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Die
Erfindung betrifft einen Terminplaner mit einer Eingabeeinheit und
einer am oder im Ohr tragbaren Hörereinheit.
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Aus
der
DE 35 45 088 A1 ist
eine Weckvorrichtung mit einer Weckuhr bekannt, die in den Aufbau
eines wenigstens teilweise in den Ohrkanal einführbaren Ohreinsatzes einbezogen
ist. Die Einstellung der Uhrzeit, zu der ein Wecksignal abgegeben wird,
erfolgt über
Stellknöpfe
an der Weckvorrichtung.
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Aus
der
US 5,721,783 sind
ein Hörgerät sowie
ein Kommunikationssystem bekannt mit einer am Kopf tragbaren Hörereinheit
und einer externen Prozessoreinheit. Mittels der Prozessoreinheit
kann an einen Termin erinnert werden, indem zu einer bestimmten
Uhrzeit ein Signal von der Prozessoreinheit an die Hörereinheit übertragen
und von dieser ausgegeben wird.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Handhabung
eines Terminplaners zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird bei einem Terminplaner mit einer Eingabeeinheit und
einer am oder im Ohr tragbaren Hörereinheit
dadurch gelöst,
dass eine Uhrzeit in die Eingabeeinheit eingebbar und auf die Hörereinheit übertragbar
ist, wobei die Hörereinheit zu
der eingestellten Uhrzeit selbsttätig ein Signal abgibt zur Erinnerung
des Benutzers an einen Termin.
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Der
Terminplaner gemäß der Erfindung
umfasst wenigstens eine am oder im Ohr tragbare Hörereinheit.
Die Hörereinheit
weist vorzugsweise die Form eines hinter dem Ohr bzw. in dem Ohr
tragbaren Hörgerätes auf.
Derartige Geräte
sind üblicherweise
verhältnismäßig klein
und damit unauffällig
und bequem zu tragen. Durch eine an den individuellen Gehörgang des
Trägers
angepasste Schale besitzen sie einen hohen Tragekomfort. Es können jedoch auch
Hörereinheiten
mit universeller Passform verwendet werden.
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Der
Terminplaner gemäß der Erfindung
umfasst ferner eine externe Eingabeeinheit. Diese weist zur Eingabe
bekannte Eingabemittel wie Tastatur oder Touch-Screen auf. Darüber hinaus
kann auch eine Spracheingabe erfolgen. In die Eingabeeinheit wird
von dem Benutzer wenigstens eine Uhrzeit eingegeben, zu der der
Benutzer an einen bestimmten Termin erinnert werden soll.
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Vorzugsweise
finden als Eingabeeinheit bekannte Geräte mit der Möglichkeit
zur Eingabe und Datenübertragung
an ein weiteres Gerät
Verwendung, wie z.B. Mobiltelefone, Personal Digital Assistants
(PDAs) oder Personal Computer (PCs). Die in die Eingabeeinheit eingegebene
Uhrzeit wird schließlich
auf die Hörereinheit übertragen
und dort in einem Speicher hinterlegt. Zu der eingestellten Uhrzeit
erfolgt dann mittels der Hörereinheit
eine Signalabgabe zur Erinnerung des Benutzers an den eingegebenen
Termin. Dabei ist während
der Signalabgabe durch die Hörereinheit
eine Verbindung mit der Eingabeeinheit nicht mehr erforderlich.
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Die
Erfindung bietet den Vorteil, dass durch die externe Eingabeeinheit
eine bequeme Termineingabe erreichbar ist. Diese kann z.B. über eine PC-Tastatur
oder mittels Spracheingabe erfolgen. Diese Vorteile lernt der Benutzer
insbesondere dann zu schätzen,
wenn eine Vielzahl an Terminen gespeichert werden soll. Die Termine
können
entweder nacheinander in die Eingabeeinheit eingegeben und dann
als Datenpaket an die Hörereinheit übertragen werden.
Alternativ kann jedoch auch jede Eingabe einzeln direkt an die Hörereinheit übertragen
werden.
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Sind
der bzw. die Termine in der Hörereinheit gespeichert,
so ist die Eingabeeinheit bis zur Eingabe des nächsten Termins nicht mehr erforderlich.
Sie muss daher nicht weiter mitge führt werden. Die Erinnerung
des Benutzers an einen Termin erfolgt nach der Übertragung an die Hörereinheit
unabhängig
von der Eingabeeinheit. Die Signalabgabe durch die Hörereinheit
zu der eingestellten Zeit kann daher nicht an einer zu dieser Zeit
fehlerhaften Verbindung zwischen der Hörereinheit und der Eingabeeinheit
scheitern.
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Der
Terminplaner gemäß der Erfindung
hat den weiteren Vorteil, dass durch die Anordnung der Hörereinheit
am oder im Ohr ein Schallsignal direkt in den Gehörgang des
Benutzers abgegeben werden kann, womit die Erinnerung an den Termin
von anderen Personen unbemerkt bleibt.
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Eine
Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass neben der Uhrzeit weitere
Daten zur Kennzeichnung des Termins auf die Hörereinheit übertragbar sind. Diese Daten
dienen vorzugsweise zur genaueren Kennzeichnung des Termins. Vorzugsweise
bewirken diese Daten die Abgabe eines Sprachsignals durch die Hörereinheit
zur Kennzeichnung des Termins. Das Sprachsignal kann dabei entweder
synthetisch in der Hörereinheit
erzeugt werden oder durch den Benutzer bereits in die Eingabeeinheit
eingegeben und auf die Hörereinheit übertragen
worden sein. Dann wird es zu der eingestellten Uhrzeit lediglich aus
einem Speicher abgerufen.
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Die
Information des Benutzers über
einen bevorstehenden Termin erfolgt vorzugsweise durch ein akustisches
Signal. In besonderen Fällen
kann durch die Hörereinheit
jedoch auch ein taktiles Signal, z.B. mittels eines Vibrationsalarms,
abgegeben werden.
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Die
Signalübertragung
zwischen der Eingabeeinheit und der Hörereinheit erfolgt vorzugsweise drahtlos.
Durch Anbringung geeigneter Steckkontakte kann jedoch auch eine
drahtgebundene Übertragung
vorgesehen werden. Weiterhin ist es möglich, dass die Signalübertragung
von der Eingabeeinheit zu der Hörereinheit über ein
dazwischen liegendes Gerät
erfolgt. So kann beispielsweise die Eingabe in ein Mobiltelefon
erfolgen, welches die eingegebenen Daten zunächst auf eine Fernbedienung überträgt, wobei
anschließend
die Daten von der Fernbedienung auf die Hörereinheit übertragen werden. Eine drahtlose Übertragung
erfolgt dabei vorzugsweise nach dem Bluetooth-Standard.
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Bei
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, die Funktion der Hörereinheit
des Terminplaners in ein Hörgerät zu integrieren.
Da der Benutzer eines Hörgerätes ohnehin
eine „Hörereinheit" am Kopf und insbesondere hinter
dem Ohr bzw. in dem Ohr trägt,
kann diese zusätzliche
Funktion ohne Auswirkungen auf bisherige Gewohnheiten angeboten
werden.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
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1 einen
Terminplaner mit einer hinter dem Ohr tragbaren Hörereinheit
und einer Eingabeeinheit in Form eines PCs, und
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2 einen
Terminplaner mit einer hinter dem Ohr tragbaren, als Hörhilfe ausgebildeten
Hörereinheit,
einem Mobiltelefon und einer Fernbedienung für die Hörereinheit.
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Der
Terminplaner gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach 1 umfasst eine hinter dem Ohr tragbare Hörereinheit 1 sowie
einen Personal Computer (PC) 2, der mit einer geeigneten
Software ausgestattet ist und als Eingabeeinheit dient. Die Eingabe
der Termine in den PC 2 erfolgt mittels einer Tastatur 3,
wobei die Eingaben auf einem Bildschirm 4 grafisch veranschaulicht
werden können.
Ist die Eingabe der Termine über
die Tastatur 3 abgeschlossen, so wird ein Befehl eingegeben,
der eine drahtlose Übermittlung
der eingegebenen Termine auf die Hörereinheit 1 bewirkt.
Zur drahtlosen Übertragung
von Daten zwischen dem PC 2 und der Hörereinheit 1 umfasst
die Hörereinheit 1 eine
Antenne 5 sowie eine Empfangseinheit 6. Die empfangenen
Daten bzgl. der eingegebenen Termine werden schließlich in
einer Timer-Einheit 7 gespeichert. Erkennt die Timer-Einheit 7,
dass der aktuelle Tag und die aktuelle Uhrzeit mit einem eingegebenen
Termin übereinstimmt,
so wird über
den Hörer 8 ein
akustisches Signal erzeugt, dass über den Schallkanal 9 und
einen daran anschließenden
Schallschlauch (nicht dargestellt) dem Gehör des Benutzers zugeführt wird.
Dieser wird dadurch auf akustischem Wege an den gespeicherten Termin
erinnert, ohne dass dies für
außenstehende
Personen erkennbar ist.
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Die
drahtlose Signalübertragung
zwischen dem PC 2 und der Hörereinheit 1 erfolgt
im Ausführungsbeispiel
vorzugsweise nach dem Bluetooth-Standard. Alternativ ist jedoch
auch eine Vielzahl weiterer Übertragungswege
möglich,
wie z.B. eine drahtgebundene Datenübertragung mittels eines Verbindungskabels
oder eine drahtlose Datenübertragung
mittels einer Infrarot-Schnittstelle,
die den PC 2 mit der Hörereinheit 1 verbindet.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt 2. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 dient
hierbei als Eingabeeinheit zur Eingabe und Übertragung von Terminen auf
die Hörereinheit 1' ein Mobiltelefon 12.
Dieses umfasst zur Eingabe von Terminen neben einem Tastaturblock 13 auch
ein Mikrofon 14, über
das in Verbindung mit Mitteln zur Spracherkennung auch eine Spracheingabe
möglich
ist. Eine mögliche
Spracheingabe kann z.B. lauten: „Montag, 09:15 Uhr, Besprechung
bei Hr. Müller". Eine geeignete
Spracherkennungssoftware erkennt, dass es sich bei dem ersten Teil
der Spracheingabe: „Montag,
09:15 Uhr" um den
eigentlichen Termin handelt, der dann in ein entsprechendes Zeit-Format
gewandelt wird. Diese die Zeit betreffenden Daten werden schließlich zu
der Timer-Einheit 7' der
Hörereinheit 1' übertragen.
Der zweite Teil der Spracheingabe: „Besprechung bei Hr. Müller" wird lediglich in
Form eines digitalisierten Sprachsignals auf die Hörereinheit 1' übertragen
und dort in einem Speicher abgelegt. Stimmen der aktuelle Tag und
die aktuelle Uhrzeit mit dem gespeicherten Termin überein,
so wird die gespeicherte Meldung mittels des Hörers 8' wieder in ein akustisches Signal gewandelt
und über
den Schallkanal 9' sowie
einen Schallschlauch dem Gehör
eines Benutzers zugeführt.
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Die
Hörereinheit 1' im Ausführungsbeispiel gemäß 2 ist
als Hörgerät ausgebildet
und weist hierzu neben den bereits genannten Komponenten noch ein
Mikrofon 11 zur Aufnahme eines akustischen Eingangssignals
und Wandlung in ein elektrisches Signal sowie eine Signalverarbeitungseinheit 10 zur
Verarbeitung und frequenzabhängigen
Verstärkung
des Eingangssignals auf. Als weitere Besonderheit ist bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 2 zur
Signalübertragung
zwischen dem Mobiltelefon 12 und der Hörereinheit 1' noch eine Fernbedienung 15 für die Hörereinheit 1' vorhanden.
Dabei erfolgt die Signalübertragung
zwischen dem Mobiltelefon 12 und der Fernbedienung 15 drahtlos
gemäß dem Bluetooth-Standard.
Weiterhin ist zwischen der Fernbedienung 15 und der Hörereinheit 1' eine hörgerätespezifische,
drahtlose Signalübertragung
vorgesehen, wobei die Hörereinheit 1' zum Empfang
der gesendeten Daten eine stark miniaturisierbare Empfangseinheit 6' mit einer Antenne 5' umfasst.
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Als
weitere Besonderheit ist der Terminplaner gemäß dem Ausführungsbeispiel gemäß 2 dazu
ausgebildet, mit dem Bedienblock 13 durchgeführte, alphanumerische
Eingabe zur genaueren Kennzeichnung des jeweiligen Termins („Besprechung
bei Hr. Müller") durch Mittel zur
Sprachsynthese in eine entsprechende Sprachausgabe zu dem angegebenen
Termin umzuwandeln. Z.B. kann die Sprachsynthese in der Signalverarbeitungseinheit 10 erfolgen.