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Die
Erfindung betrifft eine einseitige Synchronmaschine mit transversaler
Flussführung
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
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Synchronmaschinen
mit transversaler Flussführung
weisen einen magnetischen Fluss auf, der nicht wie üblich longitudinal,
sondern transversal gerichtet ist. Im Folgenden wird für eine solche
elektrische Maschine der Begriff einer Transversalflussmaschine
verwendet.
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Bei
einer rotierend ausgebildeten Transversalflussmaschine sind am Rotor
in Umfangsrichtung Permanentmagnete entsprechend der Polzahl der Maschine
angeordnet. Hierbei kann der magnetische Fuß der Permanentmagnete mittels
Flussleiterstücken
zum Luftspalt geführt
werden. Koaxial zum Rotor ist unter Ausbildung eines Luftspalts
ein Stator der elektrischen Maschine angeordnet, bei dem eine elektrische
Ankerwicklung mittels eines U-förmigen Jochs
aus einem magnetisch gut leitenden Material im Wesentlichen dreiseitig
umgeben ist. Den als Pole des Stators wirkenden Endflächen der
U-förmigen Joche
werden jeweils jenseits des Luftspalts Permanentmagnet des Rotors
zugeordnet. In einer möglichen
Ausgestaltung werden die U-Joche des Stators gegenüber einer
zur Drehachse der Maschine parallelen Richtung verschränkt orientiert,
so dass bei einer Anordnung der Permanentmagnete des Rotors in Parallelrichtung
zur Drehachse aufgrund der magnetischen Potentialdifferenz ein Drehmoment
bildender magnetischer Fluss erzeugt wird. Für die verschränkte Anordnung
der Statorpole wird ein Versatz um eine Polteilung T bevorzugt.
Alternativ wird anstatt einer verschränkten Ausbildung der magnetischen
Polstruktur des Stators eine verschränkte Rotorbaueinheit vorgesehen.
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Transversalflussmaschinen
weisen gegenüber
herkömmlichen
Maschinen den Vorteil auf, dass eine Erhöhung des Drehmoments durch
eine Vergrößerung der
Polzahl erreicht werden kann. Allerdings wird dieser Vorteil durch
die Komplexität
der aus einer Vielzahl von Einzelteilen bestehende Struktur einer
Transversalflussmaschine relativiert, so dass Lösungen zur Vereinfachung der
mechanischen Konstruktion von Transversalflussmaschinen gesucht werden.
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In
der vorliegenden Anmeldung werden einseitige Transversalflussmaschinen
behandelt. Bei einer solchen einseitigen Transversalflussmaschine sind
nur auf einer Seite der Permanentmagnete des Rotors wicklungsumschließende U-Joche
zur Führung
des magnetischen Flusses im Stator angeordnet. Der Bautyp einer
einseitigen Transversalflussmaschine geht beispielsweise aus den
Druckschriften
DE
197 14 895 A1 und
EP
1 005 136 A1 hervor. Insbesondere bei Anwendungen mit einem
in radialer Richtung begrenzten Bauraum, etwa bei Antrieben für Fahrzeuge
oder für
Schiffe, ist eine besonders schlanke Ausführung von Transversalflussmaschinen
vorzuziehen, so dass hierfür
insbesondere einseitige Transversalflussmaschinen in Frage kommen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einseitige Transversalflussmaschine
anzugeben, die sich durch eine reduzierte Komplexität der mechanischen
Konstruktion bei gleichzeitigem Erhalt der vorteilhaften elektromagnetischen
Eigenschaften, d.h. insbesondere einer streuarmen Ausführung der
Transversalflussmaschine, auszeichnet. Die Vorteile der Transversalflusstechnik
bezüglich
der Leistungsdichte und des Wirkungsgrads sollen auch für eine in
schlanker Bauform ausgebildete einseitige Transversalflussmaschine
erhalten bleiben.
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Zur
Lösung
der voranstehend dargelegten Aufgabe haben die Erfinder zunächst erkannt,
dass für
eine einseitige Transversalflussmaschine schlanker Bauform die Rotorbaueinheit
Flussleiterstücke zur
Flusskonzentration aufweisen muss, welche so geformt sind, dass
eine wirksame Konzentration der magnetischen Flüsse bei gleichzeitig geringen Streuverlusten
bewirkt wird. Werden die Flussleiterstücke U-förmig
ausgeführt,
so ist es möglich,
an die Schenkel der U-förmigen
Flussleiterstücke
Permanentmagneten mit entgegengesetzter Magnetisierungsrichtung
anzuordnen, wobei deren Magnetisierungsrichtungen jeweils parallel
zur Umfangsrichtung jedoch entgegengesetzt zueinander verlaufen,
d.h. ein erster Permanentmagnet auf einer Seite eines Schenkels
ist in Drehrichtung magnetisiert und ein zweiter Permanentmagnet
auf der anderen Seite des Schenkels ist entgegen der Drehrichtung
magnetisiert. Im Schenkel der Flussleiterstücke wird dann der Feldlinienverlauf
eine radiale Richtungskomponente erhalten, so dass der magnetische
Fluss an den Stirnflächen
der Schenkel der Flussleiterstücke,
welche in Richtung der Pole der Statorbauelemente weisen, im Wesentlichen
radial austritt.
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Durch
diese Lösung
ist es möglich,
die Form der Permanentmagnete so anzupassen, dass das Verhältnis von
verbauter und wirksam angeordneter Magnetmasse verbessert wird.
Dies liegt daran, dass entlang wesentlicher Teile der Kontaktfläche zwischen
den Permanentmagneten und den Schenkeln der U-förmigen
Flussleiterstücke
das magnetische Feld der Permanentmagneten eingekoppelt werden kann.
Demnach kann für
einen Permanentmagneten, der eine größere Axialausdehnung im Vergleich
zur Ausdehnung in Umfangsrichtung und damit eine vergrößerte Querschnittsfläche aufweist,
eine höhere magnetische
Flussdichte in das U-förmige
Flussleiterstück
eingekoppelt werden, wobei das Flussleiterstück dann die Funktion einer
Flusskonzentration sowie einer Umlenkung des magnetischen Flusses
in Richtung auf den Luftspalt zwischen der Rotorbaueinheit und der
Statorbaueinheit und damit in Richtung auf die Pole der Statorbaueinheit
bewirkt.
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Wird
die Statorbaueinheit so ausgebildet, dass deren Pole den zur Aufbringung
eines Drehmoments notwendigen Versatz in Umfangsrichtung aufweisen,
so ist es möglich,
die U-förmigen
Flussleiterstücke
in der Statorbaueinheit ohne Versatz in Umfangsrichtung auszubilden.
Hierunter wird eine Ausgestaltung verstanden, bei der das Flussleiterstück in einer
die Rotationsachse der Transversalflussmaschine enthaltenden Ebene
die besagte U-Gestalt aufweist und gegenüber dieser Ebene im Wesentlichen
nicht verschränkt
ist. Demnach sind die Schenkel der U-förmigen Flussleiterstücke im Wesentlichen nicht
in Umfangsrichtung zueinander versetzt. Folglich kann in der alternierenden
Anordnung aus Permanentmagneten und U-förmigen
Flussleiterstücken in
der Rotorbaueinheit zwischen zwei aufeinander folgenden U-förmigen Flussleiterstücken ein
einziger Permanentmagnet oder jeweils den Schenkeln zugeordnete
Permanentmagnete mit gleicher Magnetisierungsrichtung verwendet
werden. Anders ausgedrückt
bedeutet dies, dass die in Richtung der Pole der Statorbaueinheiten
weisenden Stirnflächen
der U-förmigen
Flussleiterstücke
die gleiche magnetische Polarität
aufweisen.
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Durch
die U-förmige
Ausgestaltung der Flussleiterstücke
der Rotorbaueinheit ergibt sich noch ein weiterer Vorteil, welcher
darin zu sehen ist, dass in Verbindung mit der Statorbaueinheit
der magnetische Kreis mit geringen Streuverlusten geschlossen werden
kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das U-förmige Flussleiterstück mit seiner
Basis an ein schlecht magnetisierbares Material mit μr ≈ 1, beispielsweise
Aluminium oder einem geeigneten Stahl, anliegt. Wird zur Ausbildung
der Rotorbaueinheit ein Außenrotor
gewählt,
so kann das U-förmige
Flussleiterstück
an einem Rotorzylinder anliegen, welcher auch die Außenhülle der
einseitigen Transversalflussmaschine bilden kann.
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Im
U-förmigen
Flussleiterstück
der Rotorbaueinheit wird der magnetische Fluss in drei Raumrichtungen
umgelenkt. Aus diesem Grund haben sich als geeignetes Material zur
Ausbildung solcher Flussleiterstücke
Schnittbandkerne herausgestellt, welche aus einem kornorientierten
Blech hergestellt sind. Ein kornorientiertes Blech ist aufgrund
der mechanischen Bearbeitung, etwa durch Walzen oder Ziehen, in
seinem Grundgefüge
so verändert,
dass dieses eine bestimmte Orientierung bzw. Textur aufweist und
aufgrund einer regelmäßigen Anordnung von
Bereichen mit Gitterstruktur bezüglich
der magnetischen Eigenschaften anisotrop ist. Derartige Schnittbandkerne
werden zwar aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften und der geringen
Verlustbildung bevorzugt, sie sind jedoch in ihrer Herstellung aufwendig
und kostspielig. Alternativ können
daher die U-förmigen
Flussleiterstücke
in der Rotorbaueinheit auch aus einem verpressten weichmagnetischen Pulver
mit isotropen Eigenschaften hergestellt werden.
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Insbesondere
bezüglich
der Verlustbildung durch Wirbelströme weisen solche Pressteile
aus weichmagnetischen Pulverwerkstoffen gute Eigenschaften auf.
Nachteilig an diesen ist jedoch, dass sie bezüglich ihrer mechanischen Festigkeit
limitiert sind und somit eine vorteilhafte Anwendung insbesondere bei
langsam und mittelschnell laufende Rotoren gegeben ist.
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Weiterhin
ergeben sich für
die U-förmig Flussleiterstücke in der
Rotorbaueinheit vorteilhafte Ausgestaltungsbeispiele bezüglich der
mechanischen Befestigung. Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform
werden jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung aufeinander folgende
U-förmige Flussleiterstücke mittels
einer Klammer und einem zugeordneten Befestigungsmittel gegen eine
radiale Anlagefläche
verspannt. Bei einer als Außenrotor ausgebildeten
Rotorbaueinheit kann diese Anlagefläche die Innenwandung des Rotorzylinders
sein, gegen welche eine Seite der Basis der U-förmigen Flussleiterstücke anliegt.
Durch die Klammer werden dann jeweils wenigstens zwei in Umfangsrichtung aufeinander
folgende U-förmige
Flussleiterstücke
mit einer Kraft in radialer Richtung nach außen beaufschlagt, d. h. sie
werden gegen die Innenwandung des Rotorzylinders gedrückt. Zur
Aufbringung dieser Kraft kann beispielsweise der Klammer ein Befestigungsmittel,
etwa eine Schraube, zugeordnet sein, welche die Klammer mit dem
Rotorzylinder verbindet und diese radial nach außen zieht und somit eine Anlagekraft
für die
U-förmige
Flussleiterstücke
erzeugt.
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Aufgrund
der in Umfangsrichtung alternierenden Anordnung von Permanentmagneten
und Flussleiterstücken
ist es möglich,
zwischen diesen eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung herzustellen,
so dass auch die Einzelkomponenten der Rotorbaueinheit in Umfangsrichtung
gegeneinander gehaltert werden. Wird zur Befestigung der U-förmigen Flussleiterstücke die
voranstehend beschriebene Verspannung mittels einer übergreifenden
Klammern verwendet, so ist es möglich,
die Permanentmagneten als Distanzstücke zur Stabilisierung in Umfangsrichtung
zu verwenden und gleichzeitig die Magnete an der gewünschten
Position zwischen den Flussleiterstücken zu halten.
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Zusätzlich kann
jedem Flussleiterstück
eine Momentenabstützung
zugeordnet werden, welche beispielsweise in Form von in axialer
Richtung beidseits der Permanentmagnete angeordneten Pratzen ausgebildet
sein kann, welche die Flussleitstücke wenigstens teilweise so
umfassen, dass aufgrund der Beidseitigkeit der Anordnung keine Verschiebung in
Axialrichtung möglich
ist und ferner eine Anlagekraft in radialer Richtung gegen eine
Gegenlage, bei einem Außenläufer beispielsweise
gegen den Rotorzylinder, erzeugt wird. Im Rahmen des fachmännischen
Könnens
sind weitere Ausgestaltungen der Verbindung der Einzelkomponenten
der Rotorbaueinheit denkbar, so können auch die zueinander hinweisenden
Anlageflächen
der Permanentmagnete und der U-förmigen
Flussleiterstücke
so ausgebildet sein, dass eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung
entsteht.
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Wie
voranstehend dargelegt, wird für
die Statorbaueinheit eine Polanordnung bevorzugt, welche sich durch
einen Versatz in Umfangsrichtung um eine Polteilung auszeichnet.
Als vorteilhafte Ausgestaltung hat sich hierfür eine Struktur herausgestellt,
welche Zahnringe umfasst, die auf beiden Seiten einer Ankerwicklung
angeordnet sind und welche aus einer Mehrzahl von einzelnen in axialer
Richtung hintereinander angeordneten Blechelementen gebildet sind. Bevorzugt
werden Zahnringe, welche wenigstens an einer Stelle entlang ihres
Umfangs zur Verringerung von Wirbelstromverlusten unterbrochen sind.
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Zur
Realisierung des notwendigen magnetischen Rückschlusses zwischen dem ersten
und dem zweiten Zahnring werden entsprechend einer bevorzugten Ausführung der
Statorbaueinheit geblechte Rückschlussstrukturen
verwendet, wobei für
diesen Fall die Blechelemente der Rückschlussstrukturen in Umfangsrichtung
hintereinander angeordnet sind. Zur Stabilisierung dieser als Rückschlusselemente dienenden
Blechpakete wird jeweils zu beiden Seiten ein Kühl- und Tragelement angeordnet,
dies kann beispielsweise aus Aluminium hergestellt werden. Demnach
liegt in der den ersten und den zweiten Zahnring tragenden Jochstruktur
eine alternierende Abfolge zwischen geblechten Rückschlusselementen und Kühl- und
Tragelementen vor. Dies ist insofern vorteilhaft, da für Komponenten,
welche die magnetischen Eigenschaften wesentlich bestimmen, hier
die Rückschlussstruktur,
magnetisch wirksame und zugleich einfach bauende Komponenten verwendet
werden können,
während
die zusätzlich
notwendige Funktion der mechanischen Stabilisierung sowie der Kühlung durch
für diese
Aufgabe geeignete Elemente übernommen
werden kann.
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Bei
einer Fortführung
dieses Gedankens wird entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform
der Statorbaueinheit die Ankerwicklung auf einem ringförmigen Element
realisiert, welches ebenfalls die Funktion eines Kühl- und
Tragelements erfüllt.
Dieses Element kann beispielsweise ein Aluminiumring sein, wobei
bei einer Ausbildung der Statorbaueinheit als Innenstator die Ankerwicklung
in einfacher Art und Weise auf dem Außenumfang des Tragrings abgewickelt
werden kann.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand von Figuren genauer beschrieben. Im Einzelnen
ist in den Figuren Folgendes dargestellt:
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1 zeigt
den Grundaufbau der einseitigen Transversalflussmaschine im Axialschnitt.
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2 zeigt
die einseitige Transversalflussmaschine in einem Ausschnitt in Seitenansicht.
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3 zeigt
die Rotorbaueinheit einer zweiphasig ausgebildeten Transversalflussmaschine
zu beiden Seiten der Rotationsachse im Axialschnitt.
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4 zeigt
die Befestigung von zwei aufeinander folgenden U-förmigen Flussleiterstücken der Statorbaueinheit
mittels einer Halteklammer.
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5 zeigt
den schematischen Aufbau der Statorbaueinheit.
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6 zeigt
eine Draufsicht auf eine zweiphasig ausgebildete Statorbaueinheit.
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7 zeigt
den schematischen Aufbau einer dreiphasigen einseitigen Transversalflussmaschine im
Axialschnitt mit anschließenden
Komponenten für einen
Schiffsantrieb.
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1 zeigt
den Grundaufbau einer erfindungsgemäßen einseitigen Transversalflussmaschine
im Axialschnitt, wobei die der Rotorbaueinheit 1 und der
Statorbaueinheit 2 zugeordneten Komponenten jeweils nur
auf einer Seite der Rotationsachse 40 dargestellt sind.
In der vorliegenden Ausgestaltung wird ein Innenstator verwendet,
d.h. die Rotorbaueinheit 1 wird nach radial außen durch
einen Rotorzylinder 16 begrenzt. Dieser besteht bevorzugt aus
einem im Wesentlichen nicht magnetisierbaren Material, beispielsweise
Aluminium oder einem hierfür
geeigneten Stahl.
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Die
Rotorbaueinheit 1 umfasst eine in Umfangsrichtung alternierende
Anordnung von Permanentmagneten 4.1, 4.2, ..., 4.n,
was insbesondere aus der Seitenansicht in 2 hervorgeht.
In Umfangsrichtung jeweils aufeinander folgende Permanentmagnete
weisen entgegengerichtete Magnetisierungsrichtungen auf, wobei die
Magnetisierungsrichtung jeweils parallel zur Umfangsrichtung verläuft und
zwar jeweils abwechselnd in und entgegen der Bewegungsrichtung.
An jedem der Schenkel 8.1 und 8.2 der U-förmigen Flussleiterstücke 6 liegen
jeweils Permanentmagnete mit entgegengesetzter Magnetisierungsrichtung
an, so dass im Verlauf des Schenkels 8.1, 8.2 die
magnetischen Feldlinien in eine Radialrichtung umgelenkt werden.
Bei der Ausbildung eines Außenrotors
werden die auf die Statorbaueinheit 2 hinweisenden Stirnflächen der
Schenkel 8.1, 8.2 im Bereich des Luftspalts 18 zwischen
der Rotorbaueinheit 1 und der Statorbaueinheit 2 im
Wesentlichen radial nach innen gerichtet austreten.
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Wie
aus der schematischen Seitenansicht von 2 hervorgeht,
kann die Geometrie der Permanentmagneten so gewählt werden, dass diese in radialer
Richtung eine im Vergleich Umfangsrichtung vergrößerte Ausdehnung besitzen.
Aufgrund der parallel zur Umfangsrichtung verlaufenden Magnetisierung
liegt somit eine vergrößerte Austrittsfläche für den magnetischen
Fluss vor, so dass die gewählte Ausgestaltung
und Anordnung der U-förmigen
Flussleiterstücke 6 zu
einer Flusskonzentration führt.
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Gemäß der Ausgestaltung
nach 1 ist sowohl am ersten Schenkel 8.1 wie
auch am zweiten Schenkel 8.2 eines jeden U-förmigen Flussleiterstücks 6 zu
beiden Seiten in Umfangsrichtung jeweils ein Permanentmagnet angeordnet.
In 1 ist für den
ersten und den zweiten Schenkel 8.1 jeweils einer dieser
Permanentmagnete 4.1.1, 4.1.2 dargestellt. Die
auf den gleichen Seiten des ersten und des zweiten Schenkels 8.1 und 8.2 angeordneten
Permanentmagnete weisen die entsprechende Magnetisierungsrichtungen
auf, so dass es auch möglich
ist, anstatt zweier einzelner Permanentmagnete, die jeweils den
einzelnen Schenkeln zugeordnet sind, einen einzigen Permanentmagneten
jeweils zwischen zwei U-förmige
Flussleiterstücke 6 zu
platzieren. Nachteilig hierbei ist jedoch, dass hierdurch ein schlechteres
Verhältnis
zwischen wirksamer und verbauter magnetischer Masse resultiert.
Dagegen ist vorteilhaft, dass die Anzahl der Baukomponenten durch
diese Maßnahme
reduziert wird. In der schematisch vereinfachten Seitenansicht von 2 wird die
magnetische Masse zwischen zwei U-förmigen Flussleiterstücken 6.1, 6.2,
..., 6.n jeweils mit einem Bezugszeichen 4.1, 4.2,
..., 4.n versehen. Diese magnetische Masse kann als ein-
oder mehrstückiger Permanentmagnet
ausgebildet sein.
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Die
Befestigung der Einzelkomponenten der Rotorbaueinheit, insbesondere
der Permanentmagneten 4.1, 4.2, ..., 4.n sowie
der Flussleiterstücke 8 kann
entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung eine Halteklammer 12 umfassen,
welche wenigstens zwei in Umfangsrichtung aufeinander folgende Flussleiterstücke 6.1, 6.2 verbindet
und welche mit Hilfe eines Verbindungsmittels 14, beispielsweise
einer Schraube, eine in radialer Richtung wirkende Kraft auf die
so verbundenen Flussleiterstücke 6.1, 6.2 bewirkt.
In 4 ist diese Ausgestaltung für einen Außenrotor in schematisch vereinfachter
Weise dargestellt. Die Klammer 12 liegt jeweils an der
radial nach innen gerichteten Innenseite der Basis von zwei zueinander
in Umfangsrichtung benachbarten U-förmigen
Flussleiterstücken 6.1 und 6.2 an.
Zwischen den mit jeweils einer Klammer 12 verbundenen Flussleiterstücken 6.1, 6.2 verläuft ein
im Wesentlichen radial orientiertes Befestigungsmittel 14,
welches die Klammer 12 nach radial außen zieht und so die Flussleiterstücke 6.1, 6.2 gegen
eine Anlagefläche,
beispielsweise einen Außenzylinder 16,
verspannt. Aufgrund der alternierenden Abfolge zwischen Permanentmagneten 4.1, 4.2,
..., 4.n und den Flussleiterstücken 6.1, 6.2,
..., 6.n kann durch eine vorteilhafte Ausgestaltung der
Außenform
der Permanentmagneten der Zwischenraum zwischen zwei in Umfangsrichtung
aufeinander folgenden Flussleiterstücken 6.1, 6.2 wenigstens
teilweise ausgefüllt
werden, so dass eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung der in Umfangsrichtung
alternierenden Abfolge von Permanentmagneten 4.1, 4.2,
..., 4.n und Flussleiterstücken 6.1, 6.2,
..., 6.n entsteht, welche durch eine Abfolge von Klammern 12 und
zugeordneten Befestigungsmitteln 14 in radialer Richtung
verspannt wird.
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In
einer in 3 gezeigten Weitergestaltung sind
zusätzliche
Halteelemente zur Momentenabstützung
an den Flussleitstück
vorgesehen. Zur Veranschaulichung ist hierzu in 3 ein
schematisch vereinfachter Axialschnitt eines Außenstator gezeigt, wobei im
vorliegenden Fall eine zweiphasige Transversalflussmaschine dargestellt
ist und die Komponenten der Statorbaueinheit zu beiden Seiten der
Rotationsachse 40 skizziert sind. Für eine Phase sind hierbei Haltestrukturen
zur Momentenabstützung 50.1, 50.2 für ein U-förmiges Flussleiterstück 6 dargestellt.
Die beiden Halteelemente zur Momentenabstützung 50.1 und 50.2 begrenzen
die Permanentmagnete 4.1.1 und 4.1.2 jeweils von
einer Seite in axialer Richtung. Sie sind in Form von Pratzen ausgebildet,
die am Rotorzylinder 16 befestigt sind und welche den ersten
Permanentmagnet 4.1.1 bzw. den zweiten Permanentmagnet 4.1.2 wenigstens
teilweise übergreifen.
Werden die Anlageflächen
der Permanentmagnet 6.1.1, 6.1.2 und der zugeordneten Halteelemente
zur Momentenabstützung 50.1, 50.2 mit
einem zur Rotationsachse 40 geneigten Verlauf ausgeformt,
so folgt bei einer kraftschlüssigen
Verbindung eine Kraftwirkung der Halteelemente zur Momentenabstützung 50.1, 50.2 mit
einer radialen und einer axialen Kraftkomponente. Die radiale Kraftkomponente
verspannt die Permanentmagnete gegen einen radialen Anschlag. Bei
der in 3 dargestellten Ausgestaltung ist dies der Außenzylinder 16. Die
axialen Kraftkomponenten sind aufgrund der seitlich, axialen Anordnung
der Halteelemente zur Momentenabstützung 50.1 und 50.2 entgegengesetzt zueinander
gerichtet, so dass die einzelnen Permanentmagneten 4.1.1 und 4.1.2 axial
gegeneinander verspannt werden und keine Bewegungsfreiheit in axialer
Richtung aufweisen. Wird anstatt separater Permanentmagnete 4.1.1, 4.1.2,
die jeweils den beiden Schenkeln eines U-förmigen Flussleiterstücks 6 zugeordnet
sind, ein einzelner Permanentmagnet verwendet, so folgt im Wesentlichen
eine entsprechende Wirkung bei Verwendung der Halteelemente zur
Momentenabstützung 50.1, 50.2,
welche durch eine Verspannung in radialer Richtung sowie eine Halterung
in axialer Richtung charakterisiert ist.
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Eine
bevorzugte Ausgestaltung der Statorbaueinheit geht aus 5 hervor.
Hierbei wird in schematisch vereinfachter Darstellung eine Ankerwicklung 20 gezeigt,
welche in axialer Richtung von einer ersten Zahnreihe 22.1 und
auf der gegenüberliegenden
Seite in axialer Richtung von einer zweiten Zahnreihe 22.2 begrenzt
wird. Die Zähne
dieser ersten und zweiten Zahnreihe 22.1, 22.2 weisen
mit ihren Endflächen
in Richtung der Rotorbaueinheit und damit in radiale Richtung. Im
dargestellten Fall ist die Statorbaueinheit als Innenstator ausgebildet.
Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Zahnreihen 22.1, 22.2 wenigstens
teilweise aus Blechpaketen aufgebaut. Hierfür können isolierte Elektrobleche
verwendet werden, wobei diese in einer axialen Abfolge angeordnet
sind. Die erste und die zweite Zahnreihe 22.1, 22.2 können in
Umfangsrichtung ein- oder mehrstückig
aufgebaut sein. Hierbei wird bevorzugt, dass die Zahnreihen 22.1, 22.2 wenigstens
an einer Stelle entlang des Umfangs der Statorbaueinheit zur Unterdrückung von
Wirbelströmen
unterbrochen sind.
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Wie
in 5 angedeutet, sind die Zähne des ersten Zahnrings 22.1 zu
jenen des zweiten Zahnrings 22.2 in Umfangsrichtung verschoben.
Hierbei wird eine Verschiebung um eine Polteilung T bevorzugt.
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Zur
Führung
des magnetischen Flusses von den Zähnen des ersten Zahnrings 22.1 zu
den Zähnen
des zweiten Zahnrings 22.2 muss eine Rückschlussstruktur vorgesehen
sein, welche die dritte Seite der Ankerwicklung begrenzt. Entsprechend
einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die Rückschlussstrukturen 24 in
Form von Blechpaketen ausgebildet, wobei die Einzelbleche im Wesentlichen
in Umfangsrichtung gestapelt sind. In Umfangsrichtung weist eine
Statorbaueinheit 2 eine Vielzahl von geblechten Rückschlussstrukturen 24 auf,
wobei jeder dieser geblechten Rückschlussstrukturen 24 in
Umfangsrichtung beidseits von einem Kühl- und Tragelement 26 begrenzt
ist. Demnach liegen die Zahnringe 22.1, 22.2 und
die Ankerwicklung 20 auf einer Jochstruktur auf, welche
eine alternierende Abfolge aus geblechten Rückschlussstrukturen 24 und
Kühl- und Tragelementen
umfasst. Eine solche Anordnung ist vorteilhaft, da durch die Kühl- und
Tragelemente die Anforderungen an die mechanische Stabilität erfüllt werden
und diese außerdem
eine hinreichende Kühlfunktion übernehmen.
Die Rückschlussstrukturen 24 können dann
von diesen Aufgaben betreffend die mechanische Stabilisierung und
die Kühlfunktion
befreit werden, so dass eine Vereinfachung in deren Ausgestaltung
und in der Materialwahl möglich
ist. Auf diese Art und Weise kann in einer bevorzugten Ausgestaltung
eine Rückschlussstruktur 24 in
Form eines Blechpakets ausgebildet werden, wobei jedes der Blechpakete
durch die in Umfangsrichtung angrenzenden Kühl- und Tragelemente 26 zusammengehalten
werden. Als geeignetes Material für die Kühl- und Tragelemente 26 hat
sich Aluminium erwiesen. Die Blechpakete der Rückschlussstruktur 24 können auch
von wenigstens drei Seiten eingefasst werden. Hierbei kann in einer
alternativen Gestaltung das Kühl-
und Tragelement als Ring ausgebildet werden, der entlang seines
Umfangs Ausnehmungen für die
geblechten Rückschlussstrukturen 24 aufweist. Ein
solches ringförmiges
Element kann auch aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt sein,
wobei hierfür
auch unterschiedliche Materialien verwendet werden können, um
die erwünschte
Trag- und Kühlfunktion
zu erfüllen.
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Entsprechend
einer Weitergestaltung der Statorbaueinheit kann der Ankerwicklung 20 ein
ringförmiges
Element 28 zugeordnet sein. Dies ist exemplarisch in 1 gezeigt.
Für den
dort dargestellten Innenstator wird die Ankerwicklung 20 auf
dem ringförmigen
Element 28 abgewickelt, welches in einer vorteilhaften
Ausgestaltung aus Aluminium besteht und die Aufgabe einer mechanischen
Stabilisierung und einer verbesserten Kühlleistung für die Statorbaueinheit
erfüllt.
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Die
erfindungsgemäße einseitige
Transversalflussmaschine kann als mehrphasige Maschine aufgebaut
werden. In 6 ist dies mit Bezug auf die Statorbaueinheit
skizziert, wobei eine zweiphasige Transversalflussmaschine dargestellt
ist. Für
jede der Phasen ist eine Ankerwicklung vorgesehen. Gemäß 6 ist
eine erste Ankerwicklung 20.1 einer ersten Phase und eine
zweite Ankerwicklung 20.2 einer zweiten Phase zugeordnet.
Für die
erste Ankerwicklung 20.1 sind in axialer Richtung beidseits
die Zahnreihen 20.1 und 20.2 vorgesehen. Der zweiten Ankerwicklung 20.2 werden
entsprechend die Zahnreihen 22.3 und 22.4 zugeordnet.
Ferner ist die Ausbildung weiterer Phasen denkbar. Beispielsweise wird
durch 7 eine dreiphasige, einseitig ausgebildete Transversalflussmaschine
skizziert. Diese weist die jeweils einer Phase zugeordneten Rotorbaueinheiten 1.1, 1.2, 1.3 und
die entsprechend zugeordneten Statorbaueinheiten 2.1, 2.2 und 2.3 auf. Die
zu den unterschiedlichen Phasen gehörenden Komponenten der Transversalflussmaschine
sind in axialer Richtung versetzt angeordnet.
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In 7 ist
ferner eine bevorzugte Anwendung einer erfindungsgemäßen einseitigen
Transversalflussmaschine dargestellt. Diese wird im vorliegenden
Fall als Schiffsantrieb verwendet, der außerhalb des Schiffsrumpfs in
einer Gondel untergebracht ist und welcher einen Schiffspropeller 100 antreibt. Solche
Schiffsantriebe werden als POD-Antriebe bezeichnet. Für derartige
Antriebe werden elektrische Antriebsmaschinen mit kleinen äußeren Abmessungen
und einem hohen Drehmoment bevorzugt. Alternative Anwendungsmöglichkeiten
für eine
erfindungsgemäße einseitige
Transversalflussmaschine sind ferner bei elektrische Antriebseinheiten
von Fahrzeugen, wie zum Beispiel Bussen, mit elektromotorisch betriebenen
Rädern
gegeben.