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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Betrieb eines Kühl-
und Heizungskreislaufs für
Kraftfahrzeuge mit einer Brennkraftmaschine 1, die mittels
einer Motorkühlmittelpumpe 7 umgewälzten Kühlmittels
gekühlt
wird, mit einem autarken Thermostatventil 6, welches zur Kontrolle
der Kühlmitteltemperatur
den Kühlmitteldurchsatz
durch die Brennkraftmaschine 1 und den Fahrzeugkühlerzweig 6a regelt,
mit einem Bypasszweig 6b, welcher den Kühlmitteldurchsatz durch die Brennkraftmaschine
in Abhängigkeit
von deren Kühlbedarf
zusätzlich
variiert, einem Heizungszweig 4a sowie einem Entlüftungszweig 9a.
Es ist insbesondere für
den Betrieb von Brennkraftmaschinen mit einem konventionellen Dehnstoff-Thermostaten
geeignet.
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Es
ist bekannt, bei modernen PKW mittels Wärmemanagement-Maßnahmen
den Kraftstoffverbrauch zu senken. Eine schnelle Erwärmung des Kühlmittels
und des Motoröls
und damit auch der Motorbauteile sowie das Anheben der Thermostatöffnungstemperatur
in der Teillast sind probate Mittel, um Kraftstoffverbrauchsverbesserungen
zu realisieren.
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Zukünftige Strategien
zur Erzielung des vollen Kraftstoffeinsparpotenzials mittels derartiger Maßnahmen
beinhalten insbesondere Möglichkeiten, den Öffnungszeitpunkt
des Thermostaten mittels der Motorsteuerung frei zu wählen und
den Kühlmitteldurchsatz
durch den Motor im Warmlauf in weiten Bereichen zu variieren. Hierfür sind verschiedene
Lösungen
verfügbar,
von der magnetischen Schaltkupplung zur Abschaltung der Kühlmittelpumpe
des Motors über
pumpeninterne Kurzschlussventile bis hin zur voll variablen el.
Wasserpumpe als Ersatz für die
riemengetriebene Kühlwasserpumpe.
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Allen
bekannten Lösungen
zur Regelung des Kühlmitteldurchsatzes
durch den Motor ist gemeinsam, dass erhebliche Kosten für die erforderlichen Zusatzkomponenten
anfallen. Neben den Maßnahmen
zur Regelung des Durchflusses durch den Motor ist bei den meisten
bekannten Optimierungsstrategien insbesondere der Austausch des
heute üblichen Thermostaten
mit Regelung des Kühlerdurchflusses mittels
Dehnstoffelement durch ein von der Motorsteuerung frei ansteuerbares
Ventil vorgesehen. Für die
volle Ausnutzung des Potenzials sind in diesem Zusammenhang insbesondere
relativ aufwändige Ventile
vorgesehen, bei denen der Durchfluss durch den Kühler von der Motorsteuerung
vorgegeben und über
einen Schrittmotor feinfühlig
eingestellt wird. Verschiedene Drehpositionen des Mehrwegeventils stellen
dann z.B. bevorzugte Positionen für eine optimale Heißkühlung, eine
maximale Kühlwirkung
oder eine maximale Kabinenheizleistung ein. Die Kosten für ein derartiges
Ventil, um mehrere Zu- und Abflüsse
u.a. für
den Kühler-,
den Bypass- und
den Heizkreislauf zu schalten bzw. stufenlos zu variieren, sind nicht
unerheblich. Hinzu kommt ein weiterer Zusatzaufwand, wenn ein hinreichendes
Fail-Save-Verhalten
für alle
möglichen
sommerlichen und winterlichen Betriebszustände realisiert werden soll.
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Die
Kosten sind daher bereits erheblich, selbst wenn unter Verzicht
auf das volle Kraftstoffeinsparpotenzial darauf verzichtet wird,
gleichzeitig mit der Einführung
des Ventils auch eine Zusatzmaßnahme
zur Variation der Kühlmittelpumpendrehzahl
bzw. der Kühlmittelpumpenförderleistung
vorzusehen.
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Nicht
zuletzt vor dem Hintergrund der Kosten und der Betriebssicherheit
hat sich bisher ein wesentlich einfacheres System zur Heißkühlung am
Markt durchgesetzt, bei dem ein Dehnstoff-Thermostat mit einem el.
beheizbaren Dehnstoffelement den wahlweisen Betrieb bei zwei verschieden
Kühlmitteltemperaturen
ermöglicht.
Dabei wird ein Thermostat mit Dehnstoffelement eingesetzt, welcher
beispielsweise ab 100°C
zwangsläufig
beginnt zu öffnen,
bei el. Bestromung des Heizelements wird dieser Öffnungszeitpunkt dann mittels
der el. Wärmezufuhr
zum Dehnstoffelement auf z.B. 80°C
verschoben. Die Kraftstoffverbrauchsvorteile sind hier zwar nicht
voll ausgeschöpft,
u.a. weil die Wirksamkeit des Systems auf Fahrsituationen mit Kühlmitteltemperaturen
oberhalb ca. 80°C
begrenzt ist, die Mehrkosten sind aber auch wesentlich geringer.
Darüber
hinaus ist sowohl jegliche Diskussion bezüglich der Robustheit des Systems
und deren Fail-Safe-Charakteristik als auch die Frage nach der Verfügbarkeit
serienreifer Bauteile angesichts der bereits vorliegenden Serienerfahrung
mit dieser Art von el. beheizten Thermostaten weitgehend gegenstandslos.
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Dennoch
arbeiten die Systemlieferanten für KFZ-Kühlsysteme
an den eingangs beschriebenen Varianten zur vollen Ausschöpfung des
Kraftstoffeinsparpotenzials von Wärmemanagementmaßnahmen.
Der Erfolg dieser neuen Lösungswege
ist jedoch einerseits in erheblichem Maße an die Entwicklung der Emissionsvorschriften
und der Kraftstoffpreise gekoppelt, andererseits auch sehr stark
an die Bereitstellung wesentlich preiswerterer Hardware als bisher
verfügbar.
Umgekehrt erschwert gerade der ausbleibende Großserienanlauf fallende Hardwarepreise
für das
el. Mehrwegeventil als Thermostatersatz und gegebenenfalls die schalt-
bzw. regelbare Kühlwasserpumpe.
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Auch
wenn inzwischen ein namhafter Kfz-Hersteller für eine ganze Motorfamilie den
hohen Aufwand für
ein Kühlsystem
mit elektrisch angetriebener Motorkühlwasserpumpe betreibt, um
möglichst viel
Kraftstoff zu sparen, so verhindern doch die hohen Kosten vielerorts
die Einführung
eines derartigen Systems.
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Nicht
zuletzt deshalb sind in jüngster
Zeit preiswertere Systeme, wie z.B. der el. Thermostat in Drei-Teller-Ausführung in
die Serienanwendung gelangt. Bei derartigen Systemen verschließt einer
der drei Teller – der
sogenannte Schließteller-
den kleinen Kühlmittelkreislauf
in der frühen
Warmlaufphase und öffnet
mit zunehmender Motorerwärmung.
Mittels el. Bestromung des Dehnstoffelementes bei hoher thermischer
Belastung des Motors wird bei Bedarf der Bypasszweig weiter geöffnet bzw.
bei sehr hohem Kühlbedarf
und weit geöffnetem
Kühlerkreislauf
wieder geschlossen. Die el. Bestromung hilft insbesondere, früheren Problemen
des Dreitellerthermostaten beim schnellen Umschalten von Teillast
auf Volllast speziell bei kaltem Motor zu begegnen. Die begrenzte
Ansprechgeschwindigkeit bei kaltem Kühlwasser lässt den Einsatz des Dreitellerthermostaten jedoch
nach wie vor nicht bei jedem Motor ohne konstruktive Zusatzmaßnahmen
zu.
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Auch
Systeme mit frei ansteuerbarem Bypassventil, z.B. als stufenlos
angesteuerter Drehschieber, sind bekannt, die diese Problem nicht
aufweisen, allerdings bezüglich
der Kosten wieder ungünstiger
liegen.
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Allen
bekannten Systemen einschließlich des
Dreitellerthermostaten ist gemeinsam, dass spezielle Eingriffe im
Heizkreislauf nötig
sind, um zu verhindern, dass sich die im Heizkreislauf umgewälzte Kühlmittelmenge
negativ auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt. Um innerhalb des Motors
im Warmlauf möglichst
kleine wasserseitige Wärmeübergangskoeffizienten
zu erzielen, sowie um die wärmeaktiven Massen
und Wärmeverluste
des Heizkreislaufs zu minimieren, sind bei den bisher bekannten
Wärmemanagement-Systemen
separate Vorrichtungen vorgesehen, die es erlauben den Kühlmitteldurchsatz durch
den Heizungszweig im Warmlauf zu unterbinden oder zumindest stark
zu drosseln. Speziell bei luftseitiger Regelung der Kabinenheizung
fallen damit i.a. zusätzliche
Kosten für
Kühlmittelventile
oder sonstige Bauteile zur Unterbindung/Drosselung des Heizungsvolumenstroms
an.
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Wie
oben bereits ausgeführt,
haben alle bekannten Wärmemanagementsystemen
außerdem die
Eigenheit, dass die technische Umsetzung der Heißkühlung, d.h. höhere Kühlmittel-
bzw. Bauteiltemperaturen in der Teillast und niedrigere Werte bei Volllast,
erhebliche Kosten verursacht. Das gilt für alle bekannt gewordenen Arten
el. geregelter Thermostatventile in Brennkraftmaschinen einschließlich des
jüngst
in die Serienanwendung gelangten Dreitellerthermostaten. Speziell
bei diesem fallen neben den Kosten für die el. Beheizung des Dehnstoffelements
die Kosten für
die Abschaltung bzw. Drosselung des Heizungskreislaufs an.
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Dabei
lassen die Öffnungs-
und Schließgeschwindigkeit
bzw. die Umschaltgeschwindigkeit beim Dreitellerthermostaten durchaus
noch Wünsche
offen.
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Ein
wenig beachtetes Detail bei Wärmemanagementmaßnahmen
ist vielfach die Durchströmung
des Ausgleichsbehälters.
Grundsätzlich
sind Lösungen
am Markt, die wahlweise den Ausgleichsbehälter offen lassen oder diesen
mit einem zusätzlichen
Ventil verschließen
oder den Durchfluss künstlich
drosseln.
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Auch
Anwendungen, bei denen der Rücklauf des
Ausgleichbehälters
auf der kalten Kühlerseite angeschlossen
ist und der geschlossene Thermostat 6 im Warmlauf eine Durchströmung unterbindet,
sind bekannt. Dies ist – thermisch
gesehen – eine
ebenso effektive wie kostengünstige
Lösung,
welche allerdings mit nicht zu unterschätzenden Nachteilen und Risiken
für die
Motorkühlmittelpumpe
einhergeht. Die Kavitationsneigung der Pumpe steigt, verbunden mit erhöhten Risiken
bezüglich
der Pumpenlebensdauer und teilweise auch einem Abfall der Förderleistung. Thermisch
gleichwertig oder gar überlegen
ist die Lösung
mit dem zusätzlichen
Ventil im Entlüftungszweig,
insbesondere wenn dieses el. von der Motorsteuerung geschaltet wird.
Hier fallen jedoch wiederum erhebliche Kosten an.
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Demgegenüber liegt
die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein besonders kostengünstiges
und dennoch betriebssicheres Kühl-
und Heizsystem zu schaffen, bei dem möglichst viel des Kraftstoffeinsparpotenzials
von Wärmemanagementmaßnahmen
bereits bei Kühlmitteltemperaturen
unterhalb der heute bei Kühlsystemen
ohne el. Thermostaten üblichen
Thermostatöffnungstemperatur
genutzt werden kann und welches insbesondere auch dazu genutzt werden
kann, einen weitgehenden Teil des Kraftstoffeinsparpotenzials zu
realisieren, für
das eine Kühlmitteltemperatur
oberhalb der heute bei Kühlsystemen
ohne el. Thermostaten üblichen
Thermostatöffnungstemperatur
benötigt
wird.
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Als
insbesondere anzustrebende bzw. zu überbietende Eckpunkte für die Temperaturen
und Kosten sind hierbei derzeit die Werte der el. beheizbaren Thermostaten
anzusehen, wie sie heute am Markt zu finden sind, d.h. insbesondere
Einstellung der Kühlmitteltemperatur
auf Werte zwischen 80–85°C bei hoher
Last und 100–115°C in der Teillast.
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Insbesondere
sollen die Leistungsmerkmale bezüglich
Kraftstoffeinsparung und schneller Umschaltung von Teillast auf
Volllast sowie die Gesamtsystemkosten des dieses Jahr zum ersten
mal in Grosserie angewandten Drei-Teller-Thermostaten übertroffen
werden.
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Darüber hinaus
besteht die beigeordnete Anforderung, dass die Anforderungen bezüglich der
Kabinenheizwirkung uneingeschränkt
erfüllt
werden sollen. Noch besser wäre
es in diesem Zusammenhang, wenn die Heizwirkung verbessert werden
könnte bzw.
wenn in der Teillast eine Umschaltung zwischen einer ersten Betriebsart
mit deutlich verbessertem Kraftstoffverbrauch und einer zweiten
Betriebsart mit verbesserter Heizleistung und etwas weniger verbessertem
Kraftstoffverbrauch realisiert werden könnte.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Verfahren gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
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In
der einfachsten Variante schaltet dabei ein einziges Zusatzventil 6bv bei
geschlossenem Thermostaten 6 gleichzeitig alle übrigen Kühlkreisläufe einschließlich des
Entlüftungszweigs 9a bedarfsweise
ein und aus. Das reduziert den Kraftstoffverbrauch in der Teillast
mittels erhöhter
Bauteiltemperaturen ohne Risiken bei erhöhter Last bzw. erhöhtem Kühlbedarf.
Gleichzeitig wird das Kavitationsrisiko bei beiden Betriebszuständen dadurch
minimiert, dass der Systemdruck immer am Pumpeneintritt anliegt.
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Bei
el. Ansteuerung des Zusatzventils 6bv besteht darüber hinaus
die Möglichkeit,
während
der ersten Sekunden des Warmlaufs und gegebenenfalls von Zeit zu
Zeit durch kurzzeitiges Öffnen
für ein
gezieltes Entlüften
zu sorgen.
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In
Verbindung mit einem Teil der beigeordneten Ansprüche ist
sogar die Zusatzaufgabe der Umschaltung zwischen einer ersten Betriebsart
mit deutlich verbessertem Kraftstoffverbrauch und einer zweiten
Betriebsart mit verbesserter Heizleistung und etwas weniger verbessertem
Kraftstoffverbrauch gelöst.
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Dabei
eröffnen
die einzelnen Ausgestaltungsvarianten dem Konstrukteur die Möglichkeit, den
Auslegungsschwerpunkt wahlweise auf die Kosten zu legen und insbesondere
mit bereits verfügbaren
Serienbauteilen einschließlich
des Heizungswärmetauschers
auszukommen, so dass sich die Zusatzkosten trotz signifikanter Kraftstoffersparnis
auf das Zusatzventil beschränken.
Wahlweise kann er aber auch durch neue Heizungswärmetauscher in Gegenstrombauart
und/oder gegebenenfalls den Einsatz el. Zusatzpumpen im Heizungskreislauf
mit etwas erhöhten
Kosten sowohl den Kraftstoffverbrauchsvorteil steigern als auch
gleichzeitig den Heizkomfort verbessern.
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Eine
besonders einfache und kostengünstige
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit – im
Vergleich zu bekannten Standardkühlsystemen – Beschränkung der
Zusatzkosten auf lediglich ein einziges Zusatzventil 6bv ist
exemplarisch in 1 gezeigt.
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Hier
liegt der mit Fokus auf der Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs
mit minimalen Kosten mit der Option der Umschaltung auf Normalbetrieb,
d.h. auf volle Funktionalität
der Kabinenheizung und der Kühlung.
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Bei
geöffnetem
Zusatzventil 6bv wird das Kühlmittel gemäß 1 von
der Motorkühlmittelpumpe 7 durch
die Brennkraftmaschine 1 gefördert, strömt über das Zusatzventil 6bv im
Bypasszweig 6b zum konvenzionellen Dehnstoffthermostaten 6.
Während
des Warmlaufs verschließt
der kühlerseitige
Teller des Dehnstoffthermostaten den Kühlerkreislauf während der
bypasseitige Teller geöffnet
ist. Die Entlüftungsleitung 9a des
Ausgleichsbehälters 9 ist stromab
des Zusatzventils 6bv angeschlossen. Vom Ausgleichsbehälter strömt das Kühlmittel
gemeinsam mit dem Wasser des Heizungsrücklaufs in den Thermostaten.
Diese Leitung ist üblicherweise
bei geöffnetem
wie bei geschlossenem Thermostaten 6 zur Motorkühlmittelpumpe 7 hin
offen. Ebenfalls stromab des Zusatzventils 6bv wird das
Kühlwasser
für den Heizungskreislauf 4a entnommen.
Der Heizungswärmetauscher 4 ist
bei dieser Einstellung in herkömmlicher
Weise durchströmt.
Solange das Zusatzventil 6bv im geöffneten Zustand nur einen relativ
kleinen Druckverlust erzeugt muss zum Erzielen der vollen Heizleistung
keine weitere Umgestaltung der Bauteile vorgenommen werden. Bevorzugt
kommt deshalb als Zusatzventil ein Drehschieber zum Einsatz, der im
geöffneten
Zustand den vollen Kanalquerschnitt der Bypassleitung freigibt.
Da der Drehschieber nur auf/zu betätigt wird, ist dieser sehr
einfach und preiswert herstellbar, am einfachsten mit einem Vakuum-Aktuator
der über
ein von der Motorsteuerung 20 angesteuertes Magnetventil
mit Unterdruck versorgt wird. Im Warmlauf ohne Kabinenheizbedarf
wird bei geringer bis mittlerer Motorlast das Zusatzventil 6bv durch
die Motorsteuerung 20 geschlossen. Damit ist nicht nur
der Bypasskreislauf 6b unterbrochen sondern auch der Heizkreislauf 4a,
der Entlüftungskreislauf 9a,
der Kühlerkreislauf 6a und
die Durchströmung
des Ölkühlers PRO.
Mit Ausnahme einer lokalen Strömung
im Nahbereich des Pumpenlaufrades und der natürlichen Konvektion liegt somit
im Kühlkreislauf
stehendes Wasser vor. Damit sinkt in bekannter Weise der wasserseitige
Wärmeübergangskoeffizient
im Motor und es steigt die motorinterne Kühlmittel- und Bauteiltemperatur.
Die Reduktion der Reibleistung durch eine wärmere Zylinderlaufbahn, etwas
geringere Antriebsleistung der Motorkühlmittelpumpe, wärmeres Öl und bei
Ottomotoren die thermische Entdrosselung der Ansaugluft führen dann letztlich
zu der charakteristischen Kraftstoffeinsparung dieser Wärmemanagementmaßnahme.
Solange über
geeignete Sensoren bzw. thermische Modelle ein Überhitzen des Motors sicher
ausgeschlossen wird, kann das Zusatzventil geschlossen bleiben.
Ist wegen zu hoher Pumpendrehzahl mit Kavitation an der Kühlmittelpumpe
zu rechnen, so öffnet
die Motorsteuerung 20 das Zusatzventil 6bv. Ebenso
bei zu hoher thermischer Last oder bei Motor-Vollast. Die hohe Stellgeschwindigkeit
des Zusatzventils 6bv im Vergleich zur potenziellen Alternative „EI. Thermostat" erweitert hier nicht
nur den Spielraum bis zum ersten Öffnen des Thermostaten erheblich,
auch in Bezug auf ein konsequentes Vermeiden potentieller Kavitation
an der Kühlmittelpumpe
bei Drehzahlsprüngen
ist die hohe Stellgeschwindigkeit sehr hilfreich. In Bezug auf den
Warmlauf sind je nach Motor verschiedene Strategien bis zum ersten Öffnen des Zusatzventils
vorteilhaft.
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Die
einfachste Strategie ist möglichst
lange zu warten, bis das Zusatzventil öffnet und den Bypasszweig nebst Ölkühler, Heizkreislauf
und Degaskreislauf einbindet und gegebenenfalls den Kühlerkreislauf
etwas öffnet.
Dabei kann es zur besseren Entlüftung
vorteilhaft sein, die ersten Sekunden des Warmlaufs noch mit geöffnetem
Zusatzventil 6bv zu arbeiten und gegebenenfalls auch während des Warmlaufs
noch von Zeit zu Zeit zu entlüften
indem das Zusatzventil für
kurze Zeit öffnet.
Bei vielen Motoren kann das mehrmalige Entlüften währen der Warmlaufphase aber
auch entfallen.
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Es
kann insbesondere aber auch die Strategie vorteilhaft sein, das
Zusatzventil zunächst
geschlossen zu halten, dann bei Erreichen einer ersten Temperatur
unterhalb der Thermostatöffnungstemperatur
das Zusatzventil zu öffnen,
so dass sich ein erster Temperaturausgleich im Bypass- und Heizungszweig
einstellt und sich am Ölkühler 40 eine Wärmeübertragung
vom Wasser ans Öl
einstellt. Gegebenfalls muss hier der Durchfluss in der Entlüftungsleitung
zusätzlich
gedrosselt werden. Dabei bleibt es dem Anwender unbenommen, das
Zusatzventil 6bv wieder zu schließen sobald das Wasser und das Öl weitgehend
auf dem Niveau der Thermostatöffnungstemperatur
liegt. Solange keine Heizung benötigt
wird, bietet dies den Vorteil, dass die Kühlmittel-, Öl- und Bauteiltemperaturen
dann noch weiter angehoben werden können, weil sich der Thermostat 6 dann
angesichts der mangelnden Anströmung mit
heißem
Kühlwasser
wieder schließt.
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Solange
keinerlei Strömung
im Bypasszweig und damit auch im Heizzweig vorliegt, besteht keine Gefahr,
dass ein Teil des erwärmten
Kühlwassers über ein
Teilöffnen
des Kühlerthermostaten
entweicht.
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Ein
sprungartiges Öffnen
des Zusatzventils 6bv führt
bei erhöhtem
Kühlbedarf
unmittelbar zu einer Erhöhung
des Wärmeübergangskoeffizienten
im Wassermantel des Motors und damit zu einer Kühlwirkung. Ein Thermoschock-Risiko
besteht nicht, da der Thermostat 6 bei geöffnetem
Zusatzventil 6bv in bekannter Weise ein sukzessives Zumischen
kalten Kühlwassers
aus dem Kühlerzweig
sicherstellt.
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Gegebenenfalls
erfolgt ein getaktetes Öffnen des
Zusatzventils, so dass auch ein allmähliches Zuschalten der Heizung
bzw. des Kühlers
realisierbar ist.
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Dabei
nimmt das erfindungsgemäße Vorgehen
nicht in Anspruch der thermodynamisch beste Weg zu sein. Vielmehr
ist hier stets das Verhältnis von
Kosten zu Nutzen zu sehen. Speziell wenn der Kraftstoffverbrauch
ohne zusätzliche
Ansprüche
an die Heizwirkung im Vordergrund stehen, ist das erfindungsgemäße Vorgehen
vorteilhaft. Wenn gleichzeitig eine Verbesserung der Heizleistung
gefragt wäre, so
ist ausgehend von 1 ein Verfahren mit Anschluss
des Heizungswärmetauschers 4 stromauf des
Zusatzventils 6bv, Schließen des Zusatzventils 6bv zur
Verbesserung der Heizleistung, Drosselung des Kühlmitteldurchsatzes durch den
Motor und den Heizungswärmetauscher
und Gegenstrombauweise des Heizungswärmetauschers 4 wesentlich
effektiver. Derartige Ausgestaltungen des Erfindungsgemäßen Verfahrens
werden später
noch näher
beschrieben.
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Zunächst zeigt 2 aber
noch eine weitere Ausgestaltung des rrfindungsgemäßen Verfahrens mit
dem Auslegungsschwerpunkt auf den Kosten. Bei dieser Ausgestaltung
ist der Heizungsrücklauf zwischen
Thermostat 6 und Motorkühlmittelpumpeneintritt
angeordnet. Der Zulauf zum Heizungszweig 4a erfolgt stromauf
des Zusatzventils 6bv. Ohne eigenes Ventil im Heizungszweig
ist der Heizungswärmetauscher 4 bereits
im Warmlauf permanent durchströmt,
d.h. die wärmeaktive
Nasse des Heizungskreislaufs muss mit aufgeheizt werden, verbunden mit
Nachteilen im Kraftstoffverbrauch. Im Gegenzug ist die Heizung auch
stets funktionsfähig.
Ein Schließen
des Zusatzventils 6bv bewirkt – zumindest verglichen mit
Standardkühlsystemen
mit Bypasszweig und ohne Wärmemanagementkomponenten – dennoch
bereits einen Kraftstoffverbrauchsvorteil, weil in der Warmlaufphase
der Bypasszweig 6b nicht mit aufgeheizt werden muss, weil
der Gesamtkühlmitteldurchfluss
durch den Motor 1 reduziert ist und weil die Durchströmung des
Ausgleichsbehälters 9 unterbunden
ist. Ebenso ist es i.a. günstiger
den Ölkühler 40 zumindest
in der frühen
Warmlaufphase nicht mit Kühlmittel
zu durchströmen.
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Als
weitere Besonderheit im Vergleich zu bekannten Kühlsystemen ist in 2 der
Heizungskühlmittelstrom
nicht durch den Thermostaten 6 geführt. Dies hat drei ganz besonders
vorteilhafte Wirkungen: Zum einen prägt der Druckverlust beim Durchströmen des
Thermostaten dem Entlüftungszweig
keine Druckdifferenz auf, die ansonsten u.U. zu einer Rückwärtsdurchströmung des
Ausgleichsbehälters 9 führen kann.
Zum andern reduzieren sich die wärmeaktiven
Massen und die Wärmeverluste durch
Wärmeleitung
zum Bypass- und zum Kühlerzweig.
Als dritter und nicht minder wichtiger Vorteil ermöglicht die
Einleitung stromab des Dehnstoffthermostaten 6 es, der
Motorsteuerung 20 die Entscheidung zu übertragen, ab welcher Kühlmitteltemperatur oder
sonstiger Motorbetriebsbedingung diese durch das Öffnen des
Zusatzventils 6bv den Bypasszweig 6b und gegebenenfalls
den Kühlerzweig 6a zuschaltet
und somit eine erhöhte
Kühlwirkung
einstellt. Mit anderen Worten, der Motor kann zumindest temporär problemlos
bei erhöhter
Kühlmitteltemperatur
betrieben werden, ohne dass durch ein Teilöffnen des Thermostaten 6 aufgrund
einer Anströmung
mit heißem
Kühlwasser
aus dem Heizungsrücklauf
Wärme an
die Umgebung verloren geht. Das gilt für den Betrieb mit und ohne
Wärmeentnahme
am Heizungswärmetauscher 4.
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Beim
erfindungsgemäßen Verfahren
gemäß 2 ist
speziell die Option, den Kühlmitteldurchfluss
durch die Heizung weitgehend frei zu wählen besonders attraktiv. So
ist es insbesondere möglich, mit
einem ganz gewöhnlichen
Dehnstoffthermostaten 6 mit einer Öffnungstemperatur von beispielsweise
85°C zu
arbeiten und sowohl ohne Kabinenheizung als auch mit Kabinenheizung
alle denkbaren Kühlmitteltemperaturen
bis hin zu 110–115°C im Heizkreislauf
zirkulieren zu lassen, ohne dass der Dehnstoffthermostat 6 öffnet und
unbeabsichtigt Wärme über den
Kühler 8 an
die Umgebung abgibt. Im einfachsten Fall genügt hierzu die Einbindung eines
einfachen Auf/Zu-Zusatzventils 6bv, so wie es z.B. in 2 gezeigt
ist. Solange das Zusatzventil 6bv geschlossen bleibt ist
das Dehnstoffelement nicht von warmem Kühlmittel umströmt, der
Thermostat bleibt geschlossen. Das im Heizkreislauf umlaufende Kühlmittel
kann damit wahlweise mittels eines Ventils abgeschaltet oder mittels
geeigneter Bauteildimensionierung bzw. den Einsatz von Verdrängerpumpen
gedrosselt werden oder ungehindert strömen. Mit anderen Worten das
im Heizkreislauf zirkulierende Kühlmittel
kann in einem weiten Kennfeldbereich der Kühlmitteltemperatur und des
motorinternen Wärmeübergangskoeffizienten
zur Homogenisierung oder Erhöhung
der Motorbauteiltemperatur bzw. für Heizzwecke herangezogen werden.
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Gleichzeitig
stellt das Zusatzventil 6bv sicher, dass bei einer plötzlichen
Zunahme des Kühlbedarfs,
insbesondere bei Volllast, durch das Öffnen des Bypasszweigs eine
Bauteilüberhitzung
sicher vermieden wird. Die Temperaturüberwachung kann hierbei u.a.
durch die Motorsteuerung modellbasiert oder mittels der Temperaturmessstelle 20a erfolgen.
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Ausgehend
von kaltem Kühlerzweig 6a strömt dabei
zunächst
ein hoher Kühlmittelstrom
bei geöffnetem
Zusatzventil 6bv durch den Bypasszweig 6b, wobei
unmittelbar mit dem Öffnen
des Bypasszweigs bereits eine Erhöhung des wasserseitigen Wärmeübergangskoeffizienten
innerhalb des Motors einhergeht.
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Bei
längerem
Kühlbedarf
führt der
sich einstellende Wärmeeintrag
in das Dehnstoffelement des Thermostaten 6 zur teilweisen Öffnung des
Thermostaten, d.h. zu einer völlig
konventionellen Temperaturregelung, gegebenenfalls bis hin zum vollständigen Öffnen des
Kühlerzweigs 6a und
schließen
des Bypasszweigs 6b mittels des Dehnstoffthermostaten 6.
Ist der Lastsprung nur kurz, so schließt das Zusatzventil 6bv gegebenenfalls
wieder und der Motor arbeitet wieder mit reduziertem Durchfluss
auf erhöhter Kühlmittel-
und die Bauteiltemperatur.
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Die
Ansteuerung des Zusatzventils 6bv mittels der Motorsteuerung
bietet insbesondere den Vorteil, dass unabhängig von der Kühlmitteltemperatur jederzeit
auf vollen Kühlmitteldurchsatz
durch den Motor geschaltet werden kann. Speziell Motoren sehr hoher
spezifischer Leistung lassen sich somit bei einem Lastsprung sehr
gut schützen.
Die von el. Thermostaten bekannten Totzeiten beim Öffnen und Schließen entfallen,
so dass z.B. länger
mit stehendem bzw. besonders heißem Wasser gefahren werden
kann. Gegebenenfalls kann auch eine Auf/Zu-Regelung des Zusatzventils 6bv erfolgen.
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Als
weiter Vorteil lässt
sich mit dieser Ausgestaltung auch das Kavitationsrisiko an der
Motorkühlwasserpumpe
bei hohen Motordrehzahlen sicherer beherrschen als beispielsweise
mit dem Dreitellerthermostaten.
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Auch
wenn die bisher beschriebenen Einfachvarianten des erfindungsgemäßen Kühl- und Heizkreislaufs
nicht das volle Kraftstoffeinsparpotenzial erschließen und
sich im Vergleich zu früheren Patentanmeldungen
mit schaltbarem Zusatzventil unter Anpassung des Kühlmitteldurchsatzes
sowie des Heizungswärmetauschers
neben geringeren Kraftstoffeinsparungen eine deutlich geringere
Kabinenheizwirkung ergibt, so machen speziell die Einfachheit und
der Kostenaspekt diese Ausgestaltungen sehr attraktiv.
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Die
Kosten für
ein Auf/Zu-Ventil sind insbesondere deshalb so gering, weil derartige
Ventile bereits im Serieneinsatz sind und sich daher die Investitionen
in Entwicklung und Fertigung sehr gering halten lassen. Ebenso ist
damit auch das Ausfall-Risiko sehr klein. Dieses lässt sich
noch zusätzlich
reduzieren, wenn man auf Ventilbauarten zurückgreift, die stromlos offen
sind. Dies gilt insbesondere für
Magnetventile oder Ventile mit Vakuumaktuator.
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Die
ohnehin geringen Kosten für
das Zusatzventil lassen sich noch weiter reduzieren, wenn man unter
Verzicht auf die freie Ansteuerung des Zusatzventils 6bv über die
Motorsteuerung 20 das Kühlmittel
selbst zur Ansteuerung einer Druckdose verwendet, welche dann z.B. über ein
Gestänge
das Ventil direkt ansteuert. Bei Überschreitung eines bestimmten
Drucks verschiebt das einströmende
Kühlwasser die
Membrane der Druckdose gegen eine Federkraft einschließlich des
Umgebungsdrucks oder des Dosen-Innendrucks und öffnet so das Zusatzventil 6bv. Eine
derartige Ausgestaltung hat im Gegensatz zu konventionellen Temperaturüberwachungen
den Vorteil, dass nicht eine einzige lokale Übertemperatur überwacht
wird, sondern an beliebiger Stelle entstehender Dampf zu einer Druckerhöhung führt und
damit letztlich das Ventil öffnet.
Gleichzeitig öffnet
das Ventil bei geeigneter Einbauposition mit hohem statischem Druck
unabhängig
von der Temperatur auch bei hohem Druck der durch hohe Motor- und
damit Pumpendrehzahl entsteht. Mit anderen Worten, speziell im Bereich
der Nennleistung besteht keine Fehlermöglichkeit durch falsche Temperaturinformationen.
Darüber hinaus
wird damit auch das Kavitationsrisiko der Motorkühlmittelpumpe bei hoher Drehzahl ausgeschaltet.
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Speziell
der Sachverhalt, dass über
eine einzige Kühlmitteldruckleitung
und mit einem einzigen autarken Bauteil einerseits die lokale Motorüberhitzung überwacht
wird und andererseits über
den von der Motorkühlmittelpumpe überlagerten
Druck das Kavitationsrisiko beseitigt, ist ein ganz besonders hilfreicher
Aspekt des direkt vom Überdruck
angesteuerten Zusatzventils 6bv. Dabei wird einerseits
sichergestellt, dass bei hoher Motordrehzahl unabhängig von
der Motorlast sehr schnell ein Öffnen
des Zusatzventils erfolgt und Kavitation vermieden wird, andererseits
wird im teillasttypischen Motorkennfeldbereich primär die Kühlung auf
ein Mindestmaß begrenzt
und gleichzeitig thermisch abgesichert.
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Darüber hinaus
trägt ein
derartiges Ventil zwangsläufig
der Tatsache Rechnung, dass bei Annäherung an die Nennleistung
und das Nenndrehmoment – diese
liegen bei Kfz-typischen Motoren i.a. bei relativ hohen Motordrehzahlen
an – sofort
mit offenem Zusatzventil 6bv gefahren wird und dass das Zusatzventil
selbst bei Teilöffnung
des Kühlers 8 offen
bleibt.
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In
der besonders bevorzugten und angesichts der hohen spezifischen
Leistungen zukünftiger Motoren
mittel- bis langfristig auch weitgehend unumgänglichen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens,
mit konventionellem im Thermostaten 6 integriertem Zweitellerventil
für gegensinniges
Schließen und Öffnen von
Kühlerzweig 6a und
Bypasszweig 6b sowie mit Zusatzventil 6bv im Bypasszweig,
wird sich z.B. das Zusatzventil 6bv gemäß 10 auch
bei geschlossenem Bypassteller des Thermostaten 6, d.h.
wenn der Großteil
des Kühlmittels über den
Kühlerzweig 6a strömt, nicht
wieder schließen,
da die Entnahmeposition des Steuerdrucks 103 an einer Stelle hohen
statischen Drucks liegt, z.B. am Wassermantel des Zylinderblocks
oder z.B. in der gemäß 12 stets
von einem relativ hohen Druck beaufschlagten Kühlerleitung 6a stromauf
des Fahrzeugkühlers
und des Zusatzventils 6bv. Die Steuerleitung 20b ist
in 12 gestrichelt dargestellt, obwohl diese auch eine
Kühlmittelleitung
ist, um zu symbolisieren, dass es sich hier lediglich um eine Steuerleitung
handelt die in der Druckdose 100 des Zusatzventils 6bv endet.
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Wie
bereits bei der Ansteuerung des Zusatzventils 6bv über die
Motorsteuerung 20 hat die erfindungsgemäße Vorgehensweise auch hier
den besonderen Vorteil, dass durch die weitgehende Trennung der
Funktionen des Thermostaten 6 von den Aufgaben des Zusatzventils 6bv bereits
eine grobe Auf/Zu-Ansteuerung ausreicht. Diese Funktionstrennung
ist nicht nur wichtig, um die Kosten für das Ventil 6bv und
deren Ansteuerung zu senken, sondern sie ermöglicht es erst, mit der relativ
groben Direktansteuerung über
den Kühlmitteldruck
dennoch eine brauchbare Temperaturregelung zu realisieren. Kurzfristige
Druckspitzen öffnen
dabei zwar gegebenenfalls den Bypasszweig 6bv, doch zu
Thermoschockeffekten mit Einströmung
sehr kalten Kühlmittels
aus dem zuvor geschlossenen Kühlerkreis
kommt es dennoch nicht, weil der Thermostat 6 dies nicht
zulässt.
Kurzfristige Druckspitzen werden vielfach weggedämpft, d.h. das Zusatzventil
schließt
sehr schnell wieder, ohne dass es zu einem Öffnen des Thermostaten 6 kommt.
Dies liegt insbesondere daran, dass mit dem Öffnen des Zusatzventils 6bv der Anteil
der Kühlmittelpumpe 7 am
Steuerdruck i.a. unmittelbar abnimmt und zusätzlich die lokale Dampfblasenbildung
durch den höheren
Wärmeübergangskoeffizienten
reduziert wird.
-
Im
Vergleich zu bekannten Wärmemanagementlösungen,
die den Thermostaten 6 durch einen von der Motorsteuerung
angesteuerten Drehschieber mit präziser Positioniervorrichtung
ersetzen und mit Hilfe der Motorkühlmitteltemperatur und/oder
thermischen Modellen ansteuern, bedeutet das erfindungsgemäße Verfahren
nicht nur eine drastische Verringerung des Bauteil- und Applikationsaufwandes, sondern
auch einen drastischen Gewinn an Betriebssicherheit. Selbst wenn
Alternativerfahren dazu übergehen,
mit Hilfe von Kühlmitteldrucksensoren
am Pumpen- oder Motoraustritt auch Motorsteuerungsinformationen
bezüglich
lokaler Bauteilüberhitzung
und potentielle Kavitationsrandbedingungen zu erfassen, stellt die
Anpassung der Dosiergenauigkeit und -geschwindigkeit eine weitaus
größere Herausforderung dar
als beim erfindungsgemäßen Verfahren.
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Analoges
gilt für
alle Versuche, mittels Druckdosen o.ä., welche direkt auf den Drehschieber oder
den Dehnstoffthermostaten 6 einwirken und insbesondere
sich dem Ausdehnverhalten des Dehnstoffelementes überlagern,
eine ähnlich
gutmütige
Sicherheitsüberwachung
zu realisieren wie mit der erfindungsgemäßen Vorgehensweise. Die Wahrscheinlichkeit,
dass Druckspitzen temporär
den Kühlerzweig 6a ungewollt öffnen ist
bei diesen Alternativverfahren extrem hoch und bedeutet im günstigsten Fall
nur eine Einbuße
an Kraftstoffverbrauch und Heizkomfort, weil zusätzlich Wärme über den Kühler verloren geht bzw. plötzlich Kaltwasser
am Heizungswärmetauscher 4 anliegt.
Im ungünstigsten
Fall kann eine häufige
Thermoschock-Wechselbeanspruchung aber auch die Motorlebensdauer
herabsetzen.
-
Der
Vergleich des Kühlmitteldrucks
mit dem Umgebungsdruck zuzüglich
einer Vorspannkraft bzw. das direkte Arbeiten mit einer Absolutdruck-Dose
ist vor diesem Hintergrund eine durchaus ernst zu nehmende Alternative
zur Ansteuerung mittels der Motorsteuerung, ganz speziell weil eine
einfache Nachrüstung
an bereits bestehenden Motorkühlsystemen möglich ist.
-
Auch
wenn die freie Ansteuerbarkeit des Zusatzventils 6bv mit
Ansteuerung über
die Motorsteuerung 20 angesichts der besseren Abstimmmöglichkeiten
etwas mehr Kraftstoffeinsparpotenzial verspricht, sind diese extrem
geringen Kosten des direkt druckbetätigten Ventils sehr attraktiv.
-
Als
Zusatzventile 6bv mit direkter Ansteuerung über den
Kühlmitteldruck
lassen sich besonders kosteneffektiv Heizungsventile mit Vakuumaktuatoren
zweckentfremden, bei denen anstelle des Luft-Vakuums der Kühlmittelsteuerdruck
an die ursprüngliche
Vakuumdose angelegt wird, mit Anpassung der Vorspannkraft derart,
dass der Überdruck und
nicht der Unterdruck zur Bewegung des Ventilkörpers führt. Eine entsprechende Federkraft
kann wahlweise in die Membrane 101 integriert sein, so wie
in 10, oder es kann eine Feder auf die Membrane 101 einwirken,
so dass der Ventilkörper 106 erst
bei Überschreiten
des atmosphärischen
Druck um einen definierten Wert von beispielsweise 0,4 bar öffnet.
-
Das
Arbeiten unter atmosphärischem
Druck auf der einen Seite der Membran hat dabei den besonderen Vorteil
der Einfachheit. Angesichts der zulässigen Bandbreite des Drucks
bis zum Öffnen, spielt
die naturgemäße Variation
des Umgebungsdrucks nur eine untergeordnete Rolle. Speziell in höheren geographischen
Lagen öffnet
das Ventil angesichts des geringeren atmosphärischen Drucks etwas früher, was
angesichts der ohnehin etwas kühlungskritischeren
Bergfahrt durchaus erwünscht
ist. Falls dieser Umgebungsdruckeffekt unerwünscht ist, kann aber auch problemlos
eine Absolutdruckdose verwendet werden, bei der z.B. ein definierter
Absolutdruck von Luft zuzüglich
einer Federdruckkraft in der einen Kammer auf die Membrane 101 wirkt
und der Kühlmitteldruck 103 in
der andern Kammer. Der Aufwand, um z.B. den Stößel 104 mit einem
zusätzlichen
Gummifaltenbalg o.ä.
gegen die Druckkammer abzudichten, hält sich dabei durchaus in akzeptablen Grenzen.
-
Besonders
vorteilhaft lässt
sich das erfindungsgemäße Verfahren
in Verbindung mit einer el. Zusatzpumpe 2 anwenden, mit
Platzierung der beiden Heizungswärmetauscheranschlüsse stromauf des
Zusatzventils 6bv und auf der Druckseite der Motorkühlwasserpumpe,
wahlweise direkt am Pumpenaustritt oder unten am Wassermantel der
Zylinderlaufbahn. Entsprechende Beispiele sind in 3–6 gezeigt.
-
Bei
geschlossenem Zusatzventil 6bv, d.h. geschlossenem Bypasszweig 6b und
geschlossenem Kühlerzweig 6a stellt
sich dabei eine Druckdifferenz Null am Heizungswärmetauscher 4 ein,
ebenso wie im Entlüftungszweig 9a und
innerhalb des Motors 1. Hier lässt sich durch Öffnen und
Schließen
des Auf/Zu-Zusatzventils 6bv verbunden mit Ein- und Ausschalten
der el. Zusatzpumpe 2 zwischen kraftstoffverbrauchsorientierten
Einstellungen mit und ohne Heizung sowie einer Einstellung mit hohem Kühlbedarf
mit geöffnetem
Zusatzventils 6bv umschalten. Dabei ist bei geschlossenem
Zusatzventil 6bv und bei geschlossenem Kühlerzweig 6a insbesondere
die Förderrichtung
durch den Motor mittels Umpolung der el. Zusatzpumpe frei wählbar. Die hieran – je nach
Motorabwärmeangebot
und Heizleistungsbedarf für
die Fahrerkabine – gekoppelten spezifischen
Vorteile und die damit verbundnen zusätzlichen Kraftstoffeinsparpotentiale
mit und ohne Heizung werden später
noch detailliert an Ausführungsbeispielen
beschrieben. Und selbst wenn die el. Pumpe 2 eingespart
werden soll, kann auch mit diesen Anordnungen noch ein Teil des
Kraftstoffeinsparpotentials des erfindungsgemäßen Verfahrens umgesetzt werden,
weil es insbesondere möglich
ist, den Kühlmitteldurchfluss
durch den Motor komplett zu unterbinden indem das Zusatzventil 6bv schließt und bei
Bedarf durch Öffnen
des Zusatzventils 6bv auf konventionellen Kühl-, Heiz-
und Entlüftungsbetrieb
umzuschalten.
-
Zur
weiteren Vertiefung des erfindungsgemäßen Gedankenguts werden nachfolgend
einige besonders vorteilhafte Ausgestaltungen noch einmal etwas
detaillierter anhand der exemplarischen Kühl- und Heizkreisläufe in 2–6 beschrieben.
-
Hierzu
erhält
die Ausgestaltung gemäß 2 insbesondere
die folgenden Bauteile und Eigenschaften:
Der Kühlkreislauf
mit Brennkraftmaschine 1 umfasst u.a. einen Heizungswärmetauscher 4,
einen doppelt wirkendem Dehnstoffthermostaten 6 mit Bypassteller und
Kühlerteller,
Motorkühlmittelpumpe 7,
Zusatzventil 6bv, Ölkühler 40,
Motorsteuerung 20, Ausgleichsbehälter 9 sowie Fahrzeugkühler 8.
-
Der
Fokus liegt hier zunächst
auf der Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs mit minimalen Änderungen
an heute auf dem Markt anzutreffenden Kfz. Im einfachsten Fall beschränken sich
die Änderungen
auf die Verlegung des Heizungsrücklaufs
an eine Position hinter dem Dehnstoffthermostaten 6 und
vor der Motorkühlmittelpumpe 7,
die Einfügung
eines druckverlustarmen Zusatzventils 6bv, welches bei erhöhtem Kühlbedarf
geöffnet
wird sowie gegebenenfalls eine Anpassung der Durchflussrate durch den
Heizungswärmetauscher,
derart, dass der Durchfluss durch den Heizungszweig 4a bei
geöffnetem
Zusatzventil 6bv und geschlossenem Kühlerzweig 6a nur einen
Bruchteil des Kühlmittelstroms im
Bypasszweig 6b beträgt.
Diese Abstimmung ist insbesondere vorteilhaft, um schnelle Reaktionszeiten
beim Übergang
auf hohen Kühlbedarf
zu erzielen und um eine hohe Regelgüte unter Einhaltung der Thermostatsolltemperatur
bei hohem Kühlbedarf
sicherzustellen. Ein zu hoher Kühlmitteldurchsatz
im Heizungszweig würde
bei Motorvolllast und ausgeschalteter Heizung zwangsläufig zu
einer Anhebung der effektiven Thermostat-Nenntemperatur führen, da ein Teil des umlaufenden
Kühlmittels
nicht in den Regelkreis des Dehnstoffthermostaten 6 miteinbezogen
ist.
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Dies
sei nachfolgend anhand eines Zahlenbeispiels verdeutlicht: Bei vielen
Motoren liegt bei geschlossenem Kühlerkreis 6a das Verhältnis Bypassstrom 6b zu Heizungsstrom 4a in
der Größenordnung 3,5
zu 1. Je nach Motorbetriebszustand liegen dabei i.a. Kühlmitteltemperaturdifferenzen
zwischen Motorein- und Motoraustritt bis zu 6K vor, teilweise sogar bis
zu 10K und mehr. Die erfindungsgemäße Zumischung von Kühlmittel
stromab des Dehnstoffthermostaten 6, welches z.B. 10K wärmer ist
als die Thermostatöffnungstemperatur,
würde sich
bei dem Verhältnis
Bypasskühlmittelstrom
zu Heizungskühlmittelstrom
von 3,5 zu 1 wie eine Anhebung der effektiven Thermostatöffnungstemperatur
um etwas mehr als 2 K auswirken. Bis zu mittleren spezifischen Motorleistungen
ist dies noch akzeptabel, bei Hochleistungsturbomotoren vielfach
jedoch bereits kritisch, so dass für diese Motorenbauart gegebenenfalls
eine Reduktion des heizungsseitigen Kühlmittelstroms vorgenommen
werden muss. Dies kann bereits in der Basisauslegung des Heizungszweigs
erfolgen, unter Reduktion der Leitungsquerschnitte oder mittels
Erhöhung
des Druckverlustes im Heizungswärmetauscher
bzw. in Verbindung mit einem aus heizungstechnischer Sicht ohnehin
besonders vorteilhaften Wärmetauscher
in Gegenstrombauart.
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Die
besonders vorteilhafte erfindungsgemäße Ausgestaltung des Heizkreislaufs
derart, dass bei geschlossenem Thermostaten und voll geöffnetem Bypasszweig
80% oder mehr des motorinternen Kühlmitteldurchsatzes durch den
Bypasszweig 6b gehen, befreit den Anwender insbesondere
von der Notwendigkeit für
diese Problematik eine spezielle fahrzeugspezifische Abstimmungsstrategie
anzuwenden.
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Ist
bereits ein zusätzliches
Ventil im Heizungskreislauf verfügbar,
z.B. bei Fahrzeugen mit wasserseitiger Regelung der Kabinenheizung
oder um bei luftseitiger Regelung die ungewollte Erwärmung der
Kabinenluft beim Betrieb ohne Heizung zu unterbinden, so ist es
insbesondere vorteilhaft, zur Absenkung der effektiven Thermostatöffnungstemperatur
mit diesem heizungsseitigen Ventil den Kühlmitteldurchsatz im Heizungszweig
zu drosseln oder ganz zu unterbinden.
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Die
Ansteuerung des Zusatzventils 6bv und gegebenenfalls eines
zusätzlichen
Ventils im Heizungszweigs kann beispielsweise von der Motorsteuerung 20 erfolgen,
welche über
den Temperatursensor 20a den Kühlbedarf ermittelt. Gegebenenfalls wird
zusätzlich
ein thermisches Modell hinterlegt, welches z.B. anhand der in der zurückgelegten
Wegstrecke integrierten Verläufe
der Motorlast und Motordrehzahl sowie deren Momentanwerte festlegt, welche
Betriebsart des Zusatzventils 6bv gewählt wird.
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Bei
geöffnetem
Zusatzventil 6bv wird das Kühlmittel gemäß 2 von
der Motorkühlmittelpumpe 7 durch
die Brennkraftmaschine 1 gefördert und strömt über das
Zusatzventil 6bv im Bypasszweig 6b zum konventionellen
Dehnstoffthermostaten 6. Während des Warmlaufs verschließt der kühlerseitige
Teller des Dehnstoffthermostaten den Kühlerkreislauf 6a während der
bypassseitige Teller geöffnet
ist. Die Entlüftungsleitung 9a des
Ausgleichsbehälters 9 ist
stromab des Zusatzventils 6bv angeschlossen. Vom Ausgleichsbehälter strömt das Kühlmittel
gemeinsam mit dem Wasser des Ölkühlerrücklaufs
in den Bypassthermostaten 6. Da ein konventioneller Bypassthermostat 6 verwendet
wird, ist diese bei konventionellen Kühlsystemen üblicherweise für den Heizungsrücklauf verwendete
Leitung bei geöffnetem
wie bei geschlossenem Thermostaten 6 zur Motorkühlmittelpumpe 7 hin
offen. Stromauf des Zusatzventils 6bv wird das Kühlwasser
für den
Heizungskreislauf 4a entnommen. Der Heizungswärmetauscher 4 ist
bei dieser Einstellung in herkömmlicher Weise
durchströmt.
Solange das Zusatzventil 6bv im geöffneten Zustand nur einen relativ
kleinen Druckverlust erzeugt, muss zum Erzielen der vollen Heizleistung
keine weitere Umgestaltung der Bauteile vorgenommen werden. Bevorzugt
kommt deshalb als Zusatzventil ein Drehschieber zum Einsatz, der im
geöffneten
Zustand den vollen Kanalquerschnitt der Bypassleitung 6b freigibt.
Da der Drehschieber nur auf/zu betätigt wird, ist dieser sehr
einfach und preiswert herstellbar, am einfachsten mit einem Vakuum-Aktuator
der über
ein von der Motorsteuerung 20 angesteuertes Magnetventil
mit Unterdruck versorgt wird.
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Im
Warmlauf ohne Kabinenheizbedarf wird bei geringer bis mittlerer
Motorlast das Zusatzventil 6bv durch die Motorsteuerung 20 geschlossen.
Damit ist nicht nur der Bypasskreislauf 6b unterbrochen sondern
auch der Entlüftungskreislauf 9a,
der Kühlerkreislauf 6a und
die Durchströmung
des Ölkühlers 40.
Mit dem auf den Durchfluss im Heizungszweig reduzierten Kühlmitteldurchsatz
sinkt in bekannter Weise der wasserseitige Wärmeübergangskoeffizient im Motor
und es steigt die motorinterne Kühlmittel-
und Bauteiltemperatur. Die Reduktion der Reibleistung durch eine
wärmere
Zylinderlaufbahn, etwas geringere Antriebsleistung der Motorkühlmittelpumpe, wärmeres Öl und bei
Ottomotoren die thermische Entdrosselung der Ansaugluft führen dann
letztlich zu der charakteristischen Kraftstoffeinsparung dieser Wärmemanagementmaßnahme.
Solange über
geeignete Sensoren bzw. thermische Modelle ein Überhitzen des Motors sichergestellt
ist, kann das Zusatzventil 6bv geschlossen bleiben. Ist
wegen zu hoher Pumpendrehzahl mit Kavitation an der Kühlmittelpumpe 7 zu
rechnen, so öffnet
die Motorsteuerung 20 das Zusatzventil 6bv. Ebenso
bei zu hoher thermischer Last oder bei Motor-Vollast. Die hohe Stellgeschwindigkeit
des Zusatzventils 6bv im Vergleich zur potenziellen Alternative „EI. Thermostat" erweitert hier den
Spielraum bis zum ersten Öffnen
des Thermostaten erheblich. Dabei sind je nach Brennkraftmaschinenbauart
verschiedene Strategien bis zum ersten Öffnen des Zusatzventils vorteilhaft.
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Die
einfachste Strategie ist möglichst
lange zu warten, bis das Zusatzventil 6bv öffnet und
den Bypasszweig nebst Ölkühler sowie
den Entlüftungskreislauf
einbindet und gegebenenfalls den Kühlerkreislauf etwas öffnet. Dabei
kann es zur besseren Entlüftung
vorteilhaft sein, die ersten Sekunden des Warmlaufs noch mit geöffnetem
Zusatzventil 6bv zu arbeiten.
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Es
kann insbesondere aber auch vorteilhaft sein, das Zusatzventil 6bv zunächst geschlossen
zu halten, dann bei Erreichen einer ersten Temperatur unterhalb
der Thermostatöffnungstemperatur
das Zusatzventil zu öffnen,
so dass sich ein erster Temperaturausgleich im Bypass- und Heizungszweig
einstellt und sich am Ölkühler 40 eine
Wärmeübertragung
vom Wasser ans Öl
einstellt. Gegebenfalls muss hier der Durchfluss in der Entlüftungsleitung durch
eine fest eingebaute Drosselstelle zusätzlich gedrosselt werden.
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Solange
keinerlei Strömung
im Bypasszweig 6b vorliegt, besteht keine Gefahr, dass
ein Teil des erwärmten
Kühlwassers über ein
Teilöffnen
des Kühlerthermostaten
entweicht.
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Ein
sprungartiges Öffnen
des Zusatzventils 6bv führt
unmittelbar zu einer Erhöhung
des Wärmeübergangskoeffizienten
im Wassermantel des Motors und damit zu einer Kühlwirkung. Ein Thermoschock-Risiko
besteht dabei nicht, da der Thermostat 6 bei geöffnetem
Zusatzventil 6bv in bekannter Weise ein sukzessives Zumischen
kalten Kühlwassers aus
dem Kühlerzweig
sicherstellt.
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Gegebenenfalls
erfolgt ein getaktetes Öffnen des
Zusatzventils 6bv, so dass ein allmähliches Zuschalten des Kühlers realisierbar
ist. Auf diesem Wege lassen sich auch noch bei Wärmeabfuhr über den Kühler 8 erhöhte Bauteiltemperaturen
realisieren.
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Dabei
nimmt das erfindungsgemäße Vorgehen
gemäß 2 nicht
in Anspruch, der thermodynamisch beste Weg zu sein. Vielmehr ist
hier stets das Verhältnis
von Kosten zu Nutzen zu sehen. Speziell wenn der Kraftstoffverbrauch
ohne zusätzliche Ansprüche an die
Heizwirkung im Vordergrund stehen, ist das erfindungsgemäße Vorgehen
bereits ohne den Einsatz von Spezialheizungswärmetauschern für geringeren
Durchfluss vorteilhaft.
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Das
Schließen
des Zusatzventils 6bv bewirkt je nach Fördercharakteristik der Motorkühlmittelpumpe 7 eine
gewisse Druckerhöhung
und damit einen erhöhten
Kühlmitteldurchsatz
durch den Heizungswärmetauscher 4.
Frühere
Bemühungen
verschiedenster Patentanmeldungen konzentrierten sich darauf, damit
eine Verbesserung des Heizungswärmetauscherwirkungsgrades
zu bewirken. Sowohl der Druckgewinn als auch die Verbesserung des Heizungswärmetauscherwirkungsgrades
ist i.a. aber vergleichsweise gering und rechtfertigen für sich alleine
den Aufwand für
das Zusatzventil 6bv wohl kaum. Darüber hinaus hat sich inzwischen
gezeigt, das es im Gesamtsystem auch bei Fokus auf bessere Heizleistung
im Warmlauf und bei Heizleistungsdefizit vielfach günstiger
ist, den Heizungswärmetauscher
mit geringerem Durchfluss zu betreiben, um die Wärmeverluste an die Umgebung
zu minimieren.
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Wenn
gleichzeitig eine Verbesserung der Heizleistung gefragt ist, so
ist es ausgehend von 2 besonders vorteilhaft, das
Zusatzventil 6bv zu schließen, gleichzeitig eine Drosselung
des Kühlmitteldurchsatzes
durch den Motor und den Heizungswärmetauscher vorzunehmen wobei
der Heizungswärmetauscher
bevorzugt in Gegenstrombauweise auszugestalten ist.
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3 zeigt
eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit einer el. Zusatzpumpe 2 im Heizungszweig.
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Das
Kühlwasser
für den
Heizungskreislauf 4a wird hier hinter der Motorkühlwasserpumpe 7 oder im
unteren Bereich des Wassermantels im Motorblock entnommen und strömt bei geschlossenem
Zusatzventil 6bv und geschlossenem Kühlerkreislauf 6a über den
Zylinderkopf zurück
zum Zylinderblock, d.h. die el. Zusatzpumpe 2 invertiert
bei geschlossenem Zusatzventil 6bv die Durchströmungsrichtung des
Motors 1. Diese Invertierung der Strömung ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn am Heizungswärmetauscher 4 Wärme für Heizzwecke
entnommen werden muss oder wenn bei Betrieb ohne Heizung nach anfänglich stehendem
Kühlwasser
eine Homogenisierung der Motortemperatur erforderlich ist. Kaltwasserzonen
im besonders reibleistungskritischen Wassermantelbereich entlang
der Zylinderlaufbahn werden so abgesaugt, in den Motor zurückgefördertes
kaltes Kühlwasser
wird am weniger auf kalte Reibflächen
sensitiven Zylinderkopf vorgewärmt.
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Beim Öffnen des
Zusatzventils 6bv fördert die
el. Zusatzpumpe gemäß 3 das
Kühlmittel
mit Unterstützung
durch die Motorkühlmittelpumpe 7 durch
den Heizungswärmetauscher 4.
Die Durchströmungsrichtung
des Motors ist nun wieder vom Block zum Kopf, da die hohe Förderleistung
der Motorkühlmittelpumpe 7 die
Durchflussrichtung bestimmt. Speziell bei Anwendungen mit Gegenstromheizungswärmetauscher
und besonders geringem Kühlmittelvolumenstrom
im Bereich von 2 l/min und weniger, mit vergleichsweise geringer
el. Antriebsleistung der el. Zusatzpumpe, ist es am einfachsten,
die el. Pumpe einfach weiterlaufen zulassen. Speziell die Auslegung
auf relativ geringen Kühlmittelstrom
durch den Heizungswärmetauscher
stellt sicher, dass der nicht durch den gesamten Motor geförderte Heizungskühlmittelvolumenstrom
nicht zu einem Vollast-Kühldefizit
der Brennkraftmaschine führt.
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Von
besonderem Vorteil ist es bei dieser Ausgestaltung gemäß 3,
dass die Förderrichtung
der el. Pumpe 2 bei geschlossenem Zusatzventil 6bv und
geschlossenem Kühlerkreis
je nach Anforderung bezüglich
Heizen, Kühlen
und Heißkühlen umgedreht
werden kann. Insbesondere bei Verdrängerpumpen und Axial-Impellerpumpen
kann dies einfach durch Umkehren der Pumpendrehrichtung erfolgen,
so wie in 4 gezeigt.
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Mit
Blick auf das Kosteneinsparpotenzial bei Verwendung bereits verfügbarer Serienbauteile
ist es aber durchaus auch möglich,
beider el. Zusatzpumpe 2 keine Neukonstruktion zu verwenden.
Um Kraftstoffverbrauchsvorteile mit besonders kostengünstigen
konventionellen Kfz-Heizungspumpen, insbesondere mit Radial-Impellerpumpen, zu
realisieren, kann die Umkehrung der Strömungsrichtung von invertierter
Motordurchströmung
auf normale Motordurchströmung
bei einer Anordnung gemäß 3 durch Öffnen des
Bypassventils 6bv bei gleichzeitigem Abschalten der el.
Zusatzpumpe 2 besonders einfach und kostengünstig erfolgen.
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Diese
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß 3 bzw.
mit umgekehrter Förderrichtung
der el. Pumpe in 4 ermöglichen es, mit minimalem Bauteilaufwand
sowohl stehendes Kühlwasser
innerhalb des Motors als auch eine Durchströmung vom Kopf zum Block als
auch die Durchströmung
vom Block zum Kopf zu realisieren. In Verbindung mit der el. Ansteuerung
des el. Zusatzventils und der el. Zusatzpumpe mittels der Motorsteuerung 20 ergibt
sich darüber
hinaus eine weitgehend freie Einstellbarkeit der Kühlmittel-
bzw. Motorbauteiltemperatur. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis in
Bezug auf den erzielbaren Kraftstoffverbrauchsvorteil ist damit
wesentlich günstiger
als bei bisher bekannten Wärmemanagementmaßnahmen.
Neben dem Kraftstoffverbrauchsvorteil mit und ohne Heizung kommen
in Verbindung mit den heizleistungsorientierten Ergänzungsmaßnahmen
weitere Vorteile durch eine verbesserte Heizleistung und gegebenenfalls
den Entfall der Kosten für
Zuheizmaßnahmen hinzu.
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Wenn
speziell bei Fahrzeugen der gehobenen Preisklasse vielfach ohnehin
eine el. Heizungspumpe zum Einsatz kommt, um bei stehender Brennkraftmaschine
durch Umwälzen
von Kühlmittel
eine Aufrechterhaltung der Kabinenheizung sicherzustellen oder um
den Turbolader nach Abstellen des Motors zu kühlen, verbessert sich das Kosten/Nutzen-Verhältnis noch
weiter.
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Dabei
wirkt es sich insbesondere kostensenkend aus, wenn die Umschaltung
der Förderrichtung in
den Normalbetrieb durch einfaches Abschalten der el. Zusatzpumpe 2 realisiert
werden kann, da dann die Lebensdaueranforderungen an die Zusatzpumpe deutlich
abgesenkt werden können.
Verfügbare Low-Cost-Heizungs- bzw. Turbonachlaufpumpen
mit einfachen Bürstenmotoren
genügen
hier bereits.
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Wie
bereits beschrieben, ermöglichen
sowohl die Ausgestaltung gemäß 3 als
gemäß 4 die
Einstellung stehenden Kühlmittels,
wenn die el. Zusatzpumpe 2 zeitgleich mit dem Schließen des
Zusatzventils 6bv mittels der Ansteuerung 20c ausgeschaltet
wird. Diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems bietet den ganz
besonderen Vorteil, dass es ermöglicht
einerseits mit stehendem Kühlwasser
zu arbeiten, andererseits aber auch mit – im Vergleich zum offenen
Bypasszweig – geringen
Mengen zirkulierenden Kühlwassers.
Dies ist insbesondere für
Betriebssituationen mit Heizung von Vorteil, da sich nun Vorteile
bezüglich
Kraftstoffverbrauch und Heizwirkung erzielen lassen. Insbesondere
ist es auch möglich,
die Kühlmitteltemperaturen
durch Zuschalten der el. Zusatzpumpe im Verlauf des Warmlaufs ohne
die Gefahr lokaler Überhitzung
auf ein noch etwas erhöhtes
Niveau anzuheben. Dies gilt für
die Einbindung gemäß 3 ebenso
wie für
die Anordnung gemäß 4 mit
umgekehrter Strömungsrichtung.
In beiden Fällen
besteht bei Durchströmung
des Heizungswärmetauschers keine
Gefahr, dass der Kühler
ungewollt geöffnet wird,
weil warmes Kühlmittel
entlang des Thermostaten 6 strömt. Darüber hinaus bietet die Einbindung gemäß 3 den
Vorteil, dass bei geschlossenem Zusatzventil 6bv eine Durchströmung des
Motors vom Kopf zum Block erfolgt. Dies bringt Kraftstoffverbrauchsvorteile
beim Zuschalten des anfangs kalten Heizkreislaufs und ganz besonders
bei Wärmeentnahme
am Heizungswärmetauscher.
Diese Vorteile sind zum einen dadurch begründet, dass angesichts der tribologischen
Erfordernisse im Zylinderkopf kaltes Kühlmittel weniger schädlich ist
als im Bereich der Zylinderlaufbahn. Ein weiterer Vorteil ergibt
sich daraus, dass gegebenenfalls absinkendes Kaltwasser nicht unten
im Wassermantel stehen bleibt sondern abgesaugt wird.
-
Umgekehrt
ist speziell bei erhöhten
Anforderungen an die Heizung normalerweise die Ausgestaltung gemäß 4 etwas
günstiger,
da der Zylinderblock und der Bereich Kurbelwelle/Ölwanne etwas weniger
erwärmt
werden. Das gilt ganz besonders bei der Einbindung des Ölkühlers 40 gemäß 6, wo
das am Heizungswärmetauscher 4 abgekühlte Kühlwasser
dem Öl
zusätzlich
Wärme entzieht.
Speziell bei relativ geringem Durchfluss durch den Heizungswärmetauscher
sind die hier in Richtung besserer Heizwirkung übertragenen Wärmemengen durchaus
signifikant. Die Einbindung stromab der Motorkühlmittelpumpe 7 hat
den ganz besonderen Vorteil, dass bei geschlossenem Zusatzventil 6bv die Strömung durch
den Motor sehr leicht zwischen dem Zustand gemäß 5 und 6 umgeschalten
werden kann, d.h. es kann sehr leicht zwischen einer heizleistungsorientierten
und einer mehr kraftstoffverbrauchsoptimierten Betriebsart umgeschaltet
werden. Es genügt
hierzu eine einfache Umpolung der el. Zusatzpumpe 2. Hierzu
ist es insbesondere vorteilhaft, die Zusatzpumpe 2 als
Zahnradpumpe, G-Rotor-Pumpe oder Axial-Impellerpumpe auszugestalten,
da bei diesen Pumpen prinzipbedingt eine Umkehrung der Förderrichtung
sehr einfach ist. Solange das Zusatzventil 6bv geschlossen
bleibt, ist der erforderliche Druck der el. Zusatzpumpe 2 für beide Strömungsrichtungen
durch den Heizungswärmetauscher
annähernd
gleich. Dabei spielt es keine Rolle, wie schnell sich die Motorkühlmittelpumpe 7 dreht. Dies
vereinfacht insbesondere die Verwirklichung von Durchflusskontrollstrategien
durch den Motor bzw. durch den Heizungswärmetauscher erheblich, was
sowohl für
einen Betrieb in Richtung besserer Heizleistung sehr hilfreich ist
aber auch für
den Betrieb in Richtung besseren Kraftstoffverbrauchs.
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Eine
Durchflussstrategie für
die gleichzeitige Verbesserung von Heizleistung und Kraftstoffverbrauch
unter Verwendung des Kühlkreislaufs
gemäß 6 und 5 könnte damit
z.B. folgendermaßen besonders
vorteilhaft ausgestaltet werden:
Bei einem Kaltstart bei –10°C Umgebungstemperatur und
50 km/h, d.h. bei rel. geringer Motorlast, wird in einem ersten
Schritt das Zusatzventil 6bv geschlossen, die el. Zusatzpumpe
fördert
das Kühlmittel
in der in 6 gezeigten Richtung. Damit
wird ein sicheres Defrosten der Windschutzscheiben sichergestellt bzw.
ein Beschlagen der Scheiben wird vermieden. Nach Erreichen einer
Mindest-Kühlmitteltemperatur wird
dann die Gebläseleistung
allmählich
hochgefahren, so dass der Luftmassenstrom in die Fahrerkabine hinein
steigt, wobei gleichzeitig die Luftströmung nun nicht mehr primär durch
die Defrosterdüsen
geleitet wird, sondern auch in Richtung Fußraum und gegebenenfalls in
Richtung Mannanströmer.
-
Dabei
ist es zur Maximierung der Kabinenheizwirkung vorteilhaft, wenn
der Kühlmittelmassenstrom
durch den Heizungswärmetauscher 4 so
eingestellt wird, dass die Kühlmitteltemperatur
an dessen Austritt spürbar
unterhalb der Öltemperatur
des durch den Ölkühler 40 strömenden Motoröls liegt.
Je besser der Wärmenutzungsgrad
des Heizungswärmetauschers
bei relativ geringen Kühlmitteldurchflüssen ist,
desto mehr Wärme
lässt sich
auf diesem Umweg über
die Abkühlung
des Motoröls
für Heizzwecke
gewinnen. Die reduzierten Wärmeverluste
an die Umgebung überkompensieren
bei sorgfältiger
Abstimmung von Kühlmittevolumenstrom
und Heizungswärmetauscherwirkungsgrad
die Einbußen
an Heizungswärmetauscherwirkungsgrad
bei Reduktion des Kühlmittedurchsatzes.
Für maximale
Heizleistung ist es dabei insbesondere vorteilhaft, Heizungswärmetauscher
in Gegenstrombauart zu verwenden, da diese bei Reduktion des Kühlmitteldurchsatzes wesentlich
weniger Wirkungsgradeinbuße
haben als konventionelle Kreuzstromwärmetauscher.
-
Wenn
in der Fahrerkabine die gewünschte Innenraumtemperatur
erreicht ist, verhindert die luftseitige Regelklappe 5,
dass die Innenraumtemperatur im Fahrzeug weiter ansteigt, indem
ein Teil der in die Kabine geförderten
Frischluft am Heizungswärmetauscher 4 vorbei
geleitet wird.
-
Damit
steigt die Kühlmitteltemperatur
am Heizungswärmetauscheraustritt
und dem Öl
wird weniger oder gar keine Wärme
mehr entzogen. Im weiteren Verlauf der Fahrt wird i.a. die Kühlmitteltemperatur
weiter steigen, speziell wenn die am Heizungswärmetauscher entnommene Wärmemenge
bei warmem Innenraum zusätzlich
durch ein Zurücknehmen der
Gebläseleistung
abnimmt. Doch auch wenn das Kühlmittel
mit Temperaturen oberhalb der Thermostatöffnungstemperatur von beispielsweise
88°C aus dem
Heizungswärmetauscher
bzw. dem Ölkühler zum
Motor zurückströmt bleibt
der Thermostat 6 geschlossen, da das Kühlmittel nicht entlang des
Dehnstoffelementes strömt.
Damit wird sichergestellt, dass nicht unbeabsichtigt Wärme über den
Kühler 8 abgegeben
wird, bevor eine vollständige
Erwärmung
des Motors einschließlich
des Kühlwassers
und des Öls erfolgt
ist.
-
Optional
kann die el. Pumpe 2 nach Erreichen der gewünschten
Innenraumtemperatur in der Förderleistung
erhöht
werden, um den Wärmeeintrag ins
Motoröl
dadurch zu erhöhen,
dass das Kühlwasser
wärmer
am Ölkühler ankommt
und gleichzeitig innerhalb des Ölkühlers ein
etwas besserer Wärmeübergangskoeffizient
vorliegt. Dies ist auch deshalb vorteilhaft, weil mit Annäherung an
kritische Bauteiltemperaturen bzw. an den kritischen Kühlsystemdruck
eine homogenere Temperaturverteilung innerhalb des Motors anzustreben
ist.
-
Sobald
die Motorlast bzw. die Kühlmitteltemperatur
oder die Bauteiltemperatur oder der Kühlmitteldruck einen kritischen
Wert überschreitet, öffnet das
Zusatzventil 6bv.
-
Damit
strömt
unmittelbar ein sehr hoher Kühlmittelstrom
durch den Bypasszweig 6b und durch den Motor und sorgt
für einen
Temperaturausgleich. Gegebenfalls öffnet das nun von warmem Kühlmittel
umströmte
Dehnstoffelement des Thermostaten 6 den Kühlerkreislauf 6a und
regelt auf die Thermostat-Solltemperatur von z.B. 88°C. In vielen Fällen wird
es mit Blick auf einen optimalen Kraftstoffverbrauch vorteilhaft
sein, das Zusatzventil 6bv nach kurzer Zeit wieder zu schließen, da
die wärmeaktiven Massen
im Ausgleichsbehälter
und im Bypasszweig bereits reichen, um thermische Lastspitzen wegzudämpfen. Gegebenenfalls
kann eine Ein/Aus-Regelung noch etwas an Kraftstoffverbrauchsvorteil
nutzen, da die zeitlich mittlere Motorkühlmitteltemperatur dadurch
oberhalb der Thermostatöffnungstemperatur
liegt.
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Bei
geöffnetem
Zusatzventil 6bv ist es bei der Anwendung gemäß 6 wichtig,
dass die el. Zusatzpumpe 2 in der Lage ist, auch gegen
die Druckdifferenz, den der bei geöffnetem Zusatzventil 6bv sehr
hohe Kühlmitteldurchsatz
durch den Motor dem Heizungswärmetauscherkreislauf 4a aufprägt, zu fördern. Das
ist aber mit relativ geringem Aufwand realisierbar, zumal die el.
Zusatzpumpe nur relativ wenig Kühlmittel
durch die Heizung fördern
muss.
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Die
bisherigen Ausführungen
zu 6 konzentrierten sich insbesondere auf die Aufgabenstellung „Beste
Heizwirkung". Gleichzeitig
kann aber die Ausgestaltung gemäß 6 durch
einfaches Umpolen der el. Zusatzpumpe zum Kreislauf gemäß 5 umgeschaltet
werden und dann als kraftstoffverbrauchsoptimiertes System arbeiten.
Dies ist immer dann von ganz besonderem Interesse, wenn die Erfordernisse
der Kabinenheizung relativ leicht zu erfüllen sind, d.h. bei geringem
Heizbedarf oder überschüssiger Motorabwärme. Auch
wenn in solchen Betriebssituationen bereits ohne Umpolung der el. Zusatzpumpe 2 Kraftstoffeinsparungen
realisierbar sind, so führt
die Umpolung doch zu einem zusätzlichen
Reibleistungsvorteil, da nun das kalte Kühlmittel zuerst durch den Zylinderkopf
strömt
und vorgewärmt
zum Wassermantel der Zylinderlaufbahn gelangt. Weitere Reibleistungsvorteile
ergeben sich durch das Absaugen kalter Kühlwasserzonen im unteren Bereich
der Zylinderlaufbahn und die Homogenisierung der Kühlmittel-
und Öltemperaturen
im Ölkühler 40.
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Bei
erhöhtem
Kühlbedarf öffnet auch
bei dieser Anwendung gemäß 5 und 6 das
Zusatzventil 6bv und sorgt für eine sichere Wärmeabfuhr über den
Kühler 8.
In der besonders vorteilhaften Anwendung mit el. Impeller-Zusatzpumpe 2 kann
in dieser Betriebsart gegebenenfalls auf den el. Antrieb verzichtet
werden, da diese angesichts des anliegenden Druckgefälles und
der geringen Kühlmittelviskosität bei hohen
Kühlmitteltemperaturen
frei mitläuft bzw.
durchströmt
wird. Dies schont die el. Zusatzpumpe.
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Die
Anordnung gemäß 5 und 6 bietet
hier den ganz besonderen Vorteil, dass selbst bei Ausfall der el.
Impeller-Zusatzpumpe 2 noch der heute übliche Heizkomfort realisiert
werden kann, indem einfach das Zusatzventil 6bv geöffnet wird.
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Zusatzventile 6bv zur
Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind bereits am Markt verfügbar.
Besonders zu bevorzugen sind hier einfache Auf/Zu-Ventile mit Vakuumdose
oder mit Magnet als Aktuator.
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Eine
zusätzliche
Absicherung bzw. Überwachung
der Ventilposition ist angesichts der ohnehin vorhandenen Überwachung
der Kühlwasser-
oder Bauteiltemperatur mittels der Motorsteuerung 20 eigentlich
nicht notwendig. Dies gilt insbesondere, wenn die Ventilstellung „Offen
bei Ausfall der Aktuatorenergie" als
Grundeinstellung gewählt
wird, was bei Magnet- bzw. Vakuumaktuatoren kostenneutral möglich ist.
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Dennoch
ist, insbesondere als redundante Absicherung bei den ersten Serienanwendungen,
ein Zusatzventil mit Sicherheits-Dehnstoffelement 6bs besonders
vorteilhaft, so wie in 7 exemplarisch gezeigt. Hier
steuert die Leitung 63 den Elektromagneten 6bf an
und öffnet
bei el. Bestromung den Teller 6bv gegen die Kraft der Feder 62.
Liegt bei hoher Motordrehzahl ein zu großer Unterdruck an, so wird der
Teller 6bv aufgesaugt. Ebenso öffnet der Teller 6bv,
wenn der Stempel 66 des Sicherheits-Dehnstoffelements 6bs seine
Grenztemperatur von beispielsweise 105°C überschreitet. Diese Sicherheitsfunktionalitäten sind
hier exemplarisch an einem Tellerventil gezeigt. In analoger Weise
können
diese aber auch an einem Drehschieber bzw. Walzen- oder Kugelventil
mit externer Hebelmechanik verwirklicht werden. Gegebenfalls muss
das Dehnstoffelement dann etwas in das Kühlwasser hineinragen oder eine durchströmte Kühlwasserverbindung
zum Dehnstoffelement hergestellt werden.
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Besonders
vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang die Ausführung gemäß 8, bei der
anstelle eines Dehnstoffelements ein von einem charakteristischen
Kühlwasserdruck
mit der Leitung 69 beaufschlagter Aktuator 6bx über einen
Hubkolben oder eine Membran mit Stößel 66 das Aufdrücken bei Erreichen
eines kritischen Zustands autark, d.h. unter Übersteuerung der Motorsteuerung übernimmt. Wesentlich
ist hierbei, dass die dem Kühlmitteldruck entgegenwirkende
Seite der Membran bzw. des Hubkolbens so mit einer Federkraft und/oder
einem Druck beaufschlagt wird, dass das System erst bei einem Steuerdruck 69 reagiert,
der hinreichend über dem
atmosphärischen
Druck liegt. Steuerdruckwerte zwischen 1,3 und 1,8 bar Absolutdruck
haben sich bei heutigen Kühlsystemen
mit Öffnungsdrücken des Überdruckdeckels
am Ausgleichsbehälter 9 von üblicherweise
2,4–2,6
bar Absolutdruck als gut geeignet gezeigt.
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Beim
Ventil gemäß 8 ergibt
sich insbesondere der Vorteil, dass die Einbauposition relativ frei
wählbar
ist. Bevorzugte Position der Druckentnahme ist dabei der Nahbereich
nach dem Motorkühlmittelpumpenaustritt
oder der Motorblock, aber auch Positionen am Austritt aus dem Motorkopf
können
bei entsprechender Feinabstimmung verwendet werden. Als besonderes
Merkmal wird bei dieser Ausgestaltung nicht eine lokale Temperatur,
wie sie z.B. der Kühlmitteltemperatursensor
der Motorsteuerung bereits ohnehin erfasst, zur redundanten Absicherung
herangezogen, sondern ein integrierendes Signal. Sobald bei hinreichender
Befüllung
des Kühlsystems
mit Kühlwasser
an irgendeiner Stelle des Motors Dampfblasen entstehen, wird der
damit einhergehende Anstieg des Drucks der Druckentnahmestelle aufgeprägt und führt beim Überschreiten
eines kritischen Wertes zum Öffnen
des Zusatzventils 6bv. Diese Zweiteilung der Überwachungsprinzipien mit
dem Temperatursensor der Motorsteuerung und dem autarken Aktuator
mit Druckbeaufschlagung reduziert das Risiko bei einer Nachrüstung in
bereits weitgehend fertig entwickelte Kühlkreisläufe auf ein Minimum. Ganz besonders
bei den Varianten mit Durchströmung
des Motors vom Kopf zum Block bzw. bei Varianten mit Umschaltung
der Durchströmungsrichtung
wird hierdurch das Fehlerrisiko drastisch gesenkt.
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In
einem weiterführenden
Schritt zeigt 9 ein Zusatzventil, das nicht
mehr über
die Motorsteuerung 20 angesteuert wird, sondern direkt
von einem Kolben, der mit einem charakteristischen Druck 69 des
Kühlwasserkreislaufs
beaufschlagt wird.
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Bei Überschreiten
eines maximal zugelassenen Kühlmittelabsolutdrucks
wird hier der Strömungspfad 67, 68 für den Bypasszweig
geöffnet.
Damit wird zwar ein Teil des Kraftstoffverbrauchseinsparpotenzials
aufgegeben, da eine optimale Anpassung des Öffnungsdrucks nicht für den ganzen
Kennfeldbereich des Motors, der Motorkühlung und des Heizbedarfs möglich ist,
die Vorteile bezüglich
der Heizung bleiben aber weitestgehend erhalten.
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Dem
steht durch den Entfall des Magnetventils beim Vakuumaktuator bzw.
durch den Entfall des Hubmagneten beim direkt angesteuerten Kühlwassermagnetventil
nahezu eine Halbierung der Kosten gegenüber. Das wird besonders an
der erfindungsgemäßen Ventilausgestaltung
gemäß 10 deutlich:
Das
autarke Zusatzventil arbeitet hier mit einem Drehschieber 106,
der über
den Hebel 105 und den Stößel 104 der externen Überdruckdose 100 angetrieben
wird. Der Kühlmitteldruck
gelangt über
den Anschluss 103 in die Druckdose und öffnet bei Überschreiten eines Sollwerts
das Ventil gegen den atmosphärischen
Gegendruck zuzüglich
einer Vorspannkraft. Ein erheblicher Vorteil ist hier dadurch gegeben,
dass es möglich
ist, den Drehschieber so zu gestalten, dass sich die Druckverluste
nahezu auf die Verluste der Rohrströmung der Zu- und Ableitung 67 und 68 reduzieren.
Dies macht insbesondere die nachträgliche Systemintegration des
Zusatzventils 6bv sehr einfach. Noch wichtiger ist aber
der Vorteil, dass sich bei diesem Aktuator bereits bewährte Fertigungseinrichtungen
und Werkzeuge heutiger Serienanwendungen nutzen lassen. Die Ventilkosten werden
damit extrem gering und bieten dennoch sowohl die Funktionalität des Schließens im
Warmlauf als auch der gleichzeitigen Sicherheitsüberwachung gegen Überhitzen
des Motors sowie der Kavitation der Motorkühlmittelpumpe. Noch geringer
werden die Kosten, wenn der Steuerdruck direkt am Ventil 6bv stromauf
des Ventilkörpers 106 entnommen
wird, so wie in 13 gezeigt. Dies ist insbesondere
dann oft ohne Probleme realisierbar, wenn nur ein moderater Druckabfall
innerhalb der Brennkraftmaschine und der Bypass- bzw- Kühlerverschlauchung
auftritt.
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Die
Ansteuerung über
einen charakteristischen Kühlmitteldruck
wird insbesondere dadurch begünstigt,
dass die Einbindung des Rücklaufs
vom Ausgleichsbehälter 9 zum
Thermostaten 6 bzw. zur Motorkühlwasserpumpe 7 immer
offen ist, so wie in 1–6 gezeigt.
Eine Anbindung des Rücklaufs auf
der kalten Kühlerseite
wäre hier
problematischer, da sich die Systemdrücke dann bei geöffnetem
und geschlossenem Thermostaten stärker verschieben. Die erfindungsgemäße Einbindung
der Entlüftungsleitung 9a hinter
dem Zusatzventil 6bv sowie des Rücklaufs vom Ausgleichsbehälter 9 hilft
also nicht nur eine erhöhte
Kavitationsgefahr der Motorkühlmittelpumpe 7 und
die Wärmeverluste
des Entlüftungskreises
in der Warmlaufphase zu vermeiden, sondern er ist auch hilfreich
auf dem Weg zu einer extrem kostengünstigen Zusatzventil-Hardware
zur Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs und gegebenenfalls der
Heizleistung.
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In
den allermeisten Anwendungen des erfindungsgemäßen Verfahrens genügt eine
einfache Auf/Zu-Ventilansteuerung des Zusatzventils 6bv. Dies
liegt zum einen daran, dass beim Warmlauf und in einem weiten Teillast-Arbeitsbereich
bereits die wärmeaktiven
Massen des inneren Kühlkreislaufs und
die Wärmeentnahme
am Heizungswärmetauscher
dafür sorgen,
dass der Motor nicht überhitzt. Zum
andern hilft aber auch das unmittelbare Ansprechen der Kühlwirkung
beim schlagartigen Öffnen
des Zusatzventils, bereits lange bevor der Kühlerkreislauf öffnet. Eine
sehr schnelle Erwärmung
des Dehnstoffelements führt
bei voller Anströmung
des mit deutlich über
der Thermostatöffnungstemperatur
liegendem Kühlwasser
im plötzlich
geöffneten
Bypasszweig aber gegebenfalls auch schnell auf die bei längerer Volllast
erwünschte
Absenkung der Kühlmitteltemperatur.
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Wird
anstelle der Ansteuerung des Zusatzventils 6bv über die
Motorsteuerung 20 die erfindungsgemäße Variante mit autarkem Zusatzventil 6bv eingesetzt,
insbesondere mit direkter Druckbeaufschlagung des Aktuators, z.B.
mit einem Zusatzventil gemäß 10,
so geht ein Teil des Spielraums bezüglich des Kraftstoffeinsparpotentials
dadurch verloren, dass für
den Umschaltvorgang speziell bei langsamer Erwärmung etwas mehr Zeit benötigt wird bzw.
dass etwas mehr Sicherheitsabstand zum kritischen Systemdruck gehalten
werden muss. Im Gegenzug fallen nicht nur die Kosten dramatisch,
ein Teil der Nachteile wird insbesondere dadurch kompensiert, dass
die druckbasierte Führung
des Bypassventils Einstellungen mit teilgeöffnetem Kühler und insbesondere Betriebssituationen
mit angehobener Motorteillast sehr gut regelt und in diesen Betriebssituationen
immer noch für
ein erhöhtes
Bauteiltemperaturniveau der reibleistungsrelevanten Stellen im Motor
sorgt. Dies ist zwar prinzipiell auch mit der Auf/Zu-Ansteuerung
eines Vakuumventils oder Magnetventils durch die Motorsteuerung
möglich,
doch ergibt sich daraus ein etwas erhöhter fahrzeugspezifischer Applikationsaufwand
des Motors.
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Vor
diesem Hintergrund und den weiter oben detailliert beschriebenen
Wechselwirkungen der direkten Kühlmitteldruckbetätigung des
Aktuators, ist das autarke Ventil gemäß 10 durchaus
eine attraktive Alternative zum System mit Ansteuerung des Zusatzventils 6bv über die
Motorsteuerung 20.
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Neben
der spezifischen Anwendung der Ventile gemäß 9 und 10 im
Bypasszweig 6b bei einem der erfindungsgemäßen Verfahren,
können
diese auch – ganz
separat vom erfindungsgemäßen Verfahren – in vielen
anderen Anwendungen besonders sicher und kosteneffizient zur Abschaltung oder
Zuschaltung einzelner Zweige im Kühlsystem beliebiger Brennkraftmaschinen
mit flüssigem
Kühlmittel
verwendet werden. Das ist insbesondere immer dann der Fall, wenn
die bei lokalem Überschreiten
einer Solltemperatur entstehenden Dampfblasen einen hinreichend
hohen Kühlmitteldruck
oberhalb des atmosphärischen
Drucks erzeugen, so dass der Aktuator den Ventilkörper 106 verschiebt
oder wenn bereits eine Schaltung mit erhöhter Motordrehzahl und damit
mit erhöhtem
Motorkühlmittelpumpendruck
ausreicht bzw. angestrebt ist.
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Potenzielle
Anwendungen sind z.B. die Abschaltung des Ausgleichsbehälters für sich alleine, d.h.
ohne gleichzeitige Einbindung des Bypasszweigs 6b, wobei
das Ventil direkt in den Entlüftungszweig 9a eingebaut
wird und wobei der Kühlmitteldruck
zur Ansteuerung des Aktuators am Motoraustritt entnommen wird. So
ist es angesichts der geringen Kosten für ein derartiges autark arbeitendes
Ventil bereits vorteilhaft, wenn das Ventil lediglich den Rücklauf des
Ausgleichbehälters 9 verschließt und so
für ein
schnelleres Warmlaufen unter anfänglicher Unterbindung
des Durchflusses durch den Ausgleichsbehälter 9 sorgt. Ausgehend
von 1 würde das
z.B. bedeuten, dass das Zusatzventil 6bv entfällt und
dass ein direkt vom Druck gesteuertes Ventil im Rücklauf vom
Ausgleichbehälter 9 zum
Thermostaten 6 angeordnet ist. Durch die extrem geringen
Kosten ist diese Maßnahme
immer noch vorteilhaft, ein Magnetventil oder ein Ventil mit Vakuumaktuator wäre hier
zu teuer im Vergleich zum erzielbaren Nutzen bezüglich des Warmlaufs. Ein als
Kostenalternative zunächst
denkbares Ventil mit Dehnstoffaktuator hätte in dieser Anwendung den
i.a. nicht akzeptablen Nachteil, dass es beim Befüllen des
Kühlsystems
im Service lange Zeit oder gar permanent geschlossen bliebe und
im Gegensatz zum Ventil gemäß 10 nicht
durch ein Erhöhen
der Motordrehzahl geöffnet werden
könnte.
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Die
geringen Kosten lassen es hierbei durchaus zu, mehrere druckgesteuerte
Ventile einzusetzen, gegebenenfalls mit gestaffelten Öffnungsdruckniveaus,
wobei speziell der geringe Druckverlust der Variante gemäß 10 sicherstellt,
dass keine Nachteile im geöffneten
Zustand zu erwarten sind.
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Eine
solche Anwendung wäre
so z.B. die Einbindung des Ölkühlers 40 parallel
zum Heizungswärmetauscher 4,
wobei der Ölkühler im
Warmlauf angesichts des fehlenden Drucks geschlossen ist und bei
erhöhter
Motordrehzahl und/oder lokaler Dampfblasenbildung bei hoher Systemtemperatur bzw.
hohem Systemdruck öffnet.
Diese Konfiguration wäre
sowohl bei Kühlsystemen
mit Bypassthermostat 6 als auch mit Einfachthermostat 6 vorteilhaft,
da damit anfangs der Motor und das Kühlwasser schneller aufgeheizt
werden und dennoch später
der Ölkühler mit
eingebunden wird. Daneben ermöglicht
ein derartiges Ventil es, speziell die besonders interessanten Anwendungen
mit reduziertem Kühlmitteldurchsatz
durch den Heizungswärmetauscher 4, ohne
Risiko für
die Motorlebensdauer auch bei Kühlmittelsystemen
ohne Bypasszweig 6b anzuwenden, wie sie bei Motoren relativ
kleiner spezifischer Leistung teilweise noch verwendet werden.
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Auch
bei diesen Anwendungen ist es aus Kosten- und Funktionsgründen vorteilhaft,
wenn der mit dem Kühlmitteldruck 69 beaufschlagte
Aktuator bei Überschreiten
eines maximal zugelassenen Kühlmittelrelativdrucks
relativ zum atmosphärischen Druck
den Strömungspfad 67, 68 durch
das Ventil öffnet.
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Aber
auch ein Arbeiten auf Absolutdruckbasis, d.h. mit verschlossener
zweiter Kammer der Druckdose unter definiertem Gas- und Federdruck
ist analog zu den bereits weiter oben gemachten Ausführungen
mit wenig Mehraufwand möglich.
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Auch
wenn der eigentliche Anwendungsbereich der erfindungsgemäßen Verfahren
und Vorrichtungen primär
ein Schalten bei Kühlmitteldrücken oberhalb
des atmosphärischen
Drucks vorsieht und bevorzugt mit der zweckentfremdeten konventionellen
Vakuummembrandose relativ zum Atmosphärendruck zuzüglich einer
Vorspannkraft arbeitet, lässt sich
mit Hilfe der beschriebenen Absolutdruckdose bei Bedarf auch ein Öffnungs-
bzw. Schließdruck
des Kühlmittels
unterhalb des atmosphärischen
Drucks realisieren. Damit lassen sich gegebenenfalls auch frühere Schaltpunkte
bei geringerer Kühlmitteltemperatur
bzw. bei geringerer Motorlast bzw. geringerer Motordrehzahl realisieren.
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Die
besonders bevorzugte Verwendung des erfindungsgemäßen Gedankengutes
in Verbindung mit Gegenstromwärmetauschern
mit geringen Durchflüssen
bietet bei Wärmeentnahme
zur Kabinenbeheizung insbesondere auch Vorteile bezüglich der
thermischen Schichtung der Luft am Wärmetauscheraustritt. Selbst
wenn im Heizbetrieb bei konventionellen Kreuzstrom-Heizungswärmetauschern
angesichts einer ausreichenden Kabinentemperatur eine Drosselung
des Kühlmitteldurchsatzes
durch Motor und Heizungswärmetauscher
zur Kraftstoffeinsparung erstrebenswert wäre, so würde dies vielfach eine sehr
ungleichmäßige Lufttemperatur
hinter dem Heizungswärmetauscher
ergeben, gekoppelt mit entsprechenden Problemen, speziell bei Mehrzonenklimaanlagen
mit luftseitiger Kabinentemperaturregelung.
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Bei
hoher Wärmeentnahme
verstärkt
sich dieser Effekt noch, wobei zusätzlich auch der Wirkungsgrad
des Heizungswärmetauschers
bei Drosselung des Kühlmitteldurchsatzes
stark einbricht und somit ein hoher Kühlmitteldurchsatz durch den
Heizungswärmetauscher
unerlässlich
ist. Dies bedeutet bei konventionellen Kreuzstromheizungswärmetauschern,
dass ein kraftstoffverbrauchsoptimaler Betrieb mit reduziertem Kühlmitteldurchsatz
sowohl im Warmlauf als auch bei weitgehend betriebswarmem Motor
zumindest bei eingeschalteter Kabinenheizung nur sehr eingeschränkt möglich ist.
Dieser Nachteil tritt somit bereits bei Fahrsituationen auf, bei
denen eigentlich durchaus genügend
Abwärme
für die
Heizung verfügbar
ist, verschlimmert sich aber noch, sobald eine sehr große Heizleistung
bei geringer Motorlast entnommen wird.
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Speziell
die Ausgestaltungen mit el. Zusatzpumpe 2 eröffnen hier
die Möglichkeit,
den Kühlmitteldurchsatz
durch den Heizungswärmetauscher
mittels variabler el. Antriebsleistung so anzupassen, dass je nach
entnommener Heizleistung auch bei Kreuzstromheizungswärmetauschern
einerseits keine Probleme mit der thermischen Schichtung entstehen,
andererseits aber ein annähernd
kraftstoffverbrauchsoptimaler Betrieb mit möglichst kleinem Kühlmitteldurchsatz
durch den Motor realisierbar wird. Speziell bei geschlossenem Zusatzventil 6bv ist
das besonders einfach umsetzbar, da die el. Kühlmittelpumpe 2 weitgehend
unabhängig
von der Motorkühlmittelpumpe 7 den
Durchsatz bestimmt.
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Speziell
in Verbindung mit der Anwendung von Gegenstromwärmetauschern 4 und/oder
Mitteln zur Begrenzung des Durchflusses durch den Heizungswärmetauscher 4 besteht
beim erfindungsgemäßen Verfahren
mit Zusatzventil 6bv im Bypasszweig 6b insbesondere
die Möglichkeit,
auch bei bereits in der Serie befindlichen Dehnstoffthermostaten 6 den
Heizungsrücklauf
an der gewohnten Stelle zu belassen, wenn die Durchflussbegrenzung
im Heizungszweig sicherstellt, dass der Durchfluss so gering ist,
dass die dem Entlüftungszweig 9a bei
geschlossenem Zusatzventil 6bv keine ausreichende Druckdifferenz
aufgeprägt
wird um dessen Durchströmung
zu bewirken. In 11 wird dies exemplarisch dadurch
gelöst,
dass als el. Zusatzpumpe 2 eine Zahnradpumpe mit weitgehend
konstanter Drehzahl eingesetzt wird, die den Kühlmitteldurchsatz auch bei
erhöhter
Motorpumpendrehzahl auf Werte um die 2 l/min begrenzt. Dadurch wird
bis auf leichte Thermosyphoneffekte sichergestellt, dass trotz der
kavitationsunempfindlichen Einbindung des Ausgleichsbehälters 9 im
Warmlauf nur dann eine Zumischung von Kühlmittel aus dem Ausgleichbehälter erfolgt,
wenn das Zusatzventil 6bv geöffnet wird. Im Vergleich zur
Einspeisung des Heizungsrücklaufs stromab
des Thermostaten 6 sind mit dieser Einbindung das Kraftstoffeinsparpotential
und auch die Heizleistung i.a. etwas geringer, da eine größere wärmeaktive
Masse aufgeheizt werden muss und da bei geringer oder gar keiner
Heizleistungsentnahme der Thermostat 6 früher öffnet. Dennoch
ist diese Anwendung dann von besonderem Interesse, wenn bereits verfügbare Serienbauteile
verwendet werden sollen. Darüber
hinaus bietet diese Ausgestaltung den Vorteil, dass gegebenenfalls über eine
Erhöhung
des Kühlmitteldurchsatzes
im Heizungszweig oder geringere Wärmeentnahme am Heizungswärmetauscher auch
ganz gezielt ein Teilöffnen
des Thermostaten eingestellt werden kann. Dabei hängt es vom
jeweiligen Motorkühlsystem
ab, ob es günstiger
ist, den Betriebszustand mit teilweiser Wärmeabfuhr am Kühler 8 über ein
Takten des Zusatzventils 6bv anzufahren oder über eine
Variation am Heizungswärmetauscherdurchfluss.
Als zusätzlicher
Vorteil dieser Ausgestaltung ist der Sachverhalt zu erwähnen, dass
es auch bei einem Ausfall des Zusatzventils 6bv in geschlossener
Stellung selbst noch bei luftseitiger Abschalten der Heizung die
Möglichkeit
gibt, mit reduzierter Kühlleistung
weiterzufahren. Dabei bleibt es dem Anwender überlassen, inwieweit er konventionelle
Magnetventile oder Vakuumventile aus laufender Serienfertigung verwendet
und gegebenenfalls eine derartige Fail-Safe-Strategie implementiert
oder ob er gleich auf die erfindungsgemäßen Zusatzventile 6bv mit
den ausführlich
beschriebenen Sicherheitsmerkmalen gegen potenzielles Überhitzen
zurückgreift,
bei denen ein Stehenbleiben in offener Stellung eigentlich nicht
möglich
ist, solange sich Kühlwasser
im System befindet.
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Die
bisherige Beschreibung der erfindungsgemäßen Verfahrensvarianten und
Vorrichtungen, unter Berücksichtigung
der Vorteile der Heißkühlung in
der Teillast und der Aufgabenteilung bezüglich sicherem Umschalten von
Heißkühlung auf
Normal- bzw. Vollastkühlung
mit einem druckbetätigten
Ventil 6bv einerseits und der Regelung der Kühlerleistung mit
einem autarken Dehnstoffthermostaten 6 andererseits, erfolgte
anhand exemplarischer Anwendungen, insbesondere in Verbindung mit
einer besonders vorteilhaften Einbindung des Entlüftungszweigs 9a.
Das erfindungsgemäße Gedankengut
ist aber auch ganz allgemein vorteilhaft anwendbar für Verfahren
und Vorrichtungen zum Betrieb von Kühl- und Heizkreisläufen für Kraftfahrzeuge
mit Brennkraftmaschinen mit kühlmittelbeaufschlagten
Thermostatventilen zur Regelung der Kühlerleistung. Eine ebenso kostengünstige wie
sichere Überwachung
der Heißkühlung mit
sehr hoher Regelgüte
bei erhöhtem Kühlbedarf
ergibt sich dabei ganz grundsätzlich
dadurch, dass ein kühlmitteldruckbetätigtes erstes
Ventil 6bv bei Überschreiten
eines oberen Grenzwerts für den
Kühlmittelabsolutdruck
oder den Kühlmittelrelativdruck
relativ zu einem Druck außerhalb
des Kühlsystems
einen Steuerkühlmittelstrom
durch das kühlmitteltemperaturbetätigte Thermostatventil 6 freigibt, so
dass dieses die Wärmeabfuhr über den
Fahrzeugkühler 8 auf
Temperaturwerte nahe der Thermostatnenntemperatur regelt. Dabei
erfolgt insbesondere eine Mischung des Steuerkühlmittelstroms mit dem Kühlervolumenstrom
vor oder am Dehnstoffelement des Thermostaten 6, so dass
sich zumindest bei entsprechend hohem Steuerkühlmittelstrom für beide Zumischpositionen
eine Mischtemperatur nahe der Thermostatnenntemperatur einstellt,
d.h. der autarke Thermostat entnimmt aus dem Kühlerzweig nur soviel abgekühltes Kühlmittel,
wie gerade benötigt
wird, um die Brennkraftmaschine nahe der Thermostatnenntemperatur
von beispielsweise 88°C
zu kühlen. Damit
wird insbesondere sichergestellt, dass eine Unterkühlung oder
gar ein Thermoschockrisiko für den
Motor nicht entsteht. Eine direkte Betätigung eines Kühlerventils
mittels des Kühlmitteldrucks
würde im
Vergleich zu diesem Umweg über
den Thermostaten 6 nicht zu einer akzeptablen Kühlmitteltemperaturregelung
führen,
da der Regelung zwangsläufig die
Information über
die Kühlertemperatur
bzw. das Kühlpotential
des Kühlers
fehlen würde.
Umgekehrt fehlt den heute üblichen
Kühlsystemen
mit konventionellen Dehnstoffthermostaten aber auch Wärmemanagementsystemen
mit Dreitellerthermostat nicht nur die integrale Druckinformation
bezüglich
lokaler Bauteilüberhitzung
und gegebenenfalls Kavitationsgefahr wegen zu hoher Pumpendrehzahl,
sondern i.a. auch ein hinreichend schnelles Ansprechen des Aktuators.
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Dabei
sind bei der Einbindung des Steuerstroms bestimmte Konstruktionsrichtlinien
zu berücksichtigen,
wie sie oben bereits teilweise beschrieben sind. Besonders einfach
und sicher ist es, wenn der Steuerstrom zumindest in Phasen mit
sehr hohem Kühlpotential
des Fahrzeugkühlers 8 und
hohem Kühlbedarf
der Brennkraftmaschine 1 mindestens so groß ist, dass
sich innerhalb der Brennkraftmaschine in Verbindung mit nicht durch
den Thermostaten 6 geführten
Kühlmittelzweigen
eine annähernd
homogene Kühlmittelsolltemperatur
einstellt, so dass insbesondere bei geöffnetem Steuerstrom weniger
als 10 K Kühlmitteltemperaturdifferenz
zwischen Ein- und Austritt in die Brennkraftmaschine resultieren. Damit
wird insbesondere für
Teillast wie für
Volllast sichergestellt, dass die thermischen Spannungen im Motor
gering bleiben.
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Speziell
wenn eine möglichst
niedrige Kühlmitteltemperatur
für die
Brennkraftmaschine erforderlich ist, ist es vorteilhaft, den Steuerstrom
so entlang des temperatursensitiven Bereichs des Thermostatventils 6 zu
führen,
dass dieser direkt auf das Dehnstoffelement trifft. Damit wird etwas
mehr kaltes Kühlmittel
aus dem Kühler
entnommen als bei homogener Durchmischung. Umgekehrt lässt sich
bei guter Durchmischung, speziell wenn die Mischung bereits stromauf
des Dehnstoffelementes erfolgt, ein etwas geringerer Gesamtvolumenstrom
durch die Brennkraftmaschine realisieren und es ergibt sich eine
etwas bessere Regelgüte
mit etwas verbessertem Kraftstoffverbrauch. Insbesondere bei guter
Mischung stromauf des Dehnstoffelementes stellen sich speziell bei
langsamem wie bei schnellem Öffnen
des Steuerstroms relativ sanfte Übergänge ein.
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Aus
Kostengründen,
aber auch für
eine besonders einfache und sichere Applikation, ist es besonders
vorteilhaft, wenn das kühlmitteldruckbetätigte erste
Ventil 6bv durch einen direkt vom Kühlmitteldruck beaufschlagten
Aktuator betätigt
wird und dabei den Steuerstrom durch das Thermostatventil herbeiführt. Wird
der Öffnungsdruck
für das
Zusatzventil z.B. auf relativ konservative 1,5 bar Absolutdruck festgelegt
und liegt der Öffnungsdruck
des Überdruckdeckels
im Ausgleichsbehälter
bei den heute in vielen Anwendungen zu findenden 2,4 bar Absolutdruck,
so ist bereits eine durchaus kraftstoffverbrauchsrelevante Bandbreite
sichergestellt, in der man auch bei schwankender Motordrehzahl im
Bereich der Heißkühlung fährt. Ein
Risiko bezüglich Überhitzen
besteht angesichts des relativ niedrigen Ventilöffnungsdrucks von 1,5 bar nicht.
Selbst bei einem gewissen Verlust von Kühlwasser, d.h. wenn das Luft/Dampf-Volumen
des Ausgleichsbehälters zunimmt
und damit insbesondere eine etwas verzögerte Regelcharakteristik bewirkt,
ist ein derartiges System noch betriebssicher. Gegebenfalls kann
zur Absicherung aber auch die Information des Kühlmittelstandssensors von der
Motorsteuerung verarbeitet werden.
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Auch
wenn bei hoher Heizleistungsentnahme die Temperatur am Heizungsrücklauf in
der unteren Teillast stark absinkt und gegebenenfalls bei Stationärfahrt speziell
bei sehr kleinem Heizungswärmetauschervolumenstrom
unter der Thermostatöffnungstemperatur
liegt und sich eine relative hohe Kühlmitteltemperaturzunahme zum
Motoraustritt hin einstellt, öffnet
das System sicher, sobald sich lokal Dampfblasen innerhalb des Motors
bilden. Ein plötzlicher Übergang
zu hoher Motorleistung stellt ausgehend von diesem Betriebszustand
kein Problem dar, da das Zusatzventil hier ebenfalls angesichts
der Dampfblasenbildung bzw. des erhöhten Motorkühlmittelpumpendrucks bei erhöhter Drehzahl öffnet.
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Selbst
wenn bei heutigen Brennkraftmaschinen anstelle des üblichen
Wasser-Glykol-Gemischs versehentlich
reines Wasser in den Kühlkreislauf
eingefüllt
wird, ist ein derartiges System noch betriebssicher. Der höhere Dampfdruck
im Kühlsystem
führt dann
lediglich zu einem früheren Öffnen des
Zusatzventils.
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Diese
Verträglichkeit
bezüglich
der einzelnen Toleranzen und der Betriebsschwankungen der einzelnen
Einflussparameter ist ein ganz wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens.
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Im
Gegenzug zur direkten Ventilbetätigung können die
erfindungsgemäßen Vorteile
aber auch mit einem indirekt vom Kühlmitteldruck beaufschlagten
Aktuator realisiert werden. Dabei erfolgt die indirekte Kühlmitteldruckbetätigung mittels
eines Drucksensors über
eine Auswerteeinheit, insbesondere die Motorsteuerung 20,
die den Aktuator des kühlmitteldruckbetätigten ersten
Ventils ansteuert. Die Vorteile der freien Ansteuerung liegen dabei
insbesondere in der Möglichkeit,
die Hysterese beim Öffnen
und Schließen
anzupassen und eine verfeinerte und gegebenenfalls zusätzlich kennfeldbasierte
Ansteuerung bezüglich
der Heizleistung und des Kraftstoffverbrauchs vorzunehmen. Da aus
verschiedensten Gründen
eine Überwachung
des Kühlmitteldrucks ohnehin
wünschenswert
wäre, u.a.
zur redundanten Füllstandsüberwachung,
fallen bei solchen Anwendungen die Kosten für einen derartigen Drucksensor gar
nicht ins Gewicht sondern lediglich die Mehrkosten für den separaten
Aktuator einschließlich
dessen Ansteuerung durch die Motorsteuerung.
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Die
Vorteile der Vorgehensweise, die die Summe aus Systemdruck und überlagertem
Motorkühlmittelpumpendruck
zur Druckbetätigung
des Steuerventils heranzieht, bezüglich der Betriebssicherheit
wurden bereits ausführlich
beschrieben. Das System kann – verbunden
mit einem gewissen Mehraufwand – aber
auch mit dem Kühlmittelsystemdruck alleine
betrieben werden, wenn entsprechend feinfühlige Drucksensoren in Verbindung
mit Motorkennfeldern verwendet werden oder wenn feinfühlige Absolutdruckdosen
zum Einsatz kommen, die insbesondere auch im Bereich um 1,0 bar
Kühlmittelabsolutdruck
hinreichend Kraftreserven zur direkten Druckbetätigung aufbringen. Die Druckentnahme könnte dann
insbesondere im Ausgleichsbehälter 9 erfolgen,
wo das über
dem Wasser liegende Luft/Dampfvolumen eine Dämpfung der über die Motordrehzahlschwankungen
entstehenden Druckschwankungen vornimmt. Der Sicherheitsaspekt, dass
das Ventil bei hoher Motorleistung zwangsläufig und unmittelbar bei Einstellung
einer erhöhten
Motordrehzahl auf erhöhte
Kühlleistung
umschaltet, wäre damit
zwar verloren, im Gegenzug resultiert daraus aber der Vorteil, dass
bei entsprechender Dimensionierung im zeitlichen Mittel etwas häufiger bei
Heißkühlbetrieb
gefahren wird. Speziell bei rel. kavitationsunempfindlichen Motoren
und Motoren mit nicht bis aufs letzte ausgereizter Kühlreserve,
die insbesondere mit rel. großer
Volllastkühlmitteltemperaturdifferenz über dem
Motor keine Problem aufweisen, ist dies von besonderem Interesse.