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DE102004032178A1 - Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine Download PDF

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DE102004032178A1
DE102004032178A1 DE200410032178 DE102004032178A DE102004032178A1 DE 102004032178 A1 DE102004032178 A1 DE 102004032178A1 DE 200410032178 DE200410032178 DE 200410032178 DE 102004032178 A DE102004032178 A DE 102004032178A DE 102004032178 A1 DE102004032178 A1 DE 102004032178A1
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pressure
internal combustion
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Lorenz Zerle
Stefan Keller
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit einem Druckspeicher (17) für Kraftstoff, bei dem der Druck in dem Druckspeicher (17) mittels eines Druckregelventils (18) unter Verwendung einer Kennlinie für das Druckregelventil (18) geregelt wird, und wobei eine Adaption der Kennlinie während des Betriebs der Brennkraftmaschine durch Erlernen mindestens eines Korrekturwerts für die Kennlinie vorgesehen ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Korrekturwert beziehungsweise die Korrekturwerte auf einen Ausgangswert gesetzt werden, sobald eine Differenz aus einem in dem Druckspeicher (17) gemessenen Istdruck und einem insbesondere zur Vorsteuerung des Druckregelventils (18) verwendeten Steuerdruck einen vorgebbaren Schwelldruckwert überschreitet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit einem Druckspeicher für Kraftstoff, bei dem der Druck in dem Druckspeicher mittels eines Druckregelventils unter Verwendung einer Kennlinie für das Druckregelventil geregelt wird, wobei eine Adaption der Kennlinie während des Betriebs der Brennkraftmaschine durch Erlernen mindestens eines Korrekturwerts für die Kennlinie vorgesehen ist.
  • Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Steuergerät für eine Brennkraftmaschine und ein Computerprogramm für ein Steuergerät einer Brennkraftmaschine.
  • Aus der DE 101 31 507 C2 ist beispielsweise ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine bekannt, bei dem Kraftstoff von einer Hochdruckpumpe in einen Druckspeicher gefördert wird, und bei dem der Druck in dem Druckspeicher mittels eines Druckregelventils begrenzt wird, wobei eine individuelle Kennlinie des Druckregelventils während des Betriebs der Brennkraftmaschine ermittelt wird. Dieses Verfahren ermöglicht eine präzise Regelung des Kraftstoffdrucks im Druckspeicher auch bei Druckregelventilen, die fertigungsbedingte Toleranzen aufweisen.
  • Nachteilig an diesem Verfahren ist jedoch, dass bei einem Austausch des Druckregelventils eine hierfür erlernte individuelle Kennlinie unter Umständen erheblich von einer Kennlinie abweicht, die für ein neu einzubauendes Druckregelventil erforderlich wäre. Ein solcher Fall tritt beispielsweise dann ein, wenn das auszutauschende Druckregelventil deutlich in einer positiven Richtung von einer mittleren Kennlinie abweicht, während das Austauschteil beispielsweise deutlich in einer negativen Richtung von der mittleren Kennlinie abweicht.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das eingangs beschriebene Verfahren dahingehend zu verbessern, dass eine noch genauere Regelung des Drucks im Druckspeicher möglich ist.
  • Hinsichtlich des Betriebsverfahrens für eine Brennkraftmaschine wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Korrekturwert beziehungsweise die Korrekturwerte auf einen Ausgangswert gesetzt werden, sobald eine Differenz aus einem in dem Druckspeicher gemessenen Istdruck und einem insbesondere zur Vorsteuerung des Druckregelventils verwendeten Steuerdruck einen vorgebbaren Schwelldruckwert überschreitet.
  • Vorteile der Erfindung
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird das erfindungsgemäße Verfahren automatisch während eines Betriebs der Brennkraftmaschine durchgeführt.
  • Dadurch entfällt die Notwendigkeit, bereits erlernte Korrekturwerte bei einem Austausch des Druckregelventils manuell zurückzusetzen und darüber hinaus ist es nicht erforderlich, zum Beispiel hierfür erforderliche Diagnosetester mit der entsprechenden Funktionalität zu versehen. Dies ist insbesondere deshalb sehr vorteilhaft, weil eine Ergänzung aller im Feld befindlicher Diagnosetester um die vorstehend erwähnte Funktion nicht praktikabel ist.
  • Darüber hinaus ist es bei Anwendung des erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens nicht mehr erforderlich, speziell nach gewissen Toleranzklassen verlesene Druckregelventile für einen Austausch vorzuhalten beziehungsweise zu beschaffen.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass das Verfahren in Abhängigkeit einer Betriebsdauer der Brennkraftmaschine durchgeführt wird.
  • Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht vor, ein Zurücksetzen der Korrekturwerte aufzuzeichnen, insbesondere in einem nichtflüchtigen Speicher eines Steuergeräts der Brennkraftmaschine. Hierdurch ist z.B. bei einer Wartung der Brennkraftmaschine ermittelbar, ob ein erfindungsgemäßes Rücksetzen der Korrekturwerte stattgefunden hat.
  • Eine weitere Lösung der Aufgabe der vorstehenden Erfindung ist durch ein Steuergerät für eine Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 7 und ein Computerprogramm für das Steuergerät gemäß Anspruch 5 angegeben.
  • Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Form des Computerprogramms, das Programmcode aufweist, der dazu geeignet ist, das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen, wenn er auf einem Computer ausgeführt wird. Weiterhin kann der Programmcode auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert sein, beispielsweise auf einem sogenannten Flash-Memory. In diesen Fällen wird also die Erfindung durch das Computerprogramm realisiert, so dass dieses Computerprogramm in gleicher Weise die Erfindung darstellt wie das Verfahren, zu dessen Ausführung das Computerprogramm geeignet ist.
  • Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind.
  • Zeichnungen
  • 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Kraftstoffsystems einer Brennkraftmaschine, und
  • 2 zeigt ein schematisches Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Rücksetzen der Korrekturwerte.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • In der 1 ist ein Kraftstoffversorgungssystem 10 einer Brennkraftmaschine dargestellt. Das Kraftstoffversorgungssystem 10 wird üblicherweise auch als Common-Rail-System bezeichnet und ist zur direkten Einspritzung von Kraftstoff in die Brennräume der Brennkraftmaschine unter Hochdruck geeignet.
  • Der Kraftstoff wird aus einem Kraftstofftank 11 über ein erstes Filter 12 von einer Vorförderpumpe 13 angesaugt. Bei der Vorförderpumpe 13 kann es sich beispielsweise um eine elektrische Kraftstoffpumpe handeln.
  • Der von der Vorförderpumpe 13 angesaugte Kraftstoff wird über ein zweites Filter 14 zu einer Zumesseinheit 15 gefördert. Bei der Zumesseinheit 15 kann es sich bspw. um ein magnetgesteuertes Proportionalventil handeln.
  • Der Zumesseinheit 15 ist eine Hochdruckpumpe 16 nachgeordnet. Als Hochdruckpumpe 16 werden üblicherweise mechanische Pumpen eingesetzt, die von der Brennkraftmaschine angetrieben werden.
  • Die Hochdruckpumpe 16 ist mit einem Druckspeicher 17 verbunden, der häufig auch als Rail bezeichnet wird. Dieser Druckspeicher 17 steht über Kraftstoffleitungen mit Einspritzventilen 17' in Kontakt. Über die Einspritzventile 17' wird der Kraftstoff in die Brennräume der Brennkraftmaschine eingespritzt.
  • Mit dem Druckspeicher 17 ist ein Druckregelventil 18 verbunden, das ausgangsseitig mit dem Kraftstofftank 11 gekoppelt ist. Bei dem Druckregelventil 18 kann es sich bspw. um ein elektrisch ansteuerbares Magnetventil handeln.
  • Weiterhin kann ein Drucksensor 19 vorgesehen sein, der mit dem Druckspeicher 17 gekoppelt ist.
  • Ein Steuergerät 20 ist vorgesehen, das von einer Mehrzahl von Eingangssignalen beaufschlagt ist. Bei diesen Eingangssignalen kann es sich um die Drehzahl N der Brennkraftmaschine oder die Motortemperatur T der Brennkraftmaschine handeln. Ebenfalls kann es sich dabei um den Druck innerhalb des Druckspeichers 17 handeln, der von dem Drucksensor 19 gemessen wird.
  • In Abhängigkeit von den Eingangssignalen erzeugt das Steuergerät 20 eine Mehrzahl von Ausgangssignalen. Dabei kann es sich bspw. um ein Signal zur Ansteuerung der Vorförderpumpe 13 oder um ein Signal zur Ansteuerung der Zumesseinheit 15 oder um ein Signal zur Ansteuerung des Druckregelventils 18 handeln.
  • Das Kraftstoffversorgungssystem 10, das in der 1 dargestellt ist, arbeitet wie folgt:
    Der Kraftstoff, der sich im Kraftstofftank 11 befindet, wird von der Vorförderpumpe 13 angesaugt und zur Zumesseinheit 15 gefördert. Der Druck in diesem Bereich des Kraftstoffversorgungssystems 10 liegt üblicherweise in einem Bereich von etwa 1 bar bis etwa 3 bar. Dieser Bereich wird deshalb auch als Niederdruckbereich bezeichnet. Der vorgenannte Bereich kann dabei mit Hilfe eines weiteren, in der 1 nicht dargestellten Ventils überwacht bzw. gesteuert und/oder geregelt werden.
  • Von der Zumesseinheit 15 wird diejenige Menge an Kraftstoff zu der Hochdruckpumpe 16 weitergegeben, die – aufgrund des jeweils momentanen Betriebszustands der Brennkraftmaschine – über die Einspritzventile 17' in die Brennräume der Brennkraftmaschine eingespritzt werden soll. Von der Hochdruckpumpe 16 wird dann der einzuspritzende Kraftstoff in den Druckspeicher 17 gefördert, um von dort über die Einspritzventile 17' in die jeweiligen Brennräume der Brennkraftmaschine eingespritzt zu werden.
  • Während der vorbeschriebenen Betriebsweise der Brennkraftmaschine wird das Druckregelventil 18 zur Druckbegrenzung eingesetzt. Dies bedeutet, dass das Druckregelventil 18 derart angesteuert wird, dass es bei einem vorgegebenen Druck in dem Druckspeicher 17 öffnet. Auf diese Weise wird ein Druckanstieg des Drucks in dem Druckspeicher 17 über den vorgegebenen Wert verhindert.
  • Insbesondere bei niedrigen Kraftstofftemperaturen ist die Zumessung des einzuspritzenden Kraftstoffs über die Zumesseinheit 15 nur bedingt möglich. Es wird dann stattdessen die Zumesseinheit 15 derart angesteuert, dass eine sog. Vollförderung stattfindet. Dies bedeutet, dass die Hochdruckpumpe 16 entsprechend ihrer Kennlinie die jeweils maximale Kraftstoffmenge in den Druckspeicher 17 fördert.
  • Bei dieser Betriebsweise wird die einzuspritzende Kraftstoffmenge dadurch beeinflusst, dass der Druck in dem Druckspeicher 17 gesteuert und/oder geregelt wird. Hierzu werden das Druckregelventil 18 und der Drucksensor 19 herangezogen.
  • Wie beschrieben wurde, wird das Druckregelventil 18 auch zur Druckbegrenzung eingesetzt. Bei dieser Betriebsweise wird, wie ebenfalls bereits erwähnt wurde, das Druckregelventil 18 derart angesteuert, dass es erst bei einem vorgegebenen Wert des Drucks in dem Druckspeicher 17 öffnet. Damit das Druckregelventil 18 korrekt angesteuert werden kann, ist dabei dessen Kennlinie von Bedeutung.
  • Bei der Kennlinie (nicht gezeigt) des Druckregelventils 18 ist üblicherweise der Druck über dem Strom aufgetragen. Bei dem Druck handelt es sich um den Druck im Druckspeicher 17. Bei dem Strom handelt es sich um denjenigen Strom, mit dem das Steuergerät 20 das Druckregelventil 18 ansteuert.
  • Ferner handelt es sich bei der Kennlinie um eine statistisch gemittelte Kennlinie, die aus einer Mehrzahl von tatsächlich ausgemessenen Druckregelventilen ermittelt worden ist, wobei bekannte Verfahren, vgl. z.B. DE 101 31 507 C2 , vorsehen, die Kennlinie mittels Korrekturwerten anzupassen, die beispielsweise im Betrieb der Brennkraftmaschine ermittelt werden.
  • Diese Korrekturwerte ermöglichen es, die statistisch gemittelte Kennlinie an eine tatsächliche Kennlinie eines bestimmten Druckregelventils 18 anzupassen. Dadurch wird eine genauere Ansteuerung des jeweiligen Druckregelventils 18 ermöglicht.
  • Falls jedoch z.B. bei einer Wartung der Brennkraftmaschine das seither eingesetzte Druckregelventil 18 gegen ein neues Druckregelventil 18 ausgetauscht wird, kann es sein, dass eine auf die vorstehend genannte Weise adaptierte Kennlinie erheblich von der tatsächlichen Kennlinie des neuen Druckregelventils abweicht. In diesem Fall ist eine zuverlässige Einstellung des Drucks im Druckspeicher 17 möglicherweise nicht mehr gewährleistet, weil das neue Druckregelventil 18 z.B. – ausgehend von einem bestimmten Soll- bzw. Steuerdruck unter Verwendung der bisher für das alte Druckregelventil 18 adaptierten Kennlinie – mit einem Strom angesteuert wird, der tatsächlich einen von dem Steuerdruck wesentlich abweichenden Istdruck im Druckspeicher 17 bewirkt.
  • Um dennoch nach einem derartigen Austausch des Druckregelventils 18 ein sicheres Betreiben der Brennkraftmaschine mit einer präzisen Regelung des Drucks im Druckspeicher 17 zu ermöglichen, sieht das anhand von 2 beschriebene Verfahren in einem ersten Schritt 100 vor, einen Vergleich des Istdrucks im Druckspeicher 17 (1) mit dem zur Ansteuerung des Druckregelventils 18 verwendeten Steuerdruck durchzuführen. Dieser Vergleich kann beispielsweise durch eine Bildung einer Differenz aus Istdruck und Steuerdruck erfolgen und dient dazu, Abweichungen des Istdrucks vom Steuerdruck festzustellen, die aufgrund des oben beschriebenen Austauschs des Druckregelventils 18 oder einer Verstimmung des Drucksensors 19 entstehen.
  • Anschließend wird in Schritt 110 überprüft, ob die zuvor ermittelte Differenz aus Istdruck und Steuerdruck einen vorgebbaren Schwelldruckwert überschreitet. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn zwischenzeitlich das Druckregelventil 18, 1, wie vorstehend beschrieben gegen ein anderes Druckregelventil ausgetauscht worden ist, welches aufgrund von Fertigungstoleranzen nicht dieselbe Ansprechcharakteristik hinsichtlich des es steuernden Stroms besitzt.
  • Bei Überschreiten des Schwelldruckwerts wird im Schritt 120 des Verfahrens nach 2 ein bereits erlernter Korrekturwert beziehungsweise die bereits erlernten Korrekturwerte für die Kennlinie des Druckregelventils 18 auf einen Ausgangswert gesetzt, so dass nachfolgend ein neues Erlernen von Korrekturwerten möglich ist.
  • Außerdem kann ein Fehlerbit z.B. in einem Fehlerspeicher des Steuergeräts 20 gesetzt werden, mit dem bei einer späteren Aswertung Manipulationen am Drucksensor 19 nachgewiesen werden können.
  • Die neu zu erlernenden Korrekturwerte können die entsprechenden individuellen Fertigungstoleranzen des neu verbauten Druckregelventils 18 kompensieren.
  • Der Ausgangswert kann dabei beispielsweise so gewählt werden, dass nach einem erfindungsgemäßen Zurücksetzen der Korrekturwerte die Kennlinie identisch mit der bereits erwähnten statistisch gemittelten Kennlinie ist.
  • Falls im Schritt 110 jedoch festgestellt wird, dass die Differenz aus Istdruck und Steuerdruck des Druckregelventils 18 den Schwelldruckwert nicht überschreitet, besteht keine Notwendigkeit, die bereits erlernten Korrekturwerte zu verwerfen.
  • Das erfindungsgemäße Betriebsverfahren für eine Brennkraftmaschine ist insbesondere deshalb sehr vorteilhaft, weil sich bei dessen Anwendung eine Modifikation von Diagnosetestern für die Brennkraftmaschine erübrigt, welche beispielsweise eine Implementierung einer Funktion zur Löschung gelernter Korrekturwerte nach einem Austausch des Druckregelventils 18 zum Gegenstand hätte.
  • Ferner müssen bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens keine speziell zum Beispiel nach ihren Fertigungstoleranzen sortierten Druckregelventile für einen Austausch auszubauender Druckregelventile vorgehalten beziehungsweise beschafft werden. Daher reduziert sich ein entsprechender Aufwand in der Lagerhaltung und/oder der Ersatzteillogistik von Werkstätten.
  • Darüber hinaus ist es mit dem erfindungsgemäßen Betriebsverfahren für eine Brennkraftmaschine auch möglich, unerwünschte Eingriffe in die Steuerung der Brennkraftmaschine zu bemerken. Beispielsweise erkennt das erfindungsgemäße Betriebsverfahren auch bei einer absichtlichen Verstimmung des Druckregelventils 18 oder des Drucksensors 19 des Druckspeichers 17 z.B. zum Zwecke einer Leistungssteigerung der Brennkraftmaschine eine erhöhte Differenz eines Druckistwerts vom Drucksteuerwert des Druckregelventils 18, so dass in diesem Fall die erlernten Korrekturwerte zurückgesetzt werden, neue Korrekturwerte erlernt werden, gleichzeitig aber z.B. ein Fehlerbit gesetzt wird, womit später Manipulationen z.B. an dem Drucksensor 19 nachgewiesen werden können. Damit kann gewissen Versuchen, eine insbesondere nicht spezifikationsgemäße Leistungssteigerung der Brennkraftmaschine vorzunehmen, entgegengewirkt werden.
  • Besonders vorteilhaft ist hierbei auch, das Zurücksetzen der Korrekturwerte zu speichern, beispielsweise in einem nicht-flüchtigen Speicher des Steuergeräts 20 (1). Ferner ist es möglich, das erfindungsgemäße Verfahren in Abhängigkeit einer Betriebsdauer der Brennkraftmaschine durchzuführen.

Claims (7)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit einem Druckspeicher (17) für Kraftstoff, bei dem der Druck in dem Druckspeicher (17) mittels eines Druckregelventils (18) unter Verwendung einer Kennlinie für das Druckregelventil (18) geregelt wird, und wobei eine Adaption der Kennlinie während des Betriebs der Brennkraftmaschine durch Erlernen mindestens eines Korrekturwerts für die Kennlinie vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Korrekturwert beziehungsweise die Korrekturwerte auf einen Ausgangswert gesetzt wird beziehungsweise werden, sobald eine Differenz aus einem in dem Druckspeicher (17) gemessenen Istdruck und einem insbesondere zur Vorsteuerung des Druckregelventils (18) verwendeten Steuerdruck einen vorgebbaren Schwelldruckwert überschreitet.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren automatisch während des Betriebs der Brennkraftmaschine durchgeführt wird.
  3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in Abhängigkeit einer Betriebsdauer der Brennkraftmaschine durchgeführt wird.
  4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zurücksetzen der Korrekturwerte aufgezeichnet wird, insbesondere in einem nicht-flüchtigen Speicher eines Steuergeräts (20) der Brennkraftmaschine.
  5. Computerprogramm für ein Steuergerät (20) einer Brennkraftmaschine mit Programmcode, der dazu geeignet ist, das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 – 4 durchzuführen, wenn er auf einem Computer ausgeführt wird.
  6. Computerprogramm nach Anspruch 5, wobei der Programmcode auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist.
  7. Steuergerät (20) für eine Brennkraftmaschine mit einem Druckspeicher (17), bei der der Druck in dem Druckspeicher (17) mittels eines Druckregelventils (18) unter Verwendung einer Kennlinie für das Druckregelventil (18) geregelt werden kann, und wobei eine Adaption der Kennlinie während des Betriebs der Brennkraftmaschine durch Erlernen mindestens eines Korrekturwerts für die Kennlinie durchgeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Korrekturwert beziehungsweise die Korrekturwerte auf einen Ausgangswert setzbar ist beziehungsweise setzbar sind, sobald eine Differenz aus einem in dem Druckspeicher (17) gemessenen Istdruck und einem insbesondere zur Vorsteuerung des Druckregelventils (18) verwendeten Steuerdruck einen vorgebbaren Schwelldruckwert überschreitet.
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