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DE102005003204B3 - Vorrichtung zum Querschneiden von einer Materialbahn in einzelne Materialabschnitte - Google Patents

Vorrichtung zum Querschneiden von einer Materialbahn in einzelne Materialabschnitte Download PDF

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DE102005003204B3
DE102005003204B3 DE200510003204 DE102005003204A DE102005003204B3 DE 102005003204 B3 DE102005003204 B3 DE 102005003204B3 DE 200510003204 DE200510003204 DE 200510003204 DE 102005003204 A DE102005003204 A DE 102005003204A DE 102005003204 B3 DE102005003204 B3 DE 102005003204B3
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung mit einem Zylinder beschrieben, der wenigstens ein Schneidmesser zum Querschneiden von Materialabschnitten von einer um den Zylinder geführten, an einer Schnittstelle am Zylinder geschnittenen laufenden Materialbahn und wenigstens ein laufendes, den Zylinder wenigstens teilweise umschlingendes Endloselement zum Führen der Materialbahn umfasst. Das Endloselement umschlingt den Zylinder auch jenseits der Schnittstelle, wobei an dem Endloselement in axialer Richtung des Zylinders abgespreizte Andrückmittel angeordnet sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Querscheiden von einer Materialbahn in einzelne Materialabschnitte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art wird die Materialbahn von dem den Zylinder umschlingenden Endloselement an die Mantelfläche des Zylinders gedrückt und dadurch geführt. An der Schnittstelle ist dem Zylinder ein drehbarer Gegenzylinder angestellt, so dass die Schnittstelle als ein durch den Zylinder und den Gegenzylinder begrenzter Spalt ausgebildet ist, den die Materialbahn durchläuft. Das Schneidmesser ist am Gegenzylinder angeordnet. Jedes Mal, wenn das Schneidmesser im Laufe einer Umdrehung des Gegenzylinders den Spalt durchläuft, wird ein Materialabschnitt von der Materialbahn abgeschnitten. Weil das Schneidmesser an der Schnittstelle über die gesamte Breite der Materialbahn auf diese einwirken muss, um Materialabschnitte vollständig von dieser abschneiden zu können, muss die Führung durch das Endloselement spätestens unmittelbar vor dem Spalt enden, damit das Endloselement dem Schneidmesser nicht hinderlich ist, bzw. damit das Endloselement vom Schneidmesser nicht zerschnitten wird. Jenseits der Schnittstelle kann ein weiteres Endloselement zur Führung des vorauslaufenden Endabschnittes der Materialbahn vor Erfolgen des Schnittes, bzw. des Materialabschnittes nach erfolgtem Schnitt, vorgesehen sein. Wegen des hinderlichen Gegenzylinders können die Führungen vor und jenseits der Schnittstelle aber nicht beliebig nahe an die Schnittstelle heranreichen. Somit verbleibt sowohl vor der Schnittstelle als auch jenseits der Schnittstelle stets ein Abschnitt, in welchem die Materialbahn bzw. die Materialabschnitte ungeführt sind. Weil die Materialbahn in der Regel mit hoher Geschwindigkeit läuft, ist die Materialbahn entlang des Zylinders erhöhten Fliehkräften ausgesetzt, so dass es immer wieder vorkommt, dass das vorauslaufende Ende der Materialbahn nicht sauber in den Spalt einläuft oder nach Durchlaufen des Spaltes nicht sauber in die jenseitige Führung einläuft. Die Folge sind beschädigte Materialabschnitte, die in schlimmen Fällen zu Stopfern der Vorrichtung führen können, welche aufwändig beseitigt werden müssen und wegen der Wiederherstellungsarbeiten für die Vorrichtung und dem damit einhergehenden Produktionsausfall kostspielig sind.
  • Zwar sind am Zylinder angeordnete Haltemittel wie z.B. Greifer oder Punkturnadeln zum Halten der Materialbahn und der Materialabschnitte bekannt. Diese halten die Materialbahn bzw. die Materialabschnitte aber lediglich an deren vorauslaufenden Endabschnitten. Beispielsweise ist auch im Falle eines Zylinders mit Greifern der vorauseilende Endabschnitt der Materialbahn unmittelbar nach dem Schnitt zunächst ohne Führung. Erst durch die nachschiebende Materialbahn wird der Endabschnitt zu den Greifern geschoben und kann von diesen ergriffen werden. Dabei tritt auch hier das Problem auf, dass die Greifer den Endabschnitt wegen dessen fehlender Führung oft nicht richtig ergreifen können. Außerdem muss zwischen dem hinteren Ende des zuletzt abgeschnittenen Materialabschnittes und dem vorauslaufenden Endabschnitt der Materialbahn ein Abstand vorgesehen werden, damit die Greifer zum Ergreifen des vorauslaufenden Endabschnitt zwischen beiden hindurchtreten können. Die dazu nötigen Einrichtungen verkomplizieren die Vorrichtung zusätzlich. Handelt es sich bei den Haltemitteln dagegen um Punkturnadeln, dann wird die Materialbahn häufig aufgrund der auftretenden Fliehkräfte von den Punkturnadeln abgezogen, so dass wiederum beschädigte Produkte und Stopfer die Folge sind. Außerdem reißen wegen der beim Schnitt auftretenden Schwankungen in der Materialbahnspannung die Materialbahn bzw. die Materialabschnitte an den Stellen aus, an welchen sie von den Punkturnadeln durchstoßen werden.
  • Die US 3 337 211 A offenbart einen Falzmesserzylinder, der mit einem Schneidzylinder zusammenwirkt. Der Falzmesserzylinder ist an seinem Randbereich von zwei Ketten umschlungen, die ein Greifelement zum Halten des nach dem Schnitt entstandenen neuen Anfangs tragen.
  • Die DE 726 292 C zeigt eine Vorrichtung zum Führen einer Papierbahn zwischen zwei Querschneidzylindern, wobei die Papierbahn zwischen zwei von Ketten getragenen Klemmelementen eingeklemmt ist.
  • Die DE 20 56 665 A beschreibt eine Transportvorrichtung an rotierenden Querschneidern, wobei die Materialbahn zwischen zwei Transportbändern eingeklemmt ist. Jedes Transportband erstreckt sich über die gesamte Breite der Querschneider und weist eine Aussparung für das Schneidmesser auf.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Querschneiden von einer Materialbahn in einzelne Materialabschnitte zu schaffen, bei der eine effektive Führung sowohl vor als auch nach der Schnittstelle erreicht wird.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
  • Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass entlang der ganzen Umschlingung des Zylinders durch das Endloselement die Materialbahn von den Andrückmitteln an den Zylinder gedrückt wird. Weil sich die Umschlingung über die Schnittstelle hinaus bis jenseits der Schnittstelle erstreckt, ist die Materialbahn auch an der Schnittstelle und kurz danach sicher geführt. Dabei sind die Andrückmittel derart an dem Endloselement angeordnet, dass das Schneidmesser problemlos zwischen zwei benachbarten Andrückmitteln hindurch auf die Materialbahn einwirken kann. Ein minimaler Abstand zwischen zwei benachbarten Andrückmitteln, der dem Schneidmesser einen ungehinderten Durchgang zwischen diesen beiden Andrückmitteln erlaubt, ist aber nur zwischen solchen Andrückmitteln notwendig, welche die Schnittstelle gerade zur Zeit eines Schnittes passieren, während der Abstand zwischen allen anderen Andrückmitteln beliebig sein kann, solange das Schneidmesser nicht zwischen zwei benachbarten Andrückmitteln hindurch wirkt.
  • Mit der Vorrichtung wird eine effektive Führung der Materialbahn sowohl vor als auch an und jenseits der Schnittstelle erreicht. Zu jedem Zeitpunkt kurz vor, während und kurz nach dem Schnitt ist die Materialbahn und die Materialabschnitte sicher am Zylinder gehalten und können sich nicht von diesem lösen. Dadurch werden Beschädigungen der Materialbahn bzw. Materialabschnitte sowie Stopfer vermieden. Gleichzeitig wird eine gleichmäßige Spannung der Materialbahn aufrechterhalten, ohne dass es zu Spannungsschwankungen kommt. Insgesamt arbeitet die Vorrichtung im Vergleich zu bekannten Vorrichtungen gleichmäßig und zuverlässig.
  • Als Endloselement eignet sich beispielsweise ein Band, eine Kette, ein Riemen, ein Zahnriemen oder andere endlose Zugorgane.
  • Am Zylinder kann wenigstens eine umlaufende Ausnehmung vorgesehen sein, in welche das Endloselement eingreift. Dabei bleiben die Andrückmittel zweckmäßigerweise außerhalb der Ausnehmung. Bei dieser Ausnehmung kann es sich beispielsweise um eine umlaufende Nut im Randbereich der Mantelfläche des Zylinders handeln. Die Aussparung kann auch unmittelbar an eine Stirnfläche des Zylinders angrenzen, so dass der Zylinder in der Nähe dieser Stirnfläche stufenförmig verjüngt ist.
  • Wenigstens abschnittsweise kann das Endloselement schienengeführt sein. Diese schienengeführten Abschnitte des Endloselementes können sowohl den Zylinder umschlingende als auch den Zylinder nicht umschlingende Abschnitte sein. Sofern das Endloselement von einer Ausnehmung des Zylinders aufgenommen ist, kann sich die Schienenführung ebenfalls innerhalb dieser Ausnehmung erstrecken. Mit der Schienenführung wird dem Endloselement ein wohldefinierter Laufweg vorgegeben, von dem es auch bei eventuellen äußeren Störeinflüssen nicht abweichen kann. Dies macht den Betrieb der Vorrichtung zuverlässiger und erhöht die Sicherheit für das Bedienpersonal der Vorrichtung.
  • Bevorzugterweise ist jeder Randbereich des Zylinders von einem der Endloselemente umschlungen, so dass die Materialbahnabschnitte bzw. Materialbahn wenigstens an ihren beiden Längsrändern von den Andrückmitteln gegen den Zylinder gedrückt wird. Die Sicherheit der Führung ist dadurch für die Materialbahnabschnitte bzw. Materialbahn erhöht. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Andrückmittel der beiden Endloselemente paarweise miteinander verbunden. Bei einer solchen Ausführung wird die Materialbahnabschnitte bzw. Materialbahn nicht nur an ihren Längsrändern, sondern auf ihrer gesamten Breite gegen den Zylinder gedrückt, wodurch sich die Spannung in der Materialbahn leichter aufrechterhalten lässt.
  • Die Andrückmittel sind vorteilhaft wenigstens teilweise aus Polyurethan gefertigt. Beispielweise kann das Andrückmittel eines oder mehrere Andrückelemente aus Polyurethan aufweisen, das im direkten Kontakt mit den Materialbahnabschnitte bzw. Materialbahn steht. Es kann sich dabei um geschäumtes Polyurethan handeln. Polyurethan ist aufgrund seiner Elastizitätseigenschaften und seines Reibungskoeffizienten mit Papier besonders bevorzugt, wenn es sich bei der Materialbahn bzw. Materialabschnitte um eine Papierbahn handelt, was zum Beispiel dann der Fall ist, wenn die Vorrichtung in einer Druckmaschine eingesetzt wird.
  • Das Endloselement kann einerseits selber am Zylinder abgestützt sein, andererseits kann es aber auch nur durch die Andrückmittel am Zylinder abgestützt sein. Bei der Ausführung, in der das Endloselement von einer Ausnehmung des Zylinders aufgenommen ist, können die Andrückmittel beispielsweise aus der Ausnehmung ausgreifen und das Endloselement indirekt am Zylinder abstützen, ohne dass das Endloselement selbst in Kontakt mit dem Zylinder tritt.
  • Unabhängig davon, ob das Endloselement selber in Kontakt mit dem Zylinder tritt oder nur durch die Andrückmittel an diesem abgestützt ist, ist es möglich, das Endloselement reibschlüssig oder formschlüssig über den Zylinder anzutreiben. Zum Antreiben kann dem Endloselement aber auch ein eigener Motor zugeordnet sein.
  • Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung umfasst der Zylinder ein vom Endloselement umschlungenes Zahnrad, und das Endloselement ist eine Kette oder ein Zahnriemen, wobei die Zähne des Zahnrades kämmend in das Endloselement eingreifen. Diese Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass die Phasenlage des Endloselements gegenüber dem Zylinder stets wohldefiniert ist, da kein Schlupf zwischen Endloselement und Zylinder auftreten kann. Dadurch ist insbesondere gewährleistet, dass immer dann, wenn ein Schnitt erfolgen soll, eine Lücke zwischen Paaren von Andrückmitteln die Schnittstelle passiert, die breit genug ist, um einen Durchgang des Schneidmessers zu erlauben.
  • Bevorzugterweise ist das Schneidmesser an einem an den Zylinder angestellten Gegenzylinder angeordnet. Dieser Gegenzylinder bildet mit dem Zylinder einen Spalt, der die Schnittstelle definiert.
  • Das Schneidmesser selber kann beispielsweise am sich drehenden Gegenzylinder angeordnet sein, so dass es bei jeder Umdrehung des Gegenzylinders mit dem Zylinder zusammenwirkt und den Materialabschnitt von der Materialbahn abschneidet.
  • Vorteilhafterweise kann der Zylinder Haltemittel, insbesondere Greifer oder Punkturnadeln, zum Halten der Materialabschnitte umfassen. Diese sind dann von Vorteil, wenn die Materialabschnitte von dem Endloselement beispielsweise deswegen nicht mehr gehalten werden können, weil sie von dem Zylinder abgeleitet werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
  • Es zeigen:
  • 1 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung;
  • 2 eine räumliche Ansicht des von Endloselementen teilweise umschlungenen Zylinders der Vorrichtung;
  • 3 eines der Endloselemente aus 2 in vergrößerter Ansicht;
  • 4 eine räumliche Ansicht des Zylinders eines alternativen Ausführungsbeispiel der Vorrichtung;
  • 5 eines der Endloselemente aus 4 in vergrößerter Ansicht.
  • Ein Schnitt durch einen Falzapparat, an dem die Erfindung realisiert ist, ist in 1 gezeigt. An einen an sich bekannten Zylinder 01, insbesondere Transportzylinder 01 sind einerseits ein Zylinder 02, insbesondere ein Falzklappenzylinder 02 und andererseits ein Zylinder 03, insbesondere ein Messerzylinder 03 angestellt. Der Transportzylinder 01 verfügt über nicht dargestellte, da an sich bekannte Haltemittel in Form von Punkturnadeln oder Greifern. Der Transportzylinder 01 kann in Umfangsrichtung ein oder mehrere Falzmesser aufweisen, d. h. als Falzmesserzylinder ausgebildet sein. Zusätzlich oder anstelle der Falzmesser kann der Transportzylinder 01 auch als Sammelzylinder ausgebildet sein. Um einen Hauptbereich 05 (siehe 2) des Transportzylinders 01 ist eine Materialbahn 04, z. B. eine Papierbahn 04 geschlungen, die den Transportzylinder 01 auf einem Teil seines Umfangs berührt. Der Hauptbereich 05 des Ballens des Zylinders 01 ist in axialer Richtung durch die maximale Breite einer zu verarbeiteten Papierbahn 04 festgelegt. Die Papierbahn 04 läuft in einen vom Transportzylinder 01 und vom Messerzylinder 03 begrenzten Spalt 06, z. B. Schneidspalt 06 ein. An von einander abgewandten Randbereichen 10 ist der Transportzylinder 01 von jeweils einem Endloselement 07 in Form einer Kette 07 umschlungen, wie insbesondere 2 zeigt, bei der es sich um eine räumliche Darstellung des Transportzylinders 01 und der Ketten 07 handelt. Die zugehörige 3 ist eine vergrößerte Detailansicht einer der Ketten 07.
  • Wieder auf 1 bezogen, liegt der vom Messerzylinder 03 und dem Transportzylinder 01 begrenzte Spalt 06 auf einem von den Ketten 07 umschlungenen Umfangsabschnitt des Transportzylinders 01. Die Ketten 07 sind über verschiebbare Umlenkrollen 08 geführt, mit denen sich eine Spannung in den Ketten 07 einstellen lässt. Der Transportzylinder 01 weist an seinen Randbereichen 10 jeweils eine stufenförmige Ausnehmung 09 auf, in welche jeweils eine der Ketten 07 eingreift (2). An den Ketten 07 sind in deren Längsrichtung voneinander beabstandete Andrückmittel 11 angeordnet, die jeweils zur Mitte des Transportzylinders 01 hin von den Ketten 07 abstehen. In 2 und 3 sind an jeder Kette 07 jeweils nur zwei Andrückmittel 11 gezeigt, doch versteht sich, dass sie normalerweise in größerer Zahl, vorzugsweise gleichmäßig beabstandet, vorgesehen werden. Über die Andrückmittel 11 sind die Ketten 07 auf der Mantelfläche des Transportzylinders 01 abgestützt.
  • Die fingerartigen Andrückelemente 11 umfassen hier jeweils ein starres Winkelelement 12, von dem ein erster Schenkel an einem Glied der Kette 07 befestigt ist, und einen an einem zweiten Schenkel des Winkelelements 12 befestigten Andrückblock 13. Die Andrückblöcke 13 erstrecken sich so weit zur Mitte des Hauptbereichs 05 des Ballens des Zylinders 01 hin, dass sie auch die schmalste auf dem Falzapparat verarbeitbare Papierbahn 04 an ihren Längsrändern berühren und gegen den Hauptbereich 05 des Ballens des Zylinders 01 drücken.
  • Die Andrückblöcke 13 bestehen aus einem Polyurethan, insbesondere Schaum.
  • Am Messerzylinder 03 sind diametral gegenüberliegend zwei axial ausgerichtete Schneidmesser 14 vorgesehen (1). Wenn sich der Messerzylinder 03 dreht, durchstoßen die Schneidmesser 14 bei jedem Schneidvorgang eine infolge der beabstandeten Anordnung der Andrückmittel 11 zwischen je zwei Andrückmitteln 11 vorhandene Lücke 16, die groß genug ist, um den ungehinderten Durchgang der Schneidmesser 14 zu gewähren.
  • Eine dem Falzapparat der 1 zugeführte Papierbahn 04 gelangt zunächst in Höhe eines Spalts 22 zwischen einer ersten der Umlenkrollen 08 und dem Transportzylinder 01 in Kontakt mit dem Hauptbereich 05 des letzteren und wird von den Andrückmitteln 11 der Ketten 07 an den Hauptbereich 05 angedrückt. Die Ketten 07 sind durch Reibschluss oder Formschluss über den Transportzylinder 01 angetrieben.
  • Nicht gezeigte Punkturnadeln fahren zwischen den Spalten 22 und 06 aus dem Transportzylinder 01 aus und spießen die Papierbahn 04 auf. Kurz bevor die Punkturnadeln den Spalt 06 passieren, taucht eines der Schneidmesser 14 durch die Lücke 16 zwischen benachbarten Andrückmitteln 11 und durchtrennt die Papierbahn 04. Die Spannung innerhalb der in dem Spalt 22 einlaufenden Papierbahn 04 wird dank der Andrückmittel 11 trotz des Schnittes unverändert aufrecht erhalten. Da die Papierbahn 04 auch nach dem Schnitt von den Andrückmitteln 11 am Zylinder 01 festgehalten wird, kann ihre führende Kante weder durch die Fliehkräfte von den Punkturnadeln abgleiten, noch kann sie an den Punkturnadeln ausreißen oder Verfaltungen bilden.
  • An einem vom Transportzylinder 01 und dem Falzklappenzylinder 02 begrenzten Spalt werden die Papierabschnitte schließlich auf bekannte Weise an den Falzklappenzylinder 02 übergeben.
  • Anstelle der Punkturnadeln kann zum Halten der führenden Kante der Papierbahn 04 der Transportzylinder 01 auch an sich bekannte Greifer aufweisen, die jeweils nach dem Schneiden aus dem Transportzylinder 01 ausgefahren werden, um die beim Schneiden neu erhaltene führende Kante zu fassen und gegen die Mantelfläche des Zylinders 01 zu drücken. Da die Andrückmittel 11 auch hier verhindern, dass sich die führende Kante unmittelbar nach dem Schnitt und bevor die Greifer zufassen können, aufgrund der Fliehkraft von der Mantelfläche löst, ist auch die Betriebssicherheit der Greifer durch die Erfindung verbessert.
  • Eine alternative Ausführung der Vorrichtung zeigt die 4.
  • 5 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt davon. In dieser Ausführung sind die gekröpften Abschnitte der Winkelelemente 12 der beiden Ketten 07 jeweils paarweise zu Stegen 17 miteinander verbunden, die sich über die gesamte Breite des Transportzylinder 01 erstrecken. Entlang der Stege 17 sind mehrere Andrückblöcke 13 vorgesehen, die die Papierbahn 04 entlang der ganzen Breite des Transportzylinder 01 gegen dessen Hauptbereich 05 des Ballens des Zylinders 01 drücken. Auch hier ist die Lücke 16 zwischen zwei benachbarten Andrückmitteln 11 derart gewählt, dass die Schneidmesser 14 des Messerzylinders 03 problemlos zwischen beiden hindurchstoßen können.
  • Auch diese Ausführungsform ist sowohl bei einem Transportzylinder 01 mit Punkturnadeln als auch bei einem Transportzylinder 01 mit Greifern anwendbar. Vorzugsweise sollten hier jedoch die aus dem Transportzylinder 01 ausfahrenden Greifer eine Kammstruktur mit einer Mehrzahl von Zinken haben, die beim Ausfahren jeweils in eine Lücke 23 zwischen benachbarten Andrückblöcken 13 eingreifen.
  • Der Schneidzylinder trägt vorzugsweise eine ganzzahlige, geradzahlige Anzahl von Schneidmessern (z. B. 2) und der Transportzylinder trägt vorzugsweise eine ganzzahlige, geradzahlige Anzahl von Gegenleisten (z. B. 3, 5 oder 7) für die Schneidmesser.
  • 01
    Zylinder, Transportzylinder
    02
    Zylinder, Falzklappenzylinder
    03
    Zylinder, Messerzylinder
    04
    Materialbahn, Papierbahn
    05
    Hauptbereich
    06
    Spalt, Schneidspalt
    07
    Endloselement, Kette
    08
    Umlenkrolle
    09
    Ausnehmung
    10
    Randbereich
    11
    Andrückmittel
    12
    Winkelelement
    13
    Andrückblock
    14
    Schneidmesser
    15
    16
    Lücke
    20
    22
    Spalt
    23
    Lücke

Claims (12)

  1. Vorrichtung zum Querschneiden einer Materialbahn (04) in einzelne Materialabschnitte, mit einem Zylinder (01), der in einem Hauptbereich (05) seiner Mantelfläche von einem durch die Schneidvorrichtung verlaufenden Weg der Materialbahn (04) umschlungen ist, und einem Schneidmesser (14), das an einer festgelegten Schnittstelle des Zylinders (01) die Materialbahn (04) querschneidet, und mit dem Zylinder (01) einen Schneidspalt (06) bildet, und wenigstens einem den Zylinder (01) umschlingenden Endloselement (07), wobei das Endloselement (07) in Umfangsrichtung des Zylinders (01) gesehen sowohl vor als auch nach dem Schneidspalt (06) angeordnet ist, wobei der Zylinder (01) einen sich in axialer Richtung erstreckenden Randbereich (10) aufweist, der von dem Endloselement (07) über dem Schneidspalt (06) hinweg umschlungen ist, wobei der Zylinder (01) zwei Randbereiche (10) aufweist, die jeweils von einem der Endloselemente (07) umschlungen sind, und wobei die Endloselemente (07) sich in der axialen Richtung bis in den Hauptbereich (05) hinein erstreckende Andrückmittel (11) zum Andrücken der Materialbahn (04) gegen den Hauptbereich (05) des Zylinders (01) tragen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Andrückmittel (11) in einem minimalen Abstand in Umfangsrichtung des Zylinders (01) benachbart angeordnet sind, wobei der Abstand dem Schneidmesser (14) einen ungehinderten Durchgang zwischen den zwei benachbarten Andrückmitteln (11) erlaubt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Endloselement (07) ein Band oder eine Kette oder ein Riemen oder ein Zahnriemen ist.
  3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Endloselement (07) in eine umlaufende Ausnehmung (09) des Zylinders (01) eingreift.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Endloselement (07) wenigstens abschnittsweise schienengeführt ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel (11) der beiden Endloselemente (07) paarweise miteinander verbunden sind.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel (11) wenigstens teilweise aus Polyurethan gefertigt sind.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Endloselement (07) durch die Andrückmittel (11) am Zylinder (01) abgestützt ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Endloselement (07) reibschlüssig über den Zylinder (01) angetrieben ist.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Endloselement (07) von einem Motor angetrieben ist.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (01) ein vom Endloselement (07) umschlungenes Zahnrad umfasst.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidmesser (14) an einem an den Zylinder (01) angestellten Messerzylinder (03) angeordnet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (01) Haltemittel, insbesondere Greifer oder Punkturnadeln, zum Halten der Materialabschnitte umfasst.
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