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Die
Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine, umfassend einen Werkzeughalter
mit einem Verlängerungsarm
und mit einer Werkzeugaufnahme, einen Antriebsmotor für ein Werkzeug
und eine Übertragungseinrichtung
zur Übertragung
des Antriebsmoments des Antriebsmotors über den Verlängerungsarm
zur Werkzeugaufnahme, wobei die Übertragungseinrichtung
einen Riemen aufweist.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Austauschen eines Riemens
einer Handwerkzeugmaschine, welche einen Verlängerungsarm aufweist, in dem
zum Antrieb eines Werkzeugs der Riemen gespannt geführt ist.
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Derartige
Handwerkzeugmaschinen werden insbesondere als Elektro-Handwerkzeugmaschinen eingesetzt,
um eine Bearbeitung an engen Stellen durchführen zu können. Durch den Verlängerungsarm
ist das Werkzeug weiter beabstandet von einem Gehäuse, welches
den Antriebsmotor aufnimmt, im Vergleich zu dem Fall, wenn kein
Verlängerungsarm vorhanden
ist. Dadurch liegt bei einem Bearbeitungsvorgang dieses Gehäuse nicht
mehr im Arbeitsraum.
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Über eine
solche Handwerkzeugmaschine läßt sich
beispielsweise ein Kehlnahtschleifer bereitstellen, mit dem auch
schwer zugängliche
Stellen geschliffen werden können.
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Der
Riemen, welcher für
die Momentenübertragung
sorgt, ist ein Verschleißteil
und muß von
Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Handwerkzeugmaschine
so zu verbessern, daß der
Riemen auf einfache Weise austauschbar ist.
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Der
Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs
genannten Art bereitzustellen, mittels welchem der Riemen auf einfache
Weise austauschbar ist.
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Diese
Aufgabe wird bei der eingangs genannten Handwerkzeugmaschine erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß der
Verlängerungsarm
feststellbar beweglich angeordnet ist, wobei in mindestens einer
Arbeitsstellung des Verlängerungsarms
der Riemen gespannt ist und in einer oder mehreren Stellungen außerhalb
der mindestens einen Arbeitsstellung der Riemen entspannt ist.
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Damit über die Übertragungseinrichtung
das Antriebsmoment auf die Werkzeugaufnahme übertragbar ist, muß der Riemen
gespannt gehalten werden. Dies erschwert den Riemenaustausch. Bei
der erfindungsgemäßen Lösung ist der
Verlängerungsarm
feststellbar beweglich angeordnet. Nach Lösung der Feststellung wird
durch eine Bewegung des Verlängerungsarms
automatisch eine Entspannung des Riemens erreicht. Dadurch kann
ein Bediener auf einfache und unkomplizierte Weise den Riemen austauschen.
Insbesondere läßt sich
der Riemen schnell austauschen und ein neuer Riemen ohne Beschädigung (insbesondere Überdehnung)
montieren.
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Insbesondere
ist der Verlängerungsarm
bezüglich
eines Gehäuses,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, beweglich. Dadurch läßt sich
auf einfache Weise ein Lager für
die Beweglichkeit des Verlängerungsarms
ausbilden.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn durch Bewegung des Verlängerungsarms
aus der mindestens einen Arbeitsstellung heraus die Verspannung
des Riemens automatisch lösbar
ist. Dadurch ist ein Riemenaustausch auf einfache Weise möglich. Insbesondere
ist dann auch eine automatische Spannung des Riemens durch die Zurückbewegung
in die Arbeitsstellung möglich.
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Eine
Beweglichkeit des Verlängerungsarms mit
automatischer Riemenspannung bzw. -entspannung läßt sich auf einfache Weise
erreichen, wenn der Verlängerungsarm
schwenkbar angeordnet ist. Insbesondere wenn nur eine Arbeitsstellung
vorgesehen ist, läßt sich
dadurch auf einfache Weise ein Riemenaustausch realisieren.
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Es
kann vorgesehen sein, daß die Übertragungseinrichtung
ein erstes Antriebsrad aufweist, welches über den Antriebsmotor angetrieben
ist, und ein zweites Antriebsrad aufweist, welches über den Riemen
angetrieben ist. Das erste Antriebsrad kann von dem Antriebsmotor
direkt angetrieben sein oder vermittelt über eine Welle oder dergleichen
angetrieben sein. Das zweite Antriebsrad ist über den Riemen angetrieben.
Insbesondere treibt es das Werkzeug an, so daß der Antriebsmotor vermittelt über das
erste Antriebsrad den Riemen und dieser dann das zweite Antriebsrad
und damit das Werkzeug insbesondere rotierend antreibt.
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Günstig ist
es, wenn der Riemen in der mindestens einen Arbeitsstellung des
Verlängerungsarms
gespannt an dem ersten Antriebsrad und dem zweiten Antriebsrad gehalten
ist. Dadurch ist für
eine effektive Momentenübertragung
von dem Antriebsmotor auf die Werkzeugaufnahme gesorgt.
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Eine
Entspannung bzw. Spannung des Riemens läßt sich auf einfache Weise
erreichen, wenn der Abstand zwischen dem ersten Antriebsrad und dem
zweiten Antriebsrad durch Herausbewegung des Verlängerungsarms
aus der mindestens einen Arbeitsstellung verkleinerbar ist. Dadurch
wird die Spannkraft auf den Riemen reduziert und der Riemen dadurch
gelockert, d. h. entspannt. Bei genügender Verkleinerung des Abstands
ist eine solche Entspannung erreicht, daß der Riemen auf einfache Weise herausgenommen
werden kann bzw. ein Riemen auf einfache Weise eingesetzt werden
kann. Bei dem umgekehrten Vorgang, dem Spannen des Riemens, wird
dann der Abstand zwischen den beiden Antriebsrädern vergrößert.
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Insbesondere
ist das zweite Antriebsrad translationsfest bezüglich des Verlängerungsarms angeordnet.
Dadurch läßt sich
dieser auf konstruktiv einfache Weise ausbilden.
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Es
ist dann günstig,
wenn das erste Antriebsrad und der Verlängerungsarm relativ zueinander translationsverschieblich
sind. Dadurch läßt sich
eine Abstandsvergrößerung und
Abstandsverkleinerung auf einfache Weise erreichen.
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Insbesondere
ist dabei das erste Antriebsrad translationsfest bezüglich eines
Gehäuses,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, angeordnet. Dadurch ist dafür gesorgt,
daß das
Antriebsmoment des Motors auf optimale Weise auf das erste Antriebsrad übertragbar
ist, da insbesondere die Kopplung des Antriebsrads an den Antriebsmotor
nicht verändert werden
muß. Die
Abstandsvergrößerung erfolgt dann über eine
definierte Bewegung des Verlängerungsarms.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Rotationsachse des ersten
Antriebsrads und eine Schwenkachse des Verlängerungsarms parallel beabstandet
sind. Dadurch läßt sich
bei einer Verschwenkung des Verlängerungsarms
eine Abstandsverkleinerung bzw. Abstandsvergrößerung eines festen Punkts
des Verlängerungsarms
bezüglich
des ersten Antriebsrads erreichen. Dadurch wiederum läßt sich
eine Entspannung bzw. Verspannung des Riemens erreichen.
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Günstig ist
es dabei, wenn in der mindestens einen Arbeitsstellung die Schwenkachse
des Verlängerungsarms
zwischen der Rotationsachse des ersten Antriebsrads und der Rotationsachse
des zweiten Antriebsrads liegt. Es ist dann gewährleistet, wenn der Verlängerungsarm
aus der Arbeitsstellung herausgeschwenkt wird, daß der Abstand
zwischen dem ersten Antriebsrad und dem zweiten Antriebsrads sich
verkleinert. Dadurch wird der Riemen gelockert und kann herausgenommen
werden.
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Auf
konstruktiv einfache Weise läßt sich
eine Abstandsverkleinerung bzw. Abstandsvergrößerung erreichen, wenn der
Verlängerungsarm
bezüglich des
ersten Antriebsrads exzentrisch gelagert ist. Dadurch wird durch
eine Verschwenkung des Verlängerungsarms
der relative Abstand zwischen einem festen Punkt des Verlängerungsarms
(beispielsweise einem Drehpunkt des zweiten Antriebsrads) und dem ersten
Antriebsrad verändert.
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Es
kann vorgesehen sein, daß der
Verlängerungsarm
eine Öffnung
aufweist, durch welche das erste Antriebsrad hindurchgetaucht ist.
Dadurch läßt sich
auf einfache Weise eine Abstandsvergrößerung bzw. Abstandsverkleinerung
bezüglich
des zweiten Antriebsrads durch Verschwenkung des Verlängerungsarms
erreichen.
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Es
kann vorgesehen sein, daß die
Rotationsachse des ersten Antriebsrads quer und insbesondere senkrecht
zu einer Längsrichtung
des Verlängerungsarms
ist. Dadurch läßt sich
auf einfache Weise das Antriebsmoment des Antriebsmotors durch den Verlängerungsarm
hindurch auf die Werkzeugaufnahme übertragen.
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Die
erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine
läßt sich
auf einfache Weise ausbilden, wenn ein Schwenklager von dem Verlängerungsarm
an einem Gehäuse
angeordnet ist und/oder gebildet ist. Das Gehäuse kann dabei das Gehäuse sein,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, oder es kann sich um ein Gehäuse handeln,
welches mit dem erstgenannten Gehäuse in Verbindung steht. Es
läßt sich dadurch
auf einfache Weise eine Beweglichkeit des Verlängerungsarms realisieren.
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Beispielsweise
ist an dem Verlängerungsarm eine
Außenwelle
ausgebildet. Dadurch läßt sich
ein einfach ausgebildetes Schwenklager mit geringem konstruktiven
und fertigungstechnischen Aufwand ausbilden.
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Günstig ist
es, wenn in dem Gehäuse
eine Welle angeordnet ist, welche an den Antriebsmotor gekoppelt
ist. Es läßt sich
dadurch erreichen, daß der Verlängerungsarm
in einer Richtung parallel zur Längsrichtung
der Welle beabstandet zu dem Gehäuse,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, positionierbar ist. Dadurch
wird die Zugänglichkeit
zu Arbeitsbereichen verbessert. Weiterhin ist dann auch erreichbar,
daß das
Verlängerungselement
in eine Stellung über
dem Gehäuse,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, bringbar ist. In einer solchen
Stellung ist unter Umständen
die Austauschbarkeit des Riemens erleichtert.
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Günstigerweise
ist die Welle an ein erstes Antriebsrad der Übertragungseinrichtung gekoppelt.
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Es
ist dabei insbesondere vorgesehen, daß die Rotationsachse der Welle
quer und insbesondere senkrecht zu einer Rotationsachse des Antriebsmotors
ist. Der Antriebsmotor läßt sich
dadurch quer in ein Gehäuse
einbauen, wobei dieses Gehäuse
dann Griffflächen
für einen
Bediener bereitstellen kann. Der Verlängerungsarm läßt sich
dann so anordnen, daß das
Gehäuse,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, über den Verlängerungsarm
beabstandet zu dem entsprechenden Gehäuse ist. Die Zugänglichkeit
zu bestimmten Arbeitsbereichen wird dadurch erleichtert bzw. wird
dadurch erst ermöglicht.
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Insbesondere
ist das Gehäuse,
an welchem das Schwenklager angeordnet und/oder gebildet ist, mit
einem Gehäuse,
welches den Antriebsmotor aufweist, verbunden. Die Verbindung kann
einstückig sein
oder bei den Gehäusen
kann es sich um getrennte Gehäuse
handeln, die nachträglich
verbunden werden.
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Günstigerweise
ist eine Rotationsachse des Antriebsmotors und eine Längsrichtung
des Verlängerungsarms
parallel oder diese sind in einem kleinen spitzen Winkel zueinander
angeordnet. Dadurch läßt sich
eine effektive Verlängerung
als Vergrößerung des
Abstands zwischen dem Werkzeug und dem Gehäuse für den Antriebsmotor erreichen.
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Insbesondere
sind ein Gehäuse,
welches den Antriebsmotor aufnimmt, und der Verlängerungsarm so beabstandet,
daß der
Verlängerungsarm
aus der mindestens einen Arbeitsstellung über das Gehäuse bringbar ist. In einer
solchen Stellung des Verlängerungsarms über dem
Gehäuse
für den
Antriebsmotor ist eine einfache Austauschbarkeit eines Riemens gewährleistet.
Die Handwerkzeugmaschine läßt sich
mit dem Gehäuse,
welches den Antriebsmotor aufweist, auf eine Unterlage legen. Es
liegt dort relativ stabil, da die schwersten Teile der Handwerkzeugmaschine
in diesem Gehäuse
enthalten sind. Wenn der Verlängerungsarm über dem
Gehäuse liegt,
dann liegt dessen Schwerpunkt über
dem Schwerpunkt des Gehäuses.
Es ist dadurch eine einigermaßen
stabile Lage der Handwerkzeugmaschine erreicht, die den Zugriff
für einen
Bediener erleichtert.
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Insbesondere
ist zur Fixierung des Verlängerungsarms
in der mindestens einen Arbeitsstellung eine Klemmeinrichtung vorgesehen.
Diese läßt sich auf
einfache Weise ausbilden. Über
die Klemmeinrichtung läßt sich
der Verlängerungsarm
in der Arbeitsstellung halten. Durch Lösung der Klemmeinrichtung kann
der Verlängerungsarm
aus der Arbeitsstellung herausgeführt werden, um den Riemen zu lockern.
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Insbesondere
ist die Klemmeinrichtung an oder in der Nähe eines der Werkzeugaufnahme
abgewandten Endes des Verlängerungsarms
angeordnet. Dadurch ist ein einfacher Zugriff ermöglicht.
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Günstig ist
es, wenn der Verlängerungsarm ein
schalenförmiges
Gehäuseteil
zur Aufnahme des Riemens aufweist. Dieser läßt sich dann optimiert in dem
Verlängerungsarm
führen
und auch auf einfache Weise vor Umgebungseinflüssen schützen. Weiterhin wird ein Bediener
vor dem sich bewegenden Riemen geschützt.
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Günstig ist
es, wenn der Verlängerungsarm einen
Deckel aufweist. Dadurch läßt sich
ein Aufnahmeraum für
den Riemen abschließen.
Ein Deckel kann auf einfache Weise gelöst werden.
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Insbesondere
ist der Deckel über
mindestens eine Schraubenverbindung fixierbar, wobei die mindestens
eine Schraubenverbindung von dem Deckel her fixierbar ist. Dadurch
läßt sich
auf einfache Weise der Deckel öffnen
bzw. schließen,
so daß ein Riemenaustausch
auf einfache Weise durchführbar ist.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die mindestens eine Schraubenverbindung
in einer Einsetzrichtung des Riemens fixierbar ist. Dadurch ist
ein freier Zugang zum Einsetzen der Schrauben gewährleistet.
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Die
eingangs genannte Aufgabe wird bei dem oben genannten Verfahren
erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß bei
schwenkbar gelagertem Verlängerungsarm
mit einer Schwenkachse, welche beabstandet zu einer Rotationsachse
eines Antriebsrads des Riemens ist, der Verlängerungsarm gegen das Antriebsrad
verschwenkt wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
weist die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine
erläuterten
Vorteile auf.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine
erläutert.
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Die
nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform dient im Zusammenhang mit
der Zeichnung der näheren
Erläuterung
der Erfindung. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine,
wobei ein Verlängerungsarm
in einer Arbeitsstellung ist;
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2 eine
Teilschnittansicht der Handwerkzeugmaschine gemäß 1;
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3 eine
teilperspektivische Ansicht der Handwerkzeugmaschine gemäß 1,
wobei eine Übertragungseinrichtung
mit einem Riemen gezeigt ist;
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4 eine
Teilschnittansicht entsprechend der 2, wobei
der Verlängerungsarm
aus seiner Arbeitsstellung herausgeschwenkt ist und
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5 eine ähnliche
Ansicht wie 3 mit aus der Arbeitsstellung
herausgeschwenktem Verlängerungsarm.
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Ein
Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine,
welche in den 1 bis 5 gezeigt
und dort als Ganzes mit 10 bezeichnet ist, umfaßt ein erstes
Gehäuse 12,
in welchem ein Antriebsmotor 14 aufgenommen ist (2 und 4).
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Der
Antriebsmotor 14 ist insbesondere ein Elektromotor. Bei
der Handwerkzeugmaschine 10 handelt es sich dann um eine
elektrische Handwerkzeugmaschine.
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Der
Antriebsmotor 14 ist insbesondere luftgekühlt. Das
erste Gehäuse 12 weist
dazu Ansaugöffnungen 16 für Luft auf.
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An
dem ersten Gehäuse 12 ist
ein Betätigungselement 18 zum
Einschalten des Antriebsmotors 14 angeordnet (2 und 4).
Bei dem Betätigungselement 18 handelt
es sich insbesondere um einen Schiebeschalter. Das erste Gehäuse 12 ist mit
einer Grifffläche 20 zum
Halten der Handwerkzeugmaschine 10 versehen. An der Grifffläche 20 ist die
Griffestigkeit durch ein Material mit erhöhtem Reibungskoeffizienten
vergrößert. Das
Betätigungselement 18 liegt
an oder in der Grifffläche 20.
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Das
erste Gehäuse 12 erstreckt
sich in eine Längsrichtung 22 (2).
Eine Rotationsachse 24 des Antriebsmotors 14 ist
vorzugsweise im wesentlichen parallel oder koaxial zu dieser Längsrichtung 22.
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An
dem ersten Gehäuse 12 sitzt
ein zweites Gehäuse 26.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist
das zweite Gehäuse 26 mit
dem ersten Gehäuse 12 über mehrere
Schraubverbindungen 28 verbunden. Es kann aber auch vorgesehen
sein, daß das erste
Gehäuse 12 und
das zweite Gehäuse 26 einstückig miteinander
verbunden sind und insbesondere ein gemeinsames Gehäuse bilden.
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In
dem zweiten Gehäuse 26 ist
eine Welle 30 drehbar gelagert. Dazu ist ein entsprechendes Drehlager 32 vorgesehen.
Eine Rotationsachse 34 dieser Welle 30 liegt quer
und insbesondere senkrecht zu der Rotationsachse 24 des
Antriebsmotors 14.
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An
der Welle 30 sitzt drehfest ein Ritzelrad 36,
welches an den Antriebsmotor 14 gekoppelt ist. Über die
Motorrotation des Antriebsmotors 14 wird über das
Ritzelrad 36 die Welle 30 in Rotation versetzt
um die Rotationsachse 34 quer zu der Rotationsachse 24 des
Antriebsmotors 14.
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An
dem zweiten Gehäuse 26 ist
beweglich und insbesondere schwenkbar ein Verlängerungsarm 38 angeordnet.
Das zweite Gehäuse 26 ist
mindestens in einem Bereich 40, an welchem der Verlängerungsarm 38 angeordnet
ist, in seiner Außengestalt
zylindrisch ausgebildet. Der Verlängerungsarm 38 weist
einen entsprechenden (hohl-)zylindrischen Bereich 42 auf,
mit dem er auf dem Bereich 40 des zweiten Gehäuses 26 sitzt.
Der hohlzylindrische Bereich 42 des Verlängerungsarms 38 bildet
dadurch eine Außenwelle, über die
der Verlängerungsarm 38 auf
dem zweiten Gehäuse 26 drehbar
bzw. schwenkbar ist. Der Bereich 40 des zweiten Gehäuses 26 und der
hohlzylindrische Bereich 42 des Verlängerungsarms 38 bilden
ein Schwenklager 44 mit einer Schwenkachse 46.
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Das
Schwenklager 44 ist in Richtung der Rotationsachse 34 beabstandet
zu dem ersten Gehäuse 12 positioniert,
so daß dieses
erste Gehäuse 12 eine
Verschwenkung des Verlängerungsarms 38 nicht
behindert.
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Die
Schwenkachse 46 ist im wesentlichen parallel zu der Rotationsachse 34 der
Welle 30 und beabstandet zu dieser. Eine typische Größenordnung
des Abstands zwischen der Schwenkachse 46 und der Rotationsachse 34 liegt
bei 2 mm bis 3 mm.
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Der
Verlängerungsarm 38 erstreckt
sich in einer Längsrichtung 48,
welche quer und insbesondere senkrecht zu der Schwenkachse 46 (und
damit zu der Rotationsachse 34) liegt. Die Längsrichtung 48 kann
parallel beabstandet oder in einem kleinen spitzen Winkel zu der
Längsrichtung 22 des
ersten Gehäuses 12 liegen.
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An
dem Verlängerungsarm
ist eine Werkzeugaufnahme 50 gehalten, so daß der Verlängerungsarm 38 mit
der Werkzeugaufnahme 50 einen Werkzeughalter 52 bildet.
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Der
Werkzeughalter 52 dient zum Halten eines Werkzeugs 54 (1),
bei dem es sich beispielsweise um eine Trennscheibe, Frässcheibe,
Polierscheibe oder Schleifscheibe handeln kann. Das Werkzeug 54 ist
insbesondere rotierend angetrieben.
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Dazu
umfaßt
die Werkzeugaufnahme 50 eine Welle 56 mit einer
Rotationsachse 58, welche im wesentlichen parallel zu der
Rotationsachse 34 der Welle 30 ist. Die Welle 56 ist
in einer Arbeitsstellung 60 des Verlängerungsarms 38 (1 bis 3)
in der Nähe
eines distalen Endes 62 des Verlängerungsarms 38 positioniert.
Ein erstes Antriebsrad 64, welches drehfest mit der Welle 30 verbunden
ist, ist in dieser Arbeitsstellung 60 in der Nähe eines
gegenüberliegenden
proximalen Endes 66 des Verlängerungsarms 38 positioniert.
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Die
Welle 56 ist in dem Verlängerungsarm 38 über ein
Drehlager 59 drehbar gelagert.
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Die
Welle 56 für
das Werkzeug 54 weist eine Anlagefläche 68 auf, an die
das Werkzeug 54 anlegbar ist. Das Werkzeug 54 weist
insbesondere eine zentrale Öffnung
auf, über
welche dieses auf die Welle 56 aufsetzbar ist, wobei die
Welle durch diese zentrale Öffnung
hindurchtaucht. Über
eine Fixierscheibe 70 (1) läßt sich
dann das Werkzeug 54 an der Welle 56 drehfest
und translationsfest fixieren.
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An
dem Verlängerungsarm 38 ist
eine Schutzhaube 72 (1) angeordnet,
welche das Werkzeug 54 teilweise umgibt. (In den 2 bis 5 ist
diese Schutzhaube 72 nicht gezeigt.) Durch die Schutzhaube 72 wird
das Werkzeug 74 zu dem ersten Gehäuse 12 zu (wenn der
Verlängerungsarm 38 in
seiner Arbeitsstellung 60 ist) teilweise abgedeckt.
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Zur Übertragung
des Motormoments des Antriebsmotors 14 von der Welle 30 in
dem zweiten Gehäuse 26 auf
die Werkzeugaufnahme 50 ist eine Übertragungseinrichtung 74 vorgesehen,
welche mindestens teilweise in dem Verlängerungsarm 38 angeordnet
ist. Der Verlängerungsarm 38 weist
dazu einen ersten schalenförmig
ausgebildeten Gehäuseteil 76 und
einen zweiten Gehäuseteil 78 auf,
wobei der zweiten Gehäuseteil 78 einen
Deckel auf dem ersten Gehäuseteil 76 bildet.
An dem ersten Gehäuseteil 76 ist
der hohlzylindrische Bereich 42 ausgebildet, wobei diese
Ausbildung insbesondere einstückig ist.
In dem ersten Gehäuseteil 76 ist
ein Aufnahmeraum 80 ausgebildet.
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Der
zweite Gehäuseteil 78 (der
Deckel) ist an dem ersten Gehäuseteil 76 über eine
Mehrzahl von Schraubverbindungen 82 fixierbar. Eine Schraubrichtung 84 liegt
dabei im wesentlichen parallel zu der Rotationsachse 56 und
ist auf das erste Gehäuse 12 zu
gerichtet. Dadurch ist ein freier, durch das erste Gehäuse 12 nicht
versperrter Zugang gewährleistet, wenn
der Verlängerungsarm 38 in
einer verschwenkten Stellung (4 und 5)
liegt.
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In
dem Aufnahmeraum 80 des Verlängerungsarms 38 ist
ein Riemen 86 und insbesondere Zahnriemen geführt. Dieser
Riemen 86 ist durch das erste Antriebsrad 64 der Übertragungseinrichtung 74 angetrieben.
Das erste Antriebsrad 64 ist entsprechend als Zahnrad ausgebildet.
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Der
Riemen 84 ist weiterhin an einem zweiten Antriebsrad 88 geführt, welches
drehfest an der Welle 56 der Werkzeugaufnahme 50 sitzt. Über den Riemen 86 wird
das Motormoment des Antriebsmotors 14 von der Welle 30 auf
die Welle 56 übertragen. Dadurch
wird das Werkzeug 54 über
den Antriebsmotor 14, vermittelt über die Welle 30 mit
dem ersten Antriebsrad 64 und dem Riemen 86 über die
Welle 56 rotierend angetrieben.
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Durch
den Verlängerungsarm 38 wird
der Abstand zwischen der Welle 56 und der Welle 30 vergrößert. Das
Werkzeug 54 weist dadurch einen entsprechenden Abstand
von dem ersten Gehäuse 12 und
dem zweiten Gehäuse 26 auf.
Ein solcher vergrößerter Abstand
(beispielsweise verglichen gegenüber
konventionellen Winkelschleifern) kann bei manchen Anwendungen den
Zugang zu einem Arbeitsbereich erleichtern oder erst ermöglichen.
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Beispielsweise
läßt sich
die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine 10 als
Kehlnahtschleifer zur Herstellung von sauberen Übergängen an engen Stellen einsetzen.
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Der
Riemen 86 sorgt für
die Übertragung
des Antriebsmoments über
den entsprechenden Abstand. Er ist in dem Aufnahmeraum 80,
welcher zwischen den beiden Gehäuseteile 76 und 78 gebildet ist,
geschützt
geführt.
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Der
Riemen 86 ist ein Verschleißteil, welches ausgetauscht
werden muß.
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In
der Arbeitsstellung 60 ist der Verlängerungsarm 38 beispielsweise über eine
Klemmeinrichtung mit einer Klemmschraube 90 drehfest und
translationsfest gehalten. In dieser Arbeitsstellung 60 ist der
Riemen 86 auch gespannt an dem ersten Antriebsrad 64 und
dem zweiten Antriebsrad 88 gehalten.
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Der
Verlängerungsarm 38 weist
dem zweiten Gehäuse 26 zugewandt
eine Öffnung 92 auf,
durch die die Welle 30 oder das erste Antriebsrad 64 hindurchtaucht.
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Der
Verlängerungsarm 38 ist
feststellbar schwenkbar an dem zweiten Gehäuse 26 gehalten, wobei
die Feststellung über
die Klemmschraube 90 erfolgt. Wenn die Klemmschraube 90 gelöst wird, dann
läßt sich
der Verlängerungsarm
aus seiner Arbeitsstellung 60 heraus um die Schwenkachse 46 schwenken
(4 und 5). Beispielsweise läßt sich
der Verlängerungsarm 38 in
eine Schwenkstellung 94 bringen, in welcher er über dem
ersten Gehäuse 12 angeordnet
ist. Wenn das zweite Gehäuseteil 78 entfernt
ist, weist eine offene Seite des Aufnahmeraums 80 dabei
nach außen,
d. h. von dem ersten Gehäuse 12 weg.
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Der
Verlängerungsarm 38 ist
bezogen auf das erste Antriebsrad 64 exzentrisch an dem
zweiten Gehäuse 26 gelagert,
d. h. die Schwenkachse 46 ist beabstandet zu der Rotationsachse 34.
In der Arbeitsstellung 60 liegt dabei die Schwenkachse 46 zwischen
der Rotationsachse 24 der Welle 30 und der Rotationsachse 58 der
Welle 56.
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Wenn
nun der Verlängerungsarm 38 aus
der Arbeitsstellung 60 herausgeschwenkt ist, dann verringert
sich aufgrund der exzentrischen Schwenklagerung des Verlängerungsarms 38 der
Abstand zwischen dem ersten Antriebsrad 64 und dem zweiten Antriebsrad 88,
da sich das erste Antriebsrad 64 translatorisch relativ
zu dem Verlängerungsarm 38 verschiebt.
(Das erste Antriebsrad 64 ist dabei translationsfest bezüglich des
zweiten Gehäuses 26 und des
ersten Gehäuses 12 angeordnet).
Dadurch verringert sich die Spannung auf den Riemen 86,
so daß dieser
locker gehalten wird. In der Schwenkstellung 94 ist der
Abstand zwischen dem ersten Antriebsrad 64 und dem zweiten
Antriebsrad 88 minimal (während er in der Arbeitsstellung 60 maximal
ist). Bei entsprechender Dimensionierung des Abstands zwischen der
Rotationsachse 34 und der Schwenkachse 46 ist
der Riemen 86 dann so weit entspannt, daß er problemlos
in einer Richtung 96 entnommen werden kann. Die Richtung 96 ist
dabei eine Gegenrichtung zu der Schraubrichtung 84. Bei
entferntem zweiten Gehäuseteil 78 kann
dann der Riemen 86 auf einfache Weise aus dem Verlängerungsarm 38 entnommen
werden und es kann ein neuer Riemen eingesetzt werden. Das Einsetzen
ist vereinfacht, da dieser nicht unter Spannung eingesetzt werden
muß.
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Anschließend wird
der Aufnahmeraum 80 durch Aufsetzen des zweiten Gehäuseteils 78 geschlossen
und über
die Schraubverbindungen 82 das zweite Gehäuseteil
mit dem ersten Gehäuseteil 76 fixiert.
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Der
Verlängerungsarm 38 wird
dann von der Schwenkstellung 94 in die Arbeitsstellung 60 verschwenkt.
Dabei erfolgt automatisch ein Spannen des Riemens 86 auf
dem ersten Antriebsrad 64 und dem zweiten Antriebsrad 88.
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In
der zweiten Arbeitsstellung wird die Klemmschraube 90 angezogen,
um den Verlängerungsarm 38 an
dem zweiten Gehäuse 26 zu
fixieren. Die Handwerkzeugmaschine 10 ist damit einsatzbereit.
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Eine
Aufnahme 98 für
die Klemmschraube 90 ist im Bereich des proximalen Endes 66 des
Verlängerungsarms 38 angeordnet.
Weiterhin ist diese Aufnahme 98 vorzugsweise so angeordnet,
daß sie quer
zu der Rotationsachse 24 und der Rotationsachse 34 liegt.
Dadurch ist insbesondere in der Arbeitsstellung 60 ein
einfacher Zugriff ermöglicht.
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Erfindungsgemäß erfolgt
ein Riemenaustausch dadurch, daß der
Verlängerungsarm 38 um die
Schwenkachse 46 aus der Arbeitsstellung 60 beispielsweise
in die Schwenkstellung 94 geschwenkt wird. Durch die exzentrische
Ausbildung des Schwenklagers 44 gegenüber dem ersten Antriebsrad 64 und
damit gegenüber
der Welle 56 wird durch die Herausbewegung aus der Arbeitsstellung 60 für eine Verkürzung des
Abstands zwischen den beiden Antriebsrädern 64 und 88 gesorgt.
Dies führt
wiederum zu einer Entspannung des Riemens 86. Dieser kann
dadurch leicht ausgetauscht werden. Bei einer Rückverschwenkung erfolgt automatisch
eine Verspannung des Riemens 86 auf den Antriebsrädern 64 und 88.
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Durch
die Schraubrichtungen 84 ist ein einfacher Riemenaustausch
gewährleistet.
Die Handwerkzeugmaschine 10 läßt sich mit dem ersten Gehäuse 12 auf
eine Unterlage auflegen. Da das erste Gehäuse 12 die schweren
Maschinenteile enthält (insbesondere
den Antriebsmotor 14), läßt sich dieses stabil auflegen.
Die Schwenkstellung 94, bei welcher das Verlängerungselement 38 über dem
ersten Gehäuse 12 liegt
(4 und 5), sorgt ebenfalls für eine stabile
Auflage. Der Zugriff auf den Riemen 86 ist dann vereinfacht.