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DE102005007146A1 - Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung sowie Varistorblock für einen Überspannungsableiter - Google Patents

Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung sowie Varistorblock für einen Überspannungsableiter Download PDF

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DE102005007146A1
DE102005007146A1 DE102005007146A DE102005007146A DE102005007146A1 DE 102005007146 A1 DE102005007146 A1 DE 102005007146A1 DE 102005007146 A DE102005007146 A DE 102005007146A DE 102005007146 A DE102005007146 A DE 102005007146A DE 102005007146 A1 DE102005007146 A1 DE 102005007146A1
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varistor block
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electrically insulating
envelope
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DE102005007146A
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Bernd Dipl.-Ing. Kruska
Rolf-günter RAUTMANN
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Abstract

Ein Varistorblock (1) ist aus mehreren Varistorelementen (2a, 2b, 2c, 2d) gebildet. Um die Varistorelemente (2a, 2b, 2c, 2d) herum ist eine elektrisch isolierende Umhüllung (5, 5a, 5b) angeordnet. Die elektrisch isolierende Umhüllung (5, 5a, 5b) liegt unmittelbar auf einer Oberfläche des Varistorblockes (1) auf. Vor oder während einer Aufbringung der elektrisch isolierenden Umhüllung (5, 5a, 5b) auf den Varistorblock (1) werden unerwünschte Gasmoleküle aus dem Fügebereich zwischen einer Oberfläche des Varistorblockes (1) und der Umhüllung (5, 5a, 5b) entfernt.

Description

  • Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung sowie Varistorblock für einen Überspannungsableiter
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes für einen Überspannungsableiter mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung sowie auf einen Varistorblock, der gemäß diesem Verfahren herstellbar ist.
  • Es ist bekannt, in Elektroenergieübertragungsnetzen Überspannungsableiter einzusetzen. Überspannungen treten beispielsweise durch Blitzeinschläge in Freileitungen auf. Die Überspannungsableiter dienen dazu, bei dem Auftreten von Überspannungen deren Abbau zu bewirken. Dazu werden die Überspannungsableiter mit Varistorblöcken ausgestattet. Diese Varistorblöcke weisen in Abhängigkeit einer angelegten Spannung eine sehr hohe oder eine sehr geringe Impedanz auf. Durch eine entsprechende Bemessung bzw. Auswahl des Varistorblockes kann so je nach Spannungsebene des Elektroenergieübertragungsnetzes ein Ableitstrompfad angesteuert werden. Mittels des über den Ableitstrompfad fließenden Ableitstromes wird die Überspannung reduziert. Nach dem Erreichen einer unkritischen Spannungshöhe nimmt der Varistorblock wieder eine sehr hohe Impedanz an, so dass der Ableitstrompfad nahezu vollständig unterbrochen ist.
  • Zur Ausbildung eines Varistorblockes für einen Überspannungsableiter wird Metalloxid verwendet. Das Metalloxid wird beispielsweise durch Sinterverfahren oder Pressverfahren in eine Blockform gebracht. Verfahrensbedingt weist die Oberfläche des Varistorblockes eine gewisse Rauhigkeit auf. Um die Rauhigkeit zu mindern und die Oberfläche mit einer gewissen mechanischen Festigkeit auszustatten ist es bekannt, die Varistorblöcke beispielsweise mit Kunststoffbändern dicht zu umwickeln, so dass der komplette Varistorblock umhüllt ist und lediglich die zum Verschalten des Blockes in einen Ableitstrompfad notwendigen elektrischen Kontaktierungspunkte frei bleiben.
  • Dieses Umwickeln hat mit einem sehr hochwertigen Kunststoff zu erfolgen, da die Varistorblöcke im Mittel-, Hoch- und Höchstspannungsbereich eingesetzt werden. Dort treten hohe elektrische Felder auf, die eine elektrische Isolierung stark belasten. Die elektrisch isolierende Umhüllung muss sehr sorgfältig umwickelt werden, um keine Freiräume an dem Varistorblock zuzulassen. Aufgrund des hochwertigen und kostenintensiven Isoliermaterials soll die Menge an Isoliermaterial möglichst gering gehalten werden.
  • Die Aufbringung der elektrisch isolierenden Umhüllung ist vergleichsweise aufwändig und trotz sorgfältigster Aufbringung der Umhüllung schwankt die Qualität der Ummantelung.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren anzugeben, welches ein rasches Ummanteln eines Varistorblockes mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung ermöglicht und dabei eine hohe Qualität des Übergangs von dem Varistorblock zu der elektrisch isolierenden Umhüllung ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß wird dies bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass vor und/oder während einer Aufbringung der Umhüllung auf den Varistorblock zwischen der Umhüllung und einer Oberfläche des Varistorblockes befindliche Gasmoleküle entfernt werden.
  • Durch die Entfernung von Gasmolekülen die zwischen der elektrisch isolierenden Umhüllung und einer Oberfläche des Varistorblockes liegen, ist ein vergleichsweise schnelles Auflegen der elektrisch isolierenden Umhüllung unmittelbar auf die Oberfläche des Varistorblockes ermöglicht. Durch die Entfernung der Gasmoleküle wird ein unerwünschtes Einschließen von Gasen zwischen dem Varistorblock und der elektrisch isolierenden Umhüllung weitestgehend verhindert. Da während der Aufbringung der Umhüllung nunmehr nicht mehr auf Gaseinschlüsse zu achten ist, kann ein schnelleres Aufbringen der isolierenden Umhüllung auf den Varistorblock erfolgen. Dadurch ist ein rascheres Komplettieren der Varistorblöcke gegeben. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zwischen der Umhüllung sowie der Oberfläche des Varistorblockes ein Unterdruck erzeugt wird. Aufgrund des im Grenzbereich herrschenden Unterdruckes kann nunmehr beispielsweise ein Isolierband leicht um den Varistorblock gewickelt werden Der außerhalb der Fügestelle herrschende Überdruck presst das Isolierband auf den Varistorblock auf. Eine weitere effektive Fertigungsmethode kann vorsehen, dass die elektrisch isolierende Umhüllung schlauchartig um den Varistorblock herum angeordnet ist. Bei einer derartigen Anordnung kann bereits vor der eigentlichen Aufbringung der Umhüllung auf den Varistorblock eine Entfernung der Gasmoleküle im Auflagebereich erfolgen. Neben der Entfernung von Gasmolekülen sind selbstverständlich auch gegebenenfalls vorhandene Fremdkörper wie Stäube aus dem Fügebereich zu entfernen. Elektrisch isolierende Umhüllungen sind vorteilhaft aus ausgehärteten oder zumindest teilweise ausgehärteten Kunststoffen gebildet.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung kann dabei vorsehen, dass die Aufbringung der Umhüllung in einem evakuierten Raum erfolgt.
  • Eine besonders effektive Entfernung von Gasmolekülen aus dem Bereich der Auflage der elektrisch isolierenden Umhüllung auf dem Varistorblock kann durch eine Evakuierung eines kompletten Raumes erzielt werden. In diesem Falle wird beispielsweise innerhalb eines druckfesten Kessels ein starker Unterdruck, auch als Vakuum bezeichnet, erzeugt. Dadurch ist gewährleistet, dass sowohl im Fügebereich angeordnetes Gas als auch um die Gesamtanordnung herum befindliches Gas, entfernt wird. Dadurch ist ein Nachströmen von unerwünschten Gasmolekülen in den Auflagebereich der elektrisch isolierenden Umhüllung kaum mehr möglich.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Umhüllung unter Einwirkung thermischer Energie verformt wird.
  • Insbesondere bei einer Verwendung eines evakuierten Raumes ist es vorteilhaft, die Umhüllung unter Hitzeeinwirkung zu verformen und die dabei entstehende Formänderung zu einem kraftschlüssigen Verbund zwischen dem Varistorblock und der elektrisch isolierenden Umhüllung zu nutzen. Dies hat den Vorteil, dass zusätzliche Haftvermittler in den Fügebereich nicht mehr einzubringen sind, da aufgrund der Formänderung eine ausreichende winkelsteife Verbindung zwischen isolierender Umhüllung und Varistorblock gegeben ist. Es kann auch vorgesehen sein, in die Fügestelle zusätzlich einen Haftvermittler wie Schmelzkleber, Fette oder ähnliches einzubringen.
  • Vorteilhafterweise kann weiterhin vorgesehen sein, dass als Umhüllung zumindest teilweise ein Schrumpfschlauch eingesetzt wird.
  • Schrumpfschläuche sind in verschiedensten Größen als Meterware kostengünstig beziehbar. Da der Varistorblock bis auf seine elektrischen Kontaktierungspunkte nahe vollständig mit der elektrisch isolierenden Umhüllung umgeben sein soll, sind Schrumpfschläuche besonders geeignet, um eine lückenfreie Oberfläche auf dem Varistorblock auszubilden. Weiterhin sind Schrumpfschläuche einfach durch Einwirkung von thermischer Energie verformbar. Dabei entwickeln sie ein vergleichsweise hohes Kraftmoment. Dadurch ist der Varistorblock in seiner mechanischen Stabilität unterstützt. Weiterhin kann die von dem Schrumpfschlauch ausgehende Kraft dazu genutzt werden, um weitere Elemente, wie beispielsweise Armaturkörper zur Ausbildung der Anschlusspunkte an dem Varistorblock zu befestigen und zu positionieren. Bei einer Auswahl eines geeigneten Schrumpfschlauches kann die Wandstärke dabei derart gewählt werden, dass der Schrumpfschlauch selbst eine Art Polsterschicht um den Varistorblock darstellt. Dadurch ist es möglich, das zur Ausbildung eines Varistorblockes eingesetzte Metalloxid, welches relativ spröde ist, vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Dadurch ergeben sich hinsichtlich eines vereinfachten Transportes von Varistorblöcken weitere Vorteile.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Varistorblock anzugeben, der für einen Überspannungsableiter einsetzbar ist, wobei der Überspannungsableiter eine Umhüllung aus einem elektrisch isolierenden Material aufweist. Der Varistorblock soll eine hohe mechanische Stabilität aufweisen sowie gut vor von außen einwirkenden mechanischen Kräften geschützt sein.
  • Erfindungsgemäß wird dies bei einem Varistorblock der vorstehend genannten Art dadurch gelöst, dass die Umhüllung unmittelbar auf einer Oberfläche des Varistorblockes aufliegt und während und/oder vor einer Aufbringung der Umhüllung auf den Varistorblock zwischen Varistorblock und Umhüllung befindliche Gasmoleküle entfernt sind.
  • Die unmittelbare Auflage der elektrisch isolierenden Umhüllung auf einer Oberfläche des Varistorblockes schützt diese vor mechanischer Belastung. Auftretende Kräfte werden durch die Umhüllung gedämpft bzw. auf einen größeren Flächenbereich verteilt. Durch die aus dem Auflagebereich zwischen elektrisch isolierender Umhüllung sowie dem Varistorblock entfernten Gasmoleküle sind Hohlräume vermieden. Neben der mechanischen Stabilisierung des Varistorblockes wird eine dielektrisch stabile Verbindung zwischen dem Varistorblock und der elektrisch isolierenden Umhüllung geschaffen. Durch ein nahezu einschlussfreies Anliegen der elektrisch isolierenden Umhüllung auf der Mantelfläche des Varistorblockes ist das Entstehen von Teilentladungen unterdrückt. Derartige Teilentladungen können bei längerfristigem Einsatz des Varistorblockes dazu führen, dass seine elektrischen Eigenschaften negativ beeinflusst werden und gegebenenfalls ein Durchschlag der elektrisch isolierenden Umhüllung erfolgt. Derartige Durchschläge würden in einem Elektroenergieübertragungsnetz einen Erdschluss darstellen, der nicht tolerierbar ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Varistorblock mehrere aneinander gefügte Varistorelemente aufweist, deren Fügestellen zumindest teilweise von der Umhüllung überdeckt sind.
  • Ein Varistorblock kann beispielsweise aus mehreren Varistorelementen zusammengesetzt sein. Diese Teilblöcke können beispielsweise alle aus dem gleichen Metalloxid bestehen oder auch aus verschiedenen Metalloxiden zusammengesetzt werden, um ein bestimmtes Widerstandsverhalten des Varistorblockes zu er zielen. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass auch Metallblöcke oder andere elektrisch leitende Elemente in den aus mehreren Varistorelementen zusammengefügten Varistorblock eingefügt werden. Um einen möglichst geringen Übergangswiderstand zwischen den einzelnen Elementen zu erzeugen, müssen diese mit einer hohen Kraft aneinandergepresst werden. Die Verspannung der Varistorelemente kann vorteilhafterweise von der elektrisch isolierenden Umhüllung aufgebracht werden. Durch eine Überdeckung der Fügestellen mit der elektrisch isolierenden Umhüllung wird ein seitliches Verschieben der einzelnen Varistorelemente gegeneinander verhindert, so dass nach einer Aufbringung der Umhüllung eine kompakte, aus vielen Elementen und der Isolierumhüllung bestehende Anordnung vorliegt. Weiterhin werden durch die Überdeckung der Fügestellen die dort oftmals vorhandenen Spalten und Vorsprünge abgedeckt und eine äußere glatte Oberfläche erzeugt. Insbesondere an den Fügestellen zwischen den einzelnen Varistorelementen ist es wichtig, die unerwünschten Gasmoleküle rechtzeitig zu entfernen, so dass die Isolierumhüllung innig an der Oberfläche des Varistorblockes anliegt.
  • Um eine hohe mechanische Festigkeit des Varistorblockes zu erzielen, kann weiterhin vorgesehen sein, dass an voneinander abgewandten Enden des Varistorblockes Endstücke angeordnet sind, die Schultern aufweisen, welche von der Umhüllung überdeckt werden.
  • An voneinander abgewandten Enden angeordnete Endstücke sind vorteilhaft mit Schultern auszustatten, welche ebenfalls von der elektrisch isolierenden Umhüllung überdeckt sind. Insbesondere bei der Verwendung eines Schrumpfschlauches ist dies von Vorteil, da ein Schrumpfschlauch auch in mehreren Dimensionen eine Schrumpfwirkung aufweisen kann. Zum einen erfolgt ein Anschmiegen des Schrumpfschlauches an die Oberfläche des Varistorblockes, zum andern kann die Schrumpfwirkung zum Verspannen eines Varistorblockes, der aus verschiedenen Varistorelementen zusammengefügt ist, genutzt werden. Als Endstücke des Varistorblockes sind beispielsweise Endarmaturen einsetzbar, die der Ausbildung eines Kontaktierungspunktes zur Einbindung des Varistorblockes in einen Ableitstrompfad dienen. Durch eine Überdeckung der Schulter wird weiterhin eine allseitige Umhüllung des Varistorblockes sichergestellt, so dass ein Eindringen von Fremdkörpern oder Feuchtigkeit verhindert ist.
  • Vorteilhafterweise kann dabei vorgesehen sein, dass die Umhüllung zumindest teilweise aus einem Schrumpfschlauch gebildet ist.
  • Die zumindest teilweise Nutzung von Schrumpfschläuchen, insbesondere eine vollständige Umschrumpfung des Varistorblockes mit einem Schrumpfschlauch, gestattet ein zügiges Aufbringen der elektrisch isolierenden Umhüllung.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden schematisch in Zeichnungen gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.
  • Dabei zeigt die
  • 1 einen Schnitt durch einen Varistorblock mit einer unmittelbar auf dessen Oberfläche aufgebrachten elektrisch isolierenden Umhüllung, die
  • 2 einen Varistorblock während der Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung nach einem ersten Verfahren und die
  • 3 einen Varistorblock bei einem Aufbringen einer elektrisch isolierenden Umhüllung nach einem zweiten Verfahren.
  • Die 1 zeigt einen Schnitt durch einen Varistorblock 1. Der Varistorblock 1 weist mehrere Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d auf. Die Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d sind beispielsweise zylinderförmig ausgestaltet und mit ihren Zylinderachsen koaxial zu einer Varistorblockhauptachse 3 angeordnet. Die Stirnseiten der Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d sind jeweils aneinander liegend angeordnet. Als Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d sind beispielsweise gesinterte Metalloxidblöcke verwendbar. Darüber hinaus können zwischen den Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d auch metallische Blöcke oder metallische Gehäuse eingesetzt werden. Je nach zur Verfügung stehenden Metalloxiden können diese unterschiedliche Abmessungen aufweisen. Mittel der metallischen Blöcke, die in den Varistorblock 1 eingefügt werden, kann dann ein Längenausgleich des gesamten Varistorblockes 1 erzielt werden. Zusätzlich kann ein metallischer Block als thermische Senke dienen. Weiterhin können zwischen den Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d auch Gehäusebaugruppen eingesetzt werden, in die beispielsweise Überwachungseinrichtungen für die Temperatur des Varistorblockes 1 eingebracht sind. An den voneinander abgewandten Enden des Varistorblockes 1 sind jeweils Endstücke 4a, 4b angeordnet. Die Endstücke 4a, 4b sind als Anschlussarmaturen ausgestaltet, das heißt, sie sind als elektrisch leitende Körper ausgestaltet, die Anschlusspunkte aufweisen, mittels welcher der Varistorblock 1 in einen Ableitstrompfad einbringbar ist. Der gesamte Varistorblock 1 ist mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung 5 umgeben. Die elektrisch isolierende Umhüllung 5 ist beispielsweise aus einer Umwicklung aus einer Vielzahl von Bändern gebildet oder auch, wie im vorliegenden Beispiel der 1, aus einem Schrumpfschlauch gebildet. Die elektrisch isolierende Umhüllung 5 liegt unmittelbar auf der Mantelfläche des Varistorblockes 1 auf, das heißt, zwischen den Fügebereich des Varistorblockes 1 und der elektrisch isolierenden Umhüllung 5 sind keine Gaseinschlüsse oder andere Körper angeordnet. Zur Vermittlung einer hohen Haftung der elektrisch isolierenden Umhüllung 5 auf dem Varistorblock 1 kann dort zusätzlich jedoch ein Haftvermittler, wie beispielsweise ein einschlussfreier Schmelzkleber oder ähnliches, angeordnet sein.
  • Die Endstücken 4a, 4b weisen in axialer Richtung der Varistorblockhauptachse 3 voneinander abgewandt Schultern auf. Diese Schultern sind durch konische Verringerung des Umfanges der Endstücke 4a, 4b bezüglich der Varistorblockhauptachse 3 gebildet. Die elektrisch isolierende Umhüllung umgreift die Schultern der Endstücke 4a, 4b, so dass die Endstücke 4a, 4b sowie die Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d von der elektrisch isolierenden Umhüllung 5 gegeneinander gepresst werden.
  • Durch die elektrisch isolierende Umhüllung 5 ist der Varistorblock 1 gegen mechanische Einflüsse von außen geschützt. Weiterhin wird die Oberfläche des Varistorblockes 1 durch die elektrisch isolierende Umhüllung 5 nach außen hin geglättet und die Fügestellen der Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d untereinander sind durch die elektrisch isolierende Umhüllung 5 überdeckt.
  • In den 2 und 3 werden zwei Verfahren vorgestellt, die der Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung auf einen Varistorblock 1 dienen. Gleichwirkende Baugruppen sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen wie in der 1 versehen.
  • In der 2 wird der Varistorblock 1 mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung 5a versehen. Die elektrisch isolierende Umhüllung 5a ist aus einer Vielzahl von Windungen gebildet, die auf den Varistorblock 1 aufgewickelt werden. Dazu werden Isolierbänder 6 fest auf den Varistorblock 1 aufgewickelt. Auch bei dieser Variante umgreifen die Bänder 6 die Schultern der Endstücke 4a, 4b und stellen so eine innige Verbindung zwischen den Endstücken 4a, 4b und Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d dar. Um ein möglichst enges Anliegen der Isolierbänder auf der Oberfläche des Varistorblockes 1 zu gewährleisten, wird im unmittelbaren Bereich der Aufwickelzone der Isolierbänder 6 ein starker Unterdruck erzeugt. Durch ein geschicktes Anordnen einer Vielzahl von Bändern 6 und einer entsprechenden Wirktechnik kann im unmittelbaren Bereich der Aufwickelzone eine Entfernung von nicht erwünschten Gasmolekülen bewirkt werden. Dadurch wird dort gegenüber der Umgebung ein Unterdruck erzeugt, wodurch die Isolierbänder 6 straff auf die Oberfläche des Varistorblockes 1 gepresst werden.
  • Neben der Verwirkung einzelner Isolierbänder 6 um den Varistorblock 1 herum kann dieses Verfahren jedoch auch bei der Verwendung eines Schrumpfschlauches Anwendung finden. Dort wird dann im Innern des Schrumpfschlauches ein entsprechender Unterdruck erzeugt und der Schlauch auf den Varistorblock 1 aufgeschrumpft. Auch bei einer derartigen Ausgestaltung werden die einzelnen Fügestellen zwischen den Varistorelementen 2a, 2b, 2c, 2d und den Endstücken 4a, 4b von der elektrisch isolierenden Umhüllung 5a vollständig umgeben.
  • Um ein Auseinanderfallen der aneinander liegenden Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d bzw. auch der Endstücke 4a, 4b während der Aufbringung der Umhüllung zu verhindern, können diese untereinander verklebt werden oder auch in einer entsprechenden Einspannvorrichtung gehalten werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Einspannvorrichtung nach der vollständigen Umhüllung mit der elektrisch isolierenden Umhüllung 5a entfernt wird und die Verspannkräfte vollständig von der elektrisch isolierenden Umhüllung 5a aufgebracht werden.
  • Die 3 zeigt eine weitere Möglichkeit der Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung 5b. Im vorliegenden Fall ist ein Varistorblock 1 im Innern eines von Gasmolekülen evakuierten Raumes 8 angeordnet. Mittels einer Vakuumpumpe 9 sind nicht erwünschte Gasmoleküle aus dem Raum 8 entfernbar. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Evakuierung während des Aufbringens der Umhüllung auf das Varistorelement 1 durchgeführt wird und/oder eine Evakuierung auch vor dem Beginn des Aufbringens der Isolierumhüllung erfolgt. Im Innern des evakuierten Raumes 8 ist ein Varistorblock 1 in bekannter Ausbildung angeordnet. Der Varistorblock 1 ist von einem Schrumpfschlauch 5b umgeben, welcher eine elektrisch isolierende Umhüllung darstellt. Aufgrund der Evakuierung des evakuierten Raumes 8 ist in diesem Raum nur noch eine zu vernachlässigende Anzahl von Gasmolekülen vorhanden. Bei einer Wärmezuführung über eine Heizeinrichtung 10 erfolgt eine Aufschrumpfung des Schrumpfschlauches 5b. Der Schrumpfschlauch 5b kann sich dabei unmittelbar an die Oberfläche des Varistorblockes 1 anschmiegen. Aufgrund des innerhalb des evakuierten Raumes 8 herrschenden Vakuums ist der Einschluss von Hohlräumen zwischen dem Schrumpfschlauch 5b nahezu ausgeschlossen. Die Länge des Schrumpfschlauches 5b ist dabei derart bemessen, dass er sich über die Schultern der Endstücke 4a, 4b legt und die Endstücke 4a, 4b unter Zwischenlage der Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d gegeneinander presst. Dadurch entsteht ein mechanisch stabiler Block, der eine glatte äußere Oberfläche aufweist. Um die Endstücke 4a, 4b sowie die Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d des Varistorblockes 1 vor dem Umschrumpfen mit dem Schrumpfschlauch 5b in Position zu halten, können entsprechende zusätzliche Haltevorrichtungen vorgesehen sein, oder es kann eine Verklebung der einzelnen Varistorelemente 2a, 2b, 2c, 2d und der Endstücke 4a, 4b für die Montage erfolgen.
  • Neben der Verwendung eines Schrumpfschlauches können in dem evakuierten Raum 8 auch weitere Fertigungsverfahren zur Aufbringung einer elektrisch isolierenden Umhüllung 5 eingesetzt werden. So kann in dem evakuierten Raum 8 auch eine Wickeleinrichtung angeordnet sein, welche Isolierbänder um den Varistorblock 1 herum verwirkt und so eine elektrisch isolierenden Umhüllung entsteht.

Claims (8)

  1. Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes (1) für einen Überspannungsableiter mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung (5, 5a, 5b), dadurch gekennzeichnet, dass vor und/oder während einer Aufbringung der Umhüllung (5, 5a, 5b) auf den Varistorblock (1) zwischen der Umhüllung (5, 5a, 5b) und einer Oberfläche des Varistorblockes (1) befindliche Gasmoleküle entfernt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbringung der Umhüllung (5, 5a, 5b) in einem evakuierten Raum (8) erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (5, 5a, 5b) unter Einwirkung thermischer Energie verformt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Umhüllung (5, 5a, 5b) zumindest teilweise ein Schrumpfschlauch eingesetzt wird.
  5. Varistorblock (1) für einen Überspannungsableiter, mit eine Umhüllung (5, 5a, 5b) aus einem elektrisch isolierenden Material, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (5, 5a, 5b) unmittelbar auf einer Oberfläche des Varistorblockes (1) aufliegt und während und/oder vor einer Aufbringung der Umhüllung (5, 5a, 5b) auf den Varistorblock (1) zwischen Varistorblock und Umhüllung befindliche Gasmoleküle entfernt sind.
  6. Varistorblock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Varistorblock (1) mehrere aneinander gefügte Varistorelemente (2a, 2b, 2c, 2d) aufweist, deren Fügestellen zumindest teilweise von der Umhüllung (5, 5a, 5b) überdeckt sind.
  7. Varistorblock nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an voneinander abgewandten Enden des Varistorblockes (1) Endstücke (4a, 4b) angeordnet sind, die Schultern aufweisen, welche von der Umhüllung (5, 5a, 5b) überdeckt werden.
  8. Varistorblock nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (5, 5a, 5b) zumindest teilweise aus einem Schrumpfschlauch gebildet ist.
DE102005007146A 2005-02-11 2005-02-11 Verfahren zur Ummantelung eines Varistorblockes mit einer elektrisch isolierenden Umhüllung sowie Varistorblock für einen Überspannungsableiter Withdrawn DE102005007146A1 (de)

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