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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Kurbeltrieb einer Verbrennungskraftmaschine
eines Kraftfahrzeugs sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Verbrennungskraftmaschine
eines Kraftfahrzeuges.
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Es
ist bekannt, dass eine Kurbelwelle besondere Betriebssicherheit
bietet, sofern sie einstückig hergestellt
ist. Beispielweise geht aus der
CH
294835 eine Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine hervor, die
bei Kraftfahrzeugen aber auch bei Lokomotiven und Schienentriebwagen
einsetzbar ist. Die Kurbelwelle ist aus einem Stück gefertigt und mit Rollenlagern
kombiniert.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Kurbeltrieb
zur Verfügung
zu stellen.
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Diese
Aufgabe wird gelöst
mit einem Kurbeltrieb mit den Merkmalen des Anspruches 1, einem Systembaukasten
mit einem Kurbeltrieb mit den Merkmalen des Anspruchs 18 sowie mit
einem Verfahren zur Herstellung einer Verbrennungskraftmaschine
eines Kraftfahrzeuges mit den Merkmalen des Anspruches 21. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Anwendungen der Erfindung gehen
aus den abhängigen
Ansprüchen
wie aus der nachfolgenden Beschreibung näher hervor.
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Erfindungsgemäß weist
ein Kurbeltrieb einer Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeuges eine
einteilige Kurbelwelle sowie zumindest ein einteiliges Pleuel auf,
die miteinander zerstörungsfrei verbaut
sind.
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Ein
erfindungsgemäßes Verfahren
zur Herstellung einer Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeuges
sieht die folgenden Schritte vor: Herstellen einer einteiligen Kurbelwelle,
Herstellen von zumindest einem einteiligen Pleuel, Zusammensetzen
des einteiligen Pleuels und der einteiligen Kurbelwelle und Einsetzen
der Kombination von Pleuel und Kurbelwelle in ein Motorgehäuse.
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Gemäß einer
Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Kurbeltrieb zumindest einen
einteiligen Lagerbock aufweist, in dem die Kurbelwelle gelagert
ist. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Kurbeltrieb nur einteilige
Lagerböcke
aufweist. Auf diese Weise gelingt es, dass zum Einen nicht nur die
einteilige Kurbelwelle, sondern auch die jeweils einteiligen Pleuel
aufgrund der Lagerung in den einteiligen Lagerböcken die jeweiligen Genauigkei ten,
die bei der Herstellung erzielt worden sind, vorteilhaft umsetzen können. Das
bedeutet, dass ein derartiger Kurbeltrieb einerseits eine hohe Verschleißfestigkeit
aufweist, da aufgrund der Einteiligkeit der einzelnen Bauteile eine
Abweichung von voreingestellten Abmaßen vermieden werden kann.
Zum Anderen können
aufgrund der Einteiligkeit der Bauteile Reibungskräfte vermindert
werden. Dieses vermindert wiederum den Verschleiß der einzelnen Bauteile, die
sich gegeneinander bewegen.
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Vorteilhaft
wird der Kurbeltrieb insbesondere bei einer Mehrzylinder-Verbrennungskraftmaschine eingesetzt.
Diese weist beispielsweise zumindest drei Zylinder auf. Die einteilige
Kurbelwelle ist zerstörungsfrei
zumindest mit einem einteiligen Pleuel, vorzugsweise mit zwei und
insbesondere mit drei jeweils einteiligen Pleuel verbaut.
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Vorzugsweise
ist vorgesehen, dass der Kurbeltrieb zumindest eine Wälzlagerung
für die
Kurbelwelle hat. Gemäß einer
Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Wälzlagerung zumindest ein Kugellager
und/oder ein Rollenlager umfasst. Gemäß einer anderen Ausgestaltung
ist vorgesehen, dass die Kurbelwelle ausschließlich wälzgelagert ist. Wiederum kann
vorgesehen sein, dass der Kurbeltrieb zumindest jeweils eine Wälzlagerung
und eine Gleitlagerung für
die Kurbelwelle aufweist.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen von Wälzlagerungen
für Kurbelwellen
gehen beispielsweise aus der
DE 101 53 018 A1 , aus der
DE 199 26 406 A1 wie auch
aus der
DE 24 35 332
A1 hervor. Auf diese wird bezüglich der Art der Wälzlager,
der Anordnung von Loslager und Festlager, bezüglich verwendeter Lagerkörper wie
auch verwendeter Lagermaterialien und Lageraufbauten im Rahmen der
Offenbarung der Erfindung verwiesen.
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Vorzugsweise
werden Kugellager als Hauptlager genutzt. Diese stellen eine geringere
Anforderung an die Form- und Lagegenauigkeit dar, wie sie beispielsweise
bei anderen Wälzlagern,
insbesondere Nadellagern vorliegen. Kann dagegen eine größere Genauigkeit
bezüglich
der Form- und Lagegenauigkeit eingehalten werden, andererseits eine
erhöhte Kraftübertragung
durch die Lager gefordert werden, können Rollen- oder Nadellager
eingesetzt werden, insbesondere auch als Hauptlager. Vorzugsweise wird
bei einem Einsatz von einem Kugellager nur eine Rille vorgesehen.
Dadurch gelingt es, dass ein Anlaufspiegel wie auch eine Hohlkehle
nebst einer Axiallagerung entfallen kann.
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Insbesondere
ist vorgesehen, dass das Wälzlager,
insbesondere das Kugellager, erst auf der Kurbelwelle endmontiert
wird. Hierzu können
ein oder mehrere Bestandteile des La gers, insbesondere ein Käfig, segmentiert
und zusammensetzbar sein. Beispielsweise können Wälzlagerkörper, insbesondere Kugellager,
zuerst zumindest zu einem Großteil in
das Lager eingeführt
werden, bevor ein Verschluss und insbesondere eine Lagenpositionierung
mittels beispielsweise eines Käfigs
erfolgt.
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Um
ein Einführen
der Wälzlagerkörper bei schon
zumindest teilweise auf der Kurbelwelle oder auf einem Lagersitz
aufgebrachtem Bauteil des Wälzlagers
zu ermöglichen,
insbesondere bei schon aufgesetztem Innen- und/oder Außenring
des Wälzlagers,
kann beispielsweise eine Einführnut
vorgesehen sein. Diese erstreckt sich vorzugsweise von einem Randbereich
des Wälzlagers
in ein Inneres des Wälzlagers
hinein. Dabei hat es beispielsweise die Form einer Rampe. Die Einführnut kann
gemäß einer Weiterbildung
auch wieder verschlossen werden, wenn die Wälzlagerkörper eingeführt worden sind. Dazu kann
beispielsweise ein Metall- oder auch ein Kunststoffeinsatz, insbesondere
ein Streifen, form- und/oder kraftschlüssig eingesetzt werden. Auch kann
der Einsatz verschraubt werden. Über
die Einführnut
wird ermöglicht,
dass die Wälzlagerkörper noch
nachträglich
in das Wälzlager
eingeführt
werden können.
Insbesondere ermöglicht
dieses einen Zusammenbau des Wälzlagers
auf der Kurbelwelle in der Weise, dass beispielsweise der Innen-
und der Außenring
sowie der Käfig
schon vormontiert sind. Anschließend kann das Wälzlager
befüllt
werden. Dieses erlaubt beispielsweise bei Verwendung eines Kugellagers
die Nutzung von mehr Kugeln, damit die Möglichkeit der Verteilung der
Traglast und dadurch eine Erhöhung
der Lebensdauer. Vorzugsweise werden bei einem einreihigen Kugellager
gemäß einer Ausgestaltung
zwischen 8 und 14 Kugeln verwendet. Das Wälzlager soll gemäß einer
weiteren Ausgestaltung eine dynamische Tragzahl C nach ISO 281 von mindestens
35 kN aufweisen.
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Gemäß einer
anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Wälzlager keine Einführnut aufweist.
Vielmehr werden in diesem Falle die Wälzlagerkörper zuerst in das vorbereitete
Lager eingeführt, bevor
der Käfig
eingesetzt wird.
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Eine
erste Weiterbildung sieht vor, dass für einen Hubzapfen der Kurbelwelle
ein Walzenlager verwendet wird und für ein Hauptlager der Kurbelwelle
ein Kugellager. Vorzugsweise findet dieses Anwendung bei Kleinwagen,
die beispielsweise mit einer Drei-Zylinder-Verbrennungskraftmaschine ausgerüstet sind.
Eine zweite Weiterbildung sieht vor, dass Gleitlager für die Pleuellager
vorgesehen sind und Wälzlager
für die
Hauptlager der Kurbelwelle. Dieses wird insbesondere bei einer Verbrennungskraftmaschine
eingesetzt, deren Zylinder in V-Form angeordnet sind. Dort wie auch
bei anderen Verbrennungskraftmaschinen mit der einteiligen Kurbelwelle und
dem zumindest einem einteiligen Pleuel kann zusätzlich eine Lagerung der Nockenwelle
eingesetzt werden, die ebenfalls zumindest teilweise wälzgelagert
ist. Vorzugsweise ist die Nockenwelle vollständig wälzgelagert. Des weiteren ist
bei einer Verbrennungskraftmaschine beispielsweise vorgesehen, dass
ein Festlager dort angeordnet wird, wo die Kupplung am nächsten liegt.
Werden beispielsweise ein Kugellager und ein Axiallager als Hauptlager
der Kurbelwelle verwendet, so wird insbesondere das größere von
beidem im Bereich eines Kupplungsflansches angeordnet.
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Als
Wälzlager
sind insbesondere die folgenden Wälzlagerarten einzeln oder in
Kombination miteinander einsetzbar:
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Axiallager
wie beispielsweise
- • ein- oder zweireihige Rillenkugellager,
beispielsweise mit einer Deckscheibe oder einer Dichtscheibe oder
einem Sprengring;
- • Schrägkugellager,
die ein- oder zweireihig sind;
- • Pendelkugellager,
mit zum Beispiel zylindrischer Bohrung oder mit kegeliger Bohrung;
- • Zylinderrollenlager,
zum Beispiel ein- oder zweireihig, insbesondere mit Käfig;
- • Laufrollenlager;
- • Nadellager,
- • Schulterkugellager;
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Radiallager
wie beispielsweise
- • Nadellager;
- • Kegelrollenlager;
- • Tonnenlager;
- • Pendelrollenlager;
- • Nadelkugellager,
sowie
Wälzlagerarten,
die beispielsweise Axial- und Radialkräfte aufnehmen können, wie
beispielsweise einige der oben aufgeführten Lager und Kombinationen
davon.
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Die
Wälzlager
können
in X-, in O- und/oder auch in Tandemanordnung angeordnet werden.
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Zur
Schmierung der Wälzlager
kann beispielsweise eine Plungerpumpe Verwendung finden. Diese kann
insbesondere eine ansonsten eventuell notwendige Ölpumpe zur
Schmierung des Kurbeltriebes ersetzen. Eine Schmierung kann beispielsweise über eine Ölzerstäubung und/oder
ein Ölspritzen
ermöglicht
werden. Zum Beispiel kann eine Öltauchschmierung,
eine Spritzölschmierung,
eine Tropfölschmierung,
eine Ölumlauf schmierung,
eine Schleuderölschmierung,
eine Ölnebenschmierung
und/oder eine Öleinspritzschmierung
vorgesehen werden. Gemäß einer
anderen Ausgestaltung kann zumindest für eines der verwendeten Wälzlager
auch eine Fettschmierung genutzt werden. Hierbei kann beispielsweise
ein Fettmengenregler eingesetzt werden. Auch besteht die Möglichkeit,
abgedichtete Lager zumindest teilweise zu verwenden.
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Als
Werkstoffe für
die Lager kommen beispielsweise warmfeste, nichtrostende Stähle, Kobaltlegierungen
wie auch Keramik-Werkstoffe in Frage. Das Käfigmaterial kann ebenfalls
daraus sei oder aus Stahl oder Messing. Der Käfig kann auch ein Blechkäfig sein.
Weiterer Werkstoff des Käfigs
kann eine Bronze sein, beispielsweise eine Phosphorbronze oder auch
eine Ferro-Silicium-Bronze. Für
einige Anwendungen kann auch Kunststoff verwendet werden, insbesondere
glasfaserverstärkter
Kunststoff, zum Beispiel glasfaserverstärktes Polyamid 66.
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Als
Werkstoff für
die einteilige Kurbelwelle wie aber auch für die ungeteilten Pleuel kommen
Einsatz- oder Vergütungsstahl
in Frage. Es kann jedoch auch Gusseisen beispielsweise mit eingegossenen Lagerinnenringeinsätzen genutzt
werden. Lagerringe können
beispielsweise in das Pleuel eingepresst werden, so dass dieses
als Alternative zur direkten Lagerung zur Verfügung steht. Dadurch können auch nicht
wälzlagerfähige Werkstoffe
wie GG, GGG, ADI oder Aluminium genutzt werden. Gemäß einer
Weiterbildung ist vorgesehen, dass Lagerringe aus Wälzlagerstahl
in das Pleuel aus Gusseisen mit eingegossen werden. Eine Ausgestaltung
sieht beispielsweise als Material für eine Pleuelstange 15CrNi6
oder 16MnCr5 vor, insbesondere für
eine Direktlagerung. Für
einen Kurbelzapfen kann beispielsweise 15Cr3 verwendet werden.
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Vorzugsweise
sind die Laufbahnen für
die Wälzkörper gehärtet, insbesondere
einsatzgehärtet. Die
Einsatzhärtungstiefe
liegt insbesondere in einem Bereich zwischen 0,4 mm und 1 mm.
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Des
weiteren kann die Radialluft, die auch Lagerluft genannt wird, je
nach Wälzlager
und Kurbelwellenabmessung in einem Bereich zwischen 60 μm und 300 μm liegen,
insbesondere mit ihren jeweiligen Minima und Maxima.
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Der
Kurbeltrieb ist insbesondere derart aufgebaut, dass die Kurbelwelle
an einem Übergang zwischen
einem Lagerzapfen und einer Wange eine derartige Abrundung aufweist,
dass das einteilige Pleuel daran vorbeiführbar ist. Auf diese Weise
können
ein bzw. mehrere Pleuel über
die Kurbelwelle gefädelt
werden. Durch Bewegung der Pleuel in unter schiedliche Richtungen
kann die für
das Pleuellager vorgesehene Öffnung
jeweils so gedreht werden, dass die Öffnungen über jeweilige Geometrien der Kurbelwelle
führbar
sind. Dazu können
die Pleuel in alle möglichen
Richtungen um ihre Achslagerachse verdreht werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass an der Kurbelwelle Gegengewichte angeordnet
sind. Vorzugsweise sind die Gegengewichte als separate Gegengewichte
angeordnet. Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Gegengewichte
an die Kurbelwelle angeschraubt sind. Vorzugsweise erfolgt dieses über zumindest
zwei Spannschrauben. Die Gegengewichte können beispielsweise dann an
der Kurbelwelle angeordnet werden, wenn die einteiligen Pleuel wie
auch die Lagerböcke mit
der Kurbelwelle jeweils verbunden sind. Beispielsweise können dazu
die Wälzlagerkörper in
ein Pleuellager und/oder in ein Kurbelwellenlager gefüllt und
gesichert werden.
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Ein
Zusammenbau des Kurbeltriebes kann derart vonstatten gehen, dass
Kolben der Verbrennungskraftmaschine zuerst mit den Pleuel und darüber mit
der Kurbelwelle verbunden werden, bevor die Kolben in einen jeweiligen
Zylinder eingeführt
werden. Eine andere Ausgestaltung sieht vor, dass Kolben der Verbrennungskraftmaschine
zuerst in einen jeweiligen Zylinder eingeführt und in eine definierte Position
gebracht werden, bevor die Kolben mit den Pleueln und darüber mit
der Kurbelwelle verbunden werden. Auch besteht die Möglichkeit,
zuerst die Pleuel mit der Kurbelwelle zu verbauen und erst danach
die Pleuel mit den Kolben zu verbinden.
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Vorzugsweise
ist vorgesehen, dass Hauptlagerringe und Pleuel über die Kurbelwelle an ihre
jeweilige Position geführt
werden. Anschließend
werden entsprechende Wälzkörper in
die jeweiligen Lager eingesetzt. Dieses beinhaltet, dass auch entsprechende
Käfige
in die Lager eingesetzt werden. Eine Sicherung der Wälzkörper kann
dabei über
die Käfige selbst
wie auch über
entsprechende andere Sicherungsmechanismen erfolgen.
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Eine
Verbrennungskraftmaschine eines Kraftfahrzeuges, insbesondere eine
nach dem Ottoprinzip arbeitende Verbrennungskraftmaschine mit vier
Zylindern weist zum Beispiel folgende Merkmale auf: Es ist eine
einteilige Kurbelwelle aus Vergütungsstahl
mit induktionsgehärteten
Lagerlaufrillen vorgesehen. Weiterhin weist die Kurbelwelle angeschraubte
Gegengewichte auf. Dieses sind vorzugsweise acht Gegengewichte.
Die verwendeten einteiligen Pleuel sind aus Einsatzstahl. Die verwendeten Lagerkäfige sind
aus Dural-Aluminium
gebaut. Ein Kurbelgehäuse
wird vorgesehen, in welches der Kurbeltrieb einsetzbar ist, wobei
das Kurbelgehäuse
separate, ungeteilte Lagerböcke
aufweist. Das Ku gelgehäuse
ist mit dem Zylinderkopf verschraubt. Es ist vorzugsweise keine
Lagertunnelbearbeitung vorgesehen. Eine Montage des Kurbeltriebes
inklusive Kolben wird vorzugsweise von unten in das Kurbelgehäuse ausgeführt. Anschließend kann
das Kurbelgehäuse
mit dem Zylinderkopf verschraubt werden. Zusätzlich kann eine Querverschraubung
an einer Schürze
vorgesehen sein. Alternativ wie auch zusätzlich besteht die Möglichkeit,
verwendete Lagerböcke
beziehungsweise den kompletten Kurbeltrieb mit dem Zylinderkopf
zu verschrauben.
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Für eine thermische
Entkopplung kann es beispielsweise vorteilhaft sein, dass die verwendeten Lagerböcke aus
einem anderen Material sind als beispielsweise das Kurbelgehäuse bzw.
der Zylinderkopf. So sind gemäß einer
Ausgestaltung die Lagerböcke
beispielsweise aus einem nichtaluminium- oder magnesiumhaltigen
Werkstoff, während
zum Beispiel das Kurbelgehäuse
daraus besteht. Als Material für
einen Lagerbock kommt ein Guss- oder auch ein Stahlmaterial in Frage.
Auch kann ein Lagerbock zwei- oder mehrteilig sein.
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Eine
Weiterbildung sieht vor, dass ein Leiterrahmen verwendet wird, der
zumindest zum Teil den Kurbeltrieb in der Verbrennungskraftmaschine
umgibt. Weiterhin können
Lagerböcke
in den für
eine Lüftung
vorgesehenen Aussparungen im Kurbelgehäuse angeordnet werden. Eine
Zylinderkopfverschraubung kann die Lagerböcke ebenfalls nutzen, indem
sich diese entweder durch die Lagerböcke hindurch in das Kurbelgehäuse erstreckt
oder ihren Widerpart in entsprechenden Verschraubungen in den Lagerböcken findet.
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Gemäß einem
weiteren Gedanken der Erfindung ist vorgesehen, die ungeteilte Kurbelwelle
so zu bearbeiten, dass eine Laufflächenbearbeitung von Kurbelwellenzapfen
sich auf ein Fräsen
und Schleifen von Lagerrillen beschränkt. Kröpfungsradien wie auch Hohlkehlenradien
können
in einer durch den Herstellungsprozess der Kurbelwelle vorgegebenen Rohkontur
belassen werden. Die hergestellten Lagerrillen können mit Standardteilen von
Wälzlagern, insbesondere
von Wälzlagerkugeln
und Wälzlagerringen,
genutzt werden. Dieses ermöglicht
beispielsweise, dass eine Vormontage einer Kurbelwelle mit Pleuel
und insbesondere auch mit Lagerböcken
beispielsweise beim Wälzlagerhersteller
erfolgt. Nach erfolgter Montage des Kurbeltriebes kann dieser beispielsweise
an den Motorenhersteller gesandt werden. Dieser hat beispielsweise
zwischenzeitlich die von der Gießerei zugesandten Zylinderköpfe wie auch
Kurbelgehäuse
nebst entsprechender eventueller zusätzlicher Motorgehäuseteile
erhalten. Die weitere Montage zu der Verbrennungskraftmaschine kann
dann vor Ort im Werk erfolgen.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind der folgenden
Zeichnung zu entnehmen. Die dort dargestellten Merkmale sind jedoch
nicht auf die jeweilige Ausgestaltung beschränkt. Vielmehr können diese
mit Merkmalen anderer Ausgestaltungen aus der Zeichnung wie auch der
obigen Beschreibung zu Weiterbildungen kombiniert werden. Es zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht einer Kurbelwelle mit Bauteilen, die über die
Kurbelwelle an ihre Einbauposition geführt werden,
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2 eine
schematische Ansicht eines Kurbeltriebes, an dem Pleuel wie auch
Lager vormontiert und Gegengewichte anmontiert werden,
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3 eine
Möglichkeit
einer Montage des Kurbeltriebes in ein Kurbelgehäuse,
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4 eine
Explosionsdarstellung eines Lagerbockes, welches beispielsweise
geeignet ist, für ein
Lager eine axial Abstützung
zu übernehmen,
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5 einen
fertigmontierten Lagerbock,
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6 ein
Pleuel mit einer Pleuellagerung in Explosionsdarstellung,
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7 ein
fertigmontierter Kurbeltrieb, der in einem Kurbelgehäuse fest
installiert ist,
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8 einen
Ausschnitt aus einer Kurbelwelle mit fertig montiertem Pleuel, wobei
insbesondere ein Rollenlager und eine U-Formauflage verwendet werden
kann,
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9 der
aus 8 dargestellte Ausschnitt in einer quasi Explosionsdarstellung
zur Verdeutlichung des Einbaus,
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10 einen
geteilten Wälzlagerkäfig,
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11 den
aus 10 dargestellten Wälzlagerkäfig in Explosionsdarstellung,
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12 eine
Vorderansicht des Wälzlagerkäfigs,
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13 einen
Detailausschnitt aus 11,
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14 eine
Ausschnittsvergrößerung aus 12,
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15 eine
weitere Ausgestaltung zur Befestigung eines Gegengewichtes an einer
Kurbelwelle und
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17 eine andere Ausgestaltung zur Befestigung
eines Gegengewichtes an einer Kurbelwelle.
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1 zeigt
einen Kurbeltrieb 1 mit einer einteiligen Kurbelwelle 2.
Schräg
auf die Kurbelwelle 2 ist ein einteiliges Pleuel 3 eingesetzt.
Die Bemaßung der
einteiligen Kurbelwelle 2 ist dabei derart auf eine Öffnung 4 im
Pleuel abgestimmt, dass das Pleuel 3 über die Kurbelwelle 2 bis
in seine Position geführt werden
kann. Ein zweites Pleuel 5 ist beispielhaft schon an seine
Endposition geführt
und mit entsprechendem Lager 6 versehen. Das Lager 6 ist
dabei vorzugsweise eine Wälzlagerung,
insbesondere eine Kugellagerung. Die Pleuel 3, 5 sind
somit von einer Vorderseite 6 der Kurbelwelle aus eingefädelt worden.
An einer Hinterseite 7 der Kurbelwelle 2 wiederum
ist schon ein hinteres Hauptlager 8 montiert. Die Kurbelwelle 2 weist
beispielsweise in einem Bereich eines Hauptlagerzapfens 9 eine
Abrundung beim Übergang
auf eine Wange 11 auf. Beim weiteren Übergang von der Wange 11 hin
zu einer Pleuellagerlaufbahn 12 ist wiederum eine Abrundung 10 vorgesehen.
Durch geschicktes Einfädeln
der Pleuel 3, 5 wie auch von Lagerringen 13 gelingt
es somit, die einteilige Kurbelwelle 2 mit einteiligen
Pleuel 3, 5 versehen zu können. Bei Verwendung von einteiligen Lagerböcken sind
diese zum Beispiel vor der Kurbelwellenmontage über die Lagerringe zu fädeln. So
wie dargestellt, ist die Kurbelwelle vollständig mit Wälzlagern und insbesondere mit
Kugellagern versehen. Daher weist eine Innenlaufbahn 14 eines
Hauptlagers eine umlaufende Rille 15 auf. Eine zweite Innenlaufbahn 16 eines
Hubzapfenlagers 17 ist ebenfalls als umlaufende Rille 15 gestaltet.
Als Gegenpart zu den jeweiligen Innenlaufbahnen 14, 16 weisen
der Lagerring 13 bzw. das Pleuel 3 jeweils umlaufende Rillen 15 auf.
Durch die Geometrie der Rille 15 kann somit bestimmt werden,
welcher Art die Wälzlagerung
ist. Beispielsweise können
dieses Kugellager, Rollenlager, Nadellager, Schräglager wie auch Axiallager
sein.
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2 zeigt
einen zweiten Kurbeltrieb 18. Am zweiten Kurbeltrieb 18 sind
die Pleuel 19 wie auch die Hauptlager 20 fertig
montiert. Auf die genaue Montage von Pleuel 19 wie Hauptlager 20 wird
nachfolgend eingegangen. Wie aus 2 zusätzlich entnehmbar
ist, werden Gegengewichte 21 mit der Kurbelwelle 22 verschraubt.
Hierzu weisen die jeweiligen Wangen vorzugsweise jeweils zwei parallel
verlaufende Sacklochbohrungen auf. Die Gegengewichte 21 können sodann
beispielsweise formschlüssig
auf die Wangen 23 aufgesetzt werden. Über entsprechende Schrauben,
die vorzugsweise einen Schraubenkopf mit Innensechskant aufweisen,
werden die Gegengewichte mit einem definierten Anzugsmoment fixiert.
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3 und 4 zeigen
in schematischer Ansicht eine mögliche
Montage eines Kurbeltriebes am Beispiel eines Vierzylinder-Reihenmotors
bei der Verwendung von Kugellagern.
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3 zeigt
ein Kurbelgehäuse 24,
an welches ein Zylinderkopf 25 angeschraubt wird. In das Kurbelgehäuse 24 werden
Kolben 26 mit nicht näher dargestellten
Kolbenringen insbesondere Abstreifringen vorgesehener Anzahl bestückt und
von oben in ein Zylinderrohr 27 eingeführt. So wie dargestellt, werden
die eingeführten
Kolben 26 über
die UT-Lage hinausgeschoben, so dass eine Bohrung 28 für einen Kolbenbolzen 29 aus
dem Zylinderrohr 27 auftaucht. Über ein nicht näher dargestelltes
Hebezeug kann die vormontierte Kurbelwelle 30 in ihrer
Position gehalten werden, wobei die beiden innenliegenden Pleuel
der vier Pleuel auf UT-Stellung angeordnet sind. Nachdem die Kolbenbolzen 29 eingeführt sind und über Sicherungsringe
am Kolbenbolzen 29 gesichert wurden, kann die Kurbelwelle 30 um
ca. einen halben Kolbenhub in Pfeilrichtung 31 geschoben werden.
Gleichzeitig wird dabei die Kurbelwelle um ca. 90° verdreht.
Dadurch können
nun die außenliegenden
Kolben analog zu den innenliegenden Kolben montiert werden. Das
heißt,
dass zuerst die innenliegenden Kolben an den Kurbeltrieb befestigt werden,
bevor die außenliegenden
befestigt werden. Bei einer Sechs-Zylinderreihenanordnung wiederum muss
die Befestigung der unterschiedlichen Kolben so erfolgen, dass jeweils
ausreichender Spielraum zur Einfügung
der jeweiligen Kolbenbolzen vorgesehen ist. Nachdem die Kolben 26 vollständig an
der vormontierten Kurbelwelle 30 befestigt sind, kann der Kurbeltrieb
weiter in Pfeilrichtung 31 bewegt werden, bis die jeweiligen
Lagerböcke 32 zur
Anlage im Zylinderkurbelgehäuse 24 gelangen.
Das Zylinderkurbelgehäuse 24 weist
für diese
Art der Montage eine rechteckförmige
Gasse 33 auf. Die rechteckförmige Gasse 33 wird über Schürzen 34 gebildet.
Die Schürzen 34 wiederum
weisen Passflächen 35 auf.
Die Passflächen 35 sind
vorzugsweise gefräst.
Insbesondere sind radial angeordnete Passflächen 35 vorgesehen,
durch die hindurch Längslöcher 36 verlaufen. Über eine
entsprechende Verschraubung können
auf diese Weise die Lagerböcke 32 im
Kurbelgehäuse 24 jeweils
seitlich fixiert werden. Nachdem diese Verschraubung mit definiertem
Anzugsmoment vollzogen ist, kann der Zylinderkopf 25 aufgelegt
werden. Die Zylinderkopfschrauben 37 werden ebenfalls mit einem
definierten Anzugsmoment angezogen. Die Zylinderkopfschrauben 37 verlaufen
vorzugsweise derart, dass sie über
entsprechende, durch das Kurbelgehäuse 24 verlaufende
Bohrungen 38 in die jeweiligen Lagerböcke 32 verschraubt
werden können. Auf
diese Weise kann ein Kraftfluss über
die Zylinderkopfschrauben in das Kurbelgehäuse geschlossen werden. Der
so fertig montierte Motor geht beispielsweise aus 7 hervor.
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4 und 5 zeigen
den Zusammenbau eines einteiligen Lagerbockes 38. Der Lagerbock 38 ist
dabei als Festlager ausgebildet. Dafür wird zuerst ein erster Sicherungsring 39 in
den Lagerbock 38 eingesetzt. Anschließend wird beispielsweise ein
vormontiertes Wälzlager,
in diesem Falle ein Kugellager 40, in den Lagerbock 38 bündig gegen
den Sicherungsring 39 eingesetzt. Zur weiteren Verspannung wird
das Kugellager 40 mit einem zweiten Sicherungsring 41 im
Lagerbock 38 fixiert. Dadurch ergibt sich das in 4 dargestellte
Beispiel des fertigmontierten Lagerbockes 38 als Festlager.
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6 zeigt
einerseits in Explosionsdarstellung ein einteiliges Pleuel 42.
Zum Anderen wird aus der Explosionsdarstellung die Montage eines
beispielhaften Wälzlagers
für das
Pleuel 42 dargestellt. Das Wälzlager ist wiederum ein Kugellager 43.
Ein Käfig 44 weist
vier 180°-Segmente 45 auf.
Die Trennfugen 46 der Segmente 45 sind jeweils
um 90° versetzt
angeordnet. Dieses ergibt bei einem Zusammenbau ein gleiches Betriebsverhalten
wie ein rundum geschlossener Käfig.
Ein Fügen
von Käfighälften erfolgt
im eingebauten Zustand mittels Verschrauben, Vernieten oder Verschweißen. Gemäß einer ersten
Möglichkeit
wird eine erste Käfighälfte in
das Pleuel 42 eingesetzt und dann werden die Kugeln 47 eingeführt und
anschließend
durch die zweite Käfighälfte eingeschlossen.
Aufgrund der Trennung der Käfige
in Segmente besteht die Möglichkeit,
diese erst dann am Pleuel anzuordnen, wenn das Pleuel 42 über die
Kurbelwelle an seine Position eingefädelt ist. Darüber hinaus
besteht die Möglichkeit,
dass Käfigsegmente
miteinander verklippst werden, beispielsweise durch eine entsprechende
Nut-Federpassung, durch eine Widerhakenform in Form von Pins oder Ähnlichem.
Dazu können
unterschiedlichste Schnappverschlüsse wie auch Puzzle-Profile
mit einem Hinterschnitt verwendet werden. Vorzugsweise werden die
Käfigsegmente
in Axial- und/oder Radialrichtung gesichert, beispielsweise durch
Verschraubung, Verklebung oder ähnliches.
Als Käfigwerkstoff kann
neben Stahl und Aluminium auch Kunststoff in Frage kommen. Es können Blech-Käfige genutzt werden
wie auch gepresste Profile. Gemäß einer zweiten
Möglichkeit
werden zuerst die Kugeln eingeführt,
diese ausgerichtet und anschließend
erst das Käfigsegment
eingeführt,
mit dem die Kugeln in ihrer Position gehalten werden. Insbesondere
mit dieser Methodik kann eine höhere
Anzahl an Kugeln eingeführt
werden. Auch besteht die Möglichkeit,
einen geschlossenen Käfig
zu verwenden, der keine Segment aufweist.
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7 zeigt
einen fertig montierten Kurbeltrieb in einem Kurbelwellengehäuse, der
gemäß des Ablaufes
wie in 2 beschrieben montiert worden ist. Neben der in 2 beschriebenen
Möglichkeit des
Einbaus einer Kurbelwelle in den Motor besteht die Möglichkeit,
dass zuerst die Kolben mit den jeweiligen Kolbenringen bestückt und
an den Pleueln montiert werden. Anschließend kann der komplette Kurbeltrieb
in das Zylinderkurbelgehäuse
eingefügt
werden, indem die Kolben von unten in die Zylinderrohre eingeführt werden.
Dabei können
die Kolben insbesondere auch gleichzeitig eingeführt werden. Hierzu ist vorgesehen,
dass ein Auslauf eines Zylinderrohres mit einer umlaufenden Einführfase versehen
ist. Dieses vermeidet ein Hängenbleiben
der Kolbenringe. Anschließend
werden die Zylinderkopfschrauben angezogen, so dass der Motor montiert
ist.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, die Kurbelwelle im Motorblock
so aufzunehmen wie es beispielsweise bei einem konventionell gleitgelagerten
Motor mit von unten angeschraubten Lagerdeckeln der Fall ist. Hierbei
kann die Montage prinzipiell wie in 2 oder wie
oben beschrieben erfolgen. Allerdings sind die Schottwände so auszusparen,
dass die Kolben deutlich über
die UT-Stellung austauchen können
bzw. von unten in den Motorblock eingeführt werden können. Hierfür sind Einführfasen
für die
Kolbenringe bei der Montage von unten an den Zylinderrohren erforderlich.
Zylinderkopf wie auch Lagerdeckel können sowohl über eine
gemeinsame Verschraubung wie auch separat fixiert werden.
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8 zeigt
eine Ausgestaltung eines Kurbeltriebes 48, der besonders
klein baut. Dadurch gelingt es, einen äußerst geringen Bauraum, der
zur Verfügung
steht, auch mit einer einteiligen Kurbelwelle 49 und einteiligem
Pleuel 50 nutzen zu können.
Hierzu sind die Wangen 51 mit kurzen Anfasungen 52 versehen,
ohne jedoch Abrundungen aufzuweisen, wie sie beispielsweise bei
dem Kurbeltrieb aus 1 hervorgehen. Durch Verwendung
einer Rollenlagerung beim Kurbeltrieb 48 ist eine höhere Tragfähigkeit
erzielbar. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass eine Kombination
von Rollen- und Kugellagerung zur Anwendung kommt. Aufgrund der
Verwendung von Rollenlagern haben die Wälzkörperlaufbahnen auf den Zapfen
und in den Pleueln jeweils eine zylindrische Form 53. Eine
axiale Führung
eines Rollenkäfigs 54 von
Pleuel 50 und Hauptlager 55 erfolgt über die
jeweils benachbarten Kurbelwangen 56. Eine axiale Führung des
Pleuels 50 kann dabei sowohl über die Kurbelwangen 56 – eine sogenannte
Untenführung – wie aber
auch durch den nicht näher
dargestellten Kolben – eine
sogenannte Obenführung – erfolgen. Insbesondere
wird je nach Verwendungszweck ausgewählt, welche der beiden Führungen
eingesetzt wird. Bei einer Untenführung werden beispielsweise für eine Schmierstoffzufufr
zu den Kurbelwangen und einem Kurbelzapfenlager am Pleuelauge ein
oder mehrere Nuten, Schlitze oder Bohrungen angebracht. Auch können seitlich
zusätzlich
Bronzescheiben oder gehärtete
Stahlscheiben aufgesetzt sein. Bei einer Obenführung kann beispielsweise auf Schlitze
oder ähnliches
am Kolbenauge zur Schmierung verzichtet werden. Zur Führung des
Pleuels zwischen den Kolbenaugen werden vorzugsweise gehärtete Stahlringe
mit winkelförmigen
Querschnitt genutzt, die mit einem kleinen Radialspiel auf dem Kolbenbolzen
sitzen. Über
beispielsweise seitliche Schmiernuten kann eine Schmierung der Führungsflächen gewährleistet
werden. Unabhängig
von der Art der Führung
weist gemäß einer
Weiterbildung weder die Kurbelwelle noch ein Pleuel eine Ölbohrung zur
Schmierung auf.
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9 verdeutlicht
eine Montage eines Rollenlagers an dem Kurbeltrieb 48 aus 8.
Hierzu wird eine erste Rollenkäfighälfte 57 axial
in Pfeilrichtung 58 über
die Kröpfung 59 in
das Pleuel 50 geschoben. Bezüglich des Hauptlagers 55 erfolgt
dort der äquivalente
Vorgang mit ebenfalls einer ersten Rollenkäfighälfte 57. Nachdem die
Rollenkäfighälfte 57 jeweils
eingeschoben worden ist, wird diese jeweils um 180° gedreht.
Anschließend
wird eine nicht näher
dargestellte zweite Rollenkäfighälfte ebenfalls axial
in das Pleuel 50 bzw. in das Hauptlager 55 eingeschoben.
Dabei kommt es zu einer formschlüssigen
Schwalbenschwanzverbindung 60. Um ein anschließendes axiales
Verschieben zu verhindern, werden die jeweiligen Käfighälften mittels
Schrauben oder Nieten miteinander gesichert. Gemäß einer anderen Ausgestaltung
wird die erste Rollenkäfighälfte 57 eingeschoben,
nachdem die zweite Rollenkäfighälfte schon
vorher beim Hauptlager 55 eingesetzt worden ist. Beispielsweise
kann die zweite Rollenkäfighälfte schon
beim Einfädeln
des Pleuels über
die Kurbelwelle in diesem angeordnet gewesen sein. Um eine Montierbarkeit
der Rollenkäfighälften, die
auch anders unterteilte Rollenkäfigsegmente
sein können, zu
gewährleisten,
ist vorzugsweise ein Durchmesser einer Kröpfung in einem außenliegenden
Bereich 61 kleiner als ein Durchmesser des jeweiligen Zapfens 62.
Ein Umfang des außenliegenden
Bereiches 61 richtet sich dabei insbesondere nach einem
Umfangswinkel des jeweils verwendeten Käfigsegmentes. In dem in 9 dargestellten
Beispiel beträgt dieser
180°.
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Aus
den 10 bis 14 geht
im Detail die Verbindung von Käfigsegmenten
hervor, wie sie bevorzugt ist. 10 zeigt
dabei eine Darstellung einer formschlüssigen Verbindung eines ersten
Käfigsegmentes 63 mit
einem zweiten Käfigsegment 64.
In den Käfigen
sind Rollen 65 angeordnet. Dieses können jedoch auch Kugeln, Nadeln
oder Ähnliches
sein. Darüber
hinaus weisen beide Käfigsegmente 63, 64 eine
Schwalbenschwanzverbindung 66 als formschlüssige Verbindung
auf. Aus 11 geht die Segmentbauweise
des Käfigs
näher hervor.
Das erste Käfigsegment 63 ist
dabei vom zweiten Käfigsegment 64 ge trennt.
Dadurch ist die Schwalbenschwanzverbindung 66 und die dazu
in jedem Käfigsegment 63, 64 jeweils
vorhandene Geometrie dargestellt. Hierbei ist zu beachten, dass
jedes Käfigsegment
auf der einen Seite zwei Nuten und auf der anderen Seite zwei Federn
aufweist. Dadurch ergibt sich eine vergleichmäßigte Belastung über die Schwalbenschwanzverbindungen 66.
Beide Käfigsegmente 63, 64 werden
vorzugsweise über
Verschraubungen miteinander fixiert. Es können jedoch auch Nietungen
vorgenommen werden. 12 zeigt den zusammengefügten Käfig 67.
Neben Segmenten, die bei 180° jeweils
Fugen aufweisen, können auch
andere Segmentgrößen Verwendung
finden. 13 zeigt die Schwalbenschwanzverbindung 66 nochmals
in Vergrößerung.
Ebenso geht dieses auch nochmals in Vergrößerung in einer Vorderansicht
aus 14 hervor.
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15 zeigt
einen Querschnitt durch eine Kurbelwelle 68. Eine Oberfläche der
Kurbelwelle weist eine ebene Fläche 69 auf,
auf der ein Gegengewicht aufgesetzt werden kann. Die ebene Fläche 69 ist
vorzugsweise gefräst.
Insbesondere können
in diese Fläche
ein oder mehrere Bohrungen 70 eingebracht sein, beispielsweise
als Passbohrung oder zur Verschraubung. Die ebene Fläche 69 kann
auch genutzt werden, um einen Formschluss und/oder einen Kraftschluss
zwischen der Kurbelwelle 68 und dem Gegengewicht zu erzielen.
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16 zeigt
einen weiteren Querschnitt durch eine andere Kurbelwelle 71.
Die Oberfläche der
Kurbelwelle 71 weist zwei in einem Winkel zueinander stehende
Ebenen 72, 73 auf, die sich vorzugsweise unter
Bildung eines Giebels treffen. Die Ebenen 72, 73 können jedoch
auch V-förmig
angeordnet sein, ohne dass sie aufeinandertreffe. Darüber hinaus
besteht ebenfalls die Möglichkeit,
dass andere Fläche,
insbesondere Ebenen, zwischen den beiden Ebenen 72, 73 angeordnet
werden. Dadurch kann beispielsweise eine Oberfläche mit einem Mehrkant, mit
einer Nut und/oder Erhebung gebildet werden. Jede Ebene kann ein
oder mehrere Bohrungen aufweisen, beispielsweise als Passbohrung
oder zur Verschraubung. Die Flächen
in Kombination können auch
genutzt werden, um einen Formschluss und/oder einen Kraftschluss
zwischen der Kurbelwelle und dem Gegengewicht zu erzielen.
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Der
vorliegende Gedanke eines Kurbeltriebes mit einer einteiligen Kurbelwelle
sowie einteiligen Pleueln sowie insbesondere auch einteiligen Lagerböcken ist
nicht nur bei Verbrennungskraftmaschinen für Kraftfahrzeuge, sondern auch
bei beispielsweise Verbrennungskraftmaschinen für Fahrzeuge allgemein, beispielsweise
für Motorräder, für Generatoren,
bei Arbeitsmaschinen allgemein, die einen entsprechenden Kurbeltrieb
aufweisen, einsetzbar. Bei Brennkraftmaschinen kann ein derartiger
Kurbeltrieb bei Reihen motoren, bei V-Motoren, bei nach dem Otto-Prinzip
wie auch dem Dieselprinzip arbeitenden Verbrennungskraftmaschinen
eingesetzt werden. Anwendungen können
darüber
hinaus auch bei Pumpen, Kompressoren mit Kurbeltrieben oder Ähnlichem
vorliegen.