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DE102004057821A1 - Sägeblatt und Verfahren zur Herstellung eines Sägeblatts - Google Patents

Sägeblatt und Verfahren zur Herstellung eines Sägeblatts Download PDF

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DE102004057821A1
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Langhoff Boris Dipl-Ing
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sägeblatt (1, 10, 100) mit Zerspanungszähnen (2a, 3a, 4a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) zum Trennen von Werkstoff bzw. zum Herstellen einer Sägefuge. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Reihen von Zerspanungszähnen (2a, 3a, 4a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) vorgesehen sind, deren Zahnstellungen entgegengesetzt zueinander angeordnet sind. Zusätzlich können Austrittskanäle (6; 15, 16; 104, 105, 106) für die Späneabfuhr vorgesehen sein. Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zum Herstellen eines Sägeblatts (1, 10) mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Ausstanzen der Zerspanungszähne und ggf. der Austrittskanäle aus dem Sägeblattkörper unter Beibehaltung eines sämtliche Zerspanungszähne verbindenden Steges;
b) Verbinden der Sägeblattkörper zu einem Sägeblatt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sägeblatt mit Zerspanungszähnen zum Trennen von Werkstoff bzw. zum Herstellen einer Sägefuge sowie ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Sägeblatts.
  • Zum Trennen von festen Werkstoffen, wie Holz, Kunststoff oder Metall bzw. zum Herstellen von Nuten und Fugen werden verschiedene Arten von Sägen verwendet. Je nach Bearbeitungsvorgang kommen bspw. Kreis-, Band-, Säbel- oder Stichsägen bzw. Sägen mit hin und her verlaufenden oder oszillierenden Bewegungen zum Einsatz. Für eine wirtschaftliche Bearbeitung eines Werkstücks wird ein möglichst großer Sägevorschub angestrebt. Dies führt jedoch zu groben und rauen Schnittflächen und insbesondere zu ausgerissenen und gratigen Schnittkanten. Sowohl die Schnittflächen als auch die Schnittkanten müssen deshalb nachbearbeitet, also geglättet bzw. entgratet werden, was zusätzliche Arbeitszeit bedeutet und Kosten verursacht.
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Schnittkanten sauber zu erhalten. Einige Maßnahmen sind in der DE 42 31 498 A1 beschrieben. Diese Maßnahmen sind jedoch umständlich und kostspielig. Weiter ist zur Vermeidung von derartig schlechten Schnittflächen und Schnittkanten aus der DE 199 26 881 A1 ein Sägeblatt bekannt geworden, das ein Stammblatt mit Zerspanungszähnen aufweist. An den Flachseiten des Stammblatts ist jeweils eine messerartige Schneide angeordnet, die Teil einer mit dem Stammblatt verbundenen Klinge ist. Dabei können die Schneiden der Klingen auf der gleichen Höhe wie die Zerspanungszähne liegen oder dieselben auch überragen. Die Schneiden können auch einen Wellenschliff aufweisen.
  • Ferner sind der internationalen Patentanmeldung WO 86/05727 ein Sägeverfahren und eine Säge bekannt, bei der zwei Sägeblätter oder zwei Kreissägeblätter sich gegensinnig zueinander bewegen, wobei die Zerspanungszähne dementsprechend gegeneinander ausgerichtet sind.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Sägeblatt bereitzustellen, das einen einfachen Aufbau hat und mindestens eine saubere, glatte und möglichst gratfreie Schnittfläche und/oder Schnittkante (für das verbleibende Werkstück) ermöglicht. Aufgabe der Erfindung ist ferner die Bereitstellung eines wirtschaftlichen Verfahrens zur Herstellung eines solchen Sägeblatts.
  • Die Lösung besteht in einem Sägeblatt mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Reihen von Zerspanungszähnen vorgesehen sind, deren Zahnstellungen entgegengesetzt zueinander angeordnet sind. Die entgegengesetzt zueinander gerichteten Reihen von Zerspanungszähnen sorgen dann dafür, dass zumindest eine Schnittfläche bzw. Schnittkante, nämlich diejenige an dem verbleibenden Werkstück, sauber, glatt und praktisch gratfrei ist. Die Schnittkante bleibt deswegen sauber und praktisch gratfrei, weil sie bei der Abwärtsbewegung des erfindungsgemäßen Sägeblattes durch die entgegengesetzte Anordnung der Zerspanungszähne gebildet wird. Sollen beide Schnittkanten sauber sein, so kommt eine Ausführung mit beidseitig entgegengesetzt angeordneten Zerspanungszähnen zum Einsatz.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:
    • – Ausstanzen der Zerspanungszähne und der Austrittskanäle aus dem Sägeblattkörper unter Beibehaltung eines sämtliche Zerspanungszähne verbindenden Steges;
    • – Verbinden der Sägeblattkörper zu einem Sägeblatt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Sägeblätter ist äußerst einfach und wirtschaftlich durchzuführen.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Es ist von Vorteil, mindestens eine Reihe von Zerspanungszähnen mit Austrittskanälen für die Späneabfuhr zu versehen. Dadurch wird verhindert, dass die anfallenden Späne sich im Sägeblatt verklemmen.
  • Eine besonders bevorzugte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sägeblatts weist drei parallel zueinander verlaufende Reihen von Zerspanungszähnen mit entgegengesetzt zueinander angeordneten Zahnstellungen auf. Ein solches Sägeblatt hat eine besonders gute Führung, weil die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen das Sägeblatt im Werkstück bzw. im Ausschnitt zentriert.
  • In vorteilhafter Weise kann mindestens eine Reihe von Zerspanungszähnen in ihrer Höhe niedriger angeordnet/und oder feiner gezahnt sein als die restliche(n) Reihe(n) von Zerspanungszähnen. Auch dadurch wird die Qualität der Schnittflächen und Schnittkanten weiter verbessert. Insbesondere wenn bei einem Sägeblatt mit drei Reihen von Zerspanungszähnen die beiden äußeren Reihen in ihrer Höhe niedriger angeordnet und/oder feiner gezahnt sind als die mittlere Reihe, wird das erfindungsgemäße Sägeblatt durch die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen besonders leicht im Werkstück bzw. Ausschnitt zentriert, während die beiden äußeren Reihen von Zerspanungszähnen die Qualität der Schnittflächen bzw. Schnittkanten positiv beeinflussen.
  • Die einzelnen Reihen von Zerspanungszähnen können auf separaten Sägeblattkörpern vorgesehen sein, die vorzugsweise fest miteinander verbunden sind. Zur Herstellung von Austrittskanälen kann aber auch mindestens ein Sägeblattkörper, bei einem Sägeblatt mit drei Reihen von Zerspanungszähnen vorzugsweise der mittlere Sägeblattkörper, abgetrennt sein, so dass nur noch die Zerspanungszähne stehen bleiben. Die Zwischenräume zwischen den Zerspanungszähnen bilden dann die Austrittskanäle für die Späneabfuhr. Die verbleibenden Zerspanungszähne sind fest miteinander bzw. mit den verbleibenden Sägeblattkörpern verbunden.
  • Bei einem Sägeblatt mit drei Reihen von Zerspanungszähnen können die einzelnen Reihen von Zerspanungszähnen aber auch auf einem einstückigen, im Querschnitt U-förmig, V-förmig o der halbkreisförmig ausgebildeten Sägeblattkörper vorgesehen sein. Dieser Sägeblattkörper ist vorzugsweise mit einem Steg und zwei Schenkeln ausgebildet, wobei die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen aus dem Steg herausgeformt ist und die seitlichen Reihen von Zerspanungszähnen im Bereich des Übergangs vom Steg in die Schenkel herausgeformt sind. Ein derartiger einstückiger Sägeblattkörper ist besonders einfach herzustellen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Sägeblatts mit mindestens zwei Sägeblattkörpern erlaubt es, mindestens einen der die Zerspanungszähne verbindenden Stege so abzutrennen, dass ein Bereich als Anlagefläche für eine Stützrolle erhalten bleibt. Die Anlagefläche muss dann nicht mehr separat hergestellt werden.
  • Das erfindungsgemäße Sägeblatt in all seinen Ausführungsformen ist besonders zur Verwendung mit einer motorisch betriebenen Stichsäge geeignet.
  • Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1a eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sägeblatts in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 1b eine Seitenansicht des Sägeblatts gemäß 1a in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 1c eine perspektivische Ansicht des Sägeblatts gemäß 1a in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 1d eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sägeblatts in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 2a eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sägeblatts in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 2b eine perspektivische Ansicht des Sägeblatts gemäß 2a in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 2c eine Einzelheit A aus 2b in vergrößerter Darstellung;
  • 3a eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sägeblatts in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 3b eine perspektivische Ansicht des Sägeblatts gemäß 3a in einer schematischen, nicht maßstabsgetreuen Darstellung;
  • 3c eine Einzelheit A aus 3b in vergrößerter Darstellung;
  • 3d einen Schnitt entlang der Linie IIId – IIId in 3b.
  • In den 1a, 1b und 1c ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sägeblatts 1 für eine Stichsäge dargestellt. Dieses Sägeblatt 1 weist drei Reihen von Sägeblattkörpern 2, 3, 4 mit Zerspanungszähnen 2a, 3a, 4a auf. Zwei äußere Sägeblattkörper 2, 4 sind zu beiden Seiten eines mittleren Sägeblattkörpers 3 angeordnet. Die Zerspanungszähne 3a des mittleren Sägeblattkörpers 3 sind entgegengesetzt zu den Zerspanungszähnen 2a, 4a der äußeren Sägeblattkörper 2, 4 ausgerichtet. Dabei sind die Zerspanungszähne 3a in Schnittrichtung, das heißt, in der Regel von unten nach oben, ausgerichtet.
  • Der mittlere Sägeblattkörper 3 ist mit einem Einspannschaft 5 zum Befestigen des Sägeblatts 1 in einer motorbetriebenen Stichsäge versehen.
  • Der mittlere Sägeblattkörper 3 und die äußeren Sägeblattkörper 2, 4 sind durch Schweißen, Löten, Kleben o. dgl. fest miteinander verbunden. Dabei ist im Ausführungsbeispiel die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen 3a höher als die äußeren Reihen von Zerspanungszähnen 2a, 4a, so dass die Zerspanungszähne 3a die Zerspanungszähne 2a, 4a überragen. Es ist aber auch möglich, sämtliche Zerspanungszähne 2a, 3a, 4a in gleicher Höhe anzuordnen. Außerdem sind im Ausführungsbeispiel die Zerspanungszähne 2a, 4a mit einer feineren Zähnung versehen als die Zerspanungszähne 3a. Die Zähnung kann aber auch bei allen Zerspanungszähnen 2a, 3a, 4a gleich sein.
  • Die einzelnen Sägeblattkörper 2, 3, 4 können an ihrer den Zerspanungszähnen 2a, 3a, 4a gegenüber liegenden Längsflächen 2b, 3b, 4b bündig miteinander abschließen (vgl. 1d). In den 1a, 1b, 1c ist eine weitere Variante dargestellt, bei der die Längsfläche 3b des mittleren Sägeblattkörpers 3 über die Längsflächen 2b, 4b der äußeren Sägeblattkörper 2, 4 hinaus ragt. Das hat den Vorteil, dass die Längsfläche 3b in ihrem sich an den Einspannschaft 5 anschließenden Bereich als Anlagefläche für eine Stützrolle einer motorbetriebenen Stichsäge dienen kann.
  • Im in den 1a, 1b, 1c dargestellten Ausführungsbeispiel sind für die ungehinderte Abfuhr der anfallenden Sägespäne zwischen den einzelnen Zerspanungszähnen 3a des mittleren Sägeblattkörpers 3 Austrittskanäle 6 ausgebildet. Die Austrittskanäle 6 sind im vorderen Bereich des Sägeblattkörpers 3 durchgehend ausgebildet, während sie im hinteren Bereich oberhalb der Längsfläche 3b enden, so dass die Anlagefläche für die Stützrolle erhalten bleibt.
  • Bei der in der 1d dargestellten Variante eines erfindungsgemäßen Sägeblatts sind keine Austrittskanäle für Sägespäne vorgesehen. Außerdem schließen die den Zerspanungszähnen 2a, 3a, 4a gegenüber liegenden Längsflächen 2b, 3b, 4b bündig miteinander ab. Im Übrigen ist dieses Ausführungsbeispiel genauso ausgebildet wie das in den 1a, 1b, 1c dargestellte Ausführungsbeispiel.
  • In den 2a, 2b und 2c ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sägeblatts 10 für eine Stichsäge gezeigt. Dieses Sägeblatt 10 weist drei Reihen von Zerspanungszähnen 11, 12, 13 auf. Zwei äußere Reihen von Zerspanungszähnen 12 und 13 sind zu beiden Seiten einer mittleren Reihe von Zerspanungszähnen 11 angeordnet. Die Zerspanungszähne 11 der mittleren Reihe sind entgegengesetzt zu den Zerspanungszähnen 12, 13 der äußeren Reihen ausgerichtet. Dabei sind die Zerspanungszähne 11 in Schnittrichtung, das heißt, in der Regel von unten nach oben, ausgerichtet.
  • In der Verlängerung der mittleren Reihe von Zerspanungszähnen 11 ist ein Einspannschaft 14 zum Befestigen des Sägeblatts 10 in einer motorbetriebenen Stichsäge vorgesehen.
  • Die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen 11 und die äußeren Reihen von Zerspanungszähnen 12, 13 sind durch Schweißen, Löten, Kleben o. dgl. fest miteinander verbunden. Dabei ist im Ausführungsbeispiel die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen 11 höher als die äußeren Reihen von Zerspanungszähnen 12, 13, so dass die Zerspanungszähne 11 die Zerspanungszähne 12, 13 überragen. Es ist aber auch möglich, sämtliche Zerspanungszähne 11, 12, 13 in gleicher Höhe anzuordnen. Außerdem sind im Ausführungsbeispiel die Zerspanungszähne 12, 13 mit einer feineren Zähnung versehen als die Zerspanungszähne 11. Die Zähnung kann aber auch bei allen Zerspanungszähnen 11, 12, 13 gleich sein.
  • Im Ausführungsbeispiel sind für die ungehinderte Abfuhr der anfallenden Sägespäne sowohl zwischen den einzelnen Zerspanungszähnen 11 als auch zwischen den einzelnen Zerspanungszähnen 12 und 13 durchgehende Austrittskanäle 15 bzw. 16 ausgebildet.
  • Die in den 1a bis 2c dargestellten Ausführungsformen können in folgender Weise hergestellt werden. Ggf. wird aus einem Sägeblattkörper (vgl. 1a, 1b, 1c) oder mehreren, vorzugsweise allen Sägeblattkörpern (vgl. 2a, 2b, 2c) die Zerspanungszähne und ggf. Austrittskanäle ausgestanzt. Dabei verbleibt ein durchgehender Steg, der sämtliche Zerspanungszähne eines Sägeblattkörpers miteinander verbindet. Die so bearbeiteten Sägeblattkörper werden anschließend miteinander zu einem Sägeblatt verbunden, bspw. durch Schweißen, Lö ten oder Kleben. Wenn keine Austrittskanäle vorgesehen sind, ist das Sägeblatt fertig (vgl. 1d). Wenn Austrittskanäle vorgesehen sind, wird anschließend der die Zerspanungszähne verbindende, überragende Steg abgetrennt, so dass durchgehende Austrittskanäle entstehen. Ggf. kann ein Bereich des Stegs beibehalten werden, der dann als Anlagefläche für eine Stützrolle einer motorbetriebenen Stichsäge dient.
  • Die 3a, 3b, 3c und 3d zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sägeblatts 100. Das Sägeblatt 100 weist wie das in den 2a, 2b, 2c dargestellte Sägeblatt 10 drei Reihen von Zerspanungszähnen 101, 102, 103 auf, wobei jede Reihe von Zerspanungszähnen mit Austrittskanälen 104, 105, 106 versehen ist. Im Unterschied zum Sägeblatt 10 ist ein einstückiger, im Querschnitt U-förmiger Sägeblattkörper 108 vorgesehen. Der Sägeblattkörper 108 weist einen Steg 109 und zwei rechtwinklig zum Steg 109 angeordnete, parallel zueinander verlaufende Schenkel 110, 111 auf. Die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen 101 ist aus dem Steg 109 herausgeformt, indem die Zerspanungszähne 101 teilweise aus dem Steg 109 frei gestanzt und aufgebogen sind. Die beiden äußeren Reihen von Zerspanungszähnen 102, 103 sind im Bereich des Übergangs vom Steg 109 in die Schenkel 110, 111 herausgeformt. Hierfür sind die Zerspanungszähne 102, 103 teilweise aus dem erwähnten Übergangsbereich frei gestanzt und aufgebogen. Das Freistanzen und Aufbiegen der Zerspanungszähne 101, 102, 103 erfolgt dergestalt, dass die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen 101 entgegengesetzt zu den äußeren Reihen von Zerspanungszähnen 102, 103 ausgerichtet ist. Dabei sind die Zerspanungszähne 101 in Schnittrichtung, das heißt, in der Regel von unten nach oben, ausgerichtet.
  • Durch das Freistanzen und Aufbiegen der Zerspanungszähne 101, 102, 103 entstehen im Sägeblattkörper 108 Öffnungen, welche als Austrittskanäle 104, 105, 106 für die Abfuhr von Sägespänen wirken. Die Sägespäne werden dabei in den Innenraum 112 des Sägeblattkörpers 108 geleitet. Daraus folgt eine zuverlässige, störungsfreie Abfuhr der Sägespäne.
  • An einem Ende des U-förmigen Sägeblattkörpers 108 ist ein Einspannschaft 107 für eine motorbetriebene Stichsäge befestigt. Der Einspannschaft 107 ist so ausgebildet, dass er eine Anlagefläche 113 für eine Stützrolle einer motorbetriebenen Stichsäge aufweist.
  • In der Praxis hat sich gezeigt, dass mit allen Varianten eines erfindungsgemäßen Sägeblatts, insbesondere sowohl mit einem Sägeblatt mit zwei Reihen von entgegengesetzt zueinander angeordneten Zerspanungszähnen als auch mit den beschriebenen Ausführungsbeispielen mit drei Reihen von entgegengesetzt zueinander angeordneten Zerspanungszähnen saubere, glatte und gratfreie Schnittflächen und Schnittkanten an Werkstücken aus unterschiedlichsten Werkstoffen wie Holz, Kunststoff, Metall, o. dgl. hergestellt werden können. Das erfindungsgemäße Sägeblatt in seinen verschiedenen Ausführungsformen ist somit leicht herzustellen und gewährleistet die Herstellung sauberer, glatter und möglichst gratfreier Schnittflächen und Schnittkanten. Dabei ergibt sich durch die optionale Hinzufügung von Austrittskanälen für die anfallenden Späne ggf. auch eine verbesserte Späneabfuhr.

Claims (14)

  1. Sägeblatt mit Zerspanungszähnen zum Trennen von Werkstoff bzw. zum Herstellen einer Sägefuge, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Reihen von Zerspanungszähnen (2a, 3a, 4a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) vorgesehen sind, deren Zahnstellungen entgegengesetzt zueinander angeordnet sind.
  2. Sägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei mindestens einer Reihe von Zerspanungszähnen (3a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) zwischen den Zerspanungszähnen (3a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) Austrittskanäle (6; 15, 16; 104, 105, 106) für die Späneabfuhr vorgesehen sind.
  3. Sägeblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Reihe von Zerspanungszähnen (2a, 3a, 4a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) in ihrer Höhe niedriger angeordnet/und oder feiner gezahnt ist als die restliche(n) Reihe(n) von Zerspanungszähnen.
  4. Sägeblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass drei parallel zueinander verlaufende Reihen von Zerspanungszähnen (2a, 3a, 4a; 11, 12, 13; 101, 102, 103) vorgesehen sind, deren Zahnstellungen entgegengesetzt zueinander angeordnet sind.
  5. Sägeblatt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden äußeren Reihen (2a, 4a; 12, 13; 102, 103) in ihrer Höhe niedriger angeordnet und/oder feiner gezahnt sind als die mittlere Reihe (3a; 11; 101).
  6. Sägeblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Reihen von Zerspanungszähnen (2a, 3a, 4a; 11, 12, 13) auf separaten Sägeblattkörpern (2, 3, 4) vorgesehen sind.
  7. Sägeblatt nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Sägeblattkörper (2, 3, 4) fest miteinander verbunden sind.
  8. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Reihen von Zerspanungszähnen (101, 102, 103) auf einem einstückigen Sägeblattkörper (108) vorgesehen sind.
  9. Sägeblatt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der einstückige Sägeblattkörper (108) im Querschnitt U-förmig, V-förmig oder halbkreisförmig mit einem Steg (109) und zwei Schenkeln (110, 111) ausgebildet ist.
  10. Sägeblatt nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Reihe von Zerspanungszähnen (101) aus dem Steg (109) herausgeformt ist und dass die äußeren Reihen von Zerspanungszähnen (102, 103) im Bereich des Übergangs vom Steg (109) in die Schenkel (110, 111) herausgeformt sind.
  11. Verfahren zum Herstellen eines Sägeblatts (1, 10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit folgenden Verfahrensschritten: a) Ausstanzen der Zerspanungszähne und ggf. der Austrittskanäle aus dem Sägeblattkörper unter Beibehaltung eines sämtliche Zerspanungszähne verbindenden Steges; b) Verbinden der Sägeblattkörper zu einem Sägeblatt.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der die Zerspanungszähne verbindende Steg abgetrennt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der die Zerspanungszähne verbindende Steg so abgetrennt wird, dass ein Bereich (3b) des Steges als Anlagefläche für eine Stützrolle erhalten bleibt.
  14. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Verwendung mit einer motorisch betriebenen Stichsäge.
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