DE102005007914A1 - Verfahren und Einrichtung zur Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen - Google Patents
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Abstract
Es ist ein Verfahren zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen beschrieben, bei dem die der Anlage von außen zugeführten Energien, wie Elektroenergie, Wärmeenergie, Kälteenergie, usw. gemessen werden. Um eine Verbraucherkostenerfassung von variablen Volumenstromanlagen dem Nutzerverhalten entsprechend realisieren und damit dem betreffenden Endverbraucher Energieeinsparungen honorieren zu können, ist vorgesehen, dass für jede Verbrauchereinheit die abgenommene Einzelluftmenge ermittelt wird, dass die von allen mit der Anlage verbundenen Verbrauchereinheiten abgenommenen Einzelluftmengen zu einer von der Anlage gelieferten Gesamtluftmenge addiert werden, dass Umlagefaktoren für die jeweiligen Verbrauchereinheiten durch die Division von gemessener Einzelluftmenge zur Gesamtluftmenge errechnet werden und dass die gemessenen Verbräuche an von außen zugeführten Energien mit dem jeweiligen Umlagefaktor multipliziert werden.
Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 14. bzw. des Anspruchs 9 oder des Anspruchs 20.
- Die bisherige Verbrauchskostenerfassung und -abrechnung basiert auf der grundsätzlichen Annahme von gleichmäßig abgenommenen Luftmengen bzw. Volumenströmen und von festen Betriebszeiten. Dies entspricht jedoch nicht dem tatsächlichen Betriebsverhalten von raumlufttechnischen Anlagen und auch nicht dem tatsächlichen Nutzerverhalten. Bei einer klassischen raumlufttechnischen Anlage mit mehreren wirtschaftlich eigenständigen Endverbrauchern werden im Lüftungsgerät die Energiemedien Elektroenergie, Wärmeenergie sowie Kälteenergie zur Luftförderung und Konditionierung umgewandelt. Die Energien werden von außen (Elektroanlage, Kälteanlage, Heizanlage) dem System Lüftung zugeführt und bei Eintritt in das System gezählt. Hierfür werden handelsübliche Elektrozähler, Kältemengenzähler und Wärmemengenzähler und dergleichen in der Medienzuleitung eingesetzt. Entsprechendes gilt für die Befeuchtungswasserzufuhr und/oder beim Einsatz von Vor- bzw. Nacherhitzern. Nach den bisher bekannten Verfahren werden die so gezählten Energiemengen entweder anteilig entsprechend der bei Herstellung der Anlage einregulierten Luftmengen auf die jeweiligen Endverbraucher oder pauschal je m2 Mietfläche umgelegt und verrechnet.
- Das Endkundenverhalten über den gesamten Betriebszeitraum hat somit keinen Einfluss auf den Energieverbrauch der Anlage und die daraus resultierenden Energiekosten, trotz eventuell sparsamen Umgangs einzelner Verbraucher mit dem Medium Zuluft. Trotz einer Drosselung und damit Verringerung des Volumenstroms im Anlageteil des einen oder anderen Endkunden durch Drosselung oder Absperrung der Zuluftzufuhr werden immer die vorgenannten Umlagefaktoren zur Energiekostenabrechnung herangezogen.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren und eine Einrichtung zur Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem bzw. mit der eine Verbrauchskostenerfassung von variablen Volumstromanlagen dem Nutzerverhalten entsprechend realisiert und damit dem betreffenden Endverbraucher Energieeinsparungen honoriert werden können.
- Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Verfahren der eingangs genannten Art die im Anspruch 1 bzw. 14 angegebenen Merkmale und bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art die im Anspruch 9 bzw. 20 angegebenen Merkmale vorgesehen.
- Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es möglich, aufgrund einer dynamischen Ermittlung von Umlagefaktoren die Energieverbräuche den einzelnen Endverbrauchern bzw. -kunden spezifisch zuzuordnen und zuzurechnen. Auf diese Weise kann der Endverbraucher, beispielsweise Mieter, aktiv und selbstbestimmend zur Einsparung von Nebenkosten bei raumlufttechnischen Anlagen beitragen, wenn gleichermaßen die Anlagen als Variabelvolumenstromanlagen mit mieterseitiger Einflussnahme durch beispielsweise Mietbereichsregeltableaus erstellt werden.
- Während beim Ausführungsbeispiel nach Anspruch 1 bzw. 9 ein über die Zeit integrierte Erfassung von gemessenen Verbrauchswerten jeder einzelnen Verbrauchereinheiten möglich ist, ist beim Ausführungsbeispiel nach Anspruch 14 bzw. 20 in vereinfachter Weise durch Einordnung von gemessenen Verbrauchswerten in bestimmte prozentuale Verbrauchsstufen möglich.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen hierzu ergeben sich bezüglich des Verfahrens nach Anspruch 1 aus den Merkmalen eines oder mehrerer der Ansprüche 2 bis 8 und bezüglich der Vorrichtung nach Anspruch 9 aus den Merkmalen eines oder mehrerer der Ansprüche 10 bis 13.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen hinsichtlich des Verfahrens nach Anspruch 14 ergeben sich aus den Merkmalen einzelner oder mehrerer der Ansprüche 15 bis 19.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
-
1 beispielhaft und schematisch eine raumlufttechnische Anlage mit vier Verbrauchern, anhand der eine Verbrauchskostenerfassung gemäß vorliegender Erfindung beschrieben wird, -
2 ein Blockschaltbild zur Darstellung eines Verfahrens und einer Einrichtung zur verbraucher spezifischen Verbrauchskostenerfassung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung. -
3 eine der2 entsprechende Darstellung, jedoch zu einem Verfahren und einer Einrichtung zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung und -
4 eine schematische Blockdarstellung des elektrotechnischen Aufbaus einer Vorrichtung zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung. -
1 zeigt beispielsweise eine raumlufttechnische Anlage10 , die mehrere, hier beispielsweise vier Verbraucher1 ,2 ,3 und4 versorgt. Die Anlage besitzt ein Lüftungsgerät15 zur Luftförderung und Luftkonditionierung, in dessen Gehäuse16 ein elektrisch betriebener Ventilator17 , eine Kühlereinheit18 sowie eine Erhitzereinheit19 angeordnet sind. Es versteht sich, dass je nach Erfordernis zur Luftkonditionierung eine andere Anordnung gewählt, beispielsweise eine Befeuchtungseinheit hinzugefügt werden kann. Am einen Ende21 des Gehäuses16 wird Außenluft angesaugt und am anderen Ende22 über einen Hauptkanal23 die konditionierte Luft den einzelnen Verbrauchern1 bis4 zugeführt. Der Hauptkanal23 teilt sich auf in Zuleitungskanälen24 ,25 ,26 und27 zu den Verbrauchern1 ,2 ,3 bzw.4 . In jedem einem Verbraucher1 bis4 zugeordneten Zuleitungskanal24 bis27 ist ein Luftmengenmessgerät28 angeordnet, mit dem die bzw. der jeweilige zum Verbraucher1 bis4 führende Luftmenge bzw. Volumenstrom gemessen bzw. bestimmt werden kann. - Die von außen zugeführten Energien in Form von Elektroenergie für den Ventilator
17 , von Kälteenergie für die Kühlereinheit18 und von Wärmeenergie für die Erhitzereinheit19 werden jeweils separat mit einem Messgerät (EMZ)31 , (KMZ)32 und (WMZ)33 gemessen. Jedes Messgerät ist mit einem Impulsausgang versehen und gibt beispielweise 100 Impulse pro kWh ab. Die Anzahl der abgegebenen Impulse pro kWh kann auch zählerspezifisch vorgegeben sein. Die Messimpulse werden über Leitungen34 bis36 einem Rechner (CPU)37 zugeführt, mit dem außerdem Messleitungen38 bis41 verbunden, die mit den Luftmengen-Messgeräten28 der einzelnen Verbrauchereinheiten1 bis4 verbunden sind. Im Rechner37 werden gemäß zweier Ausführungsbeispiele in nachstehend beschriebener Weise die gemessenen Energieverbräuche der einzelnen Verbraucher1 bis4 bzw.1' und2' verbraucherspezifisch mit den zugeführten Energiemengen verknüpft und abgerechnet. - Ein erstes Ausführungsbeispiel einer verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei der Anlage
10 ist aus2 ersichtlich. - Danach wird bei jedem Verbraucher
1 bis4 mittels des zugehörigen Messgerät28 bspw. in Form eines Staukreuzes die dem betreffenden Verbraucher pro Zeiteinheit zugeführte Luftmenge bzw. Luftrate ermittelt. Hierzu wird im Lufmengen-Messgerät28 der Differenzdruck ΔP erfasst und in linearer Weise in einen analogen Strom- oder Spannungswert umgewandelt. Beim Ausführungsbeispiel wird ein Stromwert im Bereich von 4 bis 20 mA verwendet. Der jeweilige Stromwert wird im Block46 skaliert bzw. normiert und im Block47 radiziert. Es versteht sich, dass das Skalieren und Radizieren bereits im Messwertaufnehmer, das heißt im Messgerät28 erfolgen kann, so dass die Blöcke46 und47 dann entfallen. Anhand eines dem Querschnitt des jeweiligen Zuleitungskanals24 bis27 entsprechenden Korrekturfaktors C1, C2, C3 bzw. C4 wird in einer Multiplikationseinheit48 der radizierte Differenzdruck mit dem betreffenden Korrekturfaktor C1 bis C4 multipliziert. Das Ergebnis ist der Volumenstrom V bzw. die Luftrate eines jeden Verbrauchers1 bis4 gemäß der Gleichung - Diese analogen Ausgänge V1, V2, V3 und V4 werden sowohl einer Additionsvorrichtung (ADD)
49 zugeführt, die den Gesamtvolumenstrom (Vges), wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. in einem bestimmten Zeitraum verbraucht worden ist, ergibt, als auch jeweils einzeln einer jedem Verbraucher1 bis4 zugeordneten Divisionseinheit (DIV)51 zugeführt, in der Einzelvolumenstrom V1, V2, V3 bzw. V4 ins Verhältnis zum von der Additionseinrichtung49 abgegebenen Gesamtvolumenstrom Vges gesetzt und daraus ein Umlagefaktor UF1, UF2, UF3 bzw. UF4 für jeden Verbraucher1 bis4 ermittelt wird, der ausgangsseitig an der zugehörigen Additionsvorrichtung49 erscheint. - Mit Hilfe des Umlagefaktors UF1, UF2, UF3 bzw. UF4 für jeden Verbraucher
1 bis4 werden die von außen zugeführten Energiemengen gemäß den Ausgängen der Messgeräte31 bis33 verarbeitet, deren Ausgangsimpulse in der jeweiligen Schaltung56 ,57 bis58 über die Zeit summiert bzw. integriert worden sind. Mit anderen Worten, der Umlagefaktor OF eines jeden Verbrauchers1 bis4 wird mit den Ausgangsimpulsen sowohl des elektrischen Energiezählers (EMZ)31 als auch des Kälteenergiezählers (KMZ)32 , als auch des Wärmeenergiezählers (WMZ)32 in einer Multiplikationseinheit52 ,53 bzw.54 multipliziert und das Ergebnis den jeweiligen Zustandszählern61 ,62 bzw.63 der einzelnen Verbraucher1 bis4 getrennt zugeführt. - Beim dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Luftmengen-Messungen und deren Verarbeitungen zyklisch wiederholt, wobei der Zyklus bei ≤ 125 ms liegt. Die tatsächliche Zyklusdauer ist eine dynamische Größe, abhängig von der Anzahl der Rechenblöcke, die im Programm auszuführen sind. Die aus jedem Zyklus sich ergebenden Werte (rationale Zahlen) am Ausgang der jeweiligen Multiplikationseinheiten
52 ,53 bzw.54 werden aufaddiert und im jeweiligen Zustandszähler61 ,62 ,63 eines jeden Verbrauchers gezählt und gespeichert. - Mit anderen Worten, die Ermittlung der verbraucherspezifischen Gesamtjahresenergieverbräuche wird durch Ablesen der in den Zustandzähler
61 bis63 aufsummierten Impulse realisiert. Diese Werte ergeben dann durch Verknüpfung mit dem Energiepreis pro Kilowattstunde die verbraucherspezifischen Energiekosten. - Beim in
3 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel werden zur Luftmengen- bzw. Verbrauchserfassung der einzelnen (hier der Übersicht der Darstellung wegen nur zwei) Verbraucher1' und2' die einzelnen Luftmengen-Messwerte nicht als gemessene Absolutwerte sondern in prozentualen Anteilsstufen, bezogen auf die maximal mögliche Gesamtluftmenge eines Zuführungskanals, eingeordnet und weiter verarbeitet. - Hierzu sind jedem Messgerät
28' , das in Form eines Staukreuzes die gemessene Druckdifferenz in umgewandelter Weise als Spannungs- oder hier Stromwert im Größenordnungsbereich von 4 bis 20 mA weitergibt, mit mehrere, hier vier Schwellwertschalter66 ,67 ,68 und69 zugeordnet. Jeder dieser Schwellwertschalter66 bis69 spricht in einem bestimmten Bereich, der sich mit den anderen Bereichen nicht überlagert, an. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der Schwellwertschalter66 einen Bereich von 20 bis 40%, der Schwellwertschalter67 einen Bereich von 40 bis 60%, der Schwellwertschalter68 einen Bereich von 60 bis 80% und der Schwellwertschalter69 einen Bereich von 80 bis 100%. Mit anderen Worten, je nach dem von dem Messgerät28' zugeführten analogen Stromwert wird einer dieser Schwellwertschalter66 bis69 solange aktiviert, wie der betreffende Stromwert in diesem prozentualen Bereich (bezogen auf den maximal möglichen Stromwert 20 mA gleich 100%) vorhanden ist und ansteht. Liegt bei einem vorgegebenen möglichen Strombereich von 4 bis 20 mA ein Stromwert von 12 mA entsprechend der gemessenen Druckdifferenz an, so wird der Schwellwertschalter67 für den Bereich von 40 bis 60% aktiviert, da der Stromwert von 12 mA einem prozentualen Bereich von 50% entspricht. - Wenn auch beim dargestellten Ausführungsbeispiel insgesamt vier prozentuale Luftmengenbereiche bzw. Anteilsstufen vorgesehen sind, versteht es sich, dass beispielsweise mehr oder weniger eingerichtet sein können. Es versteht sich, dass mindestens zwei Schwellwertschalter vorhanden sein müssen.
- Die Auswahl und die Einordnung der Luftmengenmessungen in prozentuale Bereiche bzw. Anteilsstufen wird nun mit den Messungen jeder der von außen zugeführten Energien ins Verhältnis gesetzt. Hierzu ist jeder Schwellwertschalter
66 bis69 jeder mit einem zugeordneten Luftmengenmessgerät28' verbundenen Gruppe von Schwellwertschaltern mit einer UND-Schaltung (AND) einer Gruppe71 und72 sowie73 verbunden. Dabei ist die erste Gruppe71 von hier vier UND-Schaltungen71 eingangsseitig mit dem Ausgang des Wärmemengenzählers (WMZ)33 , die zweite Gruppe72 der hier vier UND-Schaltungen eingangsseitig mit dem Ausgang des Kältemengenzählers (KMZ)32' und die dritte Gruppe73 von hier vier UND-Schaltungen eingangsseitig mit dem Ausgang des elektrischen Energiezählers (EMZ)31' verbunden. Beim Ausführungsbeispiel sind somit jedem Luftmengenmessgerät28' drei Gruppen71 ,72 und73 von UND-Schaltungen zugeordnet, wobei jedem Messgerät31' –33' jeweils eine Gruppe71 ,72 oder73 von UND-Schaltungen zugeordnet sind, welche Gruppen jeweils zum Luftmengenmessgerät28' des Verbrauchers1' bzw. zu dem des Verbrauchers2' gehören. - Pro Energieart und Verbraucher
1' ,2' ist jeder Gruppe71 ,72 ,73 von UND-Schaltungen ausgangsseitig mit dem Eingang einer Zustandszählereinheit61' ,62' bzw.63' verbunden. Dabei deckt jede Zustandszählereinheit61' ,62' ,63' , wie die Schwellwertschalter66 bis69 prozentuale Zustandsbereiche, in Form von Zählern für die Bereiche20 bis 40%, 40 bis 60%, 60 bis 80% bzw. 80 bis 100% ab. Eine Gruppe solcher Zähler ist jeweils sowohl einer Energieart als auch einem Verbraucher1' und2' zugeordnet. - Im Betrieb stehen die von jedem der Messgeräte
31' ,32' ,33' , abgegebenen Energieimpulse an allen der jeweiligen Gruppen71 ,72 ,73 von UND-Schaltungen an. Die Energieimpulse werden von der betreffenden UND-Schaltung oder den betreffenden UND-Schaltungen erst dann zu einem der Zähler der Zustandszählereinheiten61' ,62' ,63' durchgelassen, wenn vom Ausgang eines aktivierten Schwellwertschalters76 bis79 ein oder mehrere Impulse anstehen bzw. zugeführt werden. Diese durchgelassenen Energieimpulse werden in dem oder den jeweiligen Zählern gezählt bzw. aufaddiert. -
- Iz
- Anzahl Gesamtimpulse Energiezähler je Energieart (Wärme-, Kälte-, Elektroenergie)
- I25%...100%
- Aufsummierte Impulse (je Zustandszähler)
- V25%...100%
- Prozentuales Volumen (je Zustandszähler)
- C
- vom Messkreuzhersteller ermittelter Faktor zur Berechnung des Volumenstromes (stellt den Rohrquerschnitt dar)
- (Ni)kWh–1
- Anzahl Impulse/kWh des verwendeten Energiezählers
- (Q25%...100%)kWh
- Energieverbrauch im jeweiligen Zustand (25%, 50%, 75%, 100%)
- (QMieter_1...n)kWh
- Energieverbrauch des jeweiligen Mieters im Abrechnungszeitraum
- Das Ermitteln bzw. Errechnen des gesamten Energieverbrauchs je Verbraucher
1' und2' wird beispielsweise mit den gesammelten Rohdaten des Rechners (CPU)37 extern anhand eines Tabellenkalkulationsprogramms durchgeführt. -
4 zeigt blockschaltbildartig den grundsätzlichen schaltungstechnischen Aufbau. Der Rechner (CPU)37 ist mit den Luftmengen-Messgeräten28 oder28' eines jeden Verbrauchers1 bis4 bzw.1' und2' verbunden, wobei beim Ausführungsbeispiel der2 die Schaltungen zum Skalieren, Radizieren und Multiplizieren mit dem Korrekturfaktor C innerhalb der Messgeräte28 oder in der CPU37 enthalten sein können. Die von den einzelnen Luftmengenmessgeräten28 zur CPU37 führenden Messleitungen81 bis84 können geschirmt oder ungeschirmt sein. In nicht im einzelnen dargestellter Weise kann die CPU37 mit einer Drahtbruchüberwachung für die Messleitungen81 bis84 versehen sein. Die CPU37 ist mit einem Netzteil86 verbunden. Außerdem werden die von der CPU37 ermittelten bzw. aufaddierten Werte oder Impulse an eine Anzeigevorrichtung88 übermittelt, die stetig oder wahlweise die Verbrauchsdaten pro Verbraucher1 bis4 bzw.1' und2' und ggf. pro Energieart anzeigen kann. - Es besteht die Möglichkeit, die Zählerstände entweder für eine Dauer von bis zu 200 Stunden nach Spannungsabfall (Stromausfall) zu erhalten ohne das hierbei weiterhin gezählt wird, oder mittels eines Batteriepuffers einen batteriegestützten Betriebes über einen frei wählbaren Zeitraum weiterhin gezählt werden kann. Weitere technische Möglichkeiten sind Nullspannungsfeste Speichereinheiten, die jedoch in den Schreibzyklen limitiert sind.
- Es versteht sich, dass die Ermittlung der Luftmengen nicht zwingend über Differenzdruckmessverfahren erfolgen muss. Denkbar sind auch Verfahren wie beispielsweise Flügelradanemometer oder Hitzdrahtanemometer und dergleichen.
- Erwähnt sei noch, dass die Umlagefaktorbildung zyklisch erfolgt, das heißt in gleich bleibenden Zeitabständen, während die Ermittlung der Verbrauchskosten nicht in gleich bleibenden Zeitabständen erfolgt, sondern immer bei Eingang eines Zählerimpulses. Analog hierzu erfolgt die Aufsummierung der Verbrauchskosten.
- Beim ersten Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, zur Ermittlung der Gesamtluftmenge als Berechnungsparameter zur Umlagebildung statt der Summe allen Einzelluftmengen (n-1) Einzelluftmengen und die Gesamtluftmenge zentral zu erfassen, und hieraus die n-te Einzelluftmenge zu errechnen. Ein Anwendungsbeispiel wäre eine Lüftungsanlage die großteils Allgemeinflächen versorgt, an die einzeln abzurechnende kleinere Verbraucher angeschlossen sind.
Claims (20)
- Verfahren zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen, bei dem die der Anlage von außen zugeführten Energien, wie Elektroenergie, Wärmeenergie, Kälteenergie, usw. gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Verbrauchereinheit die abgenommene Einzelluftmenge ermittelt wird, dass die von allen mit der Anlage verbundenen Verbrauchereinheiten abgenommenen Einzelluftmengen zu einer von der Anlage gelieferten Gesamtluftmenge addiert werden, dass Umlagefaktoren für die jeweiligen Verbrauchereinheiten durch die Division von gemessener Einzelluftmenge zur Gesamtluftmenge errechnet werden und dass die gemessenen Verbräuche an von außen zugeführten Energien mit dem jeweiligen Umlagefaktor multipliziert werden.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von außen zugeführten Energien nach Energieart getrennt gemessen werden und dass die Produkte aus Umlagefaktor und gemessenem Verbrauch je Energieart für jede Verbrauchereinheit aufaddiert werden.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Verfahrensschritte zyklisch wiederholt werden.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zyklus einen Zeitrahmen von ≤ 125 ms besitzt.
- Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Verbrauchereinheit die pro Zeiteinheit ermittelten Energien je Energieart durch einen oder mehrere Impulse dargestellt werden.
- Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die verbraucherspezifischen Gesamtjahresverbräuche durch Aufsummieren der mit Umlagefaktoren bewerteten Impulse ermittelt werden.
- Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der jeweiligen Einzelluftmenge der Differenzdruck in einem der Verbrauchereinheit zugeordneten Zuführkanal analog erfasst, radiziert und mit einem dem betreffenden Kanalquerschnitt zugeordneten Korrekturfaktor (C) multipliziert wird und so analoge Einzelvolumenströme erhalten werden, die in vorgenannter Weise zu einem Gesamtvolumenstrom aufaddiert werden.
- Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von außen zugeführten und verbrauchten Energien durch mehrere Energiezähler mit Impulsausgang erfasst werden.
- Einrichtung zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen (
10 ), mit Zählern (31 ,32 ,33 ) für von außen zugeführte Energien, wie Elektroenergie, Wärmeenergie, Kälteenergie usw., gekennzeichnet durch ein Luftmengen-Messgerät28 für jede Verbrauchereinheit (1 bis4 ), eine Additionsschaltung (49 ) zum Addieren der von den Luftmengenmessgeräten (28 ) aller Verbrauchereinheiten (1 bis4 ) ermittelten Einzelluftmengenwerte (V), eine Divisionsschaltung (51 ) für jede Verbrauchereinheit (1 bis4 ) zum Ermitteln eines verbraucherspezifischen Umlagefaktors (UF) aus dem Verhältnis von Einzelluftmengenwert (V) und addiertem Gesamtluftmengenwert (Vges), und Multiplikationsschaltungen (52 ) zum Multiplizieren jedes verbraucherspezifischen Umlagefaktors (UF) mit den Zählerwerten der von außen zugeführten Energien. - Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Energieart ein Zähler (
31 ,32 ,33 ) vorgesehen ist, dass der Zählerwert jedes Zählers (31 ,32 ,33 ) allen den einzelnen Verbrauchereinheiten (1 bis4 ) zugeordneten, mit dem verbraucherspezifischen Umlagefaktor (UF) gespeisten Multiplikationsschaltungen (52 ) zugeführt ist und dass die Ausgänge der Multiplikationsschaltungen (52 ) mit den jeweils einer Verbrauchereinheit (1 bis4 ) zugeordneten Anzeigeeinheit (61 ,62 ,63 ) verbunden ist. - Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftmengen-Messgerät (
28 ) zyklisch, vorzugsweise innerhalb von ≤ 125 ms Messwerte abgibt. - Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähler (
31 ,32 ,33 ) für die von außen zugeführten Energien der Energiemenge entsprechende Impulse, vorzugsweise 100 Impulse pro kWh abgeben. - Einrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftmengen-Messgerät (
28 ) ein Staukreuz aufweist, das den Differenzdruck ΔP misst und in einen dazu proportionalen analogen Strom- oder Spannungswert umwandelt, der in normierter sowie radizierter Form in einer Schaltung (48 ) mit einem aus dem verwendeten Kanalquerschnitt resultierenden Korrekturfaktor (C) multipliziert wird, wobei der Ausgang der Schaltung (48 ) den analogen Einzelluftmengenwert (V) darstellt. - Verfahren zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen, bei dem die der Anlage von außen zugeführten Energien, wie Elektroenergie, Wärmeenergie, Kälteenergie usw. gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Verbrauchereinheit die abgenommene Einzelluftmenge ermittelt wird, dass die für jede Verbrauchereinheit ermittelte Luftmenge in eine von mindestens zwei Anteilsstufen bezogen auf die maximal mögliche abnehmbare Luftmenge prozentual kategorisiert wird, dass entsprechend der ausgewählten Anteilsstufe die gemessenen von außen zugeführten Energiearten in eine von mindestens zwei gleichartigen Kategorien einsortiert und gezählt werden, und dass die Summe aller Anteilsstufen jeder einzelnen Verbrauchereinheit ins Verhältnis zur Gesamtsumme aus den Summen aller Anteilsstufen und aller Verbrauchereinheiten gesetzt wird.
- Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass vier Anteilsstufen von beispielsweise 20–40%, 40–60%, 60–80% und 80–100% ausgewählt werden können.
- Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine lineare Beziehung zwischen der analog ermittelten Luftmenge und einem analogen Strom- oder Spannungswert vorgegeben wird, der über eine Schwellenwertschaltung der betreffenden Anteilsstufen zugeführt wird.
- Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die von außen zugeführten und verbrauchten Energien durch Energiezähler mit Impulsausgang erfasst werden und die Ausgangsimpulse jedes Energiezählers entsprechend den von jeder Verbrauchereinheit aktivierten Anteilsstufen in Zustandszählern entsprechender Kategorie gezählt werden.
- Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die in jedem Zustandszähler aufsummierten Impulse auf einen prozentualen Volumenstrom und dem betreffenden Kanalquerschnitt zugeordneten Korrekturfaktor (C) normiert werden.
- Einrichtung zur verbraucherspezifischen Verbrauchskostenerfassung bei raumlufttechnischen Anlagen (
10 ), mit Zählern (31' ,32' ,33' ) für von außen zugeführte Energien, wie Elektroenergie, Wärmeenergie, Kälteenergie usw., gekennzeichnet durch ein Luftmengenmessgerät (28' ) für jede Verbrauchereinheit (1', 2' ) jedem Luftmengen-Messgerät (31' ,32' ,33' ) zugeordnete Schwellwertschalter (66 bis69 ), die jeweils einen vorgegebenen, bezogen auf die maximal mögliche abnehmbare Luftmenge prozentualen Luftmengenbereich abdecken, jedem Schwellenwertschalter (66 bis69 ) eingangsseitig zugeordnete UND-Schaltungen (71 bis73 ), die mit ebenfalls eingangsseitig jeweils einen der Zähler (31' bis33' ) für die von außen zugeführte Energie verbunden sind und ausgangsseitig mit jeweils einem der Anzahl der Schwellwertschalter (66 bis69 ) entsprechenden Anzahl von Zustandszählern (61' ,62' ,63' ) gekoppelt sind und durch eine Auswerteeinheit zum Bestimmen des Energieverbrauchs bzw. der sich daraus ergebenden Energiekosten pro Verbrauchereinheit (1' ,2' ) und Energieart.
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