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Die
Erfindung betrifft eine Antenne mit einem Reflektor.
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Reflektorantennen,
bei denen mittels eines Reflektors die einfallende Strahlung auf
das eigentliche Strahlelement der Antenne reflektiert wird, sind bekannt.
Außerdem
ist es bekannt, als Strahlelement ein Ellipsoid zu verwenden. Ein
solches Rotationsellipsoid wird bevorzugt bei breitbandigen Anwendungen
als Strahlelement eingesetzt. Aufgrund der Rotationssymmetrie des
Ellipsoids und der daraus resultierenden Mindestdistanz und der
Wechselwirkungen mit einem Reflektor ist jedoch die Kombination
aus einem Reflektor mit einem ellipsoiden Strahlelement schwierig.
Insbesondere ist es für
eine breitbandige Anwendung dann erforderlich, zusätzlich belastende Elemente
vorzusehen, mit denen eine Impedanzanpassung erfolgt.
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Solche
diskreten Bauelemente zur Impedanzanpassung haben jedoch eine Reduzierung
der Empfindlichkeit durch ihre dämpfende
Wirkung zufolge.
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Zum
Stand der Technik sei auf die
DE 195 22 436 A1 verwiesen, aus der es bekannt
ist, mehrere Dipole um einen Tragmast herum anzuordnen.
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Es
ist die Aufgabe der Erfindung, eine Antenne zu schaffen, welche
in einem breitbandigen Frequenzspektrum einsetzbar ist, wobei auf
eine Impedanzanpassung durch diskrete Bauelemente verzichtet werden
kann.
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Die
Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Antenne mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Antenne
besteht aus zumindest einem Reflektor und zumindest einem Strahlelement.
Das Strahlelement ist von dem Reflektor beabstandet angeordnet.
Das Strahlelement besteht aus zumindest einem ersten Strahlkörper, wobei
die Geometrie dieses ersten Strahlkörpers einem Ausschnitt eines
dreiachsigen Ellipsoids entspricht. Bei diesem dreiachsigen Ellipsoid
sind zumindest zwei der insgesamt drei Halbachsen unterschiedlich
lang. Durch die Kombination aus einem Reflektor mit einem in seiner
Geometrie einem Ausschnitt eines Ellipsoids entsprechenden Strahlkörper lässt sich
die breitbandige Funktion der Antenne beibehalten, ohne dass eine
Impedanzkorrektur durch diskrete Bauelemente erforderlich ist. Die
geringe Änderung
der Impedanz in dem Frequenzband ist dabei in der Wechselwirkung
zwischen dem Reflektor und dem beabstandet dazu angeordneten Strahlkörper begründet. Durch
die Verwendung lediglich eines Ausschnitt des Ellipsoids verringert
sich dabei die Impedanzänderung über die
Frequenz, so dass im Gegensatz zu einer Anordnung mit einem vollständigen Ellipsoiden
auf zusätzliche
diskrete Bauelemente verzichtet werden kann.
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In
den Unteransprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Antennen ausgeführt.
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Besonders
vorteilhaft ist es dabei, den Strahlkörper so bezüglich des Reflektors zu positionieren,
dass seine geschlossene Seite zu der von dem Reflektor abgewandten
Seite orientiert ist, also der Mittelpunkt des dreiachsigen Ellipsoids
auf der dem Reflektor zugewandten Seite des Strahlkörpers liegt.
Für die
Geometrie des ellipsoiden Strahlkörpers hat sich als besonders
vorteilhaft herausgestellt, alle drei Halbachsen des dreiachsigen
Ellipsoids unterschiedlich lang zu wählen, wobei besonders bevorzugt
die kürzeste
der drei Halbachsen senkrecht zu der Reflektorfläche verläuft. Dies ergibt eine Anordnung,
bei der die ellipsoide Geometrie des Strahlkörpers zu dem Reflektor hin
abgeflacht ist.
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Ein
besonders vorteilhafter Ausschnitt des dreiachsigen Ellipsoiden
ergibt sich dann, wenn das dreiachsige Ellipsoid durch eine erste
Schnittfläche und
eine näherungsweise
dazu senkrecht angeordnete zweite Schnittfläche ausgeschnitten wird. Die verwendete
erste Schnittfläche
und zweite Schnittfläche
müssen
dabei nicht zwingend ebene Flächen sein.
Es ist jedoch besonders vorteilhaft, eine ebene erste Fläche sowie
eine ebene zweite Fläche
zu verwenden, und die Schnitte in zwei der Symmetrieebenen des Ellipsoids
zu legen. Der so entstehende Strahlkörper entspricht damit einem
Viertel des vollständigen
Ellipsoiden.
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Der
erste Strahlkörper
wird hinsichtlich des Reflektors bevorzugt so angeordnet, dass die
erste Schnittfläche,
die sich entlang der längsten
Halbachse erstreckt, parallel zu der Reflektoroberfläche angeordnet
ist.
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Gemäß einer
weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Strahlelement
ein Dipolstrahler. Der Dipolstrahler umfasst dabei neben dem ersten
Strahlkörper
einen zweiten Strahlkörper,
der ebenfalls ein Ausschnitt eines dreiachsigen Ellipsoiden ist.
Insbesondere entsprechen sich die ellipsoiden Geometrien, d. h.
die drei Halbachsen des ersten Strahlkörpers und die entsprechenden
Halbachsen des zweiten Strahlkörpers
sind paarweise gleich.
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Zueinander
werden die beiden Strahlkörper des
Dipolstrahlers bevorzugt so angeordnet, dass eine Halbachse des
ersten Strahlkörpers
und die entsprechende Halbachse des zweiten Strahlkörpers sowie
die Flächennormale
des Reflektors in einer gemeinsamen ersten Ebene liegen. Dabei können diese
Halbachse des ersten Strahlkörpers
und die entsprechende Halbachse des zweiten Strahlkörpers auch
einen von 0 ° abweichenden
Winkel einschließen.
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Der
erste Strahlkörper
und der zweite Strahlkörper
sind weiterhin bezüglich
einer zweiten Ebene symmetrisch angeordnet. Die zweite Ebene steht senkrecht
auf der ersten Ebene und der Reflektoroberfläche. Dabei sind jeweils die
geschlossenen Enden der Strahlkörper
in Richtung auf die zweite Ebene hin orientiert.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung bildet der Reflektor eine um
eine Reflektorachse geschlossene Oberfläche aus, wobei entlang des
Umfangs der geschlossenen Reflektoroberfläche mehrere Dipolstrahler angeordnet
sind. Die Reflektorachse fällt
z. B. mit einer Achse eines Antennenturms auf einem Schiff zusammen,
so dass um diesen Antennenturm herum eine Mehrzahl von Dipolstrahlern
angeordnet ist. Die mehreren Dipolstrahler sind dabei vorzugsweise
mit ihrer Längsachse
parallel zur Reflektorachse angeordnet. In axialer Richtung bezüglich der
Reflektorachse sind die Dipolstrahler identisch positioniert, so
dass die jeweils gleich ausgebildeten Dipolstrahler auf einer gemeinsamen
horizontalen Ebene angeordnet sind. Für einen Durchmesser von etwa
60 cm bis 110 cm ergeben sich bei einem geforderten Frequenzbereich
von etwa 180 MHz bis 600 MHz besonders gute Eigenschaften für acht Dipolstrahler.
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Entlang
des Umfangs der Reflektoroberfläche
weisen die Dipolstrahler zu ihren benachbarten Dipolstrahlern jeweils
einen Abstand auf. In zumindest einem Teil dieser Abstände ist
zwischen den Dipolstrahlern ein Trennblech angeordnet, welches sich
in axialer Richtung erstreckt und von dem Reflektor radial nach
außen
gerichtet ist.
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Üblicherweise
erstreckt sich die Reflektorachse in vertikaler Richtung. Bei dieser
Anordnung ist es besonders vorteilhaft, in axialer Richtung beabstandet
von den Dipolstrahlern ein sich horizontal erstreckendes Dachblech
vorzusehen. Das Dachblech erstreckt sich von dem Reflektor in radialer
Richtung nach außen.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, zusätzlich zu diesem Dachblech
ein Fußblech
vorzusehen, welches auf der von dem Dachblech abgewandten Seite
der Dipolstrahler und ebenfalls beabstandet zu diesen ausgebildet
ist und sich dort in radialer Richtung nach außen von dem Reflektor erstreckt. Dabei
ist es insbesondere vorteilhaft, wenn das Dachblech sowie das Fußblech eine
identische Geometrie aufweisen und sich somit eine zu einer horizontalen
Ebene symmetrische Antenne ergibt.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Antenne
sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert.
Es zeigen:
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1 ein
erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Antenne
mit mehreren Dipolstrahlern in perspektivischer Darstellung;
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2 eine
schematische Darstellung zur Veranschaulichung der dreiachsigen
ellipsoiden Grundform der Strahlkörper;
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3 einen
Schnitt durch die Antenne der 1;
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4 ein
zweites Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Antenne
in perspektivischer Darstellung;
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5 einen
Schnitt durch die Antenne der 4;
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6 eine
Seitenansicht der bevorzugten Geometrie der Dipolstrahler des zweiten
Ausführungsbeispiels;
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7 eine
Draufsicht eines Strahlkörpers des
Dipolstrahlers aus 6;
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8 eine
Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Antenne;
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9 ein
Verlauf des "Voltage
Standing Wave Ratio (VSWR)" in
dem bevorzugten Frequenzband;
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10 ein
Messdiagramm des Antennengewinns in Abhängigkeit von der Frequenz;
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11 eine
Auswahl von Vertikaldiagrammen bei verschiedenen Frequenzen und
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12 eine
Auswahl von Horizontaldiagrammen bei verschiedenen Frequenzen.
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In
der 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Antenne 1 dargestellt.
Die Antenne 1 weist mehrere in der perspektivischen Darstellung
sichtbare Dipolstrahler 2, 3, 4, 5 und 6 sowie
weitere verdeckte Dipolstrahler auf. Zusätzlich zu den in der 1 sichtbaren
Dipolstrahlern sind auf der in der Darstellung abgewandten Seite der
Antenne 1 weitere Dipolstrahler angeordnet. Die Dipolstrahler
sind identisch aufgebaut und weisen eine Geometrie auf, die einem
Ausschnitt eines dreiachsigen Ellipsoids entspricht.
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Die
Grundform eines solchen dreiachsigen Ellipsoids ist in der 2 dargestellt.
In einem kartesischen Koordinatensystem wird ein dreiachsiges Ellipsoid
durch drei Halbachsen a, b, c vollständig beschrieben. Das Ellipsoid
ist dabei symmetrisch zu drei jeweils aus zwei Achsen des Koordinatensystems
gebildeten Symmetrieebenen sowie zu seinem Mittelpunkt M.
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Der
in der 1 dargestellte Dipolstrahler 3 weist
einen ersten Strahlkörper 7 sowie
einen zweiten Strahlkörper 8 auf.
Der besseren Übersichtlichkeit
wegen wird nachfolgend die Geometrie aller Dipolstrahler nur am
Beispiel des Dipolstrahlers 3 erläutert.
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Der
erste Strahlkörper 7 des
Dipolstrahlers 3 entspricht einem Ausschnitt eines Ellipsoids
mit den drei Halbachsen 9, 10 und 11.
Der den ersten Strahlkörper 7 definierende
Ausschnitt des Ellipsoids wird durch eine erste Schnittfläche und
eine zweite Schnittfläche
festgelegt, mit denen die ellipsoide Grundform geschnitten wird.
In dem in der 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die erste Schnittfläche
dabei eine ebene Fläche,
die in der durch die erste Halbachse 9 und die zweite Halbachse 10 gebildeten
Ebene liegt. Es wird damit eine erste Schnittkante 13 gebildet.
Durch die zweite Schnittfläche
wird eine zweite Schnittkante 14 an dem ersten Strahlkörper 7 ausgebildet.
Die zweite Schnittfläche
schneidet die erste Schnittfläche
vorzugsweise in einem näherungsweise
rechten Winkel und liegt damit etwa in der durch die zweite und
dritte Halbachse 10 und 11 definierten Ebene.
Dieser rechte Winkel besteht vorzugsweise in dem Bereich, in dem
die erste Schnittfläche
und die zweite Fläche
sich schneiden. Wie es in der 1 zu erkennen
ist, können
die beiden Schnittflächen
auch von einer ebenen Fläche
abweichen. So ist es in der 1 dargestellt,
dass die zweite Schnittfläche
abgewinkelt ist und sich damit eine wellenförmige zweite Schnittkante 14 an
dem ersten Strahlkörper 7 ergibt.
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Der
so als Ausschnitt eines dreiachsigen Ellipsoiden erhaltene erste
Strahlkörper 7 ist
beabstandet von einem Reflektor 12 angeordnet. Der Reflektor 12 bildet
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Teilfläche
eines Antennenturms 15. Der Antennenturm 15 besteht
bevorzugt aus 8 solcher Teilflächen, die um eine Reflektorachse 16 herum
symmetrisch und geschlossen angeordnet sind.
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Während die
zweite Halbachse 10 und die dritte Halbachse 11 bei
dem ersten Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Antenne 1 gleich
lang sind, ist die erste Halbachse 9 länger. Die erste Halbachse 9 und
die zweite Halbachse 10 verlaufen parallel zu der Reflektorachse 16.
Bezüglich
des Reflektors 12 ist der erste Strahlkörper 7 so orientiert, dass
der Schnittpunkt der drei Halbachsen 9, 10, 11, der
den Mittelpunkt M bildet, zwischen dem ersten Strahlkörpers 7 und
dem Reflektor 12 liegt. Die Krümmung des ersten Strahlkörpers 7 weist
daher von dem Antennenturm 15 nach außen.
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Wie
es bereits erläutert
wurde, sind die Strahlelemente der erfindungsgemäßen Antenne 1 Dipolstrahler.
Zusätzlich
zu dem ersten Strahlkörper 7 weist
der Dipolstrahler 3 daher einen zweiten Strahlkörper 8 auf.
Der zweite Strahlkörper 8 entspricht
in seiner Geometrie dem ersten Strahlkörper 7. Die dem zweiten
Strahlkörper 8 zugrunde
liegende ellipsoide Grundform ist daher ein Elipsoid mit einer ersten
Halbachse 9',
einer zweiten Halbachse 10' sowie
einer dritten Halbachse 11'.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
der 1 sind dabei die zweite und dritte Halbachse 10', 11' des zweiten
Strahlkörpers 8 ebenfalls
gleich lang und insbesondere gleich lang wie die zweite und dritte
Halbachse 10, 11 des ersten Strahlkörpers 7.
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Auch
die erste Halbachse 9' des
zweiten Strahlkörpers 8 ist
vorzugsweise gleich lang wie die erste Halbachse 9 des
ersten Strahlkörpers 7.
Insbesondere korrespondieren auch die Schnittflächen zum Festlegen des Ausschnitts
des Ellipsoids. Die beiden ersten Halbachsen 9, 9' und die Flächennormale
des Reflektors 12 definieren eine erste Ebene. Die beiden
ersten Halbachsen 9, 9' können auch einen von 180° verschiedenen
Winkel einschließen. Der
Reflektor 12 besteht aus einer ebenen Fläche, wobei
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
acht solcher ebenen Flächen
zu dem Antennenturm 15 zusammengesetzt sind. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
liegen die ersten Halbachsen 9, 9' auf einer gemeinsamen Geraden.
Auch die jeweils zweite und dritte Halbachse 10, 10' und 11, 11' der Strahlkörper 7 und 8 liegen
paarweise parallel zueinander. Der erste Strahlkörper 7 und der zweite
Strahlkörper 8 sind
damit symmetrisch bezüglich
einer zweiten Ebene angeordnet. Die zweite Ebene steht sowohl auf
der ersten Ebene als auch auf dem Reflektor 12 senkrecht.
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Wie
es bereits erläutert
wurde, sind gleichmäßig um den
Antennenturm 15, der aus acht Reflektoren 12 besteht,
insgesamt acht Dipolstrahler angeordnet. Die Dipolstrahler sind
dabei jeweils mittig vor einem Reflektor 12 angeordnet
und bezüglich der
Reflektorachse 16 axial identisch positioniert. Auch der
Abstand der einzelnen Dipolstrahler von ihren jeweiligen Reflektoren 12 ist
identisch, so dass die Mittelpunkte M, M' des ersten bzw. zweiten Strahlkörpers 7, 8 jeweils
auf einem Kreis mit Mittelpunkt auf der Antennenachse 16 angeordnet
sind.
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Von
dem Antennenturm 15 erstreckt sich in radialer Richtung
nach außen
ein Dachblech 17. Das Dachblech 17 ist mit dem
Antennenturm 15 verbunden und erstreckt sich bis zu einer
Dachblechkante 18, die vorzugsweise eine mit der Geometrie
des Antennenturms 15 korrespondierende Form aufweist. In dem
dargestellten Ausführungsbeispiel
ist daher die Dachblechkante 18 ein regelmäßiges Achteck.
Das Dachblech 17 ist in axialer Richtung versetzt zu den Dipolstrahlern
angeordnet und hat von den Dipolstrahlern einen axialen Abstand
d1.
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Auf
der von dem Dachblech 17 abgewandten Seite der Dipolstrahler
ist außerdem
ein Fußblech 19 angeordnet.
Das Fußblech 19 erstreckt
sich ebenfalls von dem äußeren Umfang
des Antennenturms 15 in radialer Richtung. Die Fußblechkante 20 weist dabei
wie die Dachblechkante 18 eine mit dem Querschnitt des
Antennenturms 15 korrespondierende Geometrie auf und entspricht
somit ebenfalls in ihrem Verlauf einem regelmäßigen Achteck. Das Fußblech 19 ist
ebenfalls von den Dipolstrahlern beabstandet angeordnet und weist
von der Unterkante der zweiten Strahlkörper 8 einen zweiten
Abstand d2 auf, der vorzugsweise dem Abstand
d1 entspricht.
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Bei
dem dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiel sind sowohl
das Dachblech 17 als auch das Fußblech 19 als ebene
Flächen
ausgeführt.
Diese ebenen Flächen
erstrecken sich in radialer Richtung gleich weit von dem Antennenturm 15,
so dass sich insgesamt eine Antenne 1 mit hoher Symmetrie bezüglich einer
zwischen dem ersten und dem zweiten Strahlkörper liegenden Symmetrieebene
ergibt.
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Die
einzelnen Dipolstrahler sind in Umfangsrichtung des Antennenturms 15 beabstandet
zueinander angeordnet. In den so ausgebildeten Abständen zwischen
den einzelnen Dipolstrahlern, z. B. 4, 5, sind
jeweils Trennbleche 21 angeordnet. Die Trennbleche 21 erstrecken
sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
von dem Dachblech 17 bis zu dem Fußblech 19. In radialer
Richtung erstrecken sich die Trennbleche 21 von dem Antennenturm 15 nach
außen,
wobei jedoch die radiale Erstreckung der Trennbleche 21 kleiner
ist als die radiale Ausdehnung des Dachblechs 17 und des
Fußblechs 19.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
sind Trennbleche 21 zwischen allen Dipolstrahlern angeordnet.
Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, lediglich zwischen jedem zweiten
Dipolstrahler ein solches Trennblech vorzusehen oder für verschiedene
Trennbleche verschiedene radiale oder axiale Ausdehnungen zu wählen. Damit
lässt sich
insbesondere die Rundheit der Strahlungscharakteristik beeinflussen.
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In
der 3 ist ein Schnitt durch eine erfindungsgemäße Antenne 1 aus
der 1 dargestellt. Die Schnittebene liegt dabei parallel
zu der Symmetrieebene der Antenne 1 im Bereich des ersten
Abstandes d1. Zusätzlich zu den Dipolstrahlern 2 bis 6, die
auch in der perspektivischen Darstellung der 1 bereits
erkennbar waren, sind nun die übrigen Dipolstrahler 22 bis 24 zu
erkennen. Die acht Dipolstrahler 2 bis 6 und 22 bis 24 sind
von den jeweiligen Reflektoren 12 mit einem dritten Abstand
d3 angeordnet. Die dritte Halbachse 11 erstreckt
sich in Richtung der Flächennormalen
des Reflektors 12. In der Schnittdarstellung der 3 ist
zu erkennen, dass die Fußblechkante 20 einem
regelmäßigen Achteck entspricht.
Die Antenne ist für
einen Frequenzbereich von 180 MHz bis 600 MHz ausgelegt. Ein optimaler Kompromiss
ergibt sich dabei für
einen Antennenturm 15 mit einer Weite von ca. 800 mm bei
einer Anordnung von acht Dipolstrahlern. Für andere Anwendungen, bei denen
beispielsweise ein anderes Frequenzband abgedeckt werden soll, kann
die Zahl der Dipolstrahler jedoch von dieser Anzahl abweichen. Insbesondere
ist es auch möglich,
einen im Querschnitt kreisförmigen
Antennenturm als Reflektor einzusetzen, vor dem die Dipolstrahler
dann angeordnet sind.
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In
der 3 ist es außerdem
zu erkennen, dass die radiale Erstreckung des Fußblechs 19 geringer
ist als die maximale radiale Erstreckung des ersten bzw. auch des
zweiten Strahlelements 7 bzw. 8. Die Trennbleche 21 erstrecken
sich von den Ecken des regelmäßigen Achtecks
in radialer Richtung. Die radiale Erstreckung ist dabei größer als
der dritte Abstand d3, in dem der erste
Strahlkörper 7 und
der zweite Strahlkörper 8 von
dem Reflektor 12 angeordnet sind. Gleichzeitig ist die
radiale Erstreckung der Trennbleche 21 kleiner als die
radiale Erstreckung des Fußblechs 19.
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In
der 4 ist ein zweites, bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Antenne 1 dargestellt.
In ihrem wesentlichen Aufbau entspricht die Antenne 1' der in der 1 dargestellten Antenne 1.
Im Unterschied zu dieser sind jedoch die Strahlkörper 7' und 8' durch Ausschnitte von Ellipsoiden
gebildet, bei denen alle drei Halbachsen unterschiedlich lang sind.
Die erste Schnittfläche
und die zweite Schnittfläche,
die den Ausschnitt des Ellipsoids festlegen, werden dabei durch
die erste und zweite Halbachse 9, 10 des ersten
Strahlkörpers 7' bzw. die zweite
und dritte Halbachse 10, 11'' des
ersten Strahlkörpers 7' gebildet. Damit
ist der entstehende Strahlkörper 7' exakt ein Viertel
eines vollständigen Ellipsoids.
Die erste Schnittfläche
ist dabei parallel zu der Oberfläche
des Reflektors 12 angeordnet. Die zweite Schnittfläche steht
senkrecht auf der ersten Schnittfläche und ist wie diese eine
ebene Fläche. Der
erste Strahlkörper 7' und der zweite
Strahlkörper 8' sind so orientiert,
dass ihre jeweils kürzeste Halbachse 11'' bwz. 11''' senkrecht zur
Oberfläche des
Reflektors 12 verläuft.
Der erste Strahlkörper 7' und der zweite
Strahlkörper 8' sind somit in
Richtung auf den Reflektor 12 zu abgeflacht im Vergleich
zu dem Ausführungsbeispiel
der 1.
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Als
weiterer Unterschied erstrecken sich die Trennbleche nicht über den
vollen Abstand zwischen Dachblech 17 und Fußblech 19.
Vielmehr sind zwei Sätze
von Trennblechen 21' und 21'' ausgebildet, bei denen der erste
Satz Trennbleche 21' sich
lediglich ein Stück
weit von dem Dachblech 17 in Richtung auf das Fußblech 19 zu
erstreckt.
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Die
Erstreckung in axialer Richtung ist dabei vorzugsweise kleiner als
der erste Abstand d1, den das Dachblech 17 in
axialer Richtung von den Dipolstrahlern 2 bis 6 und 22 bis 26 aufweist.
Entsprechend dem ersten Satz von Trennblechen 21' ist ausgehend
von dem Fußblech 19 ein
zweiter Satz Trennbleche 21'' ausgebildet.
Der zweite Satz Trennbleche 21'' erstreckt
sich dabei in axialer Richtung von dem Fußblech 19 in Richtung
des Dachblechs 17. Die Länge der axialen Erstreckung
entspricht der Länge der
axialen Erstreckung der Trennbleche 21'' des zweiten
Satzes Trennbleche. Diese besonders bevorzugte Anordnung der abgeflachten
Ellipsoide als Dipolstrahler 2' bis 6' zusammen mit den Trennblechen 21' und 21'', die sich lediglich über einen
Teil des axialen Abstandes zwischen Dachblech 17 und Fußblech 19 erstrecken,
wirken sich besonders positiv auf die Verkopplung der einzelnen
Dipolstrahler aus. Als Ergebnis ergibt sich eine besonders gute Rundheit
bei einem gleichzeitig über
einen breiten Frequenzbereich gleichmäßigen Stehwellenverhältnis (VSWR,
Voltage, Standing, Wave, Ratio).
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In
der 5 ist eine Draufsicht eines Schnitts entlang einer
senkrecht zur Antennenachse 16 liegenden Schnittfläche im Bereich
des ersten Abstands d1 dargestellt. Die
Abflachung der Strahlkörper 7' ist darin gut
zu erkennen. Zusätzlich
ist in der 5 gezeigt, dass Anschlussleitungen 25 sich
von der jeweiligen Fläche
des Reflektors 12 in senkrechter Richtung zu den Dipolstrahlern 2' bis 6' und 22' bis 24' erstrecken.
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In
der 6 ist noch einmal eine vergrößerte Einzelansicht eines Dipolstrahlers 3' dargestellt.
Die erste Halbachse 9 des ersten Strahlkörpers 7' sowie die erste
Halbachse 9' des
zweiten Strahlkörpers 8' verlaufen entlang
einer gemeinsamen Geraden. Die jeweils geschlossenen Enden 26 und 27 des
ersten Strahlkörpers 7' und des zweiten
Strahlkörpers 8' sind dabei
aufeinander zu orientiert und um einen Abstand d4 voneinander
beabstandet.
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Die
zweite Halbachse 10 sowie die in der 6 nicht
erkennbare dritte Halbachse 11'' des
ersten Strahlkörpers 7' legen eine
Ebene fest, die die zweite Schnittfläche 28 bildet. Entsprechend
legen die zweite Halbachse 10' sowie die dritte Halbachse 11''' des
zweiten Strahlkörpers 8' die Ebene fest,
die die entsprechende zweite Schnittfläche des zweiten Strahlkörpers 8' bildet.
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Die
erste Schnittfläche 29 ist
in der 7 zu erkennen, in der eine Draufsicht auf den
ersten Strahlkörper 7' dargestellt
ist. Die erste Schnittfläche 29 wird
dabei durch die erste Halbachse 9 sowie die zweite Halbachse 10 festgelegt.
Gemäß der besonders
bevorzugten Ausführungsform
werden daher die Ellipsoide durch eine erste ebene Schnittfläche 29 und
eine zweite ebene Schnittfläche 28 geschnitten
und so derjenige Ausschnitt festgelegt, der die Geometrie des ersten
und des zweiten Strahlkörpers 7' bzw. 8' bildet. Die
erste Schnittfläche 29 und
die zweite Schnittfläche 28 stehen
dabei senkrecht aufeinander. Bezüglich
des Reflektors 12 ist die erste Schnittfläche 29 parallel
angeordnet. In der 8 ist noch einmal eine Seitenansicht
des zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Antenne 1' dargestellt.
Zusätzlich
sind in den ersten bzw. zweiten Strahlkörpern 7' bzw. 8' die Einspeisepunkte 30 dargestellt.
Die Einspeisepunkte 30 sind von den geschlossenen Enden 26 bzw. 27 der
ersten bzw. zweiten Strahlkörper 7' bzw. 8' beabstandet.
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In
der 8 ist außerdem
noch einmal deutlich zu erkennen, dass die axiale Erstreckung der Trennbleche 21' und 21'' des ersten bzw. zweiten Satzes
Trennbleche kleiner ist als der Abstand des Dachblechs von den ersten
Strahlkörper 7' bzw. des Fußblechs
von den zweiten Strahlkörpern 8'.
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In
der 9 ist für
eine erfindungsgemäße Antenne 1' die Welligkeit
des Stehwellenverhältnisses
VSWR für
einen Bezugswiderstand von 100 Ohm angegeben. Es ist zu erkennen,
dass das VSWR im gesamten Frequenzband von 180 bis 60'0 MHz kleiner als
1,65 ist. Dieser lediglich gering schwankende Verlauf wird durch
das Zusammenspiel der Ausschnitte von Ellipsoiden als Strahlkörper 7', 8' mit den Reflektoren 12 sowie
den Dach- und Fußblechen 17, 19 und
den Trennblechen 21', 21'' erreicht. Eine Anpassung durch
ein Anpassnetzwerk ist nicht erforderlich.
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Gleichzeitig
wird ein Antennengewinn g erreicht, wie er in dem Diagramm der 10 dargestellt
ist. Für
einen Winkel von 90° zur
Antennenachse 16 fällt
der Antennengewinn g über
den gesamten Frequenzbereich zu keiner Frequenz unter einen Wert
von 2,0 dBi. Damit ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Antenne
insbesondere für
Anwendungen geeignet, bei welchen ein hoher Antennengewinn in horizontaler
Richtung erforderlich ist. Solche Anwendungen stellen z. B. Antennen
für die Schifffahrt
dar.
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In
der 11 ist eine Serie von Vertikaldiagrammen dargestellt.
Dargestellt ist nur die obere Hälfte
des symmetrischen Diagramms. Die Vertikaldiagramme zeigen, dass
in vertikaler Richtung also auf der Antennenachse 16 praktisch
keine Energie abgestrahlt wird. Die Abstrahlung erfolgt wiederum über den
gesamten Frequenzbereich von ca. 180 MHz bis 600 MHz bevorzugt in
einer 90° zur
Antennenachse 16 stehenden Richtung.
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12 zeigt
die Rundheit der erfindungsgemäßen Antenne 1'. Dabei ist
zu erkennen, dass für die
Frequenzen 300 MHz, 400 MHz und 500 MHz eine fast ideale Rundheit
erreicht wird. Lediglich für 600
MHz ist die Gruppierung der acht Einzeldipole zu erkennen.
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Die
Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere können Merkmale
der einzelnen Ausführungsbeispiele
in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden.