[go: up one dir, main page]

DE102004033124A1 - Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken Download PDF

Info

Publication number
DE102004033124A1
DE102004033124A1 DE200410033124 DE102004033124A DE102004033124A1 DE 102004033124 A1 DE102004033124 A1 DE 102004033124A1 DE 200410033124 DE200410033124 DE 200410033124 DE 102004033124 A DE102004033124 A DE 102004033124A DE 102004033124 A1 DE102004033124 A1 DE 102004033124A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicle
mobile
radio cells
radio
mobile phone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE200410033124
Other languages
English (en)
Inventor
Jobst W Schroeder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE200410033124 priority Critical patent/DE102004033124A1/de
Publication of DE102004033124A1 publication Critical patent/DE102004033124A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07BTICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
    • G07B15/00Arrangements or apparatus for collecting fares, tolls or entrance fees at one or more control points
    • G07B15/06Arrangements for road pricing or congestion charging of vehicles or vehicle users, e.g. automatic toll systems
    • G07B15/063Arrangements for road pricing or congestion charging of vehicles or vehicle users, e.g. automatic toll systems using wireless information transmission between the vehicle and a fixed station

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Finance (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken, die durch Funkzellen für Mobiltelefone oder ähnliche mobile Sender/Empfänger-Einheiten führen. Erfindungsgemäß sind folgende Merkmale vorgesehen: DOLLAR A a) Die zu überwachenden Fahrzeuge führen jeweils ein eingeschaltetes Mobiltelefon mit sich, DOLLAR A b) das mitgeführte Mobiltelefon nimmt automatisch in Abhängigkeit von der zurückgelegten Strecke mit einem Rechner der berührten oder durchquerten Funkzelle Kontakt auf, DOLLAR A c) auf der Basis der Funkzellen, die das vom Fahrzeug mitgeführte Mobiltelefon registriert haben, werden eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke und damit zusammenhängende Gebühren berechnet.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken, die durch Funkzellen für Mobiltelefone oder für ähnliche mobile Sender/Empfänger-Einheiten führen. Außerdem betrifft die Erfindung eine Einrichtung (System) hierfür.
  • Für die Mauterhebung auf deutschen Autobahnen ist ein satellitengestütztes Abrechnungssystem vorgesehen.
  • Dieses ist relativ aufwendig und teuer. Mit der vorliegenden Erfindung sollen ein wesentlich einfacheres Verfahren und eine einfachere Einrichtung hierfür bereitgestellt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren weist folgende Merkmale auf:
    • a) die zu überwachenden Fahrzeuge führen jeweils ein eingeschaltetes Mobiltelefon mit sich,
    • b) das mitgeführte Mobiltelefon nimmt automatisch in Abhängigkeit von der zurückgelegten Strecke mit einem Rechner der berührten oder durchquerten Funkzelle Kontakt auf,
    • c) auf der Basis der Funkzellen, die das vom Fahrzeug mitgeführte Mobiltelefon registriert haben, werden eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke und damit zusammenhängende Gebühren berechnet.
  • Die Erfindung nutzt die vorhandene Mobiltelefon-Infrastruktur, vorzugsweise die in Deutschland sogenannten D- und/oder E-Netze oder entsprechende Nachfolgetechnologien, z.B. die UMTS-Netze. Zur Erhöhung der zur Verfügung stehenden nutzbaren Kanäle ist eine geografische Region (z.B. Deutschland) unterteilt in viele Funkzellen unterschiedlicher Größe. In dünn besiedelten Gebieten mit geringerem Telefonverkehr sind größere Funkzellen vorgesehen, in Gebieten mit stärkerem Telefonverkehr entsprechend kleinere Funkzellen. Eingeschaltete Mobiltelefone sind stets beim Rechner der nächstgelegenen, erreichbaren Funkzelle angemeldet, nämlich "eingebucht". Bei Ortsveränderung und Verlassen der Funkzelle bzw. Erreichen der benachbarten – Funkzelle erfolgt ein Einbuchen in den Rechner der letztgenannten Funkzelle.
  • Jedes Mobiltelefon ist mit einer eindeutigen Kennung versehen, die beim Einbuchen an den jeweiligen Rechner übermittelt wird. Durch Abspeichern der Daten der Funkzellen, in deren Rechner das Mobiltelefon im Laufe der Zeit eingebucht war, kann ein Bewegungsprofil für das das Mobiltelefon mitführende Fahrzeug erstellt werden. Je nach Größe der berührten oder passierten Funkzellen ergibt sich so eine mehr oder weniger genaue Möglichkeit zur Streckenbestimmung und einer davon abhängigen Gebührenberechnung für vom Fahrzeug zurückgelegte Entfernungen.
  • Die Erfindung ist besonders bevorzugt anwendbar unter Nutzung der vorhandenen Mobilfunknetze. Möglich ist aber auch der Einsatz jeder anderen, insbesondere bodengestützten Funktechnologie mit Funkzellen auf der einen Seite und mobilen Sender/Emfpänger-Einheiten auf der anderen Seiten (in den Fahrzeugen). Wichtig ist das automatische Einbuchen der mobilen Einheiten in die Rechner der Funkzellen.
  • Vorzugsweise soll die Erfindung zur Anwendung kommen für die Berechnung der Straßenbenutzungsgebühren von Lastkraftwagen. Möglich ist aber auch eine Gebührenerfassung für andere Landfahrzeuge, für Wasserfahrzeuge und auch für (gegebenenfalls niedrigfliegende) Luftfahrzeuge.
  • Die geografische Lage der Funkzellen ist durch die zugehörige Antenne und deren Reichweite und Lage definiert. Von einer Funkzelle zur nächsten ergeben sich Überschneidungen, in deren Bereich die Übergabe (das Hand-Over) des Mobiltelefons von einer Funkzelle zur nächsten stattfindet. Üblicherweise beginnt eine Fahrt und damit ein Einbuchen in den Rechner in einer Funkzelle, während das Fahrtende in einer anderen Funkzelle liegt. Die Start-Funkzelle und die End-Funkzelle werden demnach nicht passiert, sondern nur berührt. Zum Zweck der Abrechnung kann eine Pauschalierung vorgenommen werden, beispielsweise derart, dass jede berührte Funkzelle nur halb berechnet wird, während für jede passierte Funkzelle eine volle Funkzellengebühr berechnet wird. Diese kann in Abhängigkeit von der Größe der Funkzelle unterschiedlich ausfallen. Möglich ist auch die Berechnung eines anderen Pauschalbetrages im Zusammenhang mit einer berührten aber nicht passierten Funkzelle.
  • Der Fahrzeugführer hat die Verpflichtung zum Mitführen eines entsprechenden Mobiltelefons, mit deren Hilfe die Strecken- und Gebührenberechnung erfolgen kann. Gegebenenfalls wird an den Fahrzeugführer ein Leihgerät ausgegeben oder per Gesetz die Verpflichtung zum Mitführen eines entsprechenden Gerätes geschaffen. Auch sollte durch eine entsprechende Verpflichtung sichergestellt sein, dass das mitgeführte Mobiltelefon stets eingeschaltet bleibt.
  • Möglich ist eine im Rechner des Mobilfunknetzes hinterlegte Bindung des Mobiltelefons an ein eindeutiges Benutzerkennzeichen, etwa ein KFZ-Kennzeichen.
  • Um eine höhere Flexibilität zu ermöglichen, kann das individuelle Kennzeichen auch vor Fahrtbeginn dem Rechner des Mobilfunknetzes mittels standardisierter SMS (short message service) übermittelt werden.
  • Die Bezahlung der anfallenden Gebühren kann durch Abbuchung von der Telefonrechnung erfolgen. Bei Mietgeräten ist die Abbuchung von einem zuvor hinterlegten Pfandbetrag möglich. Ebenfalls vorstellbar ist eine Abrechnung durch vorherige Einzahlung entsprechend den bekannten Prepaid-Karten für Mobiltelefone.
  • Um das Abschalten der Mobiltelefone und damit eine "Gebührenverkürzung" zu verhindern, sind Überwachungsmaßnahmen zweckmäßig. Individuelle Kontrollen erfolgen beispielsweise durch Überprüfung des individuellen Kennzeichens im fließenden Verkehr und Überprüfung dahingehend, ob das zugehörige Mobiltelefon eingeschaltet ist. Die Erfassung des individuellen Kennzeichens kann durch entsprechende Kontrollfahrten auf wechselnden Strecken oder durch Automaten mit Kennzeichenerkennung oder Mitarbeiter vor Videoüberwachungsgeräten erfolgen, wobei die Mitarbeiter – oder Automaten das individuelle Kennzeichen in einen Rechner eingeben bzw. an den Rechner übermitteln und dieser dann das zugehörige Mobiltelefon durch Anruf auf seinen Zustand überprüft.
  • Nach einem weiteren bevorzugten Gedanken der Erfindung wird ein definiertes Streckennetz für das Fahrzeug mit den berührten oder passierten (durchquerten) Funkzellen abgeglichen und so eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke ermittelt. Beispielsweise können die geografischen Daten des deutschen Autobahnnetzes im Rechner hinterlegt sein. Durch Abgleich der berührten bzw. passierten Funkzellen mit dem Streckennetz ist eine – je nach Größe der Funkzellen – mehr oder weniger genaue Streckenberechnung möglich. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Reihenfolge der berührten oder passierten Funkzellen. Die Reihenfolge ist bei dem Abgleich mit dem Streckennetz zu berücksichtigen. Je kleiner die Funkzellen sind, umso genauer ist die Berechnung der Strecke. Vorzugsweise werden für den Abgleich auch die geografischen Daten der letzten und/oder vorletzten und/oder weiteren berührten bzw. passierten Funkzellen berücksichtigt.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung (System) zur Bestimmung der Gebühren für die von Fahrzeugen zurückgelegten Strecken, die durch Funkzellen für Mobiltelefone oder für ähnliche mobile Sender/Empfänger-Einheiten führen, weist folgende Merkmale auf:
    • a) jedes zu überwachende Fahrzeug ist mit einem Mobiltelefon versehen,
    • b) ein den Funkzellen zugeordneter Zentralrechner ermittelt Art und/oder Anzahl der von dem jeweiligen Mobiltelefon berührten oder durchquerten Funkzellen,
    • c) auf der Basis der von dem Rechner ermittelten Daten berechnet dieser (oder ein anderer Rechner) eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke und damit zusammenhängende Gebühren.
  • Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die in den Fahrzeugen mitgeführten Mobiltelefone nicht abschaltbar sind. Insbesondere gilt dies bei Verwendung von Mietgeräten.
  • Nach einem weiteren vorteilhaften Gedanken der Erfindung sind besonderen Strecken oder besonderen Streckenpunkten eigene Funkzellen definierter Reichweite zugeordnet. Dies kann beispielsweise Autobahnauffahrten oder -abfahrten betreffen, so dass mit dem System auch eine Unterscheidung zwischen abrechnungspflichtigen und abrechnungsfreien Strecken möglich ist. Die definierten Funkzellen sind dann derartigen Übergangspunkten zugeordnet und gerade so groß, dass sie nicht in andere Strecken hineinreichen.
  • Sobald der zentrale Rechner die Information erhält, dass eine definierte Funkzelle berührt oder passiert wurde, bestimmt der Rechner in Verbindung mit der Information über die anschließend berührte oder passierte Funkzelle den Status der Streckenberechnung. Handelt es sich bei der anschließenden Funkzelle um eine Funkzelle über einer gebührenpflichtigen Strecke, handelt es sich um den Start einer gebührenpflichtigen Strecke insgesamt. Ist die anschließende Funkzelle einem nicht gebührenpflichtigen Bereich zugeordnet, liegt das Ende einer gebührenpflichtigen Fahrt vor.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein durch große und kleine Funkzellen führendes Autobahnnetz,
  • 2 Mobiltelefone in ausgesuchten Funkzellen mit Funkzellenrechnern und einem Zentralrechner.
  • Ein Beispiel für eine durch Funkzellen abgedeckte Region, die zugleich mehrere Autobahnen aufweist, ist in 1 grafisch dargestellt. Zwei Autobahnen 10, 11 verlaufen quer durch die Region und schneiden einander im Bereich der Autobahnkreuze 12, 13. Außerdem sind kurze Anschlussautobahnen 14, 15, 16 und 17 vorgesehen, die jeweils in nicht gezeigte Straßen niederer Ordnung übergehen und damit zugleich Autobahnauffahrten und/oder -abfahrten darstellen. Die Teilstücke 14, 15 treffen auf die Autobahn 11 im Bereich eines Autobahnkreuzes 18. Die Teilstücke 16, 17 treffen auf die Autobahn 11 im Bereich von Abzweigungen 19, 20.
  • Die Autobahn 10 führt ausschließlich durch große Funkzellen A, C, E, F und N.
  • Demgegenüber führt die Autobahn 11 durch kleine Funkzellen a, b, c und d, die großen Funkzellen C, A und B, die kleinen Funkzellen e, f und g, die große Funkzelle F, die kleinen Funkzellen h, i, j und die großen Funkzellen I, J.
  • Ein in die Funkzelle A einfahrendes Fahrzeug kann den Autobahnen 10 oder 11 zugeordnet werden. Sofern das dem Fahrzeug zugeordnete Mobiltelefon zuvor in keiner Funkzelle eingebucht war, wird das Fahrzeug der Autobahn 10 zugeordnet. Bei vorangehender Einbuchung in Funkzelle B wird das Fahrzeug der Autobahn 11 zugeordnet. Etwas schwieriger ist die Situation bei vorangegangener Einbuchung in die Funkzelle C. Es muss dann auch die vorletzte Einbuchung berücksichtigt werden. Sofern die vorletzte Einbuchung die Funkzelle E betrifft, wird das Fahrzeug der Autobahn 10 zugeordnet, während eine vorletzte Einbuchung in der kleinen Funkzelle d eine Zuordnung zur Autobahn 11 auslöst.
  • Relativ einfach ist die Situation hinsichtlich der Teilstücke 14, 15. Bei erster Einbuchung in der Funkzelle D bzw. der kleinen Funkzelle k wird dem Fahrzeug das Autobahnteilstück 15 bzw. 14 zugeordnet. In jedem Falle gelangen die Fahrzeuge dann auf die Autobahn 11 (im Fall des Autobahnteilstücks 15 zunächst durch die kleine Funkzelle I) und damit in den Bereich der kleinen Funkzelle b. Je nachdem, welche kleine Funkzelle a oder c das Fahrzeug mit Mobiltelefon als nächstes erreicht, ergibt sich eine entsprechende Fahrtrichtung.
  • Etwas komplizierter ist die Berechnung bei einem Start des Fahrzeugs auf dem Autobahnteilstück 16, beginnend in Funkzelle C. Theoretisch kann sich das Fahrzeug dabei auch auf den Autobahnen 10, 11 aufhalten. Spätestens beim Erreichen der kleinen Funkzelle m entlang des Autobahnteilstücks 16 steht fest, dass letzteres vom Fahrzeug befahren wird. Als nächstes wird dann die Abzweigung 19 im Bereich der kleinen Funkzelle f erreicht.
  • Relativ einfach ist der Fall wieder für das Autobahnteilstück 17. Dieses beginnt in einer kleinen Funkzelle n und erreicht die Autobahn 11 im Bereich der Abzweigung 20. Eine erste Einbuchung in die Funkzelle n kann somit nur einen Start des Fahrzeugs zu Beginn des Teilstücks 17 bedeuten.
  • Zweideutigkeiten bei der Streckenermittlung können sich ergeben, sofern durch die Funkzellen unterschiedliche Straßen führen, aber nur bestimmte Straßen hiervon gebührenpflichtig sind. Dies lässt sich umgehen durch Aufbau und Einrichtung ausgewählter kleiner Funkzellen im Bereich von Autobahnauffahrten. Diese kleinen, definierten Funkzellen sind hinsichtlich ihrer Größe so bemessen, dass gebührenfreie Straßen nicht berührt sind, so dass eine Einbuchung in eine derartige kleine Funkzelle logisch eindeutig einen Aufenthalt des jeweiligen Mobiltelefons am Beginn oder Ende einer gebührenpflichtigen Strecke bedeutet. Kleine, definierte Funkzellen ohne Berührung zu weiteren Straßen können beispielsweise die kleinen Funkzellen k und n sein.
  • 2 zeigt 3 Mobiltelefone in drei Fahrzeugen und jeweils in einer eigenen Funkzelle b, A und f. Jeder der Funkzellen ist ein Funkzellenrechner 21, 22 bzw. 23 zugeordnet. Die Mobiltelefone sind mit den Ziffern T1, T2 und T3 versehen.
  • Die Funkzellenrechner 21, 22 und 23 sind verbunden mit einem gemeinsamen Zentralrechner 24. Sobald ein Mobiltelefon (z.B. das Mobiltelefon T1) in eine Funkzelle einbucht (z.B. die kleine Funkzelle b), sendet der zugehörige Funkzellenrechner (hier der Funkzellenrechner 21) Uhrzeit, Datum und Kennung des Mobiltelefons T1 an den Zentralrechner 24. Bei Verlassen bzw. Ausbuchen des Mobiltelefons aus dieser Funkzelle geht eine weitere Meldung an den Zentralrechner 24. Zwischenzeitlich können wahlweise in definierten Zeitabständen Bestätigungsmeldungen von dem zugehörigen Funkzellenrechner an den Zentralrechner übersandt werden.
  • Wird das beschriebene Prinzip konsequent eingehalten, ergibt sich automatisch ein Bewegungsprofil des Mobiltelefons über die besuchten bzw. eingebuchten Funkzellen mit zugehörigen Zeiten und Datumsangaben. Durch Vergleich mit dem im Zentralrechner 24 oder einem angeschlossenen Rechner abgelegten Streckennetz (z.B. Autobahnnetz) können Streckenberechnungen durchgeführt und die zugehörigen Gebühren ermittelt werden.
  • Der Zentralrechner 24 steht in Verbindung mit dem Abrechnungssystem des Mobilfunkanbieters oder mit einem eigenen Abrechnungssystem. Die errechneten Gebühren können unmittelbar über die Telefonrechnung des Mobiltelefons, von einem Kontostand einer Prepaid-Karte oder einem anderen laufenden Konto abgezogen werden.
  • Der Zentralrechner kann die Daten wahlweise in Echtzeit oder zur Vermeidung von Belastungsspitzen später verarbeiten. Für Kontrollzwecke dürfte ohnehin eine längerwährende Speicherung zweckmäßig sein.
  • Die Einrichtung bzw. das System sind so ausgestaltet, dass der Zentralrechner 24 die Plausibilität der eingehenden Daten prüft. Sofern beispielsweise ein Mobiltelefon in 1 nacheinander in den Funkzellen D und E eingebucht ist, muss es sich um eine Fahrstrecke außerhalb der Autobahnen 10, 11 handeln. Der Rechner ruft dann automatisch das Mobiltelefon an und verlangt eine Bestätigung dafür, dass eine gebührenpflichtige und/oder nicht gebührenpflichtige Strecke befahren wird.
  • Wahlweise ist vorgesehen, dass Überwachungseinrichtungen bzw. -maßnahmen in dem jeweiligen Gebiet aktiviert bzw. intensiviert werden, sofern ein oder mehrere Fahrzeuge vorgeben nicht gebührenpflichtige Strecken zu befahren.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, dass zu Beginn einer jeden gebührenpflichtigen Fahrtstrecke über das jeweilige Mobiltelefon eine standardisierte Nachricht (SMS) automatisch oder manuell an den Zentralrechner oder eine andere autorisierte Abrechnungsstelle geschickt wird, möglicherweise auch beim Verlassen der gebührenpflichtigen Strecke. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Mobiltelefon nicht abschaltbar ist. Das Mobiltelefon wird vom Fahrzeugführer entweder bei sich geführt oder für den Zweck des Befahrens gebührenpflichtiger Strecken gemietet, z.B. bei der Einreise nach Deutschland.
  • Nachfolgend werden nochmals die wesentlichen Bestandteile des Verfahrens bzw. Systems zusammengefasst wiedergegeben:
    • – Jedes teilnehmende Fahrzeug ist mit einem Mobiltelefon T1-T3 versehen, das vorzugsweise nicht abschalbar ist.
    • – Die gebührenpflichtige Fahrtstrecke führt lückenlos durch einander benachbarte Funkzellen A-J, a-n, für die jeweiligen Mobiltelefone.
    • – Die Einbuchungen der Mobiltelefone in die jeweiligen Funkzellen werden von einem Zentralrechner 24 erfasst. Dabei werden insbesondere Datum und Uhrzeit des Beginns und des Endes der Einbuchung sowie die individuelle Kennung des Mobiltelefons erfasst. Für jedes erfasste Mobiltelefon wird ein Bewegungsprofil aufgezeichnet, aus welchem sich auch die Reihenfolge der berührten oder passierten Funkzellen ergibt.
    • – Der Zentralrechner 24 hat Zugriff auf die geografischen Koordinaten der gebührenpflichtigen Strecken und gleicht diese mit den geografischen Daten der Funkzellen ab.
    • – In Verbindung mit den oben genannten erfassten Daten über die von dem jeweiligen Mobiltelefon berührten oder passierten Funkzellen berechnet der Zentralrechner 24 die befahrene und gebührenpflichtige Strecke.
    • – Die Länge beispielsweise der Autobahn 11 durch die Funkzellen ist bekannt. Durch Addition der in den jeweiligen Funkzellen angeordneten Streckenabschnitte der Autobahn 11 ergibt sich leicht die Länge der befahrenen Strecke und damit die zugehörige streckenabhängige Gebühr.
  • 10
    Autobahn
    11
    Autobahn
    12
    Autobahnkreuz
    13
    Autobahnkreuz
    14
    Autobahnteilstück
    15
    Autobahnteilstück
    16
    Autobahnteilstück
    17
    Autobahnteilstück
    18
    Autobahnkreuz
    19
    Abzweigung
    20
    Abzweigung
    21
    Funkzellenrechner
    22
    Funkzellenrechner
    23
    Funkzellenrechner
    24
    Zentralrechner
    A-J
    große Funkzelle
    a-n
    kleine Funkzelle
    T1-T3
    Mobiltelefon

Claims (9)

  1. Verfahren zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken, die durch Funkzellen (A-J) für Mobiltelefone (T1-T3) oder für ähnliche mobile Sender/Empfänger-Einheiten führen, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) die zu überwachenden Fahrzeuge führen jeweils ein eingeschaltetes Mobiltelefon mit sich, b) das mitgeführte Mobiltelefon nimmt automatisch in Abhängigkeit von der zurückgelegten Strecke (Autobahnen 10, 11, Autobahnteilstücke 14-17) mit einem Rechner (21-23) der berührten oder durchquerten Funkzelle (A-J, a-n) Kontakt auf, c) auf der Basis der Funkzellen, die das vom Fahrzeug mitgeführte Mobiltelefon registriert haben, werden eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke und damit zusammenhängende Gebühren berechnet.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein definiertes Streckennetz für das Fahrzeug mit den berührten oder durchquerten Funkzellen (A-J, a-n) abgeglichen und so eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke ermittelt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das einem Fahrzeug zugeordnete Mobiltelefon (T1-T3) zu Beginn des Verfahrens ereignisgesteuert oder von einem Bediener ausgelöst eine Nachricht, insbesondere SMS an einen Zentralrechner (24) sendet.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das einem Fahrzeug zugeordnete Mobiltelefon im Zusammenhang mit dem Verlassen der gebührenpflichtigen Strecke eine Nachricht, insbesondere SMS an einen Zentralrechner (24) sendet.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei nur berührter aber nicht durchquerter Funkzelle (A-J, a-n) eine fixe pauschale Strecke zugrundegelegt wird.
  6. Einrichtung (System) zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken, die durch Funkzellen (A-J, a-n) für Mobiltelefone (T1-T3) oder für ähnliche mobile Sender/Empfänger-Einheiten führen, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) jedes zu überwachende Fahrzeug ist mit einem Mobiltelefon versehen, b) ein den Funkzellen zugeordneter Zentralrechner (24) erfasst die durch Einbuchung des Mobiltelefons in die berührten oder durchquerten Funkzellen anfallenden Daten, c) auf der Basis der von dem Zentralrechner (24) erfassten Daten berechnet dieser (oder ein anderer Rechner) eine vom Fahrzeug zurückgelegte Strecke und damit zusammenhängende Gebühren.
  7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralrechner (24) bei der Berechnung der zurückgelegten Strecke bzw. anfallenden Gebühren auch das tatsächlich existierende Streckennetz berücksichtigt und mit den berührten und durchquerten Funkzellen abgleicht.
  8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mobiltelefone nicht abschaltbar sind.
  9. Einrichtung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bestimmten Streckenpunkten oder -abschnitten besonders kleine Funkzellen zugeordnet sind, insbesondere Autobahnauffahrten und/oder -abfahrten.
DE200410033124 2004-07-07 2004-07-07 Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken Ceased DE102004033124A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200410033124 DE102004033124A1 (de) 2004-07-07 2004-07-07 Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200410033124 DE102004033124A1 (de) 2004-07-07 2004-07-07 Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102004033124A1 true DE102004033124A1 (de) 2006-02-09

Family

ID=35612763

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200410033124 Ceased DE102004033124A1 (de) 2004-07-07 2004-07-07 Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102004033124A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006027192A1 (de) * 2006-06-12 2007-12-13 Vodafone Holding Gmbh Verfahren und System zur Erfassung von mautpflichtigen Kraftfahrzeugen auf mautpflichtigen Verkehrswegen und zur Bereitstellung von Informationen über die erfassten Kraftfahrzeuge
EP2135465A4 (de) * 2007-03-15 2012-03-07 Agis Pte Ltd Verfahren zur ortsbestimmung und mobilgerät
ITAN20100154A1 (it) * 2010-09-24 2012-03-25 Smart Space Solutions Srl Procedura di autenticazione geografica dell'identificazione automatica di autoveicoli ai fini dell'esazione dei pedaggi stradali e di altre procedure automatiche di gestione della mobilita'.

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001011571A1 (de) * 1999-08-04 2001-02-15 Vodafone Ag Mautsystem zur zentralen erhebung von nutzungsgebühren von fahrzeugen in einem gebührenpflichtigen wegstreckennetz
WO2002084612A1 (de) * 2001-04-10 2002-10-24 Telefonaktiebolaget Lm Ericsson (Publ) System zur bestimmung streckenabhängiger strassennutzungsgebühren
DE10200497A1 (de) * 2002-01-03 2003-07-10 Deutsche Telekom Ag Verfahren zum Erfassen von Kraftfahrzeug-Bewegungsdaten mittels Mobilfunk
US6705521B1 (en) * 2003-05-23 2004-03-16 Chunghwa Telecom Co., Ltd. Automatic car toll computing and charging method
EP1475752A2 (de) * 2003-05-05 2004-11-10 Vodafone Holding GmbH Verfahren und System zur elektronischen Erhebung von Nutzungsgebühren

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001011571A1 (de) * 1999-08-04 2001-02-15 Vodafone Ag Mautsystem zur zentralen erhebung von nutzungsgebühren von fahrzeugen in einem gebührenpflichtigen wegstreckennetz
WO2002084612A1 (de) * 2001-04-10 2002-10-24 Telefonaktiebolaget Lm Ericsson (Publ) System zur bestimmung streckenabhängiger strassennutzungsgebühren
DE10200497A1 (de) * 2002-01-03 2003-07-10 Deutsche Telekom Ag Verfahren zum Erfassen von Kraftfahrzeug-Bewegungsdaten mittels Mobilfunk
EP1475752A2 (de) * 2003-05-05 2004-11-10 Vodafone Holding GmbH Verfahren und System zur elektronischen Erhebung von Nutzungsgebühren
US6705521B1 (en) * 2003-05-23 2004-03-16 Chunghwa Telecom Co., Ltd. Automatic car toll computing and charging method

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006027192A1 (de) * 2006-06-12 2007-12-13 Vodafone Holding Gmbh Verfahren und System zur Erfassung von mautpflichtigen Kraftfahrzeugen auf mautpflichtigen Verkehrswegen und zur Bereitstellung von Informationen über die erfassten Kraftfahrzeuge
EP1868164A3 (de) * 2006-06-12 2008-07-02 Vodafone Holding GmbH Verfahren und System zur Erfassung von mautpflichtigen Kraftfahrzeugen auf mautpflichtigen Verkehrswegen und zur Bereitstellung von Informationen über die erfassten Kraftfahrzeuge
EP2135465A4 (de) * 2007-03-15 2012-03-07 Agis Pte Ltd Verfahren zur ortsbestimmung und mobilgerät
ITAN20100154A1 (it) * 2010-09-24 2012-03-25 Smart Space Solutions Srl Procedura di autenticazione geografica dell'identificazione automatica di autoveicoli ai fini dell'esazione dei pedaggi stradali e di altre procedure automatiche di gestione della mobilita'.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102004013807B4 (de) Elektronisches Mautsystem für Verkehrswege und Verfahren zu dessen Betrieb
EP0741891B2 (de) Verfahren und anordnung zur ermittlung von nutzungsgebühren für verkehrswege und/oder verkehrsflächen
EP2909815B1 (de) Verfahren und einrichtungen zur verkehrsbedingten mauterhebung
EP2817786A1 (de) Buchungs- und stornierungsverfahren sowie gebührenerhebungsverfahren in einem gebührenerhebungssystem
WO2001011571A1 (de) Mautsystem zur zentralen erhebung von nutzungsgebühren von fahrzeugen in einem gebührenpflichtigen wegstreckennetz
EP1449174B1 (de) Erfassungssystem für flächige bereiche zum erfassen von fahrzeugen mit gps
EP0802509A2 (de) Verfahren zur automatischen Erhebung von Strassenbenutzungsgebühren
DE19740602A1 (de) Verkehrsleit-, Informations- und Positionierungssystem (VIPS)
WO2001003073A1 (de) Vorrichtung zur flexiblen gebührenerfassung
EP1346334B1 (de) Verfahren und einrichtung zum erfassen von mindestens einem fahrzeug
WO2003063088A2 (de) Verfahren und einrichtung zur erhebung von fahrgeldern
EP2690601B1 (de) Mautkontrollverfahren und Mautkontrolleinrichtungen sowie Mautsystem mit derartigen Mautkontrolleinrichtungen
DE202004004379U1 (de) Elektronisches Mautsystem für Verkehrswege
EP1344190B1 (de) Verfahren zur erhebung von nutzungsgebühren
DE102004033124A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung von Gebühren für von Fahrzeugen zurückgelegte Strecken
EP1655700A2 (de) Verfahren und System zur Festlegung einer Streckennutzungsgebühr
EP3211605B1 (de) Fahrzeugeinrichtung, system, strassenseitige einrichtung und verfahren zur durchführung wenigstens einer transaktion
DE102005027765A1 (de) Verfahren zur Aktualisierung von Software in einem Fahrzeuggerät eines elektronischen Mautsystem sowie Mautsystem zur Durchführung des Verfahrens
EP1821259A2 (de) Verfahren zur Ermittlung mautbehafteter Wegstreckenlängen
WO2007073748A1 (de) SYSTEM UND VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER NUTZUNGSGEBÜHREN FÜR MAUTPFLICHTIGE STRAßENABSCHNITTE UND/ODER GEBIETE
EP1920411B1 (de) Prüfverfahren zur erkennung von abweichungen von geoobjekten
EP2665044A1 (de) Verfahren zum Messen der Leistungsfähigkeit eines Straßenmautsystems
DE102005022702A1 (de) Verfahren zur Erhebung von Straßenbenutzungs-Gebühren in Verbindung mit Zielführung
DE102005049768A1 (de) Mauterfassungsgerät und Mauterfassungsverfahren
EP1203354B2 (de) Verfahren zur automatischen gebührenerhebung und vorrichtung hierzu

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection