DE102005002004A1 - Technik und Verfahrenstechnik für die Lagekontrolle bei Druckbögen - Google Patents
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Abstract
Die vorliegende Erfindung beschreibt eine Technik und eine Verfahrenstechnik, die Produkte, vorzugsweise Printprodukte, auf bestimmte gewünschte Eigenschaften, wie z. B. Lage, Position innerhalb eines Verarbeitungsprozesses o. ä., während der Produktion erkennen kann. Das beschriebene Verfahren ist unabhängig von der Einbauposition zu verwenden. Für den gewünschten Produktionsprozess unbrauchbar erkannte Produkte können, um die kontinuierliche Herstellung nicht zu unterbrechen, gekennzeichnet werden und so zu einem späteren wirtschaftlich günstigeren Zeitpunkt ausgeschleust oder aussortiert werden.
Description
- Druckbögen werden sowohl für den Medienbereich wie auch für den Bereich Verpackung hergestellt. Vorzugsweise bezieht sich diese Anmeldung auf den Bereich der Verpackung. Die für die Verpackung benötigten Kartonagen werden im mehrfachen Nutzen bedruckt. Dies geschieht durch bekannte Druckverfahren. Dadurch entsteht auf einem einzelnen Bogen zigfach die einzelne Abbildung.
- In der Auslage werden diese Bögen meistens zu einer Palette gestapelt. Danach wird die Palette einer Stanzvorrichtung oder einer anderen Weiterverarbeitung zugeführt. Hier wird Bogen für Bogen wieder dem Stapel einzeln entnommen und in die Stanze o.a. Systeme eingeführt. Z.B.in der Stanze wird durch eine bekannte Vorrichtung jeder Nutzen einzeln ausgestanzt. Zusätzlich werden auch die Rillungen an den Stellen eingeprägt, die später umgebogen werden müssen, also z.B. beim Falten oder beim Verschließen.
- Beim Druckvorgang werden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen einzelne Bögen zum Zwecke der Qualitätskontrolle entnommen. Diese Bögen werden, falls sie der Qualität entsprechen, wieder der Weiterverarbeitung zugeführt. Bei diesem Vorgang ist ein unbeabsichtigtes Vertauschen der Bogenrichtung möglich.
- Ferner ist es möglich, dass eine vollgestapelte Palette durch mangelnde Kontrolle falsch in die Stanze oder in eine andere Weiterverarbeitung eingebracht wird. Diese Vorgänge können, falls sie nicht zuverlässig kontrolliert werden, dazu führen, dass falsche Muster ausgestanzt werden.
- Da die gesamte Produktion heute mit hoher Geschwindigkeit funktioniert, ist eine Kontrolle durch das menschliche Auge nicht mehr gegeben. Außerdem werden manche Bögen, je nach Aufgabenstellung von der Unterseite bedruckt, sodass eine visuelle Kontrolle ohne hin nicht möglich wäre.
- Um dennoch den gesamten Prozess überwachen zu können, werden zusätzlich zum Druckbild verschiedene Codes aufgebracht. Diese können dann auch im Weiterverarbeitungsprozess überwacht werden, und könnten somit auch u.a. der Lageerkennung dienen.
- Nun gibt es ausreichend Situationen, in denen die Anbringung eines Codes nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Ein Erkennen der richtigen Lage über einen einfachen Farbsensor ist nicht möglich, da die Druckbilder eine Vielzahl sämtlicher Farben enthalten können.
- Ein delektieren solcher Bögen mit Mehrfachnutzen ist schon deswegen nicht möglich, weil ein für einen Sensor ausgesuchtes Erkennungsmerkmal, bedingt durch die Mehrfachnutzen, sich zu oft wiederholt.
- Beschreibung der Erfindung
- Die Erfindung beschreibt eine Technik und eine Verfahrenstechnik mit der farbig und / oder schwarz-weiß bedruckte Bögen sowohl von der Oberseite wie auch von der Unterseite bei jeder Produktionsgeschwindigkeit erkannt werden.
- Ein Druckbogen verfügt über ein Vielzahl von Nutzen mit einer Vielzahl von Gestaltungsmerkmalen, sowohl in Farbe wie auch in Schwarz – Weiß.
- Das Verfahren sucht eine x-beliebige Stelle auf dem Bogen aus, auf die der Sensor gerichtet ist.
- Die Arbeitsweise der Sensoren ist Stand der Technik und wird hier nicht weiter beschrieben. Beim Bogentransport unterhalb des Sensors würde dieser naturgemäß mehrere Zonen erkennen, die er zuvor „ eingelesen „ hat. Um dies zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung der Weg von der Vorderkante des Bogens bis zum Referenzmerkmal gemessen. Dies geschieht durch Wegmessgeräte z.B. Inkrementalmessgeber. Diese Systeme sind heute ebenfalls Stand der Technik und müssen deswegen nicht beschrieben werden.
- Die Technik ist so gestaltet, dass der Sensor über eine spezifische Steuerung grundsätzlich auf „inaktiv" geschaltet ist.
- Eine Photozelle detektiert den Bogenanfang, gleichzeitig misst der Inkrementalgeber den Weg bis zum Referenzpunkt.
- Sobald durch den Bogentransport dieser Punktpunkt erreicht ist, wird durch die Steuerung der Sensor „aktiviert" oder „geöffnet" und der Sensor ist in der Lage den ausgewählten Punkt zu erkennen oder nicht.
- Die spezifische Steuerung öffnet das „Erkennungs Fenster" ausschließlich für den ausgewählten Bereich. Außerdem liest der Inkrementalgeber nach Ablauf der Bogenlänge den zuvor festgelegten Wert mit der Anfangskante eines neuen Bogens wieder neu ein. Somit sind unterschiedliche Bogenabstände nicht von Bedeutung.
- Technik und Verfahrenstechnik sind, wie hier beschrieben, sowohl von der Oberseite als auch von der Unterseite an jeder beliebigen Stelle einsetzbar.
- Vergleichbare Kontrollsysteme, die für die Erkennung von Druckmarken (Codes) o.ä. eingesetzt werden, sind auf Grund ihrer Technik nicht in der Lage diese Aufgaben lösen zu können.
- Der weitere Vorteil gegenüber den derzeit bekannten Kontrollsystemen ist, dass die beschriebene Erfindung wesentlich preisgünstiger, und einfacher zu justieren ist.
- Wird also, wie zuvor im Stand der Technik beschrieben, ein Bogen oder eine Palette fälschlicherweise gedreht, so kann diese Situation an Hand der beschriebenen Erfindung sofort erkannt werden.
- Diese Erkennung erfolgt in Form eines elektrischen Impulses aus der Steuerung (z.b. potentialfreier Kontakt), der z.B. in eine akustische oder optische Meldung, zum Maschinenstopp oder für andere maschinen- oder produktspezifische Kontrollfunktionen umgewandelt werden kann. So besteht z.B. die Möglichkeit, falls es sich nur um einen oder wenige fehlerhafte Bögen handelt, die Möglichkeit einer farblichen Kennzeichnung. Diese kann auch für das menschliche Auge unsichtbar sein. Eine solche Kennzeichnung erfolgt mittels bekannter Düsensprühsystemen. Bei der späteren Weiterverarbeitung lässt sich über eine entsprechende sensorische Erkennung, das oder die fehlerhaften Produkte ausschleusen. Der Vorteil dieser Verfahrenstechnik liegt darin, dass bei der Erkennung eines fehlerhaften Produktes, der Produktionsprozess nicht unterbrochen werden muss.
- Sollte sich herausstellen, dass zuvor eine gesamte Palette falsch zugeführt worden sein, so empfiehlt sich natürlich das Erkennungssignal für den Maschinenstopp zu verwenden. Die vorab genannte Steuerung lässt über einen integrierten Zähler erkennen, ob sich um einen oder mehr als einen Bogen handelt.
- Die Farbliche Kennzeichnung kann bei sichtbaren Farben mit jeder beliebigen Farbe erfolgen. Beim späteren Ausschleusen muß der hierfür notwendige Sensor natürlich diese Farbe „lesen" können.
- Bei einer für das menschliche Auge unsichtbaren Farbe wird eine Lösung mit fluoreszierender Substanz verwendet. Für die Erkennung ist dann entsprechend eine „Schwarzlichtquelle" erforderlich.
Claims (9)
- Technik und Verfahrenstechnik dadurch gekennzeichnet, dass eine Sensorik in der Lage ist, Produkte wie z.B. Druckbögen zu erkennen, die für die weitere Verarbeitung nicht verwendet werden können.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass diese Erkennung bei kontinuierlicher Produktion während des Herstellungsprozesses erfolgt.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass bestimmte Merkmale erkannt werden, die zuvor eingelesen worden sind.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass beliebige Kennungen auf bestimmte Produkte, wie z.B. Druckbögen erkannt werden können, ohne dass diese Kennungen vorher zur Identifizierung aufgebracht werden müssen.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass die sensorische Erkennung lageunabhängig ist.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Ansprüchen 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die sensorische Erkennung farbunabhängig ist.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Ansprüchen 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass die als fehlerhaft erkannten Produkte zu einem optischen, akustischen oder sonstigem Signal führen, dass die Maschine zum Stillstand bringt.
- Technik und Verfahrenstechnik nach Ansprüchen 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die als fehlerhaft erkannten Produkte ohne Maschinenstillstand so gekennzeichnet werden, dass diese im späteren Weiterverarbeitungsprzess erkannt und aussortiert oder automatisch ausgeschleust werden.
- Technik nach Ansprüchen 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Erfindung unabhängig von der Einbaulage funktioniert.
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Citations (4)
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2005
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