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DE102004042145A1 - Chipmodul - Google Patents

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DE102004042145A1
DE102004042145A1 DE102004042145A DE102004042145A DE102004042145A1 DE 102004042145 A1 DE102004042145 A1 DE 102004042145A1 DE 102004042145 A DE102004042145 A DE 102004042145A DE 102004042145 A DE102004042145 A DE 102004042145A DE 102004042145 A1 DE102004042145 A1 DE 102004042145A1
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DE
Germany
Prior art keywords
chip
stiffening element
chip module
leadframe
module according
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102004042145A
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English (en)
Inventor
Frank PÜSCHNER
Andreas MÜLLER-HIPPER
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Infineon Technologies AG
Original Assignee
Infineon Technologies AG
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Publication date
Application filed by Infineon Technologies AG filed Critical Infineon Technologies AG
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Priority to FR0508677A priority patent/FR2875039B1/fr
Priority to JP2005248503A priority patent/JP2006074044A/ja
Priority to US11/216,457 priority patent/US20060043575A1/en
Publication of DE102004042145A1 publication Critical patent/DE102004042145A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • G06K19/07Record carriers with conductive marks, printed circuits or semiconductor circuit elements, e.g. credit or identity cards also with resonating or responding marks without active components with integrated circuit chips
    • G06K19/077Constructional details, e.g. mounting of circuits in the carrier
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    • H10W42/121
    • H10W70/411
    • H10W70/415
    • H10W70/427
    • H10W70/699
    • H10W76/47
    • H10W72/07251
    • H10W72/20
    • H10W72/90
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    • H10W72/9415
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Chipmodul (1) mit einem eine integrierte Schaltung beinhaltenden Chip (2). Das erfindungsgemäße Chipmodul ist gekennzeichnet durch ein mit dem Chip verbundenes Versteifungselement (8; 15), das einen sich parallel zur Anschlussebene des Chips (2) erstreckenden ersten Teil (4) und mindestens einen sich winkelig zu dieser Ebene erstreckenden zweiten Teil (5) aufweist, wobei der Chip (2) mit dem ersten Teil (4) des Versteifungselementes (8; 15) kraftschlüssig verbunden ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Chipmodul mit einem eine integrierte Schaltung beinhaltenden Chip.
  • Chipkarten sind üblicherweise so aufgebaut, dass die elektrischen Komponenten auf einem Modul zusammengefasst sind, das wesentlich kleiner als die Chipkarte ist. Bei der Herstellung werden die Chipmodule in entsprechenden Ausnehmungen eines Kartenkörpers eingesetzt und diese Anordnung gegebenenfalls mit einer Deckfolie versehen. Bei kontaktbehafteten Chipmodulen umfassen diese neben dem Chip die erforderlichen Kontaktflächen sowie Verbindungen zwischen Anschlussflächen des Chips mit den Kontaktflächen des Moduls. Bei kontaktlosen Chipmodulen umfassen diese den Chip sowie eine Antenne beziehungsweise Anschlüsse für eine Antenne.
  • Insbesondere für kontaktlose Chipkarten werden immer weitere Anwendungsfelder erschlossen. Kontaktlose Chipkarten sind flexibel anbringbar, da sie sich zur Kommunikation mit einem Schreib-/Lesegerät nicht in dessen unmittelbarer Nähe befinden müssen, sondern die Kommunikation ist über eine verhältnismäßig große Distanz möglich. Kontaktlose Chipkarten können sichtbar oder unsichtbar angebracht sein. Darüber hinaus entstehen keine Probleme durch Verschmutzung der Kontakte.
  • Eines der neuen Anwendungsgebiete sind sogenannte E-Dokumente, hier vor allem der E-Pass beziehungsweise "Digital Passport". Vor allem mit der Integration der Chipmodule beziehungsweise der zu einer Weiter-Laminierung notwendigen In lays in die E-Dokumente sind neuen Anforderungen an die Chipmodule beziehungsweise Inlays verbunden.
  • Beim E-Pass unterscheidet man zwischen der Integration in die sogenannte Cover-Page, das heißt den Buchumschlag des Passes, und der Integration in die sogenannte Holder Page, bei der es sich um die Seite im Innern des Passes handelt, auf der die persönlichen Daten des Passinhabers enthalten sind.
  • Die Integration von herkömmlichen Chipmodulen in die Cover-Page stellt kein größeres technisches Problem dar. Seitens der Passhersteller besteht jedoch der Wunsch, die Chipmodule in die Holder-Page zu integrieren, um elektronische und schriftliche Daten auf einer Seite zusammenführen zu können. Problematisch ist hierbei, dass herkömmliche Chipmodule zu dick sind, um in die Holder-Page integriert zu werden.
  • Aus dem Stand der Technik sind mehrere prinzipielle Aufbauvarianten von kontaktlosen Chipmodulen bekann, die im Folgenden kurz skizziert werden.
  • In einer ersten bekannten Variante wird der Chip durch sogenannte Wire Bonds kontaktiert. Ein Träger mit dem Chip und den Wire Bonds wird durch eine Kunststoff-Ummantelung eingeschlossen, damit die Wire Bonds nicht beschädigt werden. Nachteilig ist die große Gesamtdicke des Chipmoduls durch die Umspritzung des Chips.
  • In einer zweiten Variante wird der Chip durch NiAu-Bumps in einer sogenannten Flip-Chip-Montage kontaktiert, damit keine Abdeckung des Chips mehr erforderlich ist. Die Moduldicke wird dabei hauptsächlich durch die Chipdicke bestimmt. Zur Herstellung sehr dünner Chipmodule ist es bekannt, diese in kontaktloser Flip-Chip-Technologie zu realisieren und dabei ultradünne Chips zu verwenden. Dadurch ergibt sich eine Gesamtdicke, die theoretisch klein genug ist, um die Chipmodule in die Holder-Page eines E-Passes integrieren zu können. Diese Chipmodule sind jedoch sehr anfällig gegen mechanische Belastung, da sie aufgrund der geringen Chipdicke eine geringe Biegesteifigkeit und Robustheit aufweisen. Ein zuverlässiger späterer Betrieb kann daher nicht gewährleistt werden.
  • In einer dritten Variante werden die zuvor genannten Chipmodule, die nur eine geringe Biegesteifigkeit aufweisen, zur Versteifung mit einem Rahmen verklebt. Konkret wird beispielsweise auf ein Leadframe ein Rahmen aufgeklebt. Nachteilig bei dieser Konstruktionsvariante ist, dass zum Aufkleben des Rahmens ein Klebstoff notwendig ist, der direkt in die Gesamtdicke des Moduls eingeht. Typische Rahmenhöhen betragen 300 Mikrometer, so dass eine geringe Dicke von 150 Mikrometer, wie sie für den Einsatz bei E-Pässen gewünscht ist, nicht realisierbar ist. Zudem besteht die Gefahr der Delamination zwischen dem Rahmen und dem Leadframe.
  • Schließlich ist es bekannt, auf den Chip eine Stahlplatte mit einer Dicke von ca. 120 Mikrometern aufzukleben. Dadurch wird die Stabilität des Chips erhöht. Nachteilig ist die verhältnismäßig große Dicke eines in dieser Weise gefertigten Chipmoduls. Zudem muss die Kontaktierung einer Antenne direkt auf dem Chip erfolgen, was konstruktive Freiheiten begrenzt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein sehr dünnes Chipmodul anzugeben, das trotzdem robust und biegesteif ist. Insbesondere soll es möglich sein, ein kontaktloses, biegesteifes Chipmodul bereitzustellen, das eine Gesamtdicke von ca. 150 Mikro meter aufweist und so in E-Dokumente, insbesondere in die Holder-Page eines digitalen Passes integriert werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Chipmodul der eingangs genannten Art gelöst, das durch ein mit dem Chip verbundenes Versteifungselement gekennzeichnet ist, das einen sich parallel zur Anschlussebene des Chips erstreckenden ersten Teil und mindestens einen sich winkelig zu dieser Ebene erstreckenden zweiten Teil aufweist, wobei der Chip mit dem ersten Teil des Versteifungselements kraftschlüssig verbunden ist.
  • Der Vorteil eines erfindungsgemäßen Chipmoduls besteht darin, dass eine ausreichende Biegesteifigkeit erreicht werden kann, ohne dass sich die Dicke des Chipmoduls soweit erhöht, dass eine Integration in ein E-Dokument nicht mehr möglich ist. Vorteilhaft ist, wenn der Winkel zwischen dem ersten und dem zweiten Teil zwischen 45° und 90° liegt. In diesem Winkelbereich wird eine besonders hohe Biegesteifigkeit erreicht. Vorzugsweise beträgt der Winkel 90°.
  • In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Versteifungselement durch ein Trägerelement gebildet, dass ausgestanzte oder ausgeschnittene und aus der Ebene eines ersten Teils des Trägers herausgebogene Trägerabschnitte aufweist, die den zumindest einen zweiten Teil des Versteifungselementes bilden. Ein ohnehin vorhandenes Trägerelement, beispielsweise ein Leadframe, kann auf diese Weise so verändert werden, dass es eine erhöhte Steifigkeit aufweist und so als Versteifungselement diesen kann, ohne dass zusätzlich Elemente erforderlich sind. Statt des Ausstanzens oder Ausschneidens sind natürlich auch weitere Bearbeitungstechniken einsetzbar, um eine Trennung der herauszubiegenden Trägerabschnitte von dem restlichen Träger zu erreichen.
  • Ein besonders biegesteifes Chipmodul wird in einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass mehrere zweite Teile zusammen mit dem ersten Teil des Versteifungselementes eine Wanne bilden, in der der Chip angeordnet ist, und die Wanne mit dem darin angeordneten Chip durch eine Abdeckmasse gefüllt ist.
  • In einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung ist der Chip auf einem Trägerelement angeordnet, wobei dieser auf der dem Trägerelement abgewandten Seite mit dem ersten Teil eines Versteifungselementes verbunden ist, wobei das Versteifungselement eine Kappe bildet. Die Kappe ist demnach auf den Chip aufgesetzt und versteift somit den Chip, ohne die Höhe des Chipmoduls übermäßig zu vergrößern.
  • Die durch Verwendung einer Kappe erzielte Biegesteifigkeit ist ungefähr so hoch wie die durchgehenden Materials der gleichen Dicke, ohne dadurch das Chipmodul um diese Dicke zu vergrößern. Gleichzeitig ist durch die Kappe ein Schutz der empfindlichen und insbesondere in einem typischen Holder-Page-Lamitat-Aufbau gefährdeten Modulseite gebildet.
  • Durch die Ausgestaltung des Chipmoduls in den beiden erfindungsgemäßen Varianten ist die Verarbeitung ultradünner Chips möglich, wobei ultradünne Module gefertigt werden können, die problemlos in E-Dokumente, insbesondere die Holder-Page eines E-Passes, integriert werden können. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass das aus dem Stand der Technik bekannte Problem der Delamination zwischen einem Träger und einem Rahmen nicht auftreten kann.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Chipmoduls mit einem Leadframe als Versteifungselement, in einem Querschnitt,
  • 2 eine Draufsicht auf das Chipmodul von 1,
  • 3 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel zum Einsatz mit einem zusätzlichen Re-Distribution-Layer,
  • 4 ein gegenüber der Darstellung von 3 vereinfachtes Chipmodul,
  • 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Chipmoduls mit einer Kappe als Versteifungselement,
  • 6 eine gegenüber der 5 unterschiedliche Kontaktierung des Chips bei einem alternativen Inlay-Aufbau,
  • 7 eine weitere unterschiedliche Kontaktierung eines Chips bei einem alternativen Inlay-Aufbau,
  • 8 einen Laminataufbau mit einem Chipmodul gemäß 1,
  • 9 einen Laminataufbau mit einem Chipmodul gemäß 4,
  • 10 einen Laminataufbau mit einem Chipmodul gemäß 5,
  • 11 einen weiteren Laminataufbau mit einem Chipmodul gemäß 5,
  • 12 einen Laminataufbau mit einem Chipmodul gemäß 6 und
  • 13 einen Laminataufbau mit einem Chipmodul gemäß 7.
  • Die 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Chipmodul, bei dem ein Leadframe 8 gleichzeitig ein Verstärkungselement bildet. Das Leadframe 8 besitzt einen ersten Teil 4, der in einer Ebene parallel zu den Anschlussflächen 6 eines Chips 2 liegt. Der erste Teil 4 des Leadframes 8 ist mit den Anschlussflächen 6 verbunden, beispielsweise durch Löten. Dadurch ist eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen dem ersten Teil des Leadframes 4 und dem Chip 2 hergestellt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Klebeschicht 16 vorgesehen, die eine zusätzliche mechanische Verbindung zwischen dem Chip 2 und dem Leadframe 4 herstellt. Das Leadframe 8 besitzt einen zweiten Teil 5, der aus Abschnitten des Leadframes 8 besteht, die ausgestanzt und aus der Ebene des ersten Teils 4 herausgebogen sind. Im Ausführungsbeispiel von 1 sind mehrere zweite Teile 5 zu erkennen, eines auf der rechten und eines auf der linken Seite des Chips 2. In der gezeigten Schnittdarstellung ist zu erkennen, dass das Leadframe 8 in der Mitte unterbrochen ist, um eine elektrische Trennung zwischen den beiden Anschlüssen des Chips herzustellen. Die auf beiden Seiten der ersten Teile 4 verlaufenden Abschnitte des Leadframes 8 sind Kontaktfahnen. Die beiden dazwischenliegen den Ausnehmungen entstehen dadurch, dass in diesen Bereichen die zweiten Teile 5 ausgestanzt und herausgebogen worden sind.
  • Den Chip 2 umgebend ist der Zwischenraum zwischen den beiden zweiten Teilen 5 durch eine Vergussmasse 3 gefüllt. Dadurch werden die mechanischen Eigenschaften des Moduls weiter verbessert, wobei das Vergießen beispielsweise mit einer extrem harten oder auch mit einer extrem elastischen Masse erfolgen kann.
  • Durch die winklige Anordnung des ersten Teils 4 und des zweiten Teils 5 des Leadframes 8 ist ein Versteifungselement gebildet, das eine wesentlich größere Biegesteifigkeit aufweist als das Leadframe 8 im flachen Zustand. Es kann eine Biegesteifigkeit erzielt werden, die im Bereich eines massiven Leadframes liegt, das die Höhe der zweiten Teile 5 des Versteifungselements 8 aufweist. Bei dem Aufbau des erfindungsgemäßen Chipmoduls addiert sich jedoch die Dicke des Versteifungselements 8 nicht zu der Dicke eines konventionell aufgebauten Chipmoduls, sondern durch die Anordnung des Chips 2 zwischen den zweiten Teilen 5 des Versteifungselements 8 bleibt die Dicke des gesamten Chipmoduls einschließlich des Versteifungselementes sehr gering.
  • Die 2 zeigt eine Draufsicht auf das Chipmodul von 1. In dieser schematischen Darstellung ist gut zu erkennen, dass der Chip 2 auf allen Seiten von zweiten Teilen 5 des Versteifungselementes 8 umgeben ist. Rechts und links des Chips 2 sind Bereiche des Versteifungselementes 8 ausgestanzt und nach oben gebogen. Dadurch ergeben sich in dem Versteifungselement 8 Ausnehmungen 7, die jedoch keine besonderen Nachteile aufweisen. Im Bereich der andern Seitenflächen des Chips 2 sind Randabschnitte des Versteifungselementes 8 nach oben gebogen, so dass sie zweite Teile 5 des Versteifungselementes 8 bilden. Der Chip 2 ist bei dieser Ausgestaltung der Erfindung von den zweiten Teilen 5 umgeben, die in Verbindung mit dem ersten Teil 4 des Versteifungselementes 8 eine wannenförmige Struktur bilden. Bei einem späteren Vergießen des Chips 2 sind so in günstiger Weise Begrenzungen für die Vergussmasse gebildet.
  • Unterhalb des Chips 2 liegen die Anschlussflächen des Chips, die dort mit dem ersten Teil 4 des Versteifungselementes verbunden sind. Dies ist deswegen sinnvoll, weil das Versteifungselement 8 durch ein Leadframe gebildet ist, über das auch die elektrische Kontaktierung des Chips 2 erfolgt.
  • In der 3 ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Kontaktierung des Chips 2 nicht über das Leadframe beziehungsweise Versteifungselement 8 gebildet ist, sondern ein sogenannter Re-Distribution-Layer eingesetzt wird. Die Anschlussflächen 6 des Chips 2 befinden sich daher auf der dem Versteifungselement 8 abgewandten Seite des Chips 2, so dass sie später frei kontaktierbar sind. Die den Anschlussflächen 6 abgewandte Seite des Chips 2 ist mit dem ersten Teil 4 des Versteifungselementes 8 verklebt. Zweite Teile 5 des Versteifungselementes 8 sind nach oben abgebogen und bilden so wiederum eine wannenförmige Struktur, wie anhand der 1 und 2 beschrieben wurde. Die Wanne ist wiederum mit Vergussmasse 3 aufgefüllt, wobei sich die Vergussmasse bei diesem Ausführungsbeispiel nicht über den Chip 2 erstreckt, um die Anschlussflächen 6 für eine spätere Kontaktierung freizulassen.
  • Die in der 3 dargestellten Kontaktfahnen des Versteifungselementes 8, das als Leadframe ausgebildet ist, werden bei einer Ausgestaltung mit oben liegenden Anschlussflächen 6 für einen Re-Distribution-Layer eigentlich nicht benötigt und können weggelassen werden, wie in 4 dargestellt ist.
  • In der 5 ist eine alternative Ausgestaltung eines Versteifungselementes gezeigt. Ein Chipmodul 1 mit einem auf einem Leadframe 8 aufgebrachten Chip 2 weist ein zusätzliches Versteifungselement auf, das durch eine Stahlkappe 15 gebildet ist. Der Chip 2 ist an seiner Unterseite über Anschlussflächen 6 mit dem Leadframe 8 verbunden. Die Kappe 15 ist auf die Oberseite des Chips 2 aufgesetzt und dort mit diesem verklebt. Die Kappe 15 weist einen ersten Teil 4 und einen zweiten Teil 5 auf, wobei der zweite Teil 5 winkelig zum ersten Teil 4 steht. Auf diese Weise wird eine erhebliche Erhöhung der Biegesteifigkeit erreicht, wobei auch bei dieser Anordnung keine wesentliche Vergrößerung der Dicke des Chipmoduls 1 verbunden ist. Im Vergleich zu der Ausführung der 1 bis 4 ist jedoch das Chipmodul 1 dicker, da zu der Dicke des Materials der Kappe 15 die Dicke des Leadframes 8 hinzukommt. Trotzdem ist die Gesamtdicke so gering, dass ein derartig aufgebautes Chipmodul in einem E-Dokument, insbesondere einem E-Pass eingesetzt werden kann.
  • Auf den beiden dargestellten Seiten der Anordnung mit dem Chip 2 und der Kappe 15 sind Epoxidelemente 9 vorgesehen, die jedoch optional sind und für die Erreichung der erforderlichen Biegesteifigkeit nicht unbedingt vorgesehen werden müssen. Sie dienen als Isolierung.
  • In den 6 und 7 sind zwei Varianten zu der Anordnung von 5 dargestellt, wobei sich die Variationen auf die elektrische Kontaktierung der Anschlussflächen 6 des Chips 2 und auf unterschiedliche mögliche Inlayaufbauten beziehen. Während bei dem Modul gemäß 5 ein Leadframe aus einem leitenden Material eingesetzt wurde, das deswegen auch elektrisch mit den Anschlussflächen 6 verbunden werden kann und als Anschlusselement dient, ist bei der Ausgestaltung gemäß 6 ein nicht leitender Träger 8 vorgesehen. Auf der Oberseite des Trägers 8 sind Kontaktflächen 10 und 11 angeordnet, die einerseits zur Kontaktierung der Anschlussflächen 6 des Chips und andererseits zum Anschluss beispielsweise einer Antenne vorgesehen sind. Eine elektrische Verbindung zwischen den Kontaktflächen 10 und 11 erfolgt über Verbindungsleitungen 12, die jeweils über Durchkontaktierung mit den Kontaktflächen 10 und 11 verbunden sind. Die Verbindung zwischen den Kontaktflächen 10 und 11 erfolgt somit auf der Unterseite des Trägers 8.
  • Bei der Anordnung von 7 ist ebenfalls ein nicht leitender Träger 8 vorgesehen. Auf diesem sind Metallisierungen 14 aufgebracht, die mit den Anschlussflächen 6 des Chips 2 verbunden sind, wobei mehrere metallisierte Bereiche voneinander getrennt sind, um die Anschlussflächen 6 getrennt verbinden zu können. Auf den Metallisierungsflächen 14 sind Bereiche mit einer Isolierfolie 13 abgedeckt, so dass leitende Elemente angeordnet werden können, ohne dass diese durch ein Aufliegen auf den Metallisierungsflächen 14 mit diesen in elektrischem Kontakt sind.
  • Die 8 zeigt den Schichtaufbau eines Laminats, wie er beispielsweise in der Holder-Page eines E-Passes verwendet werden kann. Dabei kommt ein Chipmodul zum Einsatz, wie es in der 1 dargestellt ist. Das Leadframe 8 liegt auf einer Papierschicht 21 auf. Die Kontaktfahnen des Leadframes 8 sind jeweils mit einer Windung einer Antenne 23 elektrisch verbunden. Durch das Leadframe 8, das in dem gezeigten Ausführungsbeispiel gleichzeitig das Versteifungselement bildet, ist eine elektrische Verbindung zwischen der Antenne 23 und Anschlussflächen 6 des Chips 2 gebildet. Das Chipmodul 1 ist in eine Ausnehmung einer Folie 22, beispielsweise einer PE-Folie, eingebettet. Die PE-Folie liegt oberhalb der Papierschicht 21 beziehungsweise oberhalb des Leadframes 8. Die Dicke der Folie 22 ist so bemessen, dass sie mindestens genauso groß wie die Dicke des ein Versteifungselement bildenden Leadframes 8 ist. Oberhalb der beschriebenen Anordnung ist eine Deckfolie 20 vorgesehen, so dass nach außen hin eine ebene Fläche besteht und das Chipmodul 1 geschützt ist. Unterhalb der Papierschicht 21 ist ebenfalls eine Deckfolie 20 vorgesehen, die eine Schutzschicht für die Papierschicht 21 und das darüber liegende Chipmodul 1 bildet und auch bedruckt sein kann, um das äußere Erscheinungsbild zu gestalten.
  • Kräfte, die auf die in der 8 gezeigte Schichtanordnung einwirken, übertragen sich zwar auf das Chipmodul 1, aufgrund des Versteifungselementes 8 ist Biegesteifigkeit des Chipmoduls 1 jedoch so groß, dass der Chip 2 nicht beschädigt wird und auch die elektrische Verbindung zwischen den Anschlussflächen 6 des Chips 2 und dem Leadframe 8 nicht unzulässig belastet wird.
  • Die 9 zeigt einen möglichen Schichtaufbau, wenn ein Chipmodul gemäß 4 verwendet wird. Das Leadframe 8 besetzt bei dieser Anordnung nur die Funktion, ein Versteifungselement zu bilden, nicht aber eine elektrische Kontaktierung von Anschlussflächen 6 des Chips 2 zu bewerkstelligen. Stattdessen sind die oben liegenden Anschlussflächen 6 des Chips 2 direkt mit Anschlüssen einer Antenne 23 verbun den. Die weiteren Windungen der Antenne liegen weiter außen auf einer PE-Folie 22, wobei oberhalb dieser Folie eine Deckfolie 20 angeordnet ist, die die Oberseite des Schichtaufbaus abdeckt. Unterhalb des Chipmoduls 1 ist wiederum eine Papierschicht 21 vorgesehen, deren Oberfläche ebenfalls von einer Deckfolie 20 geschützt wird.
  • Eine direkte Kontaktierung zwischen Anschlussflächen 6 des Chips 2 und der Antenne 23 ist auch möglich, wenn das Chipmodul 1 entsprechend der Ausführung der 5 bis 7 ausgebildet ist, also eine Kappe 15 als Versteifungselement besitzt. Bei der in der 10 gezeigten Schichtanordnung sind auf einer PE-Folie 22 Windungen einer Antenne 23 gebildet. Die PE-Folie 22 bildet dabei einen Träger für das Chipmodul 1. Zwei Enden der Antennenwindungen sind so geführt, dass sie direkt von Anschlussflächen 6 des Chips 2 kontaktiert werden.
  • Bei der Ausführung von 11 bildet ein Leadframe 8 einen Träger für das Chipmodul 1. Innere Bereiche des Leadframes 8 sind mit Anschlussflächen 6 des Chips 2 verbunden, während äußere Bereiche mit Windungen der Antenne 23 verbunden sind.
  • Der Schichtaufbau von 12 ist insofern abgewandelt, als kein selber leitendes Leadframe 8 vorgesehen ist, sondern die leitende Verbindung zwischen Anschlussflächen 6 des Chips 2 und Windungen der Antenne 23 über Leiterbahnen 12 auf der Unterseite eines nicht leitenden Leadframes 8 gebildet sind, wie anhand von 6 beschrieben wurde. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann die Kappe 15 angeordnet werden, ohne dass die Kontaktierung des Chips 2 behindert ist.
  • Die 13 zeigt einen Schichtaufbau mit einem Chipmodul 1, das gemäß 7 aufgebaut ist. Aus diesem Ausführungsbeispiel ist gut erkennbar, dass die Isolierelemente 13 dazu benutzt werden können, Windungen einer Antenne 23 isoliert von Metallisierungen eines Trägers 8 anzuordnen. Zwei Enden der Windungen der Antenne 23 sind dabei auf jeweils einer Metallisierungsfläche 14 angeordnet, um eine elektrische Verbindung zu dem Chip 2 herzustellen.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele wurden anhand von schematischen Darstellungen erläutert. Die tatsächlichen Größenverhältnisse sind selbstverständlich abweichend von den gezeigten Darstellungen. Weitere Abwandlungen der gezeigten Ausführungsbeispiele sind möglich und sind von der vorliegenden Erfindung umfasst.
  • 1
    Chipmodul
    2
    Chip
    3
    Vergussmasse
    4
    Erster Teil eines Versteifungselementes
    5
    Zweiter Teil eines Versteifungselementes
    6
    Anschlussflächen des Chips
    7
    Ausnehmungen
    8
    Leadframe
    9
    Epoxid-Elemente
    10, 11
    Kontaktflächen auf einem Träger
    12
    Leiterbahnen
    13
    Isolierelemente
    14
    Metallisierungsflächen
    15
    Kappe
    16
    Klebeschicht
    20
    Deckfolie
    21
    Papierschicht
    22
    PE-Folie
    23
    Antenne

Claims (8)

  1. Chipmodul (1) mit einem eine integrierte Schaltung beinhaltenden Chip (2), gekennzeichnet durch ein mit dem Chip verbundes Versteifungselement (8; 15), das – einen sich parallel zur Anschlussebene des Chip (2) erstreckenden ersten Teil (4) und – mindestens einen sich winkelig zu dieser Ebene erstreckenden zweiten Teil (5) aufweist, wobei der Chip (2) mit dem ersten Teil (4) des Versteifungselementes (8; 15) kraftschlüssig verbunden ist.
  2. Chipmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungslement (8) durch ein Trägerelement gebildet ist, das ausgestanzte oder ausgeschnittene und aus der Ebene eines ersten Teils (4) des Trägers herausgebogene Trägerabschnitte (5) aufweist, die den mindestens einen zweiten Teil des Versteifungslementes (8) bilden.
  3. Chipmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerlement ein zur elektrischen Kontaktierung des Chips (2) vorgesehnes Leadframe (8) ist und Anschlussflächen (6) des Chips (2) mit dem Leadframe (8) verbunden sind.
  4. Chipmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (2) mit seiner Anschlussflächen (6) des Chips (2) abgewandten Seite mit einem Leadframe (8) verbunden ist und die Anschlussflächen (6) des Chips (2) über eine zusätzliche Verbindungsebene mit einem Koppelelement (23) elektrisch verbunden sind.
  5. Chipmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zweite Teile (5) zusammen mit dem ersten Teil (4) eine Wanne bilden, in der der Chip (2) angeordnet ist, und die Wanne mit dem Chip (2) durch eine Abdeckmasse (3) gefüllt ist.
  6. Chipmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (2) auf einem Trägerelement (8) angeordnet ist und auf der dem Trägerelement (8) angewandten Seite des Chip (2) dieser mit dem ersten Teil (4) des Versteifungselements (15) verbunden ist, wobei das Versteifungselement (15) eine Kappe bildet.
  7. Chipmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (15) aus Stahl besteht.
  8. Chipmodul nach einem der Ansprüch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen dem ersten und dem mindestens einen zweiten Teil (4, 5) zwischen 45° und 90° beträgt.
DE102004042145A 2004-08-31 2004-08-31 Chipmodul Withdrawn DE102004042145A1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004042145A DE102004042145A1 (de) 2004-08-31 2004-08-31 Chipmodul
FR0508677A FR2875039B1 (fr) 2004-08-31 2005-08-23 Module ayant une puce contenant un circuit integre
JP2005248503A JP2006074044A (ja) 2004-08-31 2005-08-29 チップモジュール
US11/216,457 US20060043575A1 (en) 2004-08-31 2005-08-30 Chip module

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102004042145A DE102004042145A1 (de) 2004-08-31 2004-08-31 Chipmodul

Publications (1)

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