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DE102005009024A1 - Verfahren und System zum Steuern einer Substratposition in einem elektrochemischen Prozess - Google Patents

Verfahren und System zum Steuern einer Substratposition in einem elektrochemischen Prozess Download PDF

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DE102005009024A1
DE102005009024A1 DE102005009024A DE102005009024A DE102005009024A1 DE 102005009024 A1 DE102005009024 A1 DE 102005009024A1 DE 102005009024 A DE102005009024 A DE 102005009024A DE 102005009024 A DE102005009024 A DE 102005009024A DE 102005009024 A1 DE102005009024 A1 DE 102005009024A1
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electrolyte
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Matthias Bonkass
Axel Preusse
Markus Nopper
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Advanced Micro Devices Inc
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Abstract

Durch Verwenden von Signalen von einer elektrischen Antriebsanordnung einer Elektroplattierungsanlage kann die Betriebsposition der Substratoberfläche, die zu beschichten ist, in automatisierter Weise bestimmt werden, wobei auf der Grundlage einer Referenzposition der Meniskus des Elektrolyts und/oder eine geeignete Betriebsposition bestimmt werden kann. Folglich können Genauigkeit und Durchsatz im Vergleich zu konventionellen manuellen oder halbautomatischen Einstellprozeduren verbessert werden.

Description

  • GEBIET DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft die elektrochemische Behandlung einer Oberfläche eines Substrats, das zur Herstellung von Mikrostrukturen dient, etwa von Schaltungselementen integrierter Schaltungen, wobei ein Reaktor zum Elektroplattieren oder stromlosen Plattieren oder zum Elektropolieren verwendet wird, und betrifft insbesondere das Einstellen einer Position der Substratoberfläche innerhalb des Reaktors.
  • In vielen technischen Gebieten ist die elektrochemische Behandlung einer Substratoberfläche, etwa das Abscheiden von Metallschichten auf und/oder die Entfernung von Metall von der Substratoberfläche eine häufig eingesetzte Technik. Beispielsweise hat sich zum effizienten Abscheiden der relativ dicken Metallschichten auf einer Substratoberfläche das Plattieren in Form des Elektroplattierens oder stromlosen Plattierens als eine geeignete und kosteneffiziente Technik erwiesen, und somit wurde das Elektroplattieren neben vielen anderen Bereichen, etwa der Industrie für bedruckte Schaltungsplatinen, ein attraktives Abscheideverfahren in der Halbleiterindustrie.
  • In jüngster Zeit wird Kupfer als ein bevorzugter Kandidat zur Herstellung von Metallisierungsschichten in anspruchsvollen integrierten Schaltungen betrachtet auf der Grund der besseren Eigenschaften des Kupfers und Kupferlegierungen im Hinblick auf die Leitfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Elektromigration im Vergleich zu beispielsweise dem üblicherweise verwendeten Aluminium. Da Kupfer nicht sehr effizient durch physikalische Dampfabscheidung, beispielsweise durch Sputter-Abscheidung, mit einer Schichtdicke in der Größenordnung von 1 μm und mehr abgeschieden werden kann, ist das Elektroplattieren von Kupfer und Kupferlegierungen gegenwärtig ein bevorzugtes Abscheideverfahren bei der Herstellung von Metallisierungsschichten. Obwohl das Elektroplattieren von Kupfer eine gut etablierte Technik in diversen Bereichen ist, so ist das zuverlässige Abscheiden von Kupfer auf Scheiben mit großem Durchmesser, die eine strukturierte Oberfläche mit Gräben und Durchführungen aufweisen, eine herausfordernde Aufgabe für Pro zessingenieure. Beispielsweise erfordert es das Herstellen einer Metallisierungsschicht eines Halbleiterbauelements mit höchster Integrationsstufe, das weite Gräben mit einer Breite in der Größenordnung von einigen hundert Nanometern oder einigen Mikrometern und auch Kontaktdurchführungen und Gräben mit einem Durchmesser oder Breite von 0,1 μm oder sogar weniger zuverlässig gefüllt werden. Die Situation wird noch komplexer, wenn die Durchmesser der Substrate zunehmen. Gegenwärtig werden acht Zoll oder sogar zehn oder zwölf Zoll-Scheiben üblicherweise in einer Halbleiterfertigungslinie verwendet. Es werden daher große Anstrengungen auf dem Gebiet des Kupferplattierens unternommen, um die Kupferschicht so gleichförmig wie möglich über die Gesamtsubstratoberfläche hinweg aufzubringen.
  • Für gewöhnlich werden bei der Herstellung von Metallisierungsschichten mittels der sogenannten Damaszener-Technik Durchführungen und Gräben, die zuvor in einer dielektrischen Schicht strukturiert wurden mit Metall gefüllt und es muss dabei ein gewisses Maß an Überschussmetall vorgesehen werden, um die Durchführungen und Gräben zuverlässig zu füllen. Anschließend wird das überschüssige Metall entfernt, um eine elektrische Isolierung zwischen benachbarten Gräben und Durchführungen sicherzustellen und um eine ebene Oberfläche für die Herstellung weiterer Metallisierungsschichten bereitzustellen. Eine häufig angewendete Technik zum Entfernen von überschüssigem Metall und zum Einebnen der Substratoberfläche beinhaltet das chemisch-mechanische Polieren (CMP), wobei das zu entfernende Oberflächenmaterial einer chemischen Reaktion ausgesetzt und gleichzeitig mechanisch entfernt wird. Es zeigt sich jedoch, dass das chemisch-mechanische Polieren einer strukturierten Oberfläche, die auf einem Substrat mit großem Durchmesser aufgebracht ist, an sich ein äußerst komplexer Prozess ist. Die mit dem CMP-Prozess einhergehenden Probleme werden noch vergrößert, wenn die Dicke der zu entfernenden Metallschicht über die Oberfläche des Substrats hinweg schwankt. Typischerweise kann der CMP-Prozess eine gewisse intrinsische Ungleichförmigkeit aufweisen, die von der Art der zu entfernenden Materialien und den speziellen Prozessbedingungen und dergleichen abhängt, so dass in Kombination die Ungleichförmigkeit des Metallabscheideprozesses und des CMP-Prozesses zu nicht akzeptablen Schwankungen der schließlich erhaltenen Metallgräben und Durchführungen führen kann. Beispielsweise wird ein typischer Elektroplattierungsprozess ausgeführt, indem zunächst eine Saatschicht auf der Oberfläche gebildet wird, die das Metall erhalten soll, wobei die Saatschicht auch als eine Stromverteilungsschicht während des eigentlichen elektrochemischen Abscheideprozesses dient, während welchem die Saatschicht mit der Kathode verbunden wird und als ein Leiter für den Stromfluss von einer Anode innerhalb des Reaktors durch die Elektrolytlösung im Reaktor zu der Kathode dient. Zumindest während einer anfänglichen Phase, in der lediglich geringe Mengen des Metalls bereits auf der Saatschicht abgeschieden sind, wird der lokale Stromfluss und damit auch die lokale Abscheiderate durch die Eigenschaften der Saatschicht, etwa die Dickengleichförmigkeit, die Stufenbedeckung und dergleichen, deutlich beeinflusst. Da ferner die Saatschicht typischerweise am Substratrand kontaktiert wird, ist der Widerstand der Saatschicht von dem Substratrand zur Substratmitte ansteigend, wodurch ein Potentialabfall hervorgerufen wird, der wiederum zu einer verringerten Abscheiderate führt. Folglich gibt es eine Tendenz für eine erhöhte Metalldicke am Substratrand, wohingegen die Substratmitte eine reduzierte Metalldicke aufweisen kann.
  • Wie zuvor erläutert ist, kann das Abtragen von überschüssigem Metall nach dem Füllen der Gräben und Kontaktdurchführungen in aktuell bevorzugten Technologien das chemischmechanische Polieren des Substrats mit beinhalten, wobei dieser Prozess typischerweise eine intrinsische Ungleichförmigkeit aufweisen kann, wobei Material in der Substratmitte schneller abgetragen wird als Material am Scheibenrand. Daher kann das Zusammenwirken der Abscheideungleichförmigkeit und der CMP-Ungleichförmigkeit zu einer deutlichen Beeinträchtigung von Gräben und Durchführungen in der Substratmitte auf Grund eines hohen Maßes an Polieraktivität, die von diesen Schaltungselementen erfahren wird, führen, während die Schaltungselemente an dem Substratrand im Wesentlichen unbeeinflusst bleiben. Als Folge davon werden große Anstrengungen unternommen, um Prozessungleichförmigkeiten des elektrochemischen Abscheidens von Metallen deutlich zu reduzieren oder geeignet anzupassen. Mit Bezug zu 1 wird ein typisches konventionelles Elektroplattierungssystem nunmehr detailliert beschrieben, um die beim elektrochemischen Abscheiden eines Metalls, etwa von Kupfer, beteiligten Probleme zu veranschaulichen.
  • In 1 ist ein System 100 zur elektrochemischen Behandlung eines Substrats 130 in einer vereinfachten schematischen Art dargestellt, wobei das System 100 einen Elektroplattierungsreaktor zum Abscheiden eines Metalls auf einer Oberfläche 131 des Substrats 130 repräsentieren soll, das von einem verfahrbaren Substrathalter 120 transportiert und in Position gehalten wird. Das System 100 umfasst ferner ein Reaktorgefäß 110 zum Halten einer Elektrolytlösung 102, die chemische Mittel enthalten, die zum Abscheiden eines Metalls auf Oberfläche 121 beim in Gang setzen eines Stromflusses durch die Elektrolytlösung 102 erforderlich sind. Das Reaktorgefäß 110 kann ferner eine Zufuhrleitung 103 und eine Auslassleitung 104 zum Einführen der Elektrolytlösung 102 mit einer spezifizierten Durchflussrate und zum Entfernen überflüssiger Lösung aus dem Reaktorgefäß 110 aufweisen. Die Zufuhrleitung 103 und Auslassleitung 104 können mit einer Speicher- und Rezirkulationsanordnung 105 verbunden sein, die ausgebildet ist, Elektrolytlösung bereitzustellen, die zu dem Reaktorgefäß 110 zuzuführen ist, und um die überschüssige Lösung über die Auslassleitung 104 aufzunehmen. Es sollte beachtet werden, dass die Speicher- und Rezirkulationsanordnung 105 beliebige Mittel aufweisen kann, wie sie für den Betrieb des Systems 100 erforderlich sind, etwa Umwälzpumpen, Filter, Vorratsbehälter, und dergleichen. Ferner ist in dem Reaktorgefäß 110 eine Elektrode 106 vorgesehen, die aus zwei oder mehr einzelnen Elektrodenbereichen, abhängig von der speziellen Struktur der Vorrichtung, aufgebaut sein kann. Typischerweise ermöglicht eine Elektrode mit mehreren Elektrodenbereichen eine flexiblere Steuerung des Stromflusses innerhalb der Elektrolytlösung 102 während des Betriebs des Systems 100. Es sollte beachtet werden, dass die Elektrode 106 im Wesentlichen als eine Anode dient, wenn das System 100 ein Metallabscheidesystem repräsentiert, wobei jedoch typische Prozessrezepte zur Herstellung von Metallisierungsschichten in modernen Mikrostrukturen äußerst komplexe Strompulssequenzen erfordern, in denen die Elektrode 106 zeitweilig auch als Kathode wirkt. Während eines derartigen Betriebsmodus kennzeichnet das gemittelte Strom-Zeit-Integral jedoch die Elektrode 106 als die Anode während eines Abscheideprozeses auf Grund eines positiven Vorzeichens, während für einen Abtragsprozess die Elektrode als Kathode erkannt werden kann auf der Grundlage des sich ergebenden negativen Vorzeichens des Strom-Zeit-Integrals. Typischerweise ist ein Verteilungselement 107 in dem Reaktorgefäß 110 vorgesehen, um eine effiziente Steuerung des Elektrolytstromes von der Elektrode 106 zu der Substratoberfläche 121 zu ermöglichen. Beispielsweise kann das Verteilungselement 107 mehrere Durchlässe aufweisen, um damit lokal den Elektrolytstrom in gewünschter Weise zu steuern. Beispielsweise kann, wie zuvor erläutert ist, das Verteilungselement 107 einen erhöhten Elektrolytstrom durch dessen Mitte zulassen, um damit die Abscheiderate im Zentrum des Substrats 130 zu vergrößern.
  • Des weiteren ist typischerweise eine Abschirmung 108 in dem Reaktorgefäß 110 in der Nähe des Substrats 130 während des Betriebs vorgesehen, das, abhängig vom Aufbau des Gesamtsystems, an dem Reaktorgefäß 110 in einer fixierten Position angebracht sein kann, oder das an dem bewegbaren Substrathalter 120 befestigt sein kann. In der gezeigten Aus führungsform ist die Abschirmung 108 an der Seitenwand des Reaktorgefäßes 110 befestigt, um damit den Elektrolytfluss insbesondere am Substratrand zu beeinflussen, um damit das elektrostatische Potential abzuschirmen, das ohne die Abschirmung 108 am Substratrand größer als in der Substratmitte auf Grund eines Spannungsabfalls ist, der durch den nicht gleichförmigen radialen Widerstand einer Saatschicht 132 hervorgerufen wird, die auf der Substratoberfläche 131 vorgesehen ist.
  • Während des Betriebs des Systems 100 wird das Substrat 130 in den Substrathalter 120 an einer entfernten Position mittels einer geeigneten automatischen Substrathandhabungseinrichtung eingeladen. Danach wird der Substrathalter 120, der durch eine geeignete Antriebsanordnung (nicht gezeigt) angetrieben wird, zu dem Reaktorgefäß 110 bewegt, um die Substratoberfläche 131 mit einer Flüssigkeitsoberfläche oder Meniskus 102a in Kontakt zu bringen, der in dem Reaktorgefäß 110 erzeugt wird, indem eine Elektrolytströmung über die Speicher- und Rezirkulationsanordnung 105, die Zufuhrleitung 103 und die Auslassleitung 104 hervorgerufen wird. Abhängig von der Reaktorgestaltung kann die exakte Position der Oberfläche 102a leicht variieren und der Substrathalter 120 wird in vertikaler Richtung, wie dies durch den Pfeil 121 angedeutet ist, verfahren, um damit eine gewünschte Betriebsposition zu erkennen, bei der die Substratoberfläche 131 zuverlässig mit dem Elektrolyt 102 in Kontakt ist. Das Bestimmen der Position der Oberfläche 102a und damit einer gewünschten Betriebsposition des Substrathalters 120 wird häufig manuell von einem Bediener durchgeführt, der in einer schrittweisen Bewegung in Richtung auf das Elektrolyt 102 die Position eines zuverlässigen Kontakts zwischen der Substratoberfläche 131 und dem Elektrolyten 102 beobachtet. In anderen Prozeduren kann der Stromfluss durch das Elektrolyt 102 beobachtet werden, um damit den Zeitpunkt zu bestimmen, bei welchem das Substrat 131 das elektrolytische Fluid 102 berührt. Ferner kann während und/oder nach dem Positionieren des Substrathalters 120 relativ zu der Oberfläche 102a der Substrathalter 120 gedreht werden, wie dies durch den Pfeil 122 gekennzeichnet ist, um damit axiale Ungleichförmigkeiten während des weiteren Bearbeitens des Substrats 130 zu reduzieren. Wenn der Substrathalter 120 sich in der Betriebsposition befindet, wird der eigentliche Abscheideprozess gestartet, indem eine spezifizierte Strompulssequenz zwischen der Elektrode 106 und der Substratoberfläche 131, die als die Gegenelektrode dient, angelegt wird. Während dieses Abscheideprozesses ist ein Abstand 109 zwischen den beiden Elektroden, d.h. der Elektrode 106 und der „Gegenelektrode" 131 ein äußerst empfindlicher Abscheideparameter, da der Abstand 109 global das elektrische Feld bestimmt und damit die sogenannte Abscheide leistung des Abscheideprozesses, die wiederum im Wesentlichen die Abscheidegleichförmigkeit über das Substrat 130 hinweg beeinflusst. Da das obige Verfahren zum Bestimmen der Position der Oberfläche 102a relativ ungenau und auch relativ zeitaufwendig sein kann, zeigt folglich das System 100 unter Umständen eine Beeinträchtigung der Abscheidegenauigkeit und einen verminderten Durchsatz. Ferner werden in vielen elektrochemischen Systemen, etwa dem System 100, Verschleiß- bzw. Verbrauchselektroden verwendet, so dass eine merkliche Dickenschwankung an der Elektrode 106 nach dem Bearbeiten mehrerer Substrate auftreten kann. Somit kann der zuvor bestimmte Abstand 109 variieren, wodurch eine weitere Reduzierung der Abscheidegenauigkeit eintreten kann.
  • Wie zuvor erläutert ist, können Prozessparameter des Abscheideprozesses so eingestellt werden, dass ein spezifiziertes Dickenprofil über die Substratoberfläche 131 hinweg erreicht wird, um damit Eigenschaften hinsichtlich der Ungleichförmigkeit eines nachfolgenden CMP-Prozesses zu berücksichtigen. Somit können Prozessfluktuationen während des Abscheideprozesses auch deutlich nachfolgende Prozesse beeinflussen, wodurch möglicherweise Strukturelemente, die von den nachfolgenden Prozessen erzeugt werden, etwa Metallgräben und dergleichen, beeinträchtigt werden.
  • Angesichts der zuvor beschriebenen Situation besteht ein Bedarf für eine verbesserte Technik, die die elektrochemische Behandlung von Substraten mit einem höheren Maß an Genauigkeit und/oder einem höheren Maß an Prozessflexibilität und/oder höheren Durchsatz ermöglicht.
  • ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
  • Im Allgemeinen richtet sich die vorliegende Erfindung an eine Technik, die das Bearbeiten von Substraten während einer elektrochemischen Behandlung, etwa dem Elektroplattieren, dem Elektropolieren, dem stromlosen Plattieren, und dergleichen, deutlich vereinfacht, indem das Positionieren der Substrate mit erhöhter Genauigkeit und in einer äußerst automatisierten Weise ausgeführt wird.
  • Gemäß einer anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein System eine Reaktoranordnung, die ausgebildet ist, eine Elektrolytlösung für elektrochemische Behandlung einer Oberfläche eines Substrats zu halten. Das System umfasst ferner einen Substrathalter, der ausgebildet ist, das Substrat aufzunehmen und das Substrat in einer Betriebsposition zu halten, die so ausgewählt wird, dass die Elektrolytlösung mit der Substartoberfläche in Kontakt ist. Des weiteren umfasst das System eine elektrische Antriebsanordnung, die funktionsmäßig mit der Reaktoranordnung und dem Substrathalter verbunden und die ausgebildet ist, die Substratoberfläche relativ zu der Elektrolytlösung zu bewegen. Schließlich umfasst das System eine Steuereinheit, die mit der elektrischen Antriebsanordnung verbunden und ausgebildet ist, mindestens eine Referenzposition des Substrathalters auf der Grundlage eines von der elektrischen Antriebsanordnung erzeugten Signals zu bestimmen.
  • In einer weiteren anschaulichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren das Bewegen eines Substrathalters relativ zu einem Elektrolytbad derart, dass eine Oberfläche des Elektrolyts kontaktiert wird. Des weiteren umfasst das Verfahren das Überwachen, beim Bewegen des Substrathalters, eines Signals einer elektrischen Antriebsanordnung, die zum Bewegen des Substrathalters dient. Schließlich umfasst das Verfahren das Bestimmen einer Referenzposition auf der Grundlage des überwachten Signals.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Weitere Vorteile, Aufgaben und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind in den angefügten Patentansprüchen definiert und gehen deutlicher aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird, in denen:
  • 1 schematisch ein konventionelles Elektroplattierungssystem zum Abscheiden eines Metalls auf eine Substratoberfläche zeigt;
  • 2 schematisch ein System für das elektrochemische Behandeln, etwa das Elektroplattieren, Elektropolieren, und dergleichen, einer Substratoberfläche gemäß anschaulicher Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zeigt; und
  • 3 schematisch ein Fertigungssystem einschließlich einer elektrochemischen Station und einer Messstation zeigt, wobei eine automatische Initialisierung der elektrochemischen Station durch Messergebnisse eines nachgeordneten Messsystems ausgelöst wird.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben ist, wie sie in der nachfolgenden detaillierten Beschreibung sowie in den Zeichnungen dargestellt sind, sollte es selbstverständlich sein, dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen, die vorliegende Erfindung auf die speziellen anschaulichen offenbarten Ausführungsformen einzuschränken, sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich beispielhaft die diversen Aspekte der vorliegenden Erfindung dar, deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert ist.
  • Im Allgemeinen beruht die vorliegende Erfindung auf dem Konzept, dass ein erhöhtes Maß an Genauigkeit bei der elektrochemischen Behandlung eines Substrats erreicht werden kann, indem die Positionierung eines Substrats relativ zu einer Elektrode, die in der Elektrolytlösung enthalten ist, im Wesentlichen in automatischer Weise bestimmt wird, wodurch Prozessschwankungen deutlich reduziert werden, die durch manuelle oder haltautomatische Positionierung hervorgerufen werden. Wie zuvor erläutert ist, sind eine Vielzahl von Prozessparametern bei der elektrochemischen Behandlung eines Substrats beteiligt, die zu dem schließlich erhaltenen Abscheideprofil beitragen. Beispielsweise können Verteilungselemente und Abschirmungen zum Beeinflussen des Elektrolytstromes und des elektrischen Feldes innerhalb des Elektrolyts, d.h., zwischen der Substratoberfläche und einer Elektrode, die in die Elektrolytlösung eingetaucht ist, typischerweise verwendet und eingestellt werden, so dass ein gewünschtes Gesamtabscheideprofil erreicht wird. Diese Prozessparameter können jedoch variieren, obwohl die Form des Verteilungselements und die Konfiguration sowie die Position und die Form von Abschirmungselementen in äußerst präziser Weise steuerbar ist, da die effektive elektrische Feldverteilung äußerst sensitiv auf den Abstand zwischen den Elektroden reagiert und damit signifikant von der Genauigkeit der anfänglichen Positionierung der Substrate für eine große Anzahl von Substraten und für variierende Prozessbedingungen abhängt, wenn beispielsweise eine Verbrauchs- bzw- Opferelektrode verwendet wird. Folglich wird in der vorliegenden Erfindung eine Technik bereitgestellt, die in äußerst automatisierte Weise des Positionierens des Substrats in Bezug auf die eingetauchte Elektrode ermöglicht, um damit äußerst stabile Prozessbedingungen zu erreichen. Zu diesem Zwecke werden Signale, die von elektrischen Antnebsanordnun gen, wie sie typischerweise in elektrochemischen Reaktoren zum Transportieren, Positionieren und zum Rotieren von Substraten verwendet werden, erzeugt werden, entsprechend überwacht und bewertet, um damit zuverlässige Positionierdaten zu erhalten, die dann zum Bestimmen einer gewünschten anfänglichen Betriebsposition verwendet werden können. Somit können ein oder mehrere Elektromotoren der Antriebsanordnung zusätzlich als „Positionssensoren" zum Bestimmen einer stabilen Betriebsposition auf der Grundlage einer Referenzposition verwendet werden, wobei in einigen Ausführungsformen die kontinuierliche Abnutzung einer Verbrauchselektrode berücksichtigt werden kann. Somit ist die vorliegende Erfindung äußerst vorteilhaft in Verbindung mit einer elektrochemischen Behandlung, die bei der Herstellung von Mikrostrukturen und in speziellen Ausführungsformen von integrierten Schaltungen verwendet wird, wobei eine zuverlässige und reproduzierbare Abscheidung von Metall auf einer Substratoberfläche erforderlich ist, die eine strukturierte dielektrische Schicht enthält, die wiederum darauf eine leitende Saatschicht aufweisen kann. Es sollte beachtet werden, dass die vorliegende Erfindung in Verbindung mit der elektrochemischen Abscheidung von Metallen, etwa von Kupfer, Legierungen auf Kupferbasis, Lotmaterial, und dergleichen vorteilhaft ist. In anderen Fällen kann die elektrochemische Behandlung eines Substrats, das elektrochemische Abtragen eines Metalls von einer Substratoberfläche, was auch als Elektropolieren bezeichnet wird, betreffen, wobei dieser Prozess im Wesentlichen als der inverse Prozess des Elektroplattierens betrachtet werden kann. Daher ist eine elektrochemische Behandlung als die elektrochemische Abscheidung oder Entfernung eines Metalls mittels einer Elektrolytlösung, die mit der betrachteten Substratoberfläche in Kontakt zu bringen ist, zu verstehen, sofern in der folgenden detaillierten Beschreibung sowie in den angefügten Patentansprüchen dies nicht anders dargestellt ist.
  • Mit Bezug zu den 2 und 3 werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung detaillierter beschrieben.
  • 2 zeigt schematisch ein System 200 für die elektrochemische Behandlung einer Substratoberfläche 231 eines Substrats 230. Das System 200 umfasst eine Reaktoranordnung 210, die im Wesentlichen im Form eines Reaktorgefäßes vorgesehen sein kann, das ausgebildet ist, eine spezifizierte Elektrolytlösung 202 zu halten. Die Reaktoranordnung 210 umfasst ferner eine Einlassleitung 203 und eine Auslassleitung 204, die mit einer Speicher- und Rezirkulationsanordnung 205 verbunden sind. Es sollte beachtet werden, dass die Reaktoranordnung 210 in anderen Ausführungsformen (nicht gezeigt) eine andere Konfigura tion aufweisen kann, etwa einen inneren Tank und einen Ablasstank, die miteinander durch eine entsprechende Verbindungsleitung in Verbindung stehen, wobei der Ablasstank Überschusselektrolytlösung von dem inneren Tank aufnimmt, die dann bei Bedarf in den inneren Tank zurückgeführt wird. Obwohl ferner die in 2 dargestellte Ausführungsform eine brunnenartige Reaktoranordnung repräsentiert, können auch andere Reaktortypen, etwa Brunnenreaktoren mit Zufuhr einer vordefinierten Menge der Elektrolytlösung in die eigentliche Prozesskammer, die der Reaktoranordnung 210 entsprechen kann, oder beliebige andere Badreaktoren in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
  • Die Reaktoranordnung 210 kann ferner ein Verteilungselement 207 mit einer spezifizierten Konfiguration und Form aufweisen, um damit ein gewünschtes Strömungsmuster innerhalb des Elektrolyts 202 zu erzeugen. Hierbei kann die Konfiguration und die effektive Form des Verteilungselements 207 variabel sein, um damit die Möglichkeit zu schaffen, unterschiedliche Abscheide- oder Behandlungsprofile mit einem einzelnen Verteilungselement zu erzeugen. Des weiteren kann die Reaktoranordnung 210 ein Abschirmelement 208 aufweisen, um damit die Abscheiderate an einem Rand des Substrats 230 zu steuern. Ferner ist eine Stromversorgung 201 vorgesehen und diese ist mit einer Elektrode 206 und mit einem Substrathalter 220 verbunden, der das Substrat 230 während des Betriebs des Systems 200 positionieren und in Position halten kann.
  • Eine erste Antriebsanordnung 240 ist mechanisch mit dem Substrathalter 220 verbunden und ist ausgebildet, den Substrathalter 220 im Bereich von 0 bis mehreren 100 Umdrehungen pro Minute in Drehung zu versetzen, wie dies durch den Pfeil 222 angezeigt ist. Die Antriebsanordnung 240 umfasst einen Elektromotor 241, der mit einer Motorsteuereinheit 242 verbunden ist, die ausgebildet ist, dem Motor 241 in gesteuerter Weise Leistung zuzuführen. Des weiteren ist der Substrathalter 220 mechanisch mit einer zweiten Antriebsanordnung 250 verbunden, die einen Elektromotor 251 und eine Motorsteuereinheit 252 aufweist, die ausgebildet ist, dem Motor 251 in steuerbarer Weise Leistung zuzuführen. Die Antriebsanordnung 250 ist ausgebildet, den Substrathalter 220 vertikal zu verfahren, wie dies durch den Pfeil 221 gezeigt ist. Das System 200 umfasst ferner eine Steuereinheit 260, die funktionsmäßig mit der zweiten Antrebsanordnung 250 und, in einer anschaulichen Ausführungsform, auch funktionsmäßig mit der ersten Antrebsanordnung 240 verbunden ist. In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff „funktionsmäßig mit der Antriebsanordnung 250 und möglicherweise der Antrebsanordnung 240 verbunden", dass die Steuerein heit 260 ausgebildet ist, ein Signal zu empfangen, das den Status der entsprechenden Antriebsanordnungen 240, 250 repräsentiert. In einer anschaulichen Ausführungsform kann der Motor 251 einen bürstenlosen Gleichstrommotor, einen Gleichstrommotor oder einen anderen geeigneten Elektromotor repräsentieren, und die Steuereinheit 260 kann Signale 253 und 254 empfangen, die repräsentativ sind für die Versorgungsspannung und/oder den Versorgungsstrom, der von der Motorsteuereinheit 252 zugeführt wird. Folglich kann das Signal 253 und/oder 254 benutzt werden, um den aktuellen Status des Motors 251 zu ermitteln, wobei diese Information beim Bestimmen von Positionsdaten hinsichtlich des Substrathalters 220 verwendet werden kann, wie dies später detaillierter erläutert ist. In anderen Ausführungsformen kann die Motorsteuereinheit 252 direkt entsprechende Signale bereitstellen, die den Status der Antriebsanordnung 250 kennzeichnen. Beispielsweise kann die Antriebsanordnung 250 einen Drehgeber aufweisen, der ein Signal in Abhängigkeit von der Drehposition des Motors 251 bereitstellt. In ähnlicher Weise kann die Antriebsanordnung 240 mit der Steuereinheit 260 verbunden sein, um ein oder mehrere Signale 243, 244 bereitzustellen, die den aktuellen Status der Antrebsanordnung 240 kennzeichnen. Auch hier gelten die Kriterien, wie sie mit Bezug zu der Antriebsanordnung 250 beschrieben sind, auch für die Antriebsanordnung 240. Des weiteren kann die Steuereinheit 260 beliebige Hardware- und Softwaremittel, etwa einen Mikroprozessor mit einem geeigneten Instruktionssatz, und/oder andere digitale und/oder analoge Schaltungen aufweisen, um damit ein oder mehrere von der Antriebsanordnung 250 und möglicherweise von der Antriebsanordnung 240 erhaltene Signale zu verarbeiten, um damit Positionsdaten abzuschätzen und mindestens ein Steuersignal 261 zu erzeugen, das zumindest zu der Motorsteuereinheit 252 der Antriebsanordnung 250 zugeführt wird.
  • In einigen speziellen Ausführungsformen ist die Steuereinheit 260 funktionsmäßig auch mit der Stromversorgung 201 verbunden, um mindestens ein Signal 262 zu erhalten, das den aktuellen Stromfluss innerhalb der Reaktoranordnung 210 kennzeichnet. Des weiteren kann in einer anschaulichen Ausführungsform die Steuereinheit 260 so gestaltet sein, um Informationen 263 im Hinblick auf den Status der Elektrode 206 zu empfangen. In dieser Hinsicht kann die Information über den aktuellen Status der Elektrode 206 eine oder mehrere der folgenden Informationen enthalten: eine Größe und eine Abmessung der Elektrode 206, die Abtragsrate für spezifizierte Betriebsbedingungen insbesondere, wenn die Elektrode 206 eine Verbrauchselektrode ist, eine akkumulierte Betriebszeit der Elektrode 206, wobei die akkumulierte Betriebszeit die zeitliche Entwicklung der speziellen Betriebsbedingungen enthalten kann, und dergleichen.
  • Während des Betriebs des Systems 200 wird das Substrat 230 mit einer Oberfläche 231, die elektrochemisch zu behandeln ist, in den Substrathalter 220 eingeladen, wobei der Substrathalter 220 zu einer geeigneten Belade- und Entladeposition (nicht gezeigt) gefahren werden kann. Ferner kann, wie zuvor erläutert ist, die Substratoberfläche 231 vorbehandelt sein, so dass diese ein Saatschicht (nicht gezeigt) aufweist, die als eine Stromverteilungsschicht und damit als eine Elektrode während des nachfolgenden elektrochemischen Prozesses dient. Danach wird der Substrathalter 220 in eine Position gefahren, um damit Kontakt mit dem Elektrolyt 202 durch vertikales Bewegen des Substrathalters 220 mittels der Antriebsanordnung 250 zu ermöglichen. Wie zuvor dargelegt ist, kann eine Obeifläche 202a des Elektrolyts, die auch als Meniskus bezeichnet wird, abhängig von dem Reaktoraufbau und dem Prozessparametern leicht variieren. Somit wird in einer anschaulichen Ausführungsform der Substrathalter 220 in die Reaktoranordnung 210 so abgesenkt, dass die Substratoberfläche 231 zuverlässig mit dem Elektrolyt 202 in Kontakt gebracht wird. Zu diesem Zweck kann die Abschirmung 208 als ein Stoppelement für die vertikale Bewegung 221 des Substrathalters 220 dienen, wobei ein oder mehrere der Signale 253, 254 durch die Steuereinheit 260 überwacht werden, um damit den Zeitpunkt des Kontaktierens der Abschirmung 208 beispielsweise auf der Grundlage eines Anstiegs des Motorstroms zu erkennen.
  • Es sollte beachtet werden, dass in anderen Ausführungsformen die Abschirmung 208 an dem Substrathalter 220 angebracht sein kann, um damit einen im Wesentlichen konstanten Abstand zwischen der Substratoberfläche 331 und der Abschirmung 208 sicherzustellen. In diesem Falle kann ein entsprechendes Stoppelement (nicht gezeigt) zusätzlich zu der nunmehr bewegbaren Abschirmung 208 an einer gut definierten Position innerhalb der Reaktoranordnung 210 vorgesehen werden, um den Bewegungsbereich des Substrathalters 220 zu beschränken. Bei Kontakt des Stoppelements oder Abschirmung 208 mit dem Substrathalter 220 steigt der Motorstrom des Motors 251 merklich an, was von der Steuereinheit 260 erkannt wird, die nunmehr die aktuelle Position des Substrathalters 220 als die „Referenzposition" identifiziert, die durch das Stoppelement oder die Abschirmung 208 definiert ist. In einigen Ausführungsformen wird die entsprechende Bewegung des Substrathalters 220 mit moderat geringer Geschwindigkeit durchgeführt, zumindest in der Nähe der Refe renzposition, deren Lage zumindest grob für die Steuereinheit 206 bekannt sein kann, wobei dann die Steuereinheit 260 die Antriebsanordnung 250 für eine Verringerung der Motorgeschwindigkeit über das Steuersignal 261 instruieren kann, das der Motorsteuereinheit 252 zugeführt wird. In einer Ausführungsform kann während dieser moderat geringen Betriebsgeschwindigkeit des Substrathalters 220 von der Steuereinheit 260 der Zeitpunkt aufgezeichnet werden, bei dem ein Stromfluss das erste mal stattfindet, wodurch ein Kontakt des Substrathalters 220 mit dem Meniskus 202a des Elektrolyts 202 angezeigt wird. Beim Erkennen eines entsprechenden Stromflusses kann die Stromversorgung 201 in einer anschaulichen Ausführungsform deaktiviert werden, um eine Behandlung, beispielsweise eine Abscheidung eines Metalls auf der Substratoberfläche 231 bei Kontakt mit dem Elektrolyt 202 während der weiteren Bewegung des Substrathalters 220 in Richtung der Referenzposition zu vermeiden. Des weiteren können beim Erkennen eines ersten Stromflusses eines oder mehrere der Signale 253 kund 254 aufgezeichnet und/oder bewertet werden, um ein Maß für den Abstand der Referenzposition zu erhalten, die beim Kontaktieren des Stoppelelements oder der Abschirmung 208 erreicht wird. Beispielsweise kann beim Auftreten eines ersten Stromflusses, der dann sofort unterbrochen werden kann, die Zeit und die Betriebsbedingungen, beispielsweise der Strom und/oder die Spannung, die dem Motor 252 zugeführt werden, abgetastet werden, um entsprechende „elektrische Positionsdaten" als ein Maß für die Strecke zu erhalten, um die der Substrathalter 220 nach dem anfänglichen Stromfluss weiter bewegt wird. Nach dem Erreichen der Referenzposition, was durch einen Anstieg des Motorstroms auf Grund der Blockade der Drehbewegung erkannt werden kann, kann die Position des Meniskus 202a in Bezug auf die Referenzposition zumindest in der Form der elektrischen Daten, die von der Antriebsanordnung 250 geliefert werden, bestimmt werden. In einigen Ausführungsformen können diese „elektrische Positions-" Daten in eigentliche Positionsdaten umgewandelt werden, indem eine Abhängigkeit zwischen der Drehbewegung des Motors 251, die in präziser Weise durch die zugeführten elektrische Leistung bestimmt werden kann, und der vertikalen Bewegung 221, die von dem Substrathalter 220 für eine gegebene Drehbewegung des Motors 251 ausgeführt wird, erstellt wird. Es können dann entsprechende „eigentliche" Positionsdaten berechnet und einem Bediener und/oder einem übergeordneten Steuerungssystem und dergleichen angezeigt werden. Es sollte jedoch betont werden, dass eine beliebige andere Bearbeitung der Daten, die von der Antriebsanordnung 250 bereitgestellt werden, in einem beliebigen geeigneten Format durchgeführt werden kann, so dass eine Umwandlung elektrischer Positionsdaten in eigentliche Positionsdaten ggf. nicht erforderlich ist. In einer Ausführungsform kann die Steue rungseinheit 260 ausgebildet sein, um die elektrischen Daten, die von der Antriebsanordnung 250 geliefert werden und die eine erste spezifizierte Betriebsbedingung des Motors 251 kennzeichnen, in andere elektrische Daten umzuwandeln, die sich auf einen unterschiedlichen Betriebszustand des Motors 251 beziehen. Folglich kann auf der Grundlage dieser Umwandlung der Motor 251 mit unterschiedlicher Geschwindigkeit betrieben werden, wenn beispielsweise nachfolgende Substrate positioniert werden, während die Datenumwandlung dennoch eine korrekte Positionierung des Substrathalters 220 sicherstellt, obwohl die Betriebsposition auf der Grundlage der anfänglichen elektrischen Daten ermittelt wurde.
  • Nach dem Erreichen der Referenzposition kann dann eine gewünschte Betriebsposition auf der Grundlage der elektrischen Daten bestimmt werden, die die Position des Meniskus 202a definieren. Es sollte beachtet werden, dass die „detektierte" Position des Meniskus 202a auf der Grundlage der elektrischen Daten der Antriebsanordnung 250 und der Stromzuführung 201 nicht notwendigerweise eine optimale Betriebsposition darstellen muss da, wie zuvor erläutert wurde, der Zeitpunkt eines ersten Stromflusses beim Kontakt eines unteren Bereichs eines Kontaktringes 223 mit dem Elektrolyt 202 detektiert worden sein kann, ohne dass im Wesentlichen die Oberfläche 231 benetzt wurde. Somit kann eine gewünschte Betriebsposition des Substratshalters 220 durch einen speziellen Versatz zu der detektierten Position des Meniskus 202a definiert werden. Da ferner eine zuverlässige Betriebsposition, die eine zuverlässige Benetzung der Substratoberfläche 231 sicherstellt, einen im Wesentlichen konstanten Abstand zwischen der Elektrode 206 und der Substratoberfläche 231 erfordert, kann die eigentliche Betriebsposition auch auf der Grundlage der Referenzposition bestimmt werden, die durch das Steuerelement oder die Abschirmung 208 definiert ist.
  • In anderen Ausführungsformen kann, wenn die Position des Meniskus 202a im Wesentlichen durch die strukturellen Eigenschaften der Reaktoranordnung 210 festgelegt ist, die Betriebsposition auf der Grundlage der Referenzposition der Abschirmung 208, die durch Beobachten der Signale 253, 254 ermittelt wird, und einem spezifizierten Versatz bestimmt werden, wobei der Versatz dann den schließlich ermittelten Abstand zwischen der Substratoberfläche 231 und der Elektrode 206 bestimmt. Beispielsweise kann der Substrathalter 220 nach dem Erreichen der Referenzposition an dem Stoppelement 208 mit spezifizierten Betriebsbedingungen des Motors 251 gemäß einem spezifizierten Versatz nach oben bewegt werden, um die Betriebsposition zu erreichen, wodurch ein gut definierter Abstand 209 der eingetauchten Oberfläche 231 in Bezug auf die Elektrode 206 erreicht wird. Wie zuvor erläutert ist, können die „Versatzdaten" zum Erreichen der Betriebsposition in Form eines Steuersignals 261 bereitgestellt werden, das vordefinierte Betriebsbedingungen für den Motor 251, etwa eine spezifizierte Spannung und/oder einen zugeführten Strom, kennzeichnet, und einer spezifizierten Zeitdauer, über welche diese Betriebsbedingungen des Motors 251 aufrecht erhalten werden. In anderen Ausführungsformen können die „Versatzdaten" in allgemeinerer Form bereitgestellt werden, etwa als Positionsdaten und dergleichen, die dann in die entsprechenden elektrischen Daten für den Motor 251 auf der Grundlage eines in der Steuereinheit 260 eingerichteten Umwandlungsalgorithmus umgewandelt werden. Beispielsweise ist für typische Servomotoren eine präzise Abhängigkeit zwischen der dem Motor zugeführten elektrischen Leistung und der mechanischen Ausgangsleistung des Motors gegeben, womit eine entsprechende Umwandlung von elektrischen Daten in mechanische, d.h. Positionsdaten, und umgekehrt möglich ist. Beim Erreichen der Betriebsposition, d.h. beim Erreichen des spezifizierten Abstands 209 der Elektrode 206 und der Substratoberfläche 231 wird die eigentliche Behandlung in Gang gesetzt, beispielsweise durch entsprechendes Instruieren der Stromzufuhr 201, um damit einen Stromfluss entsprechend dem betrachteten Prozessrezept zu erzeugen. Somit kann die Betriebsposition sehr zuverlässig und reproduzierbar für eine große Anzahl von Substraten in automatisierter Weise erreicht werden, selbst wenn die Position des Meniskus 202a zu bestimmen ist, um damit eine geeignete Betriebsposition in Bezug auf die Position des Meniskus 202a festzulegen.
  • In anderen anschaulichen Ausführungsformen kann die Antriebsanordnung 240 zusätzlich oder alternativ zum Erkennen der Referenzposition an dem Stoppelement 208 verwendet werden. Zu diesem Zwecke kann der Substrathalter 220 durch die Antriebsanordnung 240 in Drehung versetzt und dann abgesenkt werden, bis die Drehbewegung des Substrathalters 220 bei Kontakt mit dem Stoppelement oder der Abschirmung 208 beeinflusst wird. Zu diesem Zeitpunkt kann ein entsprechender Anstieg des Motorstromes auf der Grundlage eines oder mehrerer der Signale 243, 244 erkannt werden, wodurch zuverlässig das Eintreffen des Substrathalters 220 an der Referenzposition angezeigt wird. Danach kann der Substrathalter 220 mittels der Antriebsanordnung 250 zurückgefahren werden, wobei die Rückwärtsbewegung auf der Grundlage von Versatzdaten so ausgeführt werden kann, dass die Substratoberfläche 231 an einer gewünschten Betriebsposition angeordnet wird. In anderen Ausführungsformen kann eine geringfügige Änderung des Betriebszustandes des Motors 241 beim Kontakt mit dem Meniskus 202a auf Grund der zusätzlichen Reibung, die durch das Elektrolyt 202 verursacht wird, erkannt werden. Somit kann zusätzlich oder alternativ zu dem Erfassen des Beginns eines Stromflusses durch das Elektrolyt 202 eines oder mehrerer die Signale 243, 244 als Sensorsignale verwendet werden, um den Kontakt des Substrats 230 mit Elektrolyten 202 durch Messen des Anstiegs des Motorstroms, einer Verringerung der Drehgeschwindigkeit, und dergleichen, die durch den Übergang von Luft zu Fluid hervorgerufen wird, zu erfassen. Somit kann der Motor 242 als ein „Sensorelement" zur Erfassung entweder der Zeit des Kontaktierens des Meniskus 202 oder des Stoppelements 208 oder beidem verwendet werden, wobei gleichzeitig die elektrischen Daten 253, 254 des Motors 251 als Positionsdaten für die vertikale Bewegung 221 verwendet werden können.
  • In ähnlicher Weise kann in einigen Ausführungsformen die Antriebsanordnung 250 als „Meniskussensor" verwendet werden, indem die Signale 253, 254 in Bezug auf einen leichten Anstieg des Motorstroms auf Grund eines abrupten Anstiegs der Reibung beim Kontaktieren des Meniskus 202a überwacht werden. Ferner können zwei oder mehrere der obigen „Sensorschemata" in Kombination angewendet werden, um die Gesamtgenauigkeit zu erhöhen. Beispielsweise kann das Erfassen der Referenzposition und/oder der Meniskusposition durch gleichzeitiges Überwachen der Antriebsanordnung 240 und der Antriebsanordnung 250 durchgeführt werden.
  • Die zuvor beschriebenen Ausführungsformen sind vorteilhaft, wenn konventionelle Plattierungssysteme, etwa das mit Bezug zu 1 beschriebene System 100 in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Da in diesem Falle die Steuereinheit 260 als eine separate Einheit vorgesehen sein kann und mit den entsprechenden Antriebsanordnungen (in 1 nicht gezeigt) verbunden sein kann, um davon die erforderlichen elektrischen Daten zu erhalten. Folglich sind nur minimale zusätzliche Aufwendungen beim Umgestalten der bestehenden Hardwarekonfiguration der konventionellen Plattirungsanlage erforderlich. In anderen Ausführungsformen kann die Antriebsanordnung 250 präzise Lagegeber oder Schrittmotoren aufweisen, die in der Lage sind, genaue Signale für eine vordefinierte Absolutposition, etwa eine Endposition für die vertikale Bewegung 221, bereitzustellen, die dann als die Referenzposition zum Bestimmen der Position des Meniskus 201a und/oder eine geeigneten Betriebsposition mit einem spezifizierten Abstand 209 verwendet werden können.
  • Wie zuvor erläutert ist, erfordern viele elektrochemische Prozesse das Bereitstellen einer Verbrauchselektrode für die Elektrode 206, wodurch sich ein signifikanter Materialabtrag oder eine Materialakkumulation nach dem Prozessieren mehrerer Substrate ergibt. Somit kann der Abstand 209 zu der Elektrode 206 im aktuellen Status nach mehreren Substraten deutlich unterschiedlich sein, wenn die aktuelle Betriebsposition in Bezug auf die Referenzposition beibehalten wird. Eine entsprechende Variation, d.h. eine Vergrößerung des Abstands 209 für einen Elektroplattierungsprozess auf Grund des Elektrodenverschleißes oder eine Verringerung des Abstands 209 bei einem Elektropolierprozess, kann daher zu einer unterschiedlichen Abscheideleistung führen, wodurch das Gesamtabscheideprofil deutlich beeinflusst wird. Ferner kann in Abhängigkeit von der Gestaltung der Reaktoranordnung 210 eine variierende Dicke der Elektrode 206 zu einer variierenden Position des Meniskus 202a führen, wenn beispielsweise eine merkliche Menge an Elektrolyt pro Zeiteinheit in das Innere der Reaktoranordnung 210 eingeleitet wird. Wenn somit die Betriebsposition nahe an dem Meniskus 202a eingestellt ist, ist eine Neujustierung der Betriebsposition erforderlich, um irrreguläre Abscheidebedingungen zu vermeiden, wenn die Position des Meniskus im Laufe der Zeit absinkt. Somit empfängt in einigen anschaulichen Ausführungsformen die Steuereinheit 260 die Information 263, die den aktuellen Status der Elektrode 206 anzeigt, wodurch die Steuereinheit 260 in der Lage ist, den Materialabtrag oder die Materialansammlung abzuschätzen und damit eine Veränderung des Abstandes 209 in Bezug auf die aktuell gültige Betriebsposition zu bestimmen. Beispielsweise kann die Steuereinheit 260 Daten hinsichtlich des Stromflusses durch den Elektrolyt 202 empfangen und ebenso die Dauer jeder Prozessperiode mit spezifizierten Strombedingungen überwachen und aufzeichnen. Auf der Grundlage dieser Information und der stromabhängigen Abtragsrate oder Akkumulationsrate für die Elektrode 206 kann die Steuereinheit 260 eine entsprechende Dickenvariationen der Elektrode 206 und damit eine entsprechende Änderung des Abstands 209 abschätzen. Basierend auf der abgeschätzten Dickenvariation oder der Änderung des Abstands 209 kann eine aktualisierte Betriebsposition bestimmt werden und es kann ein entsprechendes Steuersignal 261 erzeugt und der Antriebsanordnung 250 zugeleitet werden. Beispielsweise kann in einem Prozessablauf, in welchem der Substrathalter 220 auf die Referenzposition abgesenkt und dann mit einem spezifizierten Versatz angehoben wird, um die gewünschte Betriebsposition zu erreichen, der spezifizierte Versatz auf der Grundlage der abgeschätzten Dicke oder der Abstandsvariationen aktualisiert werden. Somit kann der Abstand 209 im Wesentlichen innerhalb einer vordefinierten Prozesstoleranz konstant gehalten werden. In anderen ranz konstant gehalten werden. In anderen Ausführungsformen kann die Position des Meniskus 202a bestimmt werden, wie es beispielsweise zuvor beschrieben ist, wenn die Meniskusposition mit der aktuellen Dicke der Elektrode 206 in Beziehung steht. Folglich können äußerst stabile Bedingungen für die elektrochemische Behandlung einer großen Anzahl von Substraten in einer äußerst automatisierten Weise beibehalten werden, wobei eine Aktualisierung der Betriebsposition durch die Steuereinheit 260 durch einen Bediener oder durch ein übergeordnetes Steuerungssystem (nicht gezeigt) initiiert werden kann.
  • 3 zeigt schematisch eine Prozesssequenz 370 mit mehreren Prozessstationen mit einer Station 300 für die elektrochemische Behandlung eines Substrats, wobei die Station 300 ähnlich zu dem System 200 aufgebaut sein kann, wie es mit Bezug zu 2 beschrieben ist. Ferner kann die Sequenz 370 eine Messstation 380 umfassen, die so ausgebildet ist, um ein globales Profil des Substrats nach der Bearbeitung in der Station 300 zu bestimmen. In einer speziellen Ausführungsform kann die Station 300 eine Elektroplattierungsstation repräsentieren, die mittels Prozessparameter betrieben wird, die ein gewünschtes Abscheideprofil hervorrufen, das auf eine nachfolgende CMP-Station 390 zugeschnitten ist, um damit verbesserte Mikrostrukturen nach dem chemisch-mechanischen Polieren in der Station 390 zu erhalten. Beispielsweise kann die Elektroplattierungsstation 300 so eingestellt sein, um ein kuppelförmiges Profil zu liefern, d.h. eine erhöhte Schichtdicke in der Mitte des Substrats, um damit ein „in der Mitte schnelles" Verhalten der CMP-Station 390 zu kompensieren. Beim Erfassen einer Abweichung von dem gewünschten Abscheideprofil in der Messstation 380 kann die Station 380 die Abscheidestation 300 instruieren, eine Reinitialisierung der Abscheidestation auszuführen, d.h. erneut eine geeignete Betriebsposition des Substrats zu bestimmen, wie dies mit Bezug zu 2 beschrieben ist. Somit können Abweichungen von dem Abscheideprofil, die beispielsweise durch eine fehljustierte Betriebsposition hervorgerufen werden, die somit z.B. einen nicht geeigneten Abstand 209 der Substratoberfläche 231 zu der Elektrode 206 (siehe 2) hervorrufen kann, im Wesentlichen durch entsprechendes Neueinstellen der Elektroplattierungsstation 300 kompensiert werden. In anderen Ausführungsformen können die von der Messstation 380 ermittelten Messergebnisse verwendet werden – möglicherweise in Verbindung mit Prozessinformationen 263 (siehe 2) – um die aktuelle Betriebsposition zu aktualisieren, beispielsweise indem ein entsprechender Versatz, wie er zuvor mit Bezug zu 2 beschrieben ist, aktualisiert wird, ohne dass die Station 300 erneut initialisiert wird. Somit kann die Gesamtgenauigkeit der Prozesssequenz 370 verbessert werden, wobei gleichzeitig der Durchsatz vergrößert werden kann, da zeitaufwendige und im Wesentlichen ungenaue manuelle oder halbautomatische Initialisierungsprozeduren zum Bestimmen der Betriebsposition vermieden werden können.
  • In einigen der zuvor beschriebenen Ausführungsformen wird auf brunnenartige Reaktoren Bezug genommen, die eine Elektrode aufweisen, die als „Anode" in einem Abscheidevorgang bezeichnet wird, und die an der Unterseite des Reaktors angeordnet ist, während das Substrat, das als die Gegenelektrode dient, an der Oberseite des Reaktorgefäßes angeordnet ist. In anderen Ausführungsformen kann das Reaktorgefäß so gestaltet sein, dass das Substrat an der Unterseite positioniert ist, während die andere Elektrode, d.h. die „Anode" von der Oberseite des Reaktorgefäßes herkommend abgesenkt wird. Somit kann die Positionierung der Anode in der gleichen Weise durchgeführt werden, wie dies in den vorhegenden Ausführungsformen für das Substrat beschrieben ist.
  • In noch anderen Ausführungsformen können das Substrat und die Elektrode des Reaktorgefäßes, d.h. die Anode in einem Abscheidevorgang, parallel zueinander in einer im Wesentlichen aufrechten Konfiguration angeordnet sein. Hierbei kann die Positionierung des Substrats in Bezug auf die Elektrode im Wesentlichen in der gleichen Weise ausgeführt werden, wie dies zuvor beschrieben ist. d.h., das Substrat kann in eine Referenzposition bewegt werden, die durch eine Abschirmung oder ein Stoppelement definiert sein kann und das Substrat wird dann zu der Betriebsposition auf der Grundlage der erfassten Referenzposition gefahren. Es gilt also: die vorliegende Erfindung stellt ein verbessertes System und ein Verfahren zum elektrochemischen Behandeln eines Substrats bereit, wobei die Betriebsposition des Substrats in automatisierter Weise mit hoher Genauigkeit bestimmt wird, wobei Signale von einer oder zwei elektrischen Antriebsanordnungen beim geeigneten Positionieren des Substrats in Bezug auf die Elektrode verwendet werden. Folglich werden sehr stabile Prozessbedingungen beibehalten, insbesondere, wenn eine Verbrauchselektrode verwendet wird, da der aktuelle Status der Elektrode berücksichtigt werden kann, wenn eine gewünschte Betriebsposition des Substrats bestimmt wird. Somit kann die kontinuierliche Änderung des Elektrodenstatus auf der Grundlage eines integrierten Stromflusses und/oder auf der Grundlage von experimentellen Daten und/oder theoretischen Modellen abgeschätzt werden. Basierend auf dem aktuellen Status der Elektrode kann ein im Wesentlichen kontinuierliches Aktualisieren einer geeigneten Betriebsposition ausgeführt werden. In anderen Ausführungsformen kann eine erneute Bestimmung einer geeigneten Betriebsposition auf der Grundlage von Messergebnissen durchgeführt werden, die das Oberflächenprofil von Substraten kennzeichnen, die zuvor von dem System prozessiert wurden, wodurch ein automatisches Zurücksetzen des Systems möglich ist.
  • Weitere Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Daher ist diese Beschreibung als lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführens der vorliegenden Erfindung zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebenen Formen der Erfindung als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen zu betrachten.

Claims (23)

  1. System mit: einer Reaktoranordnung, die ausgebildet ist, eine Elektrolytlösung für eine elektrochemische Behandlung einer Oberfläche eines Substrats zu halten; einem Substrathalter, der ausgebildet ist, das Substrat aufzunehmen und das Substrat in einer Betriebsposition zu halten, um die Elektrolytlösung mit der Substratoberfläche in Kontakt zu bringen; einer elektrischen Antriebsanordnung, die funktionsmäßig mit der Reaktoranordnung und dem Substrathalter verbunden und ausgebildet ist, die Substratoberfläche relativ zu der Elektrolytlösung zu verfahren; und einer Steuereinheit, die mit der elektrischen Antrebsanordnung verbunden und ausgebildet ist, mindestens eine Absolutposition des Substrathalters auf der Grundlage eines von der elektrischen Antriebsanordnung erzeugten Signals zu bestimmen.
  2. System nach Anspruch 1, wobei die Antriebsanordnung einen Hebemotor umfasst, der ausgebildet ist, den Substrathalter in Kontakt mit der Elektrolytlösung zu bringen und davon zu entkoppeln, und wobei die Steuereinheit ausgebildet ist, ein zugeführtes Signal, das dem Hebemotor durch die elektrische Antriebsanordnung zugeführt wird, zu bewerten.
  3. System nach Anspruch 1, wobei die Antriebsanordnung einen Drehmotor umfasst, der ausgebildet ist, den Substrathalter in Drehung zu versetzen und wobei die Steuereinheit ausgebildet ist, ein zugeführtes Signal, das dem Drehmotor durch die elektrische Antriebsanordnung zugeführt wird, zu bewerten.
  4. System nach Anspruch 1, wobei die Reaktoranordnung ein Gefäß zum Halten der Elektrolytlösung und ein Stoppelement an einer inneren Seitenwand davon aufweist, wobei das Stoppelement einen Bewegungsbereich des Substrathalters beschränkt.
  5. System nach Anspruch 4, wobei das Stoppelement zumindest ein Teil einer Abschirmung zum Steuern eines Abscheideverhaltens an einem Randgebiet des Substrats ist.
  6. System nach Anspruch 2 und 4, wobei die Steuereinheit ausgebildet ist, einen Wert zu bewerten, der ein Drehmoment des Hebemotors kennzeichnet.
  7. System nach Anspruch 3 und 4, wobei die Steuereinheit ausgebildet ist, einen Wert zu bewerten, der ein Drehmoment des Drehmotors kennzeichnet.
  8. System nach Anspruch 1, wobei die Steuereinheit ferner ausgebildet ist, ein Steuersignal auf der Grundlage der mindestens einen Absolutposition und eines spezifizierten Versatzes von der Absolutposition zu erzeugen, wobei das Steuersignal so gestaltet ist, um die elektrische Antriebsanordnung zu veranlassen, den Substrathalter zu der Versatzposition zu verfahren.
  9. System nach Anspruch 8, wobei die Steuereinheit ferner ausgebildet ist, eine Kontaktposition zu bestimmen, an der die Substratoberfläche eine Flüssigkeitsoberfläche der Elektrolytlösung berührt.
  10. System nach Anspruch 9, wobei die Steuereinheit ferner ausgebildet ist, Statusinformationen zu empfangen, die einen aktuellen Status einer Verbrauchselektrode kennzeichnen, die in der Reaktoranordnung angeordnet ist, und um den spezifizierten Versatz auf der Grundlage der Statusinformation zu bestimmen.
  11. System nach Anspruch 1, wobei die Reaktoranordnung ein Reaktorgefäß umfasst, das ausgebildet ist, das Substrat an einer Unterseite des Reaktorgefäßes aufzunehmen.
  12. System nach Anspruch 1, wobei die Reaktoranordnung ein Reaktorgefäß umfasst, wobei das Gefäß eine Elektrode enthält, die in einer im Wesentlichen aufrechten Konfiguration angeordnet ist.
  13. Verfahren mit: Bewegen eines Substrathalters relativ zu einem Elektrolytbad, um eine Oberfläche des Elektrolyten zu berühren; während des Bewegens des Substrathalters, Überwachen eines Signals einer elektrischen Antriebsanordnung, die zum Bewegen des Substrathalters verwendet wird; und Bestimmen einer Referenzposition auf der Grundlage des überwachten Signals.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, das ferner umfasst: Bestimmen einer Meniskusposition der Elektrolytoberfläche zumindest auf der Grundlage des überwachten Signals.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, das ferner umfasst: Bewegen des Substrathalters zu der Referenzposition und Verwenden eines Wertes des überwachten Signals an der Referenzposition, um die Meniskusposition zu bestimmen.
  16. Verfahren nach Anspruch 13, das ferner umfasst: Empfangen eines Signals, das eine Leitfähigkeit zwischen dem Substrathalter und dem Elektrolyten kennzeichnet.
  17. Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Referenzposition durch eine Begrenzung eines Bewegungsbereichs der Antriebsanordnung definiert ist.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Begrenzung durch ein Stoppelement innerhalb eines Reaktorgefäßes definiert ist.
  19. Verfahren nach Anspruch 14, das ferner umfasst: Empfangen von Statusinformationen hinsichtlich einer Elektrode, die in dem Elektrolyten enthalten ist, und Bestimmen eines relativen Abstandes zwischen der Meniskusposition und der Elektrode auf der Grundlage der Statusinformation.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, das ferner umfasst: Bewegen des Substrathalters relativ zu der Elektrode, um eine Betriebsposition einzustellen, die einen Abstand des Substrathalters zu der Elektrode innerhalb eines spezifizierten Bereiches aufweist, wobei das Bewegen des Substrathalters zu der Betriebsposition auf der Grundlage des relativen Abstandes gesteuert wird.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei die Elektrode eine Verbrauchselektrode ist und wobei die Statusinformation Informationen über die Abtragsrate für zumindest eine spezifische Betriebsbedingung umfasst.
  22. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das überwachte Signal an der Referenzposition ein Versorgungssignal für einen oder mehrere Elektromotoren der elektrischen Antriebsanordnung ist.
  23. Verfahren nach Anspruch 20, das ferner umfasst: Bearbeiten eines oder mehrerer erster Substrate an der Betriebsposition, Bestimmen einer aktualisierten Betriebsposition auf der Grundlage der Statusinformation und Bearbeiten eines oder mehrerer zweiter Substrate an der aktualisierten Betriebsposition.
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