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Die
Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem, ein Verfahren zum Steuern
eines Kommunikationssystems, einen Server, ein Verfahren zum Betreiben
eines Servers, ein Teilnehmergerät
und ein Verfahren zum Betreiben eines Teilnehmergeräts.
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Vor
Kurzem wurde digitales terrestrisches Fernsehen in Form von DVB-T
(Digital Video Broadcast-terrestrisch) eingeführt.
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Mittels
DVB-T wird die terrestrische Ausstrahlung insbesondere von TV-Programmen
für stationäre und portable
Empfänger
durchgeführt.
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Ein
zu DVB-T kompatibler Video-Broadcast-Kommunikationsdienst ist der
für portable
und tragbare Geräte,
wie beispielsweise Mobilfunktelefone und mit einer Mobilfunk-Schnittstelle
versehene Taschencomputer (PDAs), vorgesehene DVB-H (Digital Video
Broadcast-Handheld).
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Durch
Verwendung von DVB-H ist es möglich,
die für
mobile Empfangsgeräte
zur Nutzung des jeweiligen Video-Broadcast-Kommunikationsdienstes erforderliche
Leistungsaufnahme gegenüber DVB-T
deutlich zu verringern. Deshalb eignet sich DVB-H besonders für kleine
tragbare Geräte
mit Empfangsvorrichtung, die eine verhältnismäßig stark begrenzte Stromversorgung
aufweisen. Beispielsweise kann das unkomfortabel oft erforderliche
Aufladen von Akkumulatoren, die den Geräten zur Stromversorgung dienen,
vermieden werden bzw. die Betriebszeit der Energieversorgung mit
einem Akkumulator verlängert
werden.
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Es
ist vorgesehen, dass mittels DVB-H Videosignale mit weitaus geringerer
Datenrate übertragen
werden als mittels DVB-T, weil mittels DVB-H hauptsächlich Geräte, die
Displays mit geringer Auflösung
(typischerweise 360 mal 288 Bildpunkte) aufweisen, mit Videodaten
versorgen werden sollen und weil das bei DVB-H verwendete Videokompressionsverfahren
H.264 deutlich effizienter ist als die bei DVB-T verwendete MPEG-2-Videocodierung.
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Es
ist beispielsweise möglich,
bis zu 50 TV-Programme mittels eines terrestrischen TV-Kanals mit
8 MHz Bandbreite zu übertragen
wenn die TV-Programme gemäß DVB-H
codiert sind. Auf diese Weise können
geringe Übertragungskosten
pro TV-Programm
erreicht werden und Kommunikationsdienste mit strengen Kostenrestriktionen
können
lukrativ betrieben werden.
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Neben
Videosignalen und Audiosignalen für TV-Programme und Radio-Programme
ist es mittels DVB-H auch möglich,
andere Arten von Daten zu übertragen,
beispielsweise durch Einbettung der Daten in Datenpakete gemäß dem Internet-Protokoll (IP).
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Ein
weiteres modernes Kommunikationssystem ist das UMTS (Universal Mobile
Telecommunications System), das ein von der ETSI (European Telecommunication
Standard Institute) standardisiertes Kommunikationssystem zur universellen
Mobilfunk-Telekommunikation ist.
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Vor
allem im Bereich der Multimediatechnik ermöglicht ein UMTS-Kommunikationssystem,
d.h. ein Kommunikationssystem gemäß einem UMTS-Standard, auf
Grund der wesentlich höheren Datenübertragungsraten
als sie beispielsweise von einem GSM (Global System für Mobile
Communication)-Kommunikationssystem bereitgestellt werden, die Bereitstellung
leistungsfähiger
Multimedia-Kommunikationsdienste.
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Ein
UMTS-Kommunikationssystem weist die Leistungsmerkmale der Leitungsvermittlung
der GSM-Kommunikationssystemen zu Grunde liegenden Technik sowie
die Leistungsmerkmale der Paketvermittlung der dem GPRS (General
Paket Radio Service) zu Grunde liegenden Technik auf und erfüllt somit
die Voraussetzungen für
einen schnellen Datentransfer.
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Ferner
weist der UMTS-Standard Spezifikationen auf, die den Datentransport
basierend auf dem IP (Internet-Protokoll) vorsehen und somit die
Verwendung von UMTS-Kommunikationssystemen
für einen
auf Funk basierenden Internet-Zugang ermöglichen.
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Ein
UMTS-Kommunikationssystem ist ein zellulares Mobilfunk-Kommunikationssystem
bei dem Daten mittels dedizierter Punkt-Zu-Punkt-Verbindungen im Downlink (Abwärtsstrecke)
und im Uplink (Aufwärtstrecke)
zwischen mobilen Teilnehmergeräten
und dem Funknetzwerk des UMTS-Kommunkationssystems übertragen
werden.
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Gemäß dem UMTS-Standard
ist ferner der Multimedia Broadcast und Multicast Service (MBMS) spezifiziert,
der die Übertragung
der selben Daten an mehrere Mobilfunkteilnehmer, d.h. Benutzer des UMTS-Kommunikationssystems,
gleichzeitig ermöglicht,
was auch als Datenübertragung
mittels Punkt-Zu-Mehrpunkt-Verbindungen
bezeichnet wird. Dabei werden die von einem Sender zu einer Mehrzahl
von Empfängern
zu übertragenden
Daten mittels gemeinsamer Verbindungswege von dem Sender zu den
Empfängern
(idealerweise) nur einmal gesendet. Auf diese Weise wird die für die im
Rahmen eines Kommunikationsdienstes durchzuführende Übertragung von Daten an die
Empfänger
erforderliche Bandbreite im Funknetzwerk und auf der Luftschnittstelle
stark reduziert, verglichen mit der Übertragung der Daten mittels
dedizierter Kommunikationsverbindungen für jeden Empfänger.
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In
dem Standardisierungsforum OMA (Open Mobile Alliance) gibt es Überlegungen
Broadcast-Kommunikationssysteme, wie beispielsweise DVB-H, und bidirektionale
Mobilfunktechniken, wie sie insbesondere bei GSM-Kommunikationssystemen,
bei GPRS und UMTS-Kommunikationssystemen verwendet werden, miteinander
zu kombinieren. Das dabei geplante und entstehende Kommunikationssystem
wird im Rahmen der OMA als Mobile Broadcast Service (MBS) bezeichnet.
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Im
Rahmen der Entwicklung von MBS ist es ein Ziel, beide Übertragungssysteme,
das heißt Übertragung
mittels Broadcast-Netzwerk
und Übertragung
mittels Mobilfunk-Netzwerk, auf Seiten des jeweiligen Netzwerks
und auf Seiten der Endgeräte logisch
zu verknüpfen,
so dass für
ein oder mehrere Engeräte
bestimmte Daten ressourceneffizient und mit optimierter Dienstqualität an das
Endgerät
bzw. die Engeräte übertragen
werden können.
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Ferner
ist ein Ziel bei der Entwicklung des MBS, die Benutzer des Kommunikationssystems
mittels DVB-H ressourceneffizient und kostengünstig mit Multimedia-Daten
zu versorgen und den Mobilfunkteilnehmern ferner mittels eines Rückkanals
zu ermöglichen,
interaktiv in die Übertragung
der Multimedia- Daten
einzugreifen und beispielsweise die Steuerung und die Eigenschaften
der Datenübertragung zu
beeinflussen.
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Mögliche Anwendungen
von MBS sind Kommunikationsdienste, wie Online Games (Online-Spiele),
Dedicated Download (dediziertes Herunterladen), News Broadcast (Nachrichtenrundsenden)
an ausgewählte
Mobilfunkteilnehmer usw., sowie Kontrollmechanismen, wie beispielsweise
zur Authentifizierung, Autorisierung und Aushandlungen von Schlüsseln sowie
Prozeduren für
die Vergebührung der
von den Mobilfunkteilnehmern genutzten Kommunikationsdienste (Charging,
Billing).
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In
[1] ist ein Verfahren zur Übertragung
von Daten zwischen Sende-/Empfangsstationen offenbart, wobei die
Datenübertragung
mittels eines Funkübertragungssystems
durchgeführt
wird, das aus einer Mehrzahl von Funkübertragungssystemen basierend
auf einem Teilnehmerprofil und auf der Übertragungsqualität für die Datenübertragung
ausgewählt wird.
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In
[2] ist ein Verfahren zur Realisierung von Instant-Messaging-Funktionen
offenbart, bei dem vorgesehen ist, dass ein Kommunikationsendgerät mittels
eines Mobilfunk-Netzwerks Daten überträgt und dass
Multicast-Informationen mittels einer separaten Schnittstelle, beispielsweise
eines DVB-T-Systems, übertragen
werden.
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In
[3] ist ein Verfahren offenbart, mittels welchem Übertragungsprobleme,
die durch das gleichzeitige Betreiben eines DVB-T-Empfängers und
eines GSM-Senders in einem Teilnehmergerät entstehen, gelöst werden.
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In
[4] ist ein Verfahren zum Übertragen
von Daten mittels des TCP/IP-Protokolls offenbart, wobei IP-Netzwerkmodule
eine Kommunikationsvorrichtung für
die Übertragung
von Daten mit verschiedenen Kommunikationsnetzwerken koppelt.
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Druckschrift
[5] offenbart Verfahren zum zeitlichen Synchronisieren eines Multiträgersignalempfängers, bei
dem die Impulsantwort eines Übertragungskanals
berechnet wird.
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Druckschrift
[6] offenbart eine Vorrichtung zum Beobachten von elektromagnetischen
Feldern.
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Druckschrift
[7] offenbart ein portables digitales Fernsehsystem mit einem Zweikanalempfänger.
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In
[8] ist eine Vorrichtung zum Konvertieren einer Farbtemperatur offenbart,
die eingerichtet ist, die Farbtemperatur eines Eingabebildes zu
variieren und auszugeben.
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Druckschrift
[9] offenbart eine Anordnung und ein Verfahren zum Berechnen des
Rauschens in einem empfangenen Signal, wobei das Rauschen unter
Verwendung mehrerer empfangener Datenpakete berechnet wird.
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Wie
in [10] beschrieben, ist ein Funk-Kommunikationssystem bekannt,
bei welchem die Übertragungsleistung,
mit der Datenpakete übertragen werden,
an die Übertragungslast
angepasst wird.
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Druckschrift
[11] offenbart einen Maximum-a-posteriori-Decoder (MAP-Decoder) für ein digitales
Video-Broadcast-System.
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Ferner
ist aus Druckschrift [12] ein Empfänger für ein digitales Kommunikationssystem
bekannt, bei dem Eigenschaften eines Kommunikationssignals durch
wiederholte Anpassung berechnet werden.
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Druckschrift
[13] offenbart ein Gleichstromkompensationssystem für ein Funk-Kommunikationssystem
mit einem Gleichstromverstärker,
das die Ausgabe einer Gleichstromlevelberechnungseinheit empfängt und
ein Gleichstrom-Offset-Signal ausgibt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Kommunikationssystem
bereitzustellen, das eine effizientere Nutzung eines Broadcast-Netzwerks
ermöglicht,
als es gemäß dem Stand
der Technik möglich
ist.
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Die
Aufgabe wird durch ein Kommunikationssystem, ein Verfahren zum Steuern
eines Kommunikationssystems, einen Server, ein Verfahren zum Betreiben
eines Servers, ein Teilnehmergerät und
ein Verfahren zum Betreiben eines Teilnehmergeräts mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
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Es
wird ein Kommunikationssystem mit einem Teilnehmergerät, einem
Broadcast-Netzwerk, einem Mobilfunk-Netzwerk und einem Server bereitgestellt,
wobei das Teilnehmergerät
eine Broadcast-Empfangsvorrichtung aufweist; das Broadcast-Netzwerk eingerichtet
ist, Daten von dem Server zu dem Teilnehmergerät zu übertragen; das Mobilfunk-Netzwerk
eingerichtet ist, Daten von dem Server zu dem Teilnehmergerät und von
dem Teilnehmergerät
zu dem Server zu übertragen;
der Server eine Signalisierungseinrichtung aufweist, die eingerichtet
ist, mittels des Mobilfunk-Netzwerks eine Nachricht an das Teilnehmergerät zu senden,
welche Nachricht Parameterwerte enthält, die mindestens einen Zeitpunkt
spezifizieren, zu welchem die Broadcast-Empfangsvorrichtung aktiviert
werden soll; und das Teilnehmergerät eine Steuereinheit aufweist,
die eingerichtet ist, die Broadcast-Empfangsvorrichtung zu dem mindestens
einen spezifizierten Zeitpunkt zu aktivieren.
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Eine
der Erfindung zu Grunde liegende Idee kann darin gesehen werden,
dass die Broadcast-Empfangsvorrichtung nur dann von dem Teilnehmergerät betrieben
wird, wenn dies tatsächlich erforderlich
ist, was durch den Server mittels des Mobilfunk-Netzwerks in einer hierfür vorgesehenen Nachricht
signalisiert wird.
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Dies
hat den Vorteil, dass die Broadcast-Empfangsvorrichtung wesentlich
seltener als gemäß dem Stand
der Technik betrieben wird, was eine erhebliche Energieersparnis
ermöglicht.
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Insbesondere
bei mobilen Empfangsgeräten ist
dies von Vorteil, da diese typischerweise mittels Akkumulatoren
mit Energie versorgt werden, und diese durch den Benutzer aufgeladen
werden müssen. Die
mittels der Erfindung erreichte Energieersparnis senkt die Zahl
der erforderlichen Aufladevorgänge, was
eine bequemere Nutzung des Teilnehmergeräts ermöglicht und insbesondere einen
längeren
Betrieb des Teilnehmergeräts
ermöglicht,
wenn keine Möglichkeit
vorhanden ist den Akkumulator aufzuladen, beispielsweise auf Reisen.
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Es
wird gewährleistet,
dass die Energie benötigende
Broadcast-Empfangsvorrichtung zum Empfangen eines Broadcast-Signals nur dann
aktiviert ist, wenn das Broadcast-Signal tatsächlich von dem Teilnehmergerät empfangen
werden soll.
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Ferner
werden ein Verfahren zum Steuern eines Kommunikationssystems, ein
Server, ein Verfahren zum Betreiben eines Servers, ein Teilnehmergerät und ein
Verfahren zum Betreiben eines Teilnehmergeräts gemäß dem oben beschriebenen Kommunikationssystem
bereitgestellt.
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Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Die weiteren
Ausgestaltungen der Erfindung, die im Zusammenhang mit dem bereitgestellten
Kommunikationssystem beschrieben sind, gelten sinngemäß auch für das bereitgestellte
Verfahren zum Steuern eines Kommunikationssystems, den Server, das
Verfahren zum Betreiben eines Servers, das Teilnehmergerät und das
Verfahren zum Betreiben eines Teilnehmergeräts.
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Es
ist bevorzugt, dass die Broadcast-Empfangsvorrichtung eingerichtet
ist nach seiner Aktivierung Daten, die mittels des Broadcast-Netzwerks übertragenen
werden, zu empfangen und/oder die Broadcast-Netzwerk-Empfangssituation
zu messen.
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Insbesondere
erzeugt in einer Ausführungsform
das Teilnehmergerät
Messwerte, die die Empfangsqualität und die Verfügbarkeit
des Broadcast-Netzwerks durch das Teilnehmergerät spezifizieren und überträgt diese
Messwerte an den Server, beispielsweise als Teil von "Measurement-Reports", die auch Messwerte
enthalten, die die Empfangsqualität und die Verfügbarkeit
des Mobilfunk-Netzwerks durch
das Teilnehmergerät
spezifizieren, beispielsweise den Empfangspegel. Dies kann periodisch,
bei Änderungen
der Empfangsqualität
und der Verfügbarkeit
und/oder auf Anfrage des Servers durchgeführt werden.
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Anschaulich
gesprochen signalisiert das Teilnehmergerät die das Broadcast-Netzwerk
betreffenden Eigenschaften des Teilnehmergeräts, beispielsweise die Empfangssituation
und die Verfügbarkeit des
Broadcast-Netzwerks, mittels der Luftschnittstelle an die verantwortliche
Netzwerkeinheit, das heißt, Broadcast-Netzwerk-Empfangsparameter
werden mittels eines Kanals des Mobilfunk-Netzwerks als Rückmeldung
des Teilnehmergeräts
an den Server übertragen.
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Anschaulich
gesprochen werden die Verfügbarkeit
und die Empfangssituation des Broadcast-Netzwerks und des Mobilfunk-Netzwerks durch das
Teilnehmergerät
von dem Kommunikationssystem verwaltet.
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Das
Messen der Verfügbarkeit
und der Empfangssituation des Broadcast-Netzwerks und das Mitteilen
dieser Werte an den Server ermöglicht
es, dass der Server entscheidet, ob das Aktivieren der Broadcast-Empfangsvorrichtung
und die Übertragung
von Daten mittels des Broadcast-Netzwerks angesichts der Empfangssituation
sinnvoll ist.
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Die
Daten, die mittels des Broadcast-Netzwerks übertragen werden, werden in
einer Ausführungsform
von einem Applikationsserver bereitgestellt, der dem Server, der
in dieser Ausführungsform ein
MBS-Server ist, signalisiert, ob Daten für mehrere Empfänger bestimmt
sind und die Adressen der Empfänger
signalisiert. Ferner signalisiert der Applikationsserver in einer
Ausführungsform,
welche Qualitätsanforderungen
an die Übertragung
der Daten gestellt werden, beispielsweise die maximal zulässige Verzögerung,
die zulässige
Fehlerrate und den zulässigen
Paketverlust.
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In
einer Ausführungsform
wählt der
Server für
zu übertragende
Daten das am besten geeignete Übertragungssystem,
das heißt
Broadcast-Netzwerk oder Mobilfunk-Netzwerk, und den am besten geeigneten
Transportkanal für
die Übertragung
der Daten aus, beispielsweise basierend auf der Empfangssituation
und der Verfügbarkeit
des Broadcast-Netzwerks durch das Teilnehmergerät.
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Anschaulich
gesprochen werden die Übertragungsressourcen
zur möglichst
effizienten Nutzung der zur Verfügung
stehenden Übertragungskanäle netzwerkseitig
verwaltet.
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In
einer Ausführungsform
werden die zu übertragenden
Daten zwischengespeichert und erneut übertragen, wenn bei der ersten Übertragung der
Daten Fehler aufgetreten sind.
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Es
ist bevorzugt, dass die Steuervorrichtung eingerichtet ist, die
Broadcast-Empfangsvorrichtung nach dem Empfangen der Daten und/oder
dem Messen der Broadcast-Netzwerk-Empfangssituation zu deaktivieren.
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Auf
diese Weise kann eine hohe Energieersparnis erreicht werden.
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Vorzugsweise
ist die Signalisierungseinrichtung eingerichtet, eine Deaktivierungsnachricht
an das Teilnehmergerät
zu senden, welche Deaktivierungsnachricht Parameterwerte enthält, die
mindestens einen Deaktivierungszeitpunkt spezifizieren, zu welchem
die Broadcast-Empfangsvorrichtung deaktiviert werden soll und die
Steuereinheit eingerichtet ist, die Broadcast-Empfangsvorrichtung
zu dem mindestens einen spezifizierten Deaktivierungszeitpunkt zu
deaktivieren.
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Auf
diese Weise kann erreicht werden, dass die Broadcast-Empfangsvorrichtung
genau dann aktiviert ist, wenn dies erforderlich ist, wodurch eine
maximale Energieersparnis erreicht werden kann.
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Es
ist ferner bevorzugt, dass mittels des Broadcast-Netzwerks Daten
im Karussell-Verfahren übertragen
werden und der spezifizierte Zeitpunkt einen Zeitpunkt angibt, zu
dem gegenüber
dem letzten Übertragungsdurchlauf
aktualisierte Daten mittels des Broadcast-Netzwerks übertragen
werden.
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Bei
einer Übertragung
von Daten im Karussell-Verfahren werden die Daten in zyklischer
Wiederholung übertragen.
Die Daten müssen
dabei nicht exakt zyklisch wiederholt übertragen werden sondern können gegenüber dem
letzten Übertragungsdurchlauf
verändert
oder aktualisiert sein.
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Anschaulich
entspricht eine Datenübertragung
im Karussell-Verfahren
einer Übertragung
von Videotext an einen Fernseher.
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Vorzugsweise
ist das Broadcast-Netzwerk gemäß DVB-T
(Digital Video Broadcast-terrestrisch), DVB-H (Digital Video Broadcast-handheld),
ISDB-T (Integrated Services Digital Broadcasting – Terrestrial transmission),
DRM (Digital Radio Mondial), DAB/DMB (Digital Audio Broadcast/Digital
Multimedia Broadcast), 3GPP/MBMS (Multimedia Broadcast and Multicast
Service gemäß dem 3GPP-Standard) und/oder
3GPP2/BCMCS (Broadcast and Multicast Service gemäß dem 3GPP2-Standard) ausgestaltet.
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Es
ist ferner bevorzugt, dass das Mobilfunk-Netzwerk ein zellulares
Mobilfunk-Netzwerk ist und besonders bevorzugt gemäß dem UMTS-Standard,
dem GSM-Standard oder dem GPRS-Standard ausgestaltet
ist.
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In
einer Ausführungsform,
die unabhängig von
dem bereitgestellten Kommunikationssystem und unabhängig von
dem unabhängigen
Patentbegehren realisiert werden kann, wird ein Kommunikationssystem
mit einem Teilnehmergerät,
einem Server, einer Signalisierungseinrichtung und einem Kommunikationsnetzwerk
bereitgestellt, wobei das Teilnehmergerät eine Empfangsvorrichtung
aufweist; das Kommunikationsnetzwerk eingerichtet ist, Daten von
dem Server zu dem Teilnehmergerät
zu übertragen,
und die Signalisierungseinrichtung eingerichtet ist, eine Nachricht
an den Server zu übertragen,
welche Nachricht Werte von Parametern enthält, die mindestens einen Zeitpunkt
spezifizieren, zu dem die Empfangsvorrichtung mittels des Kommunikationsnetzwerks übertragene
Daten empfangen kann.
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Vorzugsweise
weist das Teilnehmergerät eine
zusätzliche
Signalisierungseinrichtung auf, die eingerichtet ist, eine zusätzliche
Nachricht an die Signalisierungseinrichtung zu übertragen, welche zusätzliche
Nachricht Werte von Parametern enthält, die mindestens einen Zeitpunkt
spezifizieren, zu dem die Empfangsvorrichtung mittels des Kommunikationsnetzwerks übertragene
Daten empfangen kann.
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Vorzugsweise
ist das Kommunikationsnetzwerk ein Broadcast-Netzwerk und die Empfangsvorrichtung
eine Broadcast-Empfangsvorrichtung.
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Es
ist bevorzugt, dass das Kommunikationssystem ferner ein Mobilfunk-Netzwerk
aufweist und die zusätzliche
Nachricht mittels des Mobilfunk-Netzwerks von der zusätzlichen
Signalisierungseinrichtung an die Signalisierungseinrichtung gesendet wird.
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Vorzugsweise
ist das Broadcast-Netzwerk gemäß DVB-T,
DVB-H, ISDB-T, DRM, DAB/DMB, 3GPP/MBMS und/oder 3GPP2/BCMCS ausgestaltet.
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Es
ist ferner bevorzugt, dass das Mobilfunk-Netzwerk gemäß dem UMTS-Standard,
dem GSM-Standard oder dem GPRS-Standard ausgestaltet ist.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Weiteren
näher erläutert.
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1 zeigt
ein Kommunikationssystem gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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2 zeigt
ein Nachrichtenflussdiagramm gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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3 zeigt
ein Nachrichtenflussdiagramm gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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4 zeigt
ein Nachrichtenflussdiagramm gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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1 zeigt
ein Kommunikationssystem 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Das
Kommunikationssystem 100 weist einen MBS (Mobile Broadcast
Service)-Server 101 auf.
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Der
MBS Server 101 ist mit einem MMS(Multimedia Messaging Service)-Server 102,
einem PSS(Packet Switched Streaming)-Server 103 und weiteren Servern 104 gekoppelt.
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Ein
Teilnehmergerät 105 ist
mittels eines Broadcast-Netzwerks 106 und eines Mobilfunk-Netzwerks 107 mit
dem MBS-Server 101 gekoppelt.
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Das
Broadcast-Netzwerk 106 weist DVB-H-Einheiten 111 auf,
die die Datenübertragung von
dem MBS-Server 101 zu dem Teilnehmergerät 105 mittels DVB-H
ermöglichen.
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Das
Mobilfunk-Netzwerk 107 weist MBMS (Multimedia Broadcast
Multicast Service)-Einheiten 108 auf, die die Datenübertragung
von dem MBS-Server 101 zu dem Teilnehmergerät 105 mittels MBMS
ermöglichen.
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Das
Mobilfunk-Netzwerk 107 weist ferner GPRS/GSM-Einheiten 109 auf,
die die Datenübertragung
von dem Teilnehmergerät 105 zu
dem MBS-Server 101 sowie die Datenübertragung von dem MBS-Server 101 zu
dem Teilnehmergerät 105 mittels
GPRS (General Packet Radio Service) und/oder GSM (Global System
for Mobile Communications) ermöglichen.
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Das
Teilnehmergerät 105 ist
beispielsweise ein Mobiltelefon, dass mit einer DVB-H-Empfangseinheit
und mit einer UMTS-Sende-/Empfangseinheit versehen
ist.
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Das
Kommunikationssystem 100 weist weitere Teilnehmergeräte (nicht
gezeigt) auf, die analog zu dem Teilnehmergerät 105 angeordnet sind.
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Das
Broadcast Netzwerk 106, das Mobilfunk-Netzwerk 107,
der MBS-Server 101, der MMS-Server 102, der PSS-Server 103 und
die weiteren Server 104 sind Teil eines Kommunikationsnetzwerks 110.
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Benutzer
können
unter Verwendung von Teilnehmergeräten, wie beispielsweise dem
Teilnehmergerät 105,
Daten zu dem Kommunikationsnetzwerk 110 übertragen
und Daten von dem Kommunikationsnetzwerk 110 empfangen,
beispielsweise zur Kommunikation mit anderen Benutzern oder zur
Nutzung von von dem Kommunikationsnetzwerk 110 bereitgestellten
Kommunikationsdiensten.
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Der
MBS-Server 101 kann als zentrale Einheit des Kommunikationsnetzwerks 110 angesehen werden.
Er sammelt Informationen darüber,
welche Teilnehmer, d.h. Benutzer, zu erreichen sind, wie diese Teilnehmer
zu erreichen sind, beispielsweise unter welcher Mobilfunk-Telefonnummer,
und steuert bei einer Anfrage eines Datenservers, d.h. des MMS-Servers 102,
des PSS-Servers 103 oder eines der weiteren Server 104 des
Kommunikationsnetzwerks 110, für die Übertragung von Daten an eine oder
mehrere Benutzer die Datenübertragung
mittels des am besten geeigneten Transportkanals, der von dem Broadcast-Netzwerk 106 oder
von dem Mobilfunk-Netzwerk 107 bereitgestellt wird.
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Die
zu übertragenden
Daten werden von dem MMS-Server 102, von dem PSS-Server 103 oder
einem der weiteren Server 104 bereitgestellt. Ein Server
der weiteren Server 104 kann ein beliebiger Server sein,
der Daten auf Basis des Internet-Protokolls
(IP) oder eines entsprechenden Protokolls für Mobilfunksysteme, beispielsweise
des Wireless Application-Protokolls
(WAP), bereitgestellt, sein.
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Ein
Server der weiteren Server 104 ist beispielsweise ein Download-Server,
der Lieder in Form von komprimierten Audio-Dateien zum Herunterladen auf Teilnehmergeräte bereitstellt.
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Stellt
einer der Datenserver Daten zur Übertragung
an einen oder mehrer Benutzer bereit, so werden neben den zu übertragenden
Daten auch Informationen von dem Datenserver an den MBS-Server zum
Steuern der Datenübertragung
gesendet.
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Dies
sind beispielweise die folgenden Informationen:
- – Eine oder
mehrere Adressen von Empfängern oder
Empfängergruppen
(d.h. eine Liste von Empfängern),
an die die Daten übertragen
werden sollen, mittels welcher Adresse(n) der Empfänger adressiert
werden kann bzw. die Empfänger adressiert
werden können.
- – Eine
Gruppen-Adresse einer Gruppe von Empfängern, an die die Daten übertragen
werden sollen, beispielsweise eine Multicast-Adresse oder eine MBMS-Adresse
gemäß dem 3GPP
(Third Generation Partnership Project)-UMTS-Standard.
- – Ein
Gruppenindikator, d.h. eine Signalisierung, die angibt, dass eine
Gruppen-Adresse an den MBS-Server 101 von dem Datenserver übertragen
wurde, welcher Gruppen-Indikator in einer Ausführungsform auch die Anzahl
der Mitglieder der Gruppe enthält.
Die Information, dass eine Gruppen-Adresse übertragen wurde, ist wichtig, wenn
der MBS-Server 101 nicht an Hand der Adresse erkennen kann,
dass die Adresse eine Gruppe von Empfängern adressiert und wie viele Mitglieder
diese Gruppe hat. Der MBS-Server 101 kann basierend auf
dieser Information die Entscheidung treffen, ob die Datenübertragung
mittels einer dedizierten Funkverbindung mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 oder
mittels einer Broadcast-Übertragung
mittels des Broadcast-Netzwerks 106 durchgeführt werden
soll.
- – Anforderungen
an die Datenübertragung
betreffend die Datenrate, die Dauer der Übertragung, das Datenvolumen,
die maximale Verzögerung der
Datenübertragung
und die Zulässigkeit
von Übertragungsfehlern.
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Der
MBS-Server 101 kommuniziert ferner mit dem Broadcast-Netzwerk 106 sowie
mit dem Mobilfunk-Netzwerk 107 und erhält dadurch beispielsweise die
folgenden Informationen:
- – Informationen über die
Erreichbarkeit des oder der Empfänger
mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 und Informationen über die
Erreichbarkeit der Empfänger
mittels des Broadcast-Netzwerks 106.
- – Informationen über die
voraussichtliche Erreichbarkeit des oder der Empfänger mittels
des Mobilfunk-Netzwerks 107 und Informationen über die vorrausichtliche
Erreichbarkeit des oder der Empfänger
mittels des Broadcast-Netzwerks 106. Diese Informationen
werden durch eine Vorhersage bestimmt, die auf Positionsinformationen,
Geschwindigkeitsinformationen und Richtungsinformationen in Kombination
mit Informationen über die
geographische Verfügbarkeit
des Mobilfunk-Netzwerks 107 bzw. des Broadcast-Netzwerks 106 basiert.
Beispielsweise könnte
das Teilnehmergerät 105 in
einem Fahrzeug betrieben werden und mit einem Navigationssystem
des Fahrzeugs gekoppelt sein, das dem Teilnehmergerät Informationen über die
Fahrtroute des Fahrzeugs zuführt.
Basierend darauf und auf der Information, in welchen geographischen
Bereichen das Broadcast-Netzwerk 106 und/oder das Mobilfunk-Netzwerk 107 verfügbar ist,
kann eine Vorhersage über
die Verfügbarkeit
des Teilnehmergeräts 105 getroffen
werden.
- – Informationen über die
jeweilige Netzauslastung, beispielsweise die bei dem Broadcast-Netzwerk 106 zur
Verfügung
stehende Datenrate.
- – Informationen über die
Empfangssituation der einzelnen Empfänger oder Informationen über die Empfangssituation
von Empfängergruppen,
so dass beispielsweise vor der Datenübertragung an die Empfänger eingeschätzt werden
kann, ob eine Datenübertragung
mittels des Broadcast-Netzwerks 106 erfolgreich sein wird.
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Ferner
hat der MBS-Server 101 die folgenden Aufgaben:
- – Adressübersetzung
von einer Adresse auf der Schnittstelle zwischen Datenserver und MBS-Server 101,
d.h. eine Adresse, mittels welcher ein Datenserver beispielsweise
das Teilnehmergerät 105 adressiert,
in eine Adresse zwischen MBS-Server 101 und
den Teilnehmergeräten,
d.h. in eine Adresse, mittels welcher der MBS-Server 101 beispielsweise
das Teilnehmergerät 105 adressiert,
zu übersetzen.
Die Adresse, mittels welcher der MBS-Server 101 beispielsweise
das Teilnehmergerät 105 adressiert
kann spezifisch für
das von dem MBS-Server 101 für die Datenübertragung ausgewählte Übertragungssystem,
d.h. das Broadcast-Netzwerk 106 oder das Mobilfunk-Netzwerk 107,
sein und kann auch die Adresse einer Gruppe von Empfängern sein.
- – Zwischenspeicherung
von zu übertragenden Daten,
bis auf dem ausgewählten Übertragungssystem
ausreichend Kapazität
zum Übertragen der
Daten frei ist.
- – Aufteilung
der zu übertragenden
Daten in Datenpakete mit einer für
das ausgewählte Übertragungssystem
geeigneten Größe.
- – Nummerierung
der Datenpakete zur Wiederherstellung der Reihenfolge der Datenpakete
nach der Datenübertragung.
- – Generierung
von Abrechnungsinformationen unter Berücksichtigung des ausgewählten und verwendeten Übertragungssystems.
- – Anpassung
der Inhalte der zu übertragenden Daten
bezüglich
der Darstellungsformate und der Eigenschaften der Inhalte unter
Berücksichtigung des
ausgewählten
und verwendeten Übertragungssystems.
- – Zwischenspeicherung
von zu übertragenden Daten
bis der korrekte Empfang der Daten bzw. der Datenpakete, in die
die Daten aufgeteilt sind, von bestimmten Empfängern bestätigt wurde.
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Für das Teilnehmergerät 105,
das ein Empfangsmodul für
Broadcast-Dienste, wie beispielsweise DVB-H, mittels welchem das
Broadcast-Netzwerk 106 Daten überträgt, bedeutet der Betrieb des
Empfangsmoduls einen erheblichen Stromverbrauch. Die Laufzeit des
Akkumulators des Teilnehmergeräts 105 verkürzt sich
dadurch typischerweise erheblich.
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Der
MBS-Server 101 informiert die Teilnehmergeräte, beispielsweise
das Teilnehmergerät 105, mittels
des Mobilfunk-Netzwerks 107 darüber, ob zu einem Zeitpunkt
in der nahen Zukunft eine Datenübertragung
mittels des Broadcast-Netzwerks 106 zu dem
jeweiligen Teilnehmergerät,
beispielweise dem Teilnehmergerät 105,
stattfinden wird und informiert das jeweilige Teilnehmergerät gegebenenfalls über den
Zeitpunkt.
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Dazu
kann ein sogenannter Push-Dienst realisiert werden, bei dem die
Initiative für
eine Datenübertragung
von dem Kommunikationsnetzwerk 110 ausgeht. Der MBS-Server 101 verwendet
dazu beispielsweise die Funktionalität von WAP(Wireless Application
Protocol)-Push und überträgt eine
kurze Nachricht, beispielsweise an das Teilnehmergerät 105,
in der die folgenden Informationen enthalten sind:
- – Datum
und Uhrzeit, die den Zeitpunkt spezifizieren, zu dem die Datenübertragung
startet; oder vorzugsweise
- – Datum
und Uhrzeit, die den Zeitpunkt spezifizieren, an dem das Teilnehmergerät 105 das DVB-H-Empfangsmodul
aktivieren soll;
- – das
aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit zur Synchronisierung der
Uhr in dem Teilnehmergerät 105;
- – Werte
von Übertragungsparametern
für die
Datenübertragung
zu dem Teilnehmergerät 105 mittels
des Broadcast-Netzwerks 106, beispielweise bestehend aus:
Frequenz, Modulationsparameter (beispielsweise die DVB-H-Trägeranzahl),
Werte von Fehlerschutzparametern, Datenstrom-Identifikation und
Stromnummer (beispielsweise die Nummer des Datenstroms im verwendeten MPEG2-transport
stream);
- – Werte
von Zugriffsparametern für
die übertragenen
Daten, beispielsweise Rechteobjekte für DRM (Digital Rights Managment)-geschützte Daten;
der Vorteil hierbei ist, dass für
die Werte der Zugriffsparameter und für die geschützten Daten unterschiedliche Übertragungswege
verwendet werden und somit eine hohe Sicherheit vor unautorisierter
Nutzung der Daten erreicht wird.
-
Mittels
eines Push-Dienstes können
beispielsweise Nachrichten des Multimedia Messaging Service, der
von dem MMS-Servereinheit
2 bereitgestellt wird, übertragen
werden. Diese Nachrichten weisen Multimedia-Inhalte auf, und weisen
deswegen eine hohe Datenmenge auf, so dass eine Übertragung mittels eines Broadcast-Systems,
wie dem Broadcast-Netzwerk 106 sinnvoll ist.
-
Die Übertragung
mittels eines Broadcast-Systems ist insbesondere dann sinnvoll,
wenn ein bestimmter Multimedia-Inhalt
an mehrere Empfänger übertragen
werden soll, beispielsweise bei einem Kommunikationsdienst, der
Szenen aus Fußballspielen
in Form von Videosequenzen, beispielsweise einen kurzen Ausschnitt
eines Fußballspiels,
in dem gerade ein Tor geschossen wird, an mehrere Empfänger überträgt, die
den Kommunikationsdienst abonniert haben. In diesem Fall sendet
der MMS-Server 102 eine Nachricht mit dem zu übertragenden
Multimedia-Inhalt und eine Liste der Empfänger an den MBS-Server 101.
Der MBS-Server 101 stellt anschließend fest, mittels welchem Übertragungssystem,
d.h. mittels des Broadcast-Netzwerks 106 oder mittels des
Mobilfunk-Netzwerks 107, die Empfänger jeweils am besten zu erreichen
sind. Dementsprechend wählt
der MBS-Server 101 für
jeden Empfänger
eine individuelle Zustellmethode.
-
Befinden
sich beispielsweise mehrere Empfänger
im Empfangsgebiet eines DVB-H-Senders des Broadcast Netzwerks 106,
so kann der MBS-Server 101 diesen Empfängern eine Push-Nachricht, beispielsweise
mittels eines WAP-Push-Kommunikationsdienstes,
zuschicken und die Teilnehmergeräte dieser
Empfänger
auf diese Weise dazu veranlassen mit dem Empfangsmodul des jeweiligen
Teilnehmergeräts
einen bestimmten Datenstrom aus einem bestimmten Broadcast-Kanal
zu empfangen.
-
Anschließend wird
auf diesem Broadcast-Kanal die Videosequenz übertragen und somit allen Empfängern im
Empfangsbereich des DVB-H-Senders zugänglich gemacht. Die dabei übertragenen
Nachrichten können
entweder komplett mittels des Broadcast-Kanals übertragen werden oder die Signalisierung
und die Grundelemente der Nachrichten werden mittels Mobilfunkkanälen, die
mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 bereitgestellt werden,
zu den Teilnehmergeräten übertragen und
es werden nur die multimedialen Elemente der Nachrichten, die typischerweise
einen Großteil
des Datenvolumens der Nachrichten bilden, mittels des Broadcast-Kanals
an eines oder mehrere der Teilnehmergeräte übertragen.
-
Das
Kommunikationsnetzwerk 110 stellt ferner Datendienste im
Karussell-Verfahren bereit. Im Karussell-Verfahren werden Daten
mittels des Broadcast-Netzwerks 106 in zyklischer Wiederholung übertragen,
so dass in einem Empfangsgerät, beispielsweise
dem Teilnehmergerät 105,
im Laufe der Zeit der komplette Satz von übertragenen Daten empfangen
und zwischengespeichert werden kann.
-
Anschaulich
entspricht dies der Übertragung von
Videotext an einen Fernseher.
-
Bei
jedem Übertragungsdurchlauf,
d.h. bei jeder zyklischen Wiederholung, können die übertragenen Daten entweder
exakt wiederholt werden oder von den Daten, die bei dem vorhergehenden
Durchlauf übertragen
wurden, abweichen, d.h. anschaulich, dass Änderungen einfließen.
-
Wie
oben erwähnt,
besteht bei einem mobilen Endgerät,
wie beispielsweise dem Teilnehmergerät 105, das Problem,
dass für
eine fortlaufenden Empfang der mittels des Karussell-Verfahrens übertragenen
Daten eine zu hohe Energiemenge erforderlich ist, um das mobile
Endgerät
für dem
Benutzer bequem betreiben zu können.
Wird hingegen das Datenangebot nur in bestimmten zeitlichen Abständen empfangen
und auf dem Endgerät
abgespeichert, so stehen möglicherweise
die aktuellen Informationen nicht unmittelbar zur Verfügung, auf
Grund der einfließenden Änderungen.
-
Deshalb
sendet der Dienstanbieter, d.h. beispielsweise der den Kommunikationsdienst
bereitstellende Datenserver, bei einer Veränderung des Datensatzes, der
in zyklischer Wiederholung übertragen
wird, vor der Übertragung
des geänderten
Datensatzes eine Benachrichtigung zu dem Endgerät, beispielsweise mittels WAP-Push,
und veranlasst auf diese Weise das Endgerät beim folgenden Durchlauf die Änderungen
des Datensatzes aufzuzeichnen, d.h. zu empfangen und zu speichern.
Auf diese Weise wird es erreicht, dass die aktuellen Daten auf dem Endgerät vorhanden
und somit durch den Benutzer abrufbar sind und dennoch ein geringer
Energiebedarf der Empfangsvorrichtung des Endgeräts erforderlich ist.
-
In
einer Ausführungsform
betreibt das Teilnehmergerät 105 sein
Broadcast-Empfangsmodul ununterbrochen und meldet jede Änderung
der Empfangssituation, die bestimmten Kriterien entspricht, durch
Signalisierung mittels eines Mobilfunkkanals, der von dem Mobilfunk-Netzwerk 107 bereitgestellt wird,
an den MBS-Server 101. Der MBS-Server 101 speichert
und verwaltet in einer Datenbasis die Empfangssituation für das Teilnehmergerät 105 und
eventuell weitere Empfangsgeräte.
Wird eine Anfrage eines Datenservers für die Übertragung von Daten an eine
oder mehrere Empfangsgeräte
an den MBS-Server 101 übertragen,
so kann dieser auf Basis der Einträge in der Datenbasis entscheiden,
mittels welchen Übertragungssystems
er die zu übertragenen
Daten an das oder die Empfangsgerät (e) übertragen kann.
-
Diese
Ausführungsform
weist den Nachteil auf, dass das Teilnehmergerät 105 die Empfangsqualität des Broadcast-Netzes
ununterbrochen oder zumindest in kurzen zeitlichen Intervallen überprüfen muss
und der Energiebedarf des Teilnehmergeräts 105 dadurch erheblich
erhöht
wird.
-
In
einer anderen Ausführungsform
wird die Überwachung
der Broadcast-Netzverfügbarkeit,
wie im Folgenden mit Bezug auf 2 erläutert, durchgeführt.
-
Im
Folgenden wird ein Beispiel für
die Überwachung
der Broadcast-Netzverfügbarkeit
eines Endgeräts,
d.h. der Erreichbarkeit beispielsweise des Teilnehmergeräts 105 mittels
des Broadcast-Netzwerks 106, mit Bezug auf 1 und 2 erläutert.
-
2 zeigt
ein Nachrichtenflussdiagramm 200 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
-
Der
in 2 dargestellte Nachrichtenfluss findet zwischen
einem MBS-Server 201 und einem Endgerät 202 statt. Das Endgerät 202 entspricht
dem Teilnehmergerät 105 und
der MBS-Server 201 entspricht
dem MBS-Server 101 und der MBS-Server 201 und
das Endgerät 202 sind,
wie es mit Bezug auf 1 erläutert wurde, angeordnet und
ausgestaltet.
-
Das
Endgerät 202 weist
ein Mobilfunkmodem 203 auf, das es dem Endgerät 202 ermöglicht, mittels
des Mobilfunk-Netzwerks 107 Daten zu dem MBS-Server 101 zu übertragen
und Daten von dem MBS-Server 101 zu empfangen, sowie ein
Broadcastmodul 204, das es dem Endgerät 202 ermöglicht, Daten,
die der MBS-Server 101 mittels des Broadcast-Netzwerks 106 überträgt, zu empfangen.
-
Für die Nutzung
des Broadcast-Netzwerks 106 zur Übertragung von Daten an einen
oder mehrere Empfänger
ist es wichtig, dass dem MBS-Server 101 vor dem Beginn
der Datenübertragung bekannt ist,
ob der Empfang der übertragenen
Daten durch das von dem jeweiligen Empfänger verwendete Endgerät möglich sein
wird. Dazu kann der MBS-Server 101 ständig oder bei Bedarf, d.h.
bei einer Anfrage eines Datenservers zur Übertragung von Daten, die Erreichbarkeit
des bzw. der Empfänger
mittels des Broadcast-Netzwerks 106 ermitteln.
-
Das
Endgerät 202 betreibt
das Broadcast-Modul 204 nur auf Anforderung des MBS-Servers 201.
-
In
Schritt 205 signalisiert der MBS-Server 201 mittels
einer entsprechenden Nachricht, dass das Endgerät 202 eine Messung
der Broadcast-Netzwerk-Empfangsituation durchführen soll. Diese Nachricht
wird mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 an das Endgerät 202 übertragen
und mittels des Mobilfunkmodems 203 von dem Endgerät 202 empfangen.
-
In
Schritt 206 betreibt das Endgerät 202 das Broadcast-Modul 204 und
misst die Empfangsituation des Broadcast-Netzwerks 106,
d.h. es misst beispielsweise, ob und wie gut mittels des Broadcast-Netzwerks übertragene
Daten von dem Broadcast-Modul 204 empfangen werden können.
-
In
Schritt 207 übermittelt
das Endgerät 202 die
Ergebnisse der Messung mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 an
den MBS-Server 201.
-
Dies
hat den Vorteil, dass das Broadcast-Modul 204 zur Messung
der Empfangssituation nur kurz betrieben werden muss, womit ein
geringer Energiebedarf erreicht wird. Ferner werden stets aktuelle Messwerte
für die
Entscheidung des MBS-Servers 201 verwendet, welches Übertragungssystem
zur Übertragung
der Daten verwendet wird.
-
Im
Weiteren wird ein Beispiel für
die Übertragung
von Daten mittels eines Broadcast-Kanals, der von dem Broadcast-Netzwerk 106 bereitgestellt
wird, mit Bezug auf 1 und 3 erläutert.
-
3 zeigt
ein Nachrichtenflussdiagramm 300 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
-
Der
in 3 dargestellte Nachrichtenfluss findet zwischen
einem Applikationsserver 301, einem MBS-Server 302 und
einem Endgerät 303 statt.
Das Endgerät 303 entspricht
dem Teilnehmergerät 105, der
MBS-Server 302 entspricht dem MBS-Server 101 und der Applikationsserver 301 entspricht
dem MMS-Server 102,
dem PSS-Server 103 oder einem der weiteren Server 104.
Der Applikationsserver 301, der MBS-Server 302 und
das Endgerät 303 sind,
wie es mit Bezug auf 1 oben erläutert ist, angeordnet und ausgestaltet.
Analog zu der in 2 dargestellten Anordnung weist
das Endgerät
ein Mobilfunkmodem 304 sowie ein Broadcastmodul 305 auf.
-
In
Schritt 306 sendet der Applikationsserver 301 Daten 307 an
den MBS-Server 302 zur Übertragung
an das Endgerät 303 und
eventuell an weitere Endgeräte,
die aus Gründen
der besseren Übersichtlichkeit
nicht gezeigt sind.
-
Der
MBS-Server 302 ermittelt, beispielsweise gemäß einer
der oben beschriebenen Varianten, die Empfangssituation des Endgeräts 303 in
Hinblick auf das Broadcast-Netzwerk 106 und entscheidet
in diesem Beispiel die Daten 307 mittels eines von dem Broadcast-Netzwerk 106 bereitgestellten
Broadcast-Kanals
zu übertragen.
-
Die
nachfolgenden Schritte werden für
die weiteren, nicht gezeigten Endgeräte, an die die Daten 307 übertragen
werden sollen, analog wie für
das Endgerät 303,
was im Folgenden beschrieben wird, durchgeführt.
-
In
Schritt 308 kündigt
der MBS-Server 302 dem Endgerät 303 mittels eines
von dem Mobilfunk-Netzwerk 107 bereitgestellten Mobilfunkkanals eine
bevorstehende Datenübertragung,
die mittels eines Broadcast-Kanals durchgeführt wird, mittels einer entsprechenden
Nachricht an.
-
Die
Nachricht enthält
die zum Empfang der übertragenen
Daten 307 erforderlichen Parameterwerte, wie beispielsweise
die Übertragungsfrequenz, eine
Spezifikation des verwendeten Broadcast-Signals, die Bandbreite
des Übertragungssignals,
Werte von Modulationsparametern und Fehlerschutzparametern, Adressinformationen,
wie etwa die Paketnummern, die Typen und die Formate der zu übertragenen
Daten sowie den Startzeitpunkt der Datenübertragung in Form einer relativen
Zeitangabe oder einer absoluten Zeitangabe.
-
In
Schritt 309 aktiviert das Endgerät 303 automatisch
und zeitlich passend, unter Verwendung der in der in Schritt 308 übertragenen
Nachricht enthaltenen Zeitangabe, das Broadcast-Modul 305 zum Empfangen der
Daten 307.
-
In
Schritt 310 überträgt der MBS-Server 302 die
Daten 307 mittels des Broadcast-Netzwerks 106 an
das Endgerät 303,
welches die Daten 307 unter Verwendung des Broadcast-Moduls 305 empfängt. Die
Datenübertragung
erfolgt mit geringst möglichem Aufwand
an Übertragungskapazität und Energiebedarf
des Broadcast-Moduls 305.
-
In
einer Ausführungsform
wird nach der Übertragung
der Daten 307 von dem Endgerät 303, beispielsweise
veranlasst durch den MBS-Server 302, eine Bestätigungsnachricht
zu dem MBS-Server mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 gesendet.
-
Falls
das Endgerät 303 die
Daten 307 nicht empfangen kann, beispielsweise weil das
Broadcast-Netzwerk 106 aktuell nicht verfügbar ist
oder weil es bestimmte Übertragungsparameter
oder Datenformate der zu übertragenen
Daten 307 nicht unterstützt,
sendet das Endgerät 303 eine
entsprechende Information mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 an
den MBS-Server 302.
-
Der
MBS-Server 302 kann in diesem Fall eine angepasste Art
der Übertragung
wählen,
die eventuell auch mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 erfolgen
kann.
-
Im
Folgenden wird ein Beispiel für
eine Datenübertragung
im Karussell-Modus, d.h. mittels eines Karussell-Verfahrens, mit
Bezug auf 1 und 4 erläutert.
-
4 zeigt
ein Nachrichtenflussdiagramm 400 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
-
Der
in 4 dargestellte Nachrichtenfluss findet zwischen
einem Applikationsserver 401, einem MBS-Server 402 sowie
einem Endgerät 403 statt,
die wie oben mit Bezug auf 3 und 1 beschrieben
angeordnet und ausgestaltet sind. Insbesondere weist das Endgerät 403 ein
Mobilfunkmodem 404 sowie ein Broadcast-Modul 405 auf.
-
Die Übertragung
von Daten mittels eines Broadcast-Kanals an viele Endgeräte ist für Daten von
allgemeinem Interesse geeignet, für welche typischerweise eine
häufige
Aktualisierung erforderlich ist. Im Folgenden wird ein Beispiel
für die Übertragung
solcher Daten mittels des Kommunikationssystems 100 erläutert.
-
Für Schritt 406 übermittelt
der Applikationsserver 401 die zu übertragenen Daten 407 an
den MBS-Server 402. Die Daten 407, beispielsweise
eine Auswahl von Web-Seiten eines Internetportals, sollen an das
Endgerät 403 übertragen
werden, so dass das Endgerät 403 die
Daten 407 in einem Speicher des Endgeräts 403 abspeichern
kann, so dass der Benutzer des Endgeräts 403 auf die Daten 407 zugreifen
kann, beispielsweise übertragene
Web-Seiten direkt aus dem Speicher des Endgeräts aufrufen kann um sich mittels
eines Bildschirms des Endgeräts 403 anzeigen
lassen kann. Auf diese Weise ist eine effiziente Übertragung
der Daten 407 und eine komfortable Nutzung ohne lange Wartezeiten,
die bei einer individuellen Übertragung
der Daten 407 entstehen würden, möglich. Wie erwähnt, sind
die Daten 407 von solcher Art, dass sie von dem Applikationsserver 401 von
Zeit zu Zeit aktualisiert werden. Damit der Speicher des Endgeräts 403 stets
die aktuellen Daten erhält,
ist es erforderlich, dass die Daten 407 an das Endgerät 403 übertragen
werden, es ist jedoch nicht erforderlich, dass das Endgerät 403 die Daten 407,
die in diesem Beispiel in zyklischer Wiederholung übertragen
werden, empfängt,
bis die Daten 407 von dem Applikationsserver 401 aktualisiert wurden
und dementsprechend aktualisierte Daten 413 zur Verfügung stehen.
-
In
Schritt 408 signalisiert deshalb der MBS-Server 402 mit
einem gewissen zeitlichen Vorlauf, beispielsweise wenige Sekunden,
mittels einer entsprechenden Nachricht, dass das Endgerät 403 zu
einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft, der in der Nachricht
relativ oder absolut spezifiziert ist, das Broadcast-Modul 408 aktivieren
soll und die Daten 407 empfangen soll und in einem Speicher
des Endgeräts 403 speichern
soll.
-
In
Schritt 409 aktiviert das Endgerät 403 nach Erhalt
dieser Nachricht, die mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107 übertragen
wurde, das Broadcast-Modul 405.
-
In
Schritt 410 wird zu dem spezifizierten Zeitpunkt die Übertragung
der Daten 407 mittels eines Broadcastkanals, der von dem
Broadcast-Netzwerk 106 bereitgestellt wird, durchgeführt. Die
Datenübertragung
wird durch ein Signal abgeschlossen, das angibt, dass die Daten 407 komplett übertragen
wurden und das Broadcast-Modul 405 deaktiviert werden kann.
Dieses Signal kann in den Daten 407 selbst integriert sein
oder kann mittels einer zusätzlichen
Nachricht übertragen
werden. Das Endgerät 403,
das mit minimalen Energieaufwand stets die aktuellen Daten abgespeichert
haben soll, schaltet daraufhin in Schritt 411 das Broadcast-Modul 405 ab
und hält
die Daten 407 zur Abfrage durch den Benutzer des Endgeräts 403 im
Speicher des Endgeräts 403 bereit
und wartet auf eine neue Signalisierung mittels des Mobilfunk-Netzwerks 107,
die angibt, dass aktualisierte Daten 413 mittels eines
Broadcast-Kanals empfangen werden können. Wenn der Applikationsserver 401 die
Daten 407 aktualisiert hat, so überträgt er in Schritt 412 die
aktualisierten Daten 413 an den MBS-Server 402.
-
Die
aktualisierten Daten 413 werden nun analog zu der in den
Schritten 408 bis 411 durchgeführten Datenübertragung der Daten 407 übertragen.
-
Falls
die aktualisierten Daten 413 ebenfalls in zyklischer Wiederholung übertragen
werden kann ein Endgerät
zu einem beliebigen Zeitpunkt die aktualisierten Daten 413 empfangen und
diese Abspeichern und auf eine Signalisierung des MBS-Servers 402 warten,
die angibt, das erneut aktualisierte Daten zur Verfügung stehen
und diese dann empfangen.
-
Anschaulich
gesprochen kann sich ein Endgerät
also zu einem beliebigen Zeitpunkt durch Empfang der momentan übertragenen
Daten aufsynchronisieren und anschließend analog zu dem Endgerät 403 auf
die Nachricht des MBS-Servers 402 warten, die signalisiert,
dass aktualisierte Daten zur Verfügung stehen.
-
In
diesem Dokument sind folgende Veröffentlichungen zitiert:
-
-
- 100
- Kommunikationssystem
- 101
- MBS-Server
- 102
- MMS-Server
- 103
- PSS-Server
- 104
- weitere
Server
- 105
- Teilnehmergerät
- 106
- Broadcast-Netzwerk
- 107
- Mobilfunk-Netzwerk
- 108
- MBMS-Einheiten
- 109
- GPRS/GSM-Einheiten
- 110
- Kommunikationsnetzwerk
- 111
- DVB-H-Einheiten
- 200
- Nachrichtenflussdiagramm
- 201
- MBS-Server
- 202
- Endgerät
- 203
- Mobilfunkmodem
- 204
- Broadcastmodul
- 205–207
- Verarbeitungsschritte
- 300
- Nachrichtenflussdiagramm
- 301
- Applikationsserver
- 302
- MBS-Server
- 303
- Endgerät
- 304
- Mobilfunkmodem
- 305
- Broadcastmodul
- 306
- Verarbeitungsschritt
- 307
- Daten
- 308–310
- Verarbeitungsschritte
- 400
- Nachrichtenflussdiagramm
- 401
- Applikationsserver
- 402
- MBS-Server
- 403
- Endgerät
- 404
- Mobilfunkmodem
- 405
- Broadcastmodul
- 406
- Verarbeitungsschritt
- 407
- Daten
- 408–412
- Verarbeitungsschritte
- 413
- aktualisierte
Daten