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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einer Einheit zum Betätigen einer
Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein
Verfahren zum Betätigen
einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 16.
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Aus
der
DE 101 48 347
A1 ist eine Vorrichtung mit einer Einheit zum Betätigen einer
Brennkraftmaschine mit zumindest zwei Gruppen von Zylindern und
mit zwei Stellgliedern zum Einstellen von Drehmomentbeiträgen der
ersten Gruppe von Zylindern und der zweiten Gruppe von Zylindern
bekannt. Die Drehmomentbeiträge
summieren sich zu einem Gesamtdrehmoment der Brennkraftmaschine,
das die Einheit abhängig
von einem Lastanforderungssignal bestimmt. Die Einheit ist dazu
vorgesehen, eine der Gruppen von Zylindern in einem kontinuierlichen Vorgang
abzuschalten, wenn das Lastanforderungssignal unter einen Schwellenwert
und damit in einen bestimmten Wertebereich fällt. Steigt das Lastanforderungssignal über den
Schwellenwert hinaus an, schaltet die Einheit die zuvor abgeschaltete
Gruppe von Zylindern wieder zu.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung
bereitzustellen, durch die ein reduzierter Kraft stoffverbrauch bei gleichzeitig
hohem Komfort und schadstoffarmer Verbrennung erreichbar ist.
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Die
Erfindung geht aus von einer Vorrichtung mit einer Einheit zum Betätigen einer
Brennkraftmaschine mit zumindest einem ersten Zylinder, zumindest
einem zweiten Zylinder und mit zumindest zwei Stellgliedern zum
Einstellen von Drehmomentbeiträgen
des ersten Zylinders und des zweiten Zylinders zu einem Gesamtdrehmoment
der Brennkraftmaschine abhängig
von wenigstens einem Lastanforderungssignal.
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Es
wird vorgeschlagen, dass die Einheit dazu vorgesehen ist, in zumindest
einem Wertebereich des Lastanforderungssignals den Drehmomentbeitrag
des ersten Zylinders und den Drehmomentbeitrag des zweiten Zylinders
auf unterschiedliche, von null verschiedene Werte einzustellen.
Dadurch können
zusätzliche
Kraftstoffeinsparungspotenziale erschlossen werden, da insbesondere
zumindest ein Zylinder oder eine Gruppe von Zylindern in einer verbrauchsoptimalen
Weise betätigt
werden kann, so dass auch ein Gesamtverbrauch der Brennkraftmaschine
gegenüber
herkömmlichen
Brennkraftmaschinen reduziert werden kann. Zudem kann ein kontinuierlicher Übergang
zwischen einem Wertebereich des Lastanforderungssignals, in dem
die Brennkraftmaschine in einem Vollmotorbetrieb betätigt ist,
und einem weiteren Wertebereich, in dem die Brennkraftmaschine in
einem Teilmotorbetrieb betätigt
ist, geschaffen werden. Durch diesen kontinuierlichen Übergang
kann ein Fahrkomfort eines die Brennkraftmaschine umfassenden Kraftfahrzeugs gesteigert
werden. Zudem ist es möglich,
die Drehmomentbeiträge
der Zylinder flexibel derart aufzuteilen, dass stets eine schadstoffarme
Verbrennung gewährleistet
sein kann.
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Unter „vorgesehen" soll in diesem Zusammenhang
auch „ausgelegt" und „ausgestattet" verstanden werden.
Der erste Zylinder und der zweite Zylinder sind jeweils als Repräsentanten einer
Gruppe von Zylindern aufzufassen, die den gleichen Drehmomentbeitrag
liefert. Die Gruppe kann prinzipiell auch aus einem einzigen Zylinder
bestehen, wobei eine Kraftstoffeinsparung ohne Komfortverluste durch
unrundes Laufen jedoch insbesondere dann erreichbar ist, wenn die
Gruppe von Zylindern mehrere, insbesondere vier, jeweils um einen
Motortakt phasenverschoben betätigte
Zylinder umfasst. Im Fall eines Motors mit einer geradzahligen Gesamtzahl
von Zylindern kann die Gruppe besonders vorteilhaft eine Hälfte der
Zylinder umfassen. Dabei ist zum Vermeiden von Komforteinbußen darauf
zu achten, dass die Zündzeitpunkte
der zu einer Gruppe zusammengefassten Zylinder gleichmäßig über einen Arbeitszyklus
der Brennkraftmaschine verteilt sind. Die Erfindung betrifft dabei
eine dauerhafte Einstellung der Drehmomentbeiträge der Zylinder und weniger
eine vorübergehende
Einstellung der Werte der Drehmomentbeiträge während einer Zuschalt- oder Abschaltphase.
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In
einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Einheit
dazu vorgesehen ist, zumindest in einer Betriebsphase den Drehmomentbeitrag
des ersten Zylinders innerhalb des Wertebereichs unabhängig vom
Lastanforderungssignal konstant zu halten. Der Drehmomentbeitrag
kann dann über
einen Zeitraum, in dem das Lastanforderungssignal innerhalb des
Wertebereichs liegt, in einer verbrauchsoptimalen Weise betrieben
sein.
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Ferner
wird vorgeschlagen, dass der Wertebereich durch einen verbrauchsoptimalen
Wert des Drehmomentbeitrags begrenzt ist. Dadurch kann der Betrieb
des ersten Zylinders im verbrauchsoptimalen Zustand maximal ausgewertet
werden. Steigt das Lastanforderungssignal über den verbrauchsoptimalen
Wert hinaus an, können
weitere Zylinder zugeschaltet werden, um den zum Gesamtdrehmoment fehlenden
Drehmomentbeitrag zu erzeugen. Steigt der Drehmomentbeitrag der
weiteren Zylinder, die den zweiten Zylinder umfassen, ebenfalls über den verbrauchsoptimalen
Wert des Drehmomentbeitrags hinaus an, kann der Wertebereich beendet
sein und die Einheit kann auch am ersten Zylinder einen den verbrauchsoptimalen
Wert übertreffenden
Drehmomentbeitrag einstellen. Der verbrauchsoptimale Wert des Drehmomentbeitrags
kann abhängig
von einer Drehzahl der Brennkraftmaschine bestimmt sein.
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Dabei
kann eine Berücksichtigung
von Drehzahlabhängigkeiten
vorteilhaft implizit erfolgen, wenn der Wertebereich durch vorgegebene
prozentuale Anteile des Drehmomentbeitrags an einem Maximaldrehmoment
der Brennkraftmaschine begrenzt ist. Ein aufwändiges Speichern von drehzahlabhängigen Begrenzungskennlinien
kann vorteilhaft entfallen.
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Der
verbrauchsoptimale Drehmomentbeitrag kann besonders präzise durch
einen Schnittpunkt zweier Kurven bestimmt sein, von denen die erste
einen Kraftstoffverbrauch im Teilmotorbetrieb beschreibt und von
denen die zweite einen Kraftstoffverbrauch im Vollmotorbetrieb beschreibt.
Der Schnittpunkt bzw. der verbrauchsoptimale Drehmomentbeitrag können empirisch
ermittelt werden und als drehzahlabhängige Kennlinie gespeichert
werden.
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Eine
flexible Anpassbarkeit an Spezifikationen der Brennkraftmaschine
kann erreicht werden, wenn die Vorrichtung eine Speichereinheit
zum Speichern von wenigstens einer Kenngröße zum Begrenzen des Wertebereichs
umfasst.
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Eine
volle Auslastung der Brennkraftmaschine bei hohen Werten des Lastanforderungssignals kann
erreicht werden, wenn die Einheit dazu vorgesehen ist, in zumindest
einem weiteren Wertebereich des Lastanforderungssignals den Drehmomentbeitrag
des ersten Zylinders und den Drehmomentbeitrag des zweiten Zylinders
auf den gleichen Wert einzustellen.
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Weitere
Kraftstoffeinsparungspotenziale können erschlossen werden, wenn
die Einheit dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Wertebereich des
Lastanforderungssignals den Drehmomentbeitrag des zweiten Zylinders
auf null zu setzen. Dabei können
zudem Ladungswechselverluste vermieden werden, wenn gleichzeitig
Ladungswechselventile außer
Betrieb gesetzt werden bzw. der Ventilhub der Ladungswechselventile
mit dem Drehmomentbeitrag auf null gesetzt werden.
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Eine
konstruktiv einfache verbrauchsoptimierte Steuerung einer Vielzahl
von Zylindern kann erreicht werden, wenn die Einheit dazu vorgesehen ist,
Drehmomentbeiträge
von Zylindern einer ersten Gruppe von Zylindern, die den ersten
Zylinder umfasst, auf einen ersten Wert einzustellen und Drehmomentbeiträge von Zylindern
aus einer zweiten Gruppe von Zylindern auf einen zweiten Wert einzustellen.
Die Stellglieder können
dabei jeweils einer der Gruppen zugeordnet sein.
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Ist
die Einheit dazu vorgesehen, zumindest zwei Gruppen von Zylindern
bei aufeinander folgenden Abschaltvorgängen im Wechsel abzuschalten, kann
ein Verölen
einer Zylindergruppe durch häufiges,
längerfristiges
Abschalten vermieden werden.
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Eine
präzise
Lastanpassung zum Erreichen geringer Drehmomentbeiträge beim
Zuschalten eines Zylinders bzw. einer Gruppe von Zylindern kann erreicht
werden, wenn die Vorrichtung ein Zündzeitpunktverstellglied umfasst,
das zumindest in einer Betriebsphase zum Erreichen wenigstens eines Drehmomentbeitrags
durch die Einheit betätigbar
ist.
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Konstruktiv
besonders einfach kann die Vorrichtung ausgestaltet sein, wenn die
Stellglieder als Drosselklappen ausgebildet sind. Dabei kann eine
individuelle Einstellung der Zylinder der Brennkraftmaschine erreicht
werden, wenn jede der Drosselklappen einem Zylinder zugeordnet ist.
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Eine
unkontrollierte Last durch die Verbrennung einer zwischen der Drosselklappe
und dem Einlassventil gestauten Luft-Kraftstoffgemischmenge kann vermieden
werden, wenn die Stellglieder zum Verstellen eines Ventilhubs eines
Einlassventils vorgesehen sind. Ein Ansaugluftstrom kann zudem vorteilhaft über das
Einlassventil drosselbar sein, so dass auf die Betätigung einer
Drosselklappe in diesem Zusammenhang verzichtet werden kann.
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Ferner
geht die Erfindung aus von einem Verfahren zum Betätigen einer
Brennkraftmaschine mit zumindest einem ersten Zylinder, einem zweiten Zylinder
und mit zumindest zwei Stellgliedern zum Einstellen von Drehmomentbeiträgen des
ersten Zylinders und des zweiten Zylinders zu einem Gesamtdrehmoment
der Brennkraftmaschine abhängig
von wenigstens einem Leistungsanforderungssignal.
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Es
wird vorgeschlagen, dass wenn das Lastanforderungssignal in einen
ersten Wertebereich fällt,
der Drehmomentbeitrag des ersten Zylinders auf einen festen, vom
Wert des Lastanforderungssignals im Übrigen unabhängigen Wert
eingestellt wird, während
der Drehmomentbeitrag des zweiten Zylinders durch eine Differenz
zwischen der Summe der Drehmomentbeiträge einer den ersten Zylinder
umfassenden Gruppe von Zylindern und einem Sollwert für das Gesamtdrehmoment
bestimmt ist. Dadurch kann ein verbrauchsoptimierter Betrieb einer
gattungsgemäßen Brennkraftmaschine
erreicht werden.
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Sind
die Zylinder Teil einer Gruppe, wird der von der Gruppe erzeugte
Drehmomentanteil anteilig von den Zylindern der Gruppe erzeugt.
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Eine
Unterteilung des gesamten Wertespektrums des Lastanforderungssignals
kann insbesondere drei Wertebereiche aufweisen, die folgendermaßen charakterisierbar
sind:
- 1. Erster Wertebereich: nur eine Zylindergruppe erzeugt
ein Drehmoment, eine zweite Zylindergruppe ist abgeschaltet.
- 2. Zweiter Wertebereich: eine Zylindergruppe fährt mit
konstanter Last, und Variationen des Lastanforderungssignals werden
durch eine Variation der Last bzw. des Drehmomentbeitrags einer
zweiten Gruppe von Zylindern umgesetzt.
- 3. Dritter Wertebereich: Alle Zylinder bzw. alle Zylindergruppen
fahren mit gleicher, hoher Last.
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Eine
Gaswechselarbeit bei abgeschalteten Zylindern kann vermieden werden,
wenn die Vorrichtung abschaltbare Auslassventile umfasst.
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Insbesondere
dann, wenn die Drosselung des Ansaugluftstroms über Drosselklappen erfolgt, kann
zudem Gaswechselarbeit eingespart werden, wenn die Vorrichtung bzw.
die Brennkraftmaschine abschaltbare Einlassventile umfasst.
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Weitere
Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt. Die Beschreibung und die Ansprüche enthalten
zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale
zweckmäßigerweise
auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
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Dabei
zeigen:
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1 eine
Brennkraftmaschine mit acht Zylindern und eine Einheit zum Betätigen der
Brennkraftmaschine,
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2 einen
Verlauf eines Ventilhubs einer ersten Gruppe von Zylindern und eines
Ventilhubs einer zweiten Gruppe von Zylindern in Abhängigkeit von
einem Kur belwellenwinkel für
verschiedene Werte eines Leistungsanforderungssignals,
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3 eine
Darstellung der Abhängigkeit
eines Verbrauchs der Brennkraftmaschine von einem Gesamtdrehmoment
in einem Teilmotorbetrieb und in einem Vollmotorbetrieb, hier beispielhaft
in einem Drehzahlpunkt,
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4 einen
exemplarischen zeitlichen Verlauf des Leistungsanforderungssignals
und von Drehmomentbeiträgen
der ersten Gruppe von Zylindern und der zweiten Gruppe von Zylindern
und
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5 eine
alternative Brennkraftmaschine mit acht Zylindern mit jeweils einer
separaten Drosselklappe
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1 zeigt
eine als Ottomotor ausgebildete Brennkraftmaschine 11a mit
acht Zylindern 12a–19a, die
zu einer ersten Gruppe von Zylindern 12a–15a und
zu einer zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a zusammengefasst
sind. Jede der Gruppen bildet eine Zylinderbank. Alle Zylinder 12a–19a treiben
gemeinsam eine Kurbelwelle an, die hier nicht explizit dargestellt
ist. Die Brennkraftmaschine 11a umfasst eine als programmierbare
Recheneinheit mit einer Speichereinheit 29a ausgebildete
Einheit 10a zum Betätigen
der Brennkraftmaschine 11a. Die Einheit 10a kommuniziert über eine
Steuerleitung 48a mit weiteren Steuer- und Regeleinheiten
eines die Brennkraftmaschine 11a umfassenden Kraftfahrzeugs. Über die
Steuerleitung 48a empfängt
die Einheit 10a insbesondere ein Lastanforderungssignal 25a,
das einem von einem Fahrer des Kraftfahrzeugs eingestellten Fahrpedalwinkel
entspricht.
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Es
sind auch Ausgestaltungen der Erfindung denkbar, in denen die zu
einer zu- und abschaltbaren Gruppe zusammengefassten Zylinder über mehrere Zylinderbänke verteilt
sind. Zum Vermeiden eines mangelhaften Rundlaufs ist dabei darauf
zu achten, dass die Zündzeitpunkte
der Zylinder einer Gruppe mit gleichen Abständen über einen Arbeitszyklus verteilt
sind.
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Umfasst
die Gruppe vier Zylinder, die in einem viertaktigen Arbeitszyklus
arbeiten, beträgt demnach
der optimale Abstand zwischen benachbarten Zündzeitpunkten 180°. Würde die
Gruppe drei Zylinder umfassen, ergäbe sich entsprechend ein Abstand
von 240°.
Ferner sind Ausgestaltungen der Erfindung denkbar, in denen nur
ein Teil der Zylinder abschaltbar ist, während die Drehmomentbeiträge des komplementären Teils
der Zylinder durch eine Hauptdrosselklappe bestimmt sind.
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Zum
Betätigen
der Brennkraftmaschine 11a steuert die Einheit 10a über Stellglieder 20a, 21a einen
Drehmomentbeitrag 22a (4) der ersten Gruppe
von Zylindern 12a–15a und
einen Drehmomentbeitrag 23a der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a.
Die Einheit 10a steuert die Drehmomentbeiträge 23a und 24a über den
Ventilhub 32a, 33a, 47a (2)
von Einlass- und
Auslassventilen 49a–56a der
Zylinder 12a–19a,
wobei der Ventilhub 32a bzw. eine Zylinderlast der ersten
Gruppe von Zylindern 12a–15a über das
Stellglied 20a einstellbar ist und der Ventilhub 33a bzw.
eine Zylinderlast der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a über das Stellglied 21a unabhängig von
der Zylinderlast der ersten Gruppe von Zylindern 12a–15a einstellbar
ist. Dabei variiert die Einheit 10a die Höhe des Ventilhubs
und/oder die Öffnungsdauer 32a, 33a.
Die Einstellung der Ventilhübe 32a, 33a beeinflusst
die Drehmomentbeiträge 22a, 23a,
da die während
eines Ansaugtakts der Zylinder 12a–19a einströmende Luft-Kraftstoffgemischmenge
einstellbar ist. Die Luft-Kraftstoffgemischmenge bestimmt die während eines
Arbeitstakts erzeugte Arbeit und damit ein auf die Kurbelwelle übertragenes
Drehmoment. Die Drehmomentbeiträge 22a, 23a summieren
sich zu einem Gesamtdrehmoment 24a der Brennkraftmaschine 11a.
Die Einheit 10a bestimmt die Drehmomentbeiträge 22a, 23a unabhängig voneinander
gemäß eines
in die Einheit 10a implementierten Programms, das Kenngrößen nutzt,
die in der Speichereinheit 29a gespeichert sind.
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Zum
Einstellen des Ventilhubs der Zylinder 12a–19a verstellt
die Einheit 10a über
die Stellglieder einen Verlauf des Ventilhubs 32a der ersten
Gruppe von Zylindern 12a–15a und des Ventilhubs 33a der zweiten
Gruppe von Zylindern 16a–19a in Abhängigkeit
von einem Kurbelwellenwinkel in der in 2 dargestellten
Weise. Dabei unterscheidet das Programm der Einheit 10a zwischen
drei Wertebereichen 26a, 27a, 30a von
Werten des Lastanforderungssignals 25a.
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2 zeigt
einen exemplarischen Verlauf des Ventilhubs 32a der ersten
Gruppe von Zylindern 12a–15a bei gleichzeitiger
Abschaltung der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a,
wenn das Lastanforderungssignal 25a in den ersten Wertebereich 26a fällt, einen
exemplarischen Verlauf der Ventilhübe 32a' der ersten Gruppe von Zylindern 12a–15a unter konstanter
Einstellung und den Ventilhub 33a' der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a,
wenn das Lastanforderungssignal 25a in den zweiten Wertebereich 27a fällt und
einen exemplarischen Verlauf der Ventilhübe 32a'', 33a'' für beide Gruppen von Zylindern 12a–19a,
wenn das Leistungsanforderungssignal 25a in den dritten
Wertebereich 30a fällt.
Ferner ist ein Verlauf eines Ventilhubs 47a eines Auslassventils 49a dargestellt.
Die Auslassventile 49a–56a sind
mit Abschaltgliedern ausgestattet und daher abschaltbar. Die Einheit 10a schaltet
die Auslassventile 49a–56a immer
dann selbsttätig
ab, wenn die Zylinderlast und damit der Ventilhub 32a, 33a der
Einlassventile des entsprechenden Zylinders 12a–19a null ist.
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Der
untere Wertebereich 26a ist nach oben durch einen Schwellenwert 34a begrenzt.
Liegt das Lastanforderungssignal 25a im unteren Wertebereich 26a,
setzt die Einheit 10a den Ventilhub 32a und damit
den Drehmomentbeitrag 23a der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a auf
null und bestimmt den Drehmomentbeitrag 22a der ersten
Gruppe von Zylindern 12a–15a gemäß des Lastanforderungssignals 25a,
so dass das Gesamtdrehmoment 24a der Brennkraftmaschine 11a von
der ersten Gruppe von Zylindern 12a–15a allein erzeugt
wird. Gleichzeitig schließt
die Einheit 10a die Auslassventile der zweiten Gruppe von
Zylindern 16a–19a,
um unnötige Gaswechselarbeit
zu vermeiden. In der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a wird
Luft adiabatisch komprimiert und de komprimiert.
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Der
mittlere Wertebereich 27a ist nach unten durch den Schwellenwert 34a und
nach oben durch einen weiteren Schwellenwert 35a begrenzt.
Liegt das Lastanforderungssignal 25a im mittleren Wertebereich 27a,
setzt die Einheit 10a den Drehmomentbeitrag 22a der
ersten Gruppe von Zylindern 12a–15a auf den Wert
des Schwellenwerts 34a, so dass die erste Gruppe von Zylindern 12a–15a einen konstanten,
im Übrigen
vom Lastanforderungssignal 25a unabhängigen Drehmomentbeitrag 22a leistet. Der
Ventilhub 32a' dieser
Gruppe bleibt dann konstant auf der Hubkurve. Ferner bildet die
Einheit 10a eine Differenz zwischen einem durch das Leistungsanforderungssignal 25a bestimmten
Sollwert des Gesamtdrehmoments 24a der Brennkraftmaschine 11a und
dem Drehmomentbeitrag 22a der ersten Gruppe von Zylindern 12a–15a und
bestimmt den Drehmomentbeitrag 23a der zweiten Gruppe von
Zylindern 16a–19a gemäß dieser
Differenz. Der Ventilhub 33a' dieser
Gruppe liegt dann unterhalb der Kurve 32a. Die Drehmomentbeiträge 22a, 23a haben
daher im mittleren Wertebereich 27a einen unterschiedlichen, nicht
verschwindenden Wert.
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Ist
der auf diese Weise bestimmte Drehmomentbeitrag 23a der
zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a kleiner als ein
Minimalmoment, stellt die Einheit 10a den Ventilhub 33a auf
einen dem Minimalmoment entsprechenden Wert ein und verringert den
Drehmomentbeitrag 23a über
ein Zündzeitpunktverstellglied 31a durch
eine Verzögerung
der Zündzeitpunkte
in Richtung spät
der zweiten Gruppe von Zylindern 16a–19a.
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Der
obere Wertebereich 30a ist nach unten durch den Schwellenwert 35a und
nach oben durch ein Maximaldrehmoment 28 der Brennkraftmaschine 11a begrenzt.
Liegt das Lastanforderungssignal 25a im oberen Wertebereich 30a,
setzt die Einheit 10a die Drehmomentbeiträge 22a, 23a der
Zylinder 12a–19a auf
den gleichen Wert, und zwar jeweils auf die Hälfte des über das Lastanforderungssignal 25a bestimmten
Gesamtdrehmoments 24a.
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Die
Schwellenwerte 34a, 35a sind verbrauchsoptimal
bestimmt. In 3 zeigt eine Linie 36a den
Verbrauch der Brennkraftmaschine 11a im Teilmotorbetrieb,
d.h. bei abgeschalteten Zylindern 16a–19a. Der Schwellenwert 34a stellt
ein Verbrauchsminimum dar. Bei einer Lasterhöhung im Teilmotorbetrieb über den
Schwellenwert 34a hinaus neigt die Verbrennung vermehrt
zum Klopfen, wodurch der Verbrauch ansteigt. Unterhalb des Schwellenwerts 34a fallen
Motorreibung und Ladungswechselarbeit mehr und mehr ins Gewicht,
so dass sich auch bei geringeren Motormomenten der Verbrauch erhöht. Der
zweite Schwellenwert 35a ist etwa doppelt so groß wie der
erste Schwellenwert 34a und liegt im Bereich eines Minimums
eines durch eine Linie 37a dargestellten Verbrauchs der
Brennkraftmaschine 11a im Vollmotorbetrieb.
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Zum
Bestimmen der Schwellenwerte 34a, 35a liest die
Einheit 10a aus der Speichereinheit 29a das in
Form einer Kennlinie gespeicherte Maximaldrehmoment 28a der
Brennkraftmaschine 11a und einen Prozentwert aus. Durch
Multiplikation des drehzahlabhängigen
Maximaldrehmoments 28a mit dem Prozentwert ermittelt die
Einheit 10a den Schwellenwert 34a und durch ein
Verdoppeln des Schwellenwerts 34a den Schwellenwert 35a.
Die Schwellenwerte 34a, 35a weisen dadurch ebenfalls eine
Drehzahlabhängigkeit
auf. Im vorliegenden Beispiel beträgt der Prozentwert etwa 30%.
Eine gestrichelte Linie 46a stellt den Verbrauch der Brennkraftmaschine 11a im
mittleren Wertebe reich 27a dar, der leicht unterhalb des
Verbrauchs im Vollmotorbetrieb liegt.
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4 zeigt
einen exemplarischen zeitlichen Verlauf des Lastanforderungssignals 25a,
des Drehmomentbeitrags 22a und des Drehmomentbeitrags 23a.
Das Gesamtdrehmoment 24a folgt dem Lastanforderungssignal 25a mit
einer leichten, in der Darstellung nicht erkennbaren Verzögerung,
so dass auch das Gesamtdrehmoment 24a und das Lastanforderungssignal 25a im
gleichen Graphen dargestellt sind.
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Zunächst verläuft das
Lastanforderungssignal 25a im unteren Wertebereich 26a,
so dass das Gesamtdrehmoment 24a durch den Drehmomentbeitrag 22a erzeugt
wird, während
die Einheit 10a den Drehmomentbeitrag 23a auf
null setzt. In einem Zeitpunkt t1 überschreitet
das Lastanforderungssignal 25a den Schwellenwert 34a und
die Einheit 10a hält den
Drehmomentbeitrag 22a auf einem konstanten Wert, während der
Drehmomentbeitrag 23a gemäß der Differenz zwischen dem
angeforderten Gesamtdrehmoment 24a und dem Drehmomentbeitrag 22a bestimmt
ist. In einem Zeitpunkt t2 überschreitet
das Leistungsanforderungssignal 25a den Schwellenwert 35a und
die Einheit 10a stellt die Drehmomentbeiträge 22a, 23a jeweils
auf den gleichen Wert ein, der jeweils eine Hälfte des Gesamtdrehmoments 24a bildet.
In einem Zeitpunkt t3 hat das Lastanforderungssignal 25a das
Maximaldrehmoment 28a der Brennkraftmaschine 11a erreicht.
In einem Zeitpunkt t4 reduziert ein Fahrer
des Kraftfahrzeugs durch eine Verringerung des Fahrpedalwinkels
das Lastanforderungssignal 25a. In einem Zeitpunkt t5 unterschreitet das Lastanforderungssignal 25a den
Schwellenwert 35a. Die Einheit 10a vertauscht
bei jedem Übergang zwischen
dem oberen Wertebereich 30a und dem mittleren Wertebereich 27a intern
die Gruppe von Zylindern 12a–15a mit der Gruppe
von Zylindern 16a–19a,
so dass im folgenden Zeitabschnitt bis zu einem Zeitpunkt t6 der Drehmomentbeitrag 23a der zwei ten
Gruppe von Zylindern 16a–19a konstant gehalten
wird und der Drehmomentbeitrag 22a zum Erreichen des angeforderten
Gesamtdrehmoments 24a von der Einheit 10a variiert
wird. Im Zeitpunkt t6 hat der Drehmomentbeitrag 22a einen
Minimalwert erreicht und der Ventilhub 32q der Einlassventile
wird auf 0 gestellt bzw. die Auslassventile abgeschaltet. Der Wert
des Lastanforderungssignals 25a tritt in den unteren Wertebereich 26a ein,
bis er in einem Zeitpunkt t7 den Schwellenwert 34a wieder
erreicht.
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5 zeigt
eine alternative Brennkraftmaschine 11b mit acht Zylindern 12b–19b,
die jeweils eine separate, unmittelbar vor den Einlassventilen angeordnete
Drosselklappe 38b–45b aufweisen. Analoge
Merkmale sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, wobei zur Unterscheidung
der Ausführungsbeispiele
die Buchstaben a und b hinzugefügt sind.
In der Beschreibung soll im Wesentlichen auf Unterschiede zu dem
in den 1–4 dargestellten
Ausführungsbeispiel
verwiesen werden, wobei im Hinblick auf gleichbleibende Merkmale
auf die Beschreibung zu den 1–4 verwiesen
wird.
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Die
Brennkraftmaschine 11b umfasst Stellglieder 20b, 21b zum
Verstellen der Winkel der Drosselklappen 38b–41b,
die einer ersten Gruppe von Zylindern 12b–15b zugeordnet
sind, und der Winkel der Drosselklappen 42b–45b,
die einer zweiten Gruppe von Zylindern 16b–19b zugeordnet
sind. Durch den Drosselklappenwinkel steuert die Einheit 10b die während des
Ansaugtakts in den jeweiligen Zylinder 12a–19b eingelassene
Luft-Kraftstoffgemischmenge und bestimmt auf diese Art die Drehmomentbeiträge 22b, 23b der
beiden Gruppen von Zylindern 12b–19b. Der Ventilhub
der Einlassventile der Zylinder 12b–19b bleibt dabei
unverändert.
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Erreicht
die Lastanforderung an eine Gruppe von Zylindern 12b–19b einen
minimalen, in der Speichereinheit 29 gespeicher ten Wert,
werden Ventilabschalteinheiten auf Einlassventilen 57b–64b und Auslassventilen 49b–56b der
Brennkraftmaschine 11b aktiviert.