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DE102004046891A1 - Gasgenerator und Anzündeinheit eines solchen Gasgenerators - Google Patents

Gasgenerator und Anzündeinheit eines solchen Gasgenerators Download PDF

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DE102004046891A1
DE102004046891A1 DE200410046891 DE102004046891A DE102004046891A1 DE 102004046891 A1 DE102004046891 A1 DE 102004046891A1 DE 200410046891 DE200410046891 DE 200410046891 DE 102004046891 A DE102004046891 A DE 102004046891A DE 102004046891 A1 DE102004046891 A1 DE 102004046891A1
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DE
Germany
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gas generator
housing
ignition unit
generator according
ignition
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200410046891
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English (en)
Inventor
Helmut Dipl.-Chem. Schmid
Peter Scholz
Norbert Dr. Eisenreich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Original Assignee
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
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Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Es wird ein Gasgenerator vorgeschlagen, welcher mit einem Gehäuse mit wenigstens einer Brennkammer zur Aufnahme eines pyrotechnischen Satzes und mit wenigstens einer mit dem pyrotechnischen Satz wirkverbundenen Anzündeinheit ausgestattet ist. Um für eine einfache und kostengünstige Herstellung des Gasgenerators zu sorgen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Anzündeinheit ein separates, in das Gehäuse des Gasgenerators einsetzbares Gehäuse aufweist. Letzteres kann vorzugsweise sowohl ein Zündelement (Squib) als auch eine Verstärkerladung (Booster) aufnehmen. Der erfindungsgemäß ausgebildete Gasgenerator weist einen modularen Aufbau auf und ermöglicht somit eine schnelle Endmontage des Gasgenerators, insbesondere auch für die Massenproduktion. Die Erfindung betrifft ferner eine separate Anzündeinheit eines solchen Gasgenerators.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Gasgenerator mit einem Gehäuse mit wenigstens einer Brennkammer zur Aufnahme eines pyrotechnischen Satzes und mit wenigstens einer mit dem pyrotechnischen Satz wirkverbundenen Anzündeinheit. Sie ist ferner auf eine Anzündeinheit eines solchen Gasgenerators gerichtet.
  • Derartige Gasgeneratoren sind bekannt und finden insbesondere in der Automobilindustrie, z.B. zur Auslösung von Gaskissen (Airbags) oder zum Straffen der Sicherheitsgurte im Kollisionsfall, verbreitet Verwendung. Sie lassen sich ferner beispielsweise zum Schutz von Objekten einsetzen, indem das beim Abbrand des pyrotechnischen Satzes entstehende Gas in eine kollabierte Hülle unter Expansion derselben eingeleitet wird, so daß die aufgeblasene Hülle zumindest vorübergehend eine Barriere bildet (WO 03/029580 A1). Überdies kommen Gasgeneratoren z.B. in Aerosol-Erzeugern für Feuerlöscher oder Antriebsmodulen von Raumflugkörpern, wie Raketen, zum Einsatz.
  • Bei der Herstellung des Gasgenerators muß im Rahmen der Endmontage die Brennkammer des Gehäuses des Gasgenerators mit dem pyrotechnischen Satz befüllt und die Anzündeinheit mit dem in der Brennkammer aufgenommenen pyrotechnischen Satz in Kontakt gebracht werden, so daß es beim Auslösen der Anzündeinheit zu einem in der Regel schnellen Abbrand des pyrotechnischen Satzes kommt. Der automatisierte Einbau der Anzündeinheit in das Gehäuse des Gasgenerators ist in der Regel kompliziert und umfaßt sowohl die Montage der Anzündeinheit ("Squib") selbst als auch die Integration einer Verstärkerladung ("Booster") sowie die hermetische Versiegelung der genannten Einheit. In Ergänzung hierzu ist die Befüllung mit dem pyrotechnischen Satz, gegebenenfalls die Integration eines Filters sowie die Versiegelung und der Verschluß des Gehäuses des Gasgenerators vorzunehmen. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, daß einerseits ein unzeitiges Auslösen der Anzündeinheit aus Sicherheitsgründen unbedingt vermieden, andererseits eine zuverlässige Zündung des pyrotechnischen Satzes im Bedarfsfall sichergestellt werden muß. Umfaßt die Anzündeinheit ("Squib") nur ein Zündelement, so muß dieses in geeigneter Weise mit dem pyrotechnischen Satz in Wirkverbindung gebracht werden. Weist die Anzündeinheit sowohl ein Zündelement als auch eine Verstärkerladung ("Booster") auf, so muß die Verstärkerladung einerseits in eine entsprechende Kammer des Gasgenerators eingegeben werden, wobei die Verstärkerladung so angeordnet werden muß, daß beim Abbrand derselben der Abbrand des eigentlichen pyrotechnischen Satzes des Gasgenerators initiiert wird. Ferner muß das Zündelement wiederum in geeigneter Weise mit der Verstärkerladung in Wirkverbindung gebracht werden, um für eine zuverlässige Zündung derselben zu sorgen, zugleich jedoch eine unzeitige Zündung der Verstärkerladung und somit des gesamten pyrotechnischen Satzes zu verhindern.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Gasgenerator der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß er eine einfache und kostengünstige Endmontage gewährleistet. Sie ist ferner auf eine Anzündeinheit eines solchen Gasgenerators gerichtet.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Gasgenerator der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Anzündeinheit ein separates, in das Gehäuse des Gasgenerators einsetzbares Gehäuse aufweist.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Anzündeinheit des Gasgenerators mit einem separaten, in das Gehäuse des Gasgenerators einsetzbaren Gehäuse weist der Gasgenerator einen modularen Aufbau auf und ermöglicht somit eine einfache und schnelle Endmontage des Gasgenerators, insbesondere auch für die Massenproduktion. Hierzu muß lediglich die Brennkammer des Gasgenerators mit einem entsprechenden pyrotechnischen Satz befüllt, zuvor (oder gegebenenfalls auch anschließend) die fertig vormontierte Anzündeinheit in das Gasgeneratorgehäuse eingesetzt und letzteres sodann verschlossen werden. Da das separate Gehäuse der Anzündeinheit in das Gasgeneratorgehäuse einsetzbar ist, ergibt sich automatisch die für eine einwandfreie Zündung des pyrotechnischen Satzes erforderliche Anordnung der genannten, im montierten Zustand miteinander wirkverbundenen Bauteile relativ zueinander. Ferner ist ein Transport (z.B. vom Herstellungsort des Gasgenerators zu einer Fertigungsanlage für Kraftfahrzeuge) des Gasgenerators und der separaten Anzündeinheit getrennt voneinander möglich, so daß ein unzeitiges Auslösen des Gasgenerators zuverlässig vermieden wird, solange der Gasgenerator noch nicht von außen unzugänglich an dem hierfür vorgesehenen Ort (z.B. in ein Kraftfahrzeug) eingebaut worden ist. Folglich wird eine vorteilhafte Arbeitsteilung dahingehend ermöglicht, daß der Hersteller der Anzündeinheit ("Squib") in die Lage versetzt wird, die komplette, versiegelte Anzündeinheit vorzufertigen und an den Generatorhersteller auszuliefern. Bei letzterem ergeben sich Einsparungen bezüglich der Investitionen für die automatisierte Fertigungsstraße und – aufgrund der Vereinfachung des Produktionsprozesses – bezüglich der Produktionskosten. Zudem ergibt sich, wie bereits angedeutet, eine erhöhte Sicherheit infolge einer Absenkung des Unfallrisikos. Die Herstellung des eigentlichen Gasgenerators wird somit folgendermaßen vereinfacht:
    • – Einsetzen der fertigen Anzündeinheit in das Gehäuse;
    • – Befüllung des Gehäuses mit dem/den pyrotechnischen Satz/Sätzen;
    • – gegebenenfalls Integration eines Filterelementes (siehe weiter unten); und
    • – hermetische Versiegelung und mechanischer Verschluß des Generators.
  • Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Gasgenerators ist insbesondere für den Fall günstig, wenn das Gehäuse der Anzündeinheit sowohl wenigstens ein Zündelement ("Squib") als auch wenigstens eine Verstärkerladung ("Booster") aufnimmt. Weist die Anzündeinheit sowohl ein Zündelement als auch eine Verstärkerladung ("Booster") auf, so kann – wie oben erwähnt – die Verstärkerladung bereits vor der Endmontage des Gasgenerators in eine entsprechende Kammer des separaten Gehäuses der Anzündeinheit eingegeben und mit der Verstärkerladung in Wirkverbindung gebracht werden. Die die Verstärkerladung aufnehmende Kammer des Gehäuses der Anzündeinheit kann sodann z.B. mittels einer Membran, z.B. einer Metallfolie, verschlossen werden.
  • Um für eine besonders einfache und schnelle Befestigung des Gehäuses der Anzündeinheit in dem Gehäuse des Gasgenerators in der hierfür vorgesehenen Position zu sorgen, ist in bevorzugter Ausführung vorgesehen, daß das Gehäuse der Anzündeinheit eine Halteeinrichtung aufweist, an welcher es an einer hierzu komplementären Halteeinrichtung am Gehäuse des Gasgenerators gehalten ist. Hierdurch ist die für eine sichere Zündung des pyrotechnischen Satzes des Gasgenerators erforderliche Wirkverbindung sichergestellt.
  • In Weiterbildung ist vorgesehen, daß das Gehäuse des Gasgenerators mehrere Gehäuseteile aufweist, welche unter Aufnahme der Anzündeinheit lösbar aneinander fixierbar sind. Auf diese Weise ergibt sich eine einwandfreie Rezyklierbarkeit des Gasgenerators, indem dieser demontiert, die Brennkammer – mit den Zersetzungsprodukten des abgebrannten pyrotechnischen Satzes oder auch mit dem nicht umgesetzten pyrotechnischen Satz – entleert und mit einem frischen pyrotechnischen Satz befüllt und der Gasgenerator sodann unter Einsatz der Anzündeinheit wieder montiert wird. Die Verbindung der Gehäuseteile des Gasgenerators mit der in das Gehäuse eingesetzten Anzündeinheit untereinander kann beispielsweise mittels Schrauben geschehen, wobei die Verschraubung zweckmäßig derart ausgeführt sein kann, daß ein unzeitiges Öffnen des Gehäuses und somit Manipulationen an dem Gasgenerator erkennbar sind, was z.B. durch eine Versiegelung des Schrauben gewährleistet sein kann.
  • Das Gehäuse des Gasgenerators kann je nach Anwendungszweck ein, zwei oder auch mehrere räumlich voneinander getrennte Brennkammern zur Aufnahme von einem oder mehreren pyrotechnischen Sätzen aufweisen, um die Wirksamkeit des Gasgenerators variieren zu können. Weist der Gasgenerator zwei oder mehrere Brennkammern auf, so können diese entweder zugleich oder zeitversetzt bzw. stufenweise gezündet bzw. mit pyro technischen Sätzen gleicher oder unterschiedlicher Zusammensetzung, Masse und/oder Formgebung bestückt werden. In jedem Fall ist eine Variation des Freisetzverhaltens der beim Abbrand der verschiedenen pyrotechnischen Sätze erzeugten Gase möglich, wobei insbesondere die sich ergebende Umsetzungsgeschwindigkeit insgesamt an den jeweiligen Anwendungsfall angepaßt werden kann.
  • Die Brennkammern können mit einer gemeinsamen Anzündeinheit in Wirkverbindung stehen, sofern ein gemeinsames Auslösen der in den Brennkammern untergebrachten pyrotechnischen Sätze erwünscht ist.
  • Stattdessen kann jede Brennkammer auch mit einer separaten Anzündeinheit in Wirkverbindung stehen, um ein getrenntes Auslösen der in den Brennkammern untergebrachten pyrotechnischen Sätze, z.B. in einem gewissen zeitlichen Abstand, zu ermöglichen. In diesem Fall sind die Anzündeinheiten vorzugsweise in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht, so daß sie anläßlich der Endmontage des Gasgenerators gemeinsam in das Gehäuse eingesetzt werden können. Insbesondere bei einem mit zwei oder mehreren Brennkammern ausgestatteten Gasgenerator stellt die Erfindung eine erheblich einfachere und schnellere Endmontage des Gasgenerators sicher, wobei insbesondere die erforderlichen Anzündeinheiten ("Squibs") einschließlich Verstärkerladung(en) ("Booster") zu einer einzigen Einheit zusammengefaßt werden können, die in einem einzigen Montageschritt in das Gehäuse des Gasgenerators integriert wird.
  • Ist der Gasgenerator mit mehreren Brennkammern ausgestattet, so ist/sind das/die Gehäuse der Anzündeinheit (en) bevorzugt an einer die Brennkammern zumindest teilweise distanzierenden Wandung des Gehäuses festlegbar, wobei das Gehäuse der Anzündeinheit (en) beispielsweise zumindest ei nen Teil einer zwischen den Brennkammern angeordneten Wandung bilden kann.
  • Die Brennkammern des Gasgenerators können beispielsweise übereinander oder auch nebeneinander angeordnet sein.
  • Um beim Abbrand des pyrotechnischen Satzes einen Austrag von Partikeln aus der Brennkammer des Gasgenerators zu vermeiden, kann vorzugsweise ein Filterelement vorgesehen sein, welches um die Gasaustrittsöffnungen des Gehäuses des Gasgenerators angeordnet ist, diese z.B. im wesentlichen vollständig abdeckt. Das Filterelement kann in vorteilhafter Ausgestaltung von einem Keramikschaumfilter gebildet sein. Der Vorteil eines solchen Keramikschaumfilters liegt einerseits in seiner kostengünstigen Herstellbarkeit, andererseits läßt sich die Porengröße eines solchen Keramikschaumfilters unter anderem durch die Art und Menge des bei der Herstellung desselben eingesetzten Treibmittels auf einfache Weise steuern.
  • Das Filterelement kann im wesentlichen ringförmig und in eine Aufnahme des Gehäuses des Gasgenerators einsetzbar sein, welche die Gasaustrittsöffnungen des Gehäuses umgibt. An ihrer den Gasaustrittsöffnungen des Gasgeneratorgehäuses entgegengesetzten Seite ist die Aufnahme ihrerseits mit Gasaustrittsöffnungen für das beim Abbrand des pyrotechnischen Satzes erzeugte Gas nach dem Durchgang durch das Filter ausgestattet, wobei die an entgegengesetzten Seiten des Filters vorgesehen Öffnungen versetzt zueinander angeordnet sein können, um für eine Umleitung des freigesetzten Gases bei der Passage des Filters und somit für ein einwandfreies Filtern desselben zu sorgen.
  • In bevorzugter Ausführung ist insbesondere aus fertigungstechnischen Gründen und aus Gewichtsgründen vorgesehen, daß zumindest das Gehäuse der Anzündeinheit aus wenigstens einem Polymer besteht, wobei selbstverständlich auch das Gasgeneratorgehäuse bzw. ein oder mehrere Gehäuseteile desselben aus einem Polymer bestehen können. Neben duroplastischen Polymere kommen insbesondere auch thermoplastische Polymere in Betracht, wobei festgestellt worden ist, daß sich thermoplastische Polymere trotz der beim Abbrand des pyrotechnischen Satzes kurzzeitig entstehenden, sehr hohen Temperaturen hervorragend als Werkstoff für Komponenten von Gasgeneratoren eignen. Der Grund hierfür liegt in der nur sehr kurzen Einwirkungsdauer der beim Abbrand des pyrotechnischen Satzes entstehenden hohen thermischen Energie, so daß ein Schmelzen des thermoplastischen Polymers ausgeschlossen werden kann.
  • Um für eine hohe Druckfestigkeit zu sorgen, kann das Polymer, aus welchem das Gehäuse gefertigt ist, eine Faserverstärkung aufweisen. Während grundsätzlich praktisch sämtliche Polymere in Betracht kommen, welche bezüglich des jeweils verwendeten, mit ihnen in Kontakt stehenden pyrotechnischen Satzes weitestgehend inert sind, hat sich als geeigneter Werkstoff insbesondere ein Polymer aus der Gruppe der Polyacetale (POM) bewährt. Solche Polymere sind einerseits sehr kostengünstig kommerziell erhältlich und weisen andererseits einwandfreie Werkstoffeigenschaften, insbesondere eine sehr hohe Festigkeit, auf.
  • Im übrigen betrifft die Erfindung auch eine Anzündeinheit eines Gasgenerators der vorgenannten Art, welche ein separates, in das Gehäuse des Gasgenerators einsetzbares Gehäuse aufweist.
  • Nachstehend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 eine Draufsicht auf ein Bodenteil eines Gehäuses eines Gasgenerators von oben;
  • 2 einen Querschnitt durch das Bodenteil gemäß 1 entlang der Linie A-B-C;
  • 3 einen Querschnitt durch das Bodenteil gemäß 1 entlang der Linie A-B-A;
  • 4 eine Draufsicht auf einen an dem Bodenteil gemäß 1 bis 3 montierbaren Gehäusering des Gasgenerators;
  • 5 eine Seitenansicht des Gehäuserings gemäß 4;
  • 6 Eine Draufsicht auf ein an dem Gehäusering gemäß 4 und 5 an der entgegengesetzten Seite des Bodenteils gemäß 1 bis 3 montierbaren Dekkelteil des Gasgenerators von unten;
  • 7 einen Querschnitt durch das Deckelteil gemäß 6 entlang der Linie A-B-C;
  • 8 einen Querschnitt durch das Deckelteil gemäß 6 entlang der Linie A-B-A;
  • 9 eine Draufsicht auf ein zwischen dem Bodenteil gemäß 1 bis 3 und dem Gehäusering gemäß 4 und 5 vorgesehenes Dichtungselement;
  • 10 einen Querschnitt durch das Dichtungselement gemäß 9 entlang der Linie A-A;
  • 11 eine Draufsicht auf ein zwischen dem Gehäusering gemäß 4 und 5 und dem Deckelteil gemäß 6 bis 8 vorgesehenes Dichtungselement;
  • 12 einen Querschnitt durch das Dichtungselement gemäß 11 entlang der Linie A-A;
  • 13 einen Querschnitt durch ein Gehäuse einer Anzündeinheit, welche in das montierte Gasgeneratorgehäuse gemäß 1 bis 12 einsetzbar ist;
  • 14 eine Draufsicht auf das Gehäuse der Anzündeinheit gemäß 13 von unten;
  • 15 einen Querschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Gehäuses einer Anzündeinheit; und
  • 16 eine Draufsicht auf das Gehäuse der Anzündeinheit gemäß 15 von unten.
  • In 1 bis 12 ist ein Gehäuse eines Gasgenerators dargestellt, welches mehrere Gehäuseteile, im vorliegenden Fall ein Bodenteil 1 (1 bis 3), einen Gehäusering 2 (4 und 5) und ein Deckelteil 3 (6 bis 8), umfaßt. Die Gehäuseteile 1, 2, 3 sind unter Zwischenanordnung von Dichtungselementen 4 (9 und 10), 5 (11 und 12) lösbar aneinander fixierbar, was – wie weiter unten näher erläutert – bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mittels Schrauben geschehen kann. In das aus den Gehäuseteilen 1, 2, 3 gebildete, montierte Gehäuse ist eine in 13 und 14 wiedergegebene Anzündeinheit 6 einsetzbar, welche ein separates, in das Gehäuse des Gasgenerators einsetzbares Gehäuse 7 aufweist.
  • Wie aus 1 bis 3 ersichtlich, ist das Bodenteil 1 des Gasgeneratorgehäuses wannenförmig nach oben offen ausgestaltet und weist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einen im wesentlichen ebenen Boden 8 und eine am Außenumfang desselben angeordnete, im wesentlichen kreiszylindrische Seitenwand 9 auf. Im Bereich der dem Boden 8 abgewandten, oberen Kante der Seitenwand 9 ist ein sich radial zu der Seitenwand 9 erstreckender Befestigungsflansch 10 angeordnet, welcher von mehreren, um dessen Umfang verteilt angeordneten Bohrungen 11 durchsetzt ist. Über die Bohrungen 11 des Befestigungsflansches 10 ist das Bodenteil 1 einerseits mittels Schrauben oder ähnlicher Befestigungsmittel an entsprechenden Bohrungen 12 eines Befestigungsflansches 13 des Deckelteils 3 (6 bis 8), andererseits gemeinsam mit diesem an einem den Gasgenerator tragenden Bauteil (nicht dargestellt), z.B. in einem Kraftfahrzeug, befestigbar.
  • Die Seitenwand 9 des Bodenteils 1 ist von mehreren Gasaustrittsöffnungen 14 durchsetzt, welche um den Umfang des Bodenteils 1 verteilt angeordnet und äquidistant voneinander beabstandet sind, um für einen gleichmäßigen Gasdurchlaß beim Abbrand eines im Innern des Gehäuses aufgenommenen pyrotechnischen Satzes (nicht gezeigt) zu sorgen. Während der Querschnitt der Gasaustrittsöffnungen 14 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel kreisrund ist, können die Öffnungen 14 selbstverständlich auch einen beliebigen andersartigen Querschnitt haben, z.B. oval, mehreckig oder in Form von Langlöchern ausgestaltet sein. Ferner sind im Boden 8 des Bodenteils 1 mehrere – in diesem Fall vier – im Bereich des äußeren Umfangs angeordnete Bohrungen 15 ausgebildet, welche zum Festlegen des Gehäuserings 2 (4 und 5) sowie des Deckelteils 3 (6 bis 8) mittels Schrauben oder ähnlicher Befestigungsmittel an dem Bodenteil 1 dienen.
  • Der in 4 und 5 gezeigte Gehäusering 2 umfaßt beim vorliegenden Ausführungsbeispiel eine im wesentlichen kreiszylindrische Seitenwand 16 sowie zwei sich von dieser radial nach innen erstreckende, diametral gegenüberliegende Stege 17. Der Gehäusering 2 dient zur Aufnahme des pyrotechnischen Satzes (nicht dargestellt) des Gasgenerators, wobei die Stege 17 jeweils zwei räumlich getrennt voneinander, nebeneinander angeordnete Brennkammern 18, 19 zur Aufnahme je eines separaten pyrotechnischen Satzes (nicht dargestellt) begrenzen. Die einander zugekehrten Stirnseiten der Stege 17 sind mit Abstand voneinander angeordnet und jeweils mit einer Halteeinrichtung 20 in Form eines Rundprofils ausgebildet, welches zum Festlegen der weiter unten unter Bezugnahme auf 13 und 14 näher erläuterten Anzündeinheit 6 mit einer hierzu komplementären Halteeinrichtung 21 in Form zweier Nuten dient.
  • Der die Brennkammern 18, 19 aufnehmende Gehäusering 2 ist an seiner kreiszylindrischen Seitenwand 16 mit mehreren – beim vorliegenden Ausführungsbeispiel vier – den Gehäusering 2 in Axialrichtung durchsetzenden Bohrungen 22 versehen, um ihn über die mit seinen Bohrungen 22 fluchtenden Bohrungen 15 des Bodenteils 1 (1 bis 3) sowie über mit den Bohrungen 22 fluchtende Bohrungen 23 des Deckelteils 3 (6 bis 8) an dem Bodenteil 1 und dem Deckelteil 3 lösbar festlegen zu können, was insbesondere mittels die Bohrungen 15, 22, 23 durchsetzenden Schrauben (nicht gezeigt) geschehen kann.
  • Wie insbesondere aus 5 ersichtlich, ist die zylindrische Seitenwand 16 des Gehäuserings 2 mit Gasaustrittsöffnungen 24 in Form von Langlöchern ausgestattet, welche um den Umfang des Gehäuserings 2 verteilt angeordnet und äquidistant voneinander beabstandet sind, um für einen gleichmäßigen Gasdurchlaß beim Abbrand je eines in den Brennkam mern 18, 19 aufgenommenen pyrotechnischen Satzes (nicht gezeigt) zu sorgen. Während die Gasaustrittsöffnungen 24 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel von Langlöchern gebildet sind, können die Öffnungen 24 entsprechend denjenigen 14 des Bodenteils 1 (1 bis 3) selbstverständlich auch einen beliebigen andersartigen Querschnitt haben, z.B. rund, oval, mehreckig oder dergleichen sein.
  • Der Außenumfang des Seitenwand 16 des Gehäuserings 2 ist so gewählt, daß er den Innenumfang Seitenwand 9 des Bodenteils 1 (1 bis 3) zumindest geringförmig unterschreitet, so daß nach der Montage des Gehäuses des Gasgenerators, wenn der Gehäusering 2 (4 und 5) in das Bodenteil 1 (1 bis 3) eingesetzt und dieses von dem Deckelteil (6 bis 9) verschlossen worden ist, zwischen dem Gehäusering 2 und der Seitenwand 9 des Bodenteils 1 bzw. einer mit dieser fluchtenden Seitenwand 25 des Deckelteils 3 eine Aufnahme in Form eines Ringspaltes gebildet ist. Ein solcher Ringspalt dient zum Einsetzen eines Filterelementes (nicht gezeigt), welches beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zumindest die Gasaustrittsöffnungen 24 des die Brennkammern 18, 19 aufnehmenden Gehäuserings 2 vollständig abdeckt, um einen Austrag von Partikeln beim Abbrand der pyrotechnischen Sätze zu verhindern. Das Filterelement kann insbesondere von einem in den Ringspalt einsetzbaren, ringförmigen Keramikschaumfilter gebildet sein. Die Gasaustrittsöffnungen 24 des Gehäuserings 2 können hierbei bezüglich den Gasaustrittsöffnungen 14 des Bodenteils 1 versetzt angeordnet sein, um beim Abbrand der pyrotechnischen Sätze zum Zwecke eines einwandfreien Filterns eine Gasumlenkung durch das Filter sicherzustellen. Überdies können die Gasaustrittsöffnungen 14 und/oder 24 mittels einer Berstmembran (ebenfalls nicht dargestellt), z.B. in Form einer Aluminiumfolie, verschlossen sein, um ein unzeitiges Austreten von in der Regel gesundheitsschädlichen Partikeln aus den Brennkammern 18, 19 sowie ein Eindringen von Feuchtigkeit oder dergleichen zu vermeiden.
  • Das in 6 bis 8 dargestellte Deckelteil 3 des Gasgeneratorgehäuses ist ähnlich wie das Bodenteil 1 gemäß 1 bis 3 wannenförmig nach unten offen ausgestaltet und umfaßt einen im wesentlichen ebenen Boden 26, an dessen Außenumfang sich die im wesentlichen kreiszylindrische Seitenwand 25 erstreckt. Der Durchmesser der Seitenwand 25 entspricht dem der Seitenwand 9 des Bodenteils 1, um das Gehäuse verschließen zu können. Wie aus 7 und 8 ersichtlich, weist die Seitenwand 25 des Deckelteils 3 hierzu an ihrer dem Bodenteil 1 (1 bis 3) im montierten Zustand des Gehäuses zugewandten Stirnseite im Bereich des Befestigungsflansches 13 eine Zentriereinrichtung 27 in Form einer Umfangsnut auf. Der Boden 26 des Deckelteils 3 ist in seinem zentralen Bereich von einer Ausnehmung 28 durchsetzt, welche beim vorliegenden Ausführungsbeispiel etwa oval ausgebildet ist und zur Aufnahme eines verjüngten Kopfabschnittes 29 der Anzündeinheit 6 gemäß 13 und 14 dient.
  • Um für ein einfach und kostengünstig durch bekannte Kunststoffverarbeitungsverfahren herstellbares und insbesondere leichtgewichtiges Gehäuse 1 zu sorgen, können die Gehäuseteile 1, 2, 3 aus einem Kunststoffmaterial, z.B. aus einem faserverstärkten, thermoplastischen Kunststoff auf der Basis von Polyacetalen, gefertigt sein. Stattdessen können selbstverständlich auch ein oder mehrere Gehäuseteile 1, 2, 3 aus Metall oder einer Metallegierung, beispielsweise aus einer härtbaren Aluminium-Knetlegierung in Form von AlMgSi1, bestehen.
  • Die in 9 und 10 bzw. 11 und 12 dargestellten Dichtungselemente 4, 5 dienen zur gegenseitigen Abdichtung der Gehäuseteile 1, 2, 3, so daß die in dem Gehäusering 2 (4 und 5) gebildeten Brennkammern 18, 19 im montierten Zustand des Gasgeneratorgehäuses im wesentlichen druckdicht abgeschlossen sind. Dabei ist das Dichtungselement 4 gemäß 9 und 10 zur Anordnung zwischen dem Bodenteil 1 und dem Gehäusering 2 vorgesehen, während das Dichtungselement 5 gemäß 11 und 12 zur Anordnung zwischen dem Gehäusering 2 und dem Deckelteil 3 vorgesehen ist. Der Querschnitt der flachen Dichtungselemente 4, 5 entspricht im wesentlichen dem in 4 gezeigten Grundriß des Gehäuserings 2, wobei die Dichtungselemente 4, 5 mit Bohrungen 30, 31 ausgestattet sind, welche mit den Bohrungen 22 des Gehäuserings 2 sowie mit den Bohrungen 15, 23 des Boden- 1 und des Deckelteils 3 fluchten. Das den Gehäusering 2 gegen das Deckelteil 3 abdichtende Dichtungselement 5 gemäß 11 und 12 unterscheidet sich von dem in 9 und 10 dargestellten Dichtungselement 4 zur Abdichtung des Gehäuserings 2 gegen das Bodenteil 1 insbesondere durch eine im zentralen Bereich angeordnete Ausnehmung 32, deren Kontur im wesentlichen der Kontur der Ausnehmung 28 des Deckelteils 3 entspricht (6 bis 8) und ebenfalls zur Aufnahme des verjüngten Kopfabschnittes 29 der Anzündeinheit 6 gemäß 13 und 14 dient. Die Dichtungselemente 4, 5 können aus üblichen Dichtungsmaterialien, beispielsweise aus Silikonkautschuk, gefertigt sein.
  • 13 und 14 zeigen die in das aus den Gehäuseteilen 1, 2, 3 gebildete Gehäuse des Gasgenerators einsetzbare Anzündeinheit 6. Die Anzündeinheit 6 weist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei separate Anzündeinheiten 6a, 6b, sogenannte Subeinheiten auf, welche in einem gemeinsamen Gehäuse 7 untergebracht sind. Jede Anzündeinheit 6a, 6b bzw. Subeinheit umfaßt eine Kammer 33, 34, wobei die Kammern 33, 34 räumlich voneinander getrennt sind und zur Aufnahme jeweils einer Verstärkerladung ("Booster", nicht dar gestellt) dienen. An ihrem in 13 oberen Ende sind die Kammern 33, 34 verjüngt, wobei der verjüngte Abschnitt der Kammern 33, 34 jeweils ein – beispielsweise elektrisches – Zündelement (ebenfalls nicht dargestellt) aufnimmt, welches mit der im Innern der jeweiligen Kammer 33, 34 untergebrachten Verstärkerladung in Wirkverbindung steht. An ihrem in 13 unteren Ende können die Kammern 33, 34, nachdem sie mit der entsprechenden Verstärkerladung befüllt worden sind, von einer Dichtmembran, z.B. in Form einer Aluminiumfolie, verschlossen sein. Die Kammern 33, 34 der Anzündeinheiten 6a, 6b sind im Bereich ihrer einander abgewandten Mantelflächen mit Durchbrüchen 35 versehen, durch welche die beim Zünden der jeweiligen Verstärkerladung entstehenden Stoff- und Energieströme nach außen entweichen können.
  • Die an entgegengesetzten Seiten des Gehäuses 7 der Anzündeinheit 6 vorgesehenen Halteeinrichtungen 21 sind als in Axialrichtung des Gehäuses 7 verlaufende Haltenuten ausgebildet, so daß die Anzündeinheit 6 über die Haltenuten 21 an der Halteeinrichtung 20 des Gehäuserings 2 (4 und 5) festlegbar ist, welche von dem Rundprofil an den einander zugekehrten Stegen 17 gebildet ist. Ist die Anzündeinheit 7 in das Gasgeneratorgehäuse eingesetzt worden, so bildet das Gehäuse 7 der Anzündeinheit 6 gemeinsam mit den Stegen 17 des Gehäuseteils 2 eine die Brennkammern 18, 19 distanzierende Wandung, wobei jede Anzündeinheit 6a, 6b über die Durchbrüche 35 mit genau einer zugehörigen Brennkammer 18, 19 in Wirkverbindung steht. Auf diese Weise lassen sich die in den Brennkammern 18, 19 untergebrachten pyrotechnischen Sätze (nicht gezeigt) entweder zugleich oder zeitversetzt bzw. stufenweise zünden, indem die Anzündeinheiten 6a, 6b zugleich oder mit zeitlichem Versatz gezündet werden. Ebenfalls ist es möglich, die Brennkammern 5a, 5b mit pyrotechnischen Sätzen gleicher oder unterschiedlicher Zusammensetzung, Masse und/oder Formgebung und somit mit unterschiedlichem Abbrandverhalten zu bestücken. Sofern eine simultane Zündung beider pyrotechnischer Sätze erwünscht oder auch nur ein pyrotechnischer Satz vorgesehen ist, kann das Gehäuse 7 der Anzündeinheit 6 selbstverständlich auch nur ein Zündelement bzw. nur eine Verstärkerladung aufnehmen.
  • Der verjüngte Kopfabschnitt 29 des Gehäuses 7 der Anzündeinheit 6 durchsetzt im montierten Zustand des Gasgeneratorgehäuses die im Boden 26 des Deckelteils 3 ausgebildete Ausnehmung 28 6 bis 8), so daß die dort vorgesehenen Zündelemente – gemeinsam oder getrennt voneinander – von außen aktivierbar sind. Eine Abdichtung der in dem Gehäusering 2 (4 und 5) ausgebildeten Brennkammern 18, 19 wird dabei dadurch erreicht, indem der radial nach innen zurückgenommene Flächenabschnitt 36 des verjüngten Kopfabschnittes 29 der Anzündeinheit 6 gegen das zwischen dem Gehäusering 2 und dem Deckelteil 3 angeordnete Dichtungselement 5 (11 und 12) andrückt, wobei der verjüngte Abschnitt 29 des Gehäuses 7 der Anzündeinheit 6 die in dem Dichtungselement 5 ausgebildete Ausnehmung 32 im wesentlichen gasdicht durchsetzt.
  • Das Material des als separates Teil ausgebildeten Gehäuses 7 der Anzündeinheit kann wiederum aus gegebenenfalls faserverstärktem Kunststoff, z.B. aus Polyacetalen, bestehen.
  • Die in 15 und 16 wiedergegebene Anzündeinheit 6' entspricht im wesentlichen der Anzündeinheit 6 gemäß 13 und 14 und umfaßt gleichfalls zwei Anzündeinheiten 6'a, 6'b. Funktionsgleiche Elemente sind jeweils mit identischen Bezugszeichen versehen.
  • Die Endmontage des aus den in 1 bis 14 dargestellten Bauteilen modulartig zusammengesetzten Gasgenerators gestaltet sich als außerordentlich einfach und schnell:
    Zunächst wird das Dichtungselement 4 in das Bodenteil 1 eingelegt und sodann der Gehäusering 2 auf das Dichtungselement 4 aufgesetzt, so daß die Bohrungen 15, 22, 30 fluchten. In die fluchtenden Bohrungen 15, 22, 30 können bereits Schrauben oder beliebige andere Befestigungsmittel eingeführt werden, um die Teile 1, 2, 4 unverrückbar zueinander zu halten. Sodann wird das Gehäuse 7 der vorgefertigten, mit je zwei Verstärkerladungen und Zündelementen bestückten Anzündeinheit 6 in den Gehäusering 2 eingesetzt, indem die einander zugekehrten Stirnseiten 20 der Stege 17 des Gehäuserings 2 in die Haltenuten 21 des Gehäuses 7 der Anzündeinheit 6 eingeführt werden. Die an ihrem in 13 unteren Ende z.B. mittels eines Aluminiumfolie verschlossene Stirnseite des Gehäuses 7 tritt dabei mit dem Dichtungselement 4 in gasdichten Kontakt. Anschließend werden die vorgesehen pyrotechnischen Sätze in die mittels des Dichtungselementes 4 nach unten abgedichteten Brennkammern 18, 19 des Gehäuserings 2 eingegeben, was im Falle von partikelförmigen pyrotechnischen Sätzen z.B. durch gravimetrische Dosierung geschehen kann. Ferner wird das ringförmige Filterelement (nicht dargestellt) in die zwischen der Seitenwand 16 des Gehäuserings 2 und der Seitenwand 9 des Bodenteils 1 gebildete Aufnahme in Form eines Ringspaltes eingesetzt. Schließlich werden das Dichtungselement 5 und das Deckelteil 3 auf den nach oben offenen Gehäusering aufgesetzt, so daß die Bohrungen 23, 31 des Deckelteils 3 bzw. des Dichtungselementes 5 mit den Bohrungen 15, 22, 30 des Bodenteils 1, des Dichtungselementes 4 bzw. des Gehäuserings 2 fluchten und die zentralen Ausnehmungen 28, 32 des Bodenteils 3 bzw. des Dichtungselementes 5 von dem verjüngten Kopfabschnitt 29 der Anzündeinheit 6 durchsetzt sind.
  • Die die Bohrungen 15, 22, 23, 31, 32 durchsetzenden Schrauben werden angezogen, wobei die Brennkammern 18, 19 gasdicht verschlossen werden. Ferner können die Befestigungsflansche 10, 13 des Boden- 1 und des Deckelteils 3 miteinander verschraubt werden. Die Verschraubung kann dabei zweckmäßig derart ausgeführt werden, daß ein unzeitiges Öffnen des Gehäuses und somit Manipulationen an dem Gasgenerator erkennbar sind, was z.B. durch eine Versiegelung der Schrauben geschehen kann.
  • Zum Zwecke des Recyclings ist durch Lösen der Schrauben (nicht gezeigt) eine entsprechend einfache Demontage des Gasgeneratorgehäuses möglich.

Claims (20)

  1. Gasgenerator mit einem Gehäuse mit wenigstens einer Brennkammer (18, 19) zur Aufnahme eines pyrotechnischen Satzes und mit wenigstens einer mit dem pyrotechnischen Satz wirkverbundenen Anzündeinheit (6, 6'), dadurch gekennzeichnet, daß die Anzündeinheit (6, 6') ein separates, in das Gehäuse des Gasgenerators einsetzbares Gehäuse (7) aufweist.
  2. Gasgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) der Anzündeinheit (6) sowohl wenigstens ein Zündelement als auch wenigstens eine Verstärkerladung aufnimmt.
  3. Gasgenerator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) der Anzündeinheit (6) eine Halteeinrichtung (21) aufweist, an welcher es an einer hierzu komplementären Halteeinrichtung (20) am Gehäuse des Gasgenerators gehalten ist.
  4. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse des Gasgenerators mehrere Gehäuseteile (1, 2, 3, 4, 5) aufweist, welche unter Aufnahme der Anzündeinheit (6) lösbar aneinander fixierbar sind.
  5. Gasgenerator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseteile (1, 2, 3, 4, 5) des Gasgenerators miteinander verschraubbar sind.
  6. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß das Gehäuse des Gasgenerators wenigstens zwei räumlich voneinander getrennte Brennkammern (18, 19) zur Aufnahme von pyrotechnischen Sätzen aufweist.
  7. Gasgenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern mit einer gemeinsamen Anzündeinheit in Wirkverbindung stehen.
  8. Gasgenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Brennkammer (18, 19) mit einer separaten Anzündeinheit (6a, 6b) in Wirkverbindung steht.
  9. Gasgenerator nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzündeinheiten (6a, 6b) in einem gemeinsamen Gehäuse (7) untergebracht sind.
  10. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das/die Gehäuse (7) der Anzündeinheit (en) (6, 6a, 6b) an einer die Brennkammern (18, 19) zumindest teilweise distanzierenden Wandung (17) des Gehäuses festlegbar ist/sind.
  11. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern übereinander angeordnet sind.
  12. Gasgenerator nach Anspruch 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern (18, 19) nebeneinander angeordnet sind.
  13. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Filterelement vorgesehen ist, welches um die Gasaustrittsöffnungen (24) des Gehäuses des Gasgenerators angeordnet ist.
  14. Gasgenerator nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement von einem Keramikschaumfilter gebildet ist.
  15. Gasgenerator nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement im wesentlichen ringförmig und in eine Aufnahme des Gehäuses des Gasgenerators einsetzbar ist.
  16. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das Gehäuse (7) der Anzündeinheit (6) aus wenigstens einem Polymer besteht.
  17. Gasgenerator nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) der Anzündeinheit (6) aus wenigstens einem thermoplastischen Polymer besteht.
  18. Gasgenerator nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer eine Faserverstärkung aufweist.
  19. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer aus der Gruppe der Polyacetale (POM) gewählt ist.
  20. Anzündeinheit (6) eines Gasgenerators nach einem der Ansprüche 1 bis 19.
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