DE102005005566B3 - Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager Download PDFInfo
- Publication number
- DE102005005566B3 DE102005005566B3 DE200510005566 DE102005005566A DE102005005566B3 DE 102005005566 B3 DE102005005566 B3 DE 102005005566B3 DE 200510005566 DE200510005566 DE 200510005566 DE 102005005566 A DE102005005566 A DE 102005005566A DE 102005005566 B3 DE102005005566 B3 DE 102005005566B3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cage
- sheet metal
- receiving pockets
- retaining tongues
- metal part
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D53/00—Making other particular articles
- B21D53/10—Making other particular articles parts of bearings; sleeves; valve seats or the like
- B21D53/12—Making other particular articles parts of bearings; sleeves; valve seats or the like cages for bearings
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C33/00—Parts of bearings; Special methods for making bearings or parts thereof
- F16C33/30—Parts of ball or roller bearings
- F16C33/38—Ball cages
- F16C33/42—Ball cages made from wire or sheet metal strips
- F16C33/422—Ball cages made from wire or sheet metal strips made from sheet metal
- F16C33/425—Ball cages made from wire or sheet metal strips made from sheet metal from a single part, e.g. ribbon cages with one corrugated annular part
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C29/00—Bearings for parts moving only linearly
- F16C29/04—Ball or roller bearings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Rolling Contact Bearings (AREA)
Abstract
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Käfigs (1)
für ein
Wälzlager.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren
wird ein streifenförmiges Blechteil
(10) in einen Grundkörper
(2) mit einem kreisförmigen
Querschnitt umgeformt und es werden Aufnahmetaschen (3) zur Aufnahme
von Wälzkörpern (4)
derart ausgebildet, dass sie die Beweglichkeit der Wälzkörper (4),
bezogen auf den Käfig
(1), sowohl radial nach innen als auch radial nach außen begrenzen.
Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
dass das Blechteil (10) vor der Ausbildung des Grundkörpers (2)
so umgeformt wird, dass es in ersten Bereichen (11), in denen die Aufnahmetaschen
(3) ausgebildet werden, die Krümmung des
fertigen Käfigs
(1) aufweist und in zweiten Bereichen (12), die zwischen den ersten
Bereichen (11) angeordnet sind, eine vom fertigen Käfig (1)
abweichende Form aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Käfig für ein Wälzlager.
- Käfige für Wälzlager sind in vielfältigen Ausführungen bekannt, die auf unterschiedlichste Weise hergestellt werden können. Beispielsweise können Blechkäfige aus einem Blechring hergestellt werden, in den Ausnehmungen zur Aufnahme der Wälzkörper gestanzt werden. Allerdings sind die Stanzoperationen am Blechring mit einem gewissen Aufwand verbunden. Wesentlich einfacher ist es, die Stanzoperationen für die Ausnehmungen an einem Blechstreifen durchzuführen, der anschließend in eine zylindrische Form gebogen wird.
- Eine derartige Vorgehensweise ist in der
für die Herstellung eines Kugelkäfigs offenbart. Bei dem dort beschriebenen Verfahren werden in einem ersten Blechstreifen Ausnehmungen ausgebildet, die jeweils von je zwei gegenüberliegenden Laschen eingerahmt sind. Die Laschen weisen eine Krümmung auf, die der Oberfläche der vorgesehenen Kugeln nachempfunden ist. Dabei nähern sich die freien Enden der Laschen jeweils soweit an, dass die Kugeln den verbleibenden Zwischenraum nicht passieren können. In entsprechender Weise wird ein zweiter Blechstreifen bearbeitet, wobei die Abstände zwischen benachbarten Ausnehmungen etwas größer bemessen werden. Die beiden Blechstreifen werden bezüglich der Laschen in entgegengesetzte Richtungen jeweils in die Form eines halben Zylinders gebogen, so dass sich die Ausnehmungen der beiden Halbzylinder paarweise decken und die Laschen voneinander weg orientiert sind. In jeweils einer Ausnehmung eines jeden Paares wird vor dem Zusammenfügen der beiden Halbzylinder eine Kugel angeordnet, die nach dem Zusammenfügen der Halbzylinder durch die Laschen in Position gehalten wird.GB 577 194 - Die Herstellung sehr präzise gearbeiteter Käfige aus Blechstreifen ist allerdings schwierig, da durch das Biegen der Blechstreifen die Ausnehmungen geringfügig verformt werden und somit keine präzise Führung der Kugeln mehr gewährleistet ist. Außerdem ist die in der
offenbarte doppelwandige Ausbildung des Käfigs, die dort der Begrenzung der Beweglichkeit der Wälzkörper radial nach außen und radial nach innen dient, mit einem vergleichsweise hohen Aufwand verbunden.GB 577 194 - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einem vertretbaren Aufwand einen präzise ausgebildeten Käfig für ein Wälzlager herzustellen.
- Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit der Merkmalskombination des Anspruchs 1 gelöst.
- Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager wird ein streifenförmiges Blechteil in einen Grundkörper mit einem kreisförmigen Querschnitt umgeformt. Weiterhin werden Aufnahmetaschen zur Aufnahme von Wälzkörpern derart ausgebildet, dass sie die Beweglichkeit der Wälzkörper bezogen auf den Käfig sowohl radial nach innen als auch radial nach außen begrenzen. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass das Blechteil vor der Ausbildung des Grundkörpers so umgeformt wird, dass es in ersten Bereichen, in denen die Aufnahmetaschen ausgebildet werden, die Krümmung des fertigen Käfigs aufweist und in zweiten Bereichen, die zwischen den ersten Bereichen angeordnet sind, eine vom fertigen Käfig abweichende Form aufweist.
- Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass mit relativ geringem Aufwand Käfige hergestellt werden können, die insbesondere im Bereich der Aufnahmetaschen sehr präzise ausgebildet sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass in die Aufnahmetaschen der Käfige eingesetzte Wälzkörper in alle Richtungen gehalten werden und dadurch die Montage und Demontage der mit Wälzkörpern bestückten Käfige erleichtert wird.
- Die Aufnahmetaschen werden vorzugsweise vor der Ausbildung des Grundkörpers fertig gestellt. Dies erleichtert die Ausbildung der Aufnahmetaschen. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Aufnahmetaschen nach der Ausbildung der Krümmung des fertigen Käfigs im ersten Bereich des Blechteils fertig gestellt werden. Dadurch kann eine korrekte Geometrie der Aufnahmetaschen gewährleistet werden.
- Innerhalb der ersten Bereiche des Blechteils können der Krümmung entgegengesetzte Erhöhungen ausgebildet werden. Durch diese Erhöhungen kann ein besonders zuverlässiger Einschluss der Wälzkörper in den Aufnahmetaschen gewährleiste werden.
- In den zweiten Bereichen des Blechteils wird vorzugsweise eine Krümmung ausgebildet, die zur Krümmung in den ersten Bereichen entgegengesetzt ist. Dies hat den Vorteil, dass das Blechteil bei der Ausbildung der Aufnahmetaschen eine lang gestreckte Form aufweist und die ersten Bereiche zur Ausbildung der Aufnahmetaschen mit Werkzeugen gut zugänglich sind. Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens ist weiterhin vorgesehen, dass das Blechteil innerhalb der zweiten Bereiche geschwächt wird. Dadurch wird die Umformung der zweiten Bereiche des Blechteils nach Ausbildung der Aufnahmetaschen erleichtert und es wird vermieden, dass diese Umformung zu einer unerwünschten Verformung der ersten Bereiche führt.
- Zur Ausbildung der Aufnahmetaschen kann jeweils eine Ausnehmung hergestellt werden und auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Ausnehmung das Blechteil entlang der Konturen j e einer Haltezunge durchtrennt werden. Weiterhin können die Haltezungen so verformt werden, dass sie aus der Oberfläche des Blechteils herausragen und ihre freien Enden sich paarweise annähern. Diese Ausbildung der Aufnahmetaschen erleichtert die Bestückung mit Wälzkörpern.
- Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf einen Käfig für ein Wälzlager, insbesondere für ein Linearwälzlager. Der erfindungsgemäße Käfig weist einen im Querschnitt kreisförmigen Grundkörper aus Blech und Aufnahmetaschen zur Aufnahme von Wälzkörpern auf. Die Aufnahmetaschen weisen jeweils eine Ausnehmung und zwei partiell aus dem Grundkörper heraus getrennte Haltezungen auf, die auf einander gegenüberliegenden Seiten der zugehörigen Ausnehmung ausgebildet sind. Die Wälzkörper sind jeweils zwischen zwei Haltezungen und dem Rand der zugehörigen Ausnehmung drehbar gehalten. Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Käfigs besteht darin, dass die Haltezungen jeweils außerhalb der zugehörigen Ausnehmung aus dem Grundkörper herausgetrennt sind und im Randbereich der zugehörigen Ausnehmung einteilig mit dem Grundkörper verbunden sind.
- Ein derart ausgebildeter Käfig hat den Vorteil, dass er kostengünstig herstellbar ist und dass die Ränder der Ausnehmungen jeweils vollständig zum Halten der Wälzkörper zur Verfügung stehen.
- Die Wälzkörper werden insbesondere so gehalten, dass sie auf der Seite der Haltezungen weiter aus dem Grundkörper herausragen als auf der dazu rückwärtigen Seite des Grundkörpers.
- Die Haltezungen sind bevorzugt jeweils auf einander in Umfangsrichtung des Grundkörpers gegenüberliegenden Seiten der zugehörigen Ausnehmung ausgebildet. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Haltezungen sich jeweils derart paarweise gegenüberstehen, dass die Wälzkörper durch elastisches Zurückfedern der Haltezungen in die Aufnahmetaschen eingesetzt werden können.
- Bei jeder Aufnahmetasche kann der Rand der Ausnehmung auf einander quer zu den Haltezungen gegenüberliegenden Seiten eine insbesondere bogenförmige Erhöhung aufweisen. Die Erhöhung ist vorzugsweise auf derselben Seite des Grundkörpers ausgebildet, auf der auch die Haltezungen aus dem Grundkörper ragen.
- Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Käfigs sind mehrere Reihen von Aufnahmetaschen vorgesehen, wobei die Reihen bezogen auf den Grundkörper vorzugsweise in Axialrichtung verlaufen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Erhöhung jeweils bevorzugt als eine entlang jeder Reihe von Aufnahmetaschen durchgehende Verformung des Grundkörpers ausgebildet. Derart ausgebildete Erhöhungen lassen sich sehr effizient herstellen.
- Im Grundkörper können zu den Haltezungen korrespondierende Durchbrechungen ausgebildet sein, die jeweils in verbreiterte Aussparungen münden.
- Die Aufnahmetaschen sind vorzugsweise für die Aufnahme von Kugeln ausgebildet.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert.
- Es zeigen:
-
1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß hergestellten Käfigs für ein Wälzlager in Schnittdarstellung, -
2 einen vergrößerten Ausschnitt aus1 im Bereich einer der Aufnahmetaschen, -
3 den in2 dargestellten Ausschnitt in Aufsicht, -
4 ein Ausführungsbeispiel eines im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens bearbeiteten Blechstreifens in Schnittdarstellung und -
5 den Blechstreifen aus4 in Aufsicht. -
1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß hergestellten Käfigs1 für ein Wälzlager in Schnittdarstellung. Der dargestellte Käfig1 kann insbesondere bei Linearlagern eingesetzt werden und weist einen zylinderförmigen Grundkörper2 auf. Im Grundkörper2 sind drei Reihen von Aufnahmetaschen3 ausgebildet, die äquidistant über den Umfang des Grundkörpers2 verteilt sind und sich jeweils in Axialrichtung des Grundkörpers2 erstrecken. Jede Aufnahmetasche3 kann eine Kugel4 aufnehmen und diese – mit einem gewissen Spiel, das insbesondere auch eine Rotation der Kugel4 ermöglicht – fixieren. Der Aufbau der Aufnahmetaschen3 wird im Einzelnen anhand der2 und3 erläutert. -
2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus1 im Bereich einer der Aufnahmetaschen3 .3 zeigt den in2 dargestellten Ausschnitt in Aufsicht. Die Aufnahmetaschen3 weisen jeweils eine Ausnehmung5 und zwei in Umfangsrichtung des Grundkörpers2 auf einander gegenüberliegenden Seiten der Ausnehmung5 angeordnete Haltezungen6 auf. Die Haltezungen6 ragen auf der Innenseite des Käfigs1 aus dem Grundkörper2 heraus und sind so ausgebildet, dass sie sich mit zunehmender Entfernung von der Oberfläche des Grundkörpers2 einander annähern. Im Bereich des Rands der Ausnehmung5 sind die Haltezungen6 einteilig mit dem Grundkörper2 verbunden. - Die Kugel
4 kann von der Innenseite des Käfigs1 aus in die Aufnahmetasche3 eingeschnappt werden, wobei die Haltezungen6 elastisch zurückfedern. Die Haltezungen6 verhindern, dass die Kugel4 radial nach innen aus der Aufnahmetasche3 heraus fällt. Radial nach außen wird die Kugel4 vom Rand der Ausnehmung5 gehalten, die kleinere Abmessungen als die Kugel4 aufweist. Seitlich wird die Kugel4 durch die Haltezungen6 und den Rand der Ausnehmung5 gehalten, wobei die Haltezungen6 lediglich in Umfangsrichtung des Grundkörpers2 Halt gewähren. Der Rand der Ausnehmung5 ist axial neben der Ausnehmung5 erhöht, so dass der Rand der Ausnehmung5 der Kugel4 in Axialrichtung besonders einen guten Halt gewährt. Hierzu ist der Grundkörper2 entlang der Reihen von Aufnahmetaschen3 durchgehend so verformt, dass jeweils eine relativ zum Grundkörper2 radial nach innen gerichtete bogenförmige Erhöhung7 ausgebildet ist. - In Umfangsrichtung ist neben den Aufnahmetaschen
3 jeweils beidseits je eine Durchbrechung8 ausgebildet, die jeweils in eine Aussparung9 mündet. Die Durchbrechungen8 entstehen bei der Ausbildung der Haltezungen6 im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des Käfigs1 , das im Folgenden näher erläutert wird. -
4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens bearbeiteten Blechstreifens10 in Schnittdarstellung. Eine zugehörige Aufsicht auf den Blechstreifen10 ist in5 dargestellt. Bei dieser Aufsicht richtet sich der Blick von unten auf das in5 dargestellte Schnittbild. Zur Herstellung des Käfigs1 wird der Blechstreifen10 auf ein durch den Umfang des Käfigs1 vorgegebenes Maß abgelängt. Anschließend wird für jede vorgesehene Reihe mit Aufnahmetaschen3 durch eine Prägeoperation eine sich über die gesamte Breite des Blechstreifens10 erstreckende Erhöhung7 ausgebildet. Dann wird der ursprünglich eben ausgebildete Blechstreifen10 in die in3 dargestellte Wellenform gebracht, in der sich Wellentäler11 und Wellenberge12 abwechseln. Die ursprünglichen Konturen des Blechstreifens10 sind in4 ebenfalls dargestellt. Der Krümmungsradius des Blechstreifens10 im Bereich der Wellentäler11 entspricht dabei dem Radius des Käfigs1 . Im Bereich der Wellenberge12 weist der Blechstreifen10 beim dargestellten Ausführungsbeispiel den gleichen Krümmungsradius wie im Bereich der Wellenberge10 auf. - Als nächster Bearbeitungsschritt werden im Bereich der Wellentäler
11 die Haltezungen6 frei gestanzt und die Ausnehmungen5 sowie die Aussparungen9 ausgestanzt. Diese Stanzoperationen werden so durchgeführt, dass die Haltezungen6 jeweils im Bereich des Randes der Ausnehmung5 über ihre gesamte axiale Breite mit dem Blechstreifen10 verbunden bleiben. - Weiterhin werden im Bereich der Wellenberge
12 rechteckige Fenster13 ausgestanzt, deren Längserstreckung jeweils parallel zu den Reihen der Aufnahmetaschen3 verläuft. Außerdem werden im Bereich der freien Enden des Blechstreifens10 Stanzoperationen zur Ausbildung von Clinchelemente14 und zugehörigen Gegenstücken15 ausgeführt. Schließlich werden die Haltezungen6 so verformt, dass sie jeweils auf der konkaven Seite der Wellentäler11 aus dem Blechstreifen10 herausragen und sich mit zunehmender Entfernung vom Blechstreifen10 einander annähern. Dadurch werden die Durchbrechungen8 im Blechstreifen10 ausgebildet. - Danach wird der Blechstreifen
10 durch Umformen der Wellenberge12 in eine zylindrische Form gebracht und dadurch der Grundkörper2 ausgebildet. Die Umformoperation wird durch die Fenster13 erleichtert, durch die der Blechstreifen10 geschwächt wird. Die Wellentäler11 oder zumindest die Umgebungen der Aufnahmetaschen3 sind von der Umformoperation ausgenommen. Infolge der Schwächung des Blechstreifens10 durch die Fenster13 ist der Einfluss der Umformung der Wellenberge12 auf die Form der Wellentäler11 sehr gering. Dementsprechend bleiben auch die Aufnahmetaschen3 mit hoher Präzision erhalten. Zur Erzielung dieser hohen Präzision ist es wichtig, dass nach der Ausbildung der Aufnahmetaschen3 zumindest in deren unmittelbarer Umgebung keine Materialumformung mehr durchgeführt wird. - Im Rahmen der Umformung des Blechstreifens
10 werden dessen freie Enden, an denen die Clinchelemente14 und die Gegenstücke15 ausgebildet sind, einander angenähert und durch Zusammenfügen der Clinchelemente14 und der Gegenstücke15 miteinander verbunden. Prinzipiell ist es auch möglich, die freien Enden des Blechstreifens10 auf andere Weise miteinander zu verbinden, beispielsweise durch Schweißen, Löten, Kleben usw. -
- 1
- Käfig
- 2
- Grundkörper
- 3
- Aufnahmetasche
- 4
- Kugel
- 5
- Ausnehmung
- 6
- Haltezunge
- 7
- Erhöhung
- 8
- Durchbrechung
- 9
- Aussparung
- 10
- Blechstreifen
- 11
- Wellental
- 12
- Wellenberg
- 13
- Fenster
- 14
- Clinchelement
- 15
- Gegenstück
Claims (18)
- Verfahren zur Herstellung eines Käfigs (
1 ) für ein Wälzlager, wobei ein streifenförmiges Blechteil (10 ) in einen Grundkörper (2 ) mit einem kreisförmigen Querschnitt umgeformt wird und Aufnahmetaschen (3 ) zur Aufnahme von Wälzkörpern (4 ) derart ausgebildet werden, dass sie die Beweglichkeit der Wälzkörper (4 ) bezogen auf den Käfig (1 ) sowohl radial nach innen als auch radial nach außen begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechteil (10 ) vor der Ausbildung des Grundkörpers (2 ) so umgeformt wird, dass es in ersten Bereichen (11 ), in denen die Aufnahmetaschen (3 ) ausgebildet werden, die Krümmung des fertigen Käfigs (1 ) aufweist und in zweiten Bereichen (12 ), die zwischen den ersten Bereichen (11 ) angeordnet sind, eine vom fertigen Käfig (1 ) abweichende Form aufweist. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (
3 ) vor der Ausbildung des Grundkörpers (2 ) fertig gestellt werden. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (
3 ) nach der Ausbildung der Krümmung des fertigen Käfigs (1 ) im ersten Bereich (11 ) des Blechteils (10 ) fertig gestellt werden. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der ersten Bereiche (
11 ) des Blechteils (10 ) der Krümmung entgegengesetzte Erhöhungen (7 ) ausgebildet werden. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den zweiten Bereichen (
12 ) des Blechteils (10 ) eine Krümmung ausgebildet wird, die zur Krümmung in den ersten Bereichen (11 ) entgegengesetzt ist. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechteil (
10 ) innerhalb der zweiten Bereiche (12 ) geschwächt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung der Aufnahmetaschen (
3 ) jeweils eine Ausnehmung (5 ) hergestellt wird und auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Ausnehmung (5 ) das Blechteil (10 ) entlang der Konturen je einer Haltezunge (6 ) durchtrennt wird. - Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltezungen (
6 ) so verformt werden, dass sie aus der Oberfläche des Blechteils (10 ) herausragen und ihre freien Enden sich paarweise annähern. - Käfig für ein Wälzlager, insbesondere für ein Linearwälzlager, mit einem im Querschnitt kreisförmigen Grundkörper (
2 ) aus Blech und Aufnahmetaschen (3 ) zur Aufnahme von Wälzkörpern (4 ), wobei die Aufnahmetaschen (3 ) jeweils eine Ausnehmung (5 ) und zwei partiell aus dem Grundkörper (2 ) heraus getrennte Haltezungen (6 ) aufweisen, die auf einander gegenüberliegenden Seiten der zugehörigen Ausnehmung (5 ) ausgebildet sind und wobei die Wälzkörper (4 ) jeweils zwischen zwei Haltezungen (6 ) und dem Rand der zugehörigen Ausnehmung (5 ) drehbar gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltezungen (6 ) jeweils außerhalb der zugehörigen Ausnehmung (5 ) aus dem Grundkörper (2 ) herausgetrennt sind und im Randbereich der zugehörigen Ausnehmung (5 ) einteilig mit dem Grundkörper (2 ) verbunden sind. - Käfig nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (
4 ) so gehalten werden, dass sie auf der Seite der Haltezungen (6 ) weiter aus dem Grundkörper (2 ) herausragen als auf der dazu rückwärtigen Seite des Grundkörpers (2 ). - Käfig nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltezungen (
6 ) jeweils auf einander in Umfangsrichtung des Grundkörpers (2 ) gegenüberliegenden Seiten der zugehörigen Ausnehmung (5 ) ausgebildet sind. - Käfig nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltezungen (
6 ) sich jeweils derart paarweise gegenüberstehen, dass die Wälzkörper (4 ) durch elastisches Zurückfedern der Haltezungen (6 ) in die Aufnahmetaschen (3 ) eingesetzt werden können. - Käfig nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Aufnahmetasche (
3 ) der Rand der Ausnehmung (5 ) auf einander quer zu den Haltezungen (6 ) gegenüberliegenden Seiten eine insbesondere bogenförmige Erhöhung (7 ) aufweist. - Käfig nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung (
7 ) auf derselben Seite des Grundkörpers (2 ) ausgebildet ist, auf der auch die Haltezungen (6 ) aus dem Grundkörper (2 ) ragen. - Käfig nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Reihen von Aufnahmetaschen (
3 ) vorgesehen sind, wobei die Reihen bezogen auf den Grundkörper (2 ) vorzugsweise in Axialrichtung verlaufen. - Käfig nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung (
7 ) jeweils als eine entlang jeder Reihe von Aufnahmetaschen (3 ) durchgehende Verformung des Grundkörpers (2 ) ausgebildet ist. - Käfig nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass im Grundkörper (
2 ) zu den Haltezungen (6 ) korrespondierende Durchbrechungen (8 ) ausgebildet sind, die jeweils in verbreiterte Aussparungen (9 ) münden. - Käfig nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (
3 ) für die Aufnahme von Kugeln ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510005566 DE102005005566B3 (de) | 2005-02-07 | 2005-02-07 | Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200510005566 DE102005005566B3 (de) | 2005-02-07 | 2005-02-07 | Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102005005566B3 true DE102005005566B3 (de) | 2006-04-27 |
Family
ID=36129219
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200510005566 Expired - Fee Related DE102005005566B3 (de) | 2005-02-07 | 2005-02-07 | Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102005005566B3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010004906A1 (de) | 2010-01-19 | 2011-07-21 | Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, 91074 | Wälzlagerkäfig und Verfahren zu dessen Herstellung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB577194A (en) * | 1944-03-02 | 1946-05-08 | Leonard Ralph Hutchings | Improvements in and relating to ball bearings |
-
2005
- 2005-02-07 DE DE200510005566 patent/DE102005005566B3/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB577194A (en) * | 1944-03-02 | 1946-05-08 | Leonard Ralph Hutchings | Improvements in and relating to ball bearings |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010004906A1 (de) | 2010-01-19 | 2011-07-21 | Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, 91074 | Wälzlagerkäfig und Verfahren zu dessen Herstellung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2142815B1 (de) | Aus mehreren teilen zusammengebauter wälzlagerkäfig | |
| EP1072806A2 (de) | Verfahren zur Befestigung eines Lagers in einem Lagerschild und Lageranordnung | |
| EP4105505A1 (de) | Käfigsegment für einen rollenlagerkäfig | |
| DE69614130T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines linearlagers | |
| EP4105507A1 (de) | Käfigsegment für einen rollenlagerkäfig | |
| DE1425039C3 (de) | Käfig für zylindrische Wälzkörper | |
| DE60019662T2 (de) | Lager für Radnabe eines Motorfahrzeuges und Befestigungsverfahren des Lagers in einer Motorfahrzeugaufhängung | |
| DE112015005203T5 (de) | Halter für Druckrollenlager und Verfahren zur Herstellung des Halters | |
| DE102009042166A1 (de) | Kugelrollenlager | |
| DE3206126A1 (de) | Verfahren zum herstellen eines waermebehandelten lagerringes und nach diesem verfahren hergestellter lagerring | |
| DE202014105640U1 (de) | Lagervorrichtung | |
| DE102005005566B3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager | |
| WO1994001691A1 (de) | Wälzlagerkäfig | |
| EP1064467B1 (de) | Kreuzgelenkgabel | |
| DE102005005567B3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager | |
| DE102011084750A1 (de) | Zylinderrollenlager | |
| WO2002020953A1 (de) | Rollenstössel für einen verbrennungsmotor | |
| DE2120905A1 (de) | Längsführungslager | |
| WO2019110031A1 (de) | Schlepphebel für einen ventiltrieb einer brennkraftmaschine und verfahren zur spanlosen herstellung eines hebels aus stahlblech | |
| DE3812377C1 (en) | Cage for linear roller bearings | |
| DE102017129773A1 (de) | Pendelrollenlager | |
| WO2011110155A1 (de) | Käfig für kugelgelenk und kugelgelenk | |
| DE2233041C2 (de) | Axialwälzlagerkäfig | |
| DE102017110690A1 (de) | Wälzlagerkäfig und Verfahren zur Herstellung sowie Montage eines Wälzlagerkäfigs | |
| DE2659432A1 (de) | Verfahren zum einbau der kugeln eines kugellagers in einen einteiligen, aus blech gebildeten kugelkaefig, sowie kugelkaefig zur ausuebung des verfahrens |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |