DE102005004139A1 - Vorrichtung zur Schwingungsisolierung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schwingungsisolierung mit einem wannenförmigen Blechprofil (2), dessen Bodenplatte (4) eine Anzahl von Löchern (6) aufweist, mit einer vorbestimmten Anzahl von Kugeln (8), die in diesen Löchern (6) angeordnet sind, und mit einer zum wannenförmigen Blechprofil (2) korrespondierenden Abdeckung (10) aus elastischem Material, die aus diesem wannenförmigen Blechprofil (2) herausragt. Somit erhält man einen Baukasten, mit dem Vorrichtungen, insbesondere Schaltschränke, einfach und abgestimmt schwingungsisoliert aufgestellt werden können.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schwingungsisolierung.
- Für eine schwingungsisolierte Aufstellung einer Vorrichtung, insbesondere eiens Schaltschrankes, wird bisher großflächig immer der gleiche Gummi unter die Vorrichtung gelegt. Dabei kann ohne Abstimmung der Größe der Auflageflächen auch auftretende Schwingungen verstärkt werden, wodurch die Vorrichtung beschädigt werden kann. Andererseits ist die Analyse der Flächengröße von vielen Dingen abhängig und erfordert einen entsprechenden großen sehr spezifischen Aufwand, wobei mit dem Lieferanten der aufzustellenden Vorrichtung mehrmals Rücksprache gehalten werden muss.
- Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur Schwingungsisolierung anzugeben, die ohne großen Aufwand an eine aufzustellende Vorrichtung angepasst werden kann.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Dadurch, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Schwingungsisolierung mehrteilig aufgebaut ist, besteht nun die Möglichkeit diese Vorrichtung an die jeweilige aufzustellende Vorrichtung anzupassen. Dazu wird die Anzahl der anzuordnenden Kugeln an die Belastung einer aufzustellenden Vorrichtung angepasst. Auf diese Kugeln wird anschließend eine Abdeckung aus elastischem Material gelegt. Diese Abdeckung ist derart ausgebildet, dass diese von dem wannenförmigen Blechprofil der Vorrichtung zur Schwingungsisolierung aufgenommen wird und aus dieser herausragt. Diese Abdeckung aus elastischem Material bildet sozusagen ein Federelement, wobei die Feder steifigkeit in Abhängigkeit der Anzahl der verwendeten Kugeln bestimmt wird.
- Weist die Bodenplatte der Vorrichtung zur Schwingungsisolierung wenigstens eine Befestigungsbohrung auf, so werden die vorbestimmte Anzahl von Kugeln um diese Befestigungsbohrung angeordnet. Die Anzahl dieser Kugeln richtet sich nach der Belastung einer aufzustellenden Vorrichtung.
- Ist die Grundplatte des wannenförmigen Blechprofils quadratisch, so erhält man eine Vorrichtung, die jeweils in einer Ecke einer aufzustellenden Vorrichtung platziert wird. Ist dagegen die Grundplatte dieses wannenförmigen Blechprofils rechteckförmig, so wird diese Vorrichtung entlang einer Seite einer aufzustellenden Vorrichtung angeordnet. Da Schwingungen von einer aufzustellenden Vorrichtung ferngehalten werden sollen, muss diese Vorrichtung zur Schwingungsisolierung unterhalb einer aufzustellenden Vorrichtung angeordnet werden. D.h., dass bei einer quadratischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung von dieser wenigstens vier und bei einer rechteckförmigen Ausführungsform von dieser wenigstens zwei benötigt werden.
- Sind die aufzustellenden Vorrichtungen Schaltschränke, die in vorbestimmten Abmessungen erhältlich sind, werden von dem wannenförmigen Blechprofil nur einige in bekannten Längen benötigt. Dadurch senkt sich die Teilevarianz. Die Anpassung an das Gewicht des aufzustellenden Schrankes und einer zu dämpfenden Schwingung erfolgt einerseits durch die Anzahl der zu verwendenden Kugeln und durch die Dicke der Abdeckung aus elastischem Material.
- Die in der Grundplatte des wannenförmigen Blechprofils angeordneten Löcher sind derart bemessen, dass die Eindringtiefe der verwendeten Kugeln kleiner ist als die Dicke der Grundplatte und damit der Dicke des Blechprofils. Dadurch werden die verwendeten Kugeln beim Zusammenbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung in ihrer Lage zur Befestigungsbohrung positioniert. Durch das Aufbringen der Abdeckung werden die Kugeln in ihrer Lage annähernd fixiert.
- Ist die Grundplatte des wannenförmigen Blechprofils rechteckförmig, so werden zwischen den beiden Anhäufungen von Kugeln weitere Kugeln platziert, wodurch die Abdeckung aus elastischem Material über die gesamte Länge der erfindungsgemäßen Vorrichtung abgestützt wird. Der Durchmesser einer jeden weiteren Kugeln ist gegenüber einem Durchmesser einer jeden Kugel um eine Befestigungsbohrung kleiner. Diese Kugeln sollen verhindern, dass die Abdeckung aus elastischem Material zwischen zwei entfernt liegenden Befestigungsbohrungen durchhängt.
- Da die Abdeckung aus elastischem Material das eigentliche Federelement der Vorrichtung zur Schwingungsisolierung ist, wird entsprechend dieser Funktion ein entsprechendes elastisches Material ausgewählt. Ein vorteilhaftes Material ist Gummi. Neben Gummi kann jedoch auch jedes beliebiges elastisches Material ausgewählt werden, mit dem diese Funktion erreicht wird.
- Durch eine vorbestimmte Anzahl von Kugeln wird die Federsteifigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwirklicht. Als Kugeln sind Kugeln aus formstabilem Material vorgesehen. Die Wahl des Materials für diese Kugeln bestimmt vorrangig der Preis.
- Durch den erfindungsgemäßen Aufbau dieser Vorrichtung zu Schwingungsisolierung erhält man ein Baukasten zum Aufbau von Vorrichtungen, mit denen Vorrichtungen, insbesondere Schaltschränke, einfach und abgestimmt schwingungsisoliert aufgestellt werden können.
- Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen, in der eine erfindungsgemäße Ausführung schematisch veranschaulicht ist.
-
1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit abgenommener Abdeckung, die -
2 zeigt eine Ausschnittsvergrößerung der Vorrichtung nach1 und die -
3 zeigt die Vorrichtung nach1 im eingebauten Zustand. - In den
1 und2 sind mit2 ein wannenförmiges Blechprofil, mit4 dessen Bodenplatte, mit6 Löcher in der Bodenplatte, mit8 Kugeln und mit10 eine Abdeckung aus elastischem Material bezeichnet. Außerdem sind weitere Kugeln mit12 bezeichnet. Da die Bodenplatte4 dieses Blechprofils rechteckförmig ausgebildet ist, weist diese wenigstens zwei Befestigungsbohrungen14 auf. Ist die Bodenplatte4 des wannenförmigen Blechprofils2 quadratisch ausgebildet, so weist diese nur eine Befestigungsbohrung14 auf. An Stelle einer lösbaren Befestigung ist auch jede andere Befestigungsart denkbar. Die Abdeckung10 aus elastischem Material weist zu diesen Befestigungsbohrungen14 korrespondierende Bohrungen16 auf. Sind Befestigungsbohrungen14 vorhanden, so sind die Kugeln8 jeweils um eine Befestigungsbohrung14 angeordnet, wogegen die weiteren Kugeln12 entlang der Länge der Bodenplatte4 verteilt angeordnet sind. Die Kugeln8 und12 sind jeweils in einem Loch6 der Bodenplatte4 des wannenförmigen Blechprofils2 angeordnet. Damit diese Kugeln8 und12 in den jeweiligen Löchern6 verharren, wird die Abdeckung10 aus elastischem Material auf diese Kugeln8 und12 in das wannenförmige Blechprofil2 gelegt. Die Kugeln12 , die über die gesamte Länge der Bodenplatte4 des wannenförmigen Blechprofils2 verteilt sind, stützen die Abdeckung10 aus elastischem Material ab, wodurch ein Durchhängen dieser Abdeckung verhindert wird. - Die Ausschnittsvergrößerung gemäß
2 zeigt einen Ausschnitt des wannenförmigen Blechprofils2 um eine Befestigungsbohrung14 . Dieser Vergrößerung ist zu entnehmen, dass die verwendeten Kugeln8 um die Befestigungsbohrung14 platziert sind. In dieser Ausführungsform werden zweiunddreißig Kugeln8 verwendet. Im Bereich zwischen der Befestigungsbohrung14 und einer Stirnseite18 des wannenförmigen Blechprofils2 ist eine weitere Kugel12 angeordnet. Dieser2 ist ebenfalls entnehmbar, dass dieses wannenförmige Blechprofil2 mittels Abkantungen aus einem Blech hergestellt ist. Diese einfache Herstellung des wannenförmigen Blechprofils2 kann deshalb verwendet werden, da dessen Seitenflächen nur die Abdeckung10 aus elastischem Material umschließen müssen. Das Gewicht der aufzustellenden Vorrichtung wird nur von der Abdeckung10 aus elastischem Material getragen. - In der
3 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung nach1 im eingebauten Zustand zu sehen. Die aufzustellende Vorrichtung ist mit20 bezeichnet. Bei dieser Vorrichtung20 handelt es sich um einen Schaltschrank. Diese Vorrichtung20 ist nicht direkt auf einen Boden aufgestellt, sondern auf einen Tragpodest22 . Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Schwingungsisolierung ist zwischen diesem Tragpodest22 und der aufzustellenden Vorrichtung20 angeordnet. In dieser Darstellung ist erkennbar, dass die Kugeln8 nur zu einem kleinen Teil jeweils in einem Loch6 steckt. Der Durchmesser eines jeden Loches6 ist derart dimensioniert, dass die Eindringtiefe einer jeden Kugel8 kleiner als die Dicke der Bodenplatte4 ist. Dadurch sind die Kugeln8 in ihrer Lage zur Bodenplatte4 des wannenförmigen Blechprofils2 positioniert. Die Verbindung zwischen der Vorrichtung20 und dem Tragpodest22 wird mittels einer schwingungsentkoppelten Verschraubung hergestellt, die durch die Befestigungsbohrung14 der Bodenplatte4 und einer korrespondierenden Bohrung16 der Abdeckung10 gesteckt wird.
Claims (10)
- Vorrichtung zur Schwingungsisolierung mit einem wannenförmigen Blechprofil (
2 ), dessen Bodenplatte (4 ) eine Anzahl von Löchern (6 ) aufweist, mit einer vorbestimmten Anzahl von Kugeln (8 ), die in diesen Löchern (8 ) angeordnet sind, und mit einer zum wannenförmigen Blechprofil (2 ) korrespondierenden Abdeckung (10 ) aus elastischem Material, die aus diesem wannenförmigen Blechprofil (2 ) herausragt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (
4 ) wenigstens eine Befestigungsbohrung (14 ) aufweist und dass eine vorbestimmte Anzahl von Kugeln (8 ) um eine Befestigungsbohrung (14 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (
4 ) des wannenförmigen Blechprofils (2 ) quadratisch ist. - Vorrichtung nach Anspruche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (
4 ) des wannenförmigen Blechprofils (2 ) rechteckförmig ist. - Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchmesser eines jeden Loches (
6 ) derart bemessen ist, dass eine Eindringtiefe einer Kugel (8 ) kleiner als die Dicke der Bodenplatte (4 ) ist. - Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Kugeln (
12 ) vorgesehen sind, deren Durchmesser jeweils kleiner als ein Durchmesser einer um eine Befestigungsbohrung (14 ) platzierten Kugel (8 ) sind. - Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugeln (
8 ,12 ) jeweils aus einem formstabilen Material sind. - Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsbohrung (
14 ) jeweils in einem Eckbereich der Bodenplatte (4 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Kugeln (
12 ) zwischen zwei Eckbereichen der Bodenplatte (4 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material Gummi ist.
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