DE102004056263A1 - Vorrichtung zur differenzierten Einstellung des Magnetfeldes in einem YIG-Filter - Google Patents
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Abstract
Eine Vorrichtung zur differenzierten Einstellung des in einem YIG-Bandpaßfilter (1) herrschenden Magnetfeldes, wobei das YIG-Filter (1) mehrere YIG-Elemente (2) umfaßt, die durch Koppelschleifen (3) elektromagnetisch gekoppelt und einem ersten Magnetfeld (B¶0¶) ausgesetzt sind, sowie weiterhin planparallele Magnetpole (6) zur Erzeugung des ersten Magnetfeldes (B¶0¶) umfaßt, ist gekennzeichnet dadurch, daß zumindest eines der YIG-Elemente (2) einem zusätzlichen Magnetfeld (B¶1¶) ausgesetzt ist, welches durch zusätzliche Magnetspulen (7) erzeugt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur differenzierten Einstellung des in einem YIG-Filter herrschenden Magnetfeldes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- YIG-Bandpaßfilter verfügen über zumindest ein YIG-Element, welches vorzugsweise kugelförmig ausgebildet und aus einem Yttrium-Eisen-Granat (Yttrium-Iron-Garnet oder YIG) hergestellt ist. Die Resonatorwirkung wird mittels Koppelschleifen erzielt.
- Ein YIG-Bandpaßfilter ist beispielsweise aus der Druckschrift
US 5,294,899 bekannt. Das durchstimmbare YIG-Bandpaßfilter weist dabei einen festen Magnetpol, einen zu diesem beabstandeten, nicht planparallelen drehbaren Magnetpol, einen Elektromagneten zur Veränderung des Magnetfeldes zwischen den Polen und mehrere Resonatoren (YIG-Elemente) auf, die untereinander gekoppelt und in dem Magnetfeld zwischen den Polen angeordnet sind. Die Anzahl der ferrimagnetischen Resonatoren beträgt drei oder mehr mit je einem Eingangs- und Ausgangsresonator und zumindest einem dazwischenliegenden Resonator. Der drehbare Magnetpol wird so gedreht, daß die Resonatoren durch das Magnetfeld zwischen den beiden Magnetpolen auf unterschiedliche Resonanzfrequenzen abgestimmt werden. - Weiterhin ist es aus der Praxis bekannt, das Magnetfeld des Filters zwischen den Magnetpolen mit einem Gradienten zu versehen, um das Filter abstimmen zu können. Zu diesem Zweck werden die Polschuhe des Magneten bezüglich einer Raumachse gegeneinander verkippt, indem eine Unterlagscheibe einseitig zwischen den trennbaren Schenkel des Magneten gelegt wird.
- Nachteilig an dem genannten Verfahren ist dabei insbesondere, daß das Verfahren aufwendig ist, da jedes Mal der Magnet demontiert werden muß, um Unterlagscheiben verschiedener Stärke einlegen zu können.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach, eine Vorrichtung zur differenzierten Einstellung des Magnetfeldes für ein YIG-Filter zu schaffen, die eine Abstimmung auf nichtmechanischem Weg durch Einsatz eines zusätzlichen Magnetfeldes ermöglicht.
- Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Vorrichtung umfaßt dabei zusätzliche Magnetspulen, welche zumindest eines der YIG-Elemente einem zusätzlichen Magnetfeld aussetzen. Dadurch ist eine einfache, getrennte Einstellung des auf mindestens ein YIG-Element wirkenden Gesamtfeldes möglich, ohne den YIG-Filter zum Abgleich mehrfach mechanisch demontieren zu müssen.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Im Folgenden wird anhand der Zeichnung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beispielhaft dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine stark schematische, perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines YIG-Bandpaßfilters mit YIG-Elementen und Koppelschleifen, und -
2 eine schematische, perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels eines YIG-Bandpaßfilters mit einem zusätzlichen Magnetspulenpaar. - Die
1 zeigt in einer stark schematisierten, perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines YIG-Bandpaßfilters1 , das im Ausführungsbeispiel vier in einem nicht dargestellten Grundkörper angeordnete YIG-Elemente2 aufweist. Die YIG-Elemente2 sind dabei kugelförmig aus einem Yttrium-Eisen-Granat ausgebildet und durch Koppelschleifen3 elektromagnetisch miteinander gekoppelt. Durch je eine Ein- bzw. Auskoppelschleife4 erfolgt die Anbindung an Koaxialkabel5 nach außen. - Die Durchstimmbarkeit des YIG-Filters
1 ist durch die physikalischen Eigenschaften der YIG-Elemente2 im Zusammenwirken mit einem äußeren Magnetfeld B0 bedingt, welches, wie in2 dargestellt, über zwei Magnetpole6 erzeugt wird, zwischen denen die in1 dargestellten Filterkomponenten angeordnet sind. Der Übersichtlichkeit halber sind in2 nur die YIG-Elemente2 dargestellt. - Das Magnetfeld B0 bestimmt die Resonanzfrequenz der YIG-Elemente
2 , so daß durch eine Änderung des Magnetfeldes B0 eine Verschiebung der Resonanzfrequenz möglich ist. Um eine gute Anpassung des YIG-Filters1 zu erzielen, ist es jedoch notwendig, denjenigen der YIG-Elemente2 , die nicht direkt an die Ein- bzw. Ausgangsleitung4 gekoppelt sind, ein etwas größeres Magnetfeld anzubieten. - Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die Aufhebung der Planparallelität der Magnetpole
6 durch mechanische Verkippung der Magnetpole6 gegeneinander. Dabei wird auf einer Seite zwischen den nicht dargestellten Schenkelhälften des Magneten eine Unterlagscheibe eingeschoben, so daß zwischen den Magnetpolen6 bezüglich einer radialen Raumachse der gewünschte Gradient des Magnetfeldes entsteht. - Nachteilig an dieser Vorgehensweise ist ein komplizierter Abgleich des YIG-Filters
1 , bei dem immer wieder die gesamte Filterkonstruktion auseinandergeschraubt werden muß, damit Unterlagscheiben unterschiedlicher Dicke eingelegt werden können. - Demgegenüber erfolgt der Abgleich des Magnetfeldes B0 gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein überlagertes, zweites Magnetfeld B1. Dieses wird durch zusätzliche Magnetspulen
7 erzeugt, welche auf die Magnetpole6 aufgewickelt und untereinander durch eine Überleitung9 verbunden sind. - Dabei sind, wie aus
2 ersichtlich, die Magnetpole6 mit jeweils einem Schlitz8 versehen. Die Magnetspulen7 sind somit jeweils um eine Hälfte des jeweiligen Magnetpols6 gewickelt, so daß die Beeinflussung des Magnetfeldes B0 lediglich in einem begrenzten Bereich um zwei der im Ausführungsbeispiel vier YIG-Elemente2 stattfindet. Über den Strom durch die zusätzlichen Magnetspulen wird in dem gewählten Bereich ein Magnetfeld B1 erzeugt, welches sich bei entsprechender Richtungswahl des Stromes zum bereits vorhandenen Feld addiert. - Die Schlitze
8 in den Magnetpolen6 sind dabei parallel zueinander und mittig zu den beiden Paaren von YIG-Elementen2 angeordnet. Dabei befinden sich nur diejenigen YIG-Elemente2 , welche nicht direkt an die Ein- bzw. Ausgangsleitung4 gekoppelt sind, im Wirkungsbereich des zusätzlichen Magnetfeldes B1. Der eingeprägte Strom bestimmt dann den Offset in den Resonanzfrequenzen der beiden Paare von YIG-Elementen2 zueinander. - Das Prinzip der zusätzlichen Magnetspulen
7 kann je nach Geometrie beliebig verfeinert werden. So ist es z.B. möglich, bei gängigen mehrstufigen YIG-Filtern1 einzelne Bereiche mit einem zusätzlichen Magnetfeld B1 zu beaufschlagen, indem die Magnetpole6 mehrfach geschlitzt ausgebildet und dann in einzelnen Bereichen wie z.B. in Hälften, Vierteln oder anderen Teilungen mit den zusätzlichen Magnetspulen7 versehen werden. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, einem drei- oder mehrstufigen YIG-Filter1 an beliebigen Positionen ein Magnetfeld B1 zu superponieren, um den Abgleich in einfacher und zuverlässiger, stufenlos variierbarer Form zu ermöglichen. - Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel begrenzt und für beliebig ausgestaltete YIG-Filter
1 beispielsweise mit mehr YIG-Elementen2 oder unterschiedlichen Anordnungsgeometrien geeignet. Die einzelnen Merkmale sind dabei beliebig miteinander kombinierbar.
Claims (11)
- Vorrichtung zur differenzierten Einstellung des in einem YIG-Filter (
1 ) herrschenden Magnetfeldes, wobei das YIG-Filter (1 ) mehrere YIG-Elemente (2 ) umfaßt, die durch Koppelschleifen (3 ) elektromagnetisch gekoppelt und einem ersten Magnetfeld (B0) ausgesetzt sind, sowie Magnetpole (6 ) zur Erzeugung des ersten Magnetfeldes (B0) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eines der YIG-Elemente (2 ) einem zusätzlichen Magnetfeld (B1) ausgesetzt ist, welches durch zumindest zwei zusätzliche Magnetspulen (7 ) erzeugt wird. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetpole (
6 ) jeweils zumindest einen Schlitz (8 ) aufweisen. - Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Magnetspulen (
7 ) so auf die Magnetpole (6 ) gewickelt sind, daß sie durch die Schlitze (8 ) verlaufen. - Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (
8 ) parallel zueinander ausgebildet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetspulen (
7 ) so angeordnet sind, daß das zusätzliche Magnetfeld (B1) auf diejenigen YIG-Elemente (2 ) wirkt, welche nicht an eine Ein- bzw. Ausgangsleitung (4 ) gekoppelt sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetspulen (
7 ) getrennt von den Magnetspulen, welche das erste Magnetfeld (B0) erzeugen, mit Strom beaufschlagt werden können. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetfelder (B0, B1) additiv wirken.
- Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetpole (
6 ) jeweils mehrere Schlitze (8 ) aufweisen. - Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetpole (
6 ) dadurch Halb-, Viertel- oder höhere Teilungen erhalten. - Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Magnetspulen (
7 ) jeweils um einen der durch die Teilungen entstandenen Magnetpolanteil gewickelt sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Magnetspulen (
7 ) durch eine Überleitung (9 ) miteinander gekoppelt sind.
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| CN110137646B (zh) * | 2019-06-19 | 2024-01-16 | 西南应用磁学研究所 | 一种中心频率与带宽双调的带通滤波器及调制方法 |
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