DE102005003480A1 - Beleuchtungsvorrichtung für ein Fahrzeug mit Mitteln zum Verhindern einer Betauung und Belüftungsschnorchel für eine Beleuchtungsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung 1 für ein Fahrzeug mit einer Lichtquelle und ein die Lichtquelle umgebendes Gehäuse 2. Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Belüftungsöffnung 5 seitlich am Gehäuse 2 angeordnet ist. Mit der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung kann eine Betauung des Gehäuseinnenraums wirkungsvoll verhindert werden. Ferner betrifft die Erfindung einen Belüftungsschnorchel 6 für eine Beleuchtungsvorrichtung.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für ein Fahrzeug mit einer Lichtquelle und ein die Lichtquelle umgebendes Gehäuse. Ferner betrifft die Erfindung einen Belüftungsschnorchel für eine Beleuchtungsvorrichtung.
- Beim Absinken der Lufttemperatur unter den Taupunkt entsteht durch Kondensation von Wasserdampf an einer kalten Wand ein Niederschlag oder Tau. Bei einer Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge kann sich dieser Niederschlag insbesondere an der Lichtscheibe bilden. Bei tiefer Temperatur kann der Niederschlag auch an der Lichtscheibe anfrieren. Hierdurch wird die Funktion der Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere wenn diese ein Scheinwerfer ist, beeinträchtigt. Durch den kondensierten Wasserdampf kann es zu einer stärker gestreuten Lichtabstrahlung des Scheinwerfers und damit zu einer ungünstigen Fahrbahnausleuchtung kommen.
- Es wurde daher vorgeschlagen, hinten im Gehäuse der Beleuchtungsvorrichtung Belüftungsöffnungen vorzusehen. Derartige Belüftungsöffnungen konnten jedoch das Problem der Betauung nicht lösen.
- In der
DE 197 33 000 A1 wurde zum Verhindern des Kondensierens von Wasserdampf im Scheinwerfergehäuse vorgeschlagen, in dem Gehäuse eine Betauungsschutzvorrichtung vorzusehen. Diese Betauungsschutzvorrichtung umfasst eine Heizvorrichtung zum Erzeugen vorgeheizter Luft in dem Scheinwerfergehäuse. Durch die Heizvorrichtung kann der Scheinwerfer als Ganzes gleichmäßig auf eine Temperatur über dem Taupunkt gebracht werden. Ferner wird in derDE 197 33 000 A1 erwähnt, dass man zusätzlich oder ersatzweise für die Betauungsschutzvorrichtung eine Kühlvorrichtung einbauen kann, um bewusst Luftfeuchtigkeit kondensieren zu lassen und sie so der Luft im Scheinwerfer zu entziehen. Nachteilhaft an dem in derDE 197 33 000 A1 vorgeschlagenen Scheinwerfer mit einer Betauungsschutzvorrichtung ist, dass die Elemente der Betauungsschutzvorrichtung von außen sichtbar sind und dadurch das Erscheinungsbild des Scheinwerfers, insbesondere wenn die Lichtscheibe in Klarglas ausgeführt ist, nachteilig beeinflusst wird. - Des Weiteren wird in der
DE 197 26 198 A1 ein Fahrzeugscheinwerfer vorgeschlagen, der ein Gehäuse aus Kunststoff aufweist. Im Innenraum dieses Kunststoffgehäuses ist ein wärmeleitendes Bauteil ausgebildet, das mit einem wärmeleitenden und kälteren Fahrzeugteil verbunden ist. Hierdurch soll eine Kältefalle geschaffen werden, durch die eine Betauung auf eine optisch nicht relevante Stelle verlagert wird. Nachteilhaft an diesem Scheinwerfer ist, dass die Temperatur des wärmeleitenden Bauteils, durch welches die Betauung der Lichtscheibe verhindert werden soll, nicht beeinflussbar ist. - Des Weiteren wird in der deutschen Patentanmeldung 103 19 363 vorgeschlagen, eine Betauschutzvorrichtung, die ein Peltier-Element umfasst, im Gehäuseinneren vorzusehen.
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungsvorrichtung und einen Belüftungsschnorchel für eine Beleuchtungsvorrichtung der eingangs genannten Art bereit zu stellen, mit denen eine Betauung, insbesondere der Lichtscheibe einer Beleuchtungsvorrichtung, wirkungsvoll verhindert werden kann.
- Diese Aufgabe wird durch eine Beleuchtungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einen Belüftungsschnorchel mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
- Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Belüftungsöffnung seitlich am Gehäuse angeordnet ist. Es hat sich herausgestellt, dass durch diese Anordnung der Belüftungsöffnung sehr viel bessere Ergebnisse zum Schutz vor einer Betauung des Gehäuseinnenraums erzielt werden können, als mit hinten am Gehäuse angeordneten Belüftungsöffnungen. Auch wird sich eine bereits vorhandene oder gerade auftretende Betauung schneller wieder rückbilden. Ferner weist die erfindungsgemäße Lösung gegenüber anderen Betauschutzvorrichtungen mit Heiz- oder Kühlelementen, den Vorteil auf, dass sie kostengünstiger ist.
- Gemäß einer bevorzugten Ausbildung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung ist die Belüftungsöffnung mit einem Belüftungsschnorchel verbunden, der einen Luftansaugkanal aufweist. In dem Luftansaugkanal sind vorzugsweise Schikanen angeordnet. Diese Schikanen können beispielsweise von Vorsprüngen gebildet sein, die wechselweise gegenüberliegend längs der Innenwandung des Luftansaugkanals in den Luftansaugkanal hineinragen. Die Vorsprünge können beispielsweise senkrecht zur Innenwandung radial nach innen in den Luftansaugkanal hineinragen, sie können jedoch auch schräg zur Innenwandung nach innen in den Luftansaugkanal hineinragen.
- Die Schikanen können vorteilhafterweise den Eintritt von Wasser oder Staub in den Gehäuseinnenraum sehr wirkungsvoll verhindern. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn das Fahrzeug, welches die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung aufweist, Staubpisten befährt. Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung bietet somit insbesondere bei Geländefahrzeugen Vorteile.
- Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung ist insbesondere ein Nebelscheinwerfer. Gerade bei Nebelscheinwerfern ist das Problem der Betauung des Innenraums des Gehäuses besonders groß. Durch die seitliche Belüftung des Gehäuses kann eine schnellere Rückbildung einer bereits gebildeten Betauung durch den Betrieb des Nebelscheinwerfers oder durch den Fahrbetrieb des Fahrzugs erreicht werden.
- Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung kann zusätzlich zu der seitlichen Belüftungsöffnung noch weitere Belüftungsöffnungen, beispielsweise hinten am Gehäuse, oder weitere Betauschutzvorrichtungen aufweisen.
- Der erfindungsgemäße Belüftungsschnorchel für eine Beleuchtungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass er einen Luftansaugkanal aufweist, in dem Schikanen angeordnet sind. Die Schikanen sind bevorzugt wie vorstehend beschrieben ausgestaltet. Sie sind insbesondere von Vorsprüngen gebildet, die wechselweise gegenüberliegend längs der Innenwandung des Luftansaugkanals in den Luftansaugkanal hineinragen. Der erfindungsgemäße Belüftungsschnorchel kann in Verbindung mit jeder Art von Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere jedem Scheinwerfer eines Fahrzeugs eingesetzt werden. Er kann an beliebigen Positionen befestigt werden, wobei die Montage in einer Belüftungsöffnung seitlich an einem Gehäuse der Beleuchtungsvorrichtung bevorzugt ist.
- Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug zu den Figuren erläutert.
-
1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung und des erfindungsgemäßen Belüftungsschnorchel, -
2 zeigt eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Belüftungsschnorchels und -
3 zeigt einen Schnitt durch den erfindungsgemäßen Belüftungsschnorchel entlang der Linie A-A der2 . - Das Ausführungsbeispiel der Beleuchtungsvorrichtung betrifft einen Nebelscheinwerfer eines Fahrzeugs. Gleichermaßen kann die Erfindung jedoch auch bei anderen Scheinwerfern oder Leuchten, wie z. B. Heckleuchten, eingesetzt werden. Der erfindungsgemäßen Belüftungsschnorchel wird bei diesem Nebelscheinwerfer eingesetzt. Er kann aber in Verbindung mit anderen Beleuchtungsvorrichtungen eingesetzt werden.
- Der Nebelscheinwerfer
1 umfasst eine Lichtquelle, die von einem Gehäuse2 umgeben ist. In Lichtemissionsrichtung ist eine Lichtscheibe3 angeordnet, welche das Gehäuse2 in Lichtemissionsrichtung abschließt. Das Gehäuse2 umfasst ein zylindrisches Teil4 , welches eine Seitenwand des Gehäuses2 bildet. Ein solcher Aufbau eines Nebelscheinwerfers1 ist an sich bekannt. - Erfindungsgemäß ist eine Belüftungsöffnung
5 seitlich am Gehäuse2 angeordnet. Die Belüftungsöffnung5 befindet sich in dem zylindrischen Teil4 . Mit der Belüftungsöffnung5 ist ein Belüftungsschnorchel6 verbunden. Der Belüftungsschnorchel6 weist ein Anschlussstück9 auf, das dicht an oder in der Öffnung5 befestigt ist. Das Anschlussstück9 ist beispielsweise als Hohlzylinder ausgebildet. Mit dem Anschlussstück9 ist ein Luftansaugkanal8 verbunden. Außenluft kann somit durch den Luftansaugkanal8 , das Anschlussstück9 und die Öffnung5 in den Innenraum des Gehäuses2 des Nebelscheinwerfers1 eintreten. Der Luftansaugkanal8 des Belüftungsschnorchels6 wird von einer Halterung7 des Gehäuses2 gehalten. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass sich der Belüftungsschnorchel6 bei Erschütterungen aus der Öffnung5 herauslöst. - Um zu verhindern, dass durch den Luftansaugkanal
8 Staub oder Wasser in den Gehäuseinnenraum eintritt, sind in dem Luftansaugkanal8 Schikanen10 , wie in3 gezeigt, befestigt. Die Schikanen10 sind Vorsprünge, die wechselweise gegenüberliegend längs der Innenwandung des Luftansaugkanals8 in denselben hineinragen. Sie ragen so weit in den Luftansaugkanal8 hinein, dass die angesaugte Luft L in einer Schlangenlinie an den wechselweise gegenüberliegenden Schikanen10 vorbei eintreten kann. Die Vorsprünge können senkrecht zur Innenwandung des Luftansaugkanals8 in diesen hineinragen oder, wie in3 gezeigt, schräg. Die Schrägstellung ist vorzugsweise entgegen der Richtung der Luftströmung gerichtet. - Das Gehäuse
2 kann ferner bereits bekannte Belüftungsöffnungen in der Rückseite aufweisen. Es hat sich herausgestellt, dass durch den zusätzlichen Belüftungsschnorchel6 eine geringere bzw. gar keine Betauung des Nebelscheinwerfers1 auftritt. -
- 1
- Nebelscheinwerfer
- 2
- Gehäuse
- 3
- Lichtscheibe
- 4
- Zylindrisches
Teil des Gehäuses
2 - 5
- Belüftungsöffnung
- 6
- Belüftungsschnorchel
- 7
- Halterung
für den
Belüftungsschnorchel
6 - 8
- Luftansaugkanal
- 9
- Anschlussstück
- 10
- Schikanen
Claims (9)
- Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) für ein Fahrzeug mit einer Lichtquelle und ein die Lichtquelle umgebendes Gehäuse (2 ), dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Belüftungsöffnung (5 ) seitlich am Gehäuse (2 ) angeordnet ist. - Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Belüftungsöffnung (5 ) mit einem Belüftungsschnorchel (6 ) verbunden ist, der einen Luftansaugkanal (8 ) aufweist. - Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Luftansaugkanal (8 ) Schikanen (10 ) angeordnet sind. - Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schikanen (10 ) von Vorsprüngen gebildet sind, die wechselweise gegenüberliegend längs der Innenwandung des Luftansaugkanals (8 ) in den Luftansaugkanal (8 ) hineinragen. - Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (10 ) senkrecht zur Innenwandung radial nach innen in den Luftansaugkanal (8 ) hineinragen. - Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (10 ) schräg zur Innenwandung nach innen in den Luftansaugkanal (8 ) hineinragen. - Beleuchtungsvorrichtung (
1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsvorrichtung (1 ) ein Nebelscheinwerfer ist. - Belüftungsschnorchel (
6 ) für eine Beleuchtungsvorrichtung (1 ), dadurch gekennzeichnet, dass der Belüftungsschnorchel (6 ) einen Luftansaugkanal (8 ) aufweist, in dem Schikanen (10 ) angeordnet sind. - Belüftungsschnorchel (
6 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schikanen (10 ) von Vorsprüngen gebildet sind, die wechselweise gegenüberliegend längs der Innenwandung des Luftansaugkanals (8 ) in den Luftansaugkanal (8 ) hineinragen.
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