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DE102004056001A1 - Vorrichtung zum Handling von Montage- und Prüfanweisungen - Google Patents

Vorrichtung zum Handling von Montage- und Prüfanweisungen Download PDF

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DE102004056001A1
DE102004056001A1 DE102004056001A DE102004056001A DE102004056001A1 DE 102004056001 A1 DE102004056001 A1 DE 102004056001A1 DE 102004056001 A DE102004056001 A DE 102004056001A DE 102004056001 A DE102004056001 A DE 102004056001A DE 102004056001 A1 DE102004056001 A1 DE 102004056001A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
test
assembly
signature
documents
sap
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102004056001A
Other languages
English (en)
Inventor
Ardeshir Iranpour
Harald BÄR
Günther Dornauer
Wolfgang Esch
Gabriele Franz
Jürgen REINHARDT
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erstellung, Bereitstellung und Dokumentation von Montage- und Prüfanweisungen mit folgenden Komponenten:
- eine Erfassungsvorrichtung (1),
- eine daran angeschlossene interaktive elektronische Dokumentationsvorrichtung (5) zur Verarbeitung der erfassten Montage- und Prüfanweisungen, mit der
- ein Telefon- und Adressverzeichnis (6) und
- eine Dokumentenverwaltung (7) zum Austausch von Statusmeldungen, auftragsspezifischen Montage- und Prüfunterlagen, Textbausteinen, Steuerungsdateien und Auftragsdaten verbunden ist,
- eine Signaturvorrichtung (9) zur Überprüfung von durch die Dokumentationsvorrichtung (5) erstellten Dokumenten (8) und
- ein Archivsystem (11), das mit der Signaturvorrichtung (9) und der Dokumentenverwaltung (7) verbunden ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erstellung, Bereitstellung und Dokumentation von auftragsspezifischen Montage- und Prüfanweisungen.
  • Es ist bekannt, Dokumente wie Prüfanweisungen und Protokoll-Templates (DMR) beispielsweise mit einem Textverarbeitungsprogramm wie WORD, FrameMaker oder dergl. zu erstellen und mittels einer elektronischen Dokumentenverwaltung freizugeben und zu archivieren. Die Prüfanweisungen und Protokoll-Templates werden dann in Papierform den Prüfern für den jeweiligen Kundenauftrag zur Verfügung gestellt (DMR). Bei der anschließenden Systemprüfung werden nur die relevanten Anteile der Prüfanweisung durchgeführt und die Ergebnisse im Protokoll festgehalten. Nach erfolgtem Review des fertig ausgefüllten Prüfprotokolls wird dieses, ergänzt um weitere Papierdokumente eingescannt und in der elektronischen Dokumentenverwaltung archiviert.
  • In dem Artikel „Dokumentenverwaltung & Wissensmanagement für Hochschulen" von Wiechmann, Zahlten und Mayerl, IBM Content Manager V8.2, erschienen im September 2003 ist anhand einer Infrastruktur zur Implementierung integrierter Archiv-, Dokumenten- und Content-Managementservices ein Dokumentensystem allgemein beschrieben.
  • Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass eine Erstellung von Montage- und Prüfunterlagen, sowie deren Nutzung innerhalb des Montage- und Prüfprozesses (eDeviceMasterRecord) und der Dokumentation der Prüfergebnisse (eDeviceHistoryRecord) ohne Medienbrüche erfolgt, so dass der Ablauf ohne Schnittstellen elektronisch abgebildet wird, wobei die Belange des CFR 21 Part 11 zu berücksichtigen sind.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß für eine Vorrichtung durch folgende Komponenten gelöst:
    • – eine Erfassungsvorrichtung,
    • – eine daran angeschlossene interaktive elektronische Dokumentationsvorrichtung zur Verarbeitung der erfassten Montage- und Prüfanweisungen, mit der
    • – ein Telefon- und Adressverzeichnis und
    • – eine Dokumentenverwaltung zum Austausch von Statusmeldungen, spezifische Montage- und Prüfunterlagen, Textbausteine, Steuerungsdateien und Auftragsdaten verbunden ist,
    • – eine Signaturvorrichtung zur Überprüfung von durch die Dokumentationsvorrichtung erstellten Dokumenten und
    • – ein Archivsystem, das mit der Signaturvorrichtung und der Dokumentenverwaltung verbunden ist.
  • In vorteilhafter Weise kann die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Corporate Directory aufweisen, das mit der Signaturvorrichtung in Verbindung steht, die eine Authenzitätsprüfung der dem Dokument zugeordneten digitalen Signatur mit im Corporate Directory hinterlegten Daten durchführt.
  • Zweckmäßigerweise sind die einzelnen Komponenten über ein Intranet verbunden.
  • Erfindungsgemäß kann die Erfassungsvorrichtung eine Computer-Tastatur zur manuellen Prüfung, eine Scanvorrichtung zum Einlesen von Dokumenten und/oder eine Schnittstelle oder Sensoren eines Prüfautomaten aufweisen.
  • Mit dieser Vorrichtung lässt sich ein Verfahren zur Erstellung, Bereitstellung und Dokumentation von Montage- und Prüfanweisungen durch folgende Schritte durchführen:
    • a) elektronische Erstellung von Fertigungs- und Prüfvorgaben aller Varianten eines Produktes, wie beispielsweise Q-Richtlinien, Prozessbeschreibungen oder Zeichnungen,
    • b) elektronische Speicherung von Fertigungs- und Prüfvorgaben aller Varianten eines Produktes,
    • c) elektronische Bereitstellung zur Montage und/oder Prüfung der Produkte werden die Fertigungs- und Prüfvorgaben für eine kundenspezifische Produktvariante,
    • d) Eingabe und Erfassung der während der Montage oder Prüfung erhaltenen Messergebnisse durch eine Erfassungsvorrichtung und
    • e) elektronische Aufzeichnungen über Entstehung und Wartung jedes einzelnen Produktexemplars, wie beispielsweise Prüfergebnisse oder Seriennummern.
  • Dabei kann der Schritt a) die Erstellung von kompletten Montage/Prüfanweisungen mittels einzelner Textbausteinen zur Wiederverwendung (Mehrfachnutzung), eine elektronische Freigabe der Anweisungen und/oder Textbausteine in einer elektronischen Dokumentenverwaltung und/oder eine Archivierung im Archivsystem umfassen.
  • Der Schritt c) kann eine auftragsbezogene Zusammenstellung der Montage-/Prüfanweisung auf Basis von SAP-Daten umfassen.
  • Zusätzlich kann der Schritt e) eine elektronische Plausibilitätsprüfung der Prüfergebnisse (Erleichterung des DHR-Reviews), eine Nutzung von Formeln, eine Dokumentation von Deviations und verwendeten Messmitteln, eine Speicherung von Prüfergebnissen in einer SQL-Datenbank zur weiteren Auswertung (Trending), eine digitale Signatur zum Abschluss der Prüfung mittels Acrobat oder M-Doc Signer und/oder eine Archivierung als "Gesamt-DHR" ohne zusätzliche Signatur im Archivsystem umfassen.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Vorrichtung zur Abarbeitung von Montage- und Prüfanweisungen,
  • 2 User-Interface eines Textbausteineditors zur Erläuterung des Prozesses zur Textbausteinerstellung,
  • 3 User-Interface einer Steuerdatei zur Erläuterung des Prozesses zu deren Erstellung,
  • 4 User-Interface für ein Prüfprotokoll zur Erläuterung des Prozesses zur Protokollgenerierung,
  • 5 Objektfluss innerhalb der elektronischen Dokumentationsvorrichtung IED,
  • 6 DMR-Anteil des Objektflusses der Anwendung IED,
  • 7 Prozessablauf der Prüfung und
  • 8 Prozessablauf des DHR-Scans.
  • In der 1 ist eine Vorrichtung zur Abarbeitung von Montage- und Prüfanweisungen mit einer Erfassungsvorrichtung 1 der Montage- und Prüfergebnissen vorgesehen, die eine Eingabevorrichtung wie eine Computer-Tastatur 2 zur manuellen Prüfung, eine Scanvorrichtung 3 zum Einlesen von Dokumenten und/oder eine Schnittstelle oder Sensoren 4 eines Prüfautomaten umfassen kann.
  • Die Erfassungsvorrichtung 1 ist mit einer interaktiven elektronischen Dokumentationsvorrichtung 5 (IED) verbunden. Über einem betriebsinternen Telefon- und Adressverzeichnis 6 (Meta Directory, MD) werden Benutzerdaten der Dokumentationsvorrichtung 5 zugeführt. An der Dokumentationsvorrichtung 5 ist weiterhin eine Dokumentenverwaltung 7 (SAP EDM) angeschlossen, die mit der Dokumentationsvorrichtung 5 Statusmeldungen, auftragsspezifische Montage- und Prüfunterlagen, Textbaustei ne, Steuerungsdateien und Auftragsdaten austauscht. Die abzulegenden Dokumente 8 werden einer Signaturvorrichtung 9 zugeführt, die mit einem Corporate Directory 10 in Verbindung steht und eine Authenzitätsprüfung der dem Dokument zugeordneten digitalen Signatur mit den im Corporate Directory 10 hinterlegten Daten durchführt. Anschließend erfolgt die Archivierung der Dokumente und Dokumentation in einem Archivsystem 11. Die erfolgreiche Archivierung wird direkt an die Dokumentenverwaltung 7 gemeldet. Alle Komponenten können über ein Intranet verbunden sein.
  • Anhand der 2 wird nun ein Textbausteineditor erläutert, dessen User-Interface dargestellt ist. Der Textbausteineditor ist Bestandteil der IED 5 und bewirkt eine Erstellung und Bearbeitung von Prüf- und Messanweisungen. In einem übergeordneten Bereich 12 sind Details wie der Titel oder der Gliederungspunkt, Land, die Dokumentenidentifikationsnummer sowie weitere Steuermöglichkeiten vorgesehen. Der eigentliche Textteil 13 weist eine Steuerleiste 14 mit verschiedenen allgemein bekannten Steuerfunktionen auf. Durch Kartenreiter 15 kann zwischen verschiedenen Sichten wie Text, Details, Grafik und Hinweise umgeschaltet werden. In dem Hauptbereich des Textteils 13 selber ist der Ablauf eines Prüfschrittes detailliert verbal beschrieben. In dem hier gezeigten Beispiel wird eine Spannungsgangkorrektur durchgeführt. Durch unter dem Textteil angeordnete Buttons 16 lassen sich Messtexte und Formeln zur Berechnung von Prüfergebnissen eingeben sowie Einstellungen durchführen. Weiterhin können der Inhalt gespeichert und der Textbausteineditor geschlossen werden.
  • In der 3 ist ein User-Interface zur Bearbeitung von Steuerdateien dargestellt, in der sämtliche mögliche Messschritte aufgeführt sind. Es wird eine Steuerdatei für ein bestimmtes Produkt über das IED 5 aufgerufen, das in der Steuerleiste 17 angegeben ist. Die Steuerdatei besteht aus einer Vielzahl von Prüfkapiteln 18 und Prüf- und Messschritten 19. Entsprechend ihrer Funktion sind die einzelnen Prüf kapitel 18 und Prüf- und Messschritten 19 gesondert gekennzeichnet. So sind die Prüfkapitel 18 beispielsweise durch einen Ordner markiert. Bei einzelnen Prüf- und Messschritten 19 sind Abhängigkeiten für die einzelnen Kundenaufträge mit Regeln hinterlegt. Dies ist durch Markierungen 20 gekennzeichnet. So kann beispielsweise eine derartige Regel besagen, dass nur das Land USA betroffen ist, wie dies durch die Punkte 3.3. und 3.4. dargestellt ist.
  • Das bedeutet jedoch, dass die derart markierten Prüf- und Messschritte 19 nicht bei allen Prüfungen erforderlich sind, wie dies noch weiter unten erläutert wird. Nach der Bezeichnung des Prüf- und Messschrittes 19 folgt die Angabe der Datei mit ihrem Status.
  • In der 4 ist nun ein User-Interface für ein über das IED 5 abrufbares Prüfprotokoll wiedergegeben (UI). In dem oberen Teil einer Steuerleiste 21 ist der spezielle Kundenauftrag mit seinen Informationen spezifiziert. In einem Übersichtsordner sind lediglich die für diesen speziellen Kundenauftrag erforderlichen Prüf- und Messschritte 19 einzeln aufgeführt. So sind in diesem Beispiel die Prüfschritte 3.4. sowie 4.3. nicht vorgesehen, da sie für ein Produkt gemäß dieses speziellen Kundenauftrages nicht erforderlich sind.
  • Weiterhin sind die Bedeutung und der Abarbeitungsgrad der Prüf- und Messschritte 19 gekennzeichnet. So kennzeichnen die Brillen 22 vor den Prüf- und Messschritten 19, dass der Prüfer diesen zwar lesen kann, dies jedoch kein Pflichtfeld ist. Die Stifte 23 kennzeichnen Pflichtfelder, in denen Eingaben gemacht werden müssen. Die Häkchen 24 kennzeichnen einen Prüf- und Messschritten 19, der durchgeführt wurde und in Ordnung ist. Die mit Stern 25 markierten Prüfschritte wurden wiederholt durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Die mit einem Fragezeichen 26 in einer Raute markierten Prüfschritte wurden zwar durchgeführt, deren Messwerte liegen jedoch außerhalb des Toleranzbereiches. Dieses kann akzeptabel sein, muss jedoch genau erfasst und dokumentiert werden. Dazu werden dann spezielle Bemerkungen eingegeben, die besagen können, warum diese Überschreitung des Toleranzbereiches in Ordnung ist.
  • Diese Markierungen können zur besseren Übersicht auch farbig sein, wobei die Häkchen 24 grün, die Sterne 25 gelb und die Fragezeichen 26 blau sein können.
  • Der ausgewählte, aktuelle Prüfungsschritt ist in bekannter Weise farbig hinterlegt. Die dazu dienenden Anweisungen sind im rechten Feld eingetragen.
  • Durch die Felder sind die einzelnen Messschritte 27 innerhalb eines Prüfschrittes 19 aufrufbar. Diese können durch den Prozessplaner in beliebig großer Anzahl für einen Prüfschritt 19 eingerichtet werden. Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, Prüfergebnisse inkl. eventuellem Soll-Ist-Vergleich, Toleranzüberprüfung usw. für ein späteres Protokoll zu erfassen.
  • In einem Textfeld 28 sind die einzelnen Messschritte 27 ausführlich beschrieben.
  • Das Prüfprotokoll wird über das IED 5 von einer Prüfperson abgerufen und nacheinander schrittweise abgearbeitet. Dabei werden die bei den mit dem Stift 23 markierten Prüfschritten 19 Messwerte über die Erfassungsvorrichtung 1 eingetragen und zur Protokollierung erst in der Dokumentationsvorichtung 5 zwischengespeichert und nach erfolgter Prüfung im Archivsystem 11 abgespeichert, wobei es durch die Signaturvorrichtung 9 mit einer überprüften Signatur des Prüfers versehen ist.
  • Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt sich das Handling von Montage- und Prüfanweisungen durch folgende Schritte beschreiben:
    • a) Fertigungs- und Prüfvorgaben aller Varianten eines Produktes, wie beispielsweise Q-Richtlinien, Prozessbe schreibungen oder Zeichnungen, werden mittels der Erfassungsvorrichtung 1 und der IED 5 elektronisch erstellt.
    • b) Anschließend werden die Fertigungs- und Prüfvorgaben aller Varianten eines Produktes in der Dokumentenverwaltung 7 (SAP-EDM) elektronisch gespeichert.
    • c) Zur Montage und/oder Prüfung der Produkte werden die Fertigungs- und Prüfvorgaben für eine kundenspezifische Produktvariante elektronisch durch das IED 5 bereitgestellt.
    • d) Während der Montage oder Prüfung erhaltene Messergebnisse werden durch die Erfassungsvorrichtung (1) eingegeben.
    • e) Die Entstehung und Wartung jedes einzelnen Produktexemplars, wie beispielsweise Prüfergebnisse oder Seriennummern, werden ausführlich Protokolliert und elektronisch im Archivsystem 11 abgespeichert.
  • Zusätzlich können beim Schritt a) komplette Montage/Prüfanweisungen mittels einzelner Textbausteine zur Wiederverwendung und Mehrfachnutzung erstellt werden. In einer elektronischen Dokumentenverwaltung (7) enthaltene Anweisungen und/oder Textbausteine können elektronisch freigegeben und im Archivsystem (11) gespeichert werden.
  • Zusätzlich kann beim Schritt c) eine auftragsbezogene Zusammenstellung der Montage-/Prüfanweisung auf Basis von SAP-Daten erfolgen.
  • Weiterhin können beim Schritt e) eine elektronische Plausibilitätsprüfung der Prüfergebnisse (Erleichterung des DHR-Reviews) erfolgen. Es lassen sich auch Formeln nutzen. Deviations und verwendeten Messmittel können zusätzlich dokumentiert werden. Prüfergebnisse lassen sich in einer SQL-Datenbank zur weiteren Auswertung (Trending) abspeichern. Zum Abschluss der Prüfung lassen sich die Dokumente und Unterlagen mittels Acrobat oder M-Doc Signer digital signieren. Abschließend kann eine "Gesamt-DHR" ohne zusätzliche Signatur im Archivsystem 11 archiviert werden.
  • Durch die erfindungsgemäße interaktive elektronische Dokumentationsvorrichtung 5 und die Einführung eines Tools beispielsweise auf Softwarebasis zur Erstellung und Verwendung von Montage- und/oder Prüfunterlagen wird der Ablauf ohne Schnittstellen elektronisch abgebildet. Hierbei sind die Belange des Code of Federal Regulations (CFR) 21 Part 11 zu berücksichtigen. CFR 21 Part 11 ist Bestandteil der Gesetzestexte seitens der Food and Drug Administration (FDA). Folgende Details können hierbei dargestellt werden:
    • • modularer Aufbau der Fertigungsdokumentation,
    • • automatische Zusammenstellung der Fertigungsdokumente auf Basis von SAP-Auftragsdaten,
    • • Elektronische Plausibilitätsprüfung der Prüfergebnisse,
    • • elektronische Erfassung von Prüfdaten,
    • • elektronische Freigabe, inkl. digitaler Signatur von DHRs sowie der Archivierung über SAP-EDM (Archivsystem 11),
    • • Nutzung des DV-Tools mittels LAN und WLAN und
    • • WEB-basierte Darstellung (Zugriff mittels Intranet).
  • Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung der Vorrichtung zum Handling von Montage- und Prüfanweisungen können Montage- und Prüfunterlagen auf einfache Weise erstellt und innerhalb des Montage- und Prüfprozesses (eDeviceMasterRecord) und der Dokumentation der Prüfergebnisse (eDeviceHistoryRecord) ohne Medienbrüche genutzt werden.
    • • eDMR – Erstellung (Planung) – Erstellung von kompletten Montage/Prüfanweisungen mittels einzelner Textbausteinen zur Wiederverwendung (Mehrfachnutzung), – Elektronische Freigabe der Anweisungen/Textbausteine in Dokumentenverwaltung 7 (EDM), Archivierung im Archivsystem 11,
    • • eDMR – Bereitstellung (Montage/Prüfung) – Auftragsbezogene Zusammenstellung der Montage-/Prüfanweisungen auf Basis von SAP-Daten
    • • eDHR – Elektronische Plausibilitätsprüfung der Prüfergebnisse (Erleichterung des DHR-Reviews), – Nutzung von Formeln, – Dokumentation von Deviations und verwendeten Messmitteln, – Prüfergebnisse in SQL-DB zur weiteren Auswertung (Trending), – Digitale Signatur zum Abschluss der Prüfung mittels SW-Standard Paketen wie Acrobat, Mentana und/oder M-Doc Signer und – Archivierung als "Gesamt-DHR" ohne zusätzliche Signatur im Archivsystem.
  • Durch den modularen Aufbau der Prüfanweisung können einzelne Prüfschritte 19 mehrfach ohne Neuerstellung wiederverwendet werden. Dadurch reduziert sich auch die Pflege einzelner Prüfschritte 19. Dies wird auch durch die Harmonisierung des Editors erreicht.
  • Die auf Basis von SAP-Kundenauftragsdaten erstellte Prüfanweisung inkl. zugehörigem Prüfprotokoll (4) beinhaltet nur noch die notwendigen Prüfschritte 19.
  • Durch die integrierte Überprüfung der eingetragenen Prüfergebnisse inkl. der Berechnung durch Formeln, wird die Qualität deutlich gesteigert bzw. die Überprüfung während des Reviews deutlich erleichtert.
  • Elektronische Freigabe und digitale Signatur von Prüfprotokollen kann mittels Acrobat und M-Doc Signer von Mentana durch die Signaturvorrichtung 9 erfolgen.
  • Als weiteren Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des damit durchführbaren Verfahrens ergibt sich eine Flexibilisierung der Fertigung durch den Einsatz eines Wireless LAN in Verbindung mit der Nutzung von IED 5.
  • Der durchgängige elektronische Prozess von der Erstellung von Montage- und Prüfunterlagen bis zur Archivierung der einzelnen System-DHRs in einem elektronischen Archivsystem 11 reduziert mögliche Prozessfehler.
  • In der 5 ist der Objektfluss innerhalb der elektronischen Dokumentationsvorrichtung IED 5 in der Übersicht gezeigt. Mittelpunkt sind der Device Master Record 30 (DMR) und der Device History Record 31 (DHR). Benötigt werden noch ein Dokumentenmanagementsystem 32 (DMS) mit einem Übersetzungstool 33 und eine SAP-Dokumentenverwaltung 34 (SAP EDM) und eine SAP-Logistik 35 (SAP LOG). Von Device Master Record 30 werden einsprachige Prozessdokumente 36 an das Dokumentenmanagementsystem 32 geliefert, das mittels des Übersetzungstools 33 multilinguale Prozessdokumente 37 liefert. Dabei können vorhandene Unterlagen 38 beidseitig genutzt werden.
  • Der DMR 30 bewirkt eine Prüfung, Montage, Erstellung von Packlisten, Installation und StartUP. Zuerst übergibt sie fertigungsrelevante Montage- und Prüfungsanweisungen 39 an SAP-Dokumentenverwaltung 34. Nach Erstellung multilingualer Prozessdokumente 37 erfolgt die Übergabe von Montage- und StartUP-Anweisungen (POD) 40 an SAP-Dokumentenverwaltung 34. Nachfolgend werden Packlisten 41 übergeben. Von der SAP-Dokumentenverwaltung 34 können durch die DMR 30 vorhandene DMR-Unterlagen 42 genutzt werden. Ebenfalls erfolgt eine Rückmeldung 43 des SAP-Status. Vom DHR 31 werden signierte Unterlagen 44 an die SAP-Dokumentenverwaltung 34 geliefert. Weiterhin werden die Freigabe des Dokumenteninfosatzes (DIS) und die Statusfortschreibung 45 an die SAP-Dokumentenverwaltung 34 übermittelt.
  • Durch eine Scan-Komponente 46 werden über einen DHR-Scan 47 Dokumente in den DHR 31 zugefügt. Mittels einer Prüf-Datenerfassung 48 können manuelle Prüfdaten 49 und mittels eines Testers 50 Prüfdaten in den DHR 31 eingegeben werden. Mittels einer PDF-Übergabe 51 werden in einer externen Komponente 52 für die Verifizierung einer digitalen Signatur die PDF-Dokumente signiert und als signiertes PDF-Dokument 53 dem DHR 31 wieder zugeführt.
  • Aus der SAP-Logistik 35 werden Kundenauftrags- und Fertigungsauftrags-Daten 54 (KAUF-/FAUF) ausgeleitet. Rückmeldungen von DHR 31 an die SAP-Logistik 35 erfolgt über Rückmeldepunkte 55 und Servicemeldungen 56. Weiterhin hat das DHR 31 Zugriff auf Fertigungsmaschinen 57, Prozess- 58 und Material-Traceability 59.
  • In der 6 ist der DMR-Anteil des Objektflusses der Anwendung IED näher erläutert. Auf der linken Seite sind die durch SAP-EDM durchgeführten Prozessschritte und auf der rechten Seite die von IED angeordnet und dargestellt. In einem ersten Prozess erfolgt die Erstellung 60 von Textbausteinen (TB). In einem weiteren Prozessschritt erfolgt deren Konfiguration 61. Nach einem Review 62 der Textbausteine erfolgt eine Freigabe 63 zum Review. Anschließend werden PDF-Dokumente von SAP EDM übergeben 64.
  • In einem weiteren Prozess erfolgt die Erstellung 65 von Steuerdateien, in die in einem Schritt 66 Textbausteine eingebunden werden können. Daraufhin erfolgt eine System-Zuweisung 67. In einer wiederkehrenden Schleife werden Simulationen und Tests 68 durchgeführt. Sind die Simulation und die Tests 68 erfolgreich, werden eine PDF-Konvertierung 69 durchgeführt und in Schritt 70 die Steuerdateien als PDV-Dateien an SAP EDM übergeben. Daraufhin erfolgt die Freigabe 71 der Steuerdateien und eine Rückmeldung 72 des Status an IED. Als letzter Schritt werden die Textbausteine einer Workflow-Freigabe 73 (WF) unterzogen.
  • Die in 7 dargestellte Prüfung wird durch folgende Systeme durchgeführt:
    Externe Systeme EXT, IED, SAP-Logistik (SAP LOG), SAP EDM und der Kunde (Client). Als erstes erfolgt eine Erfassung 74 des Fertigungsauftrags FAUF und der Seriennummer, die im Schritt 75 an ein Modul 76 übergeben wird, das abfragt, ob ein FAUF im System vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, erfolgt eine Anforderung des FAUF 77 und das Setzen eines Rückmeldepunkt für Arbeitsfortschritt (RMP) 78. Danach wird eine Ausleitung 79 der FAUF durchgeführt, die in eine interne Ermittlung der Prüfanweisung 80 mündet. Im Falle des Vorhandenseins eines Fertigungsauftrags wird von Schritt 76 sofort zur internen Ermittlung 80 übergegangen. Anschließend erfolgt in einer Abfrage 81, ob die Steuerdatei (CF) durch die SAP EDM freigegeben wurde. Im Falle eines NEINS 82 erfolgt eine Abbruchmeldung 83. Im bejahenden Fall 84 wird als nächstes die Erstellung spezieller Prüfungsanweisungen 85 durchgeführt. Nach erfolgter Protokollierung 86 der Testergebnisse erfolgt eine Plausiprüfung 87. Diese Schritte 85 bis 87 können, wie dies durch Pfeil 88 angedeutet wird, wiederholt durchlaufen werden. Nach einer Akzeptanz-Prüfung mittels elektr. Signatur 89 erfolgt die Konvertierung 90 in PDF-Dokumente. Dabei können Scan-Dateien 91 und Attachements 92 beigefügt werden. Nach der Übergabe 93 der PDF- und Dokumentenparameter erfolgt eine digitale Signatur 94 auf Basis des PKI durch den Client. Zur Sicherheit erfolgt eine Verifizierung 95 gegen das SCD. Nach einer Übergabe 96 der Signaturparameter erfolgt durch eine externe Komponente 97 die Verifizierung der digitalen Signatur. Kann diese nicht durchgeführt werden, so wird die digitale Signatur 94 wiederholt eingeleitet. War sie dagegen erfolgreich, wird sie an ein internes Dokumentenmanagementsystem (DMS) 98 weitergeleitet. Aus diesem System erfolgt eine Übergabe 99 des Dokumenteninfosatzes und der PDF-Dateien zur Archivierung 100 in der SAP-EDM. Anschließend erfolgt eine Statusrückmeldung 101.
  • In der 8 ist der Prozessablauf des DHR-Scans wiedergegeben. Die Scan-Dateien 102 werden einem PDF-Konverter 103 zugefügt, der eine Übergabe 104 der PDF- und Dokumentenpara meter durchführt. Nach erfolgter digitaler Signatur 105, beispielsweise auf Basis des PKI, erfolgt eine Verifizierung 106 gegen das SCD. Die digitalen Signaturparameter werden nach Übergabe 107 und einer Abfrage 108 überprüft, die die Verifizierung prüft. War die Signatur nicht erfolgreich, muss der Schritt 105 nochmals durchgeführt werden. Andernfalls können die Parameter im internen Dokumentenmanagementsystem 109 abgespeichert werden. Nach Übergabe 110 der PDF-Dateien an das SAP-EDM erfolgt eine Archivierung 111. Die Statusrückmeldung 112 wird einer Abfrage 113 zugeführt, ob der Scan und das Protokoll in Ordnung sind. Sollte dies nicht der Fall sein, so können Korrekturen 114 durchgeführt werden. Dieser Vorgang kann, wie Pfeil 115 zeigt, mehrfach durchlaufen. Ergibt die Abfrage 113, dass sowohl der Scan als auch das Protokoll in Ordnung sind, erfolgt eine Freigabe 116 der Dokumentenidentifikation (DIS) und die Freigabe 117 wird in der EDM abgelegt.
  • Durch das erfindungsgemäße System sowie die erfindungsgemäßen Prozessabläufe kann der vollständige Fertigungsablauf auftragsspezifisch erfasst, überprüft und dokumentiert werden. Für jeden Kundenauftrag kann durch die Logistik Online eine Dokumentation aller Prüfergebnisse mit Plausibilitätsprüfung erfolgen. Dabei können Prüfabhängigkeiten aufgrund einer dynamischen Bedienerführung eingegeben werden, durch die beispielsweise erreicht wird, das ein Schritt erst ausgeführt werden kann, wenn Bedingungen erfüllt wurden, beispielsweise drei vorhergehende Schritte abgeschlossen wurden. Die dynamische Bedienerführung kann während der Prüfung beispielsweise durch ein Update der Anweisungen geändert werden.
  • Anhang
  • In der Beschreibung verwendete Abkürzungen:
  • CF
    Control File
    CFR
    Code of Federal Regulations
    DHR
    Device History Record Aufzeichnungen über Entstehung und Wartung jedes einzelnen Produktexemplars, z.B. Prüfergebnisse, Seriennummern
    DIS
    Dokumenten Info Satz
    DMR
    Device Master Record Fertigungsvorgaben, z.B. Q-Richtlinien, Prozessbeschreibungen, Zeichnungen
    DMS
    Dokumenten Management System
    eDHR
    eDeviceHistoryRecord
    EDM
    Electronic Document Management Dokumentenverwaltung
    eDMR
    eDeviceMasterRecord
    EHR
    Entwicklungsaufzeichnungen, z.B. Spezifikationen, Testergebnisse
    FAUF
    Fertigungsauftrag (SAP)
    FDA
    Food and Drug Administration
    IED
    interaktive elektronische Dokumentationsvorrichtung
    KAUF
    Kundenauftrag (SAP)
    MD
    Meta Directory
    Pdfy
    Externe Komponente für die Verifizierung der digitalen Signatur
    PKI
    Public Key Infrastructur
    POD
    Printing on Demand
    RMP
    Rückmeldepunkt für Arbeitsfortschritt (SAP)
    SAP-EDM
    SAP Dokumentenverwaltung
    SCD
    Siemens Corporate Directory
    SQL-DB
    Structure Query Language Datenbank
    TB
    Textbaustein
    WF
    Workflow

Claims (6)

  1. Vorrichtung zur Erstellung, Bereitstellung und Dokumentation von auftragsspezifischen Montage- und Prüfanweisungen mit folgenden Komponenten: – eine Erfassungsvorrichtung (1), – eine daran angeschlossene interaktive elektronische Dokumentationsvorrichtung (5) zur Verarbeitung der erfassten Montage- und Prüfanweisungen, mit der – ein Telefon- und Adressverzeichnis (6) und – eine Dokumentenverwaltung (7) zum Austausch von Statusmeldungen, auftragsspezifischen Montage- und Prüfunterlagen, Textbausteinen, Steuerungsdateien und Auftragsdaten verbunden ist, – eine Signaturvorrichtung (9) zur Überprüfung von durch die Dokumentationsvorrichtung (5) erstellten Dokumenten (8) und – ein Archivsystem (11), das mit der Signaturvorrichtung (9) und der Dokumentenverwaltung (7) verbunden ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Corporate Directory (10), das mit der Signaturvorrichtung (9) in Verbindung steht, die eine Authenzitätsprüfung der dem Dokument zugeordneten digitalen Signatur mit im Corporate Directory (10) hinterlegten Daten durchführt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Komponenten (1 bis 11) über ein Intranet verbunden sind.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (1) eine Computer-Tastatur zur manuellen Prüfung aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (1) eine Scanvorrichtung zum Einlesen von Dokumenten aufweist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (1) eine Schnittstelle oder Sensoren eines Prüfautomaten aufweist.
DE102004056001A 2003-11-21 2004-11-19 Vorrichtung zum Handling von Montage- und Prüfanweisungen Withdrawn DE102004056001A1 (de)

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Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
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