DE102004055392A1 - Linearwälzlager - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft ein Linearwälzlager mit in einem platten- oder schalenförmigen Gehäuse in einer Reihe hintereinander angeordneten umlaufenden Wälzkörpern, wobei das Gehäuse eine in ihrer Längsrichtung endlose Umlaufnut zur Aufnahme der Wälzkörper aufweist, die aus einem geradlinigen Laufbahnabschnitt für tragende Wälzkörper, einem geradlinigen Laufbahnabschnitt für rücklaufende Wälzkörper und aus zwei diese Abschnitte an ihren Enden jeweils miteinander verbindenden bogenförmigen Umlenkabschnitten zusammengesetzt ist.
- Hintergrund der Erfindung
- Einsatzgebiete von Linearführungen mit Wälzlagern sind beispielsweise Handling-Geräte, Industrieroboter sowie Förder- und Transportanlagen. Die Druckschrift
DE 33 24 840 A1 zeigt ein Wälzkörperumlauflager mit einem einstückig geformten Kunststoff-Umlaufbahnkörper. In eine Öffnung dieses Kunststoffkörpers ist ein Laufbahnkörper für die Abstützung der tragenden Wälzkörper eingepresst. Wenn als Wälzkörper Rollen verwendet werden, so benötigt dieses Lager Trennkörper mit Rollenführungsflächen, wobei jeweils zwischen zwei benachbarten Rollen ein Trennkörper angeordnet wird. In diesem Fall ergeben sich für die Herstellung des Lagers, für welches ein großer Bauraum erforderlich ist, auch hohe Kosten für die kompliziert geformten Trennkörper. Ein Lager mit Kugeln als Wälzkörper ist wegen entbehrlicher Trennkörper billiger, aber weniger tragfähig als ein Rollenlager. - Aus der Druckschrift DE-AS 11 67 603 ist ein als Blocklager bezeichnetes Umlaufwälzlager für Längsführungen bekannt, welches eine Grundplatte mit ebener Unterseite und ein die Grundplatte teilweise umgebendes Lagergehäuse enthält, das in einem Stück aus einem Metallblech ausgestanzt ist. Dieses weist eine endlose Rinne für als Kugeln ausgebildete Wälzkörper auf. Die Grundplatte hat an ihrer Oberseite zwei Oberflächen in verschiedenen Ebenen, die parallel zur Unterseite verlaufen. Davon ist für die tragenden Wälzkörper eine Oberfläche mit erhöhter Lauffläche und für die rücklaufenden Wälzkörper des Umlaufs eine niedriger liegende Oberfläche erforderlich.
- Ein aus der Druckschrift
DE 43 18 427 C2 bekanntes Wälzkörperumlauflager der eingangs genannten Art enthält ein platten- oder schalenförmiges Gehäuse aus Kunststoff, in welchem ein als Blechteil ausgebildeter Tragkörper eingesetzt ist. Dieser bildet einen Laufbahnabschnitt für die Wälzkörper, die bei diesem Lager Kugeln sind, so dass auch hier zwischen benachbarten Kugeln auf Trennkörper verzichtet werden kann. - Zusammenerfassung der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Linearwälzlager zu schaffen, welches eine hohe Tragzahl aufweist, im Betrieb geräuscharm ist und hohe Verfahrgeschwindigkeiten seines Gehäuses gegenüber der Anschlusskonstruktion ermöglicht.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäße dadurch gelöst, dass das Gehäuse aus einem die Umlaufnut enthaltenden Innengehäuse aus verschleißfestem Kunststoff und einem das Innengehäuse teilweise umgebenden, aus Blech geformten Außengehäuse besteht, welches einen aus dem Boden des Außengehäuses freigestanzten Bodenbereich aufweist, der unter Bildung einer aufgedoppelten Laufbahn für die tragenden Wälzkörper um 180° umgebogen ist. Bei einem solchem Lager ist keine besondere Wartung notwendig, es weist ein sehr geringes Gewicht auf, es ermöglicht eine flache Bauweise und ist mit nur wenigen spanlos hergestellten Teilen kostengünstig herstellbar.
- Die Umlaufnut ist in dem Innengehäuse des Lagers angeordnet und in der Umlaufnut kann ein die Wälzkörper führender Käfig eingesetzt sein. Der Käfig kann aus einem flexiblen Kunststoff hergestellt sein und einen inneren Längssteg konstanter Länge sowie einen äußeren Längssteg aufweisen, welcher von mehreren einzelnen Stegabschnitten gebildet ist, wobei ein Stegabschnitt jeweils einem der umlaufenden Wälzkörper zugeordnet ist.
- Jeweils zwei benachbarte Stegabschnitte des äußeren Käfig-Längssteges können über ein Filmscharnier miteinander verbunden sein. Die Wälzkörper können als Nadelrollen ausgebildet sein, welche in Käfigtaschen des Käfigs eingesetzt sind.
- Kurze Beschreibung der Zeichnung
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 ein erfindungsgemäßes Linearwälzlager im Querschnitt gemäß Linie I-I der2 ; -
2 das Linearwälzlager teilweise in der Draufsicht und teilweise im Schnitt; -
3 das Linearwälzlager im Längsschnitt gemäß Linie III-III der2 ; -
4 einen Käfig für das Linearwälzlager in einer Teilansicht seines Einbauzustandes; -
5 den Käfig in einer Teilansicht seines Zustandes nach dem Entformen aus dem Spritzwerkzeug. - Ausführliche Beschreibung der Zeichnung
- Das erfindungsgemäße Linearwälzlager besteht aus nur wenigen Teilen, nämlich aus einem aus Blech geformten Außengehäuse
1 , einem aus verschleißfestem Kunststoff bestehenden Innengehäuse2 und einem aus flexiblem Kunststoff hergestellten Käfig3 mit Wälzkörpern. - Das Außengehäuse
1 umgibt das Innengehäuse2 teilweise und ist an seinem Gehäuseboden so freigestanzt, dass ein Teil des Bodens um 180° umgebogen und dabei auf einen weiteren Bodenbereich aufgedoppelt werden konnte. Bei dieser Verformung ist eine Laufbahn4 für tragende Wälzkörper5 entstanden, die gegenüber dem Gehäuseboden in1 erhöht angeordnet ist. Mit dieser Vorgehensweise wurde eine Materialeinsparung erreicht, da ein zusätzlicher Tragkörper, der beim Stand der Technik in das plattenförmige Kunststoffgehäuse eingesetzt wird, bei dieser erfindungsgemäßen Ausführung nicht mehr erforderlich ist. - Das Innengehäuse
2 weist zur Bildung einer eingelassenen Laufbahn für den Käfig3 , in welchem die tragenden Wälzkörper5 und rücklaufende Wälzkörper6 geführt sind, eine Umlaufnut7 auf. Diese ist in der Bewegungsrichtung des Käfigs3 endlos ausgeführt und besteht aus einem geradlinigen Laufbahnab schnitt8 für die tragenden Wälzkörper5 , einem dazu parallelen geradlinigen Laufbahnabschnitt9 für die rücklaufenden Wälzkörper6 und aus zwei bogenförmigen Umlenkabschnitten10 und11 , welche die geradlinigen Laufbahnabschnitte8 und9 miteinander verbinden. - Der aus flexiblem Kunststoff bestehende Käfig
3 weist Käfigtaschen12 für die Wälzkörper auf, wobei in jeder Käfigtasche12 ein Wälzkörper5 bzw.6 eingesetzt ist. Eine Käfigtasche12 wird jeweils von einem inneren Längssteg13 , zwei Querstegen14 und einem äußeren Längssteg des Käfig3 begrenzt. Der innere Längssteg13 begrenzt alle Käfigtaschen12 , ist endlos ausgeführt und weist daher eine konstante Länge auf. Über ihn sind alle Käfigteile unlösbar miteinander verbunden. Der äußere Längssteg besteht aus einer der Anzahl der Käfigtaschen12 entsprechenden Anzahl von Stegabschnitten15 , wobei zwei benachbarte Stegabschnitte15 jeweils über ein Filmscharnier16 miteinander verbunden sind. Auf diese Weise können die Käfigteile die Umlaufnut7 auch in den Umlenkabschnitten10 und11 ungehindert durchlaufen, wobei benachbarte Stegabschnitte15 sich in einem Abstand zueinander einstellen. Der aus den Stegabschnitten15 bestehende äußere Längssteg passt sich somit während des Umlaufs der jeweiligen Geometrie der Umlaufnut7 an. In den geradlinigen Laufbahnabschnitten8 und9 sind Teile eines Stegabschnittes15 am Linearwälzlager jeweils nach innen gerichtet. Seine breiten, starren Abschnitte liegen jeweils an den breiten, starren Abschnitten der benachbarten Stegabschnitte15 an und begünstigen ein paralleles Verschieben der Käfigteile in der Umlaufnut7 . In den Umlenkabschnitten10 und11 wird ein Stegabschnitt15 jeweils gestreckt und hält so gemeinsam mit den benachbarten Stegabschnitten15 den Käfig3 in der erforderlichen Position. -
- 1
- Außengehäuse
- 2
- Innengehäuse
- 3
- Käfig
- 4
- Laufbahn
- 5
- tragender Wälzkörper
- 6
- rücklaufender Wälzkörper
- 7
- Umlaufnut
- 8
- Laufbahnabschnitt für tragende Wälzkörper
- 9
- Laufbahnabschnitt für rücklaufende Wälzkörper
- 10
- Umlenkabschnitt
- 11
- Umlenkabschnitt
- 12
- Käfigtasche
- 13
- innerer Längssteg
- 14
- Quersteg
- 15
- Stegabschnitt
- 16
- Filmscharnier
Claims (5)
- Linearwälzlager mit in einem platten- oder schalenförmigen Gehäuse in einer Reihe hintereinander angeordneten umlaufenden Wälzkörpern (
5 ,6 ), wobei das Gehäuse eine in ihrer Längsrichtung endlose Umlaufnut (7 ) zur Aufnahme der Wälzkörper (5 ,6 ) aufweist, die aus einem geradlinigen Laufbahnabschnitt (8 ) für tragende Wälzkörper (5 ), einem geradlinigen Laufbahnabschnitt (9 ) für rücklaufende Wälzkörper (6 ) und aus zwei diese Abschnitte (8 ,9 ) an ihren Enden jeweils miteinander verbindenden bogenförmigen Umlenkabschnitten (10 ,11 ) zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus einem die Umlaufnut (7 ) enthaltenden Innengehäuse (2 ) aus verschleißfestem Kunststoff und einem das Innengehäuse (2 ) teilweise umgebenden, aus Blech geformten Außengehäuse (1 ) besteht, welches einen aus dem Boden des Außengehäuses (1 ) freigestanzten Bodenbereich aufweist, der unter Bildung einer aufgedoppelten Laufbahn (4 ) für die tragenden Wälzkörper (5 ) um 180° umgebogen ist. - Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufnut (
7 ) in dem Innengehäuse (2 ) angeordnet und in der Umlaufnut (7 ) ein die Wälzkörper (5 ,6 ) führender Käfig (3 ) eingesetzt ist. - Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (
3 ) aus einem flexiblen Kunststoff hergestellt ist und einen inneren Längssteg (13 ) konstanter Länge sowie einen äußeren Längssteg aufweist, welcher von mehreren einzelnen Stegabschnitten (15 ) gebildet ist, wobei ein Stegabschnitt (15 ) jeweils einem der umlaufenden Wälzkörper (5 ,6 ) zugeordnet ist. - Wälzlager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei benachbarte Stegabschnitte (
15 ) des äußeren Käfig-Längssteges über ein Filmscharnier (16 ) miteinander verbunden sind. - Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (
5 ,6 ) als Nadelrollen ausgebildet sind, welche in Käfigtaschen (12 ) des Käfigs (3 ) eingesetzt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410055392 DE102004055392A1 (de) | 2004-11-17 | 2004-11-17 | Linearwälzlager |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410055392 DE102004055392A1 (de) | 2004-11-17 | 2004-11-17 | Linearwälzlager |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102004055392A1 true DE102004055392A1 (de) | 2006-05-18 |
Family
ID=36273889
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200410055392 Withdrawn DE102004055392A1 (de) | 2004-11-17 | 2004-11-17 | Linearwälzlager |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004055392A1 (de) |
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- 2004-11-17 DE DE200410055392 patent/DE102004055392A1/de not_active Withdrawn
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