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DE102004055328B3 - Vorrichtung nach dem Prinzip einer dielektrisch behinderten Entladung zur Strahlungserzeugung - Google Patents

Vorrichtung nach dem Prinzip einer dielektrisch behinderten Entladung zur Strahlungserzeugung Download PDF

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DE102004055328B3
DE102004055328B3 DE200410055328 DE102004055328A DE102004055328B3 DE 102004055328 B3 DE102004055328 B3 DE 102004055328B3 DE 200410055328 DE200410055328 DE 200410055328 DE 102004055328 A DE102004055328 A DE 102004055328A DE 102004055328 B3 DE102004055328 B3 DE 102004055328B3
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plasma
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Siegfried Dr. Müller
Rolf-Jürgen Dr. Zahn
Jens Grundmann
Wolfgang Reich
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Leibniz Institut fuer Plasmaforschung und Technologie eV
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INST NIEDERTEMPERATUR PLASMAPH
Institut fur Niedertemperatur-Plasmaphysik Ev
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J65/00Lamps without any electrode inside the vessel; Lamps with at least one main electrode outside the vessel
    • H01J65/04Lamps in which a gas filling is excited to luminesce by an external electromagnetic field or by external corpuscular radiation, e.g. for indicating plasma display panels
    • H01J65/042Lamps in which a gas filling is excited to luminesce by an external electromagnetic field or by external corpuscular radiation, e.g. for indicating plasma display panels by an external electromagnetic field
    • H01J65/046Lamps in which a gas filling is excited to luminesce by an external electromagnetic field or by external corpuscular radiation, e.g. for indicating plasma display panels by an external electromagnetic field the field being produced by using capacitive means around the vessel

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Strahlungserzeugung für Anwendungen auf dem Gebiet der Gasentladungslichtquellen und Plasmasichtanzeigeeinrichtungen mit Gasfüllungen ohne Quecksilber. Solche Strahlungsquellen sind, je nach dem Spektrum der emittierten Strahlung, geeignet für die Allgemein- und Notbeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung von Anzeigen, für Warnschilder und Werbezwecke und den Bereich der UV-Technologien. DOLLAR A Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Strahlungsausbeute oder Lichtausbeute gegenüber diesem bekannten Stand der Technik zu erreichen. Durch die Erfindung soll ein vereinfachter Herstellungsprozess und eine Herstellung von Standardbauformen in Modulbauweise ermöglicht werden. DOLLAR A Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird durch einen strukturierten Gasraum gekennzeichnet, in dem ein Plasma erzeugt wird, durch eine strukturierte Elektrode aus einer Schicht von zusammenhängenden, strukturierten Körpern oder Gebilden aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet wird. Auf der Elektrode ist mindestens eine Isolierstoffplatte so angebracht, dass die Strukturerhebungen der Elektrode als eine Abstandshalterung fungieren. Zwischen der Elektrode und mindestens einer Isolierstoffplatte wird ein Gasraum zur Erzeugung eines Plasmas ausgebildet.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Strahlungserzeugung für Anwendungen auf dem Gebiet der Gasentladungslichtquellen und Plasmasichtanzeigeeinrichtungen mit Gasfüllungen ohne Quecksilber. Insbesondere ist eine spezielle Anordnung einer dielektrisch behinderten Entladung vorgesehen. Solche Strahlungsquellen sind, je nach dem Spektrum der emittierten Strahlung, geeignet für die Allgemein- und Notbeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung von Anzeigen, für Warnschilder und Werbezwecke und den Bereich der UV-Technologien.
  • Vor dem Hintergrund zahlreicher Bemühungen zur Reduzierung von Umweltbelastungen und dem sparsamen Umgang mit Energie sind im vorliegenden Gebiet verstärkte Anstrengungen zur Ablösung von Quecksilber in Gasfüllungen und einem sparsamen Energieverbrauch zu verzeichnen. Diesem globalen Anliegen widmet sich auch die vorliegende Erfindung.
  • Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Arten von Gasentladungslichtquellen und Plasmasichtanzeigen bekannt. Sie lassen sich insbesondere nach den physikalischen Parametern unterscheiden. Eine grobe Einteilung kann dabei nach dem Druckbereich und der Art der Gasfüllung, der Anregungsform und der Amplitude der Betriebsspannung sowie der Bauform getroffen werden.
  • Das engere Gebiet der vorliegenden Offenbarung tangieren insbesondere Lösungen, die eine dielektrisch behinderte Entladung zur Generierung geeigneter Plasmen für die Strahlungserzeugung ausnutzen, dabei insbesondere solche, die Körper im Entladungsraum aufweisen.
  • Das Phänomen der dielektrisch behinderten Entladung, oft als stille Entladung, Glimmentladung bei Normaldruck oder Wechselspannungsentladung zwischen isolierten Elektroden bezeichnet, ist seit längerem bekannt. Diese Entladungsform zeichnet sich dadurch aus, dass sie in einem weiten Druckbereich, der von einigen 10 mbar bis zu einigen bar reicht, betrieben werden kann. Der Elektrodenabstand liegt zumeist zwischen zehntel mm bis zu einigen mm. Herkömmlich aufgebaute dielektrisch behinderte Entladungen sind dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der leitfähigen Elektroden mit einem Dielektrikum versehen ist, welche dann eine isolierte Elektrode bildet, oder dass dieses Dielektrikum zwischen den leitfähigen Elektroden im Gasraum angeordnet ist. Die Form von dielektrisch behinderten Entladungs-Anordnungen kann vielgestaltig sein. Abhängig von dieser Form und den übrigen Parametern werden dann oft an den gewünschten Prozess angepasste spezifische Eigenschaften der dielektrisch behinderten Entladung erreicht.
  • Generell kann die dielektrisch behinderte Entladung mit sinus- oder rechteckförmigen Wechselspannungen im Bereich von einigen Hz bis zu mehreren 100 kHz betrieben werden. Durch die Isolation und den auf dem Dielektrikum abgeschiedenen Ladungsträgern begrenzt sich die Entladung nach dem Durchbruch selbst und die Entladungsdauer beträgt in vielen Fällen nur Bruchteile der Halbperiodendauer der angelegten Unterhaltsspannung. Dadurch kommt es zu keiner großen Gasaufheizung. Von der Entladungsform her sind verschiedene Ausbildungen der dielektrisch behinderten Entladung im Gasraum, der den Entladungsraum bildet, bekannt. Häufig werden bei großflächigen Elektroden zumeist statistisch verteilt zahlreiche kleine bis zu wenigen zehntel mm dicke Entladungsfäden, auch Filamente genannt, im Gasraum ausgebildet. Die Filamente weisen im Übergangsbereich zu den isolierten Elektroden Aufweitungen auf, die häufig in Oberflächengleitentladungen mit zahlreichen weiteren dünnen Entladungskanälen übergehen.
  • Solche Gleitentladungsphänomene können in speziellen Anordnungen, sogenannten koplanaren oder Oberflächenentladungsanordnungen, dominant sein. Bekannt ist auch, dass insbesondere in Gasfüllungen mit Edelgasen bzw. ihren Gemischen homogene, nicht filamentierte Entladungsstrukturen im Entladungsraum ausgebildet werden können. Daneben sind verschiedene Kombinationen und Übergangsformen von Entladungsausbildungen möglich. Teilweise werden in der Literatur solche speziellen Anordnungen auch mit spezifischen Bezeichnungen versehen, um spezielle Entladungseigenschaften hervorzuheben. Beispiele dafür sind Oberflächenentladungsanordnungen, Gleitentladungen, Oberflächengleitentladungen oder auch koplanare Entladungsanordnungen. Als Elektrodenabstand ist dann die sich im Gas ergebende Entladungsstrecke gemeint. Hier soll der Begriff dielektrisch behinderte Entladung auch solche speziellen Anordnungen oder charakteristische Entladungseigenschaften einschließen. Unabhängig von der jeweiligen Ausbildungsform wird der Begriff dielektrisch behinderte Entladung hier als Oberbegriff für die verschiedenen Ausbildungsformen benutzt.
  • Bei der dielektrisch behinderten Entladung wird mit Wechselspannungen unterschiedlicher Form, Frequenz und Amplitude eine Gasentladung zur Erzeugung von elektromagnetischer Strahlung betrieben. Eine Anordnung zur Erzeugung von UV/VUV-Licht ist z.B. in EP 0312 732 A1 beschrieben. Ein verbessertes Verfahren mit Pulsansteuerung gibt WO 94/23442 A1 ( DE 43 11 197 A1 ) an; Untersuchungen mit sehr kurzen Pulsbreiten von 150 ns sind gegeben in: R. P. Mildren and R. J. Carman, Enhanced Performance of a dielectric barrier discharge lamp using short-pulsed excitation, J. Phys. D: Appl. Phys. 34 (2001) L1-L6.
  • In der DE 41 40 497 C2 wird zur Beeinflussung der Abstrahlcharakteristik die Spaltweite des Entladungsraumes und/oder die wirksame Dielektrikumskapazität variiert.
  • Unter Einsatz von auf mindestens einer Elektrodenisolation angebrachtem Leuchtstoff wird für Beleuchtungszwecke auch kurzwellige UV- oder VUV-Strahlung in den sichtbaren Spektralbereich transformiert. Eine solche Anordnung und Verfahren sind beispielsweise in DE 197 29 175 A1 und WO 94/23442 A1 beschrieben. Dabei ist in der Anordnung nach DE 197 29 175 A1 und DE 199 19 363 A1 zusätzlich eine lichtreflektierende Schicht auf der Innenwandung der Bodenplatte angebracht.
  • Es werden bei Flachstrahlern auch Abstandshalter eingesetzt, die zusätzlich mit Leuchtstoff belegt sein können (siehe z.B. DE 199 19 363 A1 ). In DE 198 17 478 B4 ist insbesondere das Problem der Gefäßdichtung und von Stützstellen im Entladungsraum Gegenstand der Erfindung. Dem Problem der Stützelemente widmen sich auch DE 100 48 186 A1 und DE 100 48 187 A1 . Abstandshalter bzw. Stützelemente bedeuten immer einen erhöhten technologischen Aufwand im Gefäßherstellungsprozeß.
  • Zum Grundprinzip einer dielektrisch behinderten Entladung zählen, wie dargelegt, auch Bauformen, bei denen mindestens zwei Elektroden nebeneinander auf einem Substrat angeordnet sind, wobei mindestens eine mit einem Dielektrikum bedeckt ist, und bei denen mit einer weiteren Gefäßwand vor diesen Elektroden ein Gasraum ausgebildet ist (koplanare Anordnung). Es werden dann an der Oberfläche des die Elektroden tragenden Substrates Entladungen, sogenannte Oberflächenentladungen, erzeugt. Einsatzgebiete solcher Entladungsformen sind Plasmadisplays und die plasmachemische Stoffumwandlung (s. z.B. G. J. Pietsch and M. Haacke, Some properties of different types of dielectric barrier discharges for ozone production, Int. Sympos. on High Pressure Low Temperature Plasma Chem., Greifswald/Germ., Sep. 10-13, 2000, Contributed Papers Vol. 2, pp. 299-303).
  • Beispiele des Einsatzes verschiedener solcher Formen für Beleuchtungszwecke sind die DE 196 51 552 A1 , DE 197 11 892 A1 DE 198 17 480 B4 , DE 198 44 721 A1 , EP 1 455 381 A2 und DE 198 44 720 A1 . In DE 198 44 721 A1 , DE 198 44 720 A1 werden dabei mäanderförmige oder sinusförmig mit monoton veränderndem Entladungsabstand ausgebildete Elektroden benutzt. Letzteres dient auch zum Dimmen, indem dies zur Steuerung der Leistung der Entladungslampe ausgenutzt wird. EP 1 455 381 A2 benutzt dabei Entladungen mit so genannten zurückspringend überhängenden Entladungselektrodenabschnitten.
  • Im Fall von Displayanwendungen ist in der Regel eine Vielzahl von Entladungspunkten einzeln ansteuerbar in Form von Arrays angeordnet. Bei Farbanzeigegeräten, z.B. Fernsehbildschirmen, sind auf einem Substrat geeignete Leuchtstoffe zur Transformation von kurzwelliger UVA/UV-Strahlung in den gewünschten sichtbaren Spektralbereich angebracht. Eine Zusammenstellung zu Plasmadisplays ist beispielsweise gegeben in A. Rutscher: Wissensspeicher Plasmatechnik, 1.Auflage, Fachbuchverlag, Leipzig 1983, S. 211 ff.
  • Wie erwähnt, können im vorliegenden Fall verschiedene Einsatzgebiete vorgesehen sein. Neben der Anwendung für Beleuchtungszwecke sind z.B. Reklameleuchten oder Effektbeleuchtungen bekannt.
  • In der US 5,281,898 und US 5,383,295 werden Ausführungen mit Körpern im Entladungsraum zur kanalartigen Verteilung der Entladung in blitzartiger Form zwischen den Elektroden beschrieben.
  • Diese Entladungskonfiguration ist wegen der langen Entladungsstrecken zwischen den im Gasraum befindlichen Körpern und der Elektrodenanordnung und -form für Beleuchtungszwecke nicht geeignet. Das trifft auch für Plasmasichtanzeigezwecke zu. Wegen der Elektrodenanordnung und der diversen im Gasraum befindlichen Körper ist die Entladungsstrecke nicht eindeutig definiert und die Entladung sucht sich jeweils unterschiedliche Durchbruchkanäle. Dadurch ist auch keine Ansteuerung definierter Bildpunkte oder Flächen möglich.
  • Die soweit aufgeführten bekannten Vorrichtungen zur Erzeugung einer Gasentladung, die nach dem Prinzip der dielektrisch behinderten Entladung aufgebaut sind, weisen für die Nutzung als Lichtquellen und für die Sichtanzeige eine Reihe von Nachteilen auf. Beim Stand der Technik mit Systemen nach dem Prinzip der dielektrisch behinderten Entladung auf dem Gebiet der Gasentladungslichtquellen wird für viele Anwendungen insbesondere eine zu geringe Lichtausbeute erreicht. Ferner wird durch die relativ hohen Betriebsspannungen die Ansteuerung aufwendig und teuer. Bei teuren Füllgasen wie Xe sollte die Füllmenge möglichst minimiert werden, um Kosten zu senken. Beim Stand der Technik mit Systemen nach dem Prinzip der dielektrisch behinderten Entladung für Sichtanzeigezwecke sind die Probleme ähnlich. Insbesondere ist stets ein Kompromiss zwischen Betriebsspannung, Fülldruck, Gasraumdicke und optimaler Strahlungstransformation zu suchen.
  • Zum Stand der Technik sei auch auf die Druckschrift DE 101 33 949 C1 verwiesen, die eine Verbesserung des oben aufgeführten Standes der Technik erreicht hat. Dementsprechend ist eine Anordnungen für eine Gasentladungslichtquelle bzw. ein Plasmasichtanzeigegerät bekannt, bei der in mindestens einem ausgebildeten Gasraum mindestens eine Schicht, bestehend aus einzelnen Körpern oder von zusammenhängenden Gebilden aus dielektrischem Material, angeordnet ist.
  • Durch die Schicht von Körpern aus dielektrischem Material wird dabei unter anderem erreicht, dass ein im Gasraum verteiltes und die Körper umhüllendes Plasma vorhanden ist, mit dem Vorteil einer verbesserten Strahlungsausbeute oder Lichtausbeute gegenüber dem Stand der Technik.
  • [Aufgabe der Erfindung]
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Strahlungsausbeute oder Lichtausbeute gegenüber diesem bekannten Stand der Technik zu erreichen. Durch die Erfindung soll ein vereinfachter Herstellungsprozess und eine Herstellung von Standardbauformen in Modulbauweise ermöglicht werden.
  • Die Erfindung wird durch die Merkmale von Anspruch 1 charakterisiert; weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen dargestellt.
  • Es hat sich überraschend gezeigt, dass ein ähnliches Resultat wie in DE 101 33 949 C1 erzielt werden kann, wenn in mindestens einem ausgebildeten Gasraum mindestens eine Schicht von zusammenhängenden, strukturierten Körpern oder Gebilden aus elektrisch leitfähigem Material angeordnet ist (etwa geflochtene oder maschendrahtförmige Formen), und wenn diese dabei die Funktion einer Elektrode haben, so dass flächig ein Plasma ausgebildet werden kann.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach dem Prinzip einer dielektrisch behinderten Entladung zur Strahlungserzeugung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein strukturierter Gasraum, in dem ein Plasma erzeugt wird, durch eine strukturierte Elektrode aus einer Schicht von zusammenhängenden, strukturierten Körpern oder Gebilden aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet wird. Auf der leitfähigen strukturierten Elektrode ist mindesten eine Isolierstoffplatte so angebracht, dass die Strukturerhebungen der leitfähigen strukturierten Elektrode als eine Abstandshalterung fungieren. Zwischen der leitfähigen strukturierten Elektrode und mindestens einer Isolierstoffplatte wird ein Gasraum zur Erzeugung eines Plasmas ausgebildet.
  • In einer Ausführungsform bildet die leitfähige strukturierte Elektrode selbst ein Gefäßteil, indem Wandungen an den Rändern der leitfähigen strukturierten Elektrode vorhanden sind. Die auf der leitfähigen strukturierten Elektrode liegende Isolierstoffplatte ist mit den Wandungen verbunden. Somit wird ein Gefäß für die Gasaufnahme gebildet.
  • Für universelle oder wechselnde Anwendungen wird ein Modul vorgestellt, das mindestens aus einer leitfähigen strukturierten Elektrode und einer Isolierstoffplatte besteht oder aus einer Abfolge Isolierstoffplatte, leitfähige strukturierte Elektrode und Isolierstoffplatte. Mehrere Module können zur Gestaltung eines Charakterzeichens oder Bildes zusammengefasst werden.
  • Zur Transformation von UV/VUV-Strahlung in sichtbares Licht ist die leitfähige strukturierte Elektrode mit Leuchtstoff oder mindestens eine den Gasraum begrenzende Fläche mit einer Leuchtstoffschicht versehen.
  • Zur Verbesserung der Gasreinheit und/oder Erhöhung der Sekundärelektronenemission ist die leitfähige strukturierte Elektrode und/oder Isolierstoffplatte mit Vergütungsschichten versehen.
  • Als eine Ausführungsform hat die leitfähige strukturierte Elektrode geflochtene oder maschendrahtförmige Form. Charakterzeichen wie Buchstaben, Ziffern oder Symbole werden durch die äußere Gestaltung in der Form der Vorrichtung oder durch die Gestaltung in der Form der Elektrode ausgebildet.
  • Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergibt sich als ein wesentlicher Vorteil ein stark vereinfachter Aufbau, wodurch das Produkt preiswerter hergestellt werden kann.
  • Die zusammenhängenden, strukturierten Körper oder Gebilde aus elektrisch leitfähigem Material übernehmen hier zwei wesentliche Funktionen. Einerseits werden sie als leitfähige Elektrode genutzt, andererseits fungieren sie gleichzeitig als Abstandshalter zu mindestens einem auf ihnen angebrachten und für Licht transparenten Substrat, auf dem sich dann eine weitere transparente Elektrode befindet. Das transparente Substrat mit transparenter Elektrode bildet somit die gegen den Gas- oder Entladungsraum isolierte Elektrode.
  • Der einfache Aufbau ermöglicht auch einen vereinfachten Herstellungsprozess, da in einer Ausführungsform praktisch nur eine Sandwich-Struktur aus Isolatorplatte, leitfähiger strukturierter Elektrode und Isolatorplatte, in einer anderen die Abfolge leitfähige strukturierte Elektrode-Isolatorplatte, gefertigt werden muss. Der Rest kann mit einfachen Mitteln individuell angepasst werden. Die erfindungsgemäße Ausführung ermöglicht somit eine Herstellung von Standardbauformen als Modulbauweise mit variablen Einsatzmöglichkeiten.
  • Ein anderer Vorteil ist, dass nun einfache Ausführungen ohne separaten Berührungsschutz möglich werden.
  • Gegenüber dem Stand der Technik ergibt sich ferner, dass unabhängig von der Größe der Strukturelemente der strukturierten Elektrode entsprechend des jeweiligen Füllgasdruckes sich stets die minimalste Zündspannung entsprechend den Durchbruchkurven für das jeweilige Gas einstellt. Somit können in allen Fällen niedrige Betriebsspannungen benutzt werden. Das vereinfacht und verbilligt die Energieversorgung.
  • Durch die erfindungsgemäße Anordnung kommt es zu einer verstärkten Einbeziehung der Oberflächen in die Plasmaausbildung. Damit wird die Transformation von UV/VUV-Strahlung in sichtbares Licht im Fall, dass die strukturierte Elektrode und/oder die Isolatorplatte mit Leuchtstoff versehen sind, effektiver.
  • Ferner wird so auch die Auskopplung der direkt in der Entladung erzeugten sichtbaren Strahlung, beispielsweise bei Anwendungen mit Ne-Füllungen für Werbe- oder Hinweiszwecke, verbessert.
  • Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele sollen das Grundprinzip verdeutlichen.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Perspektivdarstellung einer Anordnung mit einer leitfähigen strukturierten Elektrode einer Platte und herausgearbeiteten Halbkugelformen,
  • 2 eine Explosionsdarstellung einer Anordnung mit verwobenen bzw. verflochtenen Strukturen.
  • 3 eine Perspektivdarstellung einer Anordnung mit einer leitfähigen strukturierten Elektrode aus zusammenhängenden Kugelformen und schematisch angedeuteter Energieversorgung.
  • In 1 ist das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Strahlungserzeugung in einer Perspektivdarstellung schematisch verdeutlicht. Sie besteht aus einer leitfähigen strukturierten Elektrode 3, einer darauf befindlichen Isolierstoffplatte 2 mit einer sich wiederum auf dieser befindenden Elektrode 1 sowie einem so ausgebildeten Gasraum 4, der dadurch strukturiert ist. Für praktische Anwendungen ist die leitfähige strukturierte Elektrode 3 flächig und mit wenigstens drei Strukturelementen ausgebildet. Nicht näher eingezeichnet sind seitliche Verschlusselemente für den Gasraum 4 und Füllstutzen für die Gasbefüllung.
  • Im gefüllten und abgedichteten Gefäß übernimmt der zusammenhängende, strukturierte Körper aus elektrisch leitfähigem Material die Funktion einer gegenüber dem Gasraum leitfähigen strukturierten Elektrode 3 und gleichzeitig die Funktion der Abstandshalter zu der darauf angebrachten Isolierstoffplatte 2. Die Isolierstoffplatte 2 bildet ein für Licht transparentes Substrat, auf dem sich dann eine transparente Elektrode 1 befindet. Die Elektrode 1 und die Isolierstoffplatte 2 sind so ausgeführt, dass die jeweils gewünschte elektromagnetische Strahlung ausgekoppelt werden kann, d.h. sie für diese Strahlung transparent oder teiltransparent sind.
  • An die leitfähige strukturierte Elektrode 3 und die Elektrode 1 werden geeignete Wechselspannungen angelegt, so dass es im Gasraum 4 zu entsprechenden Gasentladungen kommt. Dadurch wird eine elektromagnetische Strahlung erzeugt. Die Entladungen im Gasraum 4 umfassen im vorliegenden Fall alle Entladungen oder Entladungsteile im Volumen sowie auf den Oberflächen der leitfähigen strukturierten Elektrode 3 und der Oberfläche der Isolierstoffplatte 2.
  • Vorteilhaft bei dieser Art der Anordnung ist, dass so im Vergleich zum Stand der Technik, insbesondere zu DE 101 33 949 C1 , die Entladungsstrecke zwischen der leitfähigen strukturierten Elektrode 3 und der isolierten Elektrode (gebildet aus 1 und 2) weiter effektiv verkürzt wird, da nur noch ein Dielektrikum (Isolierstoffplatte 2) zwischen den leitfähigen Teilen der Elektroden liegt, und dass dabei aber die leitfähige strukturierte Elektrode 3 bereits die Isolierstoffplatte 2 berührt.
  • Es kann sich so unabhängig von der Größe der Strukturelemente entsprechend dem jeweiligen Füllgasdruck stets die minimalste Zündspannung entsprechend den Durchbruchkurven für das jeweilige Gas einstellen, so dass auch grobe Strukturen mit größeren Abmessungen von einigen mm der Strukturelemente der leitfähigen strukturierten Elektrode 3 optimal betrieben werden können. Dieser Spannungswert hängt praktisch nur noch von der Dicke und dem Material der Isolierstoffplatte 2 ab und ist unabhängig von den Abmessungen der leitfähigen strukturierten Elektrode 3.
  • Im Verlaufe der Entladungsentwicklung werden mehr und mehr die freien Flächen der Isolierstoffplatte 2 vom Plasma bedeckt. Damit sind sowohl eine effektive Transformation von im Plasma erzeugter UV/VUV-Strahlung in sichtbares Licht über im Gefäß angebrachte Leuchtstoffe möglich als auch eine Erhöhung des sichtbaren Strahlungsanteils gegenüber sonst üblichen Anordnungen. Insbesondere werden wegen der größeren Flächen an den Strukturelementen in Blickrichtung der Gefäßnormalen höhere Beleuchtungsstärken beobachtet.
  • Für die äußere Formgebung können planare, zylinderförmige oder kugelförmige Anordnungen gewählt werden. Es ist weiter auch möglich, Charakterzeichen wie Buchstaben, Ziffern oder Symbole in der gewünschten Form durch die äußere Gestaltung auszubilden.
  • In einer anderen Ausführung kann mindestens die leitfähige strukturierte Elektrode 3 oder die Elektrode 1 in der Form eines gewünschten Charakterzeichens ausgebildet sein.
  • Für viele Anwendungen ist es besonders günstig ein Modul, bestehend aus einer Sandwich-Struktur, aufzubauen (siehe 2). Dabei kann die leitfähige strukturierte Elektrode 3 auf einer weiteren Isolierstoffplatte (z.B. 5) liegen, wobei diese Isolierstoffplatte und die Isolierstoffplatte 2 mit einem Dichtrahmen versehen sind, so dass ein Gefäß mit innen liegender leitfähiger strukturierter Elektrode 3 gebildet wird. Dieses System bildet ein Modul in einer gewünschten Flächenabmessung. Für die Anzeige von Charakterzeichen wird nun individuell die Elektrode 1 ausgeformt. Die ausgeformte Elektrode 1 kann beispielsweise eine Folie oder ein Glassubstrat mit einer ITO-Schicht sein. Die ITO-Schicht liegt dabei vorzugsweise direkt auf der Isolierstoffplatte 2.
  • In einer anderen günstigen Variante besitzt die leitfähige strukturierte Elektrode 3 an den Seiten Wände, deren Höhe etwa der der Strukturerhebungen entspricht, und die nach oben hin plan geschliffen sind. Darauf wird dann die Isolierstoffplatte 2 gefügt. Somit übernimmt die leitfähige strukturierte Elektrode 3 eine weitere Funktion, indem sie selbst zum Gefäßteil wird. Die Wandung des strukturierten Elektrodenteils zum Aufnehmen und Auffügen der Isolierstoffplatte 2 kann unterschiedlich ausgestaltet sein. So ist beispielsweise eine Vertiefung zur Aufnahme und Positionierung der Isolierstoffplatte 2 vorteilhaft.
  • Die Module sind auf diese Weise sehr universell einsetzbar und können so immer wieder individuell mit einfachen Mitteln angepasst werden.
  • Ferner ermöglicht die Modulbauweise eine industrielle Serienfertigung, was gerade bei Charakterzeichen eine erhebliche Produktivitätssteigerung bewirkt.
  • Die Materialauswahl richtet sich u.a. nach der Anwendung und ferner kommt insbesondere die spezifische Aufgabe des Bauelementes zum Tragen.
  • So ist es z.B. günstig, auf der Abstrahlseite des Gefäßes transparente ITO-Schichten für die Auskopplung von sichtbarer Strahlung zu haben, während bei Anwendungen für die Auskopplung von UV- oder VUV-Strahlung maschendrahtförmige Elektroden eingesetzt werden.
  • Von der Materialseite her können ferner auch übliche Mittel zur Verbesserung der Gasreinheit und/oder Erhöhung der Sekundärelektronenemission durch Vergütungsschichten der an den Gasraum 4 angrenzenden Sauelemente vorgesehen sein.
  • Im Fall einer Ausführung mit im Inneren des Gefäßes liegender leitfähiger strukturierter Elektrode 3, wobei diese als Hochspannungselektrode dient, ergibt sich als weiterer Vorteil, dass kein Berührungsschutz erforderlich ist. Dies trifft auch auf eine Ausführung zu, bei der die leitfähige strukturierte Elektrode 3 Teil des Gefäßes ist, dabei geerdet wird, und bei der die Hochspannungselektrode eine auf einem Glassubstrat aufgedampfte ITO-Schicht ist. Die ITO-Schicht bildet dann die Elektrode 1 und ist zur Isolierstoffplatte 2 hin angeordnet, während das Glassubstrat die Außenseite bildet.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel besitzt die leitfähige strukturierte Elektrode 3 zahlreiche Halbkugelstrukturen. Diese Form kann vorteilhaft abgewandelt werden.
  • Die 2 zeigt eine Explosionsdarstellung einer Anordnung mit verwobenen bzw. verflochtenen Strukturen. In dieser Ausführung wird die leitfähige strukturierte Elektrode 3 aus einer Maschendrahtlage gebildet. Dies ist besonders preiswert.
  • Gegenüber der 1 ist hier zusätzlich eine Isolierstoffplatte 5 angegeben, die zusammen mit der Isolierstoffplatte 2 mit einem nicht näher eingezeichneten Dichtrahmen das Gefäß bildet. Die anderen Elemente entsprechen der Darstellung nach 1.
  • In 3 ist eine Perspektivdarstellung einer Anordnung mit einer leitfähigen strukturierten Elektrode 3 aus zusammenhängenden Kugelformen und schematisch angedeuteter Energieversorgung dargestellt. Diese Anordnung zeigt die Möglichkeit einer zweiseitigen Abstrahlung. Dazu wird das Gefäß aus transparenten Isolierstoffplatten 2a und 2b gebildet, auf diesen befinden sich die transparenten Elektroden 1a und 1b. Die leitfähige strukturierte Elektrode 3 wird hier von einer zu beiden Seiten symmetrischen Kugelstruktur gebildet, wobei diese als Hochspannungselektrode fungiert. Die äußeren Elektroden 1a und 1b sind dann geerdet.
  • Die Form der Struktur ist nicht auf die hier kugelförmige Ausführung beschränkt und kann anderweitig gewählt werden.
  • Neben den anhand von Zeichnungen beschriebenen Ausführungen sind weitere Varianten möglich, wodurch aber das Grundprinzip der Erfindung nicht verändert wird. So können insbesondere zylinder- oder rohrförmige Gefäßformen gewählt werden.

Claims (10)

  1. Vorrichtung nach dem Prinzip einer dielektrisch behinderten Entladung zur Strahlungserzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass ein strukturierter Gasraum (4), in dem ein Plasma erzeugt wird, durch eine strukturierte Elektrode (3) aus einer Schicht von zusammenhängenden, strukturierten Körpern oder Gebilden aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der leitfähigen strukturierten Elektrode (3) mindestens eine Isolierstoffplatte (2) so angebracht ist, dass die Strukturerhebungen der leitfähigen strukturierten Elektrode (3) als eine Abstandshalterung fungieren, und dass zwischen der leitfähigen strukturierten Elektrode (3) und mindestens einer Isolierstoffplatte (2) ein Gasraum (4), der seinerseits strukturiert ist, zur Erzeugung eines Plasmas ausgebildet wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige strukturierte Elektrode (3) selbst ein Gefäßteil bildet, indem Wandungen an den Rändern der leitfähigen strukturierten Elektrode (3) vorhanden sind, so dass die auf der leitfähigen strukturierten Elektrode (3) liegende Isolierstoffplatte (2) mit den Wandungen verbunden ist und diese so zusammen ein Gefäß für die Gasaufnahme bilden.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für universelle oder wechselnde Anwendungen ein Modul, mindestens bestehend aus einer leitfähigen strukturierten Elektrode (3) und einer Isolierstoffplatte (2), aufgebaut ist, oder dass das Modul aus einer Abfolge Isolierstoffplatte (5; 2b), leitfähige strukturierte Elektrode (3) und Isolierstoffplatte (2; 2a) besteht.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Module zur Gestaltung eines Charakterzeichens oder Bildes zusammengefasst werden.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige strukturierte Elektrode (3) zur Transformation von UV/VUV- Strahlung in sichtbares Licht mit Leuchtstoff versehen ist, oder dass mindestens eine den Gasraum (4) begrenzende Fläche mit einer Leuchtstoffschicht versehen ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige strukturierte Elektrode (3) und/oder Isolierstoffplatte (2; 5), (2a; 2b) mit Vergütungsschichten zur Verbesserung der Gasreinheit und/oder Erhöhung der Sekundärelektronenemission versehen sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige strukturierte Elektrode (3) geflochtene oder maschendrahtförmige Strukturen hat.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Charakterzeichen wie Buchstaben, Ziffern oder Symbole durch die äußere Gestaltung in der Form der Vorrichtung ausgebildet werden.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Charakterzeichen wie Buchstaben, Ziffern oder Symbole durch die Gestaltung in der Form der Elektrode (1; 1a; 1b) ausgebildet werden.
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