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DE102004050313A1 - Schiebetür mit einem Antriebssystem mit einer Magnetreihe - Google Patents

Schiebetür mit einem Antriebssystem mit einer Magnetreihe Download PDF

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DE102004050313A1
DE102004050313A1 DE200410050313 DE102004050313A DE102004050313A1 DE 102004050313 A1 DE102004050313 A1 DE 102004050313A1 DE 200410050313 DE200410050313 DE 200410050313 DE 102004050313 A DE102004050313 A DE 102004050313A DE 102004050313 A1 DE102004050313 A1 DE 102004050313A1
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Germany
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sliding door
magnetic
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door according
coil
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Withdrawn
Application number
DE200410050313
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English (en)
Inventor
Sven Busch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dorma Deutschland GmbH
Original Assignee
Dorma Deutschland GmbH
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Publication date
Application filed by Dorma Deutschland GmbH filed Critical Dorma Deutschland GmbH
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02NELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H02N15/00Holding or levitation devices using magnetic attraction or repulsion, not otherwise provided for
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schiebetür mit einem magnetischen Antriebssystem für mindestens einen Türflügel mit einer Linear-Antriebseinheit, die mindestens eine in Antriebsrichtung angeordnete Magnetreihe, deren Magnetisierung in ihrer Längsrichtung in bestimmten Abständen das Vorzeichen wechselt und mindestens eine aus mehreren Einzelspulen bestehende Spulenanordnung aufweist, die bei entsprechender Ansteuerung der Einzelspulen eine Wechselwirkung mit der mindestens einen Magnetreihe bewirkt, die Vorschubkräfte hervorruft. Wenigstens Teile der elektrisch leitenden Bauteile der Schiebetür sind so ausgelegt, dass darin durch ihre Relativbewegung zu der wenigstens einen Magnetreihe induzierte Wirbelströme an der Ausbreitung gehindert werden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Schiebetür mit einem magnetischen Antriebssystem für mindestens einen Türflügel, mit einer Linear-Antriebseinheit mit mindestens einer Magnetreihe. Der Begriff der Magnetreihe umfasst auch längliche Einzelmagneten. Die Magnetreihe kann ortsfest oder ortsveränderlich angeordnet sein.
  • Aus der DE 40 16 948 A1 ist eine Schiebetürführung bekannt, bei der miteinander zusammenwirkende Magnete bei normaler Belastung eine berührungsfreie schwebende Führung eines in einer Schiebeführung gehaltenen Türflügels oder dergleichen bewirken, wobei neben den stationär angeordneten Magneten der Schiebeführung ein Ständer eines Linearmotors angeordnet ist, dessen Läufer an der Schiebetür angeordnet ist. Durch die gewählte V-förmige Anordnung der Permanentmagnete der offenbarten permanent erregten magnetischen Trageinrichtung kann keine seitlich stabile Führungsbahn realisiert werden, weswegen eine relativ komplizierte Anordnung und Ausgestaltung von Ständer und Läufer erforderlich ist. Diese Anordnung verteuert eine solche Schiebetür enorm.
  • Aus der WO 00/50719 A1 ist ein kombiniertes Lager- und Antriebssystem für eine automatisch betriebene Tür bekannt, bei der ein permanent erregtes magnetisches Tragsystem symmetrisch aufgebaut ist und ortsfeste und ortsveränderbare Magnetreihen aufweist, die jeweils in einer Ebene angeordnet sind, wobei sich das Tragsystem in einem labilen Gleichgewicht befindet und bei dem das Tragsystem symmetrisch angeordnete seitliche Führungselemente aufweist, die rollenförmig gelagert sein kön nen. Aufgrund der hierdurch erreichten seitlich stabilen Führungsbahn ergibt sich eine einfache Ausgestaltung und Anordnung von Ständer und Läufer eines in einem gemeinsamen Gehäuse untergebrachten Linearmotors, nämlich die Möglichkeit, Ständer und Läufer des Linearmotors in Bezug auf das Tragsystem beliebig anordnen zu können und hinsichtlich der Formgebung von Ständer und Läufer nicht durch das Tragsystem beschränkt zu sein.
  • Diesen beiden Lagersystemen gemeinsam ist, dass sie nach dem Prinzip der abstoßenden Kraftwirkung arbeiten, welches Wirkprinzip einen stabilen Schwebezustand ohne aufwendige elektrische Regeleinrichtung ermöglicht. Nachteilig hieran ist jedoch, dass sowohl mindestens eine ortsfeste als auch mindestens eine ortsveränderbare Magnetreihe vorhanden sein muss, d. h. über den gesamten Weg der Schiebeführung bzw. des Lagers der automatisch betriebenen Tür und an dem entlang dieser Führung beweglichen Tragschlitten für die Tür Magnete angeordnet sein müssen, wodurch sich ein solches System, das sich aufgrund des Wegfalls der mechanischen Reibung zum Tragen der Tür durch extreme Leichtgängigkeit und geräuschlose Arbeitsweise auszeichnet und nahezu verschleiß- und wartungsfrei ist, in der Herstellung sehr teuer wird.
  • Aus der DE 196 18 518 C1 ist weiter ein elektromagnetisches Antriebssystem für magnetische Schwebe- und Tragsysteme bekannt, bei dem durch eine geeignete Anordnung von Dauermagnet und ferromagnetischem Material ein stabiler Schwebe- und Tragzustand erreicht wird. Hierzu versetzt der Dauermagnet das ferromagnetische Material in den Zustand einer magnetischen Teilsättigung. Elektromagnete sind so angeordnet, dass die Dauermagnete allein durch eine Änderung der Sättigung in der Tragschiene bewegt werden und die Spulenkerne sind in die dauer magnetische Teilsättigung, die zum Schwebe- und Tragezustand führt, mit einbezogen.
  • Weiter zeigt die WO 94/13055 einen Ständerantrieb für einen elektrischen Linearantrieb und eine mit einem solchen Ständer versehene Tür, die mittels Magneten im Türsturz eines Rahmens aufgehängt ist. Hierfür sind an der Türfüllung mehrere Magnete oder Magnetgruppen angeordnet, deren magnetische Feldstärke so groß sind, dass eine Anziehungskraft zu einer Führungsplatte erreicht wird, die an der Unterseite des Türsturzes angeordnet ist, wobei die Anziehungskraft ausreicht, um das Gewicht der Türfüllung anzuheben.
  • Bei allen diesen Systemen müssen aufgrund der gewählten Anordnungen der magnetischen Lagerung und/oder des magnetischen Antriebes geschwindigkeitsabhängige Bremskräfte am Läufer des Linearmotors überwunden werden, was zu einer hohen Verlustleistung beim Antreiben des Türflügels führt.
  • Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Schiebetür mit einem magnetischen Antriebssystem für mindestens einen Türflügel, das eine Linear-Antriebseinheit mit mindestens einer Magnetreihe aufweist, so weiterzuentwickeln, dass die zuvor genannten Vorteile bei geringen Herstellungskosten bestehen bleiben und insbesondere die Verlustleistung verringert wird.
  • Gelöst wird diese Aufgabe mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes des Patentanspruches 1 sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die erfindungsgemäße Schiebetür mit einem magnetischen Antriebssystem für mindestens einen Türflügel mit einer Linear-Antriebseinheit, die mindestens eine in Antriebsrichtung angeordnete Magnetreihe, deren Magnetisierung in ihrer Längsrichtung in bestimmten Abständen das Vorzeichen wechselt und mindestens eine aus mehreren Einzelspulen bestehende Spulenanordnung aufweist, die bei entsprechender Ansteuerung der Einzelspulen eine Wechselwirkung mit der mindestens einen Magnetreihe bewirkt, die Vorschubkräfte hervorruft, wobei wenigstens Teile der elektrisch leitenden Bauteile der Schiebetür so ausgelegt sind, dass darin durch ihre Relativbewegung zu der wenigstens einen Magnetreihe induzierte Wirbelströme an der Ausbreitung gehindert werden, weist gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil auf, dass die Linear-Antriebseinheit und/oder die Magnetreihe des magnetischen Antriebssystemes die durch Wirbelströme erzeugte Verlustleistung vermindert oder minimiert. Bei einer solchen Schiebetür kann neben einer Reduzierung der Wirbelströme in den Bauteilen der Linear-Antriebseinheit auch durch eine vorzugsweise vorgesehene magnetische Trageinrichtung die Ausbreitung der Wirbelströme reduzierend ausgelegt sein, insbesondere sollte dies erfolgen, wenn die permanent erregte magnetische Trageinrichtung und die Linear-Antriebseinheit integriert gebildet sind. Durch die erfindungsgemäße Reduzierung der Ausbreitung der Wirbelströme werden die magnetischen Trag- und/oder Vorschubeigenschaften nicht gestört, aber die Verlustleistung des Antriebes erheblich vermindert.
  • Hierzu sind nach der Erfindung vorzugsweise geblechte oder aus einzelnen Drahtstiften bestehende Spulenkerne der Einzelspulen vorgesehen. Alternativ oder zusätzlich sind nach der Erfindung vorzugsweise geblechte oder aus einzelnen Drahtstiften bestehende Polschuhe vorgesehen, die in die Spulenkerne induzierte Magnetfelder zu wenigstens einer Polseite einer der wenigstens einen Magnetreihe leiten.
  • In diesen erfindungsgemäßen Ausführungsformen bestehen die geblechten Spulenkerne oder Polschuhe vorzugsweise aus Blechpaketen, Blechstreifen, aufgerolltem Stahlblech oder ineinander gesteckten Rohren oder Profilen.
  • Weiter weist die Schiebetür nach der Erfindung vorzugsweise alternativ oder zusätzlich ein geblechtes oder aus einzelnen Drahtstiften bestehendes Tragelement einer Trageinrichtung auf.
  • Außerdem weist die Schiebetür nach der Erfindung vorzugsweise alternativ oder zusätzlich wenigstens eine geblechte oder aus einzelnen Drahtstiften bestehende magnetische Rückflussschiene auf, die in die Spulenkerne induzierte Magnetfelder, die zu einer Polseite der wenigstens einen Magnetreihe geleitet wurden, von der anderen Polseite der Magnetreihe zurück zu den Spulenkernen leitet.
  • Weiter weist die Schiebetür nach der Erfindung vorzugsweise alternativ oder zusätzlich wenigstens ein geblechtes oder aus einzelnen Drahtstiften bestehendes Gehäuse oder Befestigungselement auf, das von sich relativ bewegenden Magnetfeldern durchflutet wird.
  • Erfindungsgemäß ist vorzugsweise wenigstens ein Spulenhalter aus dünnem Stahlblech oder aus Kunststoff vorgesehen.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausführung von massiven metallischen Körpern als aus Einzelblechen oder einzelnen Drahtstiften, bestehend kann die Ausbreitung von durch die bei der Bewegung des Läufers erzeugten Wirbelströmen, die durch die wandernden magnetischen Felder in den elektrisch leitenden metallischen Körpern gebildet werden, erheblich vermindert werden. Dadurch wird die geschwindigkeitsabhängige Bremskraft am Läufer des Linearmotors, die durch die Wirbelströme erzeugt wird und somit die damit verbundene hohe Verlustleistung beim Antreiben des Türflügels vermindert.
  • Weiter ist in diesen vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung vorzugsweise vorgesehen, dass die Blechebene oder die Stiftausrichtung in Richtung der durch die mindestens eine Magnetreihe erzeugten Hauptfeldlinien liegt, was zu besonders guten Ergebnissen der Verminderung der Verlustleistung führt.
  • Alternativ oder zusätzlich ist in diesen vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung vorzugsweise vorgesehen, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte lackiert und miteinander verklebt sind, vorzugsweise mit Backlack. Dieses Merkmal führt sowohl zu einer besseren Isolierung der Einzelbleche oder einzelnen Drahtstifte untereinander und somit zu einer besseren Verhinderung der Ausbreitung der Wirbelströme, als auch zu einer Handhabbarkeit der aus den Einzelblechen oder einzelnen Stiften gefertigten Bauteile, die in etwa der der entsprechenden massiv ausgeführten Bauteile entspricht.
  • Weiter alternativ oder zusätzlich ist in diesen vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung vorzugsweise vorgesehen, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte verzundert oder oxidiert sind. Dieses Merkmal führt zu einer besseren Isolierung der Einzelbleche oder einzelnen Drahtstifte untereinander und somit zu einer besseren Verhinderung der Ausbreitung der Wirbelströme, wobei die Nachteile einer Verarbeitung der Einzelbleche oder einzelnen Drahtstifte mit Lack vermieden werden.
  • Weiter alternativ oder zusätzlich ist in diesen vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung vorzugsweise vorgesehen, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte geklammert oder vernietet sind.
  • Weiter alternativ oder zusätzlich ist in diesen vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung vorzugsweise vorgesehen, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte in einem Vierkantrohr, Rohr oder U-Profil angeordnet sind.
  • Solche Verbindungen der Einzelbleche oder einzelnen Drahtstifte führen zu einer leichten Handhabbarkeit der dergestalt ausgeführten Bauelemente während der weiteren Verarbeitung und/oder einer besseren Wartung der erfindungsgemäßen Schiebetüren, da solche aus miteinander verbundenen Einzelblechen oder einzelnen Drahtstiften gebildete Bauelemente leichter montiert und demontiert werden können.
  • Nach der Erfindung besteht die mindestens eine Magnetreihe vorzugsweise aus einem oder mehreren Hochleistungsmagneten, vorzugsweise Seltenerden-Hochleistungsmagneten, weiter vorzugsweise aus Neodym-Eisen-Bor (NeFeB) bzw. Samarium-Cobalt (Sm2Co) oder kunststoffgebundenen Magnetwerkstoffen. Durch die Verwendung von solchen Hochleistungsmagneten lassen sich wegen der höheren Remanenzinduktion wesentlich höhere Kraftdichten erzeugen als mit Ferrit-Magneten. Demzufolge lässt sich das Magnetsystem bei gegebener Tragkraft mit Hochleistungsmagneten geometrisch klein und damit platzsparend aufbauen. Die gegenüber Ferrit-Magneten höheren Materialkosten der Hochleistungsmagnete werden durch das vergleichsweise geringe Magnetvolumen zumindest kompensiert.
  • Bei der erfindungsgemäßen Schiebetür sind vorzugsweise die Spulenanordnung ortsfest und die mindestens eine Magnetreihe ortsveränderlich angeordnet, wodurch die Herstellungskosten durch einen passiv ausführbaren Türflügel gesenkt werden.
  • Das erfindungsgemäße Antriebssystem oder kombinierte Trag- und Antriebssystem wird zum Antrieb mindestens eines Türflügels einer Schiebetür eingesetzt, die vorzugsweise als Bogenschiebetür oder Horizontal-Schiebewand ausgebildet ist. Es kann neben diesem Einsatz auch zum Antrieb von Torflügeln oder in Zuführeinrichtungen, Handlingseinrichtungen oder Transportsystemen eingesetzt werden.
  • Die Erfindung wird nun anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Dabei zeigen:
  • 1: Einen Querschnitt einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten magnetischen Trageinrichtung in verschiedenen Belastungszuständen,
  • 2: die Tragkraftkennlinie der magnetischen Trageinrichtung nach der in 1 gezeigten ersten bevorzugten Ausführungsform,
  • 3: den Querkraftverlauf der magnetischen Trageinrichtung nach der in 1 gezeigten ersten bevorzugten Ausführungsform,
  • 4: eine Schnittdarstellung einer Draufsicht der magnetischen Trageinrichtung nach der in 1 gezeigten ersten bevorzugten Ausführungsform,
  • 5: eine Schnittdarstellung einer Draufsicht der ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten, kombinierten Trag- und Antriebssystemes,
  • 6: eine elektrische Verschaltung der Spulen der Linear-Antriebseinheit des in 5 gezeigten, kombinierten Tragund Antriebssystemes,
  • 7: ein Diagramm zur Erläuterung einer ersten Möglichkeit des Spannungsverlaufes an den wie in 6 gezeigt verschalteten Spulen der ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebssystemes,
  • 8: ein Diagramm zur Erläuterung einer zweiten Möglichkeit des Spannungsverlaufes an den wie in 6 gezeigt verschalteten Spulen der ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebssystemes,
  • 9: ein Diagramm zur Erläuterung einer dritten Möglichkeit des Spannungsverlaufes an den wie in 6 gezeigt verschalteten Spulen der ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebssystemes,
  • 10: unterschiedliche Beispiele der erfindungsgemäßen Aufteilung eines massiven Spulenkerns in Bleche oder Drahtstifte,
  • 11: einen geblechten kammförmigen Spulenkern für drei Einzelspulen oder eine Kammwicklung und
  • 12: Schnittdarstellungen bevorzugter Ausführungsformen erfindungsgemäßer Schiebetüren mit einem kombinierten magnetischen Trag- und Antriebssystem.
  • Die 1 zeigt eine schematische Prinzipdarstellung einer ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten magnetischen Trageinrichtung im Querschnitt. Zur Erläuterung ist ein Koordinatensystem eingezeichnet, bei dem eine x-Richtung eine Fahrtrichtung eines an der erfindungsgemäßen Trageinrichtung aufgehängten Türflügels 5 darstellt. Die Richtung der auf die magnetische Trageinrichtung wirkenden Querkräfte ist die y-Richtung und die durch das Gewicht der aufgehängten Türflügel 5 bedingte vertikale Magnetauslenkung nach unten ist in z-Richtung eingezeichnet.
  • Eine an einem Tragschlitten 4 befestigte Magnetreihe 1 wird durch ein an dem Tragschlitten 4 vorgesehenes mechanisches Führungselement 3, das mit einem Gehäuse 6 der Trageinrichtung zusammenwirkt, in horizontaler Richtung zentriert zwischen weichmagnetischen Tragschienen 2a, 2b, die das Tragelement 2 bilden, zwangsgeführt, während sie in vertikaler Richtung und in Fahrtrichtung (x) des Türflügels 5 frei versehiebbar ist. Durch die so erzwungene Symmetrie heben sich die in y-Richtung an den Magneten 1a, 1b, 1c, 1d angreifenden Querkräfte weitgehend auf. In vertikaler Richtung (z-Richtung) nehmen die Magnete 1a, 1b, 1c, 1d nur im lastfreien Zustand, also ohne an dem Tragschlitten 4 befestigte Last, wie in der 1a) gezeigt, eine symmetrische Lage ein.
  • Bei Belastung der Magnete 1a, 1b, 1c, 1d mit einer Gewichtskraft Fg, z. B. durch den an dem Tragschlitten 4 befestigten Türflügel 5, werden diese in vertikaler Richtung aus der in 1a) gezeigten symmetrischen Lage über einen in 1b) gezeigten Zwischenzustand in eine in 1c) gezeigte Gleichgewichtslage bewegt, die durch die zu tragende Gewichtskraft Fg und eine magnetische Rückstellkraft zwischen den Magneten 1a, 1b, 1c, 1d der Magnetreihe 1 und den Tragschienen 2a, 2b des Tragelementes 2, im Folgenden auch als Tragkraft F(z) bezeichnet, bestimmt ist.
  • Die Ursache dieser Rückstellkraft sind die zwischen den Magneten 1a, 1b, 1c, 1d der Magnetreihe 1 und den Tragschienen 2a, 2b wirkenden magnetischen Anziehungskräfte, wobei nur der Teil der Magnete 1a, 1b, 1c, 1d, der zwischen den Tragschienen 2a, 2b nach unten heraustritt, zu dieser magnetischen Tragkraft beiträgt. Da dieser Teil mit größer werdender vertikaler Auslenkung zunimmt, steigt die magnetische Tragkraft dem Betrag nach kontinuierlich mit der Auslenkung an.
  • 2 zeigt die Abhängigkeit zwischen der vertikalen Auslenkung der Magnetreihe 1 und der magnetischen Tragkraft in einer Kennlinie, d. h. die Tragkraftkennlinie der Trageinrichtung gemäß der in 1 gezeigten Ausführungsform. Auf der Abszisse ist die vertikale Auslenkung z nach unten, z. B. in mm und auf der Ordinate die korrespondierende erzeugte magnetische Tragkraft F(z), z. B. in Newton, angegeben. Der Verlauf der Tragkraftkennlinie ist durch einen oberen und einen unteren Abrisspunkt gekennzeichnet, die jeweils erreicht werden, wenn die Magnete zwischen den Tragschienen nach oben bzw. nach unten vollständig heraustreten, wie es für den Fall nach unten in 1e) gezeigt ist. Wird diese kritische Auslenkung kraftbedingt überschritten, so schwächen sich die Rückstellkräfte durch den zunehmenden Abstand zu den Tragschienen 2a, 2b ab, wodurch in diesen Bereichen kein stabiler Gleichgewichtszustand zwischen der Tragkraft F(z) und der durch die Last bedingten Gewichtskraft Fg erreicht werden kann.
  • In der Praxis kann ein solches Abreißen der Tragkraft F(z) durch die Ge wichtskraft Fg der Türflügelmasse durch eine mechanische Begrenzung der möglichen Auslenkung der Magnetreihe 1 zuverlässig verhindert werden, wie sie beispielhaft in 1d) gezeigt ist. Hier umfasst das die Tragschienen 2a, 2b aufnehmende und eine horizontale Führung für das Führungselement 3 bietende Gehäuse 6 gleichzeitig zwei jeweils an seinen unteren Enden angeordnete Vorsprünge 6a, 6b, die eine mechanische Begrenzung der möglichen Auslenkung des Tragschlittens 4 und somit der an diesem starr befestigten Magnetreihe 1 in z-Richtung sind.
  • Zwischen dem oberen Abrisspunkt und dem unteren Abrisspunkt verläuft die Tragkraftkennlinie nahezu linear, wobei bei einer positiven Auslenkung der Magnetreihe 1, d. h. einer Auslenkung nach unten, die durch den am Tragschlitten 4 befestigten Türflügel 5 erfolgt, von dem Ursprung des Koordinatensystemes zwischen vertikaler Auslenkung z der Magnetreihe 1 und magnetischer Tragkraft F(z) bis zu dem unteren Abrisspunkt auf der Tragkraftkennlinie Betriebspunkte mit negativer Steigung durchfahren werden, in denen sich eine jeweilige stabile Lage der Magnetreihe 1 zwischen den Tragschienen 2a, 2b, bedingt durch die auf die Magnetreihe 1 wirkende Gewichtskraft Fg und der betragsgleichen, in entgegengesetzte Richtung wirkende magnetische Tragkraft F(z) einstellen kann.
  • Bei strenger Symmetrie der beschriebenen magnetischen Trageinrichtung um die vertikale Mittelachse (z-Achse), die sowohl von der Anordnung der Trageinrichtung als auch dem mechanischen Führungselement 3 abhängt, heben sich die horizontalen Magnetkraft-Komponenten in Querrichtung, d. h. in y-Richtung, vollständig auf. Verlässt die Magnetreihe 1 toleranzbedingt diese exakte Mittellage, so stellt sich aufgrund unterschiedlich starker Anziehungskräfte zu den beiden Tragschienen 2a, 2b eine auf die Magnetreihe 1 wirkende Querkraft F(y) ein.
  • Die 3 zeigt für eine Spaltbreite von z. B. –1 mm bis +1 mm einen Querkraftverlauf F(y) in Abhängigkeit von einer seitlichen Verschiebung y der Magnete 1a, 1b, 1c, 1d, der über den ganzen Verlauf eine positive Steigung hat. Das bedeutet, dass im Null-Punkt des Koordinatensystemes, der zur Mittellage der Magnetreihe 1 zwischen den Tragschienen 2a, 2b korrespondiert, ein instabiles Kräftegleichgewicht vorliegt. In allen anderen Punkten des Koordinatensystemes herrscht eine resultierende Querkraft F(y).
  • Da in der Mittellage nur ein instabiles Kräftegleichgewicht vorliegt, muss das Führungselement 3 eine präzise mechanische Lagerung bieten, die die Magnetreihe 1 während der Fahrbewegung der Magnetreihe 1 in Bewegungsrichtung, d. h. in x-Richtung, exakt mittig zwischen den Tragschienen 2a, 2b führt. Je genauer diese Zentrierung realisiert werden kann, umso geringer sind die resultierende Querkraft F(y) und hiermit verbundene Reibungskräfte der mechanischen Lagerung.
  • Um die Trageigenschaften zu optimieren, sollte die Magnetbreite, d. h. die Abmessungen der Magnetreihe 1 bzw. von deren Einzelmagneten 1a, 1b, 1c, 1d in y-Richtung, möglichst groß sein, denn eine große Magnetbreite bewirkt eine große Feldstärke, die zu großen Tragkräften führt. Die Magnethöhe, also die Abmessungen der Magnetreihe bzw. von deren Einzelmagneten 1a, 1b, 1c, 1d in z-Richtung, sollte möglichst klein sein, denn kleine Magnethöhen erhöhen die Steifigkeit des Tragkraftfeldes durch Bündelung des Feldes.
  • Die Höhe der Tragschienen 2a, 2b sollte möglichst klein sein, günstig ist eine Tragschienenhöhe kleiner 1/2 der Magnethöhe, denn die Feldlinien der Dauermagnete werden gebündelt und hierdurch die Steifigkeit des magnetischen Tragsystems erhöht.
  • Die Anordnung sollte so gewählt werden, dass die weichmagnetischen Tragschienen 2a, 2b im Gleichgewichtszustand, in dem die magnetische Tragkraft F(z) betragsgleich der durch Belastung der Magnetreihe 1 mit dem Türflügel 5 hervorgerufenen Gewichtskraft Fg ist, vertikal unsymmetrisch um die Magnetreihe 1 liegen und die Magnetreihe 1 sollte möglichst kontinuierlich sein, um Rastkräfte in Bewegungsrichtung, d. h. in x-Richtung, zu vermeiden.
  • In 4 ist eine Schnittdarstellung einer Aufsicht der in 1a nach einer Schnittlinie A-A gezeigten Trageinrichtung nach der ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Es ist zu erkennen, dass die Magnetreihe 1 aus Einzelmagneten 1a, 1b, 1c, 1d besteht, die mit abwechselnder Magnetisierungsrichtung zwischen den beiden seitlich angeordneten Tragschienen 2a, 2b angeordnet sind, die aus einem weichmagnetischen Material bestehen. In dieser Ausführungsform, in der die Tragschienen 2a, 2b den feststehenden Teil der erfindungsgemäßen Trageinrichtung bilden, sind die Einzelmagnete 1a, 1b, 1c, 1d zur Bildung der Magnetreihe 1 an dem beweglichen Tragschlitten 4 befestigt und können zwischen den Schienen 2a, 2b in x- und z-Richtung verschoben werden. Bei einer vertikalen Verschiebung, d. h. einer Verschiebung in z-Richtung, um einen kleinen Weg, ca. 3–5 mm, aus der Null-Lage, d. h. der geometrischen Symmetrielage, ergibt sich, bedingt durch die Verwendung äußerst starker Dauermagnete, z. B. aus Nd-Fe-B, eine erhebliche Rückstellkraft, die zum Tragen eines Schiebetürflügels 5 mit einem Gewicht von ca. 80 kg/m geeignet ist. In der in 4 gezeigten Anordnung, bei der die Dauermagnete 1a, 1b, 1c, 1d mit abwechselnder Magnetisierungsrichtung zwischen den beiden Tragschienen 2a, 2b angeordnet sind, wirkt sich der Feldschluss durch die Tragschienen 2a, 2b bei wechselseitiger Magnetisierungsrichtung der nebeneinander angeordneten Magnete positiv verstärkend aus.
  • Die 5 zeigt zwei Antriebssegmente einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Antriebssystemes, hier als kombiniertes magnetisches Trag- und Antriebssystem, in einer geschnittenen Aufsicht, bei der der erfindungsgemäß verwendete magnetische Linearantrieb auf die Magnetreihen 1e, 1f wirkt, die an einem nicht gezeigten Tragschlitten 4 befestigt sind. Die beiden Magnetreihen 1e, 1f weisen jeweils abwechselnd polarisierte Einzelmagnete auf, wobei die Polaritäten der in Querrichtung versetzt angeordneten Einzelmagnete der beiden Magnetreihen gleichgerichtet sind. Zwischen den Magnetreihen 1e, 1f sind Spulen 7 so angeordnet, dass sich ein jeweiliger Spulenkern 12 in Querrichtung, d. h. y-Richtung, erstreckt. Auf der den Spulen 7 mit Spulenkernen 12 abgewandten Seite der Magnetreihe 1 befindet sich jeweils ein Seitenbereich der Tragschiene 2d.
  • Um einen kontinuierlichen Vorschub der Magnetreihe 1 zu gewährleisten, sind die Stator-Spulen 7 mit ihren jeweiligen Spulenkernen 12 in unterschiedlichen relativen Positionen zum Raster der Dauermagnete 1, 1e, 1f angeordnet. Je mehr unterschiedliche Relativpositionen ausgebildet werden, umso gleichmäßiger lässt sich die Schubkraft über den Verfahrweg realisieren. Da andererseits jede Relativposition einer elektrischen Phase eines für den Linearantrieb benötigten Ansteuersystemes zuzuordnen ist, sollten möglichst wenig elektrische Phasen zum Einsatz kommen. Aufgrund des zur Verfügung stehenden dreiphasigen Drehstromnetzes ist ein dreiphasiges System, wie es beispielhaft in 6 gezeigt ist, sehr kostengünstig aufzubauen.
  • Hierbei besteht ein jeweiliges Antriebssegment und somit ein Spulenmodul 7 der Linear-Antriebseinheit aus drei Spulen 7a, 7b, 7c, die eine Ausdehnung von drei Längeneinheiten in Antriebsrichtung, d. h. x-Richtung, aufweisen, wobei also zwischen Mittelpunkten benachbarter Spulenkerne 12 ein Raster RS = 1 Längeneinheit liegt. Die Länge eines Magneten der Magnetreihe 1 in Antriebsrichtung und die Länge der zwischen den Einzelmagneten der Magnetreihe 1 liegenden Lücke ist hier so gewählt, dass Länge eines Magneten LMagnet + Länge einer Lücke LLücke = Magnetraster RM = 3/4 Längeneinheit (= 3/4 RS).
  • 6 zeigt die Verschaltung der Spulen der in 5 gezeigten beiden Antriebssegmente der erfindungsgemäß bevorzugt verwendeten Linear-Antriebseinheit. Hier ist eine erste Spule 7a mit einem ersten Spulenkern 12a zwischen eine erste Phase und eine zweite Phase eines aus drei Phasen bestehenden Drehstromsystemes angeschlossen, dessen drei Phasen gleichmäßig verteilt sind, also die zweite Phase bei 120° und eine dritte Phase bei 240° liegen, wenn die erste Phase bei 0° liegt. Die in positiver Antriebsrichtung, d. h. +x-Richtung, neben der ersten Spule 7a mit dem Spulenkern 12a liegende zweite Spule 7b mit Spulenkern 12b eines Antriebssegmentes der Linear-Antriebseinheit ist zwischen die zweite Phase und die dritte Phase geschaltet und die in positiver Antriebsrichtung, d. h. +x-Richtung neben der zweiten Spule 7b mit dem Spulenkern 12b liegende dritte Spule 7c mit dem Spulenkern 12c ist zwischen die dritte Phase und die erste Phase geschaltet.
  • Ordnet man dem durch die Dauermagnete gebildeten Polraster, analog zur Anordnung in einem zweipoligen Gleichstrommotor, Phasenwinkel zu, so lassen sich die linearen Spulenanordnungen in einem kreisförmigen Phasendiagramm abbilden. Da sich dieses sowohl magnetisch als Antriebswirkung auf die Dauermagnete als auch elektrisch als Ansteuerung der Spulen interpretieren lässt, kann durch dieses Diagramm der Zusammenhang zwischen Schaltzuständen und Antriebswirkung einheitlich beschrieben werden.
  • Ein solches kreisförmiges Phasendiagramm mit eingezeichneten Spulen ist in 7 gezeigt. Hier ist auf der Ordinate das elektrische Potential in V und auf der Abszisse das magnetische Potential angegeben. Ein Kreis um den Ursprung dieses Koordinatensystemes, der ein Nullpotential sowohl für das elektrische Potential als auch das magnetische Potential darstellt, repräsentiert die Phasenlagen der an den jeweiligen Spulen anliegenden Spannung, wobei eine 0°-Phasenlage bei dem Schnittpunkt des Kreises mit der positiven Ordinate gegeben ist und sich die Phase im Uhrzeigersinn zu einer 90°-Phasenlage in dem Schnittpunkt des Kreises mit der negativen Abszisse, der das magnetische Potential des Südpols darstellt, eine 180°-Phasenlage in dem Schnittpunkt des Kreises mit der negativen Ordinate, der das minimale Spannungspotential darstellt, einer 270°-Phasenlage in dem Schnittpunkt des Kreises mit der positiven Abszisse, der das magnetische Potential des Nordpols darstellt, bis zu einer 360°-Phasenlage, die gleich der 0°-Phasenlage ist, in dem Schnittpunkt des Kreises mit der positiven Ordinate, der das maximale Spannungspotential darstellt, ändert.
  • Wie in 6 gezeigt, ist eine Beziehung gegeben, bei der die erste Spule 7a mit Spulenkern 12a zwischen einer 0°-Phasenlage und einer 120°-Phasenlage, die zweite Spule 7b mit Spulenkern 12b zwischen einer 120°-Phasenlage und einer 240°-Phasenlage und die dritte Spule 7c mit Spulenkern 12c zwischen einer 240°-Phasenlage und einer 360°-Phasenlage liegen. Bei Drehstrombetrieb drehen sich nun die Zeiger dieser Spulen entsprechend der Wechselfrequenz des Drehstroms im Gegenuhrzeigersinn, wobei jeweils eine der elektrischen Potentialdifferenz zwischen den auf die Ordinate projizierten Anfangs- und Endpunkten des Zeigers entsprechende Spannung an den Spulen anliegt.
  • Bei der magnetischen Interpretation des Phasendiagramms entspricht ein Phasendurchlauf von 180° einer Verschiebung des Läufers um den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Magnete, also dem Magnetraster RM. Durch die abwechselnde Polarisierung der Magnete im Läufer wird bei einer Verschiebung um das Magnetraster RM ein Polwechsel ausgeführt. Nach einem 360°-Phasendurchlauf beträgt die Läuferverschiebung zwei RM. Hierbei befinden sich die Magnete relativ zum Raster RS der Statorspulen wieder in Ausgangsposition, vergleichbar mit einer 360°-Umdrehung des Rotors eines zweipoligen Gleichstrommotors.
  • Für die elektrische Interpretation des Phasendiagramms wird die Ordinate betrachtet, auf der das anliegende elektrische Spannungspotential dargestellt ist. Bei 0° liegt das maximale Potential, bei 180°, das minimale Potential und bei 90° bzw. 270° ein mittleres Spannungspotential an. Wie zuvor erwähnt, werden die Spulen im Diagramm durch Pfeile dargestellt, deren Anfangs- und Endpunkte die Kontaktierungen darstellen. Die jeweils anliegende Spulenspannung kann durch Projektion von Start- und Endpunkt der Pfeile auf der Potentialachse abgelesen werden. Durch die Pfeilrichtung wird die Stromrichtung und hierdurch die Magnetisierungsrichtung der Spule festgelegt.
  • Anstelle einer kontinuierlichen sinusförmigen Spannungsquelle, die ein Phasendiagramm gemäß 7 aufweist, kann aus Kostengründen auch eine Steuerung mit Rechteck-Charakteristik eingesetzt werden. In einem entsprechenden Phasendiagramm, das in 8 gezeigt ist, ist die Rechteck-Charakteristik durch Schaltschwellen dargestellt. Hierbei können die Phasenanschlüsse jeweils die drei Zustände Pluspotential, Minuspotential und potentialfrei einnehmen. Dabei liegt das Pluspotential z. B. in einem Bereich zwischen 300° und 60° und das Minuspotential in einem Bereich von 120° bis 240° an und die Bereiche zwischen 60° und 120° sowie 240° und 300° stellen den potentialfreien Zustand dar, in dem die Spulen nicht angeschlossen sind. Bei der Rechteckspannung-Ansteuerung ist der im Vergleich zur Sinus-Steuerung ungleichmäßigere Schub nachteilig.
  • Es lässt sich natürlich noch eine große Zahl weiterer Spulenkonfigurationen und Potentialverteilungen aufbauen, z. B. die in 9 gezeigte Potentialverteilung, bei der ein minimales Potential von 0 V in einem Bereich zwischen 105° und 255°, ein maximales Potential von 24 V in einem Bereich von 285° bis 75° und potentialfreie Bereiche von 75° bis 105° und von 255° bis 285° vorliegen.
  • Die 10 zeigt verschiedene Ausgestaltungen erfindungsgemäßer Spulenkerne, bei denen kein massiver Eisenkern, sondern zur Reduzierung der Ausbreitung von Wirbelströmen, die durch die Spulenkerne wandernde Magnetfelder der wenigstens einen Magnetreihe 1, 1e, 1f erzeugt werden, ein erfindungsgemäß aus Einzelblechen oder einzelnen Drahtstiften bestehender Spulenkern.
  • In 10a) ist ein Spulenkern 12a aus aufeinander geschichteten Einzelblechen einer Breite b gefertigt, wodurch ein im Querschnitt viereckiger Spulenkern 12a gebildet wird, der in einer hohlzylinderförmigen Spule 7 mit einem Innendurchmesser d angeordnet ist. Es ergibt sich, dass nicht der gesamte Hohlraum der hohlzylinderförmigen Spule 7 durch den Spulenkern 12a ausgefüllt ist.
  • In 10b) ist ein Spulenkern 12b aus aufeinander geschichteten Einzelblechen einer Breite b1 und b2 gefertigt, wodurch ein im Querschnitt kreuzförmiger Spulenkern 12b gebildet wird, der in einer hohlzylinderför migen Spule 7 mit dem Innendurchmesser d angeordnet ist. Durch eine somit bessere Möglichkeit der Anpassung des im Querschnitt kreuzförmigen Spulenkernes 12b an den Hohlraum der hohlzylinderförmigen Spule 7 kann dieser besser ausgefüllt und mit einer größeren Menge magnetisierbaren Materials gefüllt werden, als im Fall des im Querschnitt viereckigen Spulenkernes 12a.
  • In 10c) ist ein Spulenkern 12c aus aufeinander geschichteten Einzelblechen unterschiedlicher Breiten gefertigt, wodurch ein quasi zylindrischer Spulenkern 12c gebildet wird, der in einer hohlzylinderförmigen Spule 7 mit dem Innendurchmesser d angeordnet ist. Durch eine somit fast optimale Möglichkeit der Anpassung des quasi zylindrischen Spulenkernes 12c an den Hohlraum der hohlzylinderförmigen Spule 7 kann dieser noch besser ausgefüllt und mit einer größeren Menge magnetisierbaren Materials gefüllt werden, als im Fall des im Querschnitt kreuzförmigen Spulenkernes 12b.
  • In 10d) ist ein Spulenkern 12d aus einem aufgerollten Einzelblech gefertigt, wodurch ein zylindrischer Spulenkern 12d gebildet wird, der in einer hohlzylinderförmigen Spule 7 mit dem Innendurchmesser d angeordnet ist. Durch eine somit optimale Möglichkeit der Anpassung des zylindrischen Spulenkernes 12d an den Hohlraum der hohlzylinderförmigen Spule 7 kann dieser noch optimaler ausgefüllt und mit einer größtmöglichen Menge magnetisierbaren Materials gefüllt werden.
  • In 10e) ist ein Spulenkern 12e aus ineinander gesteckten Rohren gefertigt, wodurch ein zylindrischer Spulenkern 12e gebildet wird, der in einer hohlzylinderförmigen Spule 7 mit dem Innendurchmesser d angeordnet ist. Der Spulenkern 12e ist in der 10e) in einer Schnittdarstellung innerhalb der hohlzylinderförmigen Spule 7 und in einer perspek tivischen Ansicht ohne die hohlzylinderförmige Spule 7 gezeigt. Durch eine somit optimale Möglichkeit der Anpassung des zylindrischen Spulenkernes 12e an den Hohlraum der hohlzylinderförmigen Spule 7 kann dieser noch optimaler ausgefüllt und wie im Fall des in 10d) gezeigten Spulenkernes 12d mit einer größtmöglichen Menge magnetisierbaren Materials gefüllt werden.
  • In 10f) ist ein Spulenkern 12f aus einzelnen Drahtstiften gefertigt, wodurch ein quasi zylindrischer Spulenkern 12f gebildet wird, der in einer hohlzylinderförmigen Spule 7 mit dem Innendurchmesser d angeordnet ist. Durch eine somit fast optimale Möglichkeit der Anpassung des quasi zylindrischen Spulenkernes 12f an den Hohlraum der hohlzylinderförmigen Spule 7 kann dieser ähnlich gut ausgefüllt werden, wie im Fall des quasi zylindrischen Spulenkernes 12c.
  • In 11 ist in einer perspektivischen Ansicht ein geblechter kammförmiger Spulenkern 12g für drei Einzelspulen oder eine Kammwicklung gezeigt. Der kammförmige Spulenkern 12g besteht aus einzelnen aufeinander geschichteten kammförmigen Blechen mit einem Kammrücken 13 und Kammzähnen 14.
  • Durch solche in den 10 und 11 gezeigten geblechten oder aus einzelnen Stiften bestehenden Spulenkerne 12a12g wird erfindungsgemäß eine Ausbreitung von in die Spulenkerne induzierten Wirbelströmen gehindert, insbesondere, wenn die Blechstreifen oder einzelnen Stifte verzundert oder lackiert und miteinander verklebt sind, z. B. mit Backlack. Die Spulenkerne und auch in gleicher Weise gefertigte Polschuhe, können durch Klammern oder Nieten oder Einbringen in ein Rohr, z. B. ein Vierkantrohr oder ein Profil, zu Paketen oder Bündeln zusammengefasst werden.
  • Damit nicht durch Spulenhalter eine Ausbreitung von Wirbelströmen unterstützt wird, können diese aus dünnem Stahlblech oder Kunststoff gefertigt werden.
  • Die 12 zeigt beispielhaft drei erfindungsgemäße Varianten für aus geblechten elektrisch leitenden Bauteilen bestehende erfindungsgemäße Schiebetüren.
  • Ein prinzipiell U-förmiges Gehäuse 6 weist nicht lediglich einen Boden und zwei senkrecht auf diesem stehende Seitenbereiche auf, wobei die Tragschienen 2a, 2b in den zwischen Boden und einem jeweiligen Seitenbereich gebildeten Kanten angeordnet sind, wie es bei der im Zusammenhang mit der 1 prinzipiell beschriebenen nach der Erfindung bevorzugt verwendeten magnetischen Trageinrichtung der Fall ist, sondern weist einen Boden 16 und zwei senkrecht auf diesem stehende verstärkte Seitenbereiche 17 auf, die jeweils eine Einfräsung 15 oder Einkerbung aufweisen, in der jeweils eine geblechte Tragschiene 2c, 2d aufgenommen ist. Durch diese Ausgestaltung können die Tragschienen 2c, 2d ohne weitere Befestigungsmittel in Tragrichtung von dem Gehäuse 6 gehalten werden.
  • Weiter sind zwei ortsveränderbare Magnetreihen 1e, 1f an dem Tragschlitten 4 befestigt, wobei zwischen den beiden ortsveränderbaren Magnetreihen zentriert die Magnetspulen 7 mit den Spulenkernen 12 eines Linearantriebes angeordnet sind, die entsprechend der Fahrtrichtung bestromt werden können.
  • Die an dem Tragschlitten 4 befestigten Magnetreihen 1e, 1f werden durch ein Führungselement 3 gegen die Seitenbereiche 17 laufenden Rollen, die an dem Tragschlitten 4 befestigt sind, in horizontaler Richtung mit be stimmtem Abstand zwischen den geblechten Tragschienen 2c, 2d, 2e, 2f zwangsgeführt, während sie in vertikaler Richtung und in Fahrtrichtung des Türflügels 5 frei verschiebbar sind. Durch die so erzwungene Symmetrie heben sich die an den Magneten angreifenden Querkräfte entsprechend der ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weitgehend auf. Die Trageigenschaften in vertikaler Richtung entsprechen prinzipiell denen der im Zusammenhang mit 1 beschriebenen Trageinrichtung.
  • Die 12a zeigt zwei Tagschienen 2c, 2d, die in Tragrichtung aufeinander geschichtet sind und die 12b zeigt zwei Tagschienen 2e, 2f die in Querrichtung, d. h. senkrecht zur Tragrichtung und senkrecht zur Antriebsrichtung, aufeinander geschichtet sind. In der 12c sind in Tragrichtung aufeinander geschichtete Tagschienen 2c, 2d gezeigt. Zusätzlich weist die hier gezeigte Schiebetür aus ineinander gesteckten Rohren bestehende Spulenkerne 12e auf, um die Ausbreitung von in diese induzierten Wirbelströme zu hindern. Alternativ können auch andere der in den 10 und 11 gezeigten erfindungsgemäßen Ausführungsformen zu diesem Zweck verwendet werden, wie auch noch andere Maßnahmen, durch die die Ausbreitung von Wirbelströmen gehindert wird.
  • Natürlich kann die erfindungsgemäße Schiebetür mit dem erfindungsgemäßen magnetischen Antriebssystem auch so ausgestaltet sein, dass die lediglich vorzugsweise magnetisch gelagerte Trageinrichtung von dem erfindungsgemäßen Antriebssystem getrennt vorgesehen ist.
  • 1, 1e, 1f
    Magnetreihe
    1a–d
    Magnet
    2
    Tragelement
    2a–f
    Tragschiene (Seitenbereich)
    3
    Führungselement
    4
    Tragschlitten
    5
    Türflügel
    6
    Gehäuse
    7, 7a–c
    Spule
    12 12a–g
    Spulenkern
    13
    Kammrücken
    14
    Kammzähne
    15
    Einfräsung
    16
    Boden
    17
    Seitenbereiche
    b
    Breite
    d
    Innendurchmesser

Claims (15)

  1. Schiebetür mit einem magnetischen Antriebssystem für mindestens einen Türflügel (5), mit einer Linear-Antriebseinheit, die mindestens eine in Antriebsrichtung angeordnete Magnetreihe (1, 1e, 1f), deren Magnetisierung in ihrer Längsrichtung in bestimmten Abständen das Vorzeichen wechselt und mindestens eine aus mehreren Einzelspulen (7) bestehende Spulenanordnung aufweist, die bei entsprechender Ansteuerung der Einzelspulen (7) eine Wechselwirkung mit der mindestens Magnetreihe (1, 1e, 1f) bewirkt, die Vorschubkräfte hervorruft, wobei wenigstens Teile der elektrisch leitenden Bauteile (2c–f, 12a–g) der Schiebetür so ausgelegt sind, dass darin durch ihre Relativbewegung zu der wenigstens einen Magnetreihe (1, 1e, 1f) induzierte Wirbelströme an der Ausbreitung gehindert werden.
  2. Schiebetür nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch geblechte oder aus einzelnen Drahstiften bestehende Spulenkerne (12a–g) der Einzelspulen (7).
  3. Schiebetür nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch geblechte oder aus einzelnen Drahtstiften bestehende Polschuhe, die in die Spulenkerne (12, 12a–g) induzierte Magnetfelder zu wenigstens einer Polseite einer der wenigstens einen Magnetreihe (1, 1e, 1f) leiten.
  4. Schiebetür nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die geblechten Spulenkerne (12a–g) oder Polschuhe aus Blechpaketen, Blechstreifen, aufgerolltem Stahlblech oder ineinander gesteckten Rohren oder Profilen bestehen.
  5. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein geblechtes oder aus einzelnen Drahtstiften bestehendes Tragelement (2c, 2d, 2e, 2f) einer Trageinrichtung.
  6. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine geblechte oder aus einzelnen Drahtstiften bestehende magnetische Rückflussschiene, die in die Spulenkerne (12, 12a–g) induzierte Magnetfelder, die zu einer Polseite der wenigstens einen Magnetreihe (1, 1e, 1f) geleitet wurden, von der anderen Polseite der Magnetreihe (1, 1e, 1f) zurück zu den Spulenkernen (12, 12a–g) leitet.
  7. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens ein geblechtes oder aus einzelnen Drahtstiften bestehendes Gehäuse 6 oder Befestigungselement, das von sich relativ bewegenden Magnetfeldern durchflutet wird.
  8. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens einen Spulenhalter aus dünnem Stahlblech oder aus Kunststoff.
  9. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechebene oder die Stiftausrichtung in Richtung der durch die mindestens eine Magnetreihe (1, 1e, 1f) erzeugten Hauptfeldlinien liegt.
  10. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte lackiert und miteinander verklebt sind, vorzugsweise mit Backlack.
  11. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte verzundert oder oxidiert sind.
  12. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte geklammert oder vernietet sind.
  13. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbleche oder einzelnen Stifte in einem Vierkantrohr, Rohr oder U-Profil angeordnet sind.
  14. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Magnetreihe (1, 1e, 1f) aus einem oder mehreren Hochleistungsmagneten, vorzugsweise Seltenerden-Hochleistungsmagneten, weiter vorzugsweise vom Typ NeFeB oder Sm2Co besteht.
  15. Schiebetür nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetür als Bogenschiebetür oder Horizontal-Schiebewand ausgebildet ist.
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