-
Die
Erfindung betrifft eine nasse Lamellenkupplung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
-
Derartige
Lamellenkupplungen werden als Einzelkupplung oder als Doppelkupplung
ausgeführt. Bei
der Doppelkupplung sind beispielsweise zwei zu einer Querebene spiegelsymmetrisch
ausgebildete Einzelkupplungen axial hintereinander angeordnet, wobei
die Ausgangsdrehrichtung einer der Einzelkupplungen beispielsweise über ein
Vorgelege umgekehrt wird, so dass zwei einander entgegengesetzte
Ausgangsdrehrichtungen zur Verfügung
stehen.
-
Zum
Schalten, dass heißt
zum Schließen
einer Einzelkupplung, wird der zugeordnete Stellkolben auf seiner
den Rückstellfedern
abgewandten Seite mit einem Druckfluid beaufschlagt und axial gegen
die Kraft der Rückstellfedern
verschoben, wobei das Lamellenpaket zusammengedrückt und die Kupplung geschlossen
wird, so dass das eingeleitete Drehmoment auf den Kupplungsausgang übertragen wird.
Um die auf der Druckseite des Stellkolbens auftretenden drehzahlabhängigen Axialkräfte zu kompensieren,
wird der Druckausgleichsraum mit einem Ausgleichsfluidstrom befüllt, so
dass auf der der Druckseite des Stellkolbens abgewandten Seite desselben
ebenfalls drehzahlabhängige,
den zuvor genannten Axialkräften
entgegengesetzt wirkende und diese kompensierende Axialkräfte erzeugt
werden.
-
Um
die Lamellen des Lamellenpaketes zu kühlen, werden diese insbesondere
bei geschlossener Kupplung von einem Kühlfluidstrom durchströmt. Bei
geöffneter
Kupplung wird dieser Kühlfluidstrom durch
ein vom Stellkolben betätigtes
Ventil entweder ganz oder teilweise unterbrochen, um Schleppverluste
auszuschalten oder zu verringern. Für das Druckfluid zum Verstellen
des Stellkolbens, das Ausgleichsfluid zum Kompensieren der Axialkräfte und das
Kühlfluid
zum Kühlen
der Kupplungslamellen wird im allgemeinen das gleiche Fluid, beispielsweise ein Öl verwendet.
-
Durch
die
DE 198 30 951
A1 ist bereits eine als Doppelkupplung ausgebildete Lamellenkupplung mit
den im Oberbegriff des Anspruches 1 beschriebenen Merkmalen bekannt.
Dabei bilden der Ausgleichsfluidstrom und der Kühlfluidstrom weitgehend getrennte
Kreisläufe.
Die in den Ausgleichsraum mündenden
Fluidkanäle
(Querbohrungen) zum Zuführen
und zum Abführen
des Ausgleichsfluides sind jeweils an eine Zuleitung bzw. Ableitung
angeschlossen. Ebenso ist der in den das Lamellenpaket aufnehmenden
Raum mündende
Fluidkanal zum Zuführen
des Kühlfluides
an die Zuleitung angeschlossen; die Ableitung des Kühlfluides
erfolgt über
gesonderte Fluidkanäle
in das Kupplungsgehäuse.
-
Da
im Falle der oben genannten Druckschrift die Zuleitung für das Ausgleichsfluid
und das Kühlfluid
sowie die Ableitung für
das Ausgleichsfluid und außerdem
die Zuleitung für
das den Stellkolben beaufschlagende Druckfluid als Längsbohrungen
in der zentralen Antriebswelle ausgebildet sind, ergibt sich insgesamt
ein konstruktiv und herstellungstechnisch äußerst aufwendiges und damit
teures Bauteil.
-
Ein
weiterer Nachteil der bekannten Konstruktion wird darin gesehen,
dass das Ausgleichsfluid nach dem Durchströmen des Ausgleichsraumes über die
Ableitung wieder abgeleitet wird und deshalb für die Kühlung der Lamellen nicht zur
Verfügung steht.
Die für
den axialen Druckausgleich benötigte Fluidmenge
muss demnach zusätzlich
zu der für
die Kühlung
der Lamellen gebrauchten Fluidmenge vorgesehen und gefördert werden.
Dies bedeutet, dass entsprechend dimensionierte Fluid-Vorratsbehälter und
Fördereinrichtungen
vorgesehen werden müssen.
Es hat sich aber gezeigt, dass bei herkömmlichen Lamellenkupplungen
der im Oberbegriff des Anspruches 1 beschriebenen Art dennoch ein schnelles
Befüllen
des Ausgleichsraumes bei Inbetriebnahme der Kupplung nicht ausreichend
gewährleistet
ist.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine nasse Lamellenkupplung
der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art zu schaffen, die
gegenüber
der bekannten Lamellenkupplung konstruktiv und herstellungstechnisch
einfacher ist, die mit einer insgesamt geringeren Fluidmenge und
dementsprechend mit kleiner dimensionierten Vorratsbehältern und
Fördereinrichtungen
für das
Fluid auskommt, und bei der trotz der geringeren Gesamt-Fluidmenge ein
schnelles Befüllen
des Ausgleichsraumes bei Inbetriebnahme der Kupplung gewährleistet
ist.
-
Diese
Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die
im Anspruch 1 beschriebenen Merkmale gelöst.
-
Ein
Grundgedanke der vorliegenden Erfindung ist, die Kreisläufe des
Ausgleichsfluidstromes einerseits und des Kühlfluidstromes andererseits
zumindest für
die aktive Phase bei geschlossener Kupplung zu einem Fluidstrom
zusammenzufassen. Demnach wird das Fluid, welches zur Kühlung der Kupplungslamellen
benötigt
wird, zumindest bei geschlossener Kupplung zuerst für den Axialkraftausgleich
(Rotationsausgleich) zu verwendet.
-
Durch
die erfindungsgemäße Anordnung
ergeben sich folgende Vorteile:
Da das Ausgleichsfluid aus
dem Ausgleichsraum nicht über
eine Ableitung abgeleitet wird, kann diese Ableitung entfallen,
welches zu einer konstruktiven und fertigungstechnischen Vereinfachung
führt.
-
Weil
das Ausgleichsfluid nach dem Durchströmen des Ausgleichsraumes zu
den Kupplungslamellen geleitet wird, kann die gesamte Fluidmenge verringert
werden, womit auch die zugeordneten Vorratsbehälter und Fördereinrichtungen entsprechend kleiner
dimensioniert werden können.
-
Da
die zum Kühlen
der Kupplungslamellen benötigte
Fluidmenge auch für
das Befüllen
des Ausgleichsraumes zur Verfügung
steht, kann das Befüllen
des Ausgleichsraumes bei Inbetriebnahme der Kupplung in sehr kurzer
Zeit erfolgen.
-
Weil
das Ausgleichsfluid nach dem Durchströmen des Ausgleichsraumes nicht
abgeleitet sondern auf kürzestem
Weg den Kupplungslamellen zugeführt
wird, ergeben sich insgesamt kürzere
Förderwege
und damit geringere Strömungsverluste,
welches sich als Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades äußert.
-
Um
bei geöffneter
Kupplung Schleppverluste auszuschließen, ist grundsätzlich vorgesehen,
den Fluidstrom in den Ausgleichsraum beim Öffnen der Kupplung mittels
des durch den Stellkolben betätigten
Ventils zumindest teilweise abzuschalten. Um jedoch auch bei geöffneter
Kupplung eine Grund- oder Mindestschmierung
der Kupplungslamellen sicherzustellen, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die Fluidkanäle zum Zuführen des Ausgleichsfluidstromes
und des Kühlfluidstromes über eine
Passage mit einem verengten Querschnitt an die Fluidzuleitung angeschlossen sind. Über diese
Passage wird auch bei geöffneter Kupplung
eine bestimmte Mindestmenge des Fluides dem Ausgleichsraum und den
Lamellen zugeführt, welches
sich über
die Verbindung zwischen dem Fluidkanal zum Abführen des Ausgleichsfluidstromes und
dem Fluidkanal zum Zuführen
des Kühlfluidstromes
auf den Ausgleichsraum sowie den die Kupplungslamellen aufnehmenden
Raum verteilt.
-
Die
oben genannte Druckschrift zeigt eine verbreitete Bauweise für eine Lamellenkupplung,
bei der das Zylindergehäuse
eine die zentrale Antriebswelle koaxial umgebende Gehäusehülse bildet,
und wobei die Hülsenwände durchsetzende
Querbohrungen oder dergleichen Fluidkanäle zum Zu- und Abführen der
Fluidströme
bilden und über
in der zentralen Antriebswelle ausgebildete, jeweils zugeordnete Querbohrungen
mit den in der Antriebswelle ausgebildeten fluidführenden
Längsbohrungen
verbunden sind.
-
Bei
einer derartigen Lamellenkupplung ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass der Fluidkanal zum Abführen des Ausgleichsfluidstromes
und der Fluidkanal zum Zuführen
des Kühlfluidstromes
axial hintereinander ausgebildet sind, und dass an der Außenseite
der Antriebswelle im Bereich dieser Fluidkanäle eine diese überdeckende
und miteinander verbindende Längsnut
ausgebildet ist, in die eine Passage mit verengtem Querschnitt mündet.
-
Die
an der Außenseite
der zentralen Antriebswelle ausgebildete Längsnut ist herstellungstechnisch
sehr einfach zu realisieren. Im Gegensatz zu der Konstruktion gemäß der oben
genannten Druckschrift kann eine in der Antriebswelle ausgebildete
Ableitung für
das Ausgleichsfluid sowie eine diese mit dem Fluidkanal für das Abführen des
Ausgleichsfluides verbindende Querbohrung in dieser Antriebswelle
entfallen.
-
Der
Stellkolben (und gegebenenfalls die Ausgleichsscheibe) kann gemäß einer
konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung als Drehteil oder dergleichen
ausgebildet sein. Gemäß einer
weiteren konstruktiven Weiterbildung eines derartigen Stellkolbens
ist dann das Ventil zum Absperren des Fluidkanals zum Zuführen des
Ausgleichsfluidstromes durch einen am Stellkolben ausgebildeten,
zum Ausgleichsraum hin abstehenden, die Gehäusehülse umgebenden zentralen Ringstutzen
gebildet, dessen freies Ende bei der Off nungsstellung der Lamellenkupplung
den Fluidkanal zum Zuführen
des Ausgleichsfluidstromes abdeckt und bei der Schließstellung
freigibt. Der Ringstutzen bildet vorzugsweise einwärts von
seinem freien Ende an seiner Innenseite eine umlaufende Rinne, die über die
Ringstutzenwand durchsetzende Öffnungen
mit dem Ausgleichsraum in Verbindung steht. Bei durch das Ventil
freigegebenem Fluidkanal gelangt das Fluid über diesen Fluidkanal in die
umlaufende Rinne und über
die die Ringstutzenwand durchsetzenden Öffnungen in den Ausgleichsraum.
-
In
einer anderen konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung ist der
Stellkolben (und gegebenenfalls die Ausgleichsscheibe) als Blechziehteil ausgebildet.
In diesem Fall ist das Ventil zum Absperren des Fluidkanals zum
Zuführen
des Ausgleichsfluidstromes durch ein an der dem Ausgleichsraum zugewandten
Seite des Stellkolbens in Anlage gehaltenes, die Gehäusehülse manschettenartig
umgebendes Blechteil gebildet, welches bei der Öffnungsstellung der Kupplung
den Fluidkanal zum Zuführen
des Ausgleichsfluidstromes abdeckt und bei der Schließstellung
freigibt.
-
Wie
anhand eines Ausführungsbeispieles noch
genauer dargelegt wird, weist das Blechteil einen ersten, die Gehäusehülse umgebenden
Abschnitt auf, welcher die Ventilfunktion ausübt, ferner einen daran anschließenden zweiten,
im Durchmesser vergrößerten Abschnitt
und einen daran ausgebildeten, an dem Stellkolben anliegenden radialen Flansch,
wobei die Rückstellfeder
jeweils außen
an dem zweiten Abschnitt anliegt und durch diesen zentriert wird
sowie axial an dem Flansch anliegt. Auf diese Weise wird das Blechteil
durch die Rückstellfeder
in Anlage am Stellkolben gehalten.
-
Um
einen Stoß beim
Schalten, also beim Schließen
der Kupplung zu vermeiden, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass zwischen dem Stellkolben und dem
Lamellenpaket eine vorgespannte Wellfeder angeordnet ist, und dass
zwischen den vom Stellkolben beaufschlagten Lamellen (Außenlamellen)
jeweils Spreizfedern angeordnet sind. Die Spreizfedern sind so ausgelegt,
dass sie durch die vorgespannte Wellfeder nicht zusammengedrückt werden,
so dass die Kupplung trotz der auf das Lamellenpaket aufgebrachten
Vorspannkraft der Wellfeder offen bleibt. Durch diese Anordnung
wird bewirkt, dass das Kupplungsmoment in Abhängigkeit vom Weg des Stellkolbens
sanft und ohne Drucksprung aufgebaut wird.
-
Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Wellfeder über ihren
Außenrand
in einem die Außenlamellen
des Lamellenpaketes haltenden Außenlamellenträger zentriert.
Die Drehmitnahme der Wellfeder erfolgt mittels Reibung durch die vom
Stellkolben beaufschlagte Lamelle, an der die Wellfeder anliegt,
so dass eine Mitnahme durch den Außenlamellenträger über eine
Mitnahmeverzahnung nicht erforderlich ist.
-
Gemäß einer
Ausgestaltung der Erfindung sind der Stellkolben und/oder die Ausgleichsscheibe jeweils über in an
diesen ausgebildeten Ringnuten liegende Ringdichtungen gegenüber zugeordneten Gegenflächen abgedichtet.
Gemäß einer
anderen Ausgestaltung sind der Stellkolben und/oder die Ausgleichsscheibe
jeweils über
anvulkanisierte Dichtlippen gegenüber zugeordneten Gegenflächen abgedichtet.
-
Die
Rückstellfedern
können
grundsätzlich
jeweils durch mehrere über
den Umfang der Gehäusehülse verteilt
angeordnete Federn gebildet sein; vorzugsweise ist jedoch vorgesehen,
dass sie jeweils durch eine einzelne, die Gehäusehülse koaxial umgebende Feder
gebildet sind, wie anhand eines Ausführungsbeispieles noch dargelegt
wird.
-
Mehrere
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
-
Es
zeigen:
-
1 einen
Längsschnitt
durch eine Doppel-Lamellenkupplung, wobei die Stellkolben und die Ausgleichsscheiben
jeweils als Drehteile oder dergleichen (z.B. maschinenbearbeitete
Präzisionsgießteile)
ausgebildet sind, und
-
2 eine
Darstellung ähnlich
der 1, wobei die Stellkolben und die Ausgleichsscheiben
jeweils als Blechteile ausgebildet sind.
-
Die
in 1 dargestellte Doppel-Lamellenkupplung besteht
aus zwei getrennt ansteuerbaren Einzelkupplungen 2 und 4.
Sie umfasst eine beiden Einzelkupplungen gemeinsame zentrale Antriebswelle 6 und
ein dazu koaxial angeordnetes, mit dieser umlaufendes Zylindergehäuse 8.
In dem Zylindergehäuse 8 sind
zwei jeweils einer der Einzelkupplungen 2 bzw. 4 zugeordnete
Stellkolben 10 bzw. 12 axial verschiebbar angeordnet.
Mit den Stellkolben 10 bzw. 12 können die
jeweils zugeordneten Lamellenpakete 14 bzw. 16 mit
einer Kraft beaufschlagt werden, um die zugeordneten Einzelkupplungen 2 bzw. 4 zu
schließen.
Die Lamellenpakete 14 bzw. 16 bestehen jeweils
aus an einem gemeinsamen, mit dem Zylindergehäuse 8 umlaufenden
Außenlamellenträger 18 geführten Außenlamellen 20 bzw. 22,
und aus in den jeweiligen Einzelkupplungen 2 bzw. 4 zugeordneten
Innenlamellenträgern 24 bzw. 26 geführten Innenlamellen 28 bzw. 30.
-
Wenn
die Einzelkupplung 2 durch Verstellen des Stellkolbens 10 geschlossen
wird, dann wird der Innenlamellenträger 24 drehangetrieben
und treibt seinerseits ein Abtriebs-Zahnrad 32 an, an welchem eine
Ausgangsleistung abgenommen werden kann. Wenn die Einzelkupplung 4 geschlossen
wird, dann wird der Innenlamellenträger 26 drehangetrieben
und treibt seinerseits ein Abtriebs-Zahnrad 34 an, dessen Drehung über ein
Vorgelege 36 re versiert wird, so dass am Vorgelege 36 eine
zur Drehrichtung des Abtriebs-Zahnrades 32 entgegengesetzte
Drehrichtung anliegt.
-
Die
Stellkolben 10 bzw. 12 werden jeweils gegen die
Kraft von Rückstellfedern 38 bzw. 40 verstellt,
die sich gegen axial feststehende Ausgleichsscheiben 42 bzw. 44 abstützen. Zwischen
dem Stellkolben 10 und der Ausgleichsscheibe 42 einerseits sowie
zwischen dem Stellkolben 12 und der Ausgleichsscheibe 44 andererseits
ist jeweils ein fluiddichter Ausgleichsraum 46 bzw. 48 gebildet,
dessen Funktion nachfolgend am Beispiel der in 1 rechts dargestellten
Einzelkupplung 2 erläutert
wird.
-
Um
den Stellkolben 10 aus seiner einer geöffneten Kupplung entsprechenden
Stellung in die dargestellte, einer geschlossenen Kupplung entsprechende
Stellung zu verschieben, wird die der Rückstellfeder 38 abgewandte
Druckseite 50 des Stellkolbens 10 über eine
als Längsbohrung
in der Antriebswelle 6 ausgebildete Zuleitung 52,
eine damit in Verbindung stehende Querbohrung 54 und einen
damit in Verbindung stehenden schrägen Druckfluidkanal 56 mit
einem Druckfluid beaufschlagt.
-
Der
in dem Druckraum 58 aufgebaute Druck enthält einen
drehzahlabhängigen
Anteil, welcher ausgeglichen werden muss. Zu diesem Zweck wird der
Ausgleichsraum 46 über
eine Zuleitung 60 in der Antriebswelle 6 und einen
damit in Verbindung stehenden Fluidkanal 62 (der sich aus
mehreren hintereinander angeordneten Querbohrungen zusammensetzt)
mit einem Ausgleichsfluid versorgt, welches in dem Ausgleichsraum 46 einen
ebenfalls drehzahlabhängigen
Gegendruck aufbaut.
-
Wie
die 1 erkennen lässt,
ist am Stellkolben 10 ein zum Ausgleichsraum 46 hin
abstehender, die Gehäusehülse 9 umgebender
zentraler Ringstutzen 64 gebildet, dessen freies Ende 66 bei
der dargestellten Stellung des Stell kolbens 10 den Fluidkanal 62 freigibt.
Bei der in 1, linke Seite, dargestellten Stellung
des Stellkolbens 12, die der geöffneten Kupplung entspricht,
wird der entsprechende Fluidkanal 68 abgedeckt.
-
Der
Ringstutzen 64 bildet einwärts von seinem freien Ende 66 an
seiner Innenseite eine umlaufende Rinne 70, die über die
Ringstutzenwand durchsetzende Öffnungen 72 mit
dem Ausgleichsraum 46 in Verbindung steht.
-
Das
Ausgleichsfluid wird sodann über
einen Fluidkanal 74 bildende Querbohrungen aus dem Ausgleichsraum 46 abgeführt und über eine
an der Außenseite
der Antriebswelle 6 ausgebildete Längsnut 76 und einen
mit dieser in Verbindung stehenden, durch eine Querbohrung gebildeten
Fluidkanal 78 in den das Lamellenpaket 14 aufnehmenden
Raum 80 geleitet, in dem es die Lamellen des Lamellenpaketes 14 durchströmt und diese
kühlt. Über in dem
Außenlamellenträger 18 ausgebildete Öffnungen 82 gelangt
das Kühlfluid
in das Kupplungsgehäuse
zurück. Die
an der Außenseite
der Antriebswelle 6 ausgebildete Längsnut 76 ist so ausgebildet,
dass sie die beiden Fluidkanäle 74 und 78 überdeckt.
-
Bei
geöffneter
Kupplung ist der Fluidkanal 62 geschlossen. Um auch in
dieser Betriebsphase eine Grundversorgung sicherzustellen, wird über einen Fluidkanal-Abschnitt 75 mit
verengtem Querschnitt, über
die Längsnut 76 und
die Fluidkanäle 74 bzw. 78 eine
geringe Fluidmenge dem Ausgleichsraum 46 und dem Raum 80 und
damit den Lamellen zugeführt.
-
2 zeigt
ein Ausführungsbeispiel,
welches im wesentlichen dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
entspricht, so dass sich die folgende Beschreibung auf die Unterschiede
zwischen den beiden Ausgestaltungen beschränken kann.
-
Im
Gegensatz zur 1 sind die Stellkolben 110 und 112 sowie
die jeweils zugeordneten Ausgleichsscheiben 142 bzw. 144 nicht
als Drehteile oder dergleichen, sondern als tiefgezogene Blechteile
ausgeführt.
-
Das
Ventil zum Absperren des Fluidkanals 162 zum Zuführen des
Ausgleichsfluidstromes zum Ausgleichsraum 146 ist durch
ein an der dem Ausgleichsraum 146 zugewandten Seite des
Stellkolbens 110 in Anlage gehaltenes, die Gehäusehülse 109 manschettenartig
umgebendes Blechteil 164 gebildet, dessen freies Ende 166 bei
der in 2, untere Hälfte
dargestellten Stellung des Stellkolbens 110, die der geöffneten
Kupplung entspricht, den Fluidkanal abdeckt, bei der in 2,
obere Hälfte
dargestellten Stellung des Stellkolbens 110, die der geschlossenen
Kupplung entspricht, den Fluidkanal 162 jedoch freigibt,
so dass das Ausgleichsfluid in den Ausgleichsraum 146 strömen kann.
-
Das
Ausgleichsfluid wird sodann wie im Ausführungsbeispiel gemäß der 1 über den
Fluidkanal 174, die Längsnut 176 und
den Fluidkanal 178 dem Lamellenpaket 114 zugeführt. Ein
in die Längsnut 176 mündender,
an die Zuleitung 160 angeschlossener Fluidkanal-Abschnitt 175 mit
verengtem Querschnitt sorgt für
die Grundschmierung bei offener Kupplung.
-
Wie
die 2 weiter erkennen lässt, weist das Blechteil 164 außer dem
das freie Ende 166 bildenden ersten Abschnitt einen daran
anschließenden
Abschnitt 167 mit einem größeren Durchmesser auf, durch
den die Rückstellfeder 138 zentriert
wird. Am stellkolbenseitigen Ende dieses Abschnittes ist ein radialer
Flansch 165 ausgebildet, an welchem die Rückstellfeder 138 anliegt,
und der seinerseits am Stellkolben 110 anliegt. Auf diese
Weise wird das Blechteil 164 radial und axial in seiner
Stellung gehalten.
-
Es
wird nochmals auf die 1 Bezug genommen: Wie diese
erkennen lässt,
liegt der Stellkolben 10 nicht direkt an der diesem zugewandten
Außenlamelle 20 an.
Vielmehr ist zwischen dem Stellkolben 10 und der diesem
zugewandten Außenlamelle 20 eine
Wellfeder 84 vorgesehen, die über ihren Außenrand
im Außenlamellenträger 18 zentriert, im übrigen aber
lose angeordnet ist. Zwischen den Außenlamellen 20 sind
jeweils Spreizfedern 86 vorgesehen, welche die Außenlamellen 20 bei
geöffneter
Kupplung auf Abstand halten.
-
Die
Wellfeder 84 einerseits und die Spreizfedern 86 andererseits
sind so ausgelegt, dass bei der in 1, linke
Seite dargestellten, der geöffneten Kupplung
entsprechenden Stellung des Stellkolbens, hier des Stellkolbens 12,
die Wellfeder unter einer Vorspannung steht. Auf diese Weise wird
beim Schließen
der Kupplung die auf den Stellkolben wirkende Gegenkraft abhängig vom
Kolbenweg sanft aufgebaut. Die aus der Überlagerung der Federkennlinien
der Rückstellfeder,
der Spreizfedern und der Wellfeder sich ergebende resultierende
Federkennlinie hat im ersten Wegabschnitt des Stellkolbens einen
durch die Rückstellfeder
und die Spreizfedern bestimmten flachen Anstieg und im letzten Wegabschnitt
einen durch die Wellfeder bestimmten steileren Anstieg bis zu dem
Punkt, bei dem die Kupplung geschlossen ist.
-
Wie
die 1 weiter erkennen lässt, sind gemäß der 1 die
Stellkolben 10, 12 und die zugeordneten Ausgleichsscheiben 42, 44 jeweils über in Ringnuten
liegende Ringdichtungen (z.B. Ringdichtung 88) gegen die
zugeordneten Gegenflächen
abgedichtet. Im Ausführungsbeispiel
gemäß der 2 sind
die Stellkolben 110, 112 und die zugeordneten Ausgleichsscheiben 142, 144 über anvulkanisierte Dichtlippen
(beispielsweise Dichtlippe 90) gegen zugeordnete Gegenflächen abgedichtet.
-
Wie 1 außerdem zeigt,
sind die Rückstellfedern 38 bzw. 40 jeweils
als zur Antriebswelle 6 konzentrische Schraubenfedern ausgebildet.
-
- 2
- Einzelkupplung
- 4
- Einzelkupplung
- 6
- Antriebswelle
- 8
- Zylindergehäuse
- 9
- Gehäusehülse
- 10
- Stellkolben
- 12
- Stellkolben
- 14
- Lamellenpaket
- 16
- Lamellenpaket
- 18
- Außenlamellenträger
- 20
- Außenlamelle
- 22
- Außenlamelle
- 24
- Innenlamellenträger
- 26
- Innenlamellenträger
- 28
- Innenlamelle
- 30
- Innenlamelle
- 32
- Abtriebs-Zahnrad
- 34
- Abtriebs-Zahnrad
- 36
- Vorgelege
- 38
- Rückstellfeder
- 40
- Rückstellfeder
- 42
- Ausgleichsscheibe
- 44
- Ausgleichsscheibe
- 46
- Ausgleichsraum
- 48
- Ausgleichsraum
- 50
- Druckseite
- 52
- Zuleitung
- 54
- Querbohrung
- 56
- Druckfluidkanal
- 58
- Druckraum
- 60
- Zuleitung
- 62
- Fluidkanal
- 64
- Ringstutzen
- 66
- Ende
- 68
- Fluidkanal
- 70
- Rinne
- 72
- Öffnung
- 74
- Fluidkanal
- 75
- Fluidkanal-Abschnitt
mit verengtem Querschnitt
- 76
- Längsnut
- 78
- Fluidkanal
- 80
- Raum
- 82
- Öffnung
- 84
- Wellfeder
- 86
- Spreizfeder
- 88
- Ringdichtung
- 90
- Dichtlippe
- 109
- Gehäusehülse
- 110
- Stellkolben
- 112
- Stellkolben
- 114
- Lamellenpaket
- 138
- Rückstellfeder
- 142
- Ausgleichsscheibe
- 144
- Ausgleichsscheibe
- 146
- Ausgleichsraum
- 160
- Zuleitung
- 162
- Fluidkanal
- 164
- Blechteil
- 165
- radialer
Flansch
- 166
- Ende
- 167
- Abschnitt
mit vergrößertem Durchmesser
- 174
- Fluidkanal
- 175
- Fluidkanal-Abschnitt
mit verengtem Querschnitt
- 176
- Längsnut
- 178
- Fluidkanal