-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Packungsleiterplatte, auf ein zugehöriges Herstellungsverfahren
und auf ein zugehöriges
Verfahren zur Bereitstellung einer Versorgungsspannung für einen
mikroelektronischen Chip.
-
In
der Halbleitertechnologie nehmen Chipabmessungen allgemein ab, während die
Betriebsgeschwindigkeit, d.h. die Frequenz, von elektronischen Bauelementen
allgemein zunimmt. So sind momentan übliche Packungen leichter,
dünner,
kürzer und/oder
schmaler als früher
gefertigte Packungen.
-
In
herkömmlichen
Bauelementen, die bei geringeren Geschwindigkeiten arbeiten, werden
elektrische Charakteristika nicht als wesentliche Faktoren bei der
Bestimmung der Leistungsfähigkeit
eines Bauelements betrachtet. Mit der Zunahme der Betriebsgeschwindigkeit
von Chips können
jedoch elektrische Charakteristika der Packungen ein wichtiger Faktor
bei der Erzielung höherer
Betriebsgeschwindigkeiten sein.
-
Elektrische
Charakteristika von Packungsanschlüssen können ebenfalls ein wichtiger
Faktor bei der Erzielung höherer
Betriebsgeschwindigkeiten sein. Packungsanschlüsse verbinden Chips auf der Packung
mit externen Schaltkreisen. Es wurden bereits verschiedene herkömmliche
Packungsstrukturen im Hinblick auf die Struktur und Anordnung von Packungsanschlüssen vorgeschlagen.
-
Ein
herkömmlicher
Chippackungstyp für
einen Betrieb bei geringeren Betriebsgeschwindigkeiten beinhaltet
einen Leiterrahmen und eine Mehrzahl von Anschlüssen, die entlang einer Seite
der Packung in einer eindimensionalen Anordnung unter Verwendung
des Leiterrahmens angeordnet sind und mit regelmäßigen Intervallen voneinander
beabstandet sind.
-
Da
herkömmliche
Packungen jedoch in ihrer Abmessung reduziert werden, kann eine
Beschränkung
für die
maximale Anzahl anbringbarer Anschlüsse bestehen. Des Weiteren
können
sich elektrische Charakteristika von Chips für höhere Betriebsgeschwindigkeiten
aufgrund dieser Beschränkung
der maximalen Anzahl anbringbarer Anschlüsse verschlechtern. Diese elektrischen
Charakteristika beinhalten z.B. eine Induktanz, eine Kapazität und/oder
einen Widerstand zwischen dem Leiterrahmen und wenigstens einem
einer Mehrzahl von Bonddrähten
innerhalb des Chips. Somit ist die vorstehend beschriebene Packungstechnik
zur Verwendung in Chips mit höheren
Betriebsgeschwindigkeiten nicht ohne weiteres geeignet.
-
Es
wurden auch bereits sogenannte Chip-Scale-Packungen vorgeschlagen,
um den vorstehend beschriebenen Mangel von herkömmlichen Packungen zu überwinden.
Die herkömmlichen Chip-Scale-Packungen
erlauben eine reduzierte Packungsabmessung für Chips mit höheren Betriebsgeschwindigkeiten.
-
Die
herkömmliche
Chip-Scale-Packung beinhaltet eine Mehrzahl von Anschlussstiften
und/oder Lotkugeln, die auf wenigstens einer Oberfläche einer Packung
in einer zweidimensionalen Matrix angeordnet sein können. Die
Chip-Scale-Packung kann parasitäre
elektrische Komponenten der Anschlussstifte und/oder Lotkugeln im
Vergleich zu der vorstehend beschriebenen herkömmlichen Packung reduzieren, die
den Leiterrahmen verwendet. Somit ist die herkömmliche Chip-Scale-Packung grundsätzlich zur Verwendung
von Chips mit geringerer Abmessung und/oder höherer Geschwindigkeit geeignet.
-
Ein
herkömmliche
Packung mit Lotkugelgitterfeld ("Ball
Grid Array"; BGA)
beinhaltet einen Wafer, mikroelektronische Chips, die auf einer
ersten Oberfläche
des Wafers angebracht sind, und Eingabe/Ausgabe(E/A)-Anschlüsse, d.h.
Lotkugeln, die auf einer zweiten Oberfläche des Wafers ausgebildet sind.
Die E/A-Anschlüsse
können
mit wenigstens einem mikroelektronischen Chip elektrisch verbunden sein.
Die mikroelektronischen Chips sind von dem Wafer getragen und mit
den E/A-Anschlüssen
durch den Wafer hindurch verbunden.
-
In
herkömmlichen
Chip-Scale-Packungen kann die Packungsabmessung reduziert werden,
um mit der reduzierten Abmessung von darauf angebrachten mikroelektronischen
Chips Schritt zu halten. Die Anzahl von E/A-Anschlüssen, d.h.
die Anzahl an Lotkugeln, kann ein Faktor sein, der die Abmessung
der herkömmlichen
Chip-Scale-Packung beeinflusst. Da ein mikroelektronischer Chip
eventuell eine reduzierte Anzahl an E/A-Anschlüssen, d.h. Lotkugeln, erfordert,
ist die Reduktion der Abmessung der herkömmlichen Chip-Scale-Packungen
beschränkt und
abhängig
von der begrenzten Anzahl von E/A-Anschlüssen.
-
Der
Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer
Packungsleiterplatte, eines zugehörigen Herstellungsverfahrens
sowie ei nes zugehörigen
Verfahrens zur Bereitstellung einer Versorgungsspannung zugrunde,
mit denen sich die oben genannten Schwierigkeiten herkömmlicher
Packungsleiterplatten wenigstens teilweise vermeiden lassen und
die insbesondere die Erzielung relativ geringer Packungsabmessungen
erlauben.
-
Die
Erfindung löst
dieses Problem durch die Bereitstellung einer Packungsleiterplatte
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 oder 18, eines Versorgungsspannungs-Bereitstellungsverfahrens
mit den Merkmalen des Anspruchs 20 sowie eines Herstellungsverfahrens
mit den Merkmalen des Anspruchs 21 oder 22.
-
Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
-
Vorteilhafte
Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Hierbei zeigen:
-
1A eine
Draufsicht auf eine Chippackung gemäß der Erfindung,
-
1B eine
vergrößerte Ansicht
eines Teils A von 1A,
-
1C eine
Sicht von unten auf die Packung von 1A,
-
1D eine
Querschnittansicht der Packung entlang einer Linie B-B' von 1A,
-
1E eine
vergrößerte Ansicht
eines Teils C der Packung von 1D,
-
2A eine
Draufsicht auf eine weitere Chippackung gemäß der Erfindung,
-
2B eine
Sicht von unten auf die Packung von 2A,
-
2C eine
Querschnittansicht der Packung entlang einer Linie D-D' von 2A,
-
2D eine
vergrößerte Ansicht
eines Teils E von 2C,
-
3 ein
Blockdiagramm einer Chip-/Speicher-Busanordnung gemäß der Erfindung,
-
4 ein
Logikschaltbild eines Multiplexers gemäß der Erfindung,
-
5 ein
Schaltbild eines dritten NAND-Gatters von 4 gemäß der Erfindung,
-
6 ein
Schaltbild eines Spannungswandlers gemäß der Erfindung und
-
7 ein
Schaltbild eines Tiefpassfilters gemäß der Erfindung.
-
In
den Figuren werden gleiche Referenzzeichen verwendet, um identische
oder funktionell gleiche Elemente zu bezeichnen. In einer Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet ein mikroelektronischer Chip einen integrierten
Halbleiterspeicherchip. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung beinhaltet
ein integrierter Halbleiterchip einen dynamischen Speicher mit wahlfreiem
Zugriff (DRAM), einen synchronen Speicher mit wahlfreiem Zugriff
(SRAM), einen Flash-Speicher, einen Chip mit mikroelektromechanischem
System (MEMS), ein optoelektronisches Bauelement und/oder einen
Prozessor. Der Prozessor kann z.B. eine Zentralprozessoreinheit
(CPU) und/oder ein digitaler Signalprozessor (DSP) sein.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet der mikroelektronische Chip eine Mehrzahl
von elektronischen Bauelementchips des gleichen Typs oder verschiedener
Typen, z.B. ein Einzelchip-Datenverarbeitungsbauelement.
In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet das Einzelchip-Datenverarbeitungsbauelement
einen Prozessor, einen Speicher und/oder periphere Bauelemente.
In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet der Prozessor eine Complex-Instruction-Set-Computer(CISC)-CPU
oder eine Reduced-Instruction-Set-Computer(RISC)-CPU.
Der Prozessor kann aus einem DSP oder einer Kombination aus einer
CPU und einem DSP bestehen. Der Speicher kann einen flüchtigen
Speicher und/oder einen nichtflüchtigen
Speicher beinhalten. Beispiele für flüchtige Speicher
können
einen SRAM und/oder einen DRAM beinhalten, sind jedoch nicht darauf
beschränkt.
Beispiele für
nichtflüchtige
Speicher umfassen einen Masken-ROM,
einen EEPROM oder einen Flash-Speicher. Die peripheren Bauelemente
können wenigstens
ein allgemeines Bauelement und/oder ein spezielles Bauelement beinhalten.
Beispiele für das
allgemeine Bauelement beinhalten z.B. einen Detektor, einen Zähler, einen
Zeitgeber, einen E/A-Anschluss und/oder eine Steuereinheit. Beispiele
für das
spezielle Bauelement beinhalten z.B. eine Flüssigkristallanzeige(LCD)-Steuereinheit, eine
graphische Steuereinheit und/oder eine Netzwerksteuereinheit. Der
Prozessor, der Speicher und die peripheren Bauelemente können mittels
Bussen (z.B. Adress-, Daten- und/oder Steuerbussen) derart miteinander
verbunden sein, dass das Einzelchip-Datenverarbeitungsbauelement Daten speichern,
lesen und/oder verarbeiten kann.
-
In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung kann ein mikroelektronischer Chip auf einem Packungsschaltungswafer
angebracht sein, der auf einem Halbleitersubstrat ausgebildet ist.
Beispiele für das
Halbleitersubstrat beinhalten z.B. einen Siliciumwafer, einen Silicium-auf-Isola tor(SOI)-Wafer,
einen Galliumarsenwafer, einen Siliciumgermaniumwafer, einen keramischen
Wafer und/oder einen Quarzwafer. In einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung kann das Halbleitersubstrat durch Mikrobearbeitung gefertigt
sein, und ein integrierter Halbleiterschaltkreis kann auf dem Halbleitersubstrat
angebracht sein, der die Betriebseffizienz des mikroelektronischen
Chips steigern kann. Der integrierte Halbleiterschaltkreis kann
einen Multiplexer, einen Spannungswandler und/oder irgendeinen anderen
Typ eines integrierten Halbleiterschaltkreises beinhalten. Wenn
zum Beispiel der mikroelektronische Chip zwei oder mehr unterschiedliche
Pegel von Versorgungsspannungen erfordert, kann der integrierte
Halbleiterschaltkreis einen Spannungswandler beinhalten.
-
Im
Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1A bis 1E eine
Packung 100 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung vollständiger
beschrieben. Die Packung 100 beinhaltet eine Packungsleiterplatte 105 und
einen mikroelektronischen Chip 130, der auf der Packungsleiterplatte 105 angebracht
ist. Die Packungsleiterplatte 105 beinhaltet ein Halbleitersubstrat 110,
z.B. einen integrierten Halbleiterschaltkreis 120, der
auf einer Oberfläche des
Halbleitersubstrats 110 durch Strukturierung ausgebildet
ist, sowie eine Mehrzahl von Eingabe-/Ausgabe(E/A)-Anschlüssen 160,
die mit einer jeweiligen Durchkvntaktöffnung 150 verbunden
sein können.
Ein Beispiel für
das Halbleitersubstrat 110 beinhaltet ein Siliciumsubstrat.
Der mikroelektronische Chip 130 kann so konfiguriert sein,
dass er extern angelegte Signale empfängt und verarbeitet. Im gezeigten
Beispiel ist der mikroelektronische Chip 130 mit dem Halbleitersubstrat 110 über Bonddrähte 140 elektrisch
verbunden.
-
Gemäß 1B ist
eine jeweilige Substratkontaktstelle 115 auf dem Halbleitersubstrat 110 ausgebildet,
und eine jeweilige Chipkontaktstelle 135 ist auf dem mikroelektronischen
Chip 130 ausgebildet. Die Sub stratkontaktstelle 115 und
die Chipkontaktstelle 135 sind jeweils mittels eines der
Bonddrähte 140 elektrisch
miteinander verbunden.
-
Wie
aus 1C ersichtlich, sind die Signal-E/A-Anschlüsse 160 auf
der Unterseite des Halbleitersubstrats 110 in einer Gitterstruktur
angeordnet und z.B. von Lotkugeln gebildet.
-
Im
Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1B, 1D und 1E ein
Signalübertragungspfad
zwischen dem mikroelektronischen Chip 130 und den Signal-E/A-Anschlüssen 160 vollständiger beschrieben.
Die Chipkontaktstellen 135 sind mit den Substratkontaktstellen 115 auf
dem Halbleitersubstrat 110 mittels der Bonddrähte 140 elektrisch verbunden.
Der integrierte Halbleiterschaltkreis 120 ist mittels einer
ersten Verdrahtungsstruktur 120a und eines leitfähigen Materials
in den Durchkontaktöffnungen 150 mit
den Signal-E/A-Anschlüssen 160 elektrisch
verbunden. Die Substratkontaktstellen 115 sind mittels
einer zweiten Verdrahtungsstruktur 120b mit dem integrierten
Halbleiterschaltkreis 120 elektrisch verbunden.
-
Die
Durchkontaktöffnungen 150 sind
auf einem Teil des Halbleitersubstrats 110 z.B. durch Verwenden
einer Ätztechnik
und/oder einer Lasertechnik gebildet. Die Durchkontaktöffnungen 150 sind
mit wenigstens einem der integrierten Halbleiterschaltkreise 120 und
der ersten Verdrahtungsstruktur 120a auf der Oberseite
des Halbleitersubstrats 110 sowie mit den Signal-E/A-Anschlüssen 160 auf
der Unterseite des Halbleitersubstrats 110 elektrisch verbunden.
-
Das
leitfähige
Material, das die Durchkontaktöffnungen 150 füllt, beinhaltet
Cu, Al, Ag, Au, Ni und/oder irgendein anderes allgemein bekanntes, leitfähiges Material.
Das leitfähige
Material wird z.B. durch einen Prozess mit Sputtern, chemischer
Gasphasenabscheidung oder Elektroplat tieren oder durch irgendeinen
anderen allgemein bekannten Anbringungsprozess angebracht.
-
Signale,
die in das mikroelektronische Bauelement 130 eingegeben
oder von diesem abgegeben werden, werden z.B. mittels des integrierten
Halbleiterschaltkreises 120 verarbeitet. Die verarbeiteten
Signale werden mittels der Signal-E/A-Anschlüsse 160 zu wenigstens
einem externen Bauelement übertragen.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet die Packung 100 ein Speicherbauelement. Adress-
und Befehlssignale werden durch die Signal-E/A-Anschlüsse 160 übertragen
und Daten werden basierend auf den Adress- und Befehlssignalen in
das Speicherbauelement geschrieben oder aus diesem ausgelesen.
-
Wie
in den 1D und 1E zu
erkennen, werden der mikroelektronische Chip 130 und die Bonddrähte 140 durch
ein isolierendes Verkapselungsharz 170 verkapselt. Das
isolierende Verkapselungsharz 170 verbessert die Zuverlässigkeit
der elektrischen Verbindung zwischen dem mikroelektronischen Chip 130 und
den Bonddrähten 140 und stärkt die
Haftung zwischen dem mikroelektronischen Chip 130 und den
Bonddrähten 140.
Beispiele für
das isolierende Verkapselungsharz 170 beinhalten ein Epoxidharz
und andere, allgemein bekannte Klebemittelharze, z.B. ein Siliciumharz.
-
Im
Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 2A bis 2D eine
weitere Ausführungsform
der Erfindung in Form einer Packung 200 beschrieben, die
eine Packungsleiterplatte 205 und einen mikroelektronischen
Chip 230 beinhaltet, der auf der Packungsleiterplatte 205 angebracht
ist. Die Packungsleiterplatte 205 beinhaltet ein Halbleitersubstrat 210,
einen integrierten Halbleiterschaltkreis 220, der auf wenigstens
einer Oberfläche
des Halbleitersubstrats 210, z.B. durch Strukturieren ausgebildet ist, sowie
eine Mehrzahl von Signal-E/A-Anschlüssen 260, die mit
einer Durchkontaktöffnung 250 verbunden
sind. Das Halbleitersubstrat 210 ist z.B. ein Siliciumsubstrat.
-
Der
mikroelektronische Chip 230 ist so konfiguriert, dass er
extern angelegte Signale empfängt und
verarbeitet. Es ist z.B. mittels Bonden unter Verwendung von Flip-Chips 240 mit
dem Halbleitersubstrat 210 elektrisch verbunden.
-
Gemäß 2D ist
eine jeweilige Substratkontaktstelle 215 auf dem Halbleitersubstrat 210 ausgebildet.
Die Substratkontaktstelle 215 ist mittels der Flip-Chips 240 mit
dem mikroelektronischen Chip 230 elektrisch verbunden.
-
Gemäß 2B sind
die Signal-E/A-Anschlüsse 260 z.B.
in Form von Lotkugeln in einer Gitterstruktur auf der Unterseite
des Halbleitersubstrats 210 angeordnet.
-
Im
Folgenden wird ein Übertragungspfad von
Signalen zwischen dem mikroelektronischen Chip 230 und
den Signal-E/A-Anschlüssen 260 unter Bezugnahme
auf 2D beschrieben. Der mikroelektronische Chip 230 ist
mittels Bonden unter Verwendung von Flip-Chips 240 mit
den Substratkontaktstellen 215 elektrisch verbunden. Die
Substratkontaktstelle 215 ist des Weiteren mit dem integrierten
Halbleiterschaltkreis 220 elektrisch verbunden. Der integrierte
Halbleiterschaltkreis 220 und die Signal-E/A-Anschlüsse 260 sind
mit einer Verdrahtungsstruktur 220a und einem leitfähigen Material,
das die Durchkontaktöffnung 250 füllt, elektrisch
verbunden. Die Durchkontaktöffnung 250 wird
unter Verwendung des gleichen Verfahrens hergestellt, das zur Herstellung
der Durchkontaktöffnung 150 verwendet
wird, wie vorstehend erörtert.
Die Durchkontaktöffnung 250 ist
des Weiteren mit dem gleichen Material wie dem Material, das die
Durchkontaktöffnung 150 füllt, oder
irgendeinem anderen allgemein bekannten, leitfähigen Material gefüllt.
-
Signale,
die in das mikroelektronische Bauelement eingegeben oder von diesem
abgegeben werden, werden durch den integrierten Halbleiterschaltkreis 220 verarbeitet
und zu wenigstens einem externen Bauelement über die Signal-E/A-Anschlüsse 260 übertragen.
Die Packung 200 beinhaltet z.B. ein Speicherbauelement.
Adress- und Befehlssignale werden durch die Signal-E/A-Anschlüsse 260 übertragen
und Daten werden basierend auf den Adress- und Befehlssignalen zur
Packung 200 geschrieben oder aus dieser ausgelesen. Der
mikroelektronische Chip 230 und die Flip-Chips 240 sind
gemäß den 2C und 2D mittels
eines isolierenden Verkapselungsharzes 270 verkapselt.
-
3 stellt
ein Blockdiagramm einer Anordnung gemäß der Erfindung dar, die eine
Busanordnung 300 mit z.B. den mikroelektronischen Chips 130 und/oder 230 der 1A bis 1E bzw. 2A bis 2D,
eine Multiplexeranordnung 350 mit z.B. den integrierten
Halbleiterschaltkreisen 120 und/oder 220, die
auf wenigstens einer Oberfläche
der Halbleitersubstrate 110 bzw. 210 ausgebildet
sind, und Signal-E/A-Anschlüsse 360 beinhaltet,
z.B. die Signal-E/A-Anschlüsse 160 und/oder 260.
Die Signal-E/A-Anschlüsse 360 beinhalten
z.B. Lotkugeln und/oder Anschlussstifte.
-
Ein
Adressbus 310 und ein Datenbus 315 arbeiten nicht
gleichzeitig, wenn die Busanordnung 300 wenigstens einen
Festwertspeicher (ROM), der als Speicherbauelement zum Speichern
von Einstellinformation eines E/A-Grundsystems (BIOS) verwendet
werden kann, und/oder einen statischen Speicher mit wahlfreiem Zugriff
(SRAM) beinhaltet, der als Cache-Speicher verwendet werden kann.
So ist ein erster Multiplexer 352 mit dem Adressbus 310 und/oder dem
Datenbus 315 derart elektrisch verbunden, dass der Adressbus 310 bzw.
der Datenbus 315 sich wenigstens einen Signal-E/A-Anschluss
teilen. In einem Fall, in dem zum Beispiel 26 Anschlüsse dem Adressbus 310 (d.h.
für eine
Leistungsversorgungsspannung) zugeteilt sind und 15 Anschlüsse dem
Datenbus 315 (d.h. für
eine Leistungsversorgungsspannung) zugeteilt sind, wird eine Gesamtanzahl
von erforderlichen Signal-E/A-Anschlüssen 360 von 41 (d.h.
der Summe von 15 und 26) auf 26 reduziert, indem der erste Multiplexer 352 mit
dem Adressbus 310 und dem Datenbus 315 verbunden
wird.
-
Eine
erste und eine zweite Bank arbeiten nicht gleichzeitig, wenn ein
Adress- und ein Datenbus 320 und 325 der ersten
Bank eines SDRAM zugeteilt sind, der als Hauptspeicher verwendet
wird, und ein Adress- und
ein Datenbus 330 und 335 der zweiten Bank des
SDRAM zugeteilt sind. Somit teilen die erste und die zweite Bank
Adress- und/oder Datenbusse. Mit anderen Worten teilen dich die
erste und die zweite Bank Signal-E/A-Anschlüsse, indem zum Beispiel ein
zweiter Multiplexer 354 mit dem Adressbus 320 der
ersten Bank und dem Adressbus 330 der zweiten Bank verbunden
ist und/oder ein dritter Multiplexer 356 mit dem Datenbus 325 der
ersten Bank und dem Datenbus 335 der zweiten Bank verbunden ist.
Wenn zum Beispiel 15 Anschlüsse
jedem der Adressbusse 320 und 330 zugeteilt sind
und 32 Anschlüsse
jedem der Datenbusse 325 und 335 zugeteilt sind,
wird eine Gesamtanzahl von Signal-E/A-Anschlüssen 360 von 94 (d.h.
die Summe von 30 Anschlüssen
für jeden
der Adressbusse 320 und 330 und 64 Anschlüssen für die Datenbusse 325 und 335)
auf 47 (d.h. die Summe von 15 Anschlüssen für einen der Adressbusse 320 und 330 und 32 Anschlüssen für einen
der Datenbusse 325 und 335) reduziert, indem der
zweite bzw. dritte Multiplexer 354 und 356 verwendet
wird.
-
4 stellt
ein Logikschaltbild eines Multiplexers 400 gemäß der Erfindung
dar. Der Multiplexer 400 beinhaltet ein erstes NAND-Gatter
NAND1, das ein erstes Taktsignal clkA und ein inverses Signal eines Steuersignals
sel empfängt,
ein zweites NAND-Gatter NAND2, welches das Steuersignal sel und
ein zweites Taktsignal clkB empfängt,
ein drittes NAND-Gatter NAND3, das ein Ausgangssignal in1 des ersten
NAND-Gatters NAND1 empfängt,
und einen Inverter IV2, der ein Ausgangssignal aus dem dritten NAND-Gatter
NAND3 empfängt
und ein inverses Signal clk_out abgibt. Der Multiplexer 400 gibt das
erste oder zweite Taktsignal clkA und clkB als Ausgangssignal clk_out
basierend auf dem Steuersignal sel ab.
-
5 stellt
ein Schaltbild des dritten NAND-Gatters NAND3 von 4 gemäß der Erfindung
dar. Das dritte NAND-Gatter NAND3 beinhaltet PMOS-Transistoren P1
und P2, die parallel zwischen eine Leistungsversorgungsspannung
Vcc und einen Ausgangsanschluss OUT PORT eingeschleift sind und
das Ausgangssignal in1 von dem ersten NAND-Gatter NAND1 beziehungsweise ein Ausgangssignal
in2 von dem zweiten NAND-Gatter NAND2 empfangen. Das dritte NAND-Gatter
NAND3 beinhaltet des Weiteren NMOS-Transistoren N1 und N2, die seriell
zwischen den Ausgangsanschluss OUT PORT und eine Massespannung Vss
eingeschleift sind und des Weiteren das Ausgangssignal in1 des ersten
NAND-Gatters NAND1 beziehungsweise das Ausgangssignal in2 des zweiten NAND-Gatters
NAND2 empfangen.
-
Wenn
wenigstens eines der Ausgangssignale in1 und in2 des ersten beziehungsweise
zweiten NAND-Gatters NAND1 und NAND2 auf einem ersten Logikpegel
liegt, gibt das dritte NAND-Gatter NAND3 ein Signal mit einem zweiten
Logikpegel an den Ausgangsanschluss OUT PORT ab. Wenn die Ausgangssignale
in1 und in2 des ersten beziehungsweise zweiten NAND-Gatters NAND1
und NAND2 auf dem zweiten Logikpegel liegen, aktivieren die NMOS-Transistoren
N1 und N2 das dritte NAND-Gatter
NAND3, um ein Signal auf dem ersten Logikpegel an den Ausgangsanschluss
OUT PORT abzugeben. Der erste Logikpegel kann ein "niedriger" Logikpegel sein
und der zweite Logikpegel ein "hoher" Logikpegel, oder
umgekehrt.
-
6 stellt
ein Schaltbild eines Spannungswandlers 600 gemäß der Erfindung
dar. Der Spannungswandler 600 kann ein Teil der integrierten
Halbleiterschaltkreise 120 und/oder 220 sein und beinhaltet
Widerstände
R1, R2 und R3, Operationsverstärker
Op-Amp1 und Op-Amp2 und Lastkondensatoren C1 und C2.
-
Der
Packung 100/200 wird durch die Signal-E/A-Anschlüsse
160/
260 eine
Spannung V1 von einer Systemplatine zugeführt. Spannungen V2 und V3 werden
von den Kondensatoren C1 beziehungsweise C2 zugeführt. Die
Spannungen V2 und V3 variieren mit dem Widerstandswert der Widerstände R1,
R2 und R3 und lassen sich mit den folgenden Gleichungen beschreiben:
-
Eine
Kugelgitteranordnung (BGA) mit feinem Rastermaß (BGA) mit 272 Anschlüssen beinhaltet
26 Anschlüsse,
die mit einer Leistungsversorgungsspannung V1 von 3,3V verknüpft sind,
26 Anschlüsse,
die mit einer Leistungsversorgungsspannung V2 von 2,5V verknüpft sind,
sowie 3 Anschlüsse,
die mit einer Leistungsversorgungsspannung von 1,2V verknüpft sind.
-
Ein
Halbleitersubstrat, das den Spannungswandler 600 von 6 beinhaltet,
erfordert keine Anschlüsse
für die
Leistungsversorgungsspannung V2 von 2,5V und/oder die Leistungsversorgungsspannung
V3 von 1,2V. Mit anderen Worten ist die Anzahl von Signal-E/A-Anschlüssen 160/260 reduziert,
da die Anschlüsse
für die
Spannung V1 für
die Leistungsspannungen V1, V2 und V3 verwendet werden können. Des
Weiteren wird für
die Leistungsversorgungsspannung V1 von 3,3V eine relativ geringe
Anzahl von Anschlüssen
(z.B. 26 Anschlüsse)
verwendet, um der Packung 100/200 Leistung zuzuführen.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung sind passive Elemente, z.B. Kondensatoren, auf dem Halbleitersubstrat
zusammen mit dem Spannungswandler 600 angebracht, und einem
mikroelektronischen Chip wird über
den Spannungswandler 600 und die passiven Elemente eine
Leistungsversorgungsspannung zugeführt. Die passiven Elemente, z.B.
Kondensatoren, sind auf dem Halbleitersubstrat ausgebildet und stabilisieren
die Leistungsversorgungsspannung. Somit ist es möglich, eine stabile Leistungsversorgungsspannung
für den
mikroelektronischen Chip unter Verwendung von weniger Anschlüssen als
bei der herkömmlichen
Packungstechnik bereitzustellen. Die Anzahl von Anschlüssen, die zum
Beispiel für
die Leistungsversorgungsspannung V1 von 3,3V erforderlich ist, kann
auf 10 Anschlüsse oder
weniger reduziert werden.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird die Anzahl an erforderlichen Signal-E/A-Anschlüssen 160/260 für die Leistungsversorgungsspannungen V1,
V2 und V3 von 55 Anschlüssen
auf 10 Anschlüsse
oder weniger reduziert, was eine Abnahme von wenigstens 80% bezüglich der
Anzahl von Anschlüssen
anzeigt, die für
die Leistungsversorgungsspannungen V1, V2 und V3 notwendig sind.
Die Abnahme der Anzahl von Anschlüssen, die für die Leistungsversorgungsspannungen
V1, V2 und V3 erforderlich sind, ermöglicht eine Reduktion der Packungsabmessung,
da die Anzahl von Anschlüssen
innerhalb einer Packung wenigstens teilweise die minimale Abmessung
für die
Packung bestimmt. Des Weiteren wird der Prozess der Auslegung einer
Systemplatine vereinfacht, da lediglich eine Leistungsversorgungsspannung
zu der Packung übertragen
wird.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird eine einzige Leistungsversorgungsspannung, die
der Packung von einer Systemplatine zugeführt wird, mit einem auf dem
Halbleitersubstrat 110/210 angebrachten Spannungswandler
derart in eine Mehrzahl von Leistungsversorgungsspannungen gewandelt, dass
die Mehrzahl von Leistungsversorgungsspannungen ihren zugehörigen Bauelementen
innerhalb eines System-auf-Chip
(SOC) zugeführt
wird. Somit wird ein Teil der Mehrzahl von Signal-E/A-Anschlüssen 160/260 durch
einzelne Spannungssignal-E/A-Anschlüsse ersetzt (d.h. E/A-Anschlüsse, die einen
gleichen Spannungspegel durchleiten).
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird ein Abwärtsspannungswandler
als Spannungswandler verwendet. Es versteht sich jedoch, dass der Spannungswandler
nicht auf einen Abwärtsspannungswandler
beschränkt
ist. Es kann zum Beispiel auch ein Aufwärtsspannungswandler als Spannungswandler
verwendet werden.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung beinhaltet der integrierte Halbleiterschaltkreis 120/220 einen
Schaltkreis mit passiven Elementen. Beispiele für die passiven Elemente umfassen
einen Kondensator, einen Induktor, einen Widerstand, einen Durchlassfilter
und/oder irgendein anderes herkömmliches passives
Element. Wenn der mikroelektronische Chip 130/230 bei
einer hohen Geschwindigkeit arbeitet (z.B. 100 MHz oder mehr), kann
eine Fluktuation einer diesem zugeführten Leistungsversorgungsspannung
auftreten. Die Fluktuation der dem mikroelektronischen Chip 130/230 zugeführten Leistungsversorgungsspannung
kann verhindert werden, indem ein Kondensator mit dem mikroelektronischen Chip 130/230 verbunden
wird, wodurch ein stabilerer Betrieb des mikroelektronischen Chips 130/230 bei höherer Geschwindigkeit
ermöglicht
wird. Der Kondensator reduziert außerdem einen induktiven Pfad der
Leistungsversorgungsspannung und kann als lokale Batterie wirken.
-
7 stellt
ein Schaltbild eines Tiefpassfilters 400 gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung dar. Der Tiefpassfilter 400 kann ein Teil
des integrierten Halbleiterschaltkreises 120/220 sein
und beinhaltet einen Widerstand 410, einen Induktor 420 und
einen Kondensator 430.
-
Gemäß der Erfindung
kann die Packungsabmessung durch einen Strukturierungsprozess reduziert
werden. In dieser Ausführungsform
reduziert eine Strukturierung passiver Elemente auf einem Halbleitersubstrat
die Packungsabmessung. Des Weiteren kann ein Tiefpassfilter und/oder
ein Hochpassfilter gebildet werden, indem passive Elemente miteinander
verbunden werden, wodurch Betriebscharakteristika eines mikroelektronischen
Chips verbessert werden.
-
Für die oben
beschriebenen Ausführungsformen
der Erfindung ist offensichtlich, dass sie auf vielfältige Weise
variiert werden können.
Zum Beispiel wurden die vorstehend beschriebenen leitfähigen Materialien
lediglich als Beispiele angegeben, und ein beliebiges, allgemein
bekanntes leitfähiges
Material kann verwendet werden.
-
Des
Weiteren beziehen sich die vorstehend beschriebenen Oberflächen, z.B.
Oberflächen
des Halbleitersubstrats 110/210 und/oder des integrierten Halbleiterschaltkreises 120/220,
auf eine beliebige Oberfläche
und sind nicht auf eine einzige Oberfläche beschränkt, sondern können sich
auf eine beliebige Anzahl von Oberflächen auf einem Bauelement beziehen.