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DE102005008685A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Blasformung von Behältern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Blasformung von Behältern Download PDF

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DE102005008685A1
DE102005008685A1 DE102005008685A DE102005008685A DE102005008685A1 DE 102005008685 A1 DE102005008685 A1 DE 102005008685A1 DE 102005008685 A DE102005008685 A DE 102005008685A DE 102005008685 A DE102005008685 A DE 102005008685A DE 102005008685 A1 DE102005008685 A1 DE 102005008685A1
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DE
Germany
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heating section
transfer
blowing wheel
wheel
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Withdrawn
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DE102005008685A
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English (en)
Inventor
Rolf Baumgarte
Michael Litzenberg
Michael Linke
Julian Choinski
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KHS GmbH
Original Assignee
SIG Technology AG
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Das Verfahren und die Vorrichtung dienen zur Blasformung von Behältern. Vorformlinge aus einem thermoplastischen Material werden im Bereich einer Heizstrecke erwärmt und anschließend an ein rotierendes Blasrad übergeben. Auf dem Blasrad werden die Vorformlinge durch Einwirkung eines Blasdruckes innerhalb von Blasformen zu den Behältern umgeformt. Die Vorformlinge werden von der Heizstrecke bis auf einen geringen Abstand zum Blasrad transportiert und anschließend direkt von der Heizstrecke zum Blasrad übergeben.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Blasformung von Behältern, bei dem Vorformlinge aus einem thermoplastischen Material im Bereich einer Heizstrecke erwärmt und anschließend an ein rotierendes Blasrad übergeben werden, auf dem die Vorformlinge durch Einwirkung eines Blasdruckes innerhalb von Blasformen zu den Behältern umgeformt werden.
  • Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung zur Blasformung von Behältern, die eine Heizstrecke zur Erwärmung von Vorformlingen aus einem thermoplastischen Material aufweist und die mit einem rotierenden Blasrad versehen ist, auf dem eine Mehrzahl von Blasstationen zur Umformung der Vorformlinge in die Behälter angeordnet sind.
  • Bei einer Behälterformung durch Blasdruckeinwirkung werden Vorformlinge aus einem thermoplastischen Material, beispielsweise Vorformlinge aus PET (Polyethylenterephthalat), innerhalb einer Blasmaschine unterschiedlichen Bearbeitungsstationen zugeführt. Typischerweise weist eine derartige Blasmaschine eine Heizeinrichtung sowie eine Blaseinrichtung auf, in deren Bereich der zuvor temperierte Vorformling durch biaxiale Orientierung zu einem Behälter expandiert wird. Die Expansion erfolgt mit Hilfe von Druckluft, die in den zu expandierenden Vorformling eingeleitet wird. Der verfahrenstechnische Ablauf bei einer derartigen Expansion des Vorformlings wird in der DE-OS 43 40 291 erläutert. Die einleitend erwähnte Einleitung des unter Druck stehenden Gases umfaßt auch die Druckgaseinleitung in die sich entwickelnde Behälterblase sowie die Druckgaseinleitung in den Vorformling zu Beginn des Blasvorganges.
  • Der grundsätzliche Aufbau einer Blasstation zur Behälterformung wird in der DE-OS 42 12 583 beschrieben. Möglichkeiten zur Temperierung der Vorformlinge werden in der DE-OS 23 52 926 erläutert.
  • Innerhalb der Vorrichtung zur Blasformung können die Vorformlinge sowie die geblasenen Behälter mit Hilfe unterschiedlicher Handhabungseinrichtungen transportiert werden. Bekannt ist die Verwendung von Transportdornen, auf die die Vorformlinge aufgesteckt werden. Die Vorformlinge können aber auch mit anderen Trageinrichtungen gehandhabt werden. Die Verwendung von Greifzangen zur Handhabung von Vorformlingen und die Verwendung von Spreizdornen, die zur Halterung in einen Mündungsbereich des Vorformlings einführbar sind, gehören ebenfalls zu den verfügbaren Konstruktionen.
  • Eine Handhabung von Behältern und Vorformlingen unter Verwendung von Über-gaberädern wird beispielsweise in der DE-OS 199 06 438 bei einer Anordnung eines Übergaberades zwischen einem Blasrad und einer Ausgabestrecke und eines weiteren Übergaberades zwischen der Heizstrecke und dem Blasrad beschrieben.
  • Die bereits erläuterte Handhabung der Vorformlinge erfolgt zum einen bei den sogenannten Zweistufenverfahren, bei denen die Vorformlinge zunächst in einem Spritzgußverfahren hergestellt, anschließend zwischengelagert und erst später hinsichtlich ihrer Temperatur konditioniert und zu einem Behälter aufgeblasen werden. Zum anderen erfolgt eine Anwendung bei den sogenannten Einstufenverfahren, bei denen die Vorformlinge unmittelbar nach ihrer spritzgußtechnischen Herstellung und einer ausreichenden Verfestigung geeignet temperiert und anschließend aufgeblasen werden.
  • Im Hinblick auf die verwendeten Blasstationen sind unterschiedliche Ausführungsformen bekannt. Bei Blasstationen, die auf rotierenden Transporträdern angeordnet sind, ist eine buchartige Aufklappbarkeit der Formträger häufig anzutreffen. Es ist aber auch möglich, relativ zueinander verschiebliche oder andersartig geführte Formträger einzusetzen. Bei ortsfesten Blasstationen, die insbesondere dafür geeignet sind, mehrere Kavitäten zur Behälterformung aufzunehmen, werden typischerweise parallel zueinander angeordnete Platten als Formträger verwendet.
  • Mit den bislang bekannt gewordenen Verfahren und Vorrichtungen können noch nicht alle Anforderungen erfüllt werden, die sowohl hinsichtlich einer hohen Produktivität als auch hinsichtlich eines kompakten Aufbaues gestellt werden. Insbesondere wird bei sehr großen Maschinen mit hoher Ausstoßleistung je Zeiteinheit die benötigte Grundfläche für einen Aufbau der Maschine als nachteilig empfunden.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren der einleitend genannten Art derart zu verbessern, daß eine Verfahrensdurchführung bei gleichzeitig kompakter Konstruktion unterstützt wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorformlinge von der Heizstrecke bis auf einen geringen Abstand zum Blasrad transportiert werden und daß eine Übergabe der Vorformlinge direkt von der Heizstrecke zum Blasrad durchgeführt wird.
  • Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art mit einem kompakten Aufbau zu konstruieren.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Heizstrecke in einem Übergabebereich der Vorformlinge von der Heizstrecke zum Blasrad einen geringen Abstand zum Blasrad aufweist und daß mindestens ein Übergabeelement zur direkten Übergabe der Vorformlinge von der Heizstrecke an das Blasrad verwendet ist.
  • Durch die direkte Kopplung der Heizstrecke mit dem Blasrad wird die Verwendung eines rotierenden Übergaberades vermieden. Es können hierdurch ein entsprechender Bauraum sowie die zugehörigen Kosten eingespart werden. Darüber hinaus wird ein Übergabevorgang bei der Handhabung der beheizten und somit empfindlichen Vorformlinge vermieden. Zusätzlich wird auch die Gesamtzuverlässigkeit der Blasformmaschine erhöht, da die Anzahl der verwendeten Baugruppen sowie die entsprechende Komplexität der Baugruppen reduziert ist.
  • Ein guter Kompromiß zwischen einem kurzen zu überbrückenden Abstand und einem ausreichenden Bewegungsspielraum wird dadurch bereitgestellt, daß die Vorformlinge von der Heizstrecke bis auf einen Abstand im Bereich von 5 bis 30 Zentimeter an das Blasrad herangeführt werden. Besonders be vorzugt ist ein Abstand im Bereich von 10 Zentimeter bis 20 Zentimeter.
  • Eine einfache Handhabung der Vorformlinge wird dadurch unterstützt, daß die Vorformlinge im Bereich der Heizstrecke mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert beheizt werden.
  • Zu einer weiteren Vereinfachung des Materialdurchlaufes trägt es bei, daß die Vorformlinge im Bereich des Blasrades mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert zu den Behältern umgeformt werden.
  • Eine schnelle Durchführung von Übergabevorgängen bei vergleichsweise einfach zu durchlaufenden Übergabebewegungen wird dadurch ermöglicht, daß eine Übergabe der Vorformlinge von der Heizstrecke an das Blasrad von individuell jeder einzelnen Blasstation zugeordneten Übergabeeinrichtungen durchgeführt wird.
  • Eine weitere Verfahrensvariante besteht darin, daß eine Übergabe der Vorformlinge von der Heizstrecke an das Blasrad von einer der Heizstrecke zugeordneten Übergabeeinrichtung durchgeführt wird.
  • Eine Durchführung der Übergabevorgänge wird dadurch erleichtert, daß die Übergabe der Vorformlinge von der Heizstrecke an das Blasrad unter Verwendung mindestens einer von einem Tragarm gehalterten Haltezange durchgeführt wird.
  • Insbesondere erweist es sich zur Durchführung von Beschleunigungen und Abbremsungen der Vorformlinge bei der Durchführung des Übergabevorganges als vorteilhaft, daß der Übergabevorgang bei gleichzeitiger Durchführung einer Verschwenkung des Tragarmes durchgeführt wird.
  • Eine Realisierung der erforderlichen Abstandsveränderungen kann dadurch erfolgen, daß der Übergabevorgang bei gleichzeitiger Teleskopierung des Tragarmes durchgeführt wird.
  • Ein kompakter und zugleich einfach konfigurierbarer Aufbau wird dadurch unterstützt, daß die Vorformlinge im Bereich der Heizstrecke von einer kettenartig umlaufenden Transporteinrichtung bewegt werden.
  • In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
  • 1 Eine perspektivische Darstellung einer Blasstation zur Herstellung von Behältern aus Vorformlingen,
  • 2 einen Längsschnitt durch eine Blasform, in der ein Vorformling gereckt und expandiert wird,
  • 3 eine Skizze zur Veranschaulichung eines grundsätzlichen Aufbaus einer Vorrichtung zur Blasformung von Behältern,
  • 4 eine modifizierte Heizstrecke mit vergrößerter Heizkapazität und
  • 5 eine Prinzipskizze einer Blasmaschine, bei der die Vorformlinge sowohl im Bereich einer Zuführung als auch im Bereich der Heizstrecke sowie des Blasrades mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben transportiert werden und bei der die Heizstrecke unmittelbar mit dem Blasrad gekoppelt ist.
  • Der prinzipielle Aufbau einer Vorrichtung zur Umformung von Vorformlingen (1) in Behälter (2) ist in 1 und in 2 dargestellt. Die Anordnung kann dabei wie dargestellt oder in einer vertikalen Ebene um 180° gedreht erfolgen.
  • Die Vorrichtung zur Formung des Behälters (2) besteht im wesentlichen aus einer Blasstation (3), die mit einer Blasform (4) versehen ist, in die ein Vorformling (1) einsetzbar ist. Der Vorformling (1) kann ein spritzgegossenes Teil aus Polyethylenterephthalat sein. Zur Ermöglichung eines Einsetzens des Vorformlings (1) in die Blasform (4) und zur Ermöglichung eines Herausnehmens des fertigen Behälters (2) besteht die Blasform (4) aus Formhälften (5, 6) und einem Bodenteil (7), das von einer Hubvorrichtung (8) positionierbar ist. Der Vorformling (1) kann im Bereich der Blasstation (3) von einem Halteelement (9) fixiert sein. Es ist beispielsweise möglich, den Vorformling (1) über Zangen oder andere Handhabungsmittel direkt in die Blasform (4) einzusetzen.
  • Zur Ermöglichung einer Druckluftzuleitung ist unterhalb der Blasform (4) ein Anschlußkolben (10) angeordnet, der dem Vorformling (1) Druckluft zuführt und gleichzeitig eine Abdichtung vornimmt. Bei einer abgewandelten Konstruktion ist es grundsätzlich aber auch denkbar, feste Druckluftzuleitungen zu verwenden.
  • Eine Reckung des Vorformlings (1) erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel mit Hilfe einer Reckstange (11), die von einem Zylinder (12) positioniert wird. Gemäß einer anderen Ausführungsform wird eine mechanische Positionierung der Reckstange (11) über Kurvensegmente durchgeführt, die von Abgriffrollen beaufschlagt sind. Die Verwendung von Kurvensegmenten ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn eine Mehr zahl von Blasstationen (3) auf einem rotierenden Blasrad (25) angeordnet sind
  • Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform ist das Recksystem derart ausgebildet, daß eine Tandem-Anordnung von zwei Zylindern (12) bereitgestellt ist. Von einem Primärzylinder (13) wird die Reckstange (11) zunächst vor Beginn des eigentlichen Reckvorganges bis in den Bereich eines Bodens (14) des Vorformlings (1) gefahren. Während des eigentlichen Reckvorganges wird der Primärzylinder (13) mit ausgefahrener Reckstange gemeinsam mit einem den Primärzylinder (13) tragenden Schlitten (15) von einem Sekundärzylinder (16) oder über eine Kurvensteuerung positioniert. Insbesondere ist daran gedacht, den Sekundärzylinder (16) derart kurvengesteuert einzusetzen, daß von einer Führungsrolle (17), die während der Durchführung des Reckvorganges an einer Kurvenbahn entlang gleitet, eine aktuelle Reckposition vorgegeben wird. Die Führungsrolle (17) wird vom Sekundärzylinder (16) gegen die Führungsbahn gedrückt. Der Schlitten (15) gleitet entlang von zwei Führungselementen (18).
  • Nach einem Schließen der im Bereich von Trägern (19, 20) angeordneten Formhälften (5, 6) erfolgt eine Verriegelung der Träger (19, 20) relativ zueinander mit Hilfe einer Verriegelungseinrichtung (20).
  • Zur Anpassung an unterschiedliche Formen eines Mündungsabschnittes (21) des Vorformlings (1) ist gemäß 2 die Verwendung separater Gewindeeinsätze (22) im Bereich der Blasform (4) vorgesehen.
  • 2 zeigt zusätzlich zum geblasenen Behälter (2) auch gestrichelt eingezeichnet den Vorformling (1) und schematisch eine sich entwickelnde Behälterblase (23).
  • 3 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Blasmaschine, die mit einer Heizstrecke (24) sowie einem rotierenden Blasrad (25) versehen ist. Ausgehend von einer Vorformlingseingabe (26) werden die Vorformlinge (1) von einem Übergaberad (27) in den Bereich der Heizstrecke (24) transportiert. Entlang der Heizstrecke (24) sind Heizstrahler (30) sowie Gebläse (31) angeordnet, um die Vorformlinge (1) zu temperieren. Nach einer ausreichenden Temperierung der Vorformlinge (1) werden diese an das Blasrad (25) übergeben, in dessen Bereich die Blasstationen (3) angeordnet sind. Die fertig geblasenen Behälter (2) werden von einem weiteren Übergaberad (38) einer Ausgabestrecke (32) zügeführt.
  • Um einen Vorformling (1) derart in einen Behälter (2) umformen zu können, daß der Behälter (2) Materialeigenschaften aufweist, die eine lange Verwendungsfähigkeit von innerhalb des Behälters (2) abgefüllten Lebensmitteln, insbesondere von Getränken, gewährleisten, müssen spezielle Verfahrensschritte bei der Beheizung und Orientierung der Vorformlinge (1) eingehalten werden. Darüber hinaus können vorteilhafte Wirkungen durch Einhaltung spezieller Dimensionierungsvorschriften erzielt werden.
  • Als thermoplastisches Material können unterschiedliche Kunststoffe verwendet werden. Einsatzfähig sind beispielsweise PET, PEN oder PP.
  • Die Expansion des Vorformlings (1) während des Orientierungsvorganges erfolgt durch Druckluftzuführung. Die Druckluftzuführung ist in eine Vorblasphase, in der Gas, zum Beispiel Preßluft, mit einem niedrigen Druckniveau zugeführt wird und in eine sich anschließende Hauptblasphase unterteilt, in der Gas mit einem höheren Druck niveau zugeführt wird. Während der Vorblasphase wird typischerweise Druckluft mit einem Druck im Intervall von 10 bar bis 25 bar verwendet und während der Hauptblasphase wird Druckluft mit einem Druck im Intervall von 25 bar bis 40 bar zugeführt.
  • Aus 3 ist ebenfalls erkennbar, daß bei der dargestellten Ausführungsform die Heizstrecke (24) aus einer Vielzahl umlaufender Transportelemente (33) ausgebildet ist, die kettenartig aneinandergereiht und entlang von Umlenkrädern (34) geführt sind. Insbesondere ist daran gedacht, durch die kettenartige Anordnung eine im wesentlichen rechteckförmige Grundkontur aufzuspannen. Bei der dargestellten Ausführüngsform werden im Bereich der dem Übergaberad (27) zugewandten Ausdehnung der Heizstrecke (24) ein einzelnes relativ groß dimensioniertes Umlenkrad (34) und im Bereich von benachbarten Umlenkungen zwei vergleichsweise kleiner dimensionierte Umlenkräder (36) verwendet. Grundsätzlich sind aber auch beliebige andere Führungen denkbar.
  • Zur Ermöglichung einer möglichst dichten Anordnung des Übergaberades (27) und des Blasrades (25) relativ zueinander erweist sich die dargestellte Anordnung als besonders zweckmäßig, da im Bereich der entsprechenden Ausdehnung der Heizstrecke (24) drei Umlenkräder (34, 36) positioniert sind, und zwar jeweils die kleineren Umlenkräder (36) im Bereich der Überleitung zu den linearen Verläufen der Heizstrecke (24) und das größere Umlenkrad (34) im unmittelbaren Übergabebereich zum Übergaberad (27) und zum Blasrad (25). Alternativ zur Verwendung von kettenartigen Transportelementen (33) ist es beispielsweise auch möglich, ein rotierendes Heizrad zu verwenden.
  • Nach einem fertigen Blasen der Behälter (2) werden diese vom Übergaberad (38) aus dem Bereich der Blasstationen (3) herausgeführt und zur Ausgabestrecke (32) transportiert.
  • In der in 4 dargestellten modifizierten Heizstrecke (24) können durch die größere Anzahl von Heizstrahlern (30) eine größere Menge von Vorformlingen (1) je Zeiteinheit temperiert werden. Die Gebläse (31) leiten hier Kühlluft in den Bereich von Kühlluftkanälen (39) ein, die den Zugeordneten Heizstrahlern (30) jeweils gegenüberliegen und über Ausströmöffnungen die Kühlluft abgeben. Durch die Anordnung der Ausströmrichtungen wird eine Strömungsrichtung für die Kühlluft im wesentlichen quer zu einer Transportrichtung der Vorformlinge (1) realisiert. Die Kühlluftkanäle (39) können im Bereich von den Heizstrahlern (30) gegenüberliegenden Oberflächen Reflektoren für die Heizstrahlung bereitstellen, ebenfalls ist es möglich, über die abgegebene Kühlluft auch eine Kühlung der Heizstrahler (30) zu realisieren.
  • Ein Transport der Vorformlinge (1) und der Behälter (2) durch die Blasmaschine kann in unterschiedlicher Art und weise erfolgen. Gemäß einer Ausführungsvariante werden die Vorformlinge zumindest entlang des wesentlichen Teiles ihres Transportweges von Transportdornen getragen. Es ist aber auch möglich, einen Transport der Vorformlinge unter Verwendung von Zangen durchzuführen, die außenseitig am Vorformling angreifen, oder Innendorne zu verwenden, die in einen Mündungsbereich des Vorformlings eingeführt werden. Ebenfalls sind hinsichtlich der räumlichen Orientierung. der Vorformlinge unterschiedliche Varianten denkbar.
  • Gemäß einer Variante wird der Vorformling im Bereich der Vorformlingseingabe (26) mit seiner Mündung in lotrechter Richtung nach oben orientiert zugeführt, anschließend gedreht, entlang der Heizstrecke (24) und des Blasrades (25) mit seiner Mündung in lotrechter Richtung nach unten orientiert gefördert und vor einem Erreichen der Ausgabestrecke (32) wieder gedreht. Gemäß einer anderen Variante wird der Vorformling (2) im Bereich der Heizstrecke (24) mit seiner Mündung in lotrechter Richtung nach unten orientiert beheizt, vor Erreichen des Blasrades (25) jedoch wieder um 180° gedreht.
  • Gemäß einer dritten Ausführungsvariante durchläuft der Vorformling den gesamten Bereich der Blasmaschine ohne Durchführung von Wendevorgängen mit seiner Mündung in lotrechter Richtung nach oben orientiert.
  • Ein Ausführungsbeispiel, bei der ein entsprechender Durchlauf des Vorformlings (1) durch die gesamte Blasmaschine mit seiner Mündung in lotrechter Richtung nach oben orientiert vorgesehen ist, ist in 5 dargestellt.
  • Die Vorformlinge (1) werden hierbei zunächst entlang der Vorformlingseingabe (26) zum Übergaberad (27) geführt, das entweder mit rotierenden und steuerbaren Ausgabearmen ausgestattet sein kann, oder entsprechend der in 5 dargestellten vereinfachten Ausführung lediglich im Bereich seines Außenumfanges mit Ausnehmungen versehen ist, in die die Vorformlinge (1) einsetzbar sind. Das Übergaberad (27) führt hierbei eine Vereinzelung der Vorformlinge (1) und die Übergabe an die Heizstrecke (24) durch.
  • Bei einem Durchlaufen der Heizstrecke (24) werden die beheizten Vorformlinge (1) von einer Übergabeeinrichtung (41) direkt von der Heizstrecke (24) zum Blasrad (25) transportiert. Die direkte Übergabe der Vorformlinge (1) an das Blasrad (25) erfolgt ohne Verwendung eines konventionellen rotierenden separaten Übergaberades. Bei der in 5 dargestellten Ausführungsform ist jede der Blasstationen (3) mit einer eigenen Übergabeeinrichtung (41) versehen. Die Übergabeeinrichtung (41) ist hierbei als ein teleskopierbarer und verschwenkbarer Tragarm (42) ausgebildet. Der Tragarm (42) ist im Bereich seiner einem Zentrum (43) des Blasrades (25) zugewandten Ausdehnung von einem Schwenkgelenk (44) drehbeweglich gelagert. Im Bereich seiner der Heizstrecke (24) zugewandten Ausdehnung weist der Tragarm (42) eine Haltezange (45) auf.
  • Zur Durchführung einer geeigneten Übergabebewegung ist der Tragarm (42) mit einer Kurvensteuerung gekoppelt, die zu einem Übergabezeitpunkt der vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) zur Übergabeeinrichtung (41) für geeignete Relativbewegungen und Relativgeschwindigkeiten zwischen der Haltezange (45) und dem zu übergebenden Vorformling (1) sorgt. Aufgrund der relativ großen Drehgeschwindigkeit des Blasrades (25) wird der Tragarm (42) bei der Durchführung eines Übergabevorganges zunächst entgegen der Bewegungsrichtung des Blasrades (25) zurückgeschwenkt, um die Geschwindigkeit der Haltezange (45) zu vermindern. Nach einer Durchführung des Übergabevorganges wird der Tragarm (42) in Bewegungsrichtung des Blasrades (25) in seine Ausgangsposition zurückgeschwenkt.
  • Ein zum eben beschriebenen Übergabevorgang entgegengesetzter übergabevorgang erfolgt nach einer vollständigen Umformung des Vorformlings (1) in den Behälter (2), um eine Übergabe zum Übergaberad (38) durchzuführen. Während des gesamten Durchlaufes von der Vorformlingseingabe (26) bis zum Ausgabestrecke (32) wird der Vorformling (1) bzw. der Behälter (2) mit seiner Mündung in lotrechter Richtung nach oben orientiert und somit ohne die Durchführung von Schwenkvorgängen transportiert. Gemäß dem Stand der Technik verwendete Schwenkeinrichtungen werden hierdurch vermieden.
  • Alternativ zu der in 5 dargestellten Ausführungsform, bei der die Übergabeeinrichtungen (41) jeweils den Blasstationen (3) zugeordnet sind, ist es ebenfalls denkbar, im Übergangsbereich von der Heizstrecke (24) zum Blasrad (25) sowie im Übergangsbereich vom Blasrad (25) zum Übergaberad (38) stationäre Übergabeeinrichtungen (41) anzuordnen. Auch hier können die Übergabeeinrichtungen (41) im wesentlichen als Tragarme (42) mit der vorstehend beschriebenen Ausbildung konstruiert werden. Es wird hierdurch die Anzahl der erforderlichen Übergabeeinrichtungen (41) vermindert, es sind andererseits aber schnellere Bewegungsabläufe erforderlich.

Claims (20)

  1. Verfahren zur Blasformung von Behältern, bei dem Vorformlinge aus einem thermoplastischen Material im Bereich einer Heizstrecke erwärmt und anschließend an ein rotierendes Blasrad übergeben werden, auf dem die Vorformlinge durch Einwirkung eines Blasdruckes innerhalb von Blasformen zu den Behältern umgeformt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) bis auf einen geringen Abstand zum Blasrad transportiert werden und daß eine Übergabe der Vorformlinge (1) direkt von der Heizstrecke (24) zum Blasrad (25) durchgeführt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) bis auf einen Abstand im Bereich von 5 bis 30 Zentimeter an das Blasrad (25) herangeführt werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge im Bereich der Heizstrecke mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert beheizt werden.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) im Bereich des Blasrades (25) mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert zu den Behältern (2) umgeformt werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Übergabe der Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) an das Blasrad (25) von individuell jeder einzelnen Blasstation (3) zugeordneten Übergabeeinrichtungen (41) durchgeführt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Übergabe der Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) an das Blasrad (25) von einer der Heizstrecke (24) zugeordneten Übergabeeinrichtung (41) durchgeführt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabe der Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) an das Blasrad (25) unter Verwendung mindestens einer von einem Tragarm (42) gehalterten Haltezange (45) durchgeführt wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergabevorgang bei gleichzei tiger Durchführung einer Verschwenkung des Tragarmes (42) durchgeführt wird.
  9. verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergabevorgang bei gleichzeitiger Teleskopierung des Tragarmes (42) durchgeführt wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge (1) im Bereich der Heizstrecke (24) von einer kettenartig umlaufenden Transporteinrichtung bewegt werden.
  11. Vorrichtung zur Blasformung von Behältern, die eine Heizstrecke zur Erwärmung von Vorformlingen aus einem thermoplastischen Material aufweist und die mit einem rotierenden Blasrad versehen ist, auf dem eine Mehrzahl von Blasstationen zur Umformung der Vorformlinge in die Behälter angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizstrecke (24) in einem Übergabebereich der Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) zum Blasrad (25) einen geringen Abstand zum Blasrad (25) aufweist und daß mindestens eine Übergabeeinrichtung (41) zur direkten Übergabe der Vorformlinge (1) von der Heizstrecke (24) an das Blasrad (25) verwendet ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Heizstrecke (24) und dem Blasrad (25) einen Wert im Bereich von 5 bis 30 Zentimeter aufweist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizstrecke (24) eine Ausbildung zum Transport der Vorformlinge (1) mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert aufweist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Blasrad (25) eine Ausbildung zum Transport der Vorformlinge (1) sowie der geblasenen Behälter (2) mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert aufweist.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jede Blasstation (3) eine Übergabeeinrichtung (41) aufweist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabeeinrichtung (41) der Heizstrecke (24) zugeordnet ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabeeinrichtung (41) einen mit einer Haltezange (45) versehenen Tragarm (42) aufweist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (42) verschwenkbar angeordnet ist.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (42) teleskopierbar angeordnet ist.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizstrecke (24) eine kettenartig umlaufende Transporteinrichtung für die Vorformlinge (1) aufweist.
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