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DE102004055720A1 - Verfahren zur Steuerung einer Verbindungsübergabe zwischen Netzzugangseinrichtungen - Google Patents

Verfahren zur Steuerung einer Verbindungsübergabe zwischen Netzzugangseinrichtungen Download PDF

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DE102004055720A1
DE102004055720A1 DE102004055720A DE102004055720A DE102004055720A1 DE 102004055720 A1 DE102004055720 A1 DE 102004055720A1 DE 102004055720 A DE102004055720 A DE 102004055720A DE 102004055720 A DE102004055720 A DE 102004055720A DE 102004055720 A1 DE102004055720 A1 DE 102004055720A1
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DE
Germany
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network access
access device
layer
network
handover
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102004055720A
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English (en)
Inventor
Stefan Aust
Reinhard Gloger
Carmelita Prof. Görg
Cornel Pampu
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nokia Solutions and Networks GmbH and Co KG
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
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Priority to PCT/EP2005/055741 priority patent/WO2006053833A1/de
Priority to US11/791,037 priority patent/US20090016304A1/en
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Abstract

Erfindungsgemäß wird bei einem Verfahren in einem Teilnehmer-Endgerät zur Steuerung einer Verbindungsübergabe zwischen Netzzugangseinrichtungen in einer Verbindungsschicht auf Basis von Signalübertragungen einer aktuell versorgenden ersten Netzzugangseinrichtung auf einer physikalischen Schicht zumindest ein Qualitätsparameter bestimmt. Kennzeichnend wird abhängig von dem zumindest einen bestimmten Qualitätsparameter zumindest eine Anfrage zu der ersten Netzzugangseinrichtung und/oder zumindest einer zweiten Netzzugangseinrichtung gesendet wird, und abhängig von einem Empfang zumindest einer Nachricht von der ersten und/oder der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung eine Verbindungsübergabe zu der zweiten Netzzugangseinrichtung initiiert wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Verbindungsübergabe zwischen Netzzugangseinrichtungen, insbesondere zwischen zwei Funk-Kommunikationssystemen. Ferner betrifft die Erfindung ein Teilnehmer-Endgerät, welches Mittel zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens aufweist.
  • In Funk-Kommunikationssystemen, beispielsweise dem europäischen Mobilfunksystem der zweiten Generation GSM (Global System for Mobile Communications), werden Informationen (beispielsweise Sprache, Bildinformation oder andere Daten) mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen über eine Funkschnittstelle übertragen. Die Funkschnittstelle bezieht sich auf eine Verbindung zwischen einer Basisstation und Teilnehmer-Endgeräten, wobei die Teilnehmer-Endgeräte Mobilstationen oder ortsfeste Funkstationen sein können. Das Abstrahlen der elektromagnetischen Wellen erfolgt dabei mit Trägerfrequenzen, die in einem für das jeweilige System vorgesehenen Frequenzband liegen. Weiterbildungen basierend auf dem GSM-System, unter den Begriffen GPRS oder EDGE bekannt, zur Übertragung von höheren Datenraten werden als 2,5te Generation bezeichnet. Funk-Kommunikationssysteme wie beispielsweise UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) oder andere Systeme der dritten Generation sind im Vergleich zur zweiten Generation für noch höhere Datenraten ausgelegt. Für die dritte Mobilfunkgeneration sind zwei Modi vorgesehen, wobei ein Modus einen FDD-Betrieb (frequency division duplex) und der andere Modus einen TDD-Betrieb (time division duplex) bezeichnet. Diese Modi finden in unterschiedlichen Frequenzbändern Anwendung, wobei sie jeweils ein so genanntes CDMA-Teilnehmerseparierungsverfahren (Code Division Multiple Access) unterstützen.
  • Eine Kombination von bekannten WLAN- (Wireless Local Area Network) Infrastrukturen und vorangehend beschriebenen zellularen Mobilfunksystemen ermöglicht Nutzern von mobilen Endgeräten einen Wechsel von aktiven Verbindungen zwischen diesen drahtlosen Zugangssystemen. Dies wird durch Mobilitätsprotokolle, wie beispielsweise dem so genannten Mobile-IPv4 (Internet Protocol version 4) und Mobile-IPv6 (Internet Protocol version 6), unterstützt. Das Mobile Internet Protocol (MIP) ermöglicht dabei, dass ein mobiles Endgerät bei einem Wechsel von einem zu einem anderen drahtlosen System eine zugeordnete IP-Adresse beibehalten kann und somit unabhängig von dem System, über das es aktuell angebunden ist, direkt über diese IP-Adresse ansprechbar ist. Dieses Protokoll ist unter anderem detailiert in C.E. Perkins „IP Mobility Support", Request for Comments (Proposed Standard) 2002, Internet Engineering Task Force (IETF), October 1996, beschrieben.
  • In S. Aust, D. Proetel, A. Könsgen, C. Pampu, C. Görg „Design Issues of Mobile IP Handoffs between General Packet Radio Service (GPRS) Networks and Wireless LAN (WLAN) Systems", WPMC 2002, Honolulu, Hawaii (USA), October 2002, sind prinzipielle Herangehensweisen bei einer Verbindungsweiterschaltung zwischen derart heterogenen Systemen beschrieben. Insbesondere wird darin das Problem diskutiert, dass bei einer Verbindungsübergabe zwischen WLAN- und zellularen Mobilfunk-Systemen nachteilig in Folge undefinierter Übergaben Datenverluste und Verbindungsunterbrechungen auftreten können. Derartige Verluste und Unterbrechungen sind insbesondere auf Situationen zurückzuführen, in denen sich das mobile Teilnehmer- Endgerät in einem Randbereich einer WLAN-Abdeckung befindet und eine Übergabe auf ein zellulares System durchführen könnte. In diesem Fall kann jedoch beispielsweise in Folge undefinierter bzw. unzureichend definierter Schwellwerte bei der mit dem Mobile-IP-Protokoll gesteuerten Verbindungsübergabe ein so genannter Ping-Pong-Effekt auftreten, bei dem eine Verbindung wiederholt zwischen den zwei Zugangssystemen übergeben wird. Der Ping-Pong-Effekt ist dabei beispielsweise ein Ergebnis der Tatsache, dass so genannte Mobile Agent Advertisements, die eine Mobilitätserkennung des mobilen Endgerätes unterstützen, im Randgebiet einer WLAN Abdeckung aufgrund der sich verschlechternden Übertragungsbedingungen nur noch sporadisch bzw. unregelmäßig von einem mobilen Teilnehmer-Endgerät empfangen werden können.
  • In dem Internet Draft von S. Aust, N.A. Fikouras, C. Görg, C. Pampu „Policy Based Mobile IPv6 Handover Decision (POLIMAND)", February 15, 2004, veröffentlicht unter anderem unter der Internet-Adresse http://www.comnets.uni-bremen.de/~aust/draft-iponair-dna-polimand-01.txt, wird zur Lösung des Problems des Ping-Pong-Effektes vorgeschlagen, dass ein mobiles Teilnehmer-Endgerät eine Verbindungsübergabe durchführt, wenn es zu Störungen beim Empfang von Advertisements des aktuell versorgenden Systems, beispielsweise aufgrund von sich verschlechternden Übertragungsbedingungen auf der Funkschnittstelle zu der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung, kommt. Dies erfolgt mittels einer bedingten Unterdrückung der Weitergabe der auf der physikalischen Schicht (physical layer, layer 1) empfangenen Advertisements an die übergeordnete Netzwerkschicht (link layer, layer 2), beispielsweise basierend auf Messungen der physikalischen Schicht bezüglich einer Übertragungsqualität der aktuellen Verbindung. Da die die Mobilität des mobilen Teilnehmer-End gerätes steuernde Netzwerkschicht aufgrund der Unterdrückung keine Advertisements mehr empfängt, initiiert sie unverzüglich eine Verbindungsübergabe zu einer alternativen Netzzugangseinrichtung.
  • Eine störungs- und verlustfreie Mobilität mobiler Teilnehmer-Endgeräte unterstützende Mechanismen des Internet Protokolls Version 6 (IPv6) werden in verschiedenen Schriften dargestellt und definiert. So ist aus S. Deering, R. Hinden „Internet Protocol, Version 6 (IPv6) Specification", December 1998, RFC2460, RFC.net, eine vereinfachte Protokollstruktur zur Optimierung von mobilen IP-Diensten bekannt. Zu diesen zählen beispielsweise der Austausch von so genannten Binding Updates zu Correspondent Nodes sowie die so genannte Neighbor Discovery zum Erlangen von Nachbarinformationen, wie sie aus T. Narten, E. Nordmark, W. Simpson „Neighbor Discovery for IP Version 6 (IPv6)", December 1998, RFC2461, RFC.net, bekannt ist. Weiterhin wird eine automatische IP-Adressautokonfiguration in S. Thomson, T. Narten „IPv6 Stateless Address Autoconfiguration" December 1998, RFC2462, RFC.net, beschrieben. Einen Überblick über die Einführung von Mobile-IPv6 in vorangehend genannten 2G- und 3G-Systemen gewährt das White Paper „Introducing Mobile IPv6 in 2G and 3G mobile networks", Nokia, December 2001, veröffentlicht unter http://nds2.ir.nokia.com/downloads/aboutnokia/press/pdf/whitepaper_mipv6_1s.pdf.
  • Die in dem IPv6-Protokoll enthaltenen Verfahren sind jedoch allgemein nicht geeignet, eine hohe Mobilität mobiler Endgeräte, d.h. beispielsweise eine hohe Geschwindigkeit und einen dadurch verursachten häufigen Wechsel der versorgenden Funkzelle bzw. des versorgenden Systems, zu unterstützen. Dies liegt beispielsweise an der so genannten Neighbor Unreachabi lity Detection als Funktion der vorangehend genannten Neighbor Discovery. Die Neighbor Unreachability Detection basiert auf einer positiven Bestätigung des Empfangs von so genannten Solicitation Messages, die von einem mobilen Endgerät zu spezifischen benachbarten Knoten gesendet werden, um einen möglichen Verlust des Pfades zu dem jeweiligen benachbarten Knoten zu ermitteln. Die für diese Detektion definierten Algorithmen führen jedoch dazu, dass alte Routing Einträge nicht gelöscht werden und hierdurch ein schnellen Übergang zu einem anderen Zugangsnetz behindert bzw. verzögert wird. Weiterhin benötigt beispielsweise die Address Autoconfiguration Informationen des neuen Zugangsnetzes, um anschließend einen so genannten Duplicate-Address-Detection-Algorithmus durchzuführen, der zu einer eindeutigen Adresskonfiguration führt. Dieser Algorithmus benötigt jedoch einen vergleichsweise langen Zeitraum, in dem das mobile Endgerät gegebenenfalls schon nicht mehr von dem vorherigen Zugangsnetz versorgt wird, und noch nicht von dem neuen Zugangsnetz versorgt werden kann. Durch die hierdurch bedingten Verzögerungen kann nachteilig ein Verlust von Datenpaketen bei der Übertragung von/zu dem mobilen Endgerät auftreten.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und ein Teilnehmer-Endgerät anzugeben, die eine Beschleunigung einer Verbindungsübergabe zwischen zwei Systemen ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch das Verfahren sowie das Teilnehmer-Endgerät gemäß den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind abhängigen Patentansprüchen entnehmbar.
  • Gemäß der Erfindung wird von einem Teilnehmer-Endgerät basierend auf zumindest einem bestimmten Qualitätsparameter eine Anfrage, beispielsweise entsprechend den bekannten Router- bzw. Neighbor Solicitations, zu der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung und/oder zu zumindest einer zweiten Netzzugangseinrichtung, zu der eine Übergabe durchgeführt werden könnte, gesendet. Abhängig von entsprechenden Nachrichten, beispielsweise den als Reaktion auf die Solicitations gesendeten bekannten Advertisements, initiiert das Teilnehmer-Endgerät eine Verbindungsübergabe zu einer zweiten Netzzugangseinrichtung.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht vorteilhaft, dass ein Teilnehmer-Endgerät aufgrund der Ermittlung des zumindest einen Qualitätsparameters frühzeitig eine auszuführende Verbindungsübergabe erkennt, um auf Basis dieser Erkenntnis geeignete Mechanismen zum Aufbau einer Verbindung zu einem neuen System einzusetzen. Durch den Aufbau einer Verbindung zu der neuen Netzzugangseinrichtung und der gleichzeitig noch bestehenden Verbindung zu der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung kann somit eine im Idealfall nahtlose Verbindungsübergabe mit einer dadurch bedingten deutlich verringerten Gefahr eines Verlustes von Daten auf der Verbindung durchgeführt werden. Im Vergleich zu den vorangehend beschriebenen und als rein reaktiv zu bezeichenden Algorithmen, die lediglich auf Basis der Information, dass eine aktuell versorgende Netzzugangseinrichtung nicht mehr erreichbar ist, Verfahren zum Aufbau einer neuen Verbindung zu einer anderen Netzzugangseinrichtung anstoßen, führt das erfindungsgemäße Verfahren proaktiv bereits Schritte zum Aufbau einer neuen Verbindung auf, wenn die aktuelle Verbindung noch nicht abgebrochen ist, jedoch Hinweise auf einen zukünftigen Abbruch vorliegen.
  • Diese proaktiv durchgeführten Schritte umfassen dabei insbesondere eine beschleunigte Neukonfiguration einer Zugangsad resse der Netzzugangseinrichtung, über die die Verbindung nachfolgend anstelle der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung geführt werden soll. Diese beschleunigte Neukonfiguration kann mittels verschiedener alternativer oder sich ergänzender Verfahren erreicht werden.
  • Gemäß einer beispielhaften Ausgestaltung werden von dem Teilnehmer-Endgerät Anfragen in Form von so genanten Router Solicitations und/oder Neighbor Solicitations zu den Netzzugangseinrichtungen gesendet. Das Senden von Router Solicitations bewirkt dabei, dass die aktuelle Netzzugangseinrichtung, ergänzend zu periodischen Aussendungen von Advertisements, jeweils ein Advertisement zu dem Teilnehmer-Endgerät zurücksendet, die dem empfangenden Teilnehmer-Endgerät eine Verfügbarkeit der Netzzugangseinrichtung angibt. Derartige Advertisements enthalten beispielsweise Informationen zu verschiedenen Verbindungs- und Internet-Parametern, sowie zur Adresskonfiguration. Nach Empfang eines oder mehrerer derartiger Advertisements kann das Teilnehmer-Endgerät wiederum einen oder mehrere Qualitätsparameter bestimmen, auf dessen Basis Prozeduren für eine Verbindungsübergabe angeregt werden oder nicht.
  • Das Aussenden von Neighbor Solicitations dient hingegen beispielsweise der Ermittlung von Verbindungsschicht-Adressen von benachbarten, diese Solicitations empfangenden Netzzugangseinrichtungen, bzw. zur Prüfung, ob die bei vorherigen Anfragen rückgemeldeten Adressen bzw. die zugehörigen Netzzugangseinrichtungen weiterhin von dem Teilnehmer-Endgerät erreichbar sind. Auf derartige Anfragen antworten die diese empfangenden Netzzugangseinrichtungen mit so genannten Neighbor Advertisements. Durch Empfang und Auswertung von Neighbor Advertisements einer oder mehrerer benachbarter Netzzu gangseinrichtungen können somit von dem Teilnehmer-Endgerät neue und für eine Übergabe der Verbindung geeignete Netzzugangseinrichtungen ermittelt werden. Dies geschieht vorteilhaft bereits während einer bestehenden Verbindung zu einer aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung, und nicht, wie nach dem Stand der Technik, erst nach Abbruch der Verbindung. Die in Advertisements enthaltenen Informationen werden in dem Teilnehmer-Endgerät für eine Neukonfiguration der Zugangsadresse genutzt.
  • Allgemein werden die vorangehend genannten Solicitations und Advertisements als Internet Control Message Protocol (ICMP) Pakettypen bezeichnet.
  • Einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung der Erfindung zufolge prüft das Teilnehmer-Endgerät mögliche Verbindungen zu benachbarten Netzzugangseinrichtungen, um eine für die Weiterführung der Verbindung geeignete auszuwählen. Hierzu wird beispielsweise die so genannte Neighbor Unreachability Detection (NUD) von dem Teilnehmer-Endgerät genutzt. Diese Neighbor Unreachability Detection stellt ein wichtiges Kriterium dar, um im Kontext der Erfindung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt auf die Konfiguration der Zugangsdaten Einfluss zu nehmen. Neben einer Überprüfung der aktuell bestehenden Verbindung kann im Rahmen der NUD zudem eine aktuelle Routingtabelle überprüft und aktualisiert werden.
  • Neben weiteren Funktionen dient die Neighbor Unreachability Detection somit der Ermittlung, ob eine Nachbar-Netzzugangseinrichtung weiterhin verfügbar ist oder nicht. Im Anschluss an eine so genannte Adress-Auflösung (engl. Address Resolution), d.h. einer jeweiligen Ermittlung der Verbindungsschicht-Adresse benachbarter Netzzugangseinrichtungen, sendet das Teilnehmer-Endgerät Anfragen in Form von Neighbor Solicitations unter jeweiliger Adressierung, d.h. entsprechend einem so genannten unicast, zu den ermittelten benachbarten Netzzugangseinrichtungen. Die adressierten und die Anfragen empfangenden Netzzugangseinrichtungen senden wiederum Neighbor Advertisements zu dem Teilnehmer-Endgerät zurück.
  • Sollte eine adressierte Netzzugangseinrichtung kein Neighbor Advertisement zurücksenden bzw. das Teilnehmer-Endgerät diese Nachricht nicht mehr empfangen, was beispielsweise bedingt durch ein Verlassen des Versorgungsbereiches dieser Netzzugangseinrichtung auftreten kann, so wird die entsprechende Netzzugangseinrichtung bzw. deren Adresse aus der Routingtabelle in dem Teilnehmer-Endgerät gelöscht und nachfolgend nicht weiter für eine mögliche Verbindungsübergabe berücksichtigt. Im Gegenzug kann das Teilnehmer-Endgerät durch Aussenden von vorangehend beschriebenen Neighbor Solicitations und Empfangen von entsprechenden Neighbor Advertisements eine alternative benachbarte Netzzugangseinrichtungen in die Routingtabelle aufnehmen, und gemäß vorangehender Beschreibung periodisch oder beispielsweise gesteuert durch Veränderungen der Verbindung zu der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung die Verbindungsqualität zu dieser prüfen.
  • Gemäß einer weiteren beispielhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann, beispielsweise entsprechend dem einleitend erwähnten Mechanismus Policy Based Mobile IPv6 Handover Decision (POLIMAND), abhängig von bestimmten Qualitätsparametern beim Empfangen von Nachrichten der aktuell versorgenden und/oder benachbarter Netzzugangseinrichtungen eine Weitergabe von Nachrichten, beispielsweise Advertisements, an eine übergeordnete Netzwerkschicht unterdrückt werden. Ergänzend zu diesem Mechanismus können gemäß der Erfin dung nicht nur die periodisch von der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung gesendeten Nachrichten, sondern auch aufgrund von expliziten Anfragen, beispielsweise Solicitations, empfangende Nachrichten der aktuell versorgenden und/oder benachbarter Netzzugangseinrichtungen nach den gleichen Kriterien unterdrückt oder weitergegeben werden.
  • Sollte somit eine Nachricht von dem Teilnehmer-Endgerät zwar empfangen worden sein, jedoch den Anforderungen an die Übertragungsqualität nicht genügen, so wird die Weitergabe der Nachricht an übergeordnete Schichten unterdrückt und in Folge dessen in den übergeordneten Schichten, beispielsweise der Netzwerkschicht, in der das Mobile-IP realisiert ist, die Verbindung als ungültig erklärt und entsprechend aus der Routingtabelle gelöscht.
  • Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass in der Routingtabelle nur Adressen solcher alternativen Netzzugangseinrichtungen geführt werden, zu denen eine Verbindungsübergabe bezüglich zumindest der Erfüllung von vorgegebenen Qualitätsparametern möglich erscheint.
  • Ein erfindungsgemäßes Teilnehmer-Endgerät weist Mittel auf, in denen das beschriebene Verfahren sowie dessen Weiterbildungen verwirklicht werden können.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen dabei
  • 1 beispielhafte Mobile-IP-basierte Verbindungsübergaben zwischen unterschiedlichen Zugangsnetzen,
  • 2 ein Schichtenmodell mit einer beispielhaften Integration von POLIMAND, und
  • 3 eine Steuerung der Unterdrückung von Nachrichten durch POLIMAND.
  • Die 1 zeigt beispielhaft eine Situation einer Verbindungsübergabe zwischen zwei Funk-Kommunikationssystemen, beispielhaft zwischen jeweiligen Netzzugangseinrichtungen eines so genannten WLAN-Systems sowie eines zellularen Mobilfunksystems, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein. In dem Beispiel der 1 hält sich ein Teilnehmer-Endgerät MN (Mobile Node) in einer Funkzelle ZAP eines so genannten Access Points AP des WLAN-Systems auf, und wird von dem Access Point AP in einer bestehenden ersten Verbindung V1 mit Daten d eines so genannten Korresondenz-Knotens (CN – Correspondent Node) als Datenquelle versorgt. Entsprechend kann das Teilnehmer-Endgerät MN die erste Verbindung V1 zur Übertragung von Daten zu dem Korrespondenz-Knoten über den Access Point AP senden, wobei diese Übertragungsrichtung nicht dargestellt wurde. Unabhängig von der Übertragung von Daten d sendet der Access Point AP in periodischen Abständen so genannte Advertisements adv, die dem Teilnehmer-Endgerät MN eine Präsenz des Access Points AP anzeigen, sowie weitere Verbindungs- und Internet-Parameter zu dem Teilnehmer-Endgerät MN signalisieren. Der Access Point AP ist gegebenenfalls über weitere, nicht dargestellte Komponenten des WLAN-Systems mit dem Internet verbunden. Als Protokoll wird das Internet Protokoll Version 6 IPv6 verwendet. Die Übertragungen von/zu dem Teilnehmer-Endgerät MN werden durch Pfeile angegeben, wobei Übertragungen zu dem Teilnehmer-Endgerät MN als Abwärtsrichtung DL (Downlink), und von dem Teilnehmer-Endgerät MN als Aufwärtsrichtung UL (Uplink) bezeichnet werden.
  • Das Teilnehmer-Endgerät MN befindet sich ferner beispielhaft in einer Funkzelle ZNB einer Basisstation NB (Node B) eines zellularen Mobilfunksystems, beispielsweise eines UMTS-Systems. Bedingt durch eine Bewegung des Teilnehmers sei angenommen, dass sich das Teilnehmer-Endgerät MN aus dem Versorgungsbereich des Access Points AP heraus und in Richtung der Funkzelle ZNB der Basisstation NB bewegt, die ebenfalls über gegebenenfalls weitere Komponenten des Mobilfunksystems mit dem Internet verbunden ist.
  • Mittels nachfolgend näher beschriebener Mechanismen werden in dem Teilnehmer-Endgerät MN Prozeduren zur Vorbereitung einer Übergabe der aktiven ersten Verbindung V1 zu einer alternativen Netzzugangseinrichtung durchgeführt, ohne jedoch bereits die bestehende erste Verbindung V1 auszulösen. Hierzu werden zunächst im Rahmen der so genannten Neighbor Discovery des IPv6 von dem Teilnehmer-Endgerät MN Neighbor Solicitations sol ausgesendet, um Informationen über benachbarte und für eine Verbindungsübergabe geeignete Netzzugangseinrichtungen zu bekommen. Die Neighbor Discovery kann zusätzlich hierzu beispielsweise periodisch von dem Teilnehmer-Endgerät MN durchgeführt werden, um bei einer bestehenden Verbindung laufend mögliche alternative Netzzugangseinrichtungen zu erfassen, oder zwecks eines Verbindungsaufbaus eine geeignete Netzzugangseinrichtung auszuwählen. Ergänzend zu Neighbor Solicitations sol können von dem Teilnehmer-Endgerät MN auch Router Solicitations zu dem aktuell versorgenden Access Point AP gesendet werden, um ergänzend zu dessen periodischem Aussenden von Advertisements eine aktuelle Erreichbarkeit zu prüfen und zu bewerten.
  • In dem Beispiel der 1 wird weiterhin angenommen, dass die Basisstation NB die Neighbor Solicitations sol des Teilnehmer-Endgerätes MN empfängt und die Möglichkeit einer Versorgung des Teilnehmer-Endgerätes MN feststellt. In diesem Fall sendet die Basisstation NB zumindest ein Neighbor Advertisement adv unter Einschluss von Informationen bezüglich einer Adresse aNB, beispielsweise einer Verbindungsschicht-Adresse (Link Layer Address), zu dem Teilnehmer-Endgerät MN zurück.
  • Diese von der Basisstation NB empfangenen Adressinformationen werden, sofern aus dem Advertisement ermittelte Qualitätsparameter vorgegebenen Bedingungen entsprechen, von dem Teilnehmer-Endgerät MN in eine so genannte Routingtabelle eingetragen. Anschließend werden die Adressinformationen von dem Teilnehmer-Endgerät MN im Rahmen der Neighbor Unreachability Detection verwendet, um mittels direkt an die Basisstation NB adressierte Solicitations von dieser Advertisements anzufordern. Entsprechende Schritte führt das Teilnehmer-Endgerät MN mit weiteren, für eine Verbindungsübergabe ebenfalls geeigneten Netzzugangseinrichtungen, durch, die auf ausgesendete Neighbor Solicitations des Teilnehmer-Endgerätes MN mit einem Advertisement antworten.
  • Die Erfassung von Adressinformationen benachbarter Netzzugangseinrichtungen sowie deren Prüfung dienen einer rechtzeitigen Neukonfiguration der Zugangsadresse, beispielsweise der IPv6-Adresse der Netzzugangseinrichtung, über die nach Aufbau einer zweiten Verbindung V2 Daten d nahezu unmittelbar nach Auslösen der ersten Verbindung V1 zu der zuvor versorgenden Netzzugangseinrichtung übertragen werden können. In dem Beispiel der 1 würde das Teilnehmer-Endgerät MN nach Feststellung, dass die Basisstation NB für die Übergabe der ersten Verbindung V1 geeignet ist und ein Abbruch der ersten Verbindung V1 zu dem Access Point AP aufgrund sich verschlechternder Übertragungsverhältnisse auf der Funkschnittstelle droht, die Zugangsadresse der Basisstation NB als für eine neue zweite Verbindung V2 zu verwendende Adresse neu konfigurieren, und diese nach Auslösen der ersten Verbindung V1 zu dem Access Point AP nutzen. Entgegen dem einleitend beschriebenen Stand der Technik erfolgt die zeitaufwändige Neukonfiguration der Zugangsadresse somit noch während die erste Verbindung V1 zu der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung besteht. Vorteilhaft wird hierdurch eine Unterbrechung der Datenübertragung verkürzt bzw. sogar eine nahtlose Verbindungsübergabe erzielt, wenn die bestehende Verbindung erst nach Abschluss der Adress-Neukonfiguration ausgelöst wird. Der Zeitpunkt der Verbindungsübergabe kann dabei vorteilhaft unabhängig von beispielsweise dem IPv6-Protokoll gewählt werden. Insbesondere kann durch die vergleichweise frühe Neukonfiguration der Zugangsadresse zudem vorteilhaft eine hohe Mobilität des Teilnehmer-Endgerätes MN, verbunden mit einer vergleichweise häufigen Notwendigkeit einer Verbindungsübergabe, unterstützt werden.
  • Bezugnehmend auf 2 und 3 wird nachfolgend eine Realisierung des POLIMAND-basierten Verfahrens in einem Teilnehmer-Endgerät beschrieben.
  • Die 2 zeigt beispielhaft ein bekanntes OSI-Schichtenmodell, wie es in der Telekommunikationstechnik zur Definition unterschiedlicher Schichten verwendet wird. Auf einer untersten Schicht, der so genannten physikalischen Schicht Physical Layer, auch Schicht 1 genannt, erfolgt eine Übertragung von Signalen über ein Übertragungsmedium, beispielsweise ist hierunter die Funkschnittsstelle zu verstehen. Die Struktur der physikalischen Schicht ist abhängig von dem jeweils genutzten Funkstandard, beispielsweise gemäß den genannten Standards WLAN bzw. 802.11, GSM/GPRS, UMTS etc., definiert.
  • Auf einer übergeordneten Schicht, der so genannten Verbindungsschicht Data Link Layer, erfolgt eine Steuerung der Verbindung. Zu dieser Steuerung gehört auch eine Analyse bzw. ein Bestimmen von aktuellen Übertragungseigenschaften bzw. Qualitätsparametern der physikalischen Schicht Physical Layer, um Verbindungsparameter entsprechend diesen aktuellen Übertragungseigenschaften anzupassen. Übertragungseigenschaften können beispielsweise in Form eines Signal-zu-Rausch-Verhältnisses (engl. SNR – Signal to Noise Ratio), einer Signalstärke, einer Rauschleistung, einer Bandbreite, einer Verzögerung (engl. Latency) oder einer Bit- bzw. Rahmenfehlerrate bzw. weiterer Dienstqualitätsparameter (engl. QoS – Quality of Service) des empfangenen Signals bestimmt werden.
  • Ausgehend von dem Beispiel der 1 können bei einem WLAN-System die bekannten Parameter Quality Link, Quality Level (Qualitätswert) und/oder Noise Level (Rauschwert) zur Beurteilung der aktuellen Übertragungsparameter verwendet werden, wobei der Parameter Quality Link eine Kombination der beiden anderen Parameter darstellt, und somit Informationen über eine aktuelle Signalstärke und Rauschleistung enthält.
  • Insbesondere im Hinblick auf eine Anwendung in unterschiedlichen Systemen ist die Verwendung einheitlicher Parameter vorteilhaft. Dies kann auch in Form einer Kombination mehrerer oben genannter Parameter zur Definition eines optimalen Entscheidungskriteriums zur Steuerung einer Verbindungsübergabe erfolgen. Insbesondere gilt dies für zukünftige so genannte Generic-Link-Layer-Standards (GLL) zu, in denen unterschiedliche Zugangssysteme einheitliche Netzwerkparameter verwendet werden.
  • Um eine Verbindungsübergabe zwischen Netzzugangseinrichtungen, die unterschiedliche Übertragungsstandards unterstützen, zu ermöglichen, ist es sinnvoll, einen in den unterstützten Netzen, beispielsweise Netzen basierend auf den angegebenen Standards WLAN, GSM/GPRS, UMTS oder rein IP-basiert All IP, bestimmbaren Qualitätsparameter auszuwählen. In dem nachfolgend beschriebenen Beispiel wird als ein derartiger Qualitätsparameter ein Signal-zu-Stör/Rausch-Verhältnis genutzt.
  • Der Verbindungsschicht Data Link Layer übergeordnet ist eine als POLIMAND (Policy based Mobile IP Handoff Decision) bezeichnete Zwischenschicht. Diese Zwischenschicht entscheidet, wie nachfolgend noch ausführlicher erläutert wird, in Abhängigkeit von auf der Verbindungsschicht bestimmten Qualitätsparametern entsprechend vorangehender Beschreibung, ob auf der physikalischen Schicht Physical Layer empfangene Nachrichten zu einer Netzwerkschicht Network Layer weitergegeben werden oder nicht.
  • Auf der Netzwerkschicht Network Layer, auch als Schicht 3 bezeichnet, wiederum erfolgt die Steuerung der Verbindungsübergabe basierend auf dem Mobile Internet Protokoll MIP nach bekannten Mechanismen. Alternativ zu dem genannten Mobile-IP können in gleicher Weise weitere Ausführungen des Standards, beispielsweise das so genannte Hierarchical Mobile IP (HMIP) oder das so genannte Fast Mobile IP (FHMIP), eingesetzt werden. Der Netzwerkschicht Network Layer sind weitere Schichten Layer entsprechend dem OSI-Schichtenmodell übergeordnet, die jedoch inhaltlich nicht betrachtet werden.
  • In der 3 ist beispielhaft ein Ablaufdiagramm der Funktionsweise der POLIMAND-Zwischenschicht in Verbindung mit den beschriebenen darüber und darunter liegenden Schichten bei einer Implementierung in einem Teilnehmer-Endgerät MNN in der beschriebenen Situation der 1 dargestellt.
  • Das Teilnehmer-Endgerät MN empfängt über die Funkschnittstelle gesendete Signale eines Access Points AP sowie Signale einer benachbarten Basisstation NB, wobei das Empfangsignal auch Nachrichten, beispielsweise Advertisements, beinhalten. Der Signalfluss der Advertisements ist durch eine gestrichelte Linie dargestellt. Aus einer Messung des Empfangssignals wird ein Messsignal als eine Eingangsgröße für einen anschließenden Vergleich mit einem Schwellwert bestimmt. Wie vorangehend beschrieben, stellt das Messsignal beispielhaft ein Signal-zu-Stör/Rausch-Verhältnis als Qualitätsparameter dar, welches Aufschluss über die aktuelle Signalqualität gibt. Wird die gemessene Signalqualität schlechter, so ist eine Verbindungsübergabe von dem aktuelle versorgenden Access Point AP zu einer alternativen Netzzugangseinrichtung erforderlich. Besitzt das Empfangssignal hingegen eine ausreichende Signalqualität, so ist zunächst keine Verbindungsübergabe erforderlich.
  • Der bestimmte Qualitätsparameter als Messsignal wird mit einem Schwellwert verglichen. Der Schwellwert wird dabei beispielsweise abhängig von dem jeweiligen Übertragungsstandard definiert, um individuellen Unterschieden der verschiedenen Übertragungsverfahren Rechnung zu tragen. Die Schwellwerte können beispielsweise von dem jeweils aktuell versorgenden System definiert und zu dem Teilnehmer-Endgerät nach oder während eines Verbindungsaufbaus übertragen, sowie in dem Teilnehmer-Endgerät gespeichert werden.
  • In dem dargestellten Beispiel wird der Qualitätsparameter mit einem definierten Schwellwert verglichen, der einen unteren Wert eines für eine Verbindung ausreichenden Signal-zu-Stör/Rausch-Verhältnisses darstellt. Bei Erreichen oder Unterschreiten dieses Schwellwertes sollte entsprechend vorangehender Beschreibung eine Verbindungsübergabe zu einer Netzzugangseinrichtung mit günstigeren Übertragungseigenschaften durchgeführt werden.
  • Neben einem unteren Schwellwert für eine Verbindungsübergabe zu einer anderen Netzzugangseinrichtung, beispielsweise zu der Basisstation NB, ist weiterhin ein oberer Schwellwert definiert, bei dessen Erreichen oder Überschreitung eine Verbindungsübergabe von dem anderen System wieder zurück zu dem ursprünglichen System durchgeführt würde. Durch diese zwei Schwellwerte wird eine Hysterese definiert, die den vorangehend beschriebenen Ping-Pong-Effekt vermeidet, sowie beispielsweise zusätzlich dafür sorgt, dass eine Verbindung für einen möglichst langen Zeitraum über den WLAN-Access Point geführt wird, da dieser eine deutlich höhere Übertragungskapazität als beispielsweise die Basisstation NB zur Verfügung stellen kann.
  • Erreicht oder Unterschreitet der bestimmte Qualitätsparameter bei dem Vergleich den definierten Schwellwert, so wird nachfolgend die Weitergabe der empfangenen Advertisements an die Netzwerkschicht Network Layer bzw. dem Mobile-IP MIP unterdrückt bzw. blockiert. Es werden demnach nur die weiteren Empfangssignale ohne Nachrichten der übergeordneten Schicht übergeben (die gestrichelte Linie endet hier). Eine Implementierung dieser Unterdrückung bzw. Blockierung kann beispielsweise mittels eines Systemskriptes erfolgen. Ein entsprechendes Vorgehen würde bei Überschreiten des oberen Schwellwertes verwirklicht werden.
  • Durch die Unterdrückung bzw. Blockierung von Advertisements wird den für die Mobilität und die Verbindungsübergabe zuständigen Mobile-IP-Mechanismen bereits zu einem frühen Zeitpunkt suggeriert, dass sich die Übertragungseigenschaften verschlechtert haben und daher eine Verbindungsübergabe zu einem weiteren System erforderlich ist. Hierdurch wird das Ziel einer definierteren und beschleunigten Verbindungsübergabe erreicht, wodurch vorteilhaft ein Verlust an Datenpaketen aufgrund von Verbindungsübergaben minimiert wird. Zudem dient es vorteilhaft dazu, dass von alternativen Netzzugangseinrichtungen auf Anforderung durch das Teilnehmer-Endgerät gesendete Advertisements unterdrückt und damit eine Aufnahme dieser Einrichtungen in die Routingtabelle des Teilnehmer-Endgerätes verhindert werden kann, wenn die Übertragungseigenschaften für eine Verbindungsübergabe nicht ausreichend sind.

Claims (9)

  1. Verfahren zur Steuerung einer Verbindungsübergabe zwischen Netzzugangseinrichtungen (AP, NB), die einem gleichen oder unterschiedlichen Funk-Kommunikationssystemen zugeordnet sind, bei dem in einem Teilnehmer-Endgerät (MN) in einer Verbindungsschicht (Link Layer) auf Basis von Signalübertragungen in einer ersten Verbindung (V1) einer aktuell versorgenden ersten Netzzugangseinrichtung (AP) auf einer physikalischen Schicht (Physical Layer) zumindest ein Qualitätsparameter bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von dem zumindest einen bestimmten Qualitätsparameter zumindest eine Anfrage (sol) zu der ersten Netzzugangseinrichtung (AP) und/oder zu zumindest einer zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) gesendet wird, und abhängig von einem Empfang zumindest einer Nachricht (adv, Advertisement) von der ersten (AP) und/oder der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) eine Verbindungsübergabe zu der zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) initiiert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zur Entscheidung über die Initiierung der Verbindungsübergabe eine Mobilität steuernde Mechanismen (MIP) einer Netzwerkschicht (Network Layer) genutzt werden, und abhängig von dem zumindest einen bestimmten Qualitätsparameter eine Weitergabe zumindest einer von der aktuell versorgenden Netzzugangseinrichtung empfangenen Nachricht (Advertisement) von der physikalischen Schicht (Physical Layer) zu der Netzwerkschicht (Network Layer) durchgeführt oder unterdrückt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem eine Entscheidung über die Weitergabe von Nachrichten (Advertisement) der ersten (AP) und/oder der zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) in einer zwischen der Verbindungsschicht (Link Layer) und der die Mobilität steuernden Netzwerkschicht (Network Layer) angeordneten Zwischenschicht (POLIMAND) getroffen wird.
  4. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Teilnehmer-Endgerät (MN) von der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) eine Nachricht (adv) mit Informationen bezüglich einer Adresse (aNB) der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) empfängt, und die Adressinformationen in eine Routingtabelle einträgt.
  5. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Teilnehmer-Endgerät (MN) die Adressinformationen der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) für zumindest eine nachfolgende netzzugangseinrichtungsspezifische Anfage (sol) verwendet.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei dem das Teilnehmer-Endgerät (MN) die Adressinformationen für einen Aufbau einer zweiten Verbindung (V2) zu der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) verwendet.
  7. Verfahren nach einem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verbindungsübergabe zwischen auf der physikalischen Schicht unterschiedliche Standards (WLAN, UMTS) unterstützenden Netzzugangseinrichtungen (AP, NB) durchgeführt wird.
  8. Teilnehmer-Endgerät (MN), aufweisend Mittel zum Empfangen von auf einer physikalischen Schicht (Physical Layer) von einer ersten Netzzugangseinrichtung (AP) in einer ersten Verbindung (V1) übertragenen Signalen, Mittel zum Bestimmen zumindest eines Qualitätsparameters auf Basis der empfangenen Signale, Mittel zum Senden von zumindest einer Anfrage (sol) zu der ersten Netzzugangseinrichtung (AP) und/oder zu zumindest einer zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) in Abhängigkeit von dem zumindest einen bestimmten Qualitätsparameter, und Mittel zum Initiieren einer Verbindungsübergabe zu der zweiten Netzzugangseinrichtung (NB) in Abhängigkeit von einem Empfang zumindest einer Nachricht (adv, Advertisement) von der ersten (AP) und/oder der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB).
  9. Teilnehmer-Endgerät (MN) nach Anspruch 8, ferner aufweisend Mittel zum Steuern einer Weitergabe einer von der ersten Netzzugangseinrichtung empfangenen Nachricht (Advertisement) zu eine Mobiltät steuernde Mechanismen (MIP) einer Netzwerkschicht (Network Layer) in Abhängigkeit von dem zumindest einen bestimmten Qualitätsparameter, wobei die eine Mobilität steuernden Mechanismen (MIP) ausgebildet sind zum Steuern einer Übergabe der Verbindung zu der zumindest einen zweiten Netzzugangseinrichtung (NB).
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