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Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät mit einem Befestigungssystem für die Installation in Flugzeugkabinen. Derartige Befestigungssysteme können überall dort eingesetzt werden, wo bei der Innenausrüstung in Flugzeugen zunächst eine schnelle Montage und später eine einfache, sichere und schnelle Austauschbarkeit der installierten Geräte im Wartungsfall angestrebt wird.
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Zur Innenausstattung von Flugzeugen gehören zahlreiche fest zu installierende elektrische Geräte, die als teilweise vorgefertigte Einheiten bereitgestellt werden. Der Aufwand bei der Installation entsteht im Wesentlichen durch den erforderlichen Anschluß an elektrische Versorgungsleitungen und durch die Befestigung des Gerätes am vorgesehenen Installationsort.
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Eine Gruppe derartiger elektrischer Geräte bilden die sogenannten „Exit-Signs”, kleine mit Leuchtmitteln ausgestattet Lampenbaugruppen, die der Kenntlichmachung der Kabinenausgänge, der Fluchtwege und im Havariefall auch zur Notbeleuchtung dienen.
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Exit-Signs gehören zu den sicherheitsrelevanten Baugruppen eines Flugzeuges. Sie werden täglich in der Rahmen der startvorbereitenden Kontrollen überprüft. Werden Mängel oder Funktionsausfälle festgestellt, muss die Betriebsbereitschaft vollständig wiederhergestellt werden, bevor eine Startfreigabe erfolgen kann.
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Üblicherweise werden verschiedene elektrische Geräte, insbesondere Exit-Signs, während der Ausstattung der Kabine an bereits zu einem früheren Zeitpunkt verlegte elektrische Versorgungsleitungen angeschlossen. Um die hierzu erforderliche Montagefreiheit zu haben, müssen die Leitungen, wenn sie in schwer zugänglichen Hohlräumen verlegt worden sind, eine gewisse Überlänge aufweisen.
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Einer anderen Praxis folgend wird zum Einbau von elektrischen Geräten derzeit zunächst das Gerät mechanisch eingebaut, und danach werden die elektrischen Anschlüsse über einzelne Steckkontakte hergestellt.
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Beide Vorgehensweisen zeigen eine Reihe von Nachteilen. Während der Phase der Kabinenausstattung entsteht ein hoher Montageaufwand durch die Befestigung der Geräte am vorgesehenen Installationsort, beispielsweise durch Schraubverbindungen und durch die Zuordnung und Verbindung zahlreicher, meist einpoliger Steckverbindungen zum elektrischen Anschluss der Geräte.
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Durch die für den Anschluss der Komplettgeräte erforderliche Überlänge der Versorgungsleitungen verbleibt nach der Installation ein überflüssiger Leitungsteil im Verlegebereich der Versorgungsleitungen. Dieser birgt die Gefahr unkontrollierter Bewegungen und einer unbestimmten Leitungsführung der Versorgungsleitungen, wodurch eine Scheuergefahr entsteht. Um eine Beschädigung der Isolation der Kabel zu verhindern, ist somit ein aufwändiger Scheuerschutz erforderlich, bzw. es müssen Möglichkeiten gefunden werden, die relativ lose liegenden Kabel nach erfolgter Geräteinstallation nochmals zu befestigen.
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Wartungsmaßnahmen erfordern einen hohen Montageaufwand, da auch beim Austausch einzelner Bauteile eine Deinstallation und ein erneuter Anschluß des Gerätes notwendig werden kann. Jede Wartungsmaßnahme birgt in Zusammenhang mit einer erneuten Trennung und Verbindung der einzelnen Steckverbindungen die Gefahr von Verwechslungen der Anschlussstecker, wodurch eine zusätzliche Fehlersuche und Nachbesserung erforderlich wird.
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Aus der Druckschrift
US 2003/0060067 A1 ist eine Befestigungsvorrichtung für einen Deckenventilator mit einem Schiebe-Halter bekannt, der horizontal in einen Halte-Kanal gleitet.
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Die Druckschrift
DE 199 61 708 C1 offenbart eine Verriegelungsvorrichtung für zwei Steckverbinder enthaltende Gehäuseteile.
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Die Druckschrift
US 5,197,900 A beschreibt einen Anschluss, der ein Energieübertragungskabel, ein äußeres Gehäuse, ein Paar von Verschlusseinrichtungen um das äußere Gehäuse mit einer anderen Vorrichtung zu verschließen und eine Koppeleinrichtung aufweist. Das äußere Gehäuse weist eine Längsachse auf und ein Paar von Aussparungen zum Empfangen der Verschlusseinrichtungen auf das Gleiten der Verschlusseinrichtungen in der seitlichen Richtung rechtwinklig zu der Längsachse.
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Die herkömmliche Installation erfordert den Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und einer Vielzahl von losen Teilen, beispielsweise von Schrauben und verschiedenen Beilageteilen. Diese müssen an jeden Ort, an dem eine Wartung erforderlich werden kann, vorgehalten werden. Das stellt beispielsweise in Fall von exit-signs einen zusätzlichen Nachteil dar, da ein Austausch dieser sicherheitsrelevanten Teile praktisch überall erfolgen können muss.
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Die Anpassung der zu installierenden elektrischen Geräte an die Anforderungen des Installationsortes kann zu einer erheblichen Erhöhung des Gewichts der Geräte führen, wenn die Installation durch eine Integration in andere Baugruppen erfolgen soll und diese Integration adaptive konstruktive Maßnahmen erfordert. Die aufwändige Integration erhöht zudem die Herstellungskosten.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine vereinfachte Installation elektrischer Geräte im Kabinenbereich von Flugzeugen.
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Gelöst wird diese Problem durch ein erfindungsgemäßes elektrisches Gerät mit den Merkmalen von Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen derartiger Geräte sind in den Unteransprüchen 2 bis 10 benannt.
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Das erfindungsgemäße System geht von einem zweikomponentigen Aufbau der zu installierenden elektrischen Geräte aus. Eine Komponente umfasst ein fest zu installierendes Basisteil, welches mit üblichen Befestigungsmitteln am Installationsort, also beispielsweise an der Kabinenwand, angebracht werden kann. Dieses Basisteil enthält eine Steckereinheit, die über eine ausreichende Anzahl von Polen verfügt, um alle zur Versorgung des zu installierenden elektrischen Gerätes erforderlichen Versorgungsleitungen aufnehmen zu können. Dadurch können alle Versorgungsleitungen an der Steckereinheit enden. Die zweite Komponente umfasst das eigentliche Gehäuse des zu installierenden elektrischen Gerätes, an dem sich eine zur Steckereinheit des Basisteils komplementäre Steckereinheit befindet. Beide Komponenten enthalten Befestigungsmittel, die eine schnelle Verbindung der beiden Komponenten miteinander ermöglichen, indem die Befestigungsmittel miteinander in Eingriff gebracht werden können. Als Befestigungsmittel sind verschiedene Formen von Schnellverschlüssen und federbelastete Ausrückmechanismen geeignet.
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Sowohl das elektrische Gerät im Gehäuseteil als auch das fest installierte Gegenstück in Form des Basisteils beinhalten einen fest montierten Stecker, von dem alle benötigten Kabel und Versorgungsleitungen wegführen. Die Verbindung zwischen den Steckern und den von diesen wegführenden elektrischen Leitungen muss in der Regel nach erfolgter Installation bzw. Erstmontage nicht mehr getrennt werden.
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Die Erfindung besteht aus einem elektrischen Gerät mit einem Befestigungssystem für die Installation in Flugzeugkabinen, das aus einem fest zu installierenden Basisteil mit einer zum Anschluss an verschiedene elektrische Versorgungsleitungen vorbereiteten mehrpoligen Versorgungs-Steckereinheit als Sockel, am Basisteil angebrachten Befestigungsmitteln, einem lösbar zu befestigenden Gehäuseteil zur Aufnahme des elektrischen Gerätes mit mindestens einem elektrischen Verbraucher, einer mit diesem elektrischen Verbraucher durch elektrische Leitungen verbundenen zur Versorgungs-Steckereinheit komplementären am Gehäuseteil befestigten Gehäuse-Steckereinheit und am Gehäuseteil angebrachten Befestigungsmitteln, die sich automatisch mit den am Basisteil angebrachten Befestigungsmitteln verbinden, wenn die komplementären Steckereinheiten ineinander gesteckt werden.
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Dadurch werden durch das Ineinanderstecken der komplementären Steckereinheiten automatisch weitere Vorkehrungen zur mechanischen Verriegelung überflüssig. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Befestigungsmittel für eine formschlüssige Verbindung geeignet sind. Das lässt sich beispielsweise dadurch realisieren, dass die Befestigungsmittel am Basisteil eine ortsfeste hintergreifbare Kontur umfassen. Ein besonders vorteilhaftes Befestigungssystem mit hintergreifbaren Konturen ergibt sich, wenn die Befestigungsmittel am Basisteil Stehbolzen umfassen, deren Achsen quer zur Einsteckrichtung des Gehäuseteils weisen, und wenn die Befestigungsmittel am Gehäuseteil schwenkbare Klauen umfassen, die entgegen der Rückstellkraft einer gespannten Feder abschwenkbar sind. Mit einem derartigen erfindungsgemäßen System lässt sich auf besonders einfache Weise eine automatische mechanische Verriegelung vornehmen, insbesondere, wenn im installierten Zustand die schwenkbaren Klauen durch die gespannte Feder mit den Stehbolzen in Eingriff gehalten werden.
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Ein besonders einfache und komfortable Installation des elektrischen Gerätes ergibt sich, wenn die Gehäuse-Steckereinheit eine vorstehende Tülle aufweist, die beim Ineinanderstecken der komplementären Steckereinheiten während der Installation eine Führung der Bewegung des Gehäuseteils in Richtung zum Basisteil bewirkt, im installierten Zustand einen Endanschlag bildet und die Versorgungs-Steckereinheit teleskopartig umfängt.
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Eine besonders robuste und gegen versehentliches Lösen gesicherte Befestigung des elektrischen Gerätes ergibt sich, wenn die schwenkbaren Klauen im installierten Zustand die Stehbolzen vollständig hintergreifen und zum Lösen des Gehäuseteils eine gezielte Entriegelung der Verbindung zwischen Stehbolzen und Klauen erfolgen muss.
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Zur Erhöhung des Komforts bei Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen kann es vorteilhaft sein, wenn die schwenkbaren Klauen im installierten Zustand die Stehbolzen unvollständig hintergreifen und beim Lösen des Gehäuseteils oberhalb einer vorgegebenen Abzugskraft eine automatische Entriegelung der Verbindung zwischen Stehbolzen und Klauen erfolgen kann. Die erforderliche Abzugskraft kann problemlos über die Geometrie der schwenkbaren Klauen und die Federkonstante der Feder, welche die Klauen mit den Stehbolzen in Eingriff hält, angepasst werden. Dadurch kann auch auf diese Weise eine Anpassung des Befestigungssystems an die zum Teil erheblichen Beschleunigungen, die im Flugbetrieb auftreten können, erfolgen, ohne dass die Sicherheit beeinträchtig wird.
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Durch den mechanischen Einbau des Gerätes wird durch die Anordnung der komplementären elektrischen Steckereinheiten und der Formgebung der Steckkontakte gleichzeitig auch der elektrische Anschluss des Gerätes hergestellt. Es sind keine weiteren Arbeitsschritte zur elektrischen Kontaktierung des Gerätes notwendig. Die einzelnen Steckkontakte sind vorzugsweise als Paare von Stift und zugehöriger Buchse ausgebildet. Es ist nicht erfindungserheblich, welche Steckereinheit mit Stiften und welche mit Buchsen versehen ist. Der Montageaufwand wird in jedem Fall verkleinert, da die Arbeitsschritte zum mechanischen Einbau und elektrischen Anschluss mittels einzelner Steckkontakte durch den Arbeitsschritt „Einklicken” ersetzt werden. Bei der Demontage entfällt das Entfernen zahlreicher Schraubverbindungen und das Abziehen der einzelnen elektrischen Kontakte beziehungsweise zahlreicher Steckverbindungen.
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Es ist für viele Anwendungen vorteilhaft, wenn die komplementären Steckereinheiten zweireihig und mindestens achtpolig aufgebaut sind. Höhere Polzahlen sind problemlos realisierbar. Das erschließt neben einem einfachen Anschluss vielpoliger Verbraucher eine vorteilhafte robuste Steckergeometrie, die selbst für eine Lastaufnahme geeignet ist und die bereits erwähnte geführte Bewegung beim Befestigen des elektrischen Gerätes in einer Weise unterstützen kann, dass weitere Führungsmittel im Wesentlichen entfallen können.
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Auf Grund fest montierter Stecker sowohl im Gerät als auch im Gegenstück ist es möglich, eine feste Leitungsverlegung zu realisieren. Die bisher erforderliche Überlänge der Anschlusskabel für den Anschluss der elektrischen Geräte wird dadurch überflüssig. Ein unkontrollierter Leitungsverlauf, welcher zu Scheuerstellen führen konnte, wird somit vermieden. Ein mechanischer Scheuerschutz ist nicht mehr erforderlich.
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Dadurch, dass nun fest verkabelte Stecker verwendet werden, werden bereits geprüfte Verbindungen im Flugzeug eingebaut. Ein gesonderte Aufwand für eine Fehlersuche im Flugzeug wird damit nicht mehr nötig.
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Durch das erfindungsgemäße Prinzip, das eine gleichzeitige mechanische und elektrische Ankopplung umfasst, wird der Fertigungsaufwand sowohl hinsichtlich der Montagezeiten als eventueller Nachbesserungen deutlich reduziert. Es sind einheitlich zwei einfach herzustellende und leichte Teile zu montieren, was zu Einsparungen an Gewicht und Kosten führt.
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Alle beschriebenen Vorteile der Erfindung lassen sich hervorragend umsetzen, wenn das Gehäuseteil als Exit-Sign ausgebildet ist.
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Am Ausführungsbeispiel eines Exit-Signs wird die Erfindung im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine schematische Gesamtdarstellung eines erfindungsgemäßen Exit-Signs im vollständig montierten Zustand,
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2 eine Seitenansicht eines Ausschnittes eines erfindungsgemäßen Basisteils,
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3 eine Draufsicht eines Ausschnittes eines erfindungsgemäßen Basisteils,
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4 eine vergrößerte Darstellung der miteinander verbindbaren Baugruppen,
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5 eine Schnittdarstellung einer Anordnung eines erfindungsgemäßen Gehäuseteils zur Deckenmontage, das an einem Basisteil angebracht ist,
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6 eine dreidimensionale Ansicht des Verschlussmechanismus eines Gehäuseteils,
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7 eine Schnittdarstellung einer Anordnung eines erfindungsgemäßen Gehäuseteils zur Wandmontage, das an einem Basisteil angebracht ist,
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8 eine Querschnittsdarstellung eines an einer Wand montierten Gehäuseteils.
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1 Ein in Form einer Pilzkappe dargestelltes Gehäuse 1 eines Exit-Signs weist in seinem Inneren schwenkbare Klauen 2 auf, die entgegen der Rückstellkraft einer gespannten Feder 3 auslenkbar sind. Ein fest an der Kabinenwand 4 installiertes Basisteil 5 weist in seinem Randbereich Stehbolzen 6 auf, die von den schwenkbaren Klauen 2 hintergriffen werden. Im Mittelbereich befindet sich ein miteinander verbundenes Paar komplementärer Steckereinheiten 7, welches die elektrische Verbindung zwischen Basisteil und Gehäuseteil sichert.
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2 zeigt die Seitenansicht eines Ausschnittes eines erfindungsgemäßen Basisteils 5 mit einer zum Anschluss an verschiedene elektrische Versorgungsleitungen vorbereiteten mehrpoligen Versorgungs-Steckereinheit 8 als Sockel mit einer Phase 9 zur Erleichterung der Montage. Die Versorgungs-Steckereinheit 8 ist zehnpolig ausgeführt. Neun Pole sind belegt. Seitlich der Versorgungs-Steckereinheit 8 sind Stehbolzen 6 mit dem Basisteil 5 verbunden, deren Achsen senkrecht zur Montagerichtung 10 verlaufen. Die Stehbolzen sind an tragenden Strukturen 11 befestigt, die aus einer die Montage erleichternden Auflagefläche 12 des Basisteils herausragen. Die Stehbolzen 6 bilden auf diese Weise eine ortsfeste hintergreifbare Kontur im Sinne der Erfindung. Im Inneren der Versorgungs-Steckereinheit 8 sind Kontaktbuchsen 13 mit Versorgungsleitungen 14 verbunden.
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3 zeigt eine Draufsicht eines Ausschnittes eines erfindungsgemäßem Basisteils 5. Die Versorgungs-Steckereinheit 8 in zehnpoliger Ausführung weist eine doppelte Reihe von Kontaktbuchsen 13 auf. Deutlich sichtbar ist die seitliche Position der für einen Eingriff von Befestigungsmitteln zur Verfügung stehende Teile der Stehbolzen 6. Die Dimensionierung des Basisteils, insbesondere die Auslegung und Positionierung der Stehbolzen 6 und der Auflagefläche 12, trägt wesentlich zur erreichbaren Stabilität der komplett installierten Anordnung bei. Beispielhaft sind 3 Maße entnehmbar, die sich für eine Installation von Exit-Signs als besonders vorteilhaft erwiesen haben. Für diese Anordnung haben sich runde Stehbolzen 6 mit einem Durchmesser von 6 mm bewährt, die in einem Abstand von 80 mm zueinander angeordnet sind.
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4 zeigt eine vergrößerte Darstellung der miteinander verbindbaren Baugruppen. Anhand von drei Positionen der schwenkbaren Klauen 2 wird der Ablauf des Verbindens des Gehäuses 1 mit dem Basisteil 5 näher erläutert. Das Gehäuse 1 enthält eine Gehäuse-Steckereinheit 15, die komplementär zur Anordnung der Kontaktbuchsen 13 der Versorgungs-Steckereinheit eine zehnpolige zweireihige Anordnung von Kontaktstiften 16 umfasst. Die Anordnung der Kontaktstifte 16 wird von einer einer vorstehenden Tülle 17 umgeben, die beim Ineinanderstecken der komplementären Steckereinheiten während der Installation eine Führung der Bewegung des Gehäuseteils bewirkt, im installierten Zustand einen Endanschlag bildet und die Versorgungs-Steckereinheit im installierten Zustand teleskopartig umfängt. Wird das Gehäuse in Richtung der Versorgungs-Steckereinheit 8 bewegt, kommt die vorstehende Tülle 17 mit dem Bereich der Phase 9 des Sockels der Versorgungs-Steckereinheit 8 in Kontakt. Bei einer weiteren Verringerung des Abstandes zwischen den komplementären Steckereinheiten schiebt sich die Tülle 17 teleskopartig über den Sockel der Versorgungs-Steckereinheit 8 und realisiert auf diese Weise die vorteilhafte Führung der Bewegung, die ein Verkanten oder eine fehlerhafte Positionierung der Steckereinheiten verhindert. Die geführte Bewegung sorgt gleichzeitig für die Gewährleistung einer zuverlässigen Positionierung der Befestigungsmittel. Im vorliegenden Beispiel kommt es, wenn die schwenkbaren Klauen 2' mit den Stehbolzen 6 in Kontakt kommen, durch Auflaufen von Führungsflächen 18 auf die Stehbolzen 6 zu einem Abschwenken der schwenkbaren Klauen 2'' entgegen der Rückstellkraft der gespannten Feder 3. Dadurch können die Klauenköpfe die Stehbolzen 6 passieren, wenn der Abstand zwischen den komplementären Steckereinheiten weiter verringert wird. In einer durch die vorstehende Tülle 17 vorgegebenen Anschlagsposition hintergreifen die schwenkbaren Klauen 2''' durch federgesteuertes Einrücken die Stehbolzen 6 vollständig, wodurch eine sichere mechanische Verbindung zwischen dem Gehäuse 1 des Exit-Signs und dem Basisteil 5 und eine zuverlässige elektrische Verbindung aller durch die komplementären Steckereinheiten geführten Kontakte realisiert ist.
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5 zeigt eine Schnittdarstellung einer Anordnung eines erfindungsgemäßen Gehäuseteils zur Deckenmontage, das an einem Basisteil angebracht ist. Das Gehäuseteil 1 besitzt eine abgerundete Seite und eine abgeflachte Seite. An der abgeflachten Seite befindet sich mittig ein Mechanismus, der zur lösbaren Verbindung mit einem festinstallierten Basisteil 5 dient. In 5 sind zwei bolzenförmige Fortsätze des Basisteils 5 gezeichnet. Dieses Basisteil 5 kann beispielsweise an einem Rahmenbauteil eines Flugzeugrumpfes, beispielsweise eines Spantes, befestigt sein. In dem Basisteil 5 kann ebenfalls die Versorgungs-Steckereinheit 8 mit den Versorgungsleitungen 14 integriert sein. Somit bildet die Basiseinheit 5 zusammen mit der Versorgungs-Steckereinheit 8 eine festinstallierte Komponente.
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Die bolzenförmigen Fortsätze des Basisteils 5 dienen dem zu befestigenden Gehäuseteil 1 als Aufnahme und zugleich als Führung bei der Montage. Dazu befinden sich in dem Gehäuseteil 1 Buchsen 20, die es erlauben, die bolzenförmigen Fortsätze des Basisteils 5 aufzunehmen. Durch das Aufstecken des Gehäuseteils 1 mit den Führungsbuchsen 20 auf die bolzenförmigen Fortsätze des Basisteils 5 wird das Gehäuseteil 1 derart positioniert, dass die Gehäuse-Steckereinheit 15, die zwischen den Führungsbuchsen 20 angebracht ist, gegenüber von der Versorgungs-Steckereinheit 8 positioniert ist. Wird das Gehäuseteil 1 in Richtung der Versorgungs-Steckereinheit 8 bewegt, gehen die Gehäuse-Steckereinheit 15 und die Versorgungs-Steckereinheit 8 in Eingriff und stellen die elektrische Verbindung zwischen dem Basisteil 5 und dem Gehäuseteil 1 her.
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Um das Gehäuseteil 1 an dem festinstallierten Basisteil 5 zu fixieren, ist in dem Gehäuseteil 1 ein Federmechanismus vorgesehen. Ein Verriegelungsplättchen 22 ist dazu derart in einer Kammer angebracht, dass es in die Führungsbuchse 20 eintaucht. Das L-förmige Verriegelungsplättchen 22 besitzt zwei Flächen unterschiedlicher Länge. Ein Teil der längeren ersten Fläche taucht rechtwinklig in die Führungsbuchse 20 ein und bildet somit für den bolzenförmigen Fortsatz des Basisteil 5 beim Eintauchen in die Führungsbuchse 20 ein Hindernis.
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Rechtwinklig zu der ersten Fläche besitzt das Verriegelungsplättchen 22 eine zweite kleinere Fläche. Auf diese Fläche drückt eine Druckfeder 24, so dass die erste Fläche in der eingetauchten Position gehalten wird. Somit kann das Verriegelungsplättchen 22 nur unter Überwindung der Druckkraft der Druckfeder 24 aus dem Inneren der Führungsbuchse 20 gedrückt werden. Eine solche Kraft kann beispielsweise bei Einführen des bolzenförmigen Fortsatzes des Basisteils 5 auf das Verriegelungsplättchen 22 ausgeübt werden. Dazu besitzt der bolzenförmige Fortsatz des Basisteils 5 an seiner Spitze eine kegelförmige Entgratung. Diese kegelförmige Entgratung weist einen Winkel auf. Einen solchen Winkel weist ebenfalls das in die Führungsbuchse 20 eintauchende Ende des Verriegelungsplättchens 22 auf. Beim Eintauchen des bolzenförmigen Fortsatzes des Basisteils 5 in die Führungsbuchse 20 kommen die beiden winkligen Flächen in Berührung und das Verriegelungsplättchen 22 kann gegen die Druckfeder 24 aus dem Inneren der Führungsbuchse 20 gedrückt werden.
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Der bolzenförmige Fortsatz des Basisteils 5 besitzt in einem Bereich, der einer gewünschten Einbauhöhe des Gehäuseteils 1 entspricht, eine umlaufende dreiecksförmige Einkerbung. Diese dreiecksförmige Einkerbung ermöglicht eine formflüssige Aufnahme der Spitze des in die Führungsbuchse 20 eingetauchten Teils des Verriegelungsplättchens 22. Sobald die Einkerbung in der Höhe des Verriegelungsplättchens 22 zu liegen kommt, wird das Verriegelungsplättchen 22 durch die Federkraft der Druckfeder 24 in die Einkerbung gedrückt. Die dreiecksförmige Einkerbung besitzt senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Gehäuseteils 1 bei Befestigung auf den zapfenförmigen Fortsätzen des Basisteils 5 eine waagrechte Fläche, die nach Einschnappen des Verriegelungsplättchens 22 in der dreiecksförmigen Einkerbung ein Herausgleiten des Gehäuseteils 1 aus den zapfenförmigen Fortsätzen des Basisteils 5 verhindert. Dadurch wird das Gehäuseteil 1 in einer gewünschten Position fixiert. Die Eintauchbewegung des Verriegelungsplättchens 22 wird ermöglicht, da ein Kammerdeckel 30 und ein Verschlussbügel 26 die Bewegungsmöglichkeiten des Verriegelungsplättchens 22 auf die Eintauchbewegung beschränken. In 5 verläuft der Verschlussbügel 26 in die Zeichenebene. Die rechteckige Form des Verschlussbügels erweitert sich in Richtung der Zeichenebene. Dadurch liegen die beiden kürzeren Seiten des rechteckigen Querschnitts des Verriegelungsbügels 26 in der Zeichenebene hinten weiter auseinander. Wird der Verschlussbügel 26 aus der Zeichenebene herausgedrückt, so wird das Verriegelungsplättchen 22 aus dem Inneren der Führungsbuchse 20 herausbewegt. Dadurch wird der bolzenförmige Fortsatz des Basisteils 5 nicht mehr von einem Teil des Verriegelungsplättchen 22 blockiert und das Gehäuseteil 1 kann von dem bolzenförmigen Fortsatz des Basisteils 5 abgezogen werden. Durch das Abziehen wird ebenfalls die elektrische Verbindung zwischen dem Basisteil 5 und dem Gehäuseteil 1, durch Trennung der Versorgungs-Steckereinheit 8 von der Gehäuse-Steckereinheit 15, getrennt.
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6 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des Verschlussmechanismus eines Gehäuseteils 1 gemäß 5. In der 6 sind die, für die Verriegelung notwendige Bestandteile des Verschlussmechanismus, herausgezeichnet. Die symmetrische Anordnung der Führungsbuchsen 20 um die Gehäuse-Steckereinheit 15 und die dementsprechende symmetrische Anordnung der bolzenförmigen Fortsätze des Basisteils 5 um die Versorgungs-Steckereinheit 8 gewährleisten, dass die Gehäuse-Steckereinheit 15 mit der Versorgungs-Steckereinheit 8 in Eingriff gehen kann. Der Verschlussbügel 26 ist ebenfalls symmetrisch aufgebaut. Er besitzt einen Längsholm, an dem senkrecht zwei Fortsätze angeordnet sind. Diese Fortsätze weisen einen rechteckigen Querschnitt auf. Die Breite des Rechteckquerschnitts erweitert sich in der Nähe des Längsholms. Die beiden Fortsätze sind parallel angeordnet. Der Abstand zwischen den rechteckigen Fortsätzen des Längsholms ist in der Nähe des Längsbügels kleiner als entfernt von dem Längsholm.
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Die Anordnung in 6 zeigt zwei Verriegelungsplättchen 22, die von den Druckfedern 24 an die schmalen Seiten der rechteckigen Fortsätze des Verschlussbügels 26 angedrückt werden. Die Verriegelungsplättchen 22 werden in dieser Position in das Innere der Führungsbuchse 20 gedrückt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Gehäuseteil 1 in Einbauposition mit dem Basisteil 5 verbunden ist. In die Richtung der Druckfedern 24 ist eine Bewegung der Verriegelungsplättchen 22 möglich. Die Verschlussgegenfedern 28 sorgen dafür, dass der Verschlussbügel 26 ohne äußere Krafteinwirkung in dieser Position gehalten wird.
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Soll das Gehäuseteil 1 von dem Basisteil 5 abmontiert werden, so müssen die Verriegelungsplättchen 22 aus dem Inneren der Führungsbuchsen 20 entfernt werden. Dies geschieht durch das Drücken des Verschlussbügel 26 gegen die Verschlussgegenfeder 28. Dadurch wird der Abstand zwischen den Fortsätzen des Verschlussbügels 26 auf der Höhe der Druckfedern 24 verringert, wodurch die Druckfedern 24 aus dem Inneren der Führungsbuchsen 20 gedrückt werden. Danach kann das Gehäuseteil 1 von dem Basisteil 5 entfernt werden.
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7 zeigt eine Schnittdarstellung einer Anordnung eines erfindungsgemäßen Gehäuseteils zur Wandmontage, das an einem Basisteil angebracht ist. Die Figur zeigt das Gehäuseteil 1, in dem drei Schnellverschlüsse 36 angeordnet sind. Die Schnellverschlüsse 36 können beispielsweise mit einer viertel Drehung mit einem Schraubenzieher an entsprechend angeordneten Aufnahmen 32 für die Schnellverschlüsse an einer Wand 34 angebracht werden. Durch die Lage der Schnellverschlüsse 36 bezogen auf die Gehäuse-Steckereinheit 15 und die entsprechende Lage der Aufnahmen 32 für die Schnellverschlüsse bezogen auf die Versorgungs-Steckereinheit 8, werden die Gehäuse-Steckereinheit 15 und die Versorgungs-Steckereinheit 8 genau gegenüber positioniert und können bei der Montage in Eingriff gehen. Dadurch wird die elektrische Verbindung zwischen dem Gehäuseteil 1 und einem Basisteil hergestellt.
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8 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines an einer Wand montierten Gehäuseteils 1. Die Figur zeigt, wie ein Schnellverschluss 36 mit einer Aufnahme 32 in einer Wand 34 angebracht wird. Der Schnellverschluss 36 hält das Gehäuseteil 1 an der Wand. Aufgrund der Lage der Schnellverschlüsse 36 wird das Gehäuseteil 1 mit der daran angeordneten Gehäuse-Steckereinheit 15 so positioniert, dass die Gehäuse-Steckereinheit 15 mit der Versorgungs-Steckereinheit 8 verbunden wird.
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Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass „umfassend” keine anderen Elemente oder Schritte ausschließt und „eine” oder „ein” keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Gehäuse
- 2
- Schwenkbare Klauen in Pos. 2', 2'', 2'''
- 3
- Feder
- 4
- Kabinenwand
- 5
- Basisteil
- 6
- Stehbolzen
- 7
- Paar komplementärer Steckereinheiten
- 8
- Versorgungs-Steckereinheit
- 9
- Phase
- 10
- Montagerichtung bzw. Einsteckrichtung
- 11
- tragende Struktur
- 12
- Auflagefläche
- 13
- Kontaktbuchsen
- 14
- Versorgungsleitungen
- 15
- Gehäuse-Steckereinheit
- 16
- Kontaktstifte
- 17
- Tülle
- 18
- Führungsfläche
- 20
- Führungsbuchse
- 22
- Verriegelungsplättchen
- 24
- Druckfeder
- 26
- Verschlussbügel
- 28
- Verschlussgegenfeder
- 30
- Kammerdeckel
- 32
- Aufnahme für Schnellverschluss
- 34
- Wand
- 36
- Schnellverschluss