DE102004047154A1 - Niveauregulierungseinrichtung für ein Fahrzeug - Google Patents
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Abstract
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Niveauregulierungseinrichtung
für Fahrzeuge,
bei der die Nulllage von Dämpfern
zwischen dem Fahrzeugaufbau und dem Fahrwerk des Fahrwerks über eine
Steuereinrichtung gesteuert wird.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der Dämpfer als aktiver Dämpfer (13) ausgebildet ist und ein rheologisch arbeitender Dämpfer (13) ist. Die Vorgabe eines Sollwertes für die Nulllage des Dämpfers (13) erfolgt in einer Steuereinrichtung (18) in Abhängigkeit einer die Dynamik des Fahrzeugs beschreibenden Größe.
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass der Dämpfer als aktiver Dämpfer (13) ausgebildet ist und ein rheologisch arbeitender Dämpfer (13) ist. Die Vorgabe eines Sollwertes für die Nulllage des Dämpfers (13) erfolgt in einer Steuereinrichtung (18) in Abhängigkeit einer die Dynamik des Fahrzeugs beschreibenden Größe.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Niveauregulierungseinrichtung für ein Fahrzeug. Es ist bekannt bei Fahrzeugen, insbesondere an der Hinterachse Niveauregulierungseinrichtungen vorzusehen, bei denen die Nulllage eines Dämpfers, insbesondere eines hydraulischen Dämpfers beeinflusst wird, dass sich das Fahrzeug in einer vorgegebenen Lage befindet. Dabei wird die Nulllage des Fahrzeuges insbesondere im Sinne des Erzeugens einer bestimmten Lage des Fahrzeugs über der Fahrbahn, insbesondere abhängig von der Beladung des Fahrzeugs gesteuert.
- Darüber hinaus ist es bekannt, aktive Dämpfer in Fahrzeugen zu verwenden, um während des Fahrbetriebs eine fahrdynamisch günstige Nulllage des Fahrzeugs zu ermitteln und zu erzeugen. Eine solche fahrdynamisch günstige Nulllage des Fahrzeugs ist beispielsweise dann gegeben, wenn in Kurvenfahrt ein entsprechendes Kurvenwanken kompensiert wird. Auch hierzu ist es bekannt, hydraulische Dämpfersysteme heranzuziehen, wobei derartige hydraulische Dämpfersystem zumeist in einem Kolben bestehen, welcher im Hinblick auf Zug und Druck Öl aus Kammern verdrängt und diese in Speicher hinausbefördert. Dabei kann die Nulllage und das Bewegungsverhalten des hydraulischen Dämpfers dadurch gesteuert werden, dass die Menge des Hydrauliköls, welche aus einer der Kammern hinaus in den Speicher, welcher drucklos ist, oder mit einem Solldruck beaufschlagt ist, durch Öffnen und Schließen geeigneter Ventile gesteuert wird.
- Eine derartige Ausbildung mit einem Speicher für Hydrauliköl ist aufwändig. Darüber hinaus ist die Ansteuerung von Ventilen, insbesondere für Dämpfer mit mehrfachen Kammern von Hydrauliköl aufwändig.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine aktive Steuerung der Lage des Fahrzeugs gegenüber der Fahrbahn zu ermöglichen, welche möglichst einfach gestaltet ist und möglichst wenige bewegliche Bauteile enthält.
- Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch eine Niveauregulierungseinrichtung gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst.
- Eine erfindungsgemäße Niveauregulierungseinrichtung für Fahrzeuge umfasst einen Fahrzeugaufbau, welcher über Dämpfer an einem auf der Fahrbahn aufstehenden Fahrwerk erhalten ist, wenigstens einen aktiven Dämpfer mit steuerbarer Nulllage und einem dem Dämpfer zugeordneten Niveausensor zum Erfassen der relativen Lage des Fahrzeugsaufbaus zur Fahrbahn, wobei der aktive Dämpfer mittels einer zugeordneten Steuereinrichtung im Sinne des Erzeugens eines vorgegebenen Sollwertes für die steuerbare Nulllage ansteuerbar ist. Hierbei ist der Dämpfer als Öl beinhaltender hydraulischer Dämpfer ausgebildet. Es ist insbesondere vorgesehen, dass aktive Dämpfer rheologisch arbeitende Dämpfer sind und die Vorgabe des Sollwertes in der Steuereinrichtung in Abhängigkeit wenigstens einer die Dynamik des Fahrzeugs beschreibenden Größe erfolgt.
- Rheologisch arbeitende Dämpfer sind Dämpfer, deren Dämpfungsflüssigkeit in ihrer Viskosität beeinflusst wird, wobei die Viskosität in Abhängigkeit eines von einem Elektromagneten erzeugten Feld beeinflussbar ist. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Nulllage eines solchen rheologisch arbeitenden Dämpfers in Abhängigkeit wenigstens einer die Dynamik des Fahrzeuges beschreibenden Größe, beispielsweise die Längs- oder Querbeschleunigung oder die Gierrate des Fahrzeuges, festgelegt wird. Dies kann insbesondere für jeden der aktiven Dämpfer des Fahrzeugs, wobei insbesondere für jedes Fahrzeug wenigstens ein rheologisch arbeitender Dämpfer vorgesehen ist, gesondert erfolgen. Eine Zielgröße kann sein, die Nulllage der einzelnen Dämpfer so zu bestimmen, dass auch bei einem aktuellen Fahrzustand mit unterschiedlichen Lastmomenten auf den Dämpfern eine ebene Lage des Fahrzeuges bezüglich der Fahrbahn gegeben ist. Auch ein aktives Kippen des Fahrzeugaufbaus auf die kurveninnere Seite einer durchfahrenen Kurve ist möglich. Einrichtungen zur fahrdynamisch günstigen Berechnung der Lage des Fahrzeugaufbaus gegenüber der Fahrbahn in Abhängigkeit des aktuellen Fahrzustands sind dabei in unterschiedlichen Formen bekannt.
- Durch die Verwendung eines rheologisch arbeitenden Dämpfers in diesem Bereich wird die Anzahl der bewegten Teile und die Ansteuerung einer Dämpfung in diesem Bereich vereinfacht.
- Gemäß bevorzugter Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, dass der rheologische Dämpfer so ausgebildet ist, dass das Öl direkt zwischen den beiden Kammern des Dämpfers strömt. Es findet also eine direkte Überströmung einer Flusspassage statt, so dass ein direkter Niveauausgleich damit erreicht werden kann, indem die Arbeitsbewegungen des Dämpfers auch zum Pumpen der Hydraulikflüssigkeit zwischen den Arbeitskammern des Hydraulikzylinders genutzt wird.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Elektromagnet zum Steuern des Dämpfungsverhaltens vorgesehen ist, wobei der Elektromagnet durch eine Steuereinrichtung angesteuert wird. Durch den Elektromagneten kann die rheologische Fähigkeit des Dämpfungsöls genutzt werden, um die Durchlässigkeit einer Durchflusspassage so zu verändern, dass aufgrund der veränderten Viskosität bei gleicher Belastung unterschiedliche Durchflussmengen an Hydrauliköl durch diese Passage durchströmen können. Dabei wird der Elektromagnet vorzugsweise direkt durch die Steuereinrichtung für die Niveauregulierung angesteuert. Durch entsprechendes Ansteuern ist die Größe des magnetischen Feldes des Elektromagneten und damit auch die Durchlässigkeit der Durchflussöffnung steuerbar.
- Gemäß bevorzugter Ausgestaltung ist der Elektromagnet im Bereich des Kolbens des rheologischen Dämpfers angeordnet, der Kolben weist eine Durchströmöffnung für das Öl auf. Durch diese Maßnahme kann das Hydrauliköl unmittelbar durch den Kolben durchströmen und somit sind keine aufwändigen Überströmwege und andere eventuell aufwändige Leitungen erforderlich.
- Gemäß besonders bevorzugter Ausgestaltung ist eine derartige Niveauregulierungseinrichtung so ausgebildet, dass jeder der Achsen des Fahrzeugs, vorzugsweise jedem der Räder des Fahrzeugs ein solcher Dämpfer zugeordnet ist, so dass die Lage des Fahrzeugsaufbaus während der Fahrt in allen Richtungen steuerbar ist.
- Im Übrigen ist die Erfindung anhand des in der einzigen Figur gezeigten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt die einzige Figur in schematischer Darstellung eine Niveauregulierungseinrichtung
10 welche den Fahrzeugaufbau11 auf dem Rad12 des Fahrwerks abstützt. Dabei ist zwi schen dem Fahrzeugaufbau11 und dem Rad12 der Dämpfer13 angeordnet. Dieser Dämpfer13 ist als hydraulischer Dämpfer ausgebildet, der zwei Arbeitskammern aufweist, welche von einem Kolben14 voneinander getrennt werden. Durch die Lastspiele wird Dämpferöl aus einer der beiden Kammern13a ,13b verdrängt und strömt über die Verbindungsleitung15 , die beispielsweise auch im Kolben14 selbst ausgebildet sein kann, in die andere der Kammern13b ,13a . Dabei befindet sich in dem Dämpfer ein rheologisches Öl, dessen Viskosität durch elektromagnetische Felder beeinflussbar ist. Die Nulllage des Dämpfers13 wird dabei über den Sensor16 erfasst und ein entsprechendes Signal der Steuereinrichtung18 zugeführt. Über die Steuereinrichtung18 wird der Elektromagnet19 angesteuert, welcher die Verbindungsleitung15 zwischen den beiden Kammern13a ,13b des Dämpfers13 miteinander verbindet. Anhand der Bewegung des Rades12 über die Fahrbahn17 führt der Kolben14 im Dämpfer13 Hubbewegungen aus und dadurch wird Öl von der einen Kammer13a in die andere Kammer13b durch die Verbindungsleitung15 hindurch verdrängt bzw. umgekehrt. Durch entsprechendes Ansteuern des Elektromagneten19 durch die Steuereinrichtung18 wird dabei die durchströmende Menge Öl durch entsprechendes Anpassen ihrer Viskosität und damit durch gezieltes Steuern des Strömungswiderstandes beeinflusst, so dass sich die gewünschte Nulllage oder mittlere Lage des Kolbens14 im Dämpfer einstellt.
Claims (5)
- Niveauregulierungseinrichtung (
10 ) für ein Fahrzeug, mit – einem Fahrzeugaufbau (11 ) der über Dämpfer (13 ) an einem auf der Fahrbahn aufstehenden Fahrwerk gehalten ist, – wenigstens einem aktiven Dämpfer (13 ) mit steuerbarer Nulllage und einem dem Dämpfer (13 ) zugeordneten Niveausensor (16 ) zum Erfassen der relativen Lage des Fahrzeugaufbaus zur Fahrbahn (17 ), – wobei aktive Dämpfer (13 ) mittels einer zugeordneten Steuereinrichtung (18 ) im Sinne des Erzeugens eines vorgegebenen Sollwertes für die steuerbare Nulllage ansteuerbar ist, wozu der Dämpfer (13 ) als ein Öl beinhaltender hydraulischer Dämpfer (13 ) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass – der aktive Dämpfer (13 ) ein rheologisch arbeitender Dämpfer (13 ) ist und dass – die Vorgabe des Sollwertes in der Steuereinrichtung (18 ) in Abhängigkeit wenigstens einer die Dynamik des Fahrzeugs beschreibenden Größe erfolgt. - Niveauregulierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rheologische Dämpfer (
13 ) so ausgebildet ist, dass das Öl direkt zwischen den beiden Kammern (13a ,13b ) des Dämpfers (13 ) strömt. - Niveauregulierungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer (
13 ) einen Elektromagneten (19 ) zum Steuern des Dämpfungsverhaltens aufweist, wobei der Elektromagnet (19 ) durch die Steuereinrichtung (18 ) angesteuert wird. - Niveauregulierungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet (
19 ) im Bereich des Kolbens des rheologischen Dämpfers angeordnet ist, wobei der Kolben insbesondere eine Durchströmöffnung für das Öl aufweist. - Niveauregulierungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrwerk eine Anzahl von Rädern (
12 ) aufweist, welche Fahrzeugachsen zugeordnet sind, wobei wenigstens für jede Fahrzeugachse wenigstens ein rheologischer Dämpfer und ein Niveausensor vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200410047154 DE102004047154B4 (de) | 2004-09-29 | 2004-09-29 | Niveauregulierungseinrichtung für ein Fahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE200410047154 DE102004047154B4 (de) | 2004-09-29 | 2004-09-29 | Niveauregulierungseinrichtung für ein Fahrzeug |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102004047154A1 true DE102004047154A1 (de) | 2006-04-13 |
| DE102004047154B4 DE102004047154B4 (de) | 2008-12-11 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200410047154 Expired - Fee Related DE102004047154B4 (de) | 2004-09-29 | 2004-09-29 | Niveauregulierungseinrichtung für ein Fahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102004047154B4 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010055830A1 (de) * | 2010-12-23 | 2012-06-28 | Dt Swiss Ag | Fahrwerksteuerung für ein Fahrrad |
| IT201900002819A1 (it) * | 2019-02-28 | 2020-08-28 | Aurelio Bottalico | Sistema elettromagnetico per il controllo dinamico dei veicoli |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3443183A1 (de) * | 1984-11-27 | 1986-05-28 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Verfahren und vorrichtung zum steuern der daempferhaerte eines stossdaempfers fuer fahrzeuge |
| DE19858417A1 (de) * | 1998-12-17 | 2000-06-21 | Bayerische Motoren Werke Ag | Stabilisatoreinrichtung für ein Fahrzeug |
-
2004
- 2004-09-29 DE DE200410047154 patent/DE102004047154B4/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE102004047154B4 (de) | 2008-12-11 |
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