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Im Allgemeinen betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes, das ein 4->3 Herunterschalten unverzüglicher und fließender durchführen kann, wenn ein derartiges Herunterschalten während eines 3->4 Hochschaltens erforderlich ist.
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Wie im Stand der Technik gut bekannt, schaltet ein automatisches Getriebe automatisch Drehzahlen auf der Basis des Fahrzeug-Fahrtzustands und einer Betätigung des Fahrers.
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Ein derartiges automatisches Getriebe weist eine Vielzahl von Reibelementen auf, wie etwa Kupplungen und Bremsen, sodass ein Mehrfach-Drehzahl-Schalten durch hydraulisches Steuern derselben realisiert wird.
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In der vorliegenden Anmeldung inklusive der Ansprüche wird ein Reibelement, das während eines Schaltens in Eingriff kommt, ein ein-kommendes Element genannt und ein Reibelement, das während einer Schaltung außer Eingriff kommt, wird ein aus-gehendes Element genannt. Zusätzlich wird eine hydraulische Druckzuführrate, die an das ein-kommende Element abgegeben wird, eine ein-kommende Druckzuführung genannt und eine hydraulische Druckzuführrate, die an das ausgehende Element abgegeben wird, wird eine aus-gehende Druckzuführung genannt.
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Entsprechend dem Stand der Technik, wenn eine 4->3 Herunterschaltungsbedingung während einer Ausführung einer 3->4 Hochschaltung erfüllt ist, z. B. aufgrund einer Gaspedalbetätigung von einem Fahrer, wird ein erforderliche 4->3 Herunterschalten nur ausgeführt, nachdem ein aktuell ausgeführtes 3->4 Hochschalten vollständig beendet wurde.
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Daher wird gemäß dem Stand der Technik, wenn sich die Fahrbedingung eines Fahrzeugs schnell ändert, wie etwa in dem Fall, indem ein Fahrer schnell eine Betätigung eines Gaspedals ändert, eine derartige Anforderung eines Fahrers nicht unverzüglich durch unverzügliches Schalten umgesetzt. D. h., die Ansprechempfindlichkeit beim Schalten reagiert nicht adäquat auf eine Anforderung eines Fahrers.
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Wenn eine Ansprechempfindlichkeit von einem 4->3 Herunterschalten für den Fall, indem eine 4->3 Herunterschaltbedingung während eines 3->4 Hochschaltens erfüllt wird, verbessert ist, wird ein unverzüglicheres Ausführen eines Befehls von einem Fahrer erwartet.
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Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mittels derer eine Schaltung von einem automatischen Getriebe unverzüglicher gesteuert werden kann, selbst wenn gerade ein Schaltvorgang durchgeführt wird.
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Die Erfindung schafft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes mit den Vorteilen einer verbesserten Ansprechempfindlichkeit für ein 4->3 Herunterschalten, wenn eine 4->3 Herunterschaltbedingung während eines 3->4 Hochschaltens erfüllt ist.
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Eine exemplarische Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes, das mit einem Motor verbunden ist, weist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung auf: einen Drosselklappenöffnungsdetektor zum Detektieren einer Drosselklappenöffnung des Motors, einen Ausgangswellen-Drehzahldetektor zum Detektieren eines Ausgangswellen-Drehzahl von einem automatischen Getriebe, einen Turbinendrehzahldetektor zum Detektieren einer Turbinendrehzahl von einem automatischen Getriebe, einen Eingangsdrehmomentdetektor zum Detektieren eines Eingangsdrehmoments, das in das automatische Getriebe eingeleitet wird und eine Getriebesteuereinheit zum Steuern eines Schaltens von dem automatischen Getriebe auf der Basis der Signale der Detektoren, wobei die Getriebesteuerungseinheit ein Verfahren zum Schaltungssteuern eines Automatischen Getriebes gemäß der Erfindung durchführt, die im Folgenden beschrieben wird.
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Ein beispielhaftes Verfahren zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist auf:
Bestimmen, ob eine 4->3 Schaltbedingung während einer Ausführung eines 3->4 Schaltung besteht,
Starten der 4->3 Schaltung, bevor die 3->4 Schaltung beendet ist, wenn die 4->3 Schaltbedingung während der Ausführung der 3->4 Schaltung erfüllt ist und
Ausführen der gestarteten 4->3 Schaltung gemäß einem vorbestimmten hydraulischen Steuerungsmuster.
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In einer weiteren Ausführungsform weist das Starten der 4->3 Schaltung auf:
Steuern einer aus-gehenden Druckzuführung für die 4->3 Schaltung mit einer vorbestimmten aus-gehenden Anfangs-Hydraulikdruckzuführung und
Steuern einer ein-kommenden Druckzuführung für die 4->3 Schaltung bei einer vorbestimmten ein-kommenden Anfangs-Hydraulikdruckzuführung.
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In noch einer weiteren Ausführungsform ist die vorbestimmte aus-gehende Anfangs-Hydraulikdruckzuführung etwa 38% und die vorbestimmte ein-kommende Anfangs-Hydraulikdruckzuführung etwa 35%.
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In einer anderen weiteren Ausführungsform weist das Ausführen des gestarteten 4->3 Schaltens auf:
Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und bis zu einem Maximalwert ansteigt, der einen Zieldrehzahl übersteigt, und Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem Maximalwert aus erreicht.
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In noch einer weiteren Ausführungsform weist das Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und bis zu einem Maximalwert ansteigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, zumindest eine Steigerungssteuerung der aus-gehenden Druckzuführung auf.
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In noch einer weiteren Ausführungsform weist die zumindest eine Steigerungssteuerung der aus-gehenden Druckzuführung eine Steigerungsrampensteuerung der aus-gehenden Druckzuführung auf.
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In einer anderen weiteren Ausführungsform weist die Steuerung der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und über einen maximalen Wert steigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, auf:
Bestimmen, ob die Turbinendrehzahl durch eine erste Referenzdrehzahl nach der Erholung angestiegen ist und
plötzliches Steigern der aus-gehenden Druckzuführung durch eine ausgehende Kennfelddruckzuführung, die basierend auf einer Ausgangswellendrehzahl und einem Eingangsdrehmoment berechnet wurde, für den Fall, das die Turbinendrehzahl durch eine erste Referenzdrehzahl nach dem Erholen gesteigert wurde.
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Die erste Referenzdrehzahl kann bei etwa 30 rpm gesetzt sein.
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In einer anderen weiteren Ausführungsform weist das Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und über einen maximalen Wert ansteigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, auf:
Bestimmen, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb einer ersten vorbestimmten Abweichung erreicht und
plötzliches Absenken der aus-gehenden Druckzuführung um eine erste vorbestimmte Rate für den Fall, dass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der ersten vorbestimmten Abweichung erreicht hat.
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Die erste vorbestimmte Abweichung kann bei etwa 40% von der Zieldrehzahl gesetzt sein und die erste vorbestimmte Rate kann bei etwa 2% gesetzt sein.
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In einer anderen weiteren Ausführungsform weist das Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und über einen maximalen Wert steigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, auf:
Bestimmen, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb einer zweiten vorbestimmten Abweichung erreicht hat,
plötzliches Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung durch eine einkommende Kennfelddruckzuführung, die basierend auf einer Ausgangswellendrehzahl und einem Eingangsdrehmoment berechnet wurde, für den Fall, dass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten vorbestimmten Abweichung erreicht hat und
allmähliches Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung mit einer ersten vorbestimmten Druckzuführungsänderungsrate, nach dem plötzlichen Steigern der ein-kommenden Druckzuführung.
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Die zweite vorbestimmte Abweichung kann bei etwa 15% von der Zieldrehzahl gesetzt sein und die erste Druckzuführungsänderungsrate kann bei etwa 10% pro Sekunde gesetzt sein.
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In einer andern weiteren Ausführungsform weist das Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und über einen maximalen Wert steigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, auf:
Bestimmen, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb einer zweiten Referenzdrehzahl erreicht hat,
plötzliches Steigern der ein-kommenden Druckzuführung um eine zweite vorbestimmte Rate für den Fall, dass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten Referenzdrehzahl erreicht hat,
allmähliches Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung mit einer zweiten vorbestimmten Druckzuführungsänderungsrate, nach dem plötzlichen Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung um die zweite vorbestimmte Rate, und
allmähliches Erhöhen der aus-gehenden Druckzuführung mit der zweiten vorbestimmten Druckzuführungsänderungsrate, nach dem plötzlichen Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung um die zweite vorbestimmte Rate.
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Die zweite Referenzdrehzahl, die zweite vorbestimmte Rate und die zweite Druckzuführungsänderungsrate können auf 30 rpm, etwa 3% bzw. etwa 10% pro Sekunde gesetzt werden.
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In einer anderen weiteren Ausführungsform weist das Steuern der aus-gehenden und der ein-kommenden Druckzuführungen, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem maximalen Wert aus erreicht, auf:
plötzliches Absenken der aus-gehenden Druckzuführung um eine dritte vorbestimmte Rate, für den Fall, dass die Turbinendrehzahl den maximalen Wert erreicht hat,
allmähliches Absenken der aus-gehenden Druckzuführung mit einer dritten Druckzuführungsänderungsrate, nach dem plötzlichen Absenken der aus-gehenden Druckzuführung um die dritte vorbestimmte Rate, und
allmähliches Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung mit einer vierten Druckzuführungsänderungsrate, nach dem plötzlichen Absenken der aus-gehenden Druckzuführung durch die dritte vorbestimmte Rate.
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Die dritte vorbestimmte Rate, die dritte Druckzuführungsänderungsrate und die vierte Druckzuführungsänderungsrate können auf etwa 1%, etwa –10% pro Sekunde bzw. etwa 30% pro Sekunde gesetzt sein.
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In einer anderen weiteren Ausführungsform weist das Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem maximalen Wert aus erreicht, auf:
Bestimmen, ob die Turbinendrehzahl von dem maximalen Wert aus um eine dritte Referenzdrehzahl abgesenkt wurde,
plötzliches Absenken der aus-gehenden Druckzuführung um eine vierte vorbestimmte Rate für den Fall, dass die Turbinendrehzahl von dem maximalen Wert aus um die dritte Referenzdrehzahl abgesenkt wurde, und
allmähliches Absenken der aus-gehenden Druckzuführung mit einer fünften Druckzuführungsänderungsrate, nach dem plötzlichen Absenken der aus-gehenden Druckzuführung um die vierte vorbestimmte Rate.
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Die dritte Referenzgeschwindigkeit, die vierte vorbestimmte Rate und die fünfte Druckzuführungsänderungsrate können mit etwa 30 rpm, etwa 10% bzw. etwa –20% pro Sekunde gesetzt sein.
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Ein beispielhaftes Verfahren zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß der Erfindung weist ferner ein Steuern des Motordrehmoments auf, wobei das Steuern des Motordrehmoments synchronisiert ist mit zumindest einem von:
dem Starten des 4->3 Schaltens,
dem Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und über den maximalen Wert steigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt und
dem Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem maximalen Wert aus erreicht.
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In einer weiteren Ausführungsform weist das Steuern des Motordrehmoments auf:
Reduzieren des Motordrehmoments um einen vorbestimmten Grad synchron mit dem Starten der 4->3 Schaltung,
Beibehalten des reduzierten Motordrehmoments während der Steuerung der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und bis zu einem maximalen Wert steigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, und
allmähliches Erholen der reduzierten Motordrehzahl auf eine normale Drehzahl synchron mit dem Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem maximalen Wert aus erreicht.
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Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen zeigen:
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1 ein Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
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2 ein Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
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3 ein Flussdiagramm zur Darstellung eines detaillierten Prozesses des Schrittes S260 von einem Verfahren zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
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4 ein Flussdiagramm zur Darstellung eines detaillierten Prozesses des Schrittes S270 eines Verfahrens zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung und
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5 ein beispielhaftes Herunterschalt-Hydraulik-Steuerungsmuster, das in einem Verfahren zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung verwendet wird.
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Wie in 1 dargestellt, steuert eine Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ein Schalten eines automatischen Getriebes 160, das mit einem Motor 190 verbunden ist.
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Das automatische Getriebe 160 weist einen Drehmomentwandler 170 auf, der ein Drehmoment von dem Motor 190 erhält. Das automatische Getriebe 160 weist ein aus-gehendes Element 164 und ein ein-kommendes Element 174 für ein 4->3 Herunterschalten auf. Das automatische Getriebe 160 weist ebenfalls ein ausgangsseitiges Solenoidventil 162 zur Druckzuführungssteuerung eines hydraulischen Druckes auf, der dem aus-gehenden Element 164 zugeführt wird, und ein eingangsseitiges Solenoidventil 172 zur Druckzuführungssteuerung von hydraulischem Druck, der dem ein-kommenden Element 174 zugeführt wird.
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Zur Steuerung einer Schaltung eines automatischen Getriebes 160 weist eine Vorrichtung zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung auf: einen Drosselklappenöffnungsdetektor 110 zum Detektieren einer Drosselklappenöffnung von dem Motor 190, einen Ausgangswellen-Drehzahldetektor 115 zum Detektieren einer Ausgangswellen-Drehzahl des automatischen Getriebes 160, einen Turbinendrehzahldetektor 120 zum Detektieren einer Turbinendrehzahl des Drehmomentwandlers 170, einen Eingangsdrehmomentdetektor 125 zum Detektieren eines Eingangsdrehmomentes, das von dem Drehmomentwandler 170 eingegeben wird, und eine Getriebesteuerungseinheit (TCU) 150 zum Steuern einer Schaltung von dem automatischen Getriebe 160 auf der Basis der Signale von den Detektoren 110, 115, 120 und 125.
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Die TCU 150 kann durch einen oder mehrere Prozessoren realisiert werden, in denen ein vorgegebenes Programm abläuft, und das vorgegebene Programm kann so programmiert sein, dass es jeden Schritt von einem Verfahren gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung durchführt.
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Ein Verfahren zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird im Detail mit Bezug auf 2 im Folgenden beschrieben.
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2 ist ein Flussdiagramm, dass ein Verfahren zur Schaltungssteuerung eines automatischen Getriebes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
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Zunächst führt die TCU 150 in Schritt S210 eine 3->4 Schaltung des automatischen Getriebes 160 durch, wenn eine vorbestimmte 3->4 Schaltbedingung erfüllt ist.
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Während der Ausführung der in 3->4 Schaltung bestimmt die TCU 150, ob in Schritt S220 eine vorbestimmte 4->3 Schaltbedingung erfüllt ist.
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Die 4->3 Schaltbedingung kann auf der Basis von z. B. einer Drosselklappenöffnung vorliegen, die durch den Drosselklappenöffnungsdetektor 110 detektiert wird, und einer Fahrzeuggeschwindigkeit, die aus einer Ausgangswellendrehzahl berechnet wird, die von dem Ausgangswellen-Drehzahldetektor 1150 detektiert wurde. Es ist für einen Fachmann naheliegend, zu bestimmen, ob eine Schaltungsbedingung erfüllt ist.
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Für den Fall, das die 4->3 Schaltbedingung erfüllt ist während der Ausführung der 3->4 Schaltung, startet die TCU 150 die 4->3 Schaltung in Schritt S230, bevor die 3->4 Schaltung beendet ist. Das Herunterschalten kann begonnen werden, sobald die 4->3 Schaltbedingung erfüllt ist. Für das Starten des Herunterschaltens steuert die TCU 150 eine aus-gehende Druckzuführung für das 4->3 Schalten mit einer vorbestimmten aus-gehenden Anfangs-Hydraulikdruckzuführung (z. B. 38%) in Schritt S240 und steuert ebenfalls eine ein-kommende Druckzuführung für die 4->3 Schaltung mit einer vorbestimmen ein-kommenden Anfangs-Hydraulikdruckzuführung (z. B. 35%) in Schritt S250. Das heißt, wie in 5 dargestellt, wenn die 4->3 Schaltungsbedingung erfüllt ist, während der 3->4 Schaltung (bezogen auf den SS Punkt), setzt die TCU 150 sofort die aus-gehenden Druckzuführung auf die aus-gehende Anfangs-Hydraulikdruckzuführung und zur gleichen Zeit setzt sie die ein-kommende Druckzuführung auf die ein-kommende Anfangs-Hydraulikdruckzuführung. Dieser Moment definiert den Start der nullten Phase der 4->3 Schaltung. Wenn die 4->3 Schaltung begonnen ist, führt die TCU 150 die gestartete 4->3 Schaltung gemäß einem vorgegebenen Hydrauliksteuerungsmuster (bezugnehmend auf 5) in den Schritten S260 und S270 durch. In dem Schritt S260 steuert die TCU 150 die aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und bis zu einem maximalen Wert steigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt. Dann steuert die TCU 150 in Schritt S270 die aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem maximalen Wert aus erreicht. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Motordrehmoment des Motors 190 synchron mit zumindest einem der Schritte S230, S260 und S270 gesteuert (bezugnehmend auf die Schritte S245, S255 und S275 und auch auf einen Graph der Motordrehmomentreduktion in 5). Im einzelnen reduziert die TCU 150 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zunächst im Schritt S245 das Motordrehmoment um einen vorbestimmten Grad synchron mit dem Start der 4->3 Schaltung. Dann behält die TCU 150 in Schritt S255 das reduzierte Motordrehmoment während des Schritts S260 für die Steuerung der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen bei, sodass ein Turbinendrehmoment sich erholt und bis zu einem maximalen Wert ansteigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt. Zusätzlich stellt die TCU 150 in Schritt S275 allmählich das reduzierte Motordrehmoment auf eine normales Drehmoment wieder her, synchron mit dem Schritt S270 zur Steuerung der aus-gehenden und einkommenden Druckzuführungen, sodass das Turbinendrehmoment das Zieldrehmoment von dem maximalen Wert aus erreicht.
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Im Folgenden wird der Schritt S260 zur Steuerung der aus-gehenden und einkommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und bis zu einen maximalen Wert ansteigt, der eine Zieldrehzahl übersteigt, im Detail unter Bezugnahme auf die 3 und 5 beschrieben.
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Wie in 5 dargestellt, wird die Turbinendrehzahl während der 3->4 Schaltung abgesenkt. Wenn die 4->3 Schaltung gestartet wird, während die Turbinendrehzahl abgesenkt ist, d. h., wenn die Hydraulikdruckzuführungen des aus-gehenden Elements 164 und des ein-kommenden Elements 174 auf 38% bzw. 35% gesteuert sind, kann sich die absinkende Turbinendrehzahl dadurch wieder erholen. Damit detektiert die TCU 150 die Erholung der Turbinendrehzahl und bestimmt dann in Schritt S310, ob die Turbinendrehzahl um eine erste Referenzdrehzahl (z. B. 30 rpm) nach der Erholung angestiegen ist. Der Schritt S310 wird wiederholt ausgeführt, bis die Turbinendrehzahl um eine erste Referenzdrehzahl (z. B. 30 rpm) nach dem Erholen angestiegen ist. Damit ist ein Schaltungsbeginn (SB) durch den Schritt S310 detektiert. Wenn der Schaltungsbeginnpunkt in Schritt S310 detektiert wurde, erhöht die TCU 150 plötzlich die aus-gehende Druckzuführung in Schritt S315 um eine aus-gehende Kennfelddruckzuführung MAP1, die basierend auf einer Ausgangswellendrehzahl und dem Eingangsdrehmoment berechnet wurde (bezugnehmend auf die erste Phase in 5). Das heißt, die Menge der aus-gehenden Druckzuführung, die in Schritt S315 erhöht wird, variiert mit der Ausgangswellendrehzahl und dem Eingangsdrehmoment. Für spezielle automatische Getriebe können geeignete Werte der ausgehenden Kennfelddruckzuführung MAP1 von einem Fachmann ausgewählt werden, bezogen auf die Spezifikationen der Übersetzungen. Nachdem sich die Turbinendrehzahl erholt hat, bestimmt die TCU 150 in Schritt S320, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb einer ersten vorbestimmten Abweichung erreicht hat (z. B. 40%). Der Schritt S320 wird wiederholt ausgeführt, bis die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb einer ersten vorbestimmten Abweichung nach dem Erholen erreicht. Damit kann die TCU 150 einen Start der zweiten Phase durch den Schritt S320 bestätigen. In dem Fall, dass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der ersten vorbestimmten Abweichung erreicht, senkt die TCU 150 plötzlich die aus-gehende Druckzuführung um eine erste vorbestimmte Rate (z. B. 2%) in Schritt S325 ab.
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Während die Turbinendrehzahl kontinuierlich steigt bestimmt die TCU 150 in Schritt S330, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb einer zweiten vorbestimmten Abweichung (z. B. 15%) erreicht hat.
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Der Schritt S330 wird wiederholt ausgeführt, bis die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten vorbestimmten Abweichung erreicht. Damit kann die TCU 150 einen Start der dritten Phase durch den Schritt S330 bestätigen. Für den Fall, dass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten vorbestimmten Abweichung erreicht hat, erhöht die TCU 150 plötzlich die einkommende Druckzuführung um eine ein-kommende Kennfelddruckzuführung MAP2, die basierend auf der Ausgangswellendrehzahl und dem Eingangsdrehmoment in Schritt S335 berechnet wird. Das heißt, dass die Menge der ein-kommenden Druckzuführung, die in Schritt S335 angestiegen ist, mit der Ausgangswellendrehzahl und dem Eingangsdrehmoment variiert. Für bestimmt automatische Getriebe können von einem Fachmann geeignete Werte der ein-kommenden Kennfelddruckzuführung MAP2 ausgewählt werden, bezogen auf die Spezifikation der Getriebe. Anschließend erhöht die TCU 150 in Schritt S340 allmählich die ein-kommende Druckzuführung mit einer ersten vorbestimmten Druckzuführungsänderungsrate (10% pro Sekunde), nach dem plötzlichen Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung. Während die Turbinendrehzahl kontinuierlich steigt bestimmt die TCU 150 in Schritt S350, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten Referenzdrehzahl (z. B. 30 rpm) erreicht hat. Der Schritt S350 wird wiederholt ausgeführt, bis die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten Referenzdrehzahl erreicht hat. Damit kann die TCU 150 ein Starten der vierten Phase durch den Schritt S350 bestätigen. Für den Fall, dass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl innerhalb der zweiten Referenzdrehzahl erreicht hat, erhöht die TCU 150 plötzlich die ein-kommende Druckzuführung um eine zweite vorbestimmte Rate (z. B. 3%) in Schritt S355. Nach dem plötzlichen Erhöhen der ein-kommenden Druckzuführung um die zweite vorbestimmte Rate erhöht die TCU 150 die ein-kommende Druckzuführung mit einer zweiten vorbestimmten Druckzuführungsänderungsrate (z. B. 10% pro Sekunde) in Schritt S360 und erhöht ebenfalls die aus-gehende Druckzuführung mit einer zweiten vorbestimmten Druckzuführungsänderungsrate in Schritt S365. Entsprechend dem oben beschriebenen Prozess überschießt die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl und erreicht möglicherweise einen maximalen Wert während der vierten Phase. Damit bestimmt die TCU 150 in Schritt S370, ob die Turbinendrehzahl den maximalen Wert erreicht hat. Der Schritt S370 wird wiederholt ausgeführt, bis die Turbinendrehzahl den maximalen Wert erreicht. Damit kann die TCU 150 einen Start der fünften Phase in Schritt S370 bestätigen (d. h., den Moment, in dem die Turbinengeschwindigkeit den maximalen Wert erreicht). Wie oben beschrieben, weist der Schritt S260 zum Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen, sodass sich eine Turbinendrehzahl erholt und bis zu einem maximalen Wert ansteigt, der einen Zielwert übersteigt, zumindest eine Steigerungssteuerung der aus-gehenden Druckzuführung auf. Außerdem weist die zumindest eine Steigerungssteuerung der aus-gehenden Druckzuführung eine Steigerungsrampensteuerung der aus-gehenden Druckzuführung auf (bezugnehmend auf die vierte Phase). Nachdem der Schritt S260 beendet ist, führt die TCU 150 den Schritt S270 zum Steuern der aus-gehenden und ein-kommenden Druckzuführungen durch, sodass die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl von dem maximalen Wert aus erreicht. Im Folgenden wird der Schritt S270 detailliert mit Bezug auf die 4 und 5 beschrieben. Für den Fall, dass die Turbinendrehzahl den maximalen Wert erreicht hat (Bezug auf Schritt S370), senkt die TCU 150 plötzlich die aus-gehende Druckzuführung um eine dritte vorbestimmte Rate in Schritt S410 ab (z. B. 1%). Zusätzlich, wie in dem Graph der Motordrehmomentreduktion in 5 dargestellt, gibt die TCU 150 allmählich die Drehmomentreduktion des Motors synchron mit Schritt S410 frei, um das reduzierte Motordrehmoment allmählich auf ein normales Drehmoment zu erholen. In Bezug auf die Freigabedrehzahl der Motordrehmomentreduktion wird das reduzierte Motordrehmoment gesteuert, sodass es sich auf ein normales Drehmoment erholt, für etwa 200 Millisekunden. Nach dem plötzlichen Absenken der aus-gehenden Druckzuführung um den dritten vorbestimmten Wert senkt die TCU 150 allmählich die aus-gehende Druckzuführung um eine dritte Druckzuführungsänderungsrate (z. B. –10% pro Sekunde) in Schritt S415 und erhöht ebenfalls allmählich die ein-kommende Druckzuführung mit einer vierten Druckzuführungsänderungsrate (z. B. 30% pro Sekunde) in Schritt S420. Während die Turbinendrehzahl von dem maximalen Wert auf die Zieldrehzahl abgesenkt wird, bestimmt die TCU 150 in Schritt S430, ob die Turbinendrehzahl von dem maximalen Wert um eine dritte Referenzdrehzahl (z. B. 30 rpm) abgesenkt wurde. Der Schritt S430 wird wiederholt ausgeführt, bis die Turbinendrehzahl von dem maximalen Wert um eine dritte Referenzdrehzahl abgesenkt ist. Damit kann die TCU 150 einen Start der sechsten Phase in Schritt S430 bestätigen. Für den Fall, dass die Turbinendrehzahl von dem maximalen Wert aus um die dritte Referenzdrehzahl abgesenkt ist, senkt die TCU 150 plötzlich die aus-gehende Druckzuführung mit einer vierten vorbestimmten Rate (z. B. 10%) in Schritt S435 ab, und senkt dann allmählich die aus-gehende Druckzuführung mit einer fünften Druckzuführungsänderungsrate (z. B. –20% pro Sekunde) in Schritt S440 ab. Gemäß den obigen Schritten S435 und S440 erreicht die Turbinendrehzahl schließlich die Zieldrehzahl. Damit bestimmt die TCU 150 in Schritt S450, ob das 4->3 Schalten beendet ist. Das Beenden der 4->3 Schaltung wird auf der Basis bestimmt, ob die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl erreicht hat. Für den Fall, dass das 4->3 Schalten beendet ist, beendet die TCU 150 die Schaltungssteuerung durch Steuern der aus-gehenden Druckzuführung auf 0% in Schritt S455 und durch Steuern der ein-kommenden Hydraulikdruckzuführung auf 100% in Schritt S460. Die Schritte S455 und S460 können ausgeführt werden, sobald die Turbinendrehzahl die Zieldrehzahl erreicht hat, oder sie können einige Zeit nach dem Erreichen der Zieldrehzahl ausgeführt werden, damit das ein-kommende Element stabil in Eingriff kommen kann. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann, sogar wenn ein automatisches Getriebe bei einer 3->4 Hochschaltung ist, eine 4->3 Herunterschaltung sofort ausgeführt werden, wenn eine derartige Herunterschaltung benötigt wird. Damit ist die Ansprechempfindlichkeit beim Schalten eines automatischen Getriebes verbessert.
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Außerdem wird eine Schaltqualität einer Herunterschaltung, die während einer Hochschaltung beginnt, durch eine derartige hydraulische Steuerung von einer Ausführungsform der Erfindung zugesagt.