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Die
Erfindung schafft eine Tasteneinrichtung und ein Verfahren zum Erkennen
eines Tastendrucks.
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Elektronische
Komponenten, die in Textilien, angeordnet sind, sogenannte "Wearable Electronics" oder "Smart Textiles", können mittels
Tastaturen bedient werden, die aus Polymeren aufgebaut sind und
Tasten aufweisen, deren elektrischer Widerstand veränderbar
ist. Das heißt,
es wird aufgrund des elektrischen Widerstands einer Taste festgestellt,
ob die Taste gedrückt
worden ist oder nicht. Der elektrische Widerstand der Taste verändert sich
mit dem Drücken
der Taste, einem Knittern der Textilien, d.h. wenn die Taste verformt
wird, und auch altersbedingt, d.h. vor allem durch wiederholtes
Waschen der Textilien. Aufgrund dieser altersbedingten Veränderung
des elektrischen Widerstands zum Beispiel im Gedrückt-Zustand
einer Taste ist es schwierig, einen geeigneten Schwellenwert anzugeben,
bei dem ein falsches Tastendruck-Signal unterdrückt wird und andererseits ein
richtiges Tastendruck-Signal sicher erkannt wird. Das gilt insbesondere,
da sich der elektrische Widerstand der Taste mit dem Verschleiß der Tastatur ändern kann.
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Herkömmliche
Tasteneinrichtungen messen den elektrischen Widerstand der Taste
und vergleichen ihn mit einem vorgegebenen Referenzwert, der in
der Tasteneinrichtung gespeichert ist. Beispielhafte Widerstandswerte
der Taste sind 100 Ω–1 kΩ, wenn die
Taste gedrückt
ist, mehrere 10 kΩ,
wenn die Textilie, in der die Taste eingebettet ist, geknittert
ist und die Taste nicht gedrückt
ist, und mehrere MΩ im
Ruhezustand, wenn die Textilie weder geknittert ist, noch die Taste
gedrückt
ist.
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Aufgrund
der Änderung
des elektrischen Widerstands solcher Tasten mit dem Altern, ändern sich
jedoch auch die Widerstandsbereiche, die einem Gedrückt-Zustand
der Taste, bzw. einem Knittern der Textilie entsprechen. Änderungen
des elektrischen Widerstands der Taste im Gedrückt-Zustand können z.
B. in der Größenordnung
von 1:10 bis 1:50 liegen. Wenn also der Referenzwert für die Erkennung
eines Tastendrucks fest voreingestellt ist, so führt das mit der Zeit dazu,
dass ein Tastendruck fehlerhaft erkannt wird, obwohl ein Benutzer
keine Taste gedrück
hat, bzw. dass der Tastendruck nicht erkannt wird, obwohl der Benutzer
eine Taste gedrückt
hat.
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Der
Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Tasteneinrichtung zu
schaffen, die es ermöglicht,
ein falsches Tastendruck-Signal zu unterdrücken und ein richtiges Tastendruck-Signal
sicher zu erkennen, insbesondere dann, wenn sich der elektrische
Widerstand der Taste aufgrund des Verschleisses der Tastatur ändert.
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Das
Problem wird durch eine Tasteneinrichtung und ein Verfahren zum
Erkennen eines Tastendrucks mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen, gelöst.
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Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Es
ist eine Tasteneinrichtung geschaffen, die eine Taste aufweist,
wobei deren elektrischer Widerstand vom Zustand der Taste abhängig ist,
und einen mit der Taste gekoppelten Messschaltkreis, der eingerichtet
ist, den elektrischen Widerstand der Taste zu messen und eine von
dem elektrischen Widerstand abhängige Kenngröße auszugeben.
Ferner weist die Tasteneinrichung eine mit dem Messschaltkreis gekoppelte
Speichervorrichtung, in der ein Referenzwert gespeichert ist, und
die eingerichtet ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt die Kenngröße als einen
neuen Referenzwert zu speichern, und einen Vergleicher auf, der
eingerichtet ist, die Kenngröße mit dem
Referenzwert zu vergleichen und entsprechend dem Vergleichsergebnis
ein Tastendruck-Signal auszugeben, mit dem angezeigt wird, ob ein
Tastendruck erfolgt ist.
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Anschaulich
ermöglicht
diese Anordnung, dass ein elektrischer Widerstand der Taste gemessen
wird und davon abhängig
ein Schwellenwert bestimmt wird, der einen Schwellenwert darstellt,
anhand dessen festgestellt wird, ob eine Taste einer Wearable-Elektronics-Tastatur
gedrückt
ist oder nicht. Zum Feststellen eines Tastendrucks wird der Schwellenwert
mit einem gespeicherten Referenzwert verglichen. Um die altersbedingte Änderung
des elektrischen Widerstands der Taste zu berücksichtigen, können zu
geeigneten Zeitpunkten die gemessenen Schwellenwerte als Referenzwerte
gespeichert werden, so dass immer ein aktueller Referenzwert verwendet
wird, welcher dem aktuellen Zustand der Taste angepasst ist.
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In
einer Weiterbildung ist die Kenngröße eine Zeitkonstante, die
für ein
Zeitglied charakteristisch ist, das den elektrischen Widerstand
der Taste und einen Kondensator aufweist.
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Beispielsweise
kann die Kenngröße eine
Zeitkonstante sein. Diese Zeitkonstante kann die charakteristische
Zeitkonstante eines RC-Glieds sein, das aus dem elektrischen Widerstand
der Taste und einem Kondensator gebildet ist. Durch Verwenden des
RC-Glieds wird ausgenutzt, dass die Zeitkonstante, die zum Laden
des Kondensators nötig
ist, umso länger
ist, je größer der
elektrische Widerstand der Taste ist.
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Das
Verwenden einer Zeitkonstante als Kenngröße hat den Vorteil, dass solch
ein Zeitkonstante mit einer einfachen und wenig fehleranfälligen Schaltung
bestimmt werden kann. Durch Verwenden eines RC-Glieds ist diese
Zeitkonstante auch direkt proportional zu dem Widerstand der Taste.
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Vorzugsweise
weist der Messschaltkreis einen Spannungskomparator und einen Zähler auf,
wobei ein Eingang des Spannungskomparator mit dem Zeitglied gekoppelt
ist, so dass eine Kondensatorspannung mit einem vorgegebenen Spannungswert
verglichen wird und ein Ausgang des Spannungskomparators mit einem Zähleingang
des Zählers
gekoppelt ist, so dass der Zähler
abhängig
vom Vergleichsergebnis einen Zählvorgang
ausführt.
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Anschaulich
gesprochen wird die Kondensatorspannung während des Zählvorgangs mit einer vorgegebenen
Spannung verglichen und der Zählvorgang
beendet, sobald die Kondensatorspannung die vorgegebene Spannung
z. B. überschreitet.
Eine entsprechende Schaltung dazu kann aus wenigen Bauteilen einfach und
robust aufgebaut werden.
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In
einer Weiterbildung ist ein Schaltelement zum Entladen des Kondensators
enthalten.
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Vorzugsweise
weist die Tasteneinrichtung eine Steuereinheit auf, deren Eingang
zum Aufnehmen des elektrischen Widerstands mit der Taste gekoppelt
ist und die eingerichtet ist, das Schaltelement derart zu steuern,
dass der Kondensator entladen wird und dass der Zähler zurückgesetzt
und der Zählvorgang
gestartet wird, wenn der ermittelte elektrische Widerstand ein vorgegebenes
Rücksetzkriterium
aufweist.
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Diese
Funktion kann auf einfache Weise z. B. in einem Mikrocontroller
integriert sein, so dass die Schaltung der Tasteneinrichtung vereinfacht
wird.
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Vorzugsweise
weist die Tasteneinrichtung ferner eine bistabile Kippstufe auf,
wovon ein Setz-Eingang mit dem Ausgang des Spannungskomparators
gekoppelt ist, ein Ausgang mit dem Zähler gekoppelt ist und ein Takteingang
mit der Steuereinheit gekoppelt ist, so dass mittels eines Signals
der Steuereinheit der Zähler
mit einem Zählvorgang
beginnt.
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Eine
bistabile Kippstufe ist zum Starten des Zählvorgangs besonders geeignet,
da der Zählvorgang
in Abhängigkeit
vom Ausgangssignal des Spannungskomparators und dem Steuersignal
der Steuereinheit gestartet wird, der Zählvorgang aber nur in Abhängigkeit
vom Ausgangssignal des Spannungskomparators gestoppt wird. Das heißt, das
Steuersignal kann gleichzeitig zum Steuern des Ladezustands des
Kondensators und zum Zurücksetzen
des Zählers
verwendet werden, wodurch die Schaltung vereinfacht wird.
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In
einer Weiterbildung weist die Tasteneinrichtung eine Mehrzahl von
Tasten auf.
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Es
ist vorteilhaft, die Tasteneinrichtung zum Bedienen verschiedener
damit verbundener Geräte
mit einer Mehrzahl von Tasten auszubilden, wobei die Anzahl der
Tasten zum Bedienen der Geräte
geeignet sein soll. Insbesondere kann eine Tasteneinrichtung, die
zum Steuern eines Abspielgeräts
für Multimediadateien, wie
z. B. Musikstücke,
Filme, Text usw., verwendet wird, Tasten zum Abspielen von Multimediadateien,
zum Laden der nächsten
bzw. der vorherigen Datei und zum Ändern der Lautstärke aufweisen.
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Vorzugsweise
wird der Referenzwert ermittelt, wenn eine vorgegebenen Taste gedrückt wird.
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Da
die Drift der Widerstände
der Tasten durch das Waschen der Tastatur für alle in der Textilie verwendeten
Tasten gleich ist, wurde erkannt, dass es ausreichend ist, wenn
der Referenzwert nur anhand einer bestimmten Taste ermittelt wird.
Daher können
in einer Tasteneinrichtung mit mehreren Tasten die Funktionen des
Ermittelns des Referenzwertes und des Erkennens eines Tastendrucks
für verschiedene
Tasten getrennt werden, und somit die Schaltung vereinfacht werden.
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In
einer Weiterbildung ist die vorgegebene Taste eine Ein/Aus-Taste.
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Das
Verwenden der Ein/Aus-Taste zum Ermitteln des aktuellen Referenzwertes
hat den Vorteil, dass der aktuelle Referenzwert beim Einschalten
der Tasteneinrichtung ermittelt wird, und beim anschliessenden Bedienen
z. B. des Multimedia-Abspielgeräts zum Erkennen
eines Tastendrucks verwendet werden kann.
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In
einer Weiterbildung ist die Tasteneinrichtung in Textilmaterialien
eingebettet.
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Vorzugsweise
weisen die Textilmaterialien elektrisch leitfähige Fäden auf, welche mit den Tasten
gekoppelt sind.
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Beispielsweise
ermöglicht
es diese Weiterbildung, dass die Tasteneinrichtung mittels dieser
elektrisch leitfähigen
Fäden mit
anderen elektronischen Komponenten in der Textilie gekoppelt werden
kann. Zum Beispiel ist es sinnvoll, wenn die Tasteneinrichtung auf
einem Ärmel
einer Textilie angeordnet ist, während
das Multimedia-Abspielgerät,
das mittels der Tasteneinrichtung gesteuert wird, in Rumpfnähe in der
Textilie angeordnet ist, so dass das Multimedia-Abspielgerät besser
geschützt
ist und leichter getragen werden kann.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Erkennen eines
Tastendrucks bei einer Taste mit einem druckabhängigen elektrischen Widerstand
geschaffen. Dieses Verfahren weist folgende Schritte auf:
- • Messen
des elektrischen Widerstands der Taste,
- • Bestimmen
einer von dem elektrischen Widerstand abhängigen Kenngröße,
- • Speichern
der Kenngröße als einen
neuen Referenzwert, wenn die Kenngröße zu einem bestimmten Zeitpunkt
bestimmt wurde,
- • Vergleichen
der Kenngröße mit dem
Referenzwert, und abhängig
von dem Vergleichsergebnis, Ausgeben eines Signals, das anzeigt,
ob ein Tastendruck erfolgt ist.
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Vorzugsweise
ist die Kenngröße eine
Zeitkonstante, die für
ein Zeitglied charakteristisch ist, das den elektrischen Widerstand
der Taste und einen Kondensator aufweist.
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Besonders
bevorzugt weist der Schritt des Bestimmens eines Vergleichswerts
folgende Schritte auf:
- • Rücksetzen eines Zählers und
Entladen eines Kondensators,
- • Laden
des Kondensators über
den Widerstand der Taste und gleichzeitiges Starten eines Zählvorgangs des
Zählers,
- • Vergleichen
der momentanen Spannung des Kondensators mit einem vorgegebenen
Spannungswert und abhängig
von dem Vergleichsergebnis, Anhalten des Zählvorgangs und Ausgeben des
Zählwerts
als Vergleichswert.
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Mit
diesem Verfahren wird erreicht, dass ein Vergleichswert sicher erzeugt
werden kann, indem der Zähler
und der Kondensator in einen definierten Anfangszustand gebracht
werden, und das Bestimmen des Vergleichswerts in einer definierten
Weise ausgeführt
wird.
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Vorzugsweise
wird der Zählvorgang
des Zählers
angehalten, wenn ein vorgegebener Grenzwert erreicht wird.
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Mit
der beschriebenen Tasteneinrichtung ist es daher möglich, einen
Referenzwert zum Erkennen eines Tastendrucks zu erzeugen und zu
speichern, der die altersbedingte Änderung des elektrischen Widerstands
der Taste berücksichtigt,
so dass ein Tastendruck einer Taste, deren elektrischer Widerstand
vom Druck auf die Taste abhängt,
immer sicher erkennbar ist.
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Weitere
Vorteile sind, dass diese Tastenauslesung robust und einfach ist,
und einen geringen Energieverbrauch aufweist. Außerdem kann diese Tastenauslesung
zwischen einem Betätigen
einer Taste und einem Knittern der Textilie unterscheiden.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Weiteren
näher erläutert.
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In
der Zeichnung zeigt:
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1 eine
schematische Ansicht einer Tasteneinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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2 eine
Jacke mit eingebauter Tasteneinrichtung.
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3 eine
vergrößerte Ansicht
der in eine Jacke eingebauten Tasteneinrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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4 ein
Schaltdiagramm einer Tasteneinrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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5 ein
Zeitdiagramm von Signalen einer Tasteneinrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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1 zeigt
eine schematische Ansicht einer Tasteneinrichtung 100 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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In 1 ist
eine Tasteneinrichtung 100 gezeigt, die eine Taste 10 aufweist,
deren ohmscher Widerstand R(p) 11 veränderbar ist. Der elektrische
Widerstand R(p) 11 ändert
sich, wenn die Taste 10 gedrückt wird, oder die Textilie,
in der die Taste 10 eingebaut ist, geknittert ist. Insbesondere ändert sich
bei diesem Tastentyp der elektrische Widerstand R(p) 11 umgekehrt
proportional zu dem Druck auf die Taste 10, d. h. je stärker auf die
Taste 10 gedrückt
wird, desto kleiner ist der Widerstand R(p) 11. Wie bekannt
ist, kann sich der Widerstand R(p) 11 der Taste 10 auch
durch Verschleiß und
insbesondere aufgrund des Waschens der Textilie ändern.
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Ferner
ist eine Messvorrichtung 20 gezeigt, beispielsweise ein
Ohmmeter, welche den elektrischen Widerstand R(p) 11 der
Taste 10, der dem Druck auf die Taste 10 entspricht,
misst. Die Messvorrichtung 20 erzeugt in Abhängigkeit
von dem elektrischen Widerstand R(p) 11 einen Schwellenwert τ 27,
anhand dem geprüft
wird, ob die Taste 10 gedrückt ist.
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Die
Messvorrichtung 20 gibt den Schwellenwert τ 27 zu
einem Vergleicher 40, gemäß diesem Ausführungsbeispiel
einem Komparator, aus. Zusätzlich
kann die Messvorrichtung 20 einen Referenzwert τref 28,
der dem Schwellenwert τ 27 entspricht,
in einem Speicher 30 speichern. Welcher Schwellenwert τ 27 als
Referenzwert τref 28 in dem Speicher 30 gespeichert
wird, kann abhängig
vom Anwendungsbereich der Tasteneinrichtung bestimmt werden. Zum
Beispiel kann das derjenige Schwellenwert τ 27 sein, der anhand
einer vorgegebenen Taste, z. B. der Ein/Aus-Taste der Tastatur,
bestimmt wurde. Alternativ können
das auch zeitlich periodisch gemessene Schwellenwerte sein, zum
Beispiel kann ein Schwellenwert, der einmal pro Minute gemessen
wird, als Referenzwert τref 28 in dem Speicher 30 gespeichert
werden.
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Der
Vergleicher 40 vergleicht den Schwellenwert τ 27 mit
dem in dem Speicher 30 gespeicherten Referenzwert τref 28.
Basierend auf dem Vergleichsergebnis wird festgestellt, ob die Taste 10 gedrückt wurde.
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Anschaulich
gesprochen wird bei jedem Tastendruck gemessen, welche Zeit τ 27 vergeht,
bis der Kondensator auf eine vorgegebene Spannung aufgeladen ist.
Falls diese Zeit kleiner als eine Referenzzeit τref 28 ist,
so ist auch der elektrische Widerstand der Taste 10 relativ
klein. Daraus wird geschlossen, dass die Taste 10 gedrückt ist.
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2 zeigt
eine Jacke mit eingebauter erfindungsgemäßer Tasteneinrichtung.
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Die
oben genannte Tasteneinrichtung 100 gemäß der Erfindung ist geeignet,
um in eine Textilie eingebaut zu sein, um elektrische und elektronische
Vorrichtung durch Tastendruck bedienen zu können. In der 2 ist
beispielhaft eine Jacke dargestellt, wobei in einen Ärmel vier
Tasten 10A, 10B, 10C bzw. 10D zum Bedienen
eines mp3-Abspielgeräts
integriert sind. Hierbei dient die Ein-/Aus-Taste 10A zum
Ein- bzw. Ausschalten des mp3-Abspielgeräts und mittels einer REW-Taste 10B kann
zum vorhergehenden Lied zurückgesprungen
werden. Die PLAY-Taste 10C dient zum Abspielen des aktuellen
Lieds und mittels der FWD-Taste 10D kann zum nächsten Lied
vorgesprungen werden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese spezielle
Anwendung beschränkt,
sondern die Tasteneinrichtung kann zum Bedienen von beliebigen Vorrichtungen
verwendet werden, die mittels eines solchen Tastentyps bedient werden
können.
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Obwohl
andere dazu geeignete Tasteneinrichtungen bekannt sind, hat die
Tasteneinrichtung gemäß dieser
Erfindung den Vorteil, dass ein Tastendruck auch noch nach einigen
Wäschen
der Jacke sicher erkannt werden kann, wenn sich die Widerstandseigenschaften
der Taste 10 geändert
haben.
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3 zeigt
einen Ausschnitt der Jacke mit eingebauter Tasteneinrichtung 100 gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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In 3 ist
vor dem Hintergrund eines Ausschnittes der in 2 gezeigten
Jacke eine Taste 10 dargestellt, die mittels leitfähiger Fäden 12 mit
einem mp3-Player (nicht dargestellt) elektrisch gekoppelt ist. Zur Vereinfachung
der Darstellung ist nur eine Taste 10 dargestellt, obwohl
die Jacke nach 2 vier Tasten aufweist. Die
Anzahl der Tasten, die auf der Jacke angebracht sind, richtet sich
nach der Anzahl der Funktionen des mp3-Abspielgeräts oder
einer anderen angeschlossenen Vorrichtung, die gesteuert werden
sollen. Ferner sind in 3 elektronische Bauteile zum
Auslesen eines Tastendrucks schematisch dargestellt. Die elektronischen
Bauteile sind über
leitfähige
Drähte 12 an
die Versorgungsspannung und an Masse angeschlossen. Es ist anzumerken,
dass es auch möglich
ist, eine Spannungsquelle innerhalb der Taste 10 anzubringen,
bzw. die elektronischen Bauteile zum Auslesen eines Tastendrucks
außerhalb
der Taste 10 anzubringen.
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4 zeigt
ein Schaltdiagramm einer Tasteneinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Diese
Figur stellt die Taste 10 als veränderbaren Widerstand dar. Ferner
weist in der 4 eine Schaltungsanordnung zum
Auslesen eines Tastendrucks eine Kapazität 21, einen Spannungskomparator 22,
ein Schaltelement 23, einen Inverter 24, ein Speicherelement 25,
einen Zähler 26 und
einen Mikrocontroller 50 auf. Nachfolgend wird der detaillierte
Aufbau dieser Schaltungsanordnung zum Auslesen eines Tastendrucks erklärt.
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Bei
einem Tastendruck ist die Taste 10 mit einem Versorgungsspannungsanschluss,
an welchem die Versorgungsspannung Vdd angelegt
ist, und einem ersten Kondensatoranschluss eines Kondensators 21 gekoppelt.
Der zweite Kondensatoranschluss des Kondensators 21 ist
mit dem Massepotential GND gekoppelt.
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Der
erste Kondensatoranschluss des Kondensators 21 ist mit
einem Eingang eines Spannungskomparators 22 gekoppelt.
Diese Kopplung ist in 4 mit "A" gekennzeichnet.
Ein zweiter Eingang des Spannungskomparators 22 weist eine
konstante vorgegebene Spannung V1 auf. Die
Spannung V1 liegt in dem Intervall zwischen
der Masse GND und der Versorgungsspannung Vdd und
ist so eingerichtet, dass ein Vergleichsergebnis der Spannung V1 mit der Kondensatorspannung einen Zählvorgang
wirksam starten kann. Der Ausgang des Spannungskomparators 22 (d.
h. der Punkt "B" in 4)
ist mit dem Setz-Eingang 251 einer bistabilen Kippstufe
(d. h. eines Flip-Flops) 25 gekoppelt. Zusätzlich ist
der Ausgang des Spannungskomparators 22 mit einem Interrupt-Eingang 504 eines
Mikrocontrollers 50 gekoppelt.
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Ferner
sind die beiden Kondensatoranschlüsse des Kondensators 21 mit
Laststromkontakten eines Schaltelements 23 gekoppelt. Vorzugsweise
ist das Schaltelement 23 ein Transistor, wobei der Emitter-
und der Kollektor-Anschluss des Transitors die Laststromkontakte
sind. In diesem Ausführungsbeispiel
sind die Kondensatoranschlüsse
jeweils mit dem Gate bzw. dem Emitter des Transistors 23 gekoppelt,
so dass der Kondensator 21 über die Gate-Emitter-Strecke
des Transistors 23 entladbar ist.
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Am
Daten-Eingang 252 und am Rücksetz-Eingang 254 des
Flip-Flops 25 liegt
das Massepotential GND an. Der Takteingang 253 des Flip-Flops 25 ist
mit dem Ausgang eines Invertierers 24 gekoppelt, dessen Eingang
mit einem Rücksetz-Eingang
eines Zählers 26,
einem Steueranschluss eines Schaltelements 23 und einem
Entlade-Ausgang des Mikrocontrollers 50 gekoppelt ist.
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Die
Schaltzustände
des Flip-Flops
25 sind in der folgenden Tabelle gezeigt,
wobei nur Zustände
berücksichtigt
sind, bei denen der Rücksetz-Eingang
254 und
der Daten-Eingang
252 des Flip-Flops
25 das Massepotential
GND aufweisen:
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Tabelle
1: Schaltzustände
des Flip-Flops 25, wobei am Rücksetz-Eingang 254 und
am Daten-Eingang 252 jeweils der L-Pegel (GND) anliegt. In dieser Tabelle
sind die Pegelzustände
des invertierten Ausgangs 255 in Abhängigkeit von den Pegelzuständen des
Setz-Eingangs S und des Takteingangs 253 dargestellt.
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Der
invertierte Ausgang 255 des Flip-Flops 25 ist
mit einem Zähleingang 262 des
Zählers 26 gekoppelt.
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Ferner
ist der Takteingang 261 des Zählers 26 mit einem
Taktausgang 501 des Mikrocontrollers 50 gekoppelt
und der Datenausgang 264 des Zählers 26 ist mit einem
Dateneingang 502 des Mikrocontrollers 50 gekoppelt.
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Die
Funktion dieser Schaltung wird im Folgenden anhand der 4 und 5 erklärt, wobei 5 ein
Zeitdiagramm von Signalen ist, die in einer Tasteneinrichtung auftreten.
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Im
Folgenden ist vorgesehen, dass der elektrische Widerstand einer
Taste 10, die z. B. in einer Wearable-Electronics-Tastatur angewendet
ist, von der Tasteneinrichtung kontinuierlich geprüft wird.
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Wenn
festgestellt wird, dass der elektrische Widerstand der Taste 10 unter
einen vorbestimmten Wert fällt,
wird von dem Entlade-Ausgang 503 des Mikrocontrollers 50 zu
einem Zeitpunkt t0 ein DISCHARGE-Signal 62,
das ein Hochpegel-Signal,
d. h. ein Logik-High-Signal oder H-Signal ist, an den Steuereingang
des Schaltelements 23, d. h. die Basis des Transistors
ausgegeben, so dass der Kondensator über die Kollektor-Emitter-Strecke
des Transistors kurzgeschlossen und damit entladen wird. Dieses
DISCHARGE-Signal 62 liegt auch am Eingang des Inverters 24 an,
so dass ein Niedrigpegel-Signal, d. h. ein Logik-Low-Signal oder
L-Signal, am Takteingang 253 des Flip-Flops 25 anliegt,
wobei durch die fallende Flanke die Pegelzustände an den Ausgängen des
Flip-Flops 25 nicht verändert
werden. Das DISCHARGE-Signal 62 liegt auch am Rücksetz-Eingang 263 des
Zählers 26 an,
so dass der Zähler 26 zurückgesetzt
wird. Der Datenausgang 264 des Zählers 26 weist daher
dann den Wert "0" auf. Anschaulich
gesprochen ist damit der Zähler 26 "vorgespannt".
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Das
DISCHARGE-Signal 62 des Entlade-Ausgangs 503 bleibt
mindestens so lange auf einem H-Pegel, bis der Kondensator 21 sicher
entladen ist. Der Verlauf der Kondensatorspannung, d. h. am Punkt
A in 4, ist in 5 als Eingangs-Signal 61 dargestellt.
Wenn der Kondensator entladen ist, ist die Kondensatorspannung gleich
der Massespannung GND bzw. 0% der Versorgungsspannung und somit
kleiner als die vorgegebene Spannung V1,
so dass am Ausgang des Komparators 22 und am Setz-Eingang
des Flip-Flops 25 ein L-Pegel anliegt, was durch das Komparator-Signal 63 dargestellt
wird.
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Dann
fällt das
DISCHARGE-Signal 62 am Entlade-Ausgang 503 des
Mikrocontrollers 50 zu einem Zeitpunkt t1 auf
den L-Pegel. Daher wird die Gate-Emitter-Strecke des Transistors
sperrend und der Kondensator 21 lädt sich über den elektrischen Widerstand
der Taste 10 auf (vgl. Eingangs-Signal 61 in 5).
Daher liegt am Rücksetz-Eingang 263 des
Zählers 26 ein
L-Pegel an. Außerdem
steigt der Pegelwert am Takteingang 253 des Flip-Flops 25 wegen
des Inverters 24 von einem L-Pegel auf einen H-Pegel, so dass der
invertierte Ausgang 255 und der Zähleingang 262 des
Zählers 26 auf
einen H-Pegel steigen (COUNT-Signal 64 in 5). Damit
startet der Zähler 26 den
Zählvorgang,
wobei die Taktpulse gezählt
werden, die von dem Taktausgang 501 des Mikrocontrollers 50 ausgegeben
werden.
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Zum
Zeitpunkt t2, wenn die Kondensatorspannung
größer als
die vorgegebene Spannung V1 ist, liegt am
Ausgang des Spannungskomparators 22, d. h. am Punkt B,
ein H-Pegel an. Die vorgegebene Spannung V1 kann
beispielsweise 75%(?) der Versorgungsspannung Vdd sein.
Dieser H-Pegel liegt ebenfalls am Setz-Eingang 251 des
Flip-Flops 25 und am Interrupt-Eingang 504 des Mikrocontrollers 50 an.
Damit fällt
der invertierte Ausgang 255 des Speicherelements 25 auf
einen L-Pegel (vergleiche
Tabelle 1) und auch am Zähleingang 262 des
Zählers 26 liegt
dann ein L-Pegel an. Damit stoppt der Zähler 26 den Zählvorgang.
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Während des
Ladevorgangs des Kondensators 21 zählt der Zähler 26 die Taktpulse
des Mikrocontrollers 50, die am Takteingang 261 des
Zählers 26 eingegeben
wurden. Wenn der Ladevorgang gestoppt wurde, wird der Zählwert als
Schwellenwert τ von
dem Zähler 26 zu
dem Mikrocontroller 50 ausgegeben. Somit wird gemäß der vorhergegangenen
Beschreibung ein Schwellenwert τ ermittelt.
Da sich eine charakteristische Zeitkonstante τchar des
RC-Glieds gemäß τchar =
R·C berechnet,
ist der Schwellenwert τ umso
größer, je
größer der elektrische
Widerstand der Taste 10 ist.
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Bei
der Tasteneinrichtung kann es vorteilhaft sein, wenn der Messvorgang
des elektrischen Widerstands zum Bestimmen des Schwellenwerts τ abgebrochen
wird, wenn der Zählwert
einen vorgegebenen Wert übersteigt.
Das bedeutet, dass der Messvorgang abgebrochen wird, wenn der Ladevorgang
des Kondensators 21 zum Beispiel länger als 1 ms dauert. In diesem
Fall wird kein Tastendruck erkannt. Gründe für so ein langsames Aufladen
des Kondensators 21 können
z. B. Leckströme
in der Taste 10 oder ein Knittern der Textilie sein.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
wurde vorausgesetzt, dass sich der Kondensator 21 während des Zählvorgangs
auflädt.
Die Tasteneinrichtung kann jedoch auch so betrieben werden, dass
der Zählvorgang ausgeführt wird,
wenn der Kondensator 21 von einem vollständig geladenen
Zustand aus entladen wird. In diesem Fall gibt der Spannungskomparator 22 ein
H-Signal aus, wenn die Kondensatorspannung eine vorgegebene Spannung
unterschreitet. Anschaulich bedeutet das, dass die Zeitspanne gemessen
wird, die vergeht, bis sich der Kondensator 21 auf den
vorgegebenen Spannungswert entladen hat.
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Der
Schwellenwert τ wird
von einem Vergleicher mit einem Referenzwert τref verglichen,
wobei abhängig
von dem Vergleichsergebnis angezeigt wird, ob die Taste gedrückt wurde.
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Vorzugsweise
wird das Vergleichen des Schwellenwerts τ und des Referenzwerts τref von
dem Mikrocontroller 50 ausgeführt.
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Es
ist weiterhin bevorzugt, dass ein Schwellenwert τ, der mittels einer vorgegebenen
Taste, wie z. B. der Ein/Aus-Taste ermittelt wird, als Referenzwert τref in
einem Speicher gespeichert wird. Da der Schwellenwert τ proportional
zur Größe des Widerstands
der Taste 10 ist, ist auch der Referenzwert τref proportional
zur Größe des Tastenwiderstands.
Anschaulich erklärt
ist daher auch ein Zeitfenster, innerhalb dessen sich der Kondensator 21 zum
Erkennen eines Tastendrucks aufgeladen haben muss, länger, wenn
der Tastenwiderstand größer ist.
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Ferner
kann der Referenzwert τref, bevor er gespeichert wird, um eine vorgegebene
Zeitkonstante verlängert
werden, um eine gewisse Messtoleranz beim Bestimmen des Schwellenwerts τ zu kompensieren,
so dass ein sicheres Erkennen eines Tastendrucks gewährleistet
ist.
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Ein
geeigneter Referenzwert τref wird vorzugsweise bereits bei der Produktion
dieser Tasteneinrichtung in dem Speicher gespeichert.
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Die
Tasteneinrichtung kann auch modular aufgebaut sein, wobei die genannten
Bauelemente, außer die
Taste 10 und der Kondensator 21, in einem einzigen
Bauteil untergebracht sind.
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In
einer Weiterbildung der Tasteneinrichtung kann der Mikrocontroller 50 von
einer Einschaltflanke der Ein/Aus- Taste "aufgeweckt" werden. Anschließend wird der Referenzwert τref auf
die oben genannte Weise bestimmt. Damit kann eine besonders stromsparende
Schaltung realisiert werden.
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Die
Tasteneinrichtung kann in einer Wearable-Electronics-Tastatur angewendet
werden, wobei diese Schaltung in einer Textilie eingebettet ist
und mittels leitfähiger
Fäden mit
anderen elektronischen Komponenten dieser Textilie gekoppelt ist.
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Diese
Tastatur kann mehrere Tasten aufweisen, wobei eine Ein/Aus-Taste
den anderen Tasten übergeordnet
ist, so dass die anderen Tasten nur im eingeschalteten Zustand der
Tastatur abgefragt werden.
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- 10
- Taste
- 10A
- Ein-/Aus-Taste
- 10B
- REW-Taste
- 10C
- PLAY-Taste
- 10D
- FWD-Taste
- 11
- R(p)
- 12
- leitfähiger Faden
- 20
- Messvorrichtung
- 21
- Kondensator
- 22
- Spannungskomparator
- 23
- Schaltelement
- 24
- Inverters
- 25
- Speicherelement
- 251
- Setz-Eingang
- 252
- Daten-Eingang
- 253
- Takt-Eingang
- 254
- Rücksetz-Eingang
- 255
- invertierter
Ausgang
- 26
- Zähler
- 261
- Zähler-Takt-Eingang
- 262
- Zähl-Eingang
- 263
- Zähler-Rücksetz-Eingang
- 264
- Daten-Ausgang
- 27
- τ
- 28
- τref
- 30
- Speicher
- 40
- Vergleicher
- 50
- Mikrocontroller
- 501
- Takt-Ausgang
- 502
- Mikrocontroller-Daten-Eingang
- 503
- Entlade-Ausgang
- 504
- Interrupt-Eingang
- 61
- Eingangs-Signal
- 62
- DISCHARGE-Signal
- 63
- Komparator-Signal
- 64
- COUNT-Signal
- 100
- Tasteneinrichtung