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DE102004054756A1 - UV-stabilisierendes Halbleitermaterial, insbesondere für Solarzellen, sowie Verfahren zur Herstellung - Google Patents

UV-stabilisierendes Halbleitermaterial, insbesondere für Solarzellen, sowie Verfahren zur Herstellung Download PDF

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DE102004054756A1
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Rainer Dr. Kern
Andreas Dr. Hinsch
Sarmimala Hore
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Albert Ludwigs Universitaet Freiburg
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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Albert Ludwigs Universitaet Freiburg
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G9/00Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
    • H01G9/20Light-sensitive devices
    • H01G9/2027Light-sensitive devices comprising an oxide semiconductor electrode
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein UV-stabilisierendes Halbleitermaterial, ein Verfahren zu dessen Herstellung sowie verschiedene Verwendungen des Halbleitermaterials. Das Halbleitermaterial ist als Mischoxid eines Halbleiteroxids und eines UV-stabilisierenden Elementes gebildet. Es lässt sich insbesondere als Grundmaterial für die Photoelektrode von Farbstoff-Solarzellen einsetzen, um die UV-Stabilität des Farbstoffes und/oder des Redoxpaares des Elektrolyten zu erhöhen.

Description

  • Technisches Anwendungsgebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein UV-stabilisierendes Halbleitermaterial, insbesondere für Solarzellen, ein Verfahren zur Herstellung dieses Halbleitermaterials sowie unterschiedliche Verwendungen des Halbleitermaterials zur Stabilisierung photooxidativer Materialien.
  • Ein wichtiges Anwendungsgebiet des vorliegenden Halbleitermaterials liegt auf dem Gebiet der Farbstoff-sensibilisierten Solarzellen, im Folgenden auch als Farbstoff-Solarzellen bezeichnet. Die Photoelektrode einer derartigen Farbstoff-Solarzelle ist aus einem porösen Film aus nanokristallinem TiO2 gebildet, das mit einem Farbstoff, beispielsweise einem metallorganischen Ruthenium-Farbstoff, beschichtet ist, der das einfallende Licht stark absorbiert. Die Photoanregung des Farbstoffes führt zur Injektion von Elektronen in das Leitungsband des Halbleiteroxids. Der auf diese Weise oxidierte Farbstoff nimmt die fehlenden Elektronen von Jodid-Ionen eines Elektrolyten wieder auf, der zwischen der Photoelektrode und einer mit Platin beschichteten Gegenelektrode eingebracht ist. Das durch die Elektronenabgabe erhaltene Trijodid wird an dieser Gegenelektrode wieder zu Jodid reduziert. Die gesamte Anordnung ist als bekannte Sandwich-Konfiguration aufgebaut. Durch die poröse Form der Photoelektrode aus dem nanokristallinen TiO2-Halbleiteroxid kann der Elektrolyt mit dem Redoxpaar I/I3 in die einzelnen Poren der Photoelektrode eindringen. Durch die nanoporöse Struktur steht eine große interne Oberfläche für die Farbstoffadsorption und somit für die Erzeugung des Photostroms zur Verfügung.
  • Die Photoelektrode sowie die Gegenelektrode werden in der Regel mit einer Siebdruck-Technik als dünner Film jeweils auf ein mit fluordotiertem Zinnoxid (F:SnO2) beschichtetes Glassubstrat aufgebracht und anschließend bei etwa 450–500°C für 30 Minuten gebrannt. Die Herstellung des nanokristallinen TiO2 für die aufzubringende Paste erfolgt in der Regel durch kontrollierte Hydrolyse einer Ti(IV)-Verbindung, die entweder als Alkoxid oder als Chlorid vorliegt. Ein hierbei häufig eingesetztes Alkoxid ist Titanisopropoxid, das entweder einer katalytischen Hydrolyse oder einer Hydrolyse und Peptisierung in Gegenwart eines Peptisierungsagenten, der eine Säure oder eine Base sein kann, unterzogen wird. Das Kolloid wird in ein TiO2-Puder überführt, aus dem, gegebenenfalls nach Zugabe eines Bindemittels, die Paste für den anschließenden Siebdruck zur Erzeugung der Photoelektrode erhalten wird.
  • Farbstoff-Solarzellen zeigen zwar eine hohe Energiekonversionseffizienz, leiden jedoch an einer geringen UV-Stabilität. So generiert der UV-Anteil bei der Beleuchtung von Farbstoff-Solarzellen Elektronen und Löcher in dem Halbleiteroxid. Die Elektronen reagieren mit dem Trijodid zu Jodid. Die Löcher können mit dem Elektrolyten Seitenreaktionen eingehen und dadurch nicht mit dem Jodid reagieren. Dadurch verringert sich die Konzentration an Trijodid. Dieser Prozess verkürzt die Lebensdauer von Farbstoff-Solarzellen erheblich.
  • Neben dem speziellen Anwendungsgebiet der Farbstoff-Solarzellen besteht auch auf anderen Gebieten, auf denen photooxidative Materialien eingesetzt werden, ein Bedarf an Techniken zur Erhöhung der UV-Stabilität.
  • Zur Erhöhung der UV-Stabilität von Farbstoff-Solarzellen wird in A. Hinsch et al., „Long-term Stability of Dye-Sensitised Solar Cells" Prog. Photovolt: Res. Appl. 2001; 9; Seiten 425–438, vorgeschlagen, den Elektrolyten UV-stabilisierende Additive, insbesondere MgI2 oder CaI2, beizugeben. Mit der Zugabe dieser Materialien konnte eine deutliche Erhöhung der Langzeit-UV-Stabilität der Solarzellen erreicht werden.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine weitere Technik der Erhöhung der UV-Stabilität photooxidativer Materialien anzugeben, die sich insbesondere bei Farbstoff-Solarzellen vorteilhaft einsetzen lässt.
  • Darstellung der Erfindung
  • Die Aufgabe wird mit dem Halbleitermaterial sowie dem Verfahren gemäß den Patentansprüchen 1 und 7 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des vorgeschlagenen Halbleitermaterials sowie des Herstellungsverfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche oder lassen sich der nachfolgenden Beschreibung sowie den Ausführungsbeispielen entnehmen. Die Patentansprüche 10 bis 12 geben vorteilhafte Verwendungen des vorgeschlagenen Halbleitermaterials an.
  • Das erfindungsgemäße UV-stabilisierende Halbleitermaterial ist als Mischoxid aus einem Halbleiteroxid und zumindest einem UV-stabilisierenden Element gebildet. Dieses Halbleitermaterial wird in direkten Kontakt mit den zu stabilisierenden photooxidativen Materialien gebracht. Derartige Materialien können beispielsweise organische oder anorganische Elektrolyte, gelartig oder nicht viskos, sein, die Redoxpaare enthalten können. Weiterhin können die photooxidativen Materialien geschmolzene Salze, leitfähige organische Materialien, Farbstoffe, Pigmente oder andere organische Materialien sein. Bei einem Einsatz in Farbstoff-Solarzellen wird das vorgeschlagene Halbleitermaterial als Grundmaterial für die Photoelektrode eingesetzt, die in Kontakt mit dem Farbstoff und mit dem Elektrolyten ist. Auf diese Weise ist keine Zugabe von Additiven zum Elektrolyten mehr erforderlich. Alleine aufgrund des Kontaktes des Elektrolyten mit der Photoelektrode wird bereits die UV-stabilisierende Wirkung erreicht.
  • In der nachfolgenden Beschreibung wird vor allem auf den Einsatz des vorgeschlagenen Halbleitermaterials in Farbstoff-Solarzellen eingegangen. Das Halbleitermaterial lässt sich jedoch auch für andere Anwendungen, beispielsweise zur Erhöhung der UV-Stabilität von Farben oder Lacken, einsetzen. In diesem Fall werden der Farbe beispielsweise nanokristalline Teilchen des vorliegenden Halbleitermaterials beigemischt, so dass die photooxidativen Komponenten der Farbe in direkten Kontakt zur Oberfläche des Halbleitermaterials treten. Auch weitere Anwendungen zur Stabilisierung photooxidativer Materialien in anderen Bereichen sind möglich, beispielsweise Anwendungen in der Sensorik, solange das vorliegende Halbleitermaterial in der jeweiligen Anwendung in direkten Kontakt mit diesen Materialien gebracht werden kann.
  • Beim Einsatz des vorliegenden Halbleitermaterials als Grundmaterial für die Photoelektrode in Farbstoff-Solarzellen erstreckt sich die UV-stabilisierende Wirkung sowohl auf den aufgebrachten Farbstoff als auch auf das Redoxpaar im eingesetzten Elektrolyten. Im Gegensatz zur Zugabe UV-stabilisierender Additive zum Elektrolyten ermöglicht die vorliegende Technik eine Erhöhung der UV-Stabilität bereits durch geeignete Herstellung der Photoelektrode. Der Herstellungsprozess lässt sich vorteilhaft mit der gleichen Apparatur durchführen, mit der auch bereits das bisher eingesetzte Halbleiteroxid hergestellt wird ("one pot synthesis"). Hierbei wird die Ausgangssubstanz für das Halbleiteroxid als Sol zunächst mit der ebenfalls als Sol erzeugten Ausgangssubstanz des UV-stabilisierenden Elementes vermischt. Die Mischung wird anschließend, ebenso wie dies bisher mit dem Sol des Halbleiteroxids erfolgte, einer Sol-Gel-Synthese unterzogen. Das Kolloid wird in ein TiO2-Puder überführt, aus dem die Paste zur Erzeugung der Photoelektrode erhalten wird. Diese Paste, der gegebenenfalls auch zusätzliche Bindemittel zugegeben werden können, wird dann beispielsweise mittels einer bekannten Siebdruck- Technik auf die üblichen beschichteten Glassubstrate der Solarzelle aufgebracht.
  • Da bei Einsatz des vorliegenden Halbleitermaterials eine Zugabe von Additiven zum Elektrolyten nicht mehr erforderlich ist, wird auch eine mögliche Kontamination der mit Platin beschichteten Gegenelektrode durch die Additive verhindert.
  • Bevorzugte UV-stabilisierende Elemente sind zweiwertige Elemente wie beispielsweise Mg oder Ca. Diese werden vorzugsweise als Alkoxide für die Herstellung des vorliegenden Mischoxids bereitgestellt. Als Halbleiteroxid wird vorzugsweise TiO2 verwendet, das ebenfalls als Alkoxid oder als Chlorid zur Verfügung gestellt werden kann.
  • Das Halbleiteroxid und das UV-stabilisierende Element können im vorliegenden UV-stabilisierenden Halbleitermaterial im Verhältnis von ca. 1 : 1 bis 100 : 1 vorliegen.
  • Durch die Herstellung des Halbleitermaterials in nanokristalliner und/oder poröser Form lassen sich sehr große Oberflächen als Kontaktflächen erzeugen, die damit eine gegenüber einem nicht porösen oder vollvolumigen Zustand erhöhte UV-stabilisierende Wirkung aufweisen.
  • Das Halbleitermaterial kann in Teilchenform vorliegen, wobei die Teilchen beispielsweise eine mittlere Größe von ca. 20 nm aufweisen können, oder auch in einer amorphen Struktur, in welche TiO2-Partikel eingelagert sind. Auch diese Ausgestaltung eignet sich für eine Vielzahl von Anwendungen, in denen ein photoempfindliches Material in engen Kontakt zum Halbleiteroxid gebracht werden kann, um eine UV-Degradation zu vermindern oder zu vermeiden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Das vorliegende Halbleitermaterial sowie das zugehörige Verfahren werden nachfolgend anhand der Anwendung in einer Farbstoff-Solarzelle nochmals beispielhaft näher erläutert. Hierbei zeigen
  • 1 ein Beispiel für den schematischen Aufbau einer Farbstoff-Solarzelle mit dem vorliegenden Halbleitermaterial;
  • 2 ein Beispiel für die Erhöhung der UV-Stabilität bei Einsatz des vorliegenden Halbleitermaterials; und
  • 3 ein Röntgenspektrum eines Halbleitermaterials gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • 1 zeigt den typischen Aufbau einer Farbstoff-Solarzelle wie sie mit dem vorliegenden Halbleitermaterial realisiert wird. Die Solarzelle wird auf beiden Seiten durch zwei Glassubstrate 1 begrenzt, an deren Innenseiten jeweils eine Schicht 2 aus F:SnO2 aufgebracht ist. Auf einer dieser Schichten wird eine Schicht 3 des vorgeschlagenen Halbleitermaterials, im vorliegenden Beispiel MgTiO2-Partikel, mittels einer Siebdruck-Technik aufgebracht. Die einzelnen nanokristallinen Partikel dieser Schicht 3 sind mit einem Farbstoff 4 beschichtet. Durch die dünne Schicht 3 aus dem vorliegenden Halbleitermaterial wird die Photoelektrode der Solarzelle gebildet. Die Gegenelektrode besteht aus einer Platin-Beschichtung 5 an der Innenseite des gegenüberliegenden Glassubstrats 1. Zwischen der Photo- und der Gegenelektrode befindet sich der I/I3 -Elektrolyt 6. Der Prozess der Erzeugung des Photostromes durch Oxidation des Farbstoffs 4 unter Abgabe von Elektronen an das Leitungsband des Halbleitermaterials (MgTiO2) und die Wiederaufnahme von Elektronen über das Redoxpaar I/I3 wurde bereits in der Beschreibungseinleitung erläutert.
  • Ein Vergleich der UV-Stabilität des Farbstoffes Methylenblau auf einer Schicht aus dem Mischoxid MgTiO2 und einer Schicht aus TiO2 kann der 2 entnommen werden. Diese zeigt die relative Absorptionsänderung des hier eingesetzten Farbstoffes Methylenblau durch UV-Bestrahlung in Abhängigkeit von der Zeit. Die deutlich höhere UV-Stabilität bei Einsatz des vorliegenden Halbleitermaterials ist in dieser Figur deutlich zu erkennen.
  • Für die Herstellung des vorgeschlagenen Halbleitermaterials wird vorzugsweise ein Verfahren eingesetzt, wie es auch bisher zur Herstellung des Halbleiteroxids TiO2 für die Photoelektrode bekannter Solarzellen genutzt wird. Dieses Verfahren beruht auf der bekannten Sol-Gel-Synthese nanokristalliner Partikel. Zunächst wird ein Sol des als Halbleiteroxid eingesetzten TiO2 durch katalytische Hydrolyse von Titan-isopropoxiden oder -chloriden oder anderer Alkoxide des Titans synthetisiert. Die kolloidale Synthese von TiO2 wird üblicher Weise durch eine durch Säure oder Base katalysierte Hydrolyse des Titan-isopropoxids begleitet. Hierbei werden beispielsweise 125 ml Titan-isopropoxid in 750 ml einer 0,1 molaren Salpetersäure oder einer 0,1 molaren Essigsäure oder eines 0,15 molaren Tetramethyl-Ammoniumhydroxids unter starkem Rühren eingebracht. Es bildet sich sofort ein weißes Fällungsprodukt, das dann für 8 Stunden auf 80°C aufgeheizt wird, um eine komplette Peptisierung zu erreichen. Dem Titan-isopropoxid werden im vorliegenden Beispiel 55,5 g Magnesiummethoxide beigemischt, so dass die Solbildung mit anschließender Peptisierung mit dieser Mischung erfolgt.
  • Zur Erzeugung der gewünschten Größe der Nanopartikel aus MgTiO2 wird das peptisierte Sol für einen Zeitraum von 12 Stunden bei einer Temperatur von 190–230°C einem hydrothermischen Wachstumsprozess in einem Titan-Autoklaven unterzogen. Anschließend werden die gebildeten Partikel mit Ethanol gewaschen und in Gegenwart eines organischen Tensids mit Hilfe eines Ultraschallhorns aus Titan redispergiert. Nach der Ultraschallbehandlung wird die resultierende Lösung unter Einsatz eines Rotationsverdampfers aufkonzentriert und mit Carbowax® 20000 vermischt oder durch Zugabe von Äthylzellulose oder Terpenalkohol (Terpineol) zu einer für Siebdruck einsetzbaren Paste verarbeitet.
  • Das derart gebildete Mischoxid aus MgTiO2, das als Co-Gel mit TiO2 synthetisiert wurde, weist im vorliegenden Beispiel ein Verhältnis von Magnesium und Titan von 1 : 1 auf. 3 zeigt hierzu ein Röntgen spektrum 7 sowie ein korrigiertes Röntgenspektrum 8, in denen die Phasen von MgTiO2 und TiO2 erkennbar sind.
  • Grundsätzlich lassen sich mit dem dargestellten Verfahren Halbleitermaterialien herstellen, die aus beliebigen Verhältnissen von Mg(Alkoxid) [oder Ca(Alkoxid)] und Ti(Alkoxid/Chlorid) synthetisiert sein können.
  • 1
    Glassubstrat
    2
    F:SnO2-Schicht
    3
    Schicht aus MgTiO2-Partikeln
    4
    Farbstoff
    5
    Platin-Beschichtung
    6
    I/I3-Elektrolyt
    7
    Röntgenspektrum
    8
    korrigiertes Röntgenspektrum

Claims (12)

  1. UV-stabilisierendes Halbleitermaterial, insbesondere für Solarzellen, das als Mischoxid aus einem Halbleiteroxid und zumindest einem UV stabilisierenden Element gebildet ist.
  2. Halbleitermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das UV-stabilisierende Element ein 2-wertiges Element ist.
  3. Halbleitermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das UV-stabilisierende Element Mg oder Ca ist.
  4. Halbleitermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halbleiteroxid TiO2 ist.
  5. Halbleitermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischoxid in nanokristalliner und/oder poröser Form vorliegt.
  6. Halbleitermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischoxid als dünner Film vorliegt.
  7. Verfahren zur Herstellung eines Halbleitermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem Ausgangssubstanzen für das Halbleiteroxid und das UV-stabilisierende Element als Sol miteinander vermischt werden und die Mischung anschließend einer Sol-Gel-Synthese unterzogen wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangssubstanz des UV-stabilisierenden Elements ein Alkoxid des Elements eingesetzt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangssubstanz des Halbleiteroxids ein Alkoxid oder Chlorid eingesetzt wird.
  10. Verwendung eines Halbleitermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als Grundmaterial für die Photoelektrode einer mit Farbstoff sensibilisierten Solarzelle.
  11. Verwendung eines Halbleitermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als Additiv in photooxidativen Materialien.
  12. Verwendung eines Halbleitermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als Additiv in Farben.
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