen Walzen Instandhaltungs- bzw. Umbauarbeiten oder aber Änderungen in der Zuflussart des Temperiermediums vorgenommen werden, so ist bzw. sind nachdem die Walze ausgebaut ist der bzw. die Walzenzapfen komplett vom Walzenkörper abzumontieren. Nun sind die peripheren Bohrungen zugänglich. Es können an den Bohrungen Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden oder neue bzw. andere Einsätze eingesetzt werden. Im Anschluss daran muss der bzw. müssen die Walzenzapfen wieder mit dem Walzenkörper verbunden werden. Dieses Verbinden der Walzenzapfen mit dem Walzenkörper kann nie so genau erfolgen, dass die Walze wie vor dem Auseinanderbau perfekt gewuchtet ist. Daher muss die Walze ggf. nachgeschliffen und neu gewuchtet werden.
- Soll die Zuflussart zu den peripheren Bohrungen geändert werden, muss ein kompletter neuer Walzenzapfen mit dem Walzenkörper verbunden werden. Auch hier sind Wucht- und Schleifarbeiten notwendig. Hinzu kommt, dass ggf. mehrer teure komplette Walzenzapfen auf Lager gehalten werden müssen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den zeit- und kostenintensiven Aufwand bei Instandhaltungs- und Umbauarbeiten bzw. bei Änderungen der Zuflussart zu den peripheren Bohrungen soweit wie möglich zu vermeiden und die Lagerkosten herabzusetzen.
- Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, dass mindestens einer der Walzenzapfen aus einem den Walzenkörper tragenden Teil mit Anschlüssen für die Zu- und/oder Ableitung des Temperiermediums und aus einem mit diesem und/oder mit dem Walzenzapfen lösbar verbindbaren Verteilerkopf besteht.
- Der zweiteilige Zapfen hat den Vorteil, dass nach Ausbau der Walze der tragende Teil des Walzenzapfens nicht mehr vom Walzenkörper demontiert werden muss, d.h. der Walzenzapfen bleibt zentrisch mit dem Walzenkörper verbunden. Um an die peripheren Bohrungen zu kommen und Instandhaltungs- und/oder Umbauarbeiten vornehmen zu können, muss lediglich der Verteilerkopf von dem Walzenkörper und/oder dem Verteilerkopf gelöst und entfernt werden. Nunmehr liegen die peripheren Bohrungen frei, die Walze selbst weist jedoch noch den zentrieren Walzenzapfen auf. Jetzt können die Instandhaltungsarbeiten an den peripheren Bohrungen oder Umbauarbeiten vorgenommen werden. Im Anschluss daran kann der Verteilerkopf wieder mit dem Walzenkörper und/oder dem tragenden Teil des Zapfens verbunden werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, wenn die Zuflussart geändert werden soll, einen anderen Verteilerkopf zu verwenden. Vorteilhaft ist dabei, dass nur noch ein verhältnismäßig kostengünstiger Verteilerkopf auf Lager gehalten werden muss. Der komplette, teure Walzenzapfen, der bisher beim Ändern der Zuflussart gewechselt werden musste, muss lagermäßig nicht mehr bevorratet werden.
- Vorteilhaft ist, wenn der Verteilerkopf Verteilerleitungen aufweist, die die Anschlüsse des tragenden Teils mit den peripheren Bohrungen verbindet. Obwohl auch ein hohler Ring, der die Anschlüsse mit allen peripheren Bohrungen verbinden würde, vorstellbar ist, sind einzelne Leitungen vorteilhaft, um den Temperiermittelzufluss optimal zu gestalten.
- Es kann von Vorteil sein, wenn der Verteilerkopf nicht einteilig sondern mehrteilig ausgebildet ist. Dadurch ist eine leichtere Montage bzw. Demontage des Verteilerkopfes z.B. auch bei im Gerüst eingebauter Walze möglich. Hinzu kommt, dass bei ungünstigen thermischen Verhältnissen ein mehrteiliger Verteilerkopf leicht mit Dämpfungs- und/oder Isoliergliedern versehen werden kann, welche z.B. Spannungen auszugleichen vermögen.
- Nachahmenswert ist, wenn der Verteilerkopf als Ring ausgebildet ist. Damit ergibt sich ein Bauelement, welches möglichst geringe Unwuchten in die Walze einbringt.
- Es hat sich dabei bewährt, dass die Verteilerleitungen als Rohre ausgeführt sind. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Verteilerleitungen als in den Verteilerkopf eingesetzte Blockeinsätze ausgebildet sind oder aber dass die Verteilerleitungen aus in den Verteilerkopf eingearbeiteten Kanälen und/oder Bohrungen bestehen.
- Von Vorteil ist, wenn der Verteilerkopf Steuerungselemente aufweist. Über die Steuerungselemente lässt sich z.B. die Durchflussverteilung und/oder die Durchflussmenge beeinflussen. Eine weitere Möglichkeit der Anwendung von Steuerungselementen besteht darin, dass auf Einsätze in den peripheren Bohrungen eingewirkt werden kann, um so z.B. das Isolierverhalten im Randbereich der peripheren Bohrungen oder aber das Durchströmverhalten durch Beeinflussung von Einsätzen in den Bohrungen oder dergleichen zu beeinflussen.
- Weist der Verteilerkopf Bereiche zur Aufnahme von Auswuchtgewichten auf, so können eventuell beim Austausch oder bei der neuen Montage entstehende Unwuchten ausgeglichen werden.
- Es hat sich dabei bewährt, die Auswuchtgewichte dem Verteilerkopf zuzuordnen, und die Auswuchtgewichte in ihrer Masse und/oder ihrer Entfernung von der Walzenachse und/oder in ihrer Winkellage einstellbar zu gestalten. Damit lassen sich optimale Unwuchten des Verteilerkopfes auswuchten.
- Es besteht die Möglichkeit, dass der tragende Teil lösbar mit dem Walzenkörper verbunden ist. Die Erfindung lässt sich jedoch auch verwirklichen, wenn der tragende Teil einstückig mit dem Walzenkörper verbunden ist.
- Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
-
1 eine teilweise geschnittene erfindungsgemäße Walze, -
2 einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Walze mit massivem Ring als Verteilerkopf, -
3 einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Walze mit einem Blockeinsatz im Verteilerkopf, und -
4 einen Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Walze mit in den Verteilerkopf eingebauten Rohren. -
1 zeigt eine Walze1 in teilweise abgebrochener und geschnittener Darstellung. Mit einem Walzenkörper2 sind Walzenzapfen3 fest verschraubt. Der Walzenkörper2 weist periphere Bohrungen4 auf. Über den Walzenzapfen3 ist ein Verteilerkopf5 geschoben, der mit dem Walzenkörper2 und dem Walzenzapfen3 verbunden ist. Im Verteilerkopf5 sind Verteilerleitungen6 vorgesehen, welch Anschlüsse7 der Zapfen3 für die Zu- und/oder Ableitung des Temperiermediums mit den peripheren Bohrungen4 verbinden. -
2 zeigt einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Walze1 im Bereich des Verteilerkopfes5' . Der Verteilerkopf5' ist mit dem Walzenkörper2 und dem Walzenzapfen3 fest verbunden. Der Walzenzapfen3 ist über eine Schraube8 mit dem Walzenkörper2 lösbar verbunden. Der Verteilerkopf5' kann losgelöst vom Walzenzapfen 3 vom Walzenkörper2 abgezogen werden. Im Verteilerkopf5' sind Bohrungen9 ,9' vorgesehen, die als Verteilerleitungen6 fungieren. Die Bohrungen9 ,9' verbinden die Anschlüsse7 ,7' mit den peripheren Bohrungen4 ,4' . In der peripheren Bohrung4 ist ein Isolierelement10 angeordnet, welches über nicht dargestellte, im Verteilerkopf5' vorgesehene Steuerungselemente, axial verschiebbar bzw. drehbar ist. -
3 zeigt einen ähnlichen Verteilerkopf5 , der jedoch eine Ausfräsung11 aufweist, in der ein Block12 angeordnet ist, welcher die Verteilerleitungen6 ,6' aufweist. - In
4 ist ein Verteilerkopf5'' gezeigt, der ebenfalls eine Ausfräsung11' aufweist. Hier sind die Verteilerleitungen6 ,6' durch Rohre, welche die periphere Bohrung4 mit dem Anschlüssen7 ,7' verbindet, dargestellt. In dem Verteilerkopf5'' ist ein Auswuchtgewicht13 dargestellt, über welches durch den Verteilerkopf5'' und die Verteilerleitung6 ,6' hervorgerufene Unwuchten ausgeglichen werden können. -
- 1
- Walze
- 2
- Walzenkörper
- 3
- Walzenzapfen
- 4
- periphere Bohrung
- 5
- Verteilerkopf
- 6
- Verteilerleitung
- 7
- Anschluss
- 8
- Schraube
- 9
- Bohrung
- 10
- Isolierelement
- 11
- Ausfräsung
- 12
- Block
- 13
- Auswuchtgewicht
Claims (14)
- Temperierbare Walze (
1 ) mit einem Walzenkörper (2 ), der periphere Bohrungen (4 ) aufweist, sowie mit zwei Walzenzapfen (3 ,3' ) und im Bereich eines bzw. beider Walzenzapfen (3 ,3' ) angeordneten Zu- und/oder Ableitung für Temperiermedien, die mit den peripheren Bohrungen (4 ) in Leitungsverbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Walzenzapfen (3 ,3' ) aus einem den Walzenkörper (2 ) tragenden Teil mit Anschlüssen7 ,7' für die Zu- und/oder Ableitung des Temperiermediums und aus einem mit diesem und/oder dem Walzenzapfen (3 ,3' ) lösbar verbindbaren Verteilerkopf (5 ,5' ,5'' ) besteht. - Temperierbare Walze (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (5 ,5' ,5'' ) Verteilerleitungen (6 ,6' ) aufweist, welche die Anschlüsse (7 ,7' ) des tragenden Teils mit den peripheren Bohrungen (4 ) verbinden. - Temperierbare Walze (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (5 ,5' ,5'' ) einteilig oder mehrteilig ausgebildet ist. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (5 ,5' ,5'' ) als Ring ausgebildet ist. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerleitungen (6 ,6' ) als Rohre ausgebildet sind. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Verteilerkopf (5 ) einen Block (12 ) aufweist, in welchem die Verteilerleitungen (6 ,6' ) angeordnet sind. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerleitungen (6 ,6' ) aus in den Verteilerkopf (5' ) eingearbeitete Kanäle und/oder Bohrungen (9 ,9' ) bestehen. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerkopf (5 ,5' ,5'' ) Steuerungselemente aufweist. - Temperierbare Walze (
1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungselemente die Durchflussverteilung und/oder die Durchflussmenge des Temperiermediums zu beeinflussen vermögen. - Temperierbare Walze (
1 ) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungselemente auf in den peripheren Bohrungen (4 ) angeordnete Einsätze einzuwirken vermögen. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerköpfe (5 ,5' ,5'' ) Bereiche zur Aufnahme von Auswuchtgewichten (13 ) aufweisen. - Temperierbare Walze (
1 ) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswuchtgewichte (13 ) den Verteilerköpfen (5 ,5' ,5'' ) zugeordnet sind und in ihrer Masse und/oder ihrer Entfernung von der Walzenachse und/oder ihrer Winkellage einstellbar sind. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der tragende Teil des Walzenzapfens (3 ,3' ) lösbar mit dem Walzenkörper (2 ) verbunden ist. - Temperierbare Walze (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der tragende Teil einstückig mit dem Walzenkörper (2 ) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510014875 DE102005014875A1 (de) | 2005-03-30 | 2005-03-30 | Temperierbare Walze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510014875 DE102005014875A1 (de) | 2005-03-30 | 2005-03-30 | Temperierbare Walze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102005014875A1 true DE102005014875A1 (de) | 2006-10-12 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200510014875 Withdrawn DE102005014875A1 (de) | 2005-03-30 | 2005-03-30 | Temperierbare Walze |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE102005014875A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE202011105669U1 (de) | 2010-09-15 | 2012-01-17 | Metso Paper, Inc. | Walze für eine Faserbahnmaschine |
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2005
- 2005-03-30 DE DE200510014875 patent/DE102005014875A1/de not_active Withdrawn
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| JP 2000027848 A (Patent Abstracts of Japan) * |
| JP 55036627 A (Patent Abstracts of Japan) * |
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