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Hintergrund:
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Die
Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Molekularbiologe und der
Mikrobiologe. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf Monacolin
K-Biosynthese-Gene.
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Monascus
wird seit tausenden von Jahren in China in der Nahrungsmittel-Industrie verwendet.
Kürzlich
wurde entdeckt, dass Monascus verschiedene bioaktive Substanzen
produziert. Diese bioaktiven Substanzen sind hauptsächlich sekundäre Metaboliten
von Monascus, einschließlich
Substanzen für
die Senkung von Bluthochdruck, Substanzen gegen Fäulnis-Bakterien wie Monascidin,
krebshemmende Substanzen, Substanzen für die Senkung des Blutzuckerspiegels,
Ergosteral, Antioxidantien sowie Cholesterin-Synthese-Inhibitoren
wie Monacolin. Aus diesem Grunde wird Monascus als funktionelles,
gesundheitsförderndes
Nahrungsmittel in den letzten Jahren hoch geschätzt. Monacolin K, der von Monascus
produzierte Cholesterin-Synthese-Inhibitor, wurde erstmals aus dem
Medium von Monascus ruber durch SANKYO CO., LTD, isoliert. Merck & Co., Inc. fanden
dann dieselbe Substanz im Medium von Aspergillus terreus, die als
Lovastatin bezeichnet wurde und als HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor wirkt. Monacolin
K gehört
zu den Polyketiden, deren Struktur Ähnlichkeiten mit HMG-CoA aufweist.
Aus diesem Grunde hemmt Monacolin K die Cholesterin-Synthese mit HMG-CoA
kompetitiv, und die HMG-CoA-Reduktase kann die Reaktion von HMG-CoA
nach Mevolonat nicht katalysieren, was zu einer Reduktion der Cholesterin-Synthese
führt.
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Die
durch Pilze produzieren sekundären
Polyketid-Metaboliten weisen eine strukturelle Vielfalt und einzigartige
Eigenschaften auf, die in anderen Bakterien nicht vorkommen (O'Hagan, 1995). Diese
Eigenschaften kommen auch in der Enzym-Vielfalt der Polyketid-Synthese
zum Ausdruck. Das durch Monascus produzierte Monacolin K ist ein
Mitglied der Polyketid-Gruppe, und es wurde festgestellt, dass die
verschiedenen Polyketide durch von der Polyketid-Synthase (PKS)
katalysierte Kondensation von Acetyl-CoA produziert werden. (Kennedy
et al., 1999; und Abe et al., 2002). Untersuchungen der Polyketid-Synthase
in Kombination mit kombinatorischer Biosynthese eröffnen ein
großes
Potenzial für
die Entwicklung neuer Polyketide (Mc Daniel et al., 1999), und die
neuen Polyketide werden einen neuen Weg für die Entdeckung effektiver
Medikamente eröffnen.
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Aus
der
WO 00/37629 A2 ist
bereits ein Lovastatin-Biosynthescluster mit 17 Genen aus Aspergillus terreus
bekannt, wobei der Gencluster unter anderem Gene für Polyketidsynthase(nonaketid)
(IovB), Polyketidsynthase(diketid) (IovF), P450 Monoxygenase (IovA),
Dehydrogenase (IovC), Esterase (IovD) und HMG CoA Reduktase umfasst.
Des Weiteren ist aus der
WO
00/37629 A2 ein Verfahren zur Erhöhung der Lovastatin-Produktion
durch Transformation isolierter und klonierte Gene des beschriebenen
Lovastatin-Biosynthesclusters in einem Lovastatin (Monacolin) produzierenden
Organismus bekannt.
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Aus
dem Artikel NICHOLSON T. P., „Design
and utility of oligonucleotide gene grobes for fungal polyketide
synthases”,
erschienen (2001) in Chemistry&Biology
Vol. 8, Seite 157–178,
sind degenerierte Primer für Gene
bekannt, die mit der Monacolin K-Synthase in Zusammenhang stehen.
Die bekannten Primer eignen sich zur Herstellung von Sonden für ein DNA-Screening, welche
u. a. spezifisch für
das Lovastatin-Nonaketid-Synthasegen sind.
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Schließlich ist
aus der
GB 2 049 664
A ein Verfahren zur Herstellung eines antihypercholesterinämischen
Mittels der Bezeichnung Monacolin K durch Züchtung von bestimmten spezifischen
Mikroorganismen des Genus Monascus bekannt, im Speziellen von Monascus
ruber Stämmen.
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Zusammenfassung:
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Demgemäß stellt
eine Ausgestaltung der Erfindung ein isoliertes DNA-Molekül bereit,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkA handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 2 aufweist, wobei das Polynukleotid
für ein
Polypeptid mit einer Aktivität,
die ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus β-Ketoacyl-Synthase,
Acetyl-Transferase, Dehydratase, Methyltransferase, Ketoreduktase,
und dem Acyl-Carrier-Protein,
codiert; oder ein Polynukleotid, das zu diesem komplementär ist.
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Eine
andere Ausgestaltung der Erfindung stellt ein isoliertes DNA-Molekül bereit,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkA handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 19 aufweist, oder ein Polynukleotid,
das zu diesem komplementär
ist, wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit einer Aktivität,
die ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus β-Ketoacyl-Synthase,
Acetyl-Transferase, Dehydratase, Methyltransferase, Ketoreduktase,
und dem Acyl-Carrier-Protein, codiert.
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Eine
weitere Ausgestaltung der Erfindung stellt ein isoliertes DNA-Molekül, aufweisend
ein Polynukleotid, das für
ein Polypeptid codiert, das eine Aminosäure-Sequenz aus SEQ ID NO:
11 codiert, wobei das Polypeptid eine Aktivität aufweist, die ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus β-Ketoacyl-Synthase,
Acetyl-Transferase, Dehydratase, Methyltransferase, Ketoreduktase
und Acyl-Carrier-Protein.
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Eine
weitere Ausgestaltung der Erfindung stellt einen Vektor bereit,
der das oben beschriebene isolierte DNA-Molekül enthält.
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Zusätzlich stellt
eine Ausgestaltung der Erfindung eine Zelle bereit, die durch einen
Vektor transformiert wurde, der ein Polynukleotid enthält, das
ausgewählt
ist aus der Gruppe bestehend aus: (a) einem Polynukleotid, bei dem
es sich um mkA handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ
ID NO: 2 aufweist; b) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkB
handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 3 aufweist;
c) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkC handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz aus
SEQ ID NO: 4 aufweist; d) einem Polynukleotid, bei dem es sich um
mkD handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 5
aufweist; e) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkE handelt
und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 6 aufweist; f)
einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkF handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 7 aufweist; g) einem Polynukleotid, bei dem es sich
um mkG handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO:
8 aufweist; h) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkH handelt
und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 9 aufweist; i)
einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkI handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 10 aufweist; und j) einer Kombination daraus.
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Darüber hinaus
stellt die Erfindung ein Verfahren für die Erhöhung der Monacolin K-Produkton
bereit, aufweisend das Kultivieren einer durch einen Vektor transformierten
Zelle und das Aufreinigen von Monacolin K aus der Zelle. Der Vektor
weist ein Polynukleotid auf, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus: a) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkA handelt und
welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 2 aufweist; b) einem
Polynukleotid, bei dem es sich um mkB handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 3 aufweist; c) einem Polynukleotid, bei dem es sich
um mkC handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO:
4 aufweist; d) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkD handelt
und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 5 aufweist; e)
einem Poly nukleotid, bei dem es sich um mkE handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 6 aufweist; f) einem Polynukleotid, bei dem es sich
um mkF handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO:
7 aufweist; g) einem Polynukleotid, bei dem es sich um mkH handelt
und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 9 aufweist; und
h) einer Kombination daraus.
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Darüber hinaus
stellt eine Ausgestaltung der Erfindung die Verwendung einer transformierten
Zelle zur Erhöhung
der HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Bildung
bereit, aufweisend das Kultivieren der durch einen Vektor transformierten
Zelle und das Aufreinigen von HMG-CoA Reduktase-Inhibitor aus der Zelle. Der Vektor
entspricht dem oben beschriebenen.
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Weiterhin
stellt eine Ausgestaltung der Erfindung die Verwendung einer transformierten
Zelle für
die Bildung des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors bereit. Das Verfahren
umfasst die folgenden Schritte: (a) Transformation der Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 2 (mkA genomische DNA), SEQ ID NO: 3 (mkB genomische DNA),
SEQ ID NO: 6 (mkE genomische DNA), und SEQ ID NO: 7 (mkF genomische
DNA), oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit diesen
Sequenzen, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit einer dieser Sequenzen
unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, in eine Wirtszelle,
wobei diese Sequenzen für
Proteine mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codieren;
(b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen, die
für die
Expression der Nukleotid-Sequenzen geeignet sind; und (c) Aufreinigung
des HMG-CoA-Reduktase-Inhibitors.
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Darüber hinaus
stellt eine Ausgestaltung der Erfindung ein Verfahren für die Produktion
von Monacolin K bereit, aufweisend die Kultivierung einer Zelle,
die mit einem Vektor transformiert wurde, und das Aufreinigen von
Monacolin K aus der Zelle. Der Vektor entspricht dem oben beschriebenen.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Ausgestaltungen
der Erfindung können
vollständiger
verstanden werden, und weitere Vorteile werden offensichtlich, wenn
auf die folgende Beschreibung und die begleitenden Zeichnungen Bezug
genommen wird.
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1A–1G zeigen
Sequenzvergleiche der Polyketid-Synthase aus Monascus oder anderen
Pilzen sowie ein Motiv der Fettsäure-Synthase
aus der Ratte. 1A zeigt einen Vergleich der
Ketoacyl-Synthase, 1B zeigt einen Vergleich der
Acyl-Transferase, 1C zeigt einen Vergleich der
Dehydratase, 1D zeigt einen Vergleich der
Methyl-Transferase, 1E zeigt einen Vergleich der
Enoyl-Reduktase, 1F zeigt einen Vergleich der
Ketoacyl-Reduktase, und 1G zeigt
einen Vergleich des Acyl-Carrier-Proteins.
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2 zeigt
die Expression des Monascus mk Genclusters nach 3–14 Tagen.
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3A und 3B zeigen
Karten von pPICZamkA bzw. pPICZamkB.
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4 zeigt
die MKH Aminosäure-Sequenz
und ein mögliches
Zn(II)Cys6 Binuclear-Motiv, das mittels Vector NTI analysiert wurde.
Die Aminosäure-Sequenz in der Box
zeigt das Zn(II)Cys6 Binuclear-Motiv; 6 Cys ist durch graue Unterlegung
markiert.
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5 zeigt
die Konstruktion eines E. coli Expressions-Vektors, der das Polyketid-Synthase
mkA-Gen enthält.
Ein Satz Oligonukleotid-Primer (p3 und p4) wurde entworfen, um die
partielle cDNA des mkA-Gens (6.5 kb) mittels RT-PCR zu amplifizieren.
Die Primer p1 und p2 wurden entworfen, um die partielle cDNA des mkA-Gens
(3.0 kb) mittels RT-PCR zu amplifizieren.
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6 zeigt
die Konstruktion eines E. coli Expressions-Vektors, der das 4'-Phosphopantethein-Transferase sfp-Gen
aus B. subtilis enthält.
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7 zeigt
die Expression von mkA und sfp in E. coli. Das Gesamtprotein von
E. coli, die die Kontroll-Plasmide pCDF-1b und pET30 (Bahn 1) und
die Expressions-Plasmide pCDFsfp (sfp-Gen) und pETmkA (mkA-Gen)
(Bahn 2) enthalten, wurde in Loading Buffer gekocht und einer SDS-PAGE
unterzogen.
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Die
Proteine wurden mit kolloidalem Coomassie Blau gefärbt. Die
Pfeile zeigen die Positionen von Sfp und mkA an. Die Proteine des
Lysats wurden mit dem ProBond<TM> Reinigungssystem (Invitrogen)
gereinigt. Bahn 3 zeigt das bei 3000·g und 60 min zentrifugierte
Lysat, und Bahn 4 enthält
die Proteine, die an einer Ni-Säule
gereinigt wurden.
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Genauere Beschreibung:
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Für Monascus
spezifische Sonden wurden anhand der degenerierten Primer für Lovastatin
aus Aspergillus terreus, die von Nicholson (2001) veröffentlicht
wurden, erstellt. Die Gene, die mit der Monacolin K-Synthese in
Zusammenhang stehen, wurden mittels Kolonie-Hybridisierung aus der
Monascus BAC-Genbank kloniert, sequenziert und identifiziert. Zwei
vollständige
PKS-cDNAs wurden mittels RT-PCR amplifiziert bzw. in Expressions-Vektoren
kloniert. Dann wurde die Erfindung gemacht.
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Seit
der Entdeckung von durch Monascus produzierten Cholesterin-Inhibitoren in den
achtziger Jahren richtete sich ein gesteigertes Interesse auf die
Wirkung von Monascus bezüglich
der Senkung des Blutdrucks, des Blutzuckers und des Cholesterins.
Neben Monacolin K wurden andere Substanzen für die Senkung des Cholesterins
aus Monascus isoliert, z. B. Monacolin J, L, M, und X (Endo et al.,
1979, 1985, 1986, und Komagata et al., 1989). Monacolin J und L
sind Vorläufer
des Monacolin K. Der Mechanismus der Cholesterin-Synthese-Inhibition
durch Monacolin K basiert auf den strukturellen Ähnlichkeiten zwischen Monacolin
K und HMG-CoA. Monacolin K kann an HMG-CoA-Reduktase binden und
deren katalytische Aktivität
für die
Bildung von Mevolonate aus HMG-CoA blockieren, worauf die Cholesterin-Synthese
stark reduziert wird. Neben Monacolin K sind auch andere Verfahren,
die sich die Biotransformation oder die chemische Modifikationen
für die
Inhibition von Cholesterin zu Eigen machen, kommerziell erhältlich,
z. B. Pravastatin, Simvastatin, Fluvastatin, oder Atorvastatin,
die allesamt strukturelle Ähnlichkeiten
mit HMG-CoA aufweisen.
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Aus
diesem Grunde ist es das primäre
Ziel der Erfindung, Gene bereit zustellen, die im Zusammenhang mit
der Monacolin K-Produktion bei Monascus stehen. Das in der Erfindung
analysierte Objekt ist Monascus sp. BCRC38072, bei dem die folgenden
Eigenschaften beobachtet worden:
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Makroskopische Eigenschaften:
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CYA,
25°C, 7
Tage. Koloniedurchmesser 25–26
mm, Myzel anfangs weiß,
wird leicht rötlich-orange, Unterseite
tief rötlich-orange.
MEA, 25°C,
7 Tage. Koloniedurchmesser 48 mm, hell rötlich-orange, Unterseite lebhaft
rötlich-orange.
G25N, 25°C,
7 Tage. Koloniedurchmesser 28–29
mm, tief rötlich-orange,
tief gelblich-orange in den Koloniezentren.
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Mikroskopische Eigenschaften:
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Aleurioconidien
wachsen einzeln oder gelegentlich in kurzen Ketten, obpyriform bis
globulös,
10–13 × 8–10 μm. Cleistothecium
globulös,
37–72 μm Durchmesser,
Acosporen transparent, ellipsoid, 4.6–6.3 (–6.6) × 3.3–4.2 μm.
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Gemäß dem Klassifikations-System
von Hawksworth & Pitt
(1983) wurde BCRC38072 identifiziert als:
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Morphologische Eigenschaften:
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BCRC38072
liegt zwischen M. pilosus und M. ruber.
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BCRC38072 ähnelt
M. pilosus in seiner Koloniefarbe und seiner Wachstumsrate.
- 2. BCRC38072 ähnelt
M. ruber in der Morphologie der Acospore.
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Sequenzanalyse:
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BCRC38072,
M. ruber und M. pilosus weisen eine 100%ige Sequenzähnlichkeit
in ihren rRNA ITS-Fragmenten und dem [beta]-Tubulin-Gen auf.
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Artidentifikation:
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BCRC
38072 wurde zeitweise als Monascus pilosus K. Sato ex D. Hawksw. & Pitt. bezeichnet.
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Anhand
der Analyse von Monascus pilosus BCRC38072 wurden Sonden für die Kolonie-Hybridisierung,
das Southern Blotting und die PCR erstellt, die spezifisch für die konservierten
Regionen der Ketosynthase sind und eine Länge von 226 bp (SEQ ID NO:
1) aufweisen. Ausserdem können
diese Sonden für
das Screening von Monascus verwendet werden. Die Identifikation
und Vorhersage der vollständigen
BAC DNA-Sequenz wurde mittels BLAST und Vector NTI durchgeführt. Neun
Gene mit hohen Sequenz-Ähnlichkeiten
mit dem Lovastatin-Gencluster, das von Aspergillus terreus gebildet
wird, von über
54%, wurden in der BAC Genbank gefunden, wie in Tabelle 1 gezeigt.
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Monacolin
K-Gencluster und Compactin-Gencluster, die aus Penicillin citrinum
synthetisiert werden, weisen hohe Ähnlichkeiten von über 49%
auf. Die neun Gene beinhalten zwei Polyketid-Synthase-Gene, wovon
eins verantwortlich ist für
die Nonaketid-Synthese, und das andere für die Diketid-Synthese. Darüber hinaus
sind ein Monooxygenase-Gen, ein Oxidoreduktase Gen, ein Dehydrogenase-Gen,
ein Transesterase-Gen, ein HMG-CoA Reduktase-Gen, ein Transkriptionsfaktor-Gen,
und ein Efflux-Pumpen-Gen
enthalten. Es wurde eine Fosmid-Genbank von Monascus erstellt, und
zwei Klone, die mittels Vergleich der Fosmid-Endsequenzen gescreent
wurden, wurden patentamtlich hinterlegt als pMPF001 mit mkB, mkD,
mkE, mkF, mkG, mkH; und als pMPF002 mit mkA, mkC, mkD, mkE, mkF,
mkG, mkH, und mkI. pMPF001 wurde in der American Type Culture Collection
(ATCC) als PTA-5685 hinterlegt, und pMPF002 als PTA-5686. Die funktionellen
Bereiche des Nonaketid-Synthase-Gens und des Diketid-Synthase-Gens wurden
weiter analysiert, in dem sie mit bekannten Polyketid-Synthese-Genen aus
Aspergillus, Penicillium, Cochliobolus, und Gibberella, und einem Fettsäure-Synthese-Gen
(FAS) aus Ratte verglichen wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die
funktionellen Bereiche dieser zwei Gene ähnlich denen des von Aspergillus
terreus produzierten Lovastatins und des von Penicillium citrinum
produzierten Compactins sind, wie in 1 gezeigt.
Die Northern Blot-Analyse der aus Monascus extrahierten Gesamt-RNA
zeigt die Expression dieser Gene auf der transkriptionalen Ebene,
wie in 2 gezeigt.
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Die
zwei Polyketid-Synthase-Gene der Erfindung sind multifunktionelle
Enzyme: Das mkA-Gen hat die Funktionen einer β-Ketoacyl-Synthase, Acetyl-Transferase,
Dehydratase, Methyltransferase, Ketoreduktase und eines Acyl-Carrier-Proteins.
Das mkB-Gen hat die oben erwähnten
6 Funktionen und eine zusätzliche Enoyl-Reduktase-Funktion,
wie in
1 gezeigt. Die vollständige cDNA
der zwei Gene wurde mittels RT-PCR erhalten, und dann in das Pichia
pastoris Expressions-System kloniert, um die Polyketid-Produkte zu exprimieren.
Da das Polyketid-Synthase-Gen multifunktionelle Enzyme exprimiert,
können
verschiedene Polyketid-Produkte mittels DNA- Rekombination, wie z. B. Gen-Shuffling,
aus der vollständigen
cDNA der Erfindung hergestellt werden. Dieses Verfahren ist ein
neuer Weg für
das Screening von neuen Arzneimitteln. Verschiedene Patente, wie
z. B. die
US-Patente No. 6,221,641 und
6,391,594 , offenbaren ähnliche
Verfahren für
die Expression in Bakterien. Allerdings weisen die sekundären Metaboliten
der durch Pilze gebildeten Polyketide eine strukturelle Vielfalt
und Komplexität
auf. Aus diesem Grunde können
die erfindungsgemäß gewonnen pPICZamkA
(
3A) und pPICZamkB (
3B)
als Expressions-Plasmide für
die Expression verschiedener Polyketid-Produkte durch Gen-Shuffling
verwendet werden. Dementsprechend stellt die Erfindung die folgenden
DNA-Moleküle,
Vektoren und Verfahren zur Verfügung.
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(I) Sonden für das Screening von Genen,
die mit der Monacolin K-Synthese
in Zusammenhang stehen.
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Die
Erfindung liefert eine Sonde für
das Screening von Genen, die mit der Monacolin K-Synthese in Zusammenhang
stehen, die eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 1 aufweist. Die
Sonde ist spezifisch für Monascus
BCRC38072 und wurde anhand der von Nicholson (2001) entwickelten
degenerierten Primer für das
Lovastatin-Synthese-Gen von Aspergillus terreus entwickelt. Für den Fachmann
ist es einfach, mit der erfindungsgemäßen Sonde Gene, die Monacolin
K ähneln,
mit bekannten Verfahren, wie z. B Hybridisierung, zu isolieren oder
zu reinigen.
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(II) Nonaketid-Synthase (mkA genomische
DNA)
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Ein
Aspekt der Erfindung betrifft eine DNA-Sequenz, die eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID
NO: 2 (mkA genomische DNA) aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 2, oder eine Nukleotid-Sequenz,
die mit einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist,
und die für
ein Protein mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert.
Die DNA-Sequenz wurde aus BCRC38072 isoliert. Hinzu kommt, dass
der Fachmann die erfindungsgemäße DNA-Sequenz mittels bekannter
Verfahren wie PCR oder Hybridisierung anhand der Offenbarung der
Erfindung nacharbeiten kann. Hinweise auf die stringenten Bedingungen
finden sich in der
EP
1325959 A1 P7. Nonaketid-Synthase katalysiert die Reaktion aus einem
Acetat-Rest und acht Malonat-Resten
zur Bildung von Nonaketid. Dieses Gen hat multifunktionelle Bereiche,
einschliesslich einer [beta]-Ketoacyl-Synthase, Acetyl-Transferase,
Dehydratase, Methyltransferase, Ketoreduktase und eines Acyl-Carrier-Proteins.
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Der
Vergleich dieses Gens mit funktionellen Bereichen anderer Arten
zeigt, dass die funktionellen mkA-Bereiche von Monascus BCRC38072
hohe Ähnlichkeiten
mit dem lovB-Gen von Aspergillus terreus und dem mlcA-Gen von Penicillium
citrinum aufweisen.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Vektor mit einem isolierten
DNA-Molekül,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkA handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 2 (mkA genomische DNA) aufweist,
oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO:
2, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit einer dieser Sequenzen unter
stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, oder ein Polynukleotid,
das zu diesem komplementär
ist, und wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert.
Werkzeuge für
die Konstruktion des erfindungsgemäßen Vektors umfassen molekulare
Sequenzen, die selbst-replizierend
oder integrierbar in das Chromosom einer Wirtszelle sind, z. B.
ein Plasmid, ein Phage oder ein Virus; bevorzugt handelt es sich
bei dem Vektor um einen Shuttle-Vektor. Der erfindungsgemäße Vektor
bildet außerdem
durch Gen-Shuffling verschiedene Polyketid-Produkte. Hinweise auf
Gen-Shuffling können
in den
US Patenten No: 6,221,641 und
US Patent No: 6,391,594 gefunden
werden.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Transformant, der mit
einer isolierten DNA transformiert wurde, aufweisend ein Polynukleotid,
wobei es sich um mkA handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 2 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 2, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit
einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, oder ein Polynukleotid, das zu diesem komplementär ist, und
wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert, sowie eine Wirtszelle
für die
Bildung des Transformants. Die Wirtszelle schließt Prokaryonten oder Eukaryonten
ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien, Hefen, tierische
Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Die Transformation kann durch Anwendung einer
Transformationsmethode für
filamentöse
Pilze der Gattung Aspergillus, die das bekannte Wirt-Vektor-System
verwendet, bewerkstelligt werden. Siehe
EP 1325959 A1 P5.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
Monacolin K-Produktion, das folgende Schritte aufweist: (a) Transformation
des Polynukleotids, aufweisend die Nukleotid Sequenz aus SEQ ID
NO: 2 (mkA genomische DNA), oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 2, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit
einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist,
wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert, in eine Wirtszelle;
und (b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen,
die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind. Bevorzugt ist
die Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende Zelle.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Produktion. Das Verfahren weist folgende
Schritte auf: (a) Transformation des Polynukleotids, wobei es sich
um mkA handelt und welches Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO: 2 oder
einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 2,
oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit einer dieser Sequenzen unter stringenten
Bedingungen hybridisierbar ist, oder ein Polynukleotid, das zu diesem
komplementär
ist, wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert,
in eine Wirtszelle; (b) Kultivierung der transformierten Zelle bei
Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz
geeignet sind, und (c) Aufreinigen des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors. Bevorzugt
ist die Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende
Zelle.
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(III) Diketid Synthase (mkB genomische
DNA)
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Ein
Aspekt der Erfindung betrifft ein Polynukleotid, wobei es sich um
mkb handelt, welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 3 (mkB
genomische DNA) aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie
mit SEQ ID NO: 3, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit einer dieser
Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, wobei
das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert. Die DNA-Sequenz,
aufweisend das Polynukleotid, wurde aus BCRC38072 isoliert. Hinzu
kommt, dass der Fachmann die erfindungsgemäße DNA-Sequenz mittels bekannter Verfahren
wie PCR oder Hybridisierung anhand Offenbarung der Erfindung nacharbeiten
kann. Hinweise auf die stringenten Bedingungen finden sich in der
EP 1325959 A1 P7.
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Diketid-Synthase
biosynthetisiert einen Zweig des Monacolin K, nämlich Diketid, auch als 2-Methylbutyrat
bezeichnet. Dieses Gen hat multifunktionelle Bereiche, einschliesslich
einer β-Ketoacyl-Synthase,
Acetyl-Transferase, Dehydratase, Methyltransferase, Ketoreduktase,
eines Acyl-Carrier-Proteinsund einer Enoyl Reduktase.
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Der
Vergleich dieses Gens mit funktionellen Bereichen anderer Arten
zeigt, dass die funktionellen mkB-Bereiche von Monascus BCRC38072
hohe Ähnlichkeiten
mit dem lovF-Gen von Aspergillus terreus und dem mlcB-Gen von Penicillium
citrinum aufweisen.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Vektor, mit einem isolierten
DNA-Molekül,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkb handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 3 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 3, oder eine Nukleotid-Sequenz, die
mit einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, und wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert.
Werkzeuge für
die Konstruktion des erfindungsgemäßen Vektors umfassen molekulare
Sequenzen, die selbst-replizierend oder integrierbar in das Chromosom
einer Wirtszelle sind, z. B. ein Plasmid, ein Phage oder ein Virus.
Der erfindungsgemäße Vektor
bildet außerdem durch
Gen-Shuffling verschiedene Polyketid-Produkte. Hinweise auf Gen-Shuffling
können
in den
US Patenten No: 6,221,641 und
US Patent No: 6,391,594 gefunden
werden.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Transformant, der mit
einem Polynukleotid der isolierten DNA transformiert wurde, aufweisend
ein Polynukleotid, wobei es sich um mkb handelt und welches eine
Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 3 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 3, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit
einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, und wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert,
sowie eine Wirtszelle für
die Bildung des Transformants. Die Wirtszelle schliesst Prokaryonten
oder Eukaryonten ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien,
Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Die Transformation kann durch Anwendung einer Transformationsmethode
für filamentöse Pilze
der Gattung Aspergillus, die das bekannte Wirt-Vektor-System verwendet,
bewerkstelligt werden. Siehe
EP 1325959 A1 P5.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
Monacolin K-Produktion, das folgende Schritte aufweist: (a) Transformation
des Polynukleotids, aufweisend die Nukleotid Sequenz aus SEQ ID
NO: 3, oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ
ID NO: 3, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit einer dieser Sequenzen
unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, und wobei das Polynukleotid
für ein
Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert, in eine Wirtszelle;
und (b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen,
die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind. Bevorzugt ist
die Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende Zelle.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Produktion. Das Verfahren weist folgende
Schritte auf: (a) Transformation des Polynukleotids, aufweisend
die Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO: 3 oder einer Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 3, oder einer Nukleotid-Sequenz,
die mit einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, und die wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert,
in eine Wirtszelle; (b) Kultivierung der transformierten Zelle bei
Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind, und (c) Aufreinigen
des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors. Bevorzugt ist die Wirtszelle ursprünglich eine
Monacolin K-produzierende Zelle.
-
(IV) Transkriptionsfaktor (mkH genomische
DNA)
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein DNA-Molekül, aufweisend ein Polynukleotid,
wobei es sich um mkH handelt, welches eine Nukleotid- Sequenz aus SEQ ID
NO: 9 (mkH genomische DNA) aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 9, oder eine Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, und wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert.
Die DNA-Sequenz wurde aus BCRC38072 isoliert. Hinzu kommt, dass der
Fachmann die erfindungsgemäße DNA-Sequenz
mittels bekannter Verfahren wie PCR oder Hybridisierung anhand der
Offenbarung der Erfindung nacharbeiten kann. Hinweise auf die stringenten
Bedingungen finden sich in der
EP 1325959 A1 P7.
-
Das
mkH-Gen wurde anhand eines Vergleichs mit Vector NTI als Zn(II)Cys6-Binuklear-Motiv identifiziert.
Die konservierte Sequenz dieses Gens lautet Cys-X2-Cys-X6-Cys-X11-Cys-X2-Cys-X6-Cys,
wie in 4 gezeigt.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Vektor, der mit einem
isolierten DNA-Molekül,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkH handelt und welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 9 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 9, oder eine Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, und wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert.
Werkzeuge für
die Konstruktion des erfindungsgemäßen Vektors umfassen molekulare
Sequenzen, die selbst-replizierend oder integrierbar in das Chromosom
einer Wirtszelle sind, z. B. ein Plasmid, ein Phage oder ein Virus.
Bevorzugt handelt es sich bei dem Vektor um einen Expressions-Vektor.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Transformant, der mit
der isolierten DNA transformiert wurde, aufweisend ein Polynukleotid,
wobei es sich um mkh handelt, aufweisend eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 9, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie
mit SEQ ID NO: 9, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen
unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, und wobei das
Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert, sowie eine Wirtszelle
für die
Bildung des Transformants. Die Wirtszelle schließt Prokaryonten oder Eukaryonten
ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien, Hefen, tierische
Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Die Transformation kann durch Anwendung einer
Transformationsmethode für
filamentöse
Pilze der Gattung Aspergillus, die das bekannte Wirt-Vektor-System
verwendet, bewerkstelligt werden. Siehe
EP 1325959 A1 P5.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Expressions-System. Das
Expressions-System weist ein Polynukleotid, wobei es sich um mkH
handelt, mit einer Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 9 auf, oder
eine Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 9, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit
diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist,
wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert, sowie eine Wirtszelle
für die
Expression der Nukleotid-Sequenz. Die Sequenz wird mittels Transformation
in die Wirtszelle transformiert. Geeignete Wirtszellen umfassen
Bakterien, Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen,
oder filamentöse
Pilze, sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze
können
Monascus sp. sein, bevorzugt Monascus pilosus, Monascus ruber oder
Monascus purpureus, besonders bevorzugt BCRC38072.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
Monacolin K-Produktion, das folgende Schritte aufweist: (a) Transformation
des Polynukleotids, wobei es sich um mkH handelt, aufweisend die
Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO: 9, oder einer Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 9, oder einer Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert, in eine Wirtszelle; und
(b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen, die
für die
Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind. Bevorzugt ist die
Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende Zelle.
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Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Produktion. Das Verfahren weist folgende
Schritte auf: (a) Transformation des Polynukleotids, wobei es sich
um mkH handelt, aufweisend die Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO:
9 oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID
NO: 9, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter
stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, und die für ein Protein
mit Transkriptionsfaktor-Aktivität
codiert, in eine Wirtszelle; (b) Kultivierung der transformierten
Zelle bei Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind, und (c) Aufreinigen
des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors. Die Wirtszelle schliesst Prokaryonten
oder Eukaryonten ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien,
Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072.
-
(V) HMG-CoA Reduktase-Inhibitor und Monacolin
K-Produktion
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die Bildung des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors,
bevorzugt für
die Bildung von Monacolin K. Das Verfahren umfasst die folgenden
Schritte: (a) Transformation eines Polynukleotids, aufweisend die
Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 2 (mkA genomische DNA), SEQ ID NO:
3 (mkB genomische DNA), SEQ ID NO: 6 (mkE genomische DNA), und SEQ
ID NO: 7 (mkF genomische DNA), oder einer Nukleotid-Sequenz mit
95%iger Homologie mit diesen Sequenzen, oder einer Nukleotid-Sequenz,
die mit einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, in eine Wirtszelle, wobei die Polynukleotide für Polypeptide
mit Nonaketid-Synthase-, Diketid-Synthase-, Dehydrogenase- bzw. Transesterase-Aktivität codieren;
(b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen, die
für die
Expression der Nukleotid-Sequenzen geeignet sind; und (c) Aufreinigung
von Monacolin K. Die Wirtszelle schließt Prokaryonten oder Eukaryonten
ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien, Hefen, tierische
Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Hutchinson et al. (2000) schlugen vor, dass
bei heterologer Expression vier Gene für die Lovastatin-Synthese erforderlich
sind, wobei es sich um Nonaketid-Synthase, Diketid-Synthase, Dehydrogenase,
und Transesterase handelt. Dabei tragen Nonaketid-Synthase und Dehydrogenase
zur Bildung des Lovastatin-Vorläufers bei,
Diketid-Synthase unterstützt
die Bildung von 2-Methylbutyrat,
und das gebildete 2-Methylbutyrat bindet mit Hilfe der Transesterase
an das Nonaketid und bildet so das komplette Lovastatin.
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Das
oben genannte Verfahren weist weiterhin Polynukleotide, aufweisend
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 4 (mkC genomische DNA), SEQ
ID NO: 5 (mkD genomische DNA), SEQ ID NO: 8 (mkG genomische DNA),
SEQ ID NO: 9 (mkH genomische DNA), und SEQ ID NO: 10 (mkI genomische
DNA), oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit diesen
Sequenzen, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit einer dieser Sequenzen
unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, auf, wobei diese
Polynukleotide für Polypeptide
mit P450 Monooxygenase-, Oxidoreduktase, HMG-CoA Reduktase, Transkriptionsfaktor-,
bzw. Efflux-Pumpen-Aktivität
codieren.
-
(VI) Nonaketid-Synthase (mkA cDNA)
-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine DNA-Sequenz, aufweisend ein Polynukleotid,
wobei es sich um mkA handelt und welches die Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID
NO: 19 (mkA cDNA) aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ
ID NO: 19, oder eine Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert.
Die DNA-Sequenz wurde aus BCRC38072 isoliert. Hinzu kommt, dass
der Fachmann die erfindungsgemäße DNA-Sequenz mittels bekannter
Verfahren wie PCR oder Hybridisierung anhand der Offenbarung der
Erfindung nacharbeiten kann.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Vektor mit einem isolierten
DNA-Molekül,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkA handelt, welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 19 (mkA cDNA) aufweist, oder
eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 19,
oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter stringenten
Bedingungen hybridisierbar ist, wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid
mit Nonaketid-Synthase-Aktivität
codiert. Werkzeuge für
die Konstruktion des erfindungsgemäßen Vektors umfassen molekulare
Sequenzen, die selbstreplizierend oder integrierbar in das Chromosom
einer Wirtszelle sind, z. B. ein Plasmid, ein Phage oder ein Virus.
Bevorzugt handelt es sich bei dem Vektor um einen Expressions-Vektor.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Vektor
um pPICZ[alpha]A (Invitrogen). Das erfindungsgemäße Konstrukt ist pPICZamkA,
welches die Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 19 aufweist. Das Konstrukt
pPICZamkA wurde durch Klonieren der vollständigen cDNA des mkA-Gens in
pPICZ[alpha]A gemäß den Methoden,
die in ”Molecular
Cloning” beschrieben
sind, hergestellt. Verschiedene Polyketide können bei Verwendung des erfindungsgemäßen Vektors
durch Gen-Shuffling hergestellt werden. Hinweise auf Gen-Shuffling
können
in den
US Patenten No: 6,221,641 und
US Patent No: 6,391,594 gefunden
werden.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Transformant, der mit
der isolierten DNA transformiert wurde, aufweisend ein Polynukleotid,
wobei es sich um mkA handelt, und welches eine Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 19 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 19, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit
diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist,
wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert, sowie eine Wirtszelle
für die
Bildung des Transformants. Die Wirtszelle schliesst Prokaryonten
oder Eukaryonten ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien,
Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Die Transformation kann durch Anwendung einer
Transformationsmethode für
filamentöse
Pilze der Gattung Aspergillus, die das bekannte Wirt-Vektor-System
verwendet, bewerkstelligt werden. Siehe
EP 1325959 A1 P5.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
Monacolin K-Produktion, das folgende Schritte aufweist: (a) Transformation
des Polynukleotids mit der Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO: 19,
oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO:
19, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter
stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, und die für ein Protein
mit Nonaketid-Synthase-Aktivität
codiert, in eine Wirtszelle; und (b) Kultivierung der transformierten
Zelle bei Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind. Bevorzugt ist
die Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende Zelle.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Produktion. Das Verfahren weist folgende
Schritte auf: (a) Transformation des Polynukleotids mit der Nukleotid
Sequenz aus SEQ ID NO: 19 oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 19, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit
diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, und
die für
ein Protein mit Nonaketid-Synthase-Aktivität codiert, in eine Wirtszelle;
(b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen, die
für die
Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind, und (c) Aufreinigen
des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors. Bevorzugt ist die Wirtszelle ursprünglich eine
Monacolin K-produzierende Zelle.
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(VII) Diketid-Synthase (mkB cDNA)
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein isoliertes DNA-Molekül, aufweisend
ein Polynukleotid, wobei es sich um mkB handelt und welches eine
Nukleotid-Sequenz
aus SEQ ID NO: 20 (mkB cDNA) aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 20, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter
stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, wobei das Polynukleotid
für ein
Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert.
Die DNA-Sequenz wurde aus BCRC38072 isoliert. Hinzu kommt, dass
der Fachmann die erfindungsgemäße DNA-Sequenz mittels bekannter
Verfahren wie PCR oder Hybridisierung anhand der Offenbarung der
Erfindung nacharbeiten kann.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Vektor mit dem isolierten
DNA-Molekül,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkb handelt, welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 20 (mkB cDNA) aufweist, oder
eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 20,
oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter stringenten
Bedingungen hybridisierbar ist, wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid
mit Diketid-Synthase-Aktivität
codiert. Werkzeuge für
die Konstruktion des erfindungsgemäßen Vektors umfassen molekulare
Sequenzen, die selbstreplizierend oder integrierbar in das Chromosom
einer Wirtszelle sind, z. B. ein Plasmid, ein Phage oder ein Virus.
Bevorzugt handelt es sich bei dem Vektor um einen Expressions-Vektor.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Vektor um
pPICZ[alpha]C (Invitrogen). Das erfindungsgemäße Konstrukt ist pPICZamkB,
welches die Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 20 aufweist. Das Konstrukt
pPICZamkB wurde durch Klonieren der vollständigen cDNA des mkB-Gens in
pPICZ(alpha)C gemäß den Methoden,
die in ”Molecular
Cloning” beschrieben
sind, hergestellt. Verschiedene Polyketide können bei Verwendung des erfindungsgemäßen Vektors
durch Gen-Shuffling hergestellt werden. Hinweise auf Gen-Shuffling
können
in den
US Patenten No: 6,221,641 und
US Patent No: 6,391,594 gefunden
werden.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Transformant, der mit
der isolierten DNA transformiert wurde, aufweisend ein Polynukleotid,
wobei es sich um mkB handelt, welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ
ID NO: 20 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie
mit SEQ ID NO: 20, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen
unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, wobei das Polynukleotid
für ein
Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert, sowie eine Wirtszelle
für die
Bildung des Transformants. Die Wirtszelle schließt Prokaryonten oder Eukaryonten
ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien, Hefen, tierische
Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Die Transformation kann durch Anwendung einer
Transformationsmethode für
filamentöse
Pilze der Gattung Aspergillus, die das bekannte Wirt-Vektor-System
verwendet, bewerkstelligt werden. Siehe
EP 1325959 A1 P5.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
Monacolin K-Produktion, das folgende Schritte aufweist: (a) Transformation
mit der isolierten DNA, aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich
um mkB handelt, welches eine Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO: 20,
oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO:
20, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen
hybridisierbar ist, aufweist, wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid
mit Diketid-Synthase-Aktivität
codiert, in eine Wirtszelle; und (b) Kultivierung der transformierten
Zelle bei Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind. Bevorzugt ist
die Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende Zelle.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Produktion. Das Verfahren weist folgende
Schritte auf: (a) Transformation mit der isolierten DNA, aufweisend
ein Polynukleotid, wobei es sich um mkB handelt, welches die Nukleotid
Sequenz aus SEQ ID NO: 20 oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger
Homologie mit SEQ ID NO: 20, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit
diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist,
aufweist, wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Diketid-Synthase-Aktivität codiert,
in eine Wirtszelle; (b) Kultivierung der transformierten Zelle bei
Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind, und (c) Aufreinigen
des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors. Bevorzugt ist die Wirtszelle ursprünglich eine
Monacolin K-produzierende Zelle.
-
(VIII) Transkriptionsfaktor (mkH cDNA)
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein isoliertes DNA-Molekül, aufweisend
ein Polynukleotid, wobei es sich um mkH handelt, welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID
NO: 25 (mkH cDNA) aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ
ID NO: 25, oder eine Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert. Die DNA-Sequenz
wurde aus BCRC38072 isoliert. Hinzu kommt, dass der Fachmann die
erfindungsgemäße DNA-Sequenz
mittels bekannter Verfahren wie PCR oder Hybridisierung anhand der
Offenbarung der Erfindung nacharbeiten kann. Hinweise auf die stringenten
Bedingungen finden sich in der
EP 1325959 A1 P7.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Vektor mit dem isolierten
DNA-Molekül,
aufweisend das Polynukleotid, wobei es sich um mkH handelt, welches
eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 25 aufweist, oder eine Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 25, oder eine Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, wobei das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert. Werkzeuge für die Konstruktion
des erfindungsgemäßen Vektors
umfassen molekulare Sequenzen, die selbstreplizierend oder integrierbar
in das Chromosom einer Wirtszelle sind, z. B. ein Plasmid, ein Phage
oder ein Virus. Bevorzugt handelt es sich bei dem Vektor um einen Expressions-Vektor.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Vektor
um pMS. Das erfindungsgemäße Konstrukt
ist pMSmkH, welches die Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 25 aufweist.
Das Konstrukt pMSmkH wurde durch Klonieren der vollständigen cDNA
des mkH-Gens in pMS gemäß den Methoden,
die in ”Molecular
Cloning” beschrieben
sind, hergestellt.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Transformant, das das
isolierte DNA-Molekül
aufweist, aufweisend das Polynukleotid, wobei es sich um mkH handelt,
welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 25 aufweist, oder
eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 25,
oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter stringenten
Bedingungen hybridisierbar ist, wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid
mit Transkriptionsfaktor-Aktivität
codiert, sowie eine Wirtszelle für
die Bildung des Transformants. Die Wirtszelle schließt Prokaryonten
oder Eukaryonten ein. Geeignete Wirtszellen umfassen Bakterien,
Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen, oder filamentöse Pilze,
sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze können Monascus sp. sein, bevorzugt
Monascus pilosus, Monascus ruber oder Monascus purpureus, besonders
bevorzugt BCRC38072. Die Transformation kann durch Anwendung einer
Transformationsmethode für
filamentöse
Pilze der Gattung Aspergillus, die das bekannte Wirt-Vektor-System
verwendet, bewerkstelligt werden. Siehe
EP 1325959 A1 P5.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Expressions-System. Das
Expressions-System weist ein Polynukleotid auf, wobei es sich um
mkH handelt und welches eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 25 auf,
oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO:
25, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit diesen Sequenzen unter
stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, sowie eine Wirtszelle,
die sich für die
Expression der Nukleotid-Sequenz eignet, wobei die Sequenz mittels
Transformation in die Wirtszelle transformiert wird. Geeignete Wirtszellen
umfassen Bakterien, Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen,
oder filamentöse
Pilze, sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze
können
Monascus sp. sein, bevorzugt Monascus pilosus, Monascus ruber oder
Monascus purpureus, besonders bevorzugt BCRC38072.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
Monacolin K-Produktion, das folgende Schritte aufweist: (a) Transformation
des DNA-Moleküls,
aufweisend ein Polynukleotid, wobei es sich um mkH handelt, welches
die Nukleotid Sequenz aus SEQ ID NO: 25, oder einer Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit SEQ ID NO: 25, oder einer Nukleotid-Sequenz,
die mit diesen Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, aufweist, wobei das Polynukleotid für ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert,
in eine Wirtszelle; und (b) Kultivierung der transformierten Zelle
bei Bedingungen, die für
die Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind. Bevorzugt ist
die Wirtszelle ursprünglich
eine Monacolin K-produzierende Zelle.
-
Ein
anderer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren für die Erhöhung der
HMG-CoA Reduktase-Inhibitor-Produktion. Das Verfahren weist folgende
Schritte auf: (a) Transformation des Polynukleotids mit der Nukleotid
Sequenz aus SEQ ID NO: 25 oder einer Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie
mit SEQ ID NO: 25, oder einer Nukleotid-Sequenz, die mit diesen
Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist, wobei
das Polynukleotid für
ein Polypeptid mit Transkriptionsfaktor-Aktivität codiert, in eine Wirtszelle;
(b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen, die
für die
Expression der Nukleotid-Sequenz geeignet sind, und (c) Aufreinigen
des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors. Bevorzugt ist die Wirtszelle ursprünglich eine Monacolin
K-produzierende Zelle.
-
(IX) HMG-CoA Reduktase-Inhibitor und Monacolin
K-Produktion
-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die Bildung des HMG-CoA Reduktase-Inhibitors,
bevorzugt für
die Bildung von Monacolin K. Das Verfahren umfasst die folgenden
Schritte: (a) Transformation von DNA-Molekülen, aufweisend Polynukleotide,
welche eine Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 19 (mkA cDNA), SEQ
ID NO: 20 (mkB cDNA), SEQ ID NO: 23 (mkE cDNA), und SEQ ID NO: 24
(mkF cDNA), oder einer Nukleotid-Sequenz
mit 95%iger Homologie mit diesen Sequenzen, oder einer Nukleotid-Sequenz,
die mit einer dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar
ist, aufweisen, in eine Wirtszelle, wobei die Polynukleotide für Polypeptide
mit Nonaketid-Synthase-, Diketid-Synthase-, Dehydrogenase- bzw.
Transesterase-Aktivität
codieren; (b) Kultivierung der transformierten Zelle bei Bedingungen,
die für
die Expression der Nukleotid-Sequenzen
geeignet sind; und (c) Aufreinigung von Monacolin K. Die Wirtszelle
schließt
Prokaryonten oder Eukaryonten ein. Geeignete Wirtszellen umfassen
Bakterien, Hefen, tierische Zellen, Insektenzellen, Pflanzenzellen,
oder filamentöse
Pilze, sind aber nicht darauf limitiert. Die filamentösen Pilze
können
Monascus sp. sein, bevorzugt Monascus pilosus, Monascus ruber oder
Monascus purpureus, besonders bevorzugt BCRC 38072. Hutchinson et
al. (2000) schlugen vor, dass bei heterologer Expression vier Gene
für die
Lovastatin-Synthese erforderlich sind, wobei es sich um Nonaketid-Synthase,
Diketid-Synthase, Dehydrogenase, und Transesterase handelt. Dabei
tragen Nonaketid-Synthase und Dehydrogenase zur Bildung des Lovastatin-Vorläufers bei,
Diketid-Synthase unterstützt
die Bildung von 2-Methylbutyrat, und das gebildete 2-Methylbutyrat
bindet mit Hilfe der Transesterase an das Nonaketid und bildet so
das komplette Lovastatin.
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Das
oben genannte Verfahren weist weiterhin Polynukleotide, welche eine
Nukleotid-Sequenz aus SEQ ID NO: 21 (mkC cDNA), SEQ ID NO: 22 (mkD
cDNA), SEQ ID NO: 25 (mkH genomische DNA), und SEQ ID NO: 26 (mkI
genomische DNA), oder eine Nukleotid-Sequenz mit 95%iger Homologie
mit diesen Sequenzen, oder eine Nukleotid-Sequenz, die mit einer
dieser Sequenzen unter stringenten Bedingungen hybridisierbar ist,
auf, wobei diese Polynukleotide für Polypeptide mit P450 Monooxygenase-,
Oxidoreduktase, HMG-CoA Reduktase, Transkriptionsfaktor-, bzw Efflux-Pumpen-Aktivität codieren.
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Beispiele
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Beispiel 1: Kultivierung von Monascus
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Monascus
wurde auf PDA-Platten (Kartoffel-Dextrose Agar) aufgeimpft und bei
30°C kultiviert.
Hyphen und Sporen wurden abgekratzt, 50 ml Medium (7% Glycerin,
3% Glukose, 3% MSG, 1.2% Polypepton, 0.2% NaNO3, 0.1% MgSO4·7H2O)
geimpft, und unter Schütteln
bei 25°C
kultiviert.
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Beispiel 2: Erstellung der Monascus BAC
Genbank
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A. Präparation
der Monascus-Zellkerne
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Monascus-Zellen
wurden gesammelt, mit ddH2O gewaschen und im Vakuum getrocknet.
Das 10-fache Volumen vorgekühlten
Waschpuffers (HB-Puffer + 1.5% [beta]-Mercaptoethanol) wurde zu
den getrockneten Zellen hinzugefügt, und
die Zellen wurden in einem Mixer homogenisiert. Monascus-Zellkerne
wurden durch Filtration mit Miracloth aufgefangen.
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B. Präparation
von Gel-Plugs und chromosomaler DNA
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1.8%ige
Agarose mit niedrigem Schmelzpunkt wurde in HB-Puffer angerührt und
in einem 50°C-Wasserbad
aufbewahrt. Gleiche Volumina an Agarose und Zellkern-Lösung wurden
sorgfältig
gemischt und in Plug molds (Bio-Rad)
gegeben. Unreinheiten wurden mit Proteinase K (1 mg/ml) behandelt.
Die flugs wurden in kleine Teile aufgespalten und mit HindIII teilverdaut.
Nach der Restriktionsreaktion wurden die flugs in einem 1%igen Agarosegel
mit Puls-Elektrophorese analysiert. DNA-Fragmente mit 200 kb wurden
mittels Elektroelution aus dem Gel zurückgewonnen.
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C. Erstellung der Monascus-Genbank
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pIndigoBAC-5
HindIII ready (Epicentre) wurde als Vektor für die Ligation mit der zurückgewonnenen DNA
verwendet. Der Ligations-Reaktant wurde dann mittels Elektroporation
in kompetente Zellen gebracht. (Epicentre, TransforMaxTM,
EC 100TM elektrokompetente E. coli). Kolonien
wurden in 384-Mikrotiterplatten aufbewahrt.
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Beispiel 3: Entwicklung der Primer für die Sonden
und Präparation
der Sonden
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Die
PCR und die Sequenzierung wurden mit degenerierten Primern durchgeführt, und
die zurückgewonnene
DNA-Sequenz wurde als Basis für
die Entwicklung von Primern für
eine 226bp-Sonde, wie in Anhang 1 gezeigt, verwendet. Die Software
Vector NTI wurde für
die Entwicklung der Primer verwendet, und die entwickelten Primer
sind unten aufgelistet.
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Eine
DNA-Sequenz mit DIG-11-dUTP (Roche, PCR DIG Probe Synthese Kit)
wurde mittels PCR amplifiziert und als Sonde verwendet.
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Beispiel 4: Analyse der Kolonie-Hybridisierung
und Extraktion der BAC DNA
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Eine
Ecke der Nylonmembran (Roche) wurde abgeschnitten, um die Richtung
zu markieren, und die Nylonmembran wurde dann auf eine Platte gelegt,
die Kolonien enthielt.
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Die
Nylonmembran wurde anschliessend mit der Kolonieseite nach oben
5 min mit dem Lysepuffer (2N NaOH, 0.1% SDS), 5 min mit 0.5 mol/l
NaOH/1.5 M NaCl-Lösung,
5 min mit 1.5 mol/l NaCl/0.5 M Tris-HCl (pH 7.4), und 5 min mit
2 × SSC
kontaktiert. Die DNA wurde dann auf der Nylonmembran mit UV-Licht
immobilisiert. Die erhaltene Nylonmembran wurde für die Hybridisierung
und Immunodetektion (Roche) verwendet. Anschliessend wurden die
in der Reaktion detektierten Kolonien kultiviert, und die BAC DNA
wurde mit dem Large-Construct Kit (Qiagen) extrahiert.
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Beispiel 5: Analyse der Shotgun-Sequenz
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A. Präparation
einer Shotgun-Genbank
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3–5 mg der
BAC DNA wurde so sonifiziert, dass sie unter geeigneten Sonifikationsbedingungen
Großen
von 1–2
kb annahm, und die Ergebnisse wurden mittels Elektrophorese überprüft. Die
DNA wurde dann mit Ba131-Nuklease
und T4 DNA-Polymerase repariert, so dass sie stumpfe Enden aufwies,
und DNA-Fragmente mit 1–2
kb wurden aus der Elektrophorese zurückgewonnen. Die Ligation wurde
mit pUCl8/SmaI/CIAP (50 ng/ml) (Pharmacia) als Vektor durchgeführt, und
der Ligations-Reaktant wurde mittels Elektroporation in E. coli
DH5α eingebracht.
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B. DNA-Sequenzierung und Analyse
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Plasmid-DNA
wurde im Hochdurchsatz mit einer 96-Mikrotiterplatte extrahiert,
und die gewonnene Plasmid-DNA wurde mit einem ABI Bigdye v3.0 Kit
sequenziert. Die Sequenz-Analyse wurde mit einem ABI3700 Sequenzer
mit 10-facher Coverage durchgeführt.
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Beispiel 6: DNA Sequenz-Assemblierung
und Identifikation
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Der
DNA-Sequenz-Assemblierung wurde mit Phred-Phrap-Consed, entwickelt
durch das Phil Green Lab, durchgeführt. Die vollständige BAC
wurde überdies
mit Vektor NTI und BLAST identifiziert.
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Beispiel 7: Extraktion der Monascus Gesamt-RNA
und RT-PCR-Reaktion
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0.2
g Monascus-Hyphen wurden in einen Mörser gebracht, mit flüssigem Stickstoff
eingefroren und dann pulverisiert. Die Gesamt-RNA wurde mit Hilfe
eines Trizol-Reagenzes (Invitrogen) und Chloroform extrahiert, und
in DEPC-H2O aufgelöst.
RNA wurde als Matritze für
die Reverse Transkription verwendet (Promega, ImProm-IITM Reverse
Transcription System), um eine vollständige cDNA zu erhalten. Die
vollständige
cDNA wurde in einen TA-Vektor
(Promega, pGEM-T Vektor system) ligiert.
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Beispiel 8: RNA-Elektrophorese und Northern
Blot A. RNA-Elektrophorese
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Es
wurde ein 1.2%iges Agarosegel mit einem Formaldehyd-Gel-Laufpuffer
und Formaldehyd hergestellt. Die RNA wurde sorgfältig mit dem Formaldehyd-Gel-Laufpuffer,
Formaldehyd (37%) und Formamid vermischt.
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Die
RNA-Elektrophorese wurde durchgeführt, und das Gel wurde mit
EtBr gefärbt.
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B. Transfer der RNA
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Eine
Nylonmembran wurde entsprechend der Größe des Gels ausgeschnitten,
und eine Ecke der Nylonmembran wurde abgeschnitten, um die Richtung
zu markieren. Der RNA-Transfer vom Gel auf die Nylonmembran wurde
durchgeführt,
und die RNA wurde auf der Nylonmembran mit UV-Licht immobilisiert.
Die erhaltene Nylonmembran wurde für die Hybridisierung und Immunodetektion
(Roche) verwendet.
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Beispiel 9: Entwicklung von Primern für Sonden
und Präparation
der Sonden
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Für die Präparation
der Sonden, die für
den Northern Blot verwendet wurden, wurden Primer gemäß der BAC
DNA-Sequenz entwickelt. Die entwickelten Primer sind unten aufgelistet.
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Beispiel 10: Transformation von Pichia
pastoris
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Die
vollständigen
cDNAs aus PKS (mkA und mkB) wurden in pPICZ[alpha]A bzw. C (Invitrogen)
ligiert. Die Transformation wurde mit dem Pichia EasyComp. Kit (Invitrogen)
durchgeführt.
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Beispiel 11: Southern Blot
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Eine
saure Depurinierung wurde durchgeführt, indem das Gel mit 0.25
mol/l HCl überschichtet
und 10 min auf einem Flachbettschüttler geschüttelt wurde, und das Gel wurde
mit ddH2O gewaschen. Anschließend wurde
die Denaturierung durchgeführt,
indem das Gel zweimal für
15 min unter Schütteln
mit NaCl/NaOH-Lösung
(1.5 mol/l NaCl, 0.5 N NaOH) überschichtet
wurde, und das Gel wurde dann mit ddH2O gewaschen. Anschließend wurde
eine Neutralisierung durchgeführt,
indem das Gel zweimal für
15 min unter Schütteln
mit NaCl/Tris-HCl-Lösung
(1.5 Mmol/l NaCl, 1 mol/l Tris-HCl, pH 7.4) überschichtet wurde.
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Eine
Nylonmembran mit derselben Größe wie das
Gel wurde vorbereitet, und eine Ecke der Nylonmembran wurde abgeschnitten,
um die Richtung zu markieren. DNA wurde vom Gel auf die Nylonmembran transferiert
und auf der Nylonmembran mit UV-Licht immobilisiert. Die erhaltene
Nylonmembran kann für
die Hybridisierung und Immunodetektion (Roche) verwendet werden.
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Für die Präparation
der Sonden, die für
den Northern Blot verwendet wurden, wurden Primer gemäß der BAC
DNA-Sequenz entwickelt. Die unten aufgelisteten Primer wurden die
Präparation
der Sonden, die für den
Southern Blot verwendet wur den, entwickelt.
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Beispiel 12: Produktion von Polyketid
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Die
Verwendung von E. coli und Streptomyces als Wirtszellen für die heterologe
Polyketid-Synthase-Expression wurde von Redford (1995), Gokhale
(1999) und Pfeifer (2001) untersucht. Darüber hinaus wurden bakterielle
Polyketid-Synthasen erfolgreich in E. coli und Streptomyces exprimiert,
und es wurde eine geringere Ausbeute an Polyketid beobachtet. Allgemein
verhindert das Fehlen der posttranslationalen Modifikation in E.
coli die heterologe Expression funktioneller Polyketid-Synthasen.
Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, PKS mit 4'-Phosphopantethein-Transferase (PPTase) zu co-exprimieren,
um so holo-ACP (Acyl-Carrier-Protein)-Domänen
der PKS für
die Polyketid-Produktion zu produzieren (Mootz et al., 2001). Um
die Expressionswirkung des erfindungsgemäßen Expressions-Vektor weiter
zu untersuchen, wurde das sfp-Gen (PPTase) von Bacillus subtilis
durch Klonierung erfolgreich in den Expressions-Vektor pCDF-1b (6)
integriert und mit PKS, mkA-Gen (5), in
E. coli exprimiert. Das Ergebnis der SDS-PAGE zeigte eine geringere
Ausbeute des löslichen
Proteins (342 kDa) der PKS (7). Allerdings
war der größte Protein-Anteil
des Sfp löslich
und führte
zu der Expression eines 29 kDa-Proteins.
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1. Konstruktion von Expressions-Plasmiden
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Das
partielle cDNA-Fragment (6.5 kb cDNA mit dem forward primer p3:
5'-CCATCAAGGATGCTCTGTCG-3' (SEQ ID NO: 49)
und dem reverse primer p4: 5'-TCAAGCCAACTTCAACGCGG-3' (SEQ ID NO: 50))
des mkA-Gens wurde aus dem ersten Strang der cDNA von Monascus mittels
RT-PCR amplifiziert. Das 6.5 kb cDNA-Fragment wurde in den pGEM-T-Vektor
integriert, um das EcoRI-NotI-Fragment
mittels Restriktions-Reaktion zu erhalten. Dann wurde das Fragment
mit pET30 ligiert, um so pETmkA1 zu erzeugen. Ein Satz Oligonukleotid-Primer
mit dem forward primer p1: 5'-GGAATTCATGTACGTAGGACGCATTGGTGC-3' (SEQ ID NO: 51),
der 23 Basen, die komplementär
zum 5' mkA-Gen waren,
sowie eine EcoRI Restriktionsstelle enthielt, und dem reverse primer
p2: 5'-TCGCGAGGACGGACAAAGTT-3' (SEQ ID NO: 52)
wurde entwickelt, um die die partielle 3.0 kb cDNA mittels RT-PCR
zu amplifizieren. Das 3.0 kb EcoRI-EcoRI cDNA-Fragment wurde mit
pETmkA1 ligiert, um so pETmkA (6) zu
erzeugen.
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Ein
Satz Oligonukleotid-Primer mit dem forward primer 5'-CGGGATCCCATGAAGATTTACGGAATTTA-3' (SEQ ID NO: 53),
der 20 Basen, die komplementär
zum 5' sfp-Gen waren,
sowie eine BamHI Restriktionsstelle enthielt, und dem reverse primer
5'-ATAGTTTAGCGGCCGCTTATAAAAGCTCTTCGTACG-3' (SEQ ID NO: 54),
der 20 Basen, die komplementär
zum 5' sfp-Gen waren,
sowie eine NotI Restriktionsstelle enthielt, wurde entwickelt, um
das sfp-Gen aus der genomischen DNA von Bacillus subtilis 168 zu
amplifizieren. Das BamHI-NotI-sfp-Gen wurde mit pCDF-1b ligiert, um pCDFsfp
(7) zu erzeugen.
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2. Co-Expression von mkA und sfp in E.
coli
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Sowohl
pETmkA als auch pCDFsfp wurden in E. coli BL21 (DE3) co-transformiert,
und LB-Medium wurde mit einer einzelnen Kolonie geimpft, und über Nacht
kultiviert. Dann wurde das LB-Medium in ATCC-Medium 765 überführt, das
mit 10% Glycerin angereichert war, und die Kultur wuchs, bis eine
OD600 von 0.6–0.8 er reicht
war. Die Genexpression wurde induziert, in dem 1.0 mM (finale Konzentration)
Isopropyl β-D-Thiogalactosid
(IPTG) hinzugefügt
wurde, und die Kultur 48 h bei 20°C
inkubiert wurde. Das Zell-Pellet wurde geerntet und in flüssigem Stickstoff
eingefroren, und bei 42°C
aufgetaut, um die Zellen zu lysieren. Um die Lyse zu erleichtern,
wurde dem Zell-Pellet Lysozym hinzugefügt. Die Protein-Expression wurde
mittels SDS-PAGE (7.5%ige Gele) des gesamten Zell-Proteins und des
löslichen
Proteins, und anschließender
kolloidaler Coomassie-Blau-Färbung beobachtet.
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