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Die
Erfindung betrifft eine Wasserspielanordnung mit einer wenigstens
einen gebündelten
Wasserstrahl abgebenden Düsenanordnung.
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Wasserspielanordnungen
sind in großer Vielfalt
bekannt, wobei eine Art solcher Wasserspielanordnungen eine Düsenanordnung
zur Erzeugung wenigstens einen gebündelten Wasserstrahl enthält. Form
und/oder Richtung des Wasserstrahls können dabei zeitlich variieren.
Bekannt sind insbesondere auch Wasserspielanordnungen mit bewegten
Düsenanordnungen
oder mit durch gesteuerte Pumpen oder Ventile intermittierend in
als isolierte fliegende Wassersäulen
erscheinenden Strahlabschnitten abgegebenen Wasserstrahlen, bekannt
als sogenannte Jumping-Jet-Wasserspiele.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige
Wasserspielanordnung mit einer wenigstens einen gebündelten
Wasserstrahl abgebenden Düsenanordnung
anzugeben.
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Die
Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Die abhängigen Ansprüche enthalten
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
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Die
Erfindung erzielt mit einfachen Mitteln eine effektvoll variierende
Form der Abgabe eines gebündelten
Wasserstrahls, welcher dem Benutzer ähnlich den eingangs erwähnten combigesteuerten Jumping-Jet-Wasserspielanordnungen
als scheinbar voneinander unabhängige
isoliert fliegende Strahlabschnitte erscheint. Die Strahlaustrittsrichtung
des Wasserstrahls am Ausgang der Düsenanordnung ist vorzugsweise überwiegend
vertikal ausgerichtet und weist bevorzugt einen Winkel von wenigstens
45°, insbesondere
wenigstens 60° gegen
die Horizontale auf. Die getrennten Abschnitte des Wasserstrahls sind
im Ge gensatz zu Wasserstrahlen von Bewässerungsanlagen vorteilhaft über die
gesamte Reichweite eng gebündelt.
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Die
Abgabe zeitlich aufeinander folgender Strahlabschnitte in verschiedene,
vorteilhafterweise um einen Raumwinkel (in einem für den Betrachter feststehenden
Koordinatensystem) von wenigstens 15°, vorzugsweise wenigstens 30°, insbesondere wenigstens
45° getrennte
Richtungen ist ein solcher Eindruck unabhängiger Strahlabschnitte mit
zufälliger
Abgaberichtung besonders ausgeprägt.
Die Variation der Abgaberichtung zeitlich aufeinander folgender
Strahlabschnitte kann in einer bevorzugten Ausführungsform dadurch gegeben
sein, dass die Relativbewegung von Düsenanordnung und Einrichtung zur
Unterbrechung des Wasserstrahls eine Bewegung der Düsenanordnung
relativ zur Umgebung beinhaltet, insbesondere eine Drehbewegung,
vorzugsweise um eine im wesentlichen vertikale Düsendrehachse. Die Einrichtung
zur Unterbrechung des Wasserstrahls steht daher in bevorzugter besonders
einfacher und kostengünstiger
Ausführung
bezüglich der
Umgebung fest. Die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls
ist dabei vorteilhafterweise so geformt, dass je vollständiger Umdrehung
der Düsenanordnung
um die Düsendrehachse
wenigstens je zwei, vorzugsweise wenigstens je drei Unterbrechungen
und Freigaben eines Wasserstrahls auftreten.
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Die
Drehbewegung der Düsenanordnung kann
auf verschiedene an sich bekannte Arten erfolgen. In bevorzugter
Ausführungsform
besitzt die Strahlaustrittsrichtung des wenigstens einen Wasserstrahls
eine bezüglich
der Düsendrehachse
tangentiale Komponente und die Drehbewegung der Düsenanordnung
erfolgt unter Einwirkung der Rückstoßkraft des
austretenden gebündelten
Wasserstrahls. Die Drehbewegung der Düsenanordnung bewirkt auch eine
nicht radial bezüglich
der Drehachse liegende Richtung der einzelnen Strahlabschnitte und verstärkt dadurch
den Eindruck der gegenseitigen Unabhängigkeit der Strahlabschnitte,
auch wenn diese auf denselben Wasserstrahl der Düsen anordnung zurückgehen.
Die Düsenanordnung
kann auch aus mehreren, vorzugsweise unterschiedlich ausgerichteten
Einzeldüsen
mehrere gebündelte
Wasserstrahlen abgeben.
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In
anderer Ausführung
kann auch die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls relativ zur
Umgebung bewegt sein. Bei feststehender Düsenanordnung weist diese zur
Erzeugung von in verschiedenen Richtungen fliegenden Strahlabschnitten vorteilhafterweise
mehrere unterschiedlich ausgerichtete Düsen zur Abgabe mehrerer gebündelter Wasserstrahlen
auf. Die Relativbewegung der Düsenanordnung
gegenüber
der Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls kann auch durch
eine Kombination von Bewegung der Düsenanordnung und der Einrichtung
zur Unterbrechung des Wasserstrahls gegenüber der Umgebung gegeben sein,
wobei Drehbewegungen auch um für
die Düsenanordnung
und für
die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls verschieden
sein können.
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Bei
Vorliegen von mehreren Düsen
zur Abgabe mehrerer gebündelter
Wasserstrahlen kann die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls die
mehreren Wasserstrahlen synchron freigeben und sperren. In bevorzugter
Ausführungsform
sind die aus den verschiedenen Wasserstrahlen freigegebenen Strahlabschnitte
zeitlich gegeneinander versetzt.
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Die
Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls ist vorteilhafterweise
mit der Düsenanordnung
verbunden und unter Beibehaltung dieser Verbindung aus einer Betriebsstellung
mit der beschriebenen Unterteilung des von der Düsenanordnung kontinuierlich
abgegebenen Wasserstrahls in voneinander durch Lücken getrennte Strahlabschnitte
verlagerbar in eine Parkstellung, in welcher der von der Düsenanordnung
abgegebene Wasserstrahl von der Einrichtung zur Unterbrechung des
Wasserstrahls unbeeinflusst ist. Die Wasserspielanordnung kann dadurch
alternativ mit unterbrochenem oder mit kontinuierlichem Strahlbild
betrieben werden. Die Umstellung kann beispielsweise durch eine
aus einem Halter entnehmbare und/oder eine verschwenkbare Blende
gegeben sein. Die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls
kann für
unterschiedliche Gestaltung der Strahlunterbrechung verstellbar
sein, was auch durch mehrere Blenden, z. B. auswechselbar in einer
Blendenhalterung eingesetzt und/oder alternativ aus ihren Parkstellungen
in die Betriebsstellung schwenkbar sein können, gegeben sein kann.
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Die
Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls enthält in bevorzugter
Ausführung
eine flächige
Blende mit wenigstens einer, vorzugsweise mehreren Blendenöffnungen
zum Durchtritt des Wasserstrahls. Bei der Relativbewegung trifft
ein von der Düsenanordnung
kontinuierlich abgegebener Strahl alternierend auf eine den Strahl
sperrende Blendenfläche
oder eine den Strahl freigebende Blendenöffnung und wird so in einzelne
freigegebene Strahlabschnitte unterteilt. Die den Strahl sperrenden Blendenflächen bewirken
Lücken
zwischen aufeinanderfolgenden Strahlabschnitten desselben Strahls.
In anderer Ausführung
kann anstelle der Blende mit Blendenöffnungen auch eine Gruppe von
mehreren beabstandeten Blendenflächen
vorgesehen sein, deren Abstände
dann die Wirkung der Blendenöffnungen
erbringen.
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In
vorteilhafter Ausführungsform
weist die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls Mittel
zur Umlenkung gesperrter Anteile des Wasserstrahls nach unten auf.
Hierdurch wird vermieden, dass die gesperrten Strahlanteile unkontrolliert
seitlich austreten. In bevorzugter Ausführungsform bildet die Einrichtung
zur Unterbrechung des Wasserstrahls einen Hohlraum um den Strahlaustritt
der Düsenanordnung.
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Die
Zeitdauer der Freigabe des Wasserstrahls, welche die Länge der
Strahlabschnitte bestimmt, beträgt
vorteilhafterweise höchstens
das 4-fache, insbesondere höchstens
das 2-fache der Zeitdauer der Sperrung desselben Wasser strahls, welche
die Länge
der Strahllücken
bestimmt. Vorteilhafterweise beträgt die Zeitdauer der Freigabe
des Wasserstrahls wenigstens das 0,25-fache, insbesondere wenigstens
das 0,5-fache der Zeitdauer der Sperrung desselben Wasserstrahls.
In bevorzugter Ausführung
sind die Zeitdauern von Freigabe und Sperrung annähernd gleich.
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Die
Erfindung ist nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Abbildungen noch eingehend veranschaulicht.
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Dabei
zeigt:
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1 eine
erste Ausführungsform
der Erfindung,
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2 eine
zweite Ausführungsform
der Erfindung,
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3 eine
Draufsicht auf eine Strahlblende.
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In 1 ist
eine Düsenanordnung
DA mit einer einzigen Düse
D1 zur Abgabe eines gebündelten Wasserstrahls
dargestellt. Die Düsenanordnung
ist am oberen Ende eines wasserführenden
Rohrs RO angeordnet und z. B. aus einer Tauchpumpe PU gespeist,
welche in einem Teich oder Becken unter der Wasseroberfläche WO platziert
ist. Ein rechtwinkliges, für
den Betrachter feststehendes xyz-Koordinatensystem mit vertikaler
z-Achse ist mit eingezeichnet.
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Die
Düsenanordnung
DA ist um eine Rotationsachse RA drehbar. Die Drehung kann beispielsweise
durch mit der Düsenanordnung
drehbare Rückstoßdüsen RD erfolgen,
welche mit bezüglich der
Rotationsachse überwiegend
tangentialer Ausstoßrichtung
Wasser abgeben und den Rückstoß der abgegebenen
Wassermenge als Antriebskraft für
die Drehung der Düsenanordnung
ausnutzen. Die Rückstoßdüsen RD liegen
vorzugsweise unterhalb der Wasseroberflä che WO. Die Drehgeschwindigkeit kann
durch bremsend wirkende Lamellen LA, welche vorzugsweise unterhalb
der Wasseroberfläche
angeordnet und pendelnd gehalten sind, begrenzt werden. Eine besonders
vorteilhafte Weise zur Einstellung der Rotationsgeschwindigkeit
der Düsenanordnung
besteht darin, dass die bremsenden Lamellen höhenverstellbar sind und Stellungen
mit verschiedenen Eintauchtiefen und damit auch verschiedenen Bremswirkungen
einnehmen können.
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Ein
von der im Beispiel einzigen Düse
D1 der Düsenanordnung
DA abgegebener gebündelter Wasserstrahl
WS kann mit gegen die vorzugsweise im wesentlichen vertikale Rotationsachse
RA um einen Winkel NW geneigter Austrittsrichtung aus der Düsenanordnung
austreten. Die Ausstoßrichtung des
Wasserstrahls läuft
durch die Rotationsbewegung der Düsenanordnung auf einer Kegelmantelfläche um die
Rotationsachse um. Der Neigungswinkel NW der Ausstoßrichtung
beträgt
vorzugsweise maximal 45°,
insbesondere maximal 30° gegen
die Rotationsachse, welche hier im wesentlichen vertikal und damit
parallel zur z-Achse verlaufe. Die Strahlaustrittsrichtung ist damit
um wenigstens 45°,
insbesondere wenigstens 60° gegen
die Horizontale nach oben winkelversetzt.
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Eine
Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls weist im skizzierten
Beispiel in Strahlrichtung des Wasserstrahls nach der Düsenanordnung
eine flächige
Blende BL mit mehreren Blendenöffnungen
BO auf. Die Blendenöffnungen
sind gegeneinander um die Rotationsachse RA winkelversetzt, vorzugsweise
um gleiche Versatzwinkel, angeordnet und so positioniert, dass der
Wasserstrahl WS bei seinem Umlauf sukzessive die Blendenöffnungen BO
erreicht und dann zum Austritt in Strahlrichtung freigegeben wird,
in den Bewegungsabschnitten zwischen den Blendenöffnungen hingegen auf die Unterseite
der Blende BF trifft und dadurch gesperrt wird. Hierdurch entstehen
zeitlich aufeinanderfolgend und zeitlich beabstandet freigegebene
Strahlabschnitte, welche entsprechend den verschiedenen Blendenöffnungen
in unterschiedliche Richtungen ausgeworfen werden.
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Die
flächige
Blende BF, welche auch durch einzelne Blendenflächen gebildet sein kann, ist
seitlich als Seitenwand SW nach unten fortgesetzt, so dass ein an
der Unterseite der Blende auftretender und von dort abgelenkter
Wasserstrahl nicht unkontrolliert seitlich austritt. Der gesperrte
Wasserstrahl wird für
den Betrachter unsichtbar nach unten abgeleitet und in den Wasservorrat
des Teichs oder Beckens zurückgeführt. Die
Blendenfläche
BF und die Seitenwand SW bilden in der skizzierten vorteilhaften Ausführung einen
Hohlraum um die Strahlaustrittsöffnung
bzw. die Düsenanordnung.
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Die
Blende BF ist vorteilhafterweise an dem Rohr RO befestigt und nicht
gedreht. Die Verbindung zu dem Rohr RO kann beispielsweise über die
Seitenwand SW und einen Boden oder Radialstreben etc. als Querverbindung
zum Rohr RO gegeben sein.
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Bei
der in 2 skizzierten Ausführungsform weist die Düsenanordnung
DA2 zwei horizontal beabstandet und bezüglich der vertikalen Rotationsachse
RA gegenüberliegend
angeordnete Düsen D21
und D22 auf, deren Ausstoßrichtungen,
wie anhand der um 90° weitergedrehten
Düse D21
in Position D21' mit
unterbrochener Linie gezeichnet, auch eine tangentiale Komponente
bezüglich
der Rotationsachse RA aufweisen kann und auf diese, an sich bekannte
Weise selbst durch den Strahlausstoß die Düsenanordnung in Rotation versetzt.
Der Wasserstrahl aus der Düse
D21 ist in 2 mit S1' bezeichnet.
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Die
Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls weist wiederum eine
flächige,
in 3 in Draufsicht skizzierte Blende BF2 mit drei
um gleiche Winkel um die Rotationsachse versetzten Blendenöffnungen
BO2 auf. Durch die 180°-Drehsymmetrie der
Düsenanordnung
und die 120°-Drehsymmetrie der
Blen denöffnungen
werden die beiden von den Düsen
D21 bzw. D22 abgegebenen Wasserstrahlen S1, S2 alternierend als
Strahlabschnitte freigegeben (S2) bzw. gesperrt (S1), so dass zeitlich
aufeinanderfolgend aus der Blende austretende Strahlabschnitte abwechselnd
aus den Düsen
D21, D22 kommen und durch den großen Winkelversatz zeitlich
aufeinanderfolgender Strahlabschnitte der Eindruck unabhängig und
zufällig
auftretender Strahlabschnitte für
den Betrachter verstärkt
ist.
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Demgegenüber kann
durch eine Blende mit gleicher Drehsymmetrie wie die Düsenanordnung eine
für alle
Wasserstrahlen der Düsenanordnungen synchrone
Freigabe bzw. Sperrung erreicht werden.
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Die
Blende BF2 ist in dem Beispiel nach 2 um eine
Schwenkgelenkanordnung GA aus der skizzierten Betriebsstellung in
eine Parkstellung verschwenkbar, z. B. seitlich der Seitenwand der
Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls verlagerbar, wo
sie die von der Düsenanordnung
abgegebenen Wasserstrahlen nicht beeinflusst. Die Blende kann auch
vollständig
abnehmbar sein. Bei unbeeinflusst austretendem Strahl beschreibt
dieser eine Bahn als Überlagerung
einer Drehung mit einer Wurfparabel und bildet ein an sich bekanntes
Wasserspiel mit eigenständigen
Eindruck. Es können
mehrere unterschiedliche Blendenformen auswechselbar vorgesehen
sein.
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Anstelle
einer Bewegung der Düsenanordnung
relativ zur Umgebung bei feststehender Blende kann, insbesondere
bei einer Düsenanordnung
mit mehreren Düsen,
auch die Düsenanordnung
feststehend und die Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls
bewegt sein. Es kann auch eine kombinierte Bewegung von Düsenanordnung
und Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls vorliegen. Die
in den Ausführungsbeispielen
beschriebene Bewegung der Düsenanordnung
bei feststehender Einrichtung zur Unterbrechung des Wasserstrahls
ist wegen besonders günstiger
konstruktiver Ausführung
bevorzugt.