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Die
Erfindung betrifft eine angiographische Röntgendiagnostikeinrichtung
mit einem Röntgenstrahler,
der eine Röntgenröhre aufweist,
mit einem Patientenlagerungstisch, der eine strahlentransparente
Tischplatte und Matratze aufweist, mit einem Röntgenbilddetektor sowie mit
einem Bildsystem und einer Bildverarbeitung. Die Erfindung betrifft
weiterhin Messverfahren zur Überprüfung einer
Röntgendiagnostikeinrichtung
sowie Messverfahren zur Überprüfung von
klinisch relevanten Objekten mittels einer genormten Röntgendiagnostikeinrichtung.
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Derartige
fluoroskopische bzw. angiographische Röntgendiagnostikeinrichtungen
werden heute üblicherweise
bei der Therapie von bestimmten Gefäßerkrankungen verwendet. Dabei
wird in einer Intervention dem Patienten ein angiographisches Implantat,
beispielsweise ein Stent, an die erkrankte Gefäßstelle eingesetzt. Der Schlüssel zu
einem schnellen und präzisen
Setzen des Stents liegt in einer hervorragenden Röntgen-Sichtbarkeit
von Arbeitsmitteln wie Katheter und Guidewires sowie Implantaten
wie Stents. Dabei kommt es häufig
vor, dass die Sichtbarkeit der Gebilde von Hersteller zu Hersteller
unterschiedlich ist. Dies liegt zum einen an der Röntgendiagnostikeinrichtung
und zum anderen an der Größe der Objekte.
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Zur
bildqualitätsrelevanten
Vermessung von Röntgendiagnostikeinrichtungen
sind diverse Messverfahren mit technischen Phantomen wie beispielsweise
DQE für
Flachbilddetektoren (Detective Quantum Efficiency, wirksame Quantenabsorption),
Auflösungstests
und Kante bekannt. Diese Verfahren sind beispielsweise im „Handbook
of Medical Imaging", Volume
1, Phy sics and Psychophysics, Chapter 3, Image Quality Metrics for
Digital Systems, 2000, beschrieben. Sie berücksichtigen allerdings nur
isolierte, technische Fragestellungen und nicht das klinisch relevante
Verhalten des Gesamtsystems.
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Die
Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art derart auszubilden, dass eine Bildqualitätssicherung
unter Berücksichtigung
der klinischen Relevanz des Gesamtsystems angiographischer Röntgendiagnostikeinrichtungen
ermöglicht
wird, so dass unterschiedliche Röntgenanlagen
sowie klinisch relevante Objekte miteinander verglichen werden können. Die
Erfindung geht weiterhin von der Aufgabe aus, Verfahren der eingangs
genannten Art derart auszubilden, mittels derer ein Vergleich unterschiedlicher
Röntgenanlagen
sowie klinisch relevanter Objekte miteinander möglich ist.
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Die
Aufgabe wird für
eine Röntgendiagnostikeinrichtung
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass eine Messvorrichtung vorgesehen ist, der die Ausgangssignale
des Röntgenbilddetektors
zugeführt werden
und die
- – eine
erste Vorrichtung zur Bestimmung eines die Wiedergabequalität klinisch
relevanter Objekte bestimmenden Wertes,
- – eine
zweite Vorrichtung zur Ermittlung von örtlichen Varianzen des Rauschens
in einem homogenen Bildbereich verschiedener Röntgenbilder und
- – eine
Vorrichtung zur Bildung des Verhältnisses der
Ausgangswerte der beiden Vorrichtungen aufweist.
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Diese
Messvorrichtung kann in der Röntgendiagnostikeinrichtung
als Hard- oder Software integriert sein. Sie kann aber auch auf
einem getrennten Rechner, beispielsweise einem Personal Computer mit
der entsprechenden Software, realisiert sein.
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Es
hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die erste Vorrichtung eine
Prädiktionsstufe
zur Vorhersage der Position eines klinisch relevanten Objektes aufweist.
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Dabei
kann erfindungsgemäß die erste
Vorrichtung eine Look-up-Table
(LUT) mit dem A-priori-Wissen über
die Form eines klinisch relevanten Objektes aufweisen.
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In
vorteilhafter Weise kann die erste Vorrichtung eine Subtraktionsstufe
zur Bildung der Differenz eines einer Serie von fortlaufenden Bildern
entnommenen aktuellen Bildes und eines Hintergrundbildes aufweisen.
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Erfindungsgemäß können die
Ausgangssignale der Prädiktionsstufe,
der Look-up-Table (LUT) und der Subtraktionsstufe einer Vorrichtung
zugeführt
werden, die daraus einen die Wiedergabequalität von klinisch relevanten Objekten
bestimmenden Wert ermittelt.
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Es
hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die zweite Vorrichtung Mittel
zur Bildung der örtlichen
Varianz des Rauschens aus einem Hintergrundbild und/oder Mittel
zur Bildung der örtlichen
Varianz des Rauschens aus einem aktuellen Bild von fortlaufenden
aktuellen Bildern aufweist, wobei erfindungsgemäß die zweite Vorrichtung eine
Additionsstufe aufweisen kann, die die Summe der Varianzen der beiden
Mittel bildet.
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In
vorteilhafter Weise kann die erste Vorrichtung entweder eine Vorrichtung
zur Hough-Transformation, der die Ausgangssignale der Prädiktionsstufe,
der Look-up-Table (LUT) und der Subtraktionsstufe zugeführt werden,
oder eine Vorrichtung zur Bildung der Varianz aufweisen, der die
Ausgangssignale der Prädiktionsstufe,
der Look-up-Table (LUT) und der Subtraktionsstufe zugeführt werden.
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Der
Röntgenstrahler
kann mit einer Tiefenblende mit Kollimator und/oder Vorfilterung
versehen sein.
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Dem
Röntgenbilddetektor
kann ein Streustrahlenraster zugeordnet sein.
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Die
klinisch relevanten Objekte können
beispielsweise Guidewires, Katheter und/oder Stents sein.
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Die
Aufgabe wird für
ein Messverfahren zur Überprüfung einer
Röntgendiagnostikeinrichtung
erfindungsgemäß durch
folgende Schritte gelöst:
- a) Akquisition von fluoroskopischen Serien
von Röntgenbildern
eines technischen Phantoms (8) und Speicherung der digitalen
Daten,
- b) Bildung der Differenz aus einem dynamischen Bild und einem
Hintergrundbild,
- c) Prädiktion
eines Messfeldes,
- d) Ermittlung von A-priori-Informationen über die Form eines klinisch
relevanten Objektes,
- e) Bildung der Hough-Transformation auf dem Grauwertbild der
Differenz und daraus Bestimmung des Kontrasts des klinisch relevanten
Objektes,
- f) Quadrierung des Kontrasts,
- g) Ermittlung der Rauschvarianz durch Summenbildung der Rauschvarianz
aus einem homogenen Bildbereich und der Varianz des Hintergrundbildes,
- h) Bildung des Verhältnisses
von Kontrast zur Rauschvarianz
- i) Dynamische Mittelung des quadrierten Kontrast-Rausch-Verhältnisses
und
- j) Bildung des CRFP-Index (Clinical Relevant Fluoroscopy Performance)
für Röntgenanlagen.
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Alternativ
wird die Aufgabe für
ein Messverfahren zur Überprüfung einer
Röntgendiagnostikeinrichtung
auch durch folgende Schritte gelöst:
- a) Akquisition von fluoroskopischen Serien
von Röntgenbildern
eines technischen Phantoms (8) und Speicherung der digitalen
Daten,
- b) Bildung der Differenz aus einem dynamischen Bild und einem
Hintergrundbild,
- c) Prädiktion
einer Region of Interest (ROI),
- d) Ermittlung von A-priori-Informationen über die Form eines klinisch
relevanten Objektes,
- e) Bildung der Varianz des klinisch relevanten Objektes auf
dem Grauwertbild der Differenz,
- f) Ermittlung der Rauschvarianz durch Summenbildung der Rauschvarianz
aus einem homogenen Bildbereich und der Varianz des Hintergrundbildes,
- g) Bildung des Verhältnisses
von Varianz zur Rauschvarianz,
- h) Dynamische Mittelung des Verhältnisses der Varianzen und
- i) Bildung des CRFP-Index (Clinical Relevant Fluoroscopy Performance)
für Röntgenanlagen.
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Ebenfalls
wird die Aufgabe für
ein Messverfahren zur Überprüfung von
klinisch relevanten Objekten mittels einer genormten Röntgendiagnostikeinrichtung
durch folgende Schritte gelöst:
- a) Akquisition von fluoroskopischen Serien
von Röntgenbildern
eines klinisch relevanten Objektes und Speicherung der digitalen
Daten mittels einer genormten Röntgenanlage.
- b) Bildung der Differenz aus einem dynamischen Bild und einem
Hintergrundbild,
- c) Prädiktion
eines Messfeldes,
- d) Ermittlung von A-priori-Informationen über die Form eines klinisch
relevanten Objektes,
- e) Bildung der Hough-Transformation auf dem Grauwertbild der
Differenz und daraus Bestimmung des Kontrasts des klinisch relevanten
Objektes,
- f) Quadrierung des Kontrasts,
- g) Ermittlung der Rauschvarianz durch Summenbildung der Rauschvarianz
aus einem homogenen Bildbereich und der Varianz des Hintergrundbildes,
- h) Bildung des Verhältnisses
von Kontrast zur Rauschvarianz,
- i) Dynamische Mittelung des quadrierten Kontrast-Rausch-Verhältnisses
und
- j) Bildung des CRFP-Index (Clinical Relevant Fluoroscopy Performance)
für klinisch
relevante Objekte.
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Alternativ
wird die Aufgabe ebenfalls für
ein Messverfahren zur Überprüfung von
klinisch relevanten Objekten mittels einer genormten Röntgendiagnostikeinrichtung
durch folgende Schritte gelöst:
- a) Akquisition von fluoroskopischen Serien
von Röntgenbildern
eines klinisch relevanten Objektes und Speicherung der digitalen
Daten mittels einer genormten Röntgenanlage,
- b) Bildung der Differenz aus einem dynamischen Bild und einem
Hintergrundbild,
- c) Prädiktion
einer Region of Interest (ROI),
- d) Ermittlung von A-priori-Informationen über die Form eines klinisch
relevanten Objektes,
- e) Bildung der Varianz des klinisch relevanten Objektes auf
dem Grauwertbild der Differenz,
- f) Ermittlung der Rauschvarianz durch Summenbildung der Rauschvarianz
aus einem homogenen Bildbereich und der Varianz des Hintergrundbildes,
- g) Bildung des Verhältnisses
von Varianz zur Rauschvarianz
- h) Dynamische Mittelung des Verhältnisses der Varianzen und
- i) Bildung des CRFP-Index (Clinical Relevant Fluoroscopy Performance)
für klinisch
relevante Objekte.
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Durch
diese Verfahren lässt
sich die Sichtbarkeit von Guidewiren und Stents in Röntgenbildern unter
genormten Aufnahmebedingungen quantitativ erfassen. Damit ist eine
bildqualitative Zertifizierung von Guidewiren und Stents möglich, um
eine bestimmte Mindestgüte
bei der Sichtbarkeit sicherzustellen.
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Die
Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 eine
erfindungsgemäße Röntgendiagnostikeinrichtung,
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2 ein
Röntgenbild
eines Testphantoms,
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3 eine
erste Ausführungsform
der Vorrichtung zur Bestimmung eines Qualitätsmesswertes gemäß 1 und
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4 eine
weitere Ausführungsform
der Vorrichtung zur Bestimmung eines Qualitätsmesswertes gemäß 1.
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In
der 1 ist eine Röntgendiagnostikeinrichtung
dargestellt, die einen an einem Ständer 1 drehbar gelagerten
C-Bogen 2 aufweist, an dessen Enden ein Röntgenstrahler 3 und
ein Röntgenbilddetektor 4 angebracht
sind.
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Anstelle
des dargestellten Ständers 1 können auch
Boden- und/- oder
Deckenstative Verwendung finden. Der C-Bogen 2 kann auch
durch einen so genannten elektronischen C-Bogen 2 ersetzt
werden, bei dem eine elektronische Kopplung von Röntgenstrahler 3 und
Röntgenbilddetektor 4 erfolgt.
Der Röntgenstrahler 3 enthält eine
Röntgenröhre 5 und ist
mit einer Tiefenblende 6 versehen, die einen Kollimator
und eine Vorfilterung aufweist.
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Zu
Test- und Messzwecken ist auf einem Patientenlagerungstisch 7 ein
technisches Phantom 8 angeordnet, das durch den Röntgenstrahler 3 durchstrahlt
wird, so dass auf dem Röntgenbilddetektor 4 ein
entsprechend der Strahlentransparenz des Phantoms 8 geschwächtes Signal
fällt.
Der Patientenlagerungstisch 7 weist üblicherweise eine Tischplatte 9 und
eine Matratze 10 auf.
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Vor
dem Röntgenbilddetektor 4 ist
ein Streustrahlenraster 10 angeordnet, das in bekannter
weise verhindert, dass durch das Untersuchungsobjekt, in diesem
Falle das Phantom 8, gestreute Strahlung auf den Röntgenbilddetektor 4 fällt.
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Das
Ausgangssignal des Röntgenbilddetektors 4 wird
von der Röntgendiagnostikeinrichtung
an ein Bildsystem 12 geliefert, das die Steuerung der Röntgendiagnostikeinrichtung
sowie die weitere Verarbeitung der digitalen Bildsignale bewirkt.
Die derart verarbeiteten digitalen Bildsignale werden im Falle der
erfindungsgemäßen Ermittlung
eines die Qualität der
Röntgendiagnostikeinrichtung
bestimmenden Wertes über
ein Receiver-Board 13 einer Messvorrichtung 14 zugeführt, die
weiter unten noch beschrieben wird.
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Die
digitalen Bildsignale können
beispielsweise im Falle einer Röntgenuntersuchung über ein Netzwerk
geleitet und/oder in einem Archiv 15 abgespeichert werden.
Das Bildsystem 12 erzeugt in bekannter Weise aus den digitalen
Bildsignalen Videosignale, die auf Betrachtungsmonitoren 16 wiedergegeben
werden können.
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Das
Receiver-Board 13 weist eine DICOM-Schnittstelle 17 auf,
der die digitalen Bildsignale im DICOM-Standard zugeführt werden
können.
Alternativ können
dem Receiver-Board 13 auch die Videosignale zugeführt werden,
die mittels eines Framegrabber 18 digitalisiert werden
und durch das Softwaremodul 19 zur Messwerterfassung durch
die Messvorrichtung 14 umgesetzt werden.
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Zur
erfindungsgemäßen Vermessung
der Röntgendiagnostikeinrichtung
wird ein klinisch relevantes Phantom mit den folgenden Eigenschaften verwendet.
- – Es
weist einen statischen Hintergrund aus anatomischen Strukturen,
beispielsweise einen Thorax, und/oder technische Gebilde auf.
- – Es
weist einen dynamischen (bewegten) Vordergrund auf, der die zu messenden
klinisch relevanten Gebilde wie Guidewire und/oder Stents enthält.
- – Es
ist eine genormte Ausführung
des Phantoms für
den Vergleich unterschiedlicher Röntgensysteme miteinander vorhanden.
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In
der 2 ist ein Röntgenbild
eines derartigen technischen Phantoms 8 dargestellt, das
in der Röntgendiagnostikeinrichtung
zur erfindungsgemäßen Ermittlung
des die Qualität
der Röntgendiagnostikeinrichtung
bestimmenden Wertes zum Einsatz kommen kann. Das Phantom 8 weist
eine drehbare Scheibe 20 auf, in der Guidewires 21 eingelassen sind.
In Fortsetzung der Guidewires 21 sind Marker 22 eingebracht,
die eine höhere
Erkennbarkeit aufweisen und als Hilfsmittel zur automatischen Detektion
der Guidewires 21 dienen können. Den Hintergrund 23 können beispielsweise
Plexiglaseinsätze, die
ein patientenähnliches
Streustrahlungsverhalten aufweisen, Kupfertreppen und Kontrastplateaus
bilden.
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In
der
3 ist eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Röntgendiagnostikeinrichtung
beschrieben, bei der aus dem Röntgenbild
eines in dem Phantom
8 enthaltenen Guidewires
21 ein Qualitätswert gebildet
wird. Die Röntgendiagnostikeinrichtung
liefert ein Gebersignal
30, das der SID-Angulation (Source-Imager-Distanz)
entspricht. Aus dem Gebersignal
30 bildet eine Prädiktionsstufe
31 eine
Vorhersage der Position des Guidewires
21. In einer Look-up-Table
(LUT)
32 ist das apriori-Wissen über die Form der Guidewires
21 in
der Projektionsebene enthalten, das abgerufen und zusammen mit dem
Ausgangssignal der Prädiktionsstufe
31 einer
Vorrichtung
33 zur Durchführung der beispielsweise aus
der
US 3,069,654 bekannten Hough-Transformation
zugeführt
wird. Die Form der Guidewires
21 kann linear oder quadratisch
sein, so dass sich eine Gerade oder eine Parabel ergeben.
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In
einer Subtraktionsstufe 34 wird von einem einer Serie von
fortlaufenden Bildern 35 entnommenen aktuellen Bild 36 ein
Hintergrundbild 37 subtrahiert, wobei das Ausgangssignal
der Subtraktionsstufe 34 einem dritten Eingang der Vorrichtung 33 zur Durchführung der
Hough-Transformation zur Verfügung
steht. Nach durchgeführter
Hough-Transformation erfolgt eine Kontrastberechnung in einer Kontraststufe 38,
die beispielsweise aus dem Rauschen des Signals der Hough-Transformation
den negativen Peak, der die Guidewires 21 im Röntgenbild kennzeichnet,
detektiert und die Differenz des Peaks zum Mittelwert des umgebenen
Rauschens bildet, so dass er ein dem Kontrast C der Guidewires 21 entsprechendes
Signal erhält.
Dieses Ausgangssignal der Kontraststufe 38 wird einer Quadrierstufe 39 zugeführt.
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Die
digitalen Bildsignale des Hintergrundbildes 37 werden weiterhin
einer Vorrichtung 40 zur Bildung der örtlichen Varianz aus dem Rauschen
des Hintergrundbildes 37, dem so genannten Hintergrundrauschen,
und die digitalen Bildsignale des jeweiligen aktuellen Bildes 36 der
fortlaufenden Bilder 35 einer Vorrichtung 41 zur
Bildung der örtlichen
Varianz aus dem Rauschen eines homogenen Bildbereichs des aktuellen
Bildes 36 zugeführt.
Die Ausgangssignale der beiden Vorrichtungen 40 und 41, die
Varianzen V2, werden in einer Additionsstufe 42 summiert.
Eine nachgeordnete Divisionsstufe 43 teilt das Quadrat
des Kontrasts C2 durch die Varianzen V2. Von dem Ausgangssignal der Divisionsstufe 43 wird
in einer Mittelwertstufe 44 der dynamische Mittelwert gebildet,
der einen so genannten CRFP-Index (Clinical Relevant Fluoroscopy
Performance Index) für
Guidewires als Qualitätswert
bildet.
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In
der 4 ist eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Röntgendiagnostikeinrichtung
beschrieben, bei der aus dem Röntgenbild
eines in dem Phantom 8 enthaltenen Stents 50 ein
Qualitätswert
gebildet wird. Die Stents 50 befinden sich innerhalb einer
Region of Interest (ROI) 51 in fortlaufenden Röntgenbildern 52,
in denen wiederum Marker 22 zur besseren Erkennung angeordnet
sind. Das jeweils letzte der fortlaufenden Röntgenbilder 52 ist das
aktuelle Röntgenbild 53.
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Aus
dem Gebersignal 30 der SID-Angulation bildet eine Prädiktionsstufe 54 eine
Vorhersage der Position des Stents 50. In einer Look-up-Table
(LUT) 55 ist das a-priori-Wissen über die Form der Stents 50 in
der Projektionsebene enthalten, das abgerufen und zusammen mit dem
Ausgangssignal der Prädiktionsstufe 54 einer
Vorrichtung 56 zur Bildung der Varianz zugeführt wird.
Die Form der Stents 50 kann linear oder quadratisch sein,
so dass sich Geraden oder Parabeln ergeben.
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In
der Subtraktionsstufe 34 wird von einem einer Serie der
fortlaufenden Röntgenbilder 52 entnommenen
aktuellen Röntgenbild 53 das
Hintergrundbild 37 subtrahiert, wobei das Ausgangssignal der
Subtraktionsstufe 34 einem dritten Eingang der Vorrichtung 56 zur
Bildung der Varianz Vs zur Verfügung steht.
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Die
digitalen Bildsignale des Hintergrundbildes 37 werden weiterhin
der Vorrichtung 40 zur Bildung der örtlichen Varianz aus dem Rauschen
des Hintergrundbildes 37 und die digitalen Bildsignale des
jeweiligen aktuellen Bildes 53 der fortlaufenden Bilder 52 der
Vorrichtung 41 zur Bildung der örtlichen Varianz aus dem Rauschen
eines homogenen Bildbereichs des aktuellen Bildes 53 zugeführt. Die
Ausgangssignale der beiden Vorrichtungen 40 und 41, die
Varianzen Vr werden in einer Additionsstufe 42 summiert.
Eine nachgeordnete Divisionsstufe 43 teilt die Varianz
Vs durch die Varianzen Vr.
Von dem Ausgangssignal der Divisionsstufe 43 wird in einer
Mittelwertstufe 44 der dynamische Mittelwert gebildet,
der einen so genannten CRFP-Index für Stents bildet.
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Durch
die Verwendung einerseits des technischen Phantoms 8 in
der erfindungsgemäß ausgebildeten
Röntgendiagnostikeinrichtung
kann ein hochpräzises
Messverfahren durchgeführt
werden und andererseits enthält
das Phantom 8 klinisch relevante Objekte wie Guidewires
und Stents, die der Untersucher bei der Applikation am Patienten
sieht. Die Röntgendiagnostikeinrichtung
wird so betrieben, wie sie für
die interventionelle Rou tinearbeit am Patienten ausgelegt ist. Das
Messverfahren liefert einen Bildqualitätswert, der zur visuellen Detektierbarkeit der
Guidewires und Stents durch eine Röntgendiagnostikeinrichtung
korreliert.
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Dadurch
lässt sich
erfindungsgemäß einer Röntgendiagnostikeinrichtung
ein messbarer Performance Index zuordnen, der ausdrückt, wie
gut die Röntgenanlage
klinisch relevante Objekte in der interventionellen Fluoroskopie
für den
Untersucher darstellt.
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Durch
das Phantom 8, das die besagten klinisch relevanten fluoroskopischen
Eigenschaften wie Objekte (Stents & Guidewire) sowie Dynamikverhalten
besitzt, sind Vergleichswerte von Röntgenanlagen messbar.
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Das
hochpräzise
Messverfahren zur Ermittlung der klinisch relevanten Bildgüte der Röntgendiagnostikeinrichtung
berücksichtigt
insbesondere Guidewire, die an der Sichtbarkeitsschwelle liegen.
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Durch
die erfindungsgemäße Ausbildung kann
einer interventionellen Röntgendiagnostikeinrichtung
mit der Möglichkeit,
fluoroskopische Bilder zu akquirieren, anhand Einstellungen für den klinischen
Routinebetrieb ein messbarer Performance Index zugeordnet werden,
der ausdrückt,
wie gut die Anlage klinisch relevante Objekte in der interventionellen
Fluoroskopie für
den Untersucher darstellt. Die Röntgendiagnostikeinrichtung
und deren Konfiguration beinhaltet explizit: Strahlungserzeugung
in der Röntgenröhre 5 (kV,
mAs, Dosis), Kollimator, Vorfilterung, Einfluss der Tischplatte 9 und
Matratze 10, Einfluss des Streustrahlenrasters 11,
Einfluss des Röntgenbilddetektors 4,
Einfluss des Bildsystems 12 und dessen Bildverarbeitung.
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Eine
Akquisition von fluoroskopischen Serien kann mittels Speicherung
der digitalen Daten oder Digitalisierung des ana logen Videosignals,
das auf den Betrachtungsmonitoren 16 angezeigt wird, durch so
genannte Framegrabber zur messtechnischen Auswertung erfolgen. Der
Röntgenbilddetektor 4 kann
ein Flachbilddetektor oder eine Röntgenbildverstärker/Fernsehkette
mit analoger Fernsehkamera oder CCD-Kamera sein.
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Weiterhin
weist die erfindungsgemäße Röntgendiagnostikeinrichtung
ein Phantom 8 auf, das klinisch relevantes Verhalten durch
Verwendung von kardiologischen Guidewiren und Stents sowie Nachbildung
des erforderlichen dynamischen Verhaltens zeigt. Dies kann beispielsweise
durch ein Drehphantom erreicht werden, wie es anhand der 2 beschrieben
ist.
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Darüber hinaus
ist die Röntgendiagnostikeinrichtung
mit einem Präzisions-Messverfahren
für Guidewires,
einem Mess-PC mit Mess-Software, versehen, das aus dem dynamischen
Bild und dem Hintergrundbild die Differenz bildet. Anschließend wird mit
einem prädizierten
Messfeld sowie A-priori-Information über die Form des Guidewires
die Hough-Transformation auf dem Grauwertbild der Differenz gebildet
und daraus der Kontrast des Guidewires bestimmt. Der Kontrast wird
quadriert und ins Verhältnis
zur Rauschvarianz gesetzt. Die Rauschvarianz besteht aus der Summe
der Rauschvarianz aus einem homogenen Bildbereich und der Varianz
des Hintergrundbildes. Das quadrierte Kontrast-Rausch-Verhältnis wird
dynamisch gemittelt, woraus der endgültige, die Qualität einer
Röntgendiagnostikeinrichtung
bestimmende CRFP-Index (Clinical Relevant Fluoroscopy Performance)
für Guidewires
entsteht.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Präzisionsmessverfahren
für Stents
wird aus dem dynamischen Bild und dem Hintergrundbild wiederum die
Differenz gebildet. Anschließend
wird mit einem prädizierten Messfeld
sowie A-priori-Information über
die Form des Stents die Varianz in der prädizierten ROI gebildet. Diese
Varianz wird in Verhältnis
zur Rauschvarianz gesetzt. Die Rauschvarianz besteht aus der Summe
der Rauschvarianz aus einem homogenen Bildbereich und der Varianz
des Hintergrund bildes. Das Verhältnis
der Varianzen wird dynamisch gemittelt woraus der dynamische CRFP-Index
für Stents entsteht.
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Mit
der erfindungsgemäßen Röntgendiagnostikeinrichtung
kann ein Verfahren zur Bildqualitätssicherung von angiographischen
Röntgendiagnostikeinrichtungen
durchgeführt
werden, das einem Untersucher beispielsweise den Vergleich unterschiedlicher
Röntgendiagnostikeinrichtungen
miteinander ermöglicht.
Dadurch kann sichergestellt werden, dass Röntgendiagnostikeinrichtungen
eine Mindestanforderung an Bildgüte
aufweisen.
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Auch
lässt sich
kardiologischen Arbeitsmitteln wie beispielsweise Guidewire und
Stents durch Akquirierung von Röntgenbildern
mittels einer genormten Röntgendiagnostikeinrichtung
ein messbarer Performance Index zugeordnet werden, der ausdrückt, wie
gut die Sichtbarkeit der Arbeitsmittel in der interventionellen
Fluoroskopie ist. Das Messverfahren liefert einen Bildqualitätswert,
die klinisch relevante Bildgüte,
der zur visuellen Detektierbarkeit der Guidewires und Stents korreliert,
die an der Sichtbarkeitsschwelle liegen. Hierzu werden in einer
genormten Röntgendiagnostikeinrichtung
die kardiologischen Arbeitsmittel nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
untersucht und vermessen. Der CRFP-Index kann dann diesen kardiologischen
Arbeitsmitteln vergeben werden und deren Sicht- und Erkennbarkeit
im Röntgenbild
angeben, so dass der Arzt bereits bei deren Kauf durch den CRFP-Index
weiß,
ob sie bei seiner Anlage noch sichtbar sind, oder ob er kardiologische
Arbeitsmittel mit einem besseren CRFP-Index nehmen sollte.