DE102004061036B4 - Windschutz für Cabriolets - Google Patents
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Abstract
Windschutz
für Cabriolets
oder ähnliche
Fahrzeuge mit einer mit Luftdurchtrittsöffnungen versehenen Abtrennung,
wobei die Abtrennung eine Strukturierung aufweist, die Abtrennung
rahmenlos ausgebildet ist und vollständig aus einer lochblechartigen
Struktur (1) besteht, deren Strukturierung eine Wölbstrukturierung
ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Windschutz für Cabriolets oder ähnliche Fahrzeuge.
- Ein allgemein bekanntes Problem bei Cabriolets besteht darin, dass es bei geöffnetem Verdeck zu unangenehmen Zugverhalten durch Luftwirbel kommt. Die Zugbelastung ist dabei insbesondere auf den Fondsitzen des Cabriolets besonders hoch. Zur Vermeidung eines sich hinter einer Windschutzscheibe ausbildenden und einen Fahrgastraum durchsetzenden Wirbels ist es bekannt, ein Windschott hinter einer ersten Sitzreihe bzw. bei zwei Sitzreihen hinter den Fondsitzen anzuordnen und dadurch die Zugbelastung bei geöffnetem Cabrioletverdeck zu vermindern.
- Beispielsweise ist aus der
DE 37 38 500 A1 eine durchsichtige Schutzwand für Cabriolets bekannt, die hinter den Vordersitzlehnen angeordnet ist und den Vordersitzbereich vor der rückseitigen Anströmung durch Fahrtwindturbulenzen schützt. Die Schutzwand besteht aus mehreren selbsttragenden Flächenanteilen aus Plexiglas, die filmscharnierartig miteinander verbunden sind. - Weiterhin ist aus der
DE 38 44 844 C3 ein Windschutz für Cabriolets bekannt, der aus zwei mittels Scharnieren miteinander verbundenen Teilen besteht, die jeweils durch ein in einem Rahmen aufgespanntes flexibles Netz gebildet sind. - Das Netz weist eine Elastizität auf, durch die eine von hinter auftreffende Luftströmung vergleichmäßigt, turbulenzarm gemacht und die Luftgeschwindigkeit so reduziert wird, dass im Fahrzeuginnenraum ein niederer Strömungsgeräuschpegel ohne störendes Pulsieren wahrgenommen wird.
- Die
DE 195 34 584 C1 offenbart ein Windschott für ein Cabriolet mit einem feststehenden Überrollbügel, das sich aus einem Mittelteil und zwei Seitenteilen zusammensetzt. Dabei ist der Mittelteil durch eine transparente, stehend angeordnete Scheibe aus Kunststoff gebildet, während die Seitenteile durch Kunststoffspritzgitter oder mit einem Rahmen versehene Lochbleche gebildet sind. - Aus der
DE 41 19 530 A1 ist ein Windschutz für Cabriolets bekannt, der aus wenigstens einer transparenten Scheibe besteht. Die Scheibe umfasst eine Vielzahl von Durchbrechungen, die unterschiedliche Größe aufweisen können. Durch die Scheibe wird ein Großteil der vom Fahrzeugheck kommenden Luftströmung von den Fahrgästen ferngehalten und ein geringer, erwünschter Teil dieser Luft strömt durch die Durchbrechungen hindurch. - Darüber hinaus ist aus der
DE 43 35 103 C1 ein Windschutz für Fahrzeuge, insbesondere Cabriolets bekannt, mit einer mit Luftdurchtrittsöffnungen versehenen Abdeckwand aus einem Blechteil oder Streckmetall und einem Rahmen am Umfang oder Umfangsbereich. Die Luftdurchtrittöffnungen sind derart optimiert und ausgerichtet, dass ihre Anzahl möglichst gering ist. Dieser Windschutz benötigt aber eine entsprechende große Dicke bzw. den Rahmen, um die erforderliche Steifigkeit zu erhalten. Zudem wird die Sicht bedeutend beeinträchtigt. - Zudem sind herkömmliche Windschotts nicht besonders gut für eine Verwendung in viersitzigen Cabriolets geeignet, da sie zu schnell verschmutzen und/oder nicht ausreichend spannbar sind, so dass sich nachteilige akustische Effekte ergeben.
- Die
DE 199 02 242 A1 zeigt eine Windstoppeinrichtung mit einem Windstoppelement, das aus einem plattenähnlich geformten, formsteifen Material mit Durchbrüchen ausgebildet ist. Dieses auch als Lochblech bezeichenbare Bauteil weist in seiner Grundstruktur eine Wölbung auf, die im Zusammenwirken mit den Durchbrüchen zu der gewünschten Verwirbelung der das Fahrzeug überströmenden Luft führt. Die Stabilität des Bauteils wird dabei allein durch das Material beziehungsweise durch die Dicke des Materials bestimmt. Weder die Wölbung in der Grundstruktur des Bauteils noch das Vorsehen der Löcher in dem Bauteil haben einen relevanten Einfluss auf die Stabilität des Bauteils. - Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen gattungsgemäßen Windschutz derart weiterzubilden, dass weder eine große Dicke noch ein Rahmen erforderlich ist, die Sicht nicht beeinträchtigt ist und der Windschutz für eine Verwendung in einem viersitzigen Cabriolet ohne große Verschmutzung und/oder mit leichter Reinigungsmöglichkeit geeignet ist.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Windschutz für Cabriolets oder ähnliche Fahrzeuge mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
- Dadurch, dass der erfindungsgemäße Windschutz für Cabriolets aus einem wölb strukturierten Lochblech gebildet ist, weist er eine ausreichende Eigensteifigkeit, so dass trotz geringer Dicke kein Rahmen erforderlich ist, und eine sehr große An zahl von Löchern auf, die keine besondere Ausgestaltung erfordern und durch die eine sehr gute Durchsicht ermöglicht ist. Zudem ist aufgrund der Verwendung des Lochblechs die Verschmutzung nur gering und/oder eine Reinigung leicht möglich.
- Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.
- Dabei zeigt:
-
1 eine schematische Darstellung eines Teilbereichs eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Windschutzes aus einem strukturierten Lochblech. - Ein Windschutz ist sowohl für zwei- als auch für viersitzige Cabriolets oder ähnliche Fahrzeuge erforderlich, um Luftverwirbelungen im Fahrzeuginnenraum durch Luftströmungen von hinten nach vorne bedeutend zu verringern. Ein derartiger Windschutz ist bei zweisitzigen Cabriolets in der Regel direkt hinter den Sitzen, bei viersitzigen Cabriolets hinter den Rücksitzen angebracht. Es sind aber auch andere Anordnungen denkbar, solange sie den Zweck der bedeutenden Reduzierung von Luftverwirbelungen im Fahrzeuginnenraum erzielen.
- Der erfindungsgemäße Windschutz besteht aus einem strukturierten Lochblech, das aufgrund seiner Strukturierung in Form einer Wabenstruktur, d. h. Sechsecken, keinen Rahmen benötigt, um dem entstehenden Winddruck ausreichend Steifigkeit entgegensetzen zu können und zudem keine nachteiligen akustischen Effekte zu erzeugen. In diesem strukturierten Lochblech ist die größtmögliche Anzahl von Löchern ausgebildet, wodurch eine bestmögliche Durchsicht erzielt wird, ohne die Wirkung des Windschutzes zu beeinträchtigen. Bevorzugt handelt es sich bei den Löchern um einfache Kreislöcher gleicher Größe; es ist keine Ausbildung unterschiedlicher Löcher oder Einschränkung der Anzahl von Löchern erforderlich, jedoch natürlich jederzeit möglich.
- In
1 ist eine schematische Darstellung eines Teilbereichs eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Windschutzes aus einem strukturierten Lochblech gezeigt. - Wie aus
1 ersichtlich, weist das erfindungsgemäße Lochblech1 beispielsweise eine Wabenstruktur aus Sechsecken2 oder leicht davon abweichenden abgewandelten Sechsecken, die z. B. mittels Verprägung ausgebildet sind und durch die das Lochblech versteift ist. Alternative Ausgestaltungen, die mittels Verprägung oder alternativ Versickung ausgebildet sein können, sind Töpfe, Rechtecke, Polyeder, ..., mittels derer eine gute Eigensteifigkeit erreicht wird. Das Lochblech1 weist dabei bevorzugt eine größtmögliche Anzahl von Löchern gleicher Form und Größe auf. Dennoch ist auch eine Ausführungsform mit weniger Löchern bzw. Löchern verschiedener Form denkbar, solange das strukturierte Lochblech1 sicherstellt, dass eine gewisse Durchsichtigkeit gewährleistet ist und Luftverwirbelungen im Fahrzeuginnenraum zuverlässig verhindert sind. - Die bevorzugte Prägung ist eine regelmäßige Wabenstruktur aus Sechsecken. Bei Verwendung einer geringen Schlüsselweite der Waben ist trotz der guten Eigensteifigkeit des strukturierten Lochblechs eine leichte Bearbeitung möglich.
- Als Alternative für die im vorstehenden Ausführungsbeispiel beschriebenen und verwendeten Lochbleche aus Metall, wie beispielsweise Stahl, Aluminium oder Magnesium, können die „Lochbleche" ebenfalls aus Sandwich-Konstruktionen aus Kunststoff-Metall-Verbünden gebildet sein.
- Bei jedem der Aufbauten ist es möglich, den erfindungsgemäßen Windschutz entweder bereits vor der Strukturierung zu beschichten (z. B. mittels Bandlackierung, eloxieren) zu lackieren und erst dann zu strukturieren oder es direkt nach einer Strukturierung zu beschichten.
- Selbstverständlich kann das erfindungsgemäße strukturierte Lochblech auch in viersitzigen Cabriolets verwendet werden. Dann kommt es aufgrund der Vielzahl von Löchern nur zu geringer Verschmutzung und eine gegebenenfalls erforderliche Reinigung ist leicht durchzuführen. Aufgrund der Eigensteifigkeit des erfindungsgemäßen strukturierten Lochblechs ist eine Anordnung des Windschutzes nunmehr nicht nun an herkömmlichen verwendeten Stellen im Cabriolet möglich, sondern es können auch bisher unübliche Stellen, die für eine Wirksamkeit des Windschutzes strömungstechnisch besser geeignet, aber bisher technisch nicht möglich waren, genutzt werden.
Claims (10)
- Windschutz für Cabriolets oder ähnliche Fahrzeuge mit einer mit Luftdurchtrittsöffnungen versehenen Abtrennung, wobei die Abtrennung eine Strukturierung aufweist, die Abtrennung rahmenlos ausgebildet ist und vollständig aus einer lochblechartigen Struktur (
1 ) besteht, deren Strukturierung eine Wölbstrukturierung ist. - Windschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung eine regelmäßige Wabenstruktur (
2 ) ist. - Windschutz nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung der lochblechartigen Struktur (
1 ) mittels Verprägung ausgebildet ist. - Windschutz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung eine Wabenstruktur aus regelmäßigen Sechsecken (
2 ) ist. - Windschutz nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strukturierung eine Wabenstruktur aus abgewandelten Sechsecken ist.
- Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die lochblechartige Struktur (
1 ) aus Stahl, Aluminium oder Magnesium besteht. - Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das lochblechartige Struktur (
1 ) aus Sandwich-Konstruktionen aus Kunststoff-Metall-Verbünden gebildet ist. - Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die sichtbare Oberfläche der Abtrennung lackiert und im Aussehen an die Oberfläche bzw. an die Innenausstattung des Fahrzeugs angepasst ist.
- Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdurchtrittsöffnungen gleiche Form und Größe aufweisen.
- Windschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennung hinter den Vordersitzen bzw. hinter den Fondsitzen oder einer anderen strömungstechnisch geeigneten Stelle angeordnet ist.
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