[go: up one dir, main page]

DE102004041804A1 - Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen Download PDF

Info

Publication number
DE102004041804A1
DE102004041804A1 DE200410041804 DE102004041804A DE102004041804A1 DE 102004041804 A1 DE102004041804 A1 DE 102004041804A1 DE 200410041804 DE200410041804 DE 200410041804 DE 102004041804 A DE102004041804 A DE 102004041804A DE 102004041804 A1 DE102004041804 A1 DE 102004041804A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wheel
wheel diameter
conversion factor
difference
chord
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200410041804
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dr. Talke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE200410041804 priority Critical patent/DE102004041804A1/de
Publication of DE102004041804A1 publication Critical patent/DE102004041804A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K9/00Railway vehicle profile gauges; Detecting or indicating overheating of components; Apparatus on locomotives or cars to indicate bad track sections; General design of track recording vehicles
    • B61K9/12Measuring or surveying wheel-rims
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B21/00Measuring arrangements or details thereof, where the measuring technique is not covered by the other groups of this subclass, unspecified or not relevant
    • G01B21/10Measuring arrangements or details thereof, where the measuring technique is not covered by the other groups of this subclass, unspecified or not relevant for measuring diameters
    • G01B21/12Measuring arrangements or details thereof, where the measuring technique is not covered by the other groups of this subclass, unspecified or not relevant for measuring diameters of objects while moving

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung eines Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen, wobei eine Radsensoreinheit an der Fahrschiene angeordnet ist, die zwei beabstandete Radsensoren aufweist, welche jeweils ein Sensorsignal (1) erzeugen, deren zeitliche Verläufe (1a, 1b) sich in einem gemeinsamen Schnittpunkt (3) schneiden. Um mit geringem Aufwand automatisch eine hohe Genauigkeit zu erzielen, wird vorgeschlagen, dass die Differenz der Signalwerte am Schnittpunkt (3) und an zumindest einem Scheitelpunkt (2a, 2b) ermittelt wird, dass der doppelte Sensorabstand in einem gedachten Raddurchmesserkreis (6) gleich der Länge der Kreissehne (se) und die Differenz der Signalwerte multipliziert mit einem vorgegebenen konstanten Umrechnungsfaktor (C) gleich der Sehnenhöhe (hs) gesetzt wird, dass der Raddurchmesser (2R) daraus berechnet wird und dass der aktuelle Umrechnungsfaktor (C(i-1)) mit jedem über die Radsensoreinheit rollenden Rad mit bekanntem Raddurchmesser (2R) fortlaufend korrigierbar ist, indem jeweils für das darüberrollende Rad anhand des bekannten Raddurchmessers (2R) umgekehrt ein Korrektur-Umrechnungsfaktor (iC) bestimmt wird, anhand dessen ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor (C(i)) durch Addition eines Korrekturwerts zu dem aktuellen Umrechnungsfaktor (C(i-1)) berechnet wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers von sich längs einer Fahrschiene bewegenden Rädern, insbesondere von Güterwagen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Aus der DE 37 21 127 C2 ist bereits ein Radsensor bekannt, der für die Ermittlung des Raddurchmessers von Rädern verwendet wird, welche sich längs einer Fahrschiene bewegen. Der Radsensor ist an der Fahrschiene unterhalb des Rads angeordnet und verfügt über zwei in Fahrschienenlängsrichtung beabstandete Einzelradsensoren. Diese reagieren auf die magnetischen Eigenschaften der Eisenräder, wobei sie bei einem darüber rollenden Rad ein Sensorsignal abgeben, welches zunächst stetig ansteigt, um dann wieder abzufallen. Entsprechend dem Abstand der Einzelradsensoren weisen die beiden Sensorsignalkurven einen zeitlichen Versatz auf, wobei der Abstand so gewählt wird, dass sich die beiden Sensorsignalkurven in einem gemeinsamen Punkt schneiden, zweckmäßigerweise im mittleren Anstiegsbereich.
  • Zur Ermittlung des Raddurchmessers werden die Sensorsignalwerte der Scheitelpunkte der beiden Sensorsignalkurven und der gemeinsame Schnittpunkt verwendet. Der Raddurchmesser ergibt sich, indem die beiden Signalwerte der Scheitelpunkte addiert und durch den Signalwert des Schnittpunkts dividiert werden.
  • Nachteilig bei dem bekannten Verfahren zur Raddurchmesserbestimmung ist dessen Ungenauigkeit. Eine praktische Nutzung ist mit Messfehlern um 50% ausgeschlossen.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Ermittlung eines Raddurchmessers anzugeben, das mit geringem Aufwand selbsttätig eine hohe Genauigkeit erzielt.
  • Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 4 gelöst; die Unteransprüche beschreiben vorteilhafte Ausgestaltungen.
  • Die Lösung sieht bei einer ersten Ausgestaltung vor, dass die Differenz der Signalwerte am Schnittpunkt und an zumindest einem Scheitelpunkt ermittelt wird, dass der doppelte Sensorabstand in einem gedachten Raddurchmesserkreis gleich der Länge der Kreissehne und die Differenz der Signalwerte multipliziert mit einem vorgegebenen konstanten Umrechnungsfaktor gleich der Sehnenhöhe und damit dem maximalen Abstand der Sehne im Raddurchmesserkreis gesetzt wird, wobei der halbe Raddurchmesser, die halbe Kreissehne und die Differenz aus dem halben Raddurchmesser und der Sehnenhöhe im Raddurchmesserkreis die Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks bilden, und dass der Raddurchmesser als Hypotenuse des Dreiecks anhand der beiden anderen Seitenlängen berechnet wird, dass der aktuelle Umrechnungsfaktor anhand von über die Radsensoreinheit darüberrollenden ausgewählten Rädern, deren Raddurchmesser eine statistische Verteilung mit einem mittleren Raddurchmesser aufweisen, mit jedem darüberrollenden Rad der Verteilung fortlaufend korrigiert wird, indem jeweils für das darüberrollendes Rad der Verteilung anhand des bekannten mittleren Raddurchmessers umgekehrt ein Korrektur-Umrechnungsfaktor bestimmt wird, anhand dessen ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor durch Addition eines Korrekturwerts zu dem aktuellen Umrechnungsfaktor berechnet wird, wobei der Korrekturwert gebildet wird aus der Differenz aus dem aktuellen Umrechnungsfaktor und dem Korrektur-Umrechnungsfaktor sowie Multiplikation dieser Differenz mit einem Gewichtsfaktor kleiner Eins. Die Scheitelhöhe wird hierbei als einzige fehlerbehaftete Größe angenommen.
  • Die Genauigkeit lässt sich erhöhen, wenn zur Ermittlung der Differenz der Mittelwert der Signalwerte an den beiden Scheitelpunkten verwendet wird.
  • Die Lösung sieht bei einer zweiten Ausgestaltung vor, dass die Differenz der Signalwerte am Schnittpunkt und an zumindest einem Scheitelpunkt ermittelt wird, dass der doppelte Sensorabstand in einem gedachten Raddurchmesserkreis gleich der Länge der Kreissehne und die Differenz der Signalwerte multipliziert mit einem vorgegebenen konstanten Umrechnungsfaktor gleich der Sehnenhöhe und damit dem maximalen Abstand der Sehne im Raddurchmesserkreis gesetzt wird, wobei der halbe Raddurchmesser, die halbe Kreissehne und die Differenz aus dem halben Raddurchmesser und der Sehnenhöhe im Raddurchmesserkreis die Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks bilden, und dass der Raddurchmesser als Hypotenuse des Dreiecks anhand der beiden anderen Seitenlängen berechnet wird, dass der aktuelle Umrechnungsfaktor mit jedem über die Radsensoreinheit rollenden Rad mit bekanntem Raddurchmesser fortlaufend korrigiert wird, indem jeweils für das darüberrollende Rad anhand des bekannten Raddurchmessers umgekehrt ein Korrektur-Umrechnungsfaktor bestimmt wird, anhand dessen ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor durch Addition eines Korrekturwerts zu dem aktuellen Umrechnungsfaktor berechnet wird, wobei der Korrekturwert gebildet wird aus der Differenz aus dem aktuellen Umrechnungsfaktor und dem Korrektur-Umrechnungsfaktor sowie Multiplikation dieser Differenz mit einem Gewichtsfaktor kleiner Eins.
  • Im einfachsten Fall wird der Umrechnungsfaktor anhand eines einzigen bekannten Raddurchmessers ermittelt.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher beschrieben.
  • Das Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers 2R von sich längs einer Fahrschiene bewegenden Rädern von Güterwagen umfasst einen Radsensoreinheit (nicht gezeigt), die an der Fahrschiene unterhalb der abrollenden Räder angeordnet ist. Die Radsensoreinheit weist zwei Radsensoren auf, die sich in Fahrschienenlängsrichtung in einem Sensorabstand befinden. Zweckmäßigerweise ist der seitliche Abstand jedes Radsensors von der Schiene gleich groß. Die Radsensoren reagieren auf die aus Eisen bestehenden Räder, indem sie bei einem darüberrollenden Rad ein Sensorsignal 1 in Form eines Ausgangsstroms 1a, 1b erzeugen. Der zeitliche Verlauf der Ausgangsströme 1a, 1b ist in der Zeichnung für den Fall dargestellt, dass sich das Rad auf der Fahrschiene mit konstanter Geschwindigkeit bewegt. Der zeitliche Verlauf der Ausgangsströme 1a, 1b fällt jeweils am Anfang stetig ab und steigt am Ende wieder stetig an. Je nach Ausführung ist es selbstverständlich auch möglich, dass die Ausgangsströme 1a, 1b zuerst ansteigen und dann wieder abfallen. Entsprechend weist der Kurvenverlauf der Ausgangsströme 1a, 1b jeweils einen Scheitelpunkt 2a, 2b auf. Der Abstand der Scheitelpunkte 2a, 2b ist gleich dem Abstand der Sensoren. Dieser ist im Ausführungsbeispiel 119 mm. Wie die Zeichnung zeigt, ist der Sensorabstand so gewählt, dass sich die beiden Ausgangsstromkurven 1a, 1b für den in Frage kommenden Raddurchmesserbereich im mittleren Anstiegsbereich in einem gemeinsamen Schnittpunkt 3 schneiden. Legt man durch den Schnittpunkt 3 eine waagerechte Gerade, so erhält man zwei weitere Schnittpunkte 4a, 4b mit den Ausgangsstromkurven 1a, 1b. Der Abstand der Schnittpunkte 4a, 4b zum gemeinsamen Schnittpunkt 3 ist wiederum gleich dem Sensorabstand und damit 119 mm.
  • Weiter zeigt die Zeichnung zwei gedachte Raddurchmesserkreise 5, 6, wobei in den Raddurchmesserkreis 6 der Radius R des Rads eingezeichnet ist. In dem Raddurchmesserkreis 6 ist der doppelte Sensorabstand, also der doppelte Abstand zwischen den Schnittpunkten 3 und 4a, gleich der Länge der Kreissehne se gesetzt. Die Kreissehne se weist im Raddurchmesserkreis 6 eine Sehnenhöhe hs auf, die dem maximalen Abstand der Sehne se im Raddurchmesserkreis 6 entspricht. Variierende Raddurchmesser 2R bewirken eine entsprechend variierende Sehnenhöhe hs. Bei näherungsweise linearem Zusammenhang ist die Sehnenhöhe hs ein hinreichend genaues Maß von dem der Raddurchmesser 2R abgeleitet werden kann. Dabei ist die Sehnenhöhe hs nicht direkt bekannt; bekannt ist die Differenz der Signalwerte, d.h. hier der Stromwerte Is, Ip am Schnittpunkt 3 und an den Scheitelpunkten 2a, 2b. Die Stromwerte Is, Ip sind in der Zeichnung auf einen Bezugsstrom 0 bezogen eingezeichnet (die unterste Linie in der Zeichnung). Dabei sind bei identischen Sensoren die Stromwerte Is, Ip an den Scheitelpunkten 2a, 2b im Wesentlichen gleich groß. Ansonsten sollte man für die Stromwerte Is, Ip an den Scheitelpunkten 2a, 2b den Mittelwert bilden. Die Differenz der Signalwerte Is, Ip ist nicht direkt die Sehnenhöhe hs, sondern sie ist proportional zur Sehnenhöhe hs und lässt sich mit Hilfe eines konstanten Umrechnungsfaktors C berechnen. Wie die Zeichnung zeigt, bilden der Radius R, die Halbkreissehne se/2 und die Differenz aus dem Radius R und der Sehnenhöhe hs im Raddurchmesserkreis 6 die drei Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks, wobei der Raddurchmesser 2R die Hypothenuse des Dreiecks bildet.
  • Anhand des Dreiecks erhält man folgende Gleichung: R2 = (R – hs)2 + (se/2)2 und daraus unter Berücksichtigung von hs = C·(Is – Ip) 2R = (se2/(4·C·(Is – Ip))) + C·(Is – Ip).
  • Der konstante Umrechnungsfaktor C kann anhand eines bekannten Raddurchmessers 2R ermittelt werden, wobei Proportionalität vorausgesetzt wird.
  • In dem Raddurchmesserkreis 6 ist der doppelte Sensorabstand, gleich der Länge der Kreissehne se gesetzt. Dies gilt exakt innerhalb des linearen Is-Bereiches, also unter der Voraussetzung, dass die Anstiege der Ausgangsstromkurven 1a, 1b für die zu ermittelnden Raddurchmesser 2R gut durch eine Gerade angenähert werden können.
  • Zur Kalibrierung wird im folgenden die Sehnenhöhe hs und damit der Umrechnungsfaktor C als einziger fehlerbehafteter Wert angenommen und deshalb der Umrechnungsfaktor C als einzustellende Variable für die Kalibrierung benutzt.
  • Weiter werden zur Kalibrierung nur Räder einer Gruppe verwendet, bei denen die Raddurchmesser 2R eine relativ schmale bekannte statistische Verteilung aufweisen. Zweckmäßigerweise gehören diese Räder zu gleichen Drehgestellen und damit zu gleichen Rahmenachsabständen. Insbesondere 1800mm-Drehgestelle weisen eine Normal-Verteilung der Raddurchmesser 2R mit einer relativ kleinen Streuung auf. Als bekannter Raddurchmesser 2R wird jeweils der statistisch gesicherte Mittelwert der Verteilung verwendet, der im folgenden als mittlerer Raddurchmesser 2Rsv bezeichnet wird.
  • Bei der Kalibrierung wird der jeweils gerade aktuelle Umrechnungsfaktor C(i – 1) anhand von über die Radsensoreinheit rollenden Rädern mit jedem darüberrollenden Rad fortlaufend korrigiert. i ist hierbei eine fortlaufende positive ganze Zahl. Ausgewählt, werden zur Kalibrierung nur Räder, die zur bekannten statistischen Verteilung des mittleren Raddurchmessers 2Rsv gehören.
  • Dabei wird für ein darüberrollendes Rad der Verteilung jeweils anhand des jetzt bekannten mittleren Raddurchmessers 2Rsv nicht der Raddurchmessers 2R, sondern umgekehrt jeweils der Umrechnungsfaktor C bestimmt, der hier als Korrektur-Umrechnungsfaktor iC bezeichnet wird: iC = (1/2·(Dsv – Wurzel(Dsv2 – se2)))/i(Is – Ip).
  • Mittels dieses jetzt neu bestimmten aktuellen Korrektur-Umrechnungsfaktors iC wird anhand des gerade aktuellen Umrechnungsfaktors C(i – 1) ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor C(i) berechnet, wobei ein Korrekturwert hinzuaddiert wird, der aus der Differenz aus dem aktuellen Umrechnungsfaktor C(i – 1) und dem Korrektur-Umrechnungsfaktor iC gebildet wird, wobei diese Differenz noch mit einem vorgebenen Gewichtsfaktor K multipliziert wird. Der Gewichtsfaktor K ist kleiner Eins und liegt zweckmäßigerweise zwischen 0,01 bis 0,20.
  • Für den neuen aktuellen Umrechnungsfaktor C(i) gilt also: C(i) = C(i – 1) – K(C(i – 1) – iC).
  • Dieser neue aktuelle Umrechnungsfaktor C(i) wird solange beibehalten, bis wieder ein Rad der bekannten statistischen Verteilung erfasst und ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor C(i + 1) durch schrittweise Korrektur des alten aktuellen Umrechnungsfaktors C(i) ermittelt wird.
  • Für die Inbetriebnahme des Verfahrens kann zunächst ein grob angenäherter Umrechnungsfaktor C(i – 1) vorgegeben werden. Ein schnelles Einstellen der Kalibrierung kann durch Wahl des Gewichtsfaktors K erzielt werden.
  • Selbstverständlich ist es grundsätzlich auch möglich, keine statistische Radverteilung zur Kalibrierung zu verwenden, sondern einzelne Räder, deren Raddurchmessers 2R man genau kennt.
  • Allerdings ist die Verwendung von statistisch verteilten Raddurchmessern 2R eines leicht identifizierbaren 1800mm-Drehgestells viel eleganter und so die bessere Lösung.

Claims (4)

  1. Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers (2R) von sich längs einer Fahrschiene bewegenden Rädern, insbesondere von Güterwagen, wobei eine das Rad erfassende Radsensoreinheit an der Fahrschiene unterhalb des auf der Fahrschiene abrollenden Rads angeordnet ist, wobei die Radsensoreinheit zwei in Fahrschienenlängsrichtung in einem Sensorabstand zueinander angeordnete Radsensoren aufweist, die jeweils ein Sensorsignal (1) erzeugen, deren zeitlicher Verlauf (1a, 1b) bei einem darüberrollenden Rad jeweils am Anfang stetig ansteigt und am Ende wieder stetig abfällt oder umgekehrt zuerst abfällt und dann wieder ansteigt, und wobei der Sensorabstand so gewählt ist, dass die beiden jeweils einen Scheitelpunkt (2a, 2b) aufweisenden zeitversetzten Sensorsignale (1a, 1b) sich in einem gemeinsamen Schnittpunkt (3) schneiden, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz der Signalwerte am Schnittpunkt (3) und an zumindest einem Scheitelpunkt (2a, 2b) ermittelt wird, dass der doppelte Sensorabstand in einem gedachten Raddurchmesserkreis (6) gleich der Länge der Kreissehne (se) und die Differenz der Signalwerte multipliziert mit einem vorgegebenen konstanten Umrechnungsfaktor (C) gleich der Sehnenhöhe (hs) und damit dem maximalen Abstand der Sehne im Raddurchmesserkreis gesetzt wird, wobei der halbe Raddurchmesser (2R/2), die halbe Kreissehne (se/2) und die Differenz aus dem halben Raddurchmesser (2R/2) und der Sehnenhöhe (hs) im Raddurchmesserkreis (6) die Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks bilden, dass der Raddurchmesser (2R) als Hypotenuse des Dreiecks anhand der beiden anderen Seitenlängen berechnet wird, und dass der aktuelle Umrechnungsfaktor (C(i – 1)) anhand von über die Radsensoreinheit darüberrollenden ausgewählten Rädern, deren Raddurchmesser (2R) eine statistische Verteilung mit einem mittleren Raddurchmesser (2Rsv) aufweisen, mit jedem darüberrollenden Rad der Verteilung fortlaufend korrigiert wird, indem jeweils für das darüberrollendes Rad der Verteilung anhand des bekannten mittleren Raddurchmessers (2Rsv) umgekehrt ein Korrektur-Umrechnungsfaktor (iC) bestimmt wird, anhand dessen ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor (C(i)) durch Addition eines Korrekturwerts zu dem aktuellen Umrechnungsfaktor (C(i – 1)) berechnet wird, wobei der Korrekturwert gebildet wird aus der Differenz aus dem aktuellen Umrechnungsfaktor (C(i – 1)) und dem Korrektur-Umrechnungsfaktor (iC) sowie Multiplikation dieser Differenz mit einem Gewichtsfaktor kleiner Eins.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittelung der Differenz der Mittelwert der Signalwerte an den beiden Scheitelpunkten (2a, 2b) verwendet wird.
  3. Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers (2R) von sich längs einer Fahrschiene bewegenden Rädern, insbesondere von Güterwagen, wobei eine das Rad erfassende Radsensoreinheit an der Fahrschiene unterhalb des auf der Fahrschiene abrollenden Rads angeordnet ist, wobei die Radsensoreinheit zwei in Fahrschienenlängsrichtung in einem Sensorabstand zueinander angeordnete Radsensoren aufweist, die jeweils ein Sensorsignal (1) erzeugen, deren zeitlicher Verlauf (1a, 1b) bei einem darüberrollenden Rad jeweils am Anfang stetig ansteigt und am Ende wieder stetig abfällt oder umgekehrt zuerst abfällt und dann wieder ansteigt, und wobei der Sensorabstand so gewählt ist, dass die beiden jeweils einen Scheitelpunkt (2a, 2b) aufweisenden zeitversetzten Sensorsignale (1a, 1b) sich in einem gemeinsamen Schnittpunkt (3) schneiden, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz der Signalwerte am Schnittpunkt (3) und an zumindest einem Scheitelpunkt (2a, 2b) ermittelt wird, dass der doppelte Sensorabstand in einem gedachten Raddurchmesserkreis (6) gleich der Länge der Kreissehne (se) und die Differenz der Signalwerte multipliziert mit einem vorgegebenen konstanten Umrechnungsfaktor (C) gleich der Sehnenhöhe (hs) und damit dem maximalen Abstand der Sehne im Raddurchmesserkreis gesetzt wird, wobei der halbe Raddurchmesser (2R/2), die halbe Kreissehne (se/2) und die Differenz aus dem halben Raddurchmesser (2R/2) und der Sehnenhöhe (hs) im Raddurchmesserkreis (6) die Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks bilden, dass der Raddurchmesser (2R) als Hypotenuse des Dreiecks anhand der beiden anderen Seitenlängen berechnet wird, und dass der aktuelle Umrechnungsfaktor (C(i – 1)) mit jedem über die Radsensoreinheit rollenden Rad mit bekanntem Raddurchmesser (2R) fortlaufend korrigiert wird, indem jeweils für das darüberrollende Rad anhand des bekannten Raddurchmessers (2R) umgekehrt ein Korrektur-Umrechnungsfaktor (iC) bestimmt wird, anhand dessen ein neuer aktueller Umrechnungsfaktor (C(i)) durch Addition eines Korrekturwerts zu dem aktuellen Umrechnungsfaktor (C(i – 1)) berechnet wird, wobei der Korrekturwert gebildet wird aus der Differenz aus dem aktuellen Umrechnungsfaktor (C(i – 1)) und dem Korrektur-Umrechnungsfaktor (iC) sowie Multiplikation dieser Differenz mit einem Gewichtsfaktor kleiner Eins.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der konstante Umrechnungsfaktor (C(i)) anhand eines einzigen bekannten Raddurchmessers (2R) ermittelt wird.
DE200410041804 2004-08-24 2004-08-24 Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen Withdrawn DE102004041804A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200410041804 DE102004041804A1 (de) 2004-08-24 2004-08-24 Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200410041804 DE102004041804A1 (de) 2004-08-24 2004-08-24 Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102004041804A1 true DE102004041804A1 (de) 2006-03-09

Family

ID=35852379

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200410041804 Withdrawn DE102004041804A1 (de) 2004-08-24 2004-08-24 Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102004041804A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007019751A1 (de) 2007-04-20 2008-10-30 Siemens Ag Verfahren und Sensoreinrichtung zum Erkennen einer Befahrung eines Gleisabschnitts durch ein Schienenfahrzeug
EP2196378A4 (de) * 2007-10-18 2011-06-22 Mitsubishi Electric Corp Raddurchmessermessinstrument für elektrofahrzeuge
WO2014032992A1 (de) * 2012-08-28 2014-03-06 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren und vorrichtung zur bestimmung eines raddurchmessers eines fahrzeugs, insbesondere eines schienenfahrzeugs

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007019751A1 (de) 2007-04-20 2008-10-30 Siemens Ag Verfahren und Sensoreinrichtung zum Erkennen einer Befahrung eines Gleisabschnitts durch ein Schienenfahrzeug
EP2196378A4 (de) * 2007-10-18 2011-06-22 Mitsubishi Electric Corp Raddurchmessermessinstrument für elektrofahrzeuge
WO2014032992A1 (de) * 2012-08-28 2014-03-06 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren und vorrichtung zur bestimmung eines raddurchmessers eines fahrzeugs, insbesondere eines schienenfahrzeugs

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3785185T2 (de) Geraet und verfahren zum messen der stroemungscharakteristika einer petroleumstroemung.
DE3715007A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kursbestimmung eines landfahrzeugs
DE4214541A1 (de) Verfahren zum bestimmen des rollwiderstandes von eisenbahnfahrzeugen
DE3307246A1 (de) Verfahren zum identifizieren von in einem schnellfahrenden zugverband laufenden waggons und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE102004041804A1 (de) Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers, insbesondere von Güterwagen
DE1919775C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Feststellung der Beschaffenheit der Lage eines Gleises
DE2405921C3 (de) Einrichtung zum fortlaufenden Bestimmen der Position eines Fahrzeugs
EP1630518A2 (de) Verfahren zur Ermittlung des Raddruchmessers bewegter Eisenbahnfahrzeuge
DE1271142B (de) Verfahren zum in Gleisrichtung fortschreitenden Ausrichten von Gleisen, insbesondere Gleisboegen, sowie Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
AT502732B1 (de) Verfahren zur ermittlung des spurkranzdurchmessers von sich längs zweier paralleler fahrschienen bewegenden rädern von schienenfahrzeugen
DE2347951C3 (de) Fahrbares Gleismelifahrzeug zum fortlaufenden Messen und Aufzeichnen der Spurweite von Eisenbahngleisen
DE3401699C2 (de)
DE3873901T3 (de) Vorrichtung zur Messung des Gewichts.
DE1948596A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Richten von Eisenbahngleisen der Seite nach
DE102022128081A1 (de) Brückenwaage
DE1217423B (de) Verfahren zum Ausrichten eines Gleises sowie Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE102004012167A1 (de) Verfahren zur Ermittlung des Raddurchmessers von Rädern von Schienenfahrzeugen, insbesondere von Güterwagen, sowie eine Schwerkraftablaufanlage unter Anwendung des Verfahrens
DE3128795A1 (de) "verfahren und vorrichtung zum messen wenigstens einer komponente der auf einen traeger einwirkenden belastungen"
DE102015113357B4 (de) Verfahren zur Analyse und/oder Überwachung von Brücken sowie ein entsprechendes System
DE1079670B (de) Einrichtung zur linienweisen Zugbeeinflussung mit Geschwindigkeitsueberwachung auf den Zuegen
DE102004012168B4 (de) Verfahren zur Kalibrierung einer Messanordnung zur Ermittlung des Durchmessers der Räder von Schienenfahrzeugen, insbesondre von Güterwagen, sowie eine Schwerkraftablaufanlage unter Anwendung des Verfahrens
DE102015017237B3 (de) Verfahren zur Analyse und/oder Überwachung von Brücken sowie entsprechendes System
DE2065931C3 (de) Verfahren zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts in Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten, insbesondere in flüssigen Metallen
DE1759091A1 (de) Geleise
DE587989C (de) Reduktionszirkel

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8139 Disposal/non-payment of the annual fee