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Verfahren
zur Ummantelung eines Varistorblockes mit einer elektrisch isolierenden
Umhüllung sowie
Varistorblock für
einen Überspannungsableiter
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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes
für einen Überspannungsableiter
mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung sowie auf einen Varistorblock,
der gemäß diesem
Verfahren herstellbar ist.
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Es
ist bekannt, in Elektroenergieübertragungsnetzen Überspannungsableiter
einzusetzen. Überspannungen
treten beispielsweise durch Blitzeinschläge in Freileitungen auf. Die Überspannungsableiter
dienen dazu, bei dem Auftreten von Überspannungen deren Abbau zu
bewirken. Dazu werden die Überspannungsableiter
mit Varistorblöcken
ausgestattet. Diese Varistorblöcke
weisen in Abhängigkeit
einer angelegten Spannung eine sehr hohe oder eine sehr geringe
Impedanz auf. Durch eine entsprechende Bemessung bzw. Auswahl des Varistorblockes
kann so je nach Spannungsebene des Elektroenergieübertragungsnetzes
ein Ableitstrompfad angesteuert werden. Mittels des über den Ableitstrompfad
fließenden
Ableitstromes wird die Überspannung
reduziert. Nach dem Erreichen einer unkritischen Spannungshöhe nimmt
der Varistorblock wieder eine sehr hohe Impedanz an, so dass der
Ableitstrompfad nahezu vollständig
unterbrochen ist.
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Zur
Ausbildung eines Varistorblockes für einen Überspannungsableiter wird Metalloxid
verwendet. Das Metalloxid wird beispielsweise durch Sinterverfahren
oder Pressverfahren in eine Blockform gebracht. Verfahrensbedingt
weist die Oberfläche
des Varistorblockes eine gewisse Rauhigkeit auf. Um die Rauhigkeit
zu mindern und die Oberfläche
mit einer gewissen mechanischen Festigkeit auszustatten ist es bekannt,
die Varistorblöcke
beispielsweise mit Kunststoffbändern
dicht zu umwickeln, so dass der komplette Varistorblock umhüllt ist
und lediglich die zum Verschalten des Blockes in einen Ableitstrompfad
notwendigen elektrischen Kontaktierungspunkte frei bleiben.
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Dieses
Umwickeln hat mit einem sehr hochwertigen Kunststoff zu erfolgen,
da die Varistorblöcke im
Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsbereich
eingesetzt werden. Dort treten hohe elektrische Felder auf, die
eine elektrische Isolierung stark belasten. Die elektrisch isolierende
Umhüllung
muss sehr sorgfältig
umwickelt werden, um keine Freiräume
an dem Varistorblock zuzulassen. Aufgrund des hochwertigen und kostenintensiven
Isoliermaterials soll die Menge an Isoliermaterial möglichst
gering gehalten werden.
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Die
Aufbringung der elektrisch isolierenden Umhüllung ist vergleichsweise aufwändig und
trotz sorgfältigster
Aufbringung der Umhüllung
schwankt die Qualität
der Ummantelung.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren anzugeben,
welches ein rasches Ummanteln eines Varistorblockes mit einer elektrisch
isolierenden Umhüllung
ermöglicht
und dabei eine hohe Qualität
des Übergangs
von dem Varistorblock zu der elektrisch isolierenden Umhüllung ermöglicht.
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Erfindungsgemäß wird dies
bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass
vor und/oder während
einer Aufbringung der Umhüllung
auf den Varistorblock zwischen der Umhüllung und einer Oberfläche des
Varistorblockes befindliche Gasmoleküle entfernt werden.
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Durch
die Entfernung von Gasmolekülen
die zwischen der elektrisch isolierenden Umhüllung und einer Oberfläche des
Varistorblockes liegen, ist ein vergleichsweise schnelles Auflegen
der elektrisch isolierenden Umhüllung
unmittelbar auf die Oberfläche
des Varistorblockes ermöglicht.
Durch die Entfernung der Gasmoleküle wird ein unerwünschtes
Einschließen
von Gasen zwischen dem Varistorblock und der elektrisch isolierenden
Umhüllung
weitestgehend verhindert. Da während
der Aufbringung der Umhüllung
nunmehr nicht mehr auf Gaseinschlüsse zu achten ist, kann ein
schnelleres Aufbringen der isolierenden Umhüllung auf den Varistorblock
erfolgen. Dadurch ist ein rascheres Komplettieren der Varistorblöcke gegeben.
So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zwischen der Umhüllung sowie
der Oberfläche
des Varistorblockes ein Unterdruck erzeugt wird. Aufgrund des im
Grenzbereich herrschenden Unterdruckes kann nunmehr beispielsweise
ein Isolierband leicht um den Varistorblock gewickelt werden Der
außerhalb
der Fügestelle
herrschende Überdruck
presst das Isolierband auf den Varistorblock auf. Eine weitere effektive
Fertigungsmethode kann vorsehen, dass die elektrisch isolierende
Umhüllung
schlauchartig um den Varistorblock herum angeordnet ist. Bei einer
derartigen Anordnung kann bereits vor der eigentlichen Aufbringung der
Umhüllung
auf den Varistorblock eine Entfernung der Gasmoleküle im Auflagebereich
erfolgen. Neben der Entfernung von Gasmolekülen sind selbstverständlich auch
gegebenenfalls vorhandene Fremdkörper
wie Stäube
aus dem Fügebereich
zu entfernen. Elektrisch isolierende Umhüllungen sind vorteilhaft aus
ausgehärteten
oder zumindest teilweise ausgehärteten
Kunststoffen gebildet.
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Eine
besonders vorteilhafte Ausgestaltung kann dabei vorsehen, dass die
Aufbringung der Umhüllung
in einem evakuierten Raum erfolgt.
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Eine
besonders effektive Entfernung von Gasmolekülen aus dem Bereich der Auflage
der elektrisch isolierenden Umhüllung
auf dem Varistorblock kann durch eine Evakuierung eines kompletten
Raumes erzielt werden. In diesem Falle wird beispielsweise innerhalb
eines druckfesten Kessels ein starker Unterdruck, auch als Vakuum
bezeichnet, erzeugt. Dadurch ist gewährleistet, dass sowohl im Fügebereich
angeordnetes Gas als auch um die Gesamtanordnung herum befindliches
Gas, entfernt wird. Dadurch ist ein Nachströmen von unerwünschten
Gasmolekülen
in den Auflagebereich der elektrisch isolierenden Umhüllung kaum
mehr möglich.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Umhüllung unter
Einwirkung thermischer Energie verformt wird.
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Insbesondere
bei einer Verwendung eines evakuierten Raumes ist es vorteilhaft,
die Umhüllung unter
Hitzeeinwirkung zu verformen und die dabei entstehende Formänderung
zu einem kraftschlüssigen
Verbund zwischen dem Varistorblock und der elektrisch isolierenden
Umhüllung
zu nutzen. Dies hat den Vorteil, dass zusätzliche Haftvermittler in den Fügebereich
nicht mehr einzubringen sind, da aufgrund der Formänderung
eine ausreichende winkelsteife Verbindung zwischen isolierender
Umhüllung und
Varistorblock gegeben ist. Es kann auch vorgesehen sein, in die
Fügestelle
zusätzlich
einen Haftvermittler wie Schmelzkleber, Fette oder ähnliches einzubringen.
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Vorteilhafterweise
kann weiterhin vorgesehen sein, dass als Umhüllung zumindest teilweise ein Schrumpfschlauch
eingesetzt wird.
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Schrumpfschläuche sind
in verschiedensten Größen als
Meterware kostengünstig
beziehbar. Da der Varistorblock bis auf seine elektrischen Kontaktierungspunkte
nahe vollständig
mit der elektrisch isolierenden Umhüllung umgeben sein soll, sind Schrumpfschläuche besonders
geeignet, um eine lückenfreie
Oberfläche
auf dem Varistorblock auszubilden. Weiterhin sind Schrumpfschläuche einfach durch
Einwirkung von thermischer Energie verformbar. Dabei entwickeln
sie ein vergleichsweise hohes Kraftmoment. Dadurch ist der Varistorblock
in seiner mechanischen Stabilität
unterstützt.
Weiterhin kann die von dem Schrumpfschlauch ausgehende Kraft dazu
genutzt werden, um weitere Elemente, wie beispielsweise Armaturkörper zur
Ausbildung der Anschlusspunkte an dem Varistorblock zu befestigen und
zu positionieren. Bei einer Auswahl eines geeigneten Schrumpfschlauches
kann die Wandstärke
dabei derart gewählt
werden, dass der Schrumpfschlauch selbst eine Art Polsterschicht
um den Varistorblock darstellt. Dadurch ist es möglich, das zur Ausbildung eines
Varistorblockes eingesetzte Metalloxid, welches relativ spröde ist,
vor mechanischen Beschädigungen
zu schützen.
Dadurch ergeben sich hinsichtlich eines vereinfachten Transportes
von Varistorblöcken
weitere Vorteile.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Varistorblock anzugeben,
der für
einen Überspannungsableiter
einsetzbar ist, wobei der Überspannungsableiter
eine Umhüllung
aus einem elektrisch isolierenden Material aufweist. Der Varistorblock
soll eine hohe mechanische Stabilität aufweisen sowie gut vor von
außen
einwirkenden mechanischen Kräften
geschützt
sein.
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Erfindungsgemäß wird dies
bei einem Varistorblock der vorstehend genannten Art dadurch gelöst, dass
die Umhüllung
unmittelbar auf einer Oberfläche
des Varistorblockes aufliegt und während und/oder vor einer Aufbringung
der Umhüllung
auf den Varistorblock zwischen Varistorblock und Umhüllung befindliche
Gasmoleküle
entfernt sind.
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Die
unmittelbare Auflage der elektrisch isolierenden Umhüllung auf
einer Oberfläche
des Varistorblockes schützt
diese vor mechanischer Belastung. Auftretende Kräfte werden durch die Umhüllung gedämpft bzw.
auf einen größeren Flächenbereich verteilt.
Durch die aus dem Auflagebereich zwischen elektrisch isolierender
Umhüllung
sowie dem Varistorblock entfernten Gasmoleküle sind Hohlräume vermieden.
Neben der mechanischen Stabilisierung des Varistorblockes wird eine
dielektrisch stabile Verbindung zwischen dem Varistorblock und der
elektrisch isolierenden Umhüllung
geschaffen. Durch ein nahezu einschlussfreies Anliegen der elektrisch
isolierenden Umhüllung
auf der Mantelfläche
des Varistorblockes ist das Entstehen von Teilentladungen unterdrückt. Derartige
Teilentladungen können
bei längerfristigem
Einsatz des Varistorblockes dazu führen, dass seine elektrischen
Eigenschaften negativ beeinflusst werden und gegebenenfalls ein
Durchschlag der elektrisch isolierenden Umhüllung erfolgt. Derartige Durchschläge würden in
einem Elektroenergieübertragungsnetz
einen Erdschluss darstellen, der nicht tolerierbar ist.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Varistorblock
mehrere aneinander gefügte
Varistorelemente aufweist, deren Fügestellen zumindest teilweise
von der Umhüllung überdeckt
sind.
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Ein
Varistorblock kann beispielsweise aus mehreren Varistorelementen
zusammengesetzt sein. Diese Teilblöcke können beispielsweise alle aus
dem gleichen Metalloxid bestehen oder auch aus verschiedenen Metalloxiden
zusammengesetzt werden, um ein bestimmtes Widerstandsverhalten des
Varistorblockes zu er zielen. Darüber
hinaus kann vorgesehen sein, dass auch Metallblöcke oder andere elektrisch
leitende Elemente in den aus mehreren Varistorelementen zusammengefügten Varistorblock eingefügt werden.
Um einen möglichst
geringen Übergangswiderstand
zwischen den einzelnen Elementen zu erzeugen, müssen diese mit einer hohen Kraft
aneinandergepresst werden. Die Verspannung der Varistorelemente
kann vorteilhafterweise von der elektrisch isolierenden Umhüllung aufgebracht
werden. Durch eine Überdeckung
der Fügestellen
mit der elektrisch isolierenden Umhüllung wird ein seitliches Verschieben
der einzelnen Varistorelemente gegeneinander verhindert, so dass
nach einer Aufbringung der Umhüllung
eine kompakte, aus vielen Elementen und der Isolierumhüllung bestehende
Anordnung vorliegt. Weiterhin werden durch die Überdeckung der Fügestellen
die dort oftmals vorhandenen Spalten und Vorsprünge abgedeckt und eine äußere glatte
Oberfläche
erzeugt. Insbesondere an den Fügestellen
zwischen den einzelnen Varistorelementen ist es wichtig, die unerwünschten
Gasmoleküle rechtzeitig
zu entfernen, so dass die Isolierumhüllung innig an der Oberfläche des
Varistorblockes anliegt.
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Um
eine hohe mechanische Festigkeit des Varistorblockes zu erzielen,
kann weiterhin vorgesehen sein, dass an voneinander abgewandten
Enden des Varistorblockes Endstücke
angeordnet sind, die Schultern aufweisen, welche von der Umhüllung überdeckt
werden.
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An
voneinander abgewandten Enden angeordnete Endstücke sind vorteilhaft mit Schultern
auszustatten, welche ebenfalls von der elektrisch isolierenden Umhüllung überdeckt
sind. Insbesondere bei der Verwendung eines Schrumpfschlauches ist
dies von Vorteil, da ein Schrumpfschlauch auch in mehreren Dimensionen
eine Schrumpfwirkung aufweisen kann. Zum einen erfolgt ein Anschmiegen
des Schrumpfschlauches an die Oberfläche des Varistorblockes, zum
andern kann die Schrumpfwirkung zum Verspannen eines Varistorblockes,
der aus verschiedenen Varistorelementen zusammengefügt ist,
genutzt werden. Als Endstücke
des Varistorblockes sind beispielsweise Endarmaturen einsetzbar,
die der Ausbildung eines Kontaktierungspunktes zur Einbindung des
Varistorblockes in einen Ableitstrompfad dienen. Durch eine Überdeckung
der Schulter wird weiterhin eine allseitige Umhüllung des Varistorblockes sichergestellt,
so dass ein Eindringen von Fremdkörpern oder Feuchtigkeit verhindert
ist.
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Vorteilhafterweise
kann dabei vorgesehen sein, dass die Umhüllung zumindest teilweise aus
einem Schrumpfschlauch gebildet ist.
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Die
zumindest teilweise Nutzung von Schrumpfschläuchen, insbesondere eine vollständige Umschrumpfung
des Varistorblockes mit einem Schrumpfschlauch, gestattet ein zügiges Aufbringen der
elektrisch isolierenden Umhüllung.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden im Folgenden schematisch in Zeichnungen gezeigt und
nachfolgend näher
beschrieben.
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Dabei
zeigt die
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1 einen
Schnitt durch einen Varistorblock mit einer unmittelbar auf dessen
Oberfläche aufgebrachten
elektrisch isolierenden Umhüllung,
die
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2 einen
Varistorblock während
der Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung nach
einem ersten Verfahren und die
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3 einen
Varistorblock bei einem Aufbringen einer elektrisch isolierenden
Umhüllung
nach einem zweiten Verfahren.
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Die 1 zeigt
einen Schnitt durch einen Varistorblock 1. Der Varistorblock 1 weist
mehrere Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d auf.
Die Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d sind
beispielsweise zylinderförmig
ausgestaltet und mit ihren Zylinderachsen koaxial zu einer Varistorblockhauptachse 3 angeordnet. Die
Stirnseiten der Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d sind
jeweils aneinander liegend angeordnet. Als Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d sind
beispielsweise gesinterte Metalloxidblöcke verwendbar. Darüber hinaus
können
zwischen den Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d auch
metallische Blöcke
oder metallische Gehäuse
eingesetzt werden. Je nach zur Verfügung stehenden Metalloxiden
können
diese unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Mittel der metallischen Blöcke, die
in den Varistorblock 1 eingefügt werden, kann dann ein Längenausgleich
des gesamten Varistorblockes 1 erzielt werden. Zusätzlich kann
ein metallischer Block als thermische Senke dienen. Weiterhin können zwischen
den Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d auch
Gehäusebaugruppen
eingesetzt werden, in die beispielsweise Überwachungseinrichtungen für die Temperatur
des Varistorblockes 1 eingebracht sind. An den voneinander
abgewandten Enden des Varistorblockes 1 sind jeweils Endstücke 4a, 4b angeordnet.
Die Endstücke 4a, 4b sind
als Anschlussarmaturen ausgestaltet, das heißt, sie sind als elektrisch
leitende Körper
ausgestaltet, die Anschlusspunkte aufweisen, mittels welcher der
Varistorblock 1 in einen Ableitstrompfad einbringbar ist. Der gesamte
Varistorblock 1 ist mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung 5 umgeben.
Die elektrisch isolierende Umhüllung 5 ist
beispielsweise aus einer Umwicklung aus einer Vielzahl von Bändern gebildet oder
auch, wie im vorliegenden Beispiel der 1, aus einem
Schrumpfschlauch gebildet. Die elektrisch isolierende Umhüllung 5 liegt
unmittelbar auf der Mantelfläche
des Varistorblockes 1 auf, das heißt, zwischen den Fügebereich
des Varistorblockes 1 und der elektrisch isolierenden Umhüllung 5 sind
keine Gaseinschlüsse
oder andere Körper
angeordnet. Zur Vermittlung einer hohen Haftung der elektrisch isolierenden
Umhüllung 5 auf
dem Varistorblock 1 kann dort zusätzlich jedoch ein Haftvermittler,
wie beispielsweise ein einschlussfreier Schmelzkleber oder ähnliches,
angeordnet sein.
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Die
Endstücken 4a, 4b weisen
in axialer Richtung der Varistorblockhauptachse 3 voneinander abgewandt
Schultern auf. Diese Schultern sind durch konische Verringerung
des Umfanges der Endstücke 4a, 4b bezüglich der
Varistorblockhauptachse 3 gebildet. Die elektrisch isolierende
Umhüllung
umgreift die Schultern der Endstücke 4a, 4b,
so dass die Endstücke 4a, 4b sowie
die Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d von
der elektrisch isolierenden Umhüllung 5 gegeneinander
gepresst werden.
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Durch
die elektrisch isolierende Umhüllung 5 ist
der Varistorblock 1 gegen mechanische Einflüsse von
außen
geschützt.
Weiterhin wird die Oberfläche des
Varistorblockes 1 durch die elektrisch isolierende Umhüllung 5 nach
außen
hin geglättet
und die Fügestellen
der Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d untereinander
sind durch die elektrisch isolierende Umhüllung 5 überdeckt.
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In
den 2 und 3 werden zwei Verfahren vorgestellt,
die der Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung auf
einen Varistorblock 1 dienen. Gleichwirkende Baugruppen
sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen wie in der 1 versehen.
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In
der 2 wird der Varistorblock 1 mit einer elektrisch
isolierenden Umhüllung 5a versehen.
Die elektrisch isolierende Umhüllung 5a ist
aus einer Vielzahl von Windungen gebildet, die auf den Varistorblock 1 aufgewickelt
werden. Dazu werden Isolierbänder 6 fest
auf den Varistorblock 1 aufgewickelt. Auch bei dieser Variante
umgreifen die Bänder 6 die Schultern
der Endstücke 4a, 4b und
stellen so eine innige Verbindung zwischen den Endstücken 4a, 4b und
Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d dar.
Um ein möglichst
enges Anliegen der Isolierbänder
auf der Oberfläche
des Varistorblockes 1 zu gewährleisten, wird im unmittelbaren
Bereich der Aufwickelzone der Isolierbänder 6 ein starker
Unterdruck erzeugt. Durch ein geschicktes Anordnen einer Vielzahl
von Bändern 6 und
einer entsprechenden Wirktechnik kann im unmittelbaren Bereich der
Aufwickelzone eine Entfernung von nicht erwünschten Gasmolekülen bewirkt werden.
Dadurch wird dort gegenüber
der Umgebung ein Unterdruck erzeugt, wodurch die Isolierbänder 6 straff
auf die Oberfläche
des Varistorblockes 1 gepresst werden.
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Neben
der Verwirkung einzelner Isolierbänder 6 um den Varistorblock 1 herum
kann dieses Verfahren jedoch auch bei der Verwendung eines Schrumpfschlauches
Anwendung finden. Dort wird dann im Innern des Schrumpfschlauches
ein entsprechender Unterdruck erzeugt und der Schlauch auf den Varistorblock 1 aufgeschrumpft.
Auch bei einer derartigen Ausgestaltung werden die einzelnen Fügestellen
zwischen den Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d und
den Endstücken 4a, 4b von
der elektrisch isolierenden Umhüllung 5a vollständig umgeben.
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Um
ein Auseinanderfallen der aneinander liegenden Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d bzw.
auch der Endstücke 4a, 4b während der
Aufbringung der Umhüllung
zu verhindern, können
diese untereinander verklebt werden oder auch in einer entsprechenden
Einspannvorrichtung gehalten werden. Dabei kann vorgesehen sein,
dass die Einspannvorrichtung nach der vollständigen Umhüllung mit der elektrisch isolierenden
Umhüllung 5a entfernt
wird und die Verspannkräfte
vollständig
von der elektrisch isolierenden Umhüllung 5a aufgebracht
werden.
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Die 3 zeigt
eine weitere Möglichkeit
der Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung 5b.
Im vorliegenden Fall ist ein Varistorblock 1 im Innern
eines von Gasmolekülen
evakuierten Raumes 8 angeordnet. Mittels einer Vakuumpumpe 9 sind
nicht erwünschte
Gasmoleküle
aus dem Raum 8 entfernbar. Dabei kann vorgesehen sein,
dass die Evakuierung während
des Aufbringens der Umhüllung
auf das Varistorelement 1 durchgeführt wird und/oder eine Evakuierung
auch vor dem Beginn des Aufbringens der Isolierumhüllung erfolgt.
Im Innern des evakuierten Raumes 8 ist ein Varistorblock 1 in
bekannter Ausbildung angeordnet. Der Varistorblock 1 ist von
einem Schrumpfschlauch 5b umgeben, welcher eine elektrisch
isolierende Umhüllung
darstellt. Aufgrund der Evakuierung des evakuierten Raumes 8 ist in
diesem Raum nur noch eine zu vernachlässigende Anzahl von Gasmolekülen vorhanden.
Bei einer Wärmezuführung über eine
Heizeinrichtung 10 erfolgt eine Aufschrumpfung des Schrumpfschlauches 5b. Der
Schrumpfschlauch 5b kann sich dabei unmittelbar an die
Oberfläche
des Varistorblockes 1 anschmiegen. Aufgrund des innerhalb
des evakuierten Raumes 8 herrschenden Vakuums ist der Einschluss von
Hohlräumen
zwischen dem Schrumpfschlauch 5b nahezu ausgeschlossen.
Die Länge
des Schrumpfschlauches 5b ist dabei derart bemessen, dass
er sich über
die Schultern der Endstücke 4a, 4b legt
und die Endstücke 4a, 4b unter
Zwischenlage der Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d gegeneinander presst.
Dadurch entsteht ein mechanisch stabiler Block, der eine glatte äußere Oberfläche aufweist. Um
die Endstücke 4a, 4b sowie
die Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d des
Varistorblockes 1 vor dem Umschrumpfen mit dem Schrumpfschlauch 5b in
Position zu halten, können
entsprechende zusätzliche
Haltevorrichtungen vorgesehen sein, oder es kann eine Verklebung
der einzelnen Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d und
der Endstücke 4a, 4b für die Montage
erfolgen.
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Neben
der Verwendung eines Schrumpfschlauches können in dem evakuierten Raum 8 auch weitere
Fertigungsverfahren zur Aufbringung einer elektrisch isolierenden
Umhüllung 5 eingesetzt
werden. So kann in dem evakuierten Raum 8 auch eine Wickeleinrichtung
angeordnet sein, welche Isolierbänder
um den Varistorblock 1 herum verwirkt und so eine elektrisch
isolierenden Umhüllung
entsteht.